Erfahrungsbericht von LilithIbi
Die Rache ist mein... oder besser die Blondine?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Doch bei "The Fog" sitze ich auch jetzt noch genauso ratlos da wie zum Ende des Filmes und glaub auch nicht, dass ich mir die DVD in der nahen Zukunft noch zulegen werde.
Dabei ist
//DIE STORY//
an sich nun wirklich nicht kompliziert.
Wie so oft im Leben bewies der Mensch bereits im Jahre 17hundertund, dass er ein geldgeiles Aas ist. Diejenigen welchen, die zu unserer Zeit und eben auch zur Hauptspielzeit des Filmes als "Gründerväter" gefeiert werden, haben sich damals das Land nicht grade auf koschere Weise angeeignet. Anstatt sich an den abgemachten Handel zu halten, haben sie ihre Handelspartner ausgeraubt, ermordet bzw. den inzinierten Flammen überlassen.
Nachdem nun also "ein paar" Jahre ins Land zogen haben scheinbar die ermordeten Geister geschworen, Rache zu nehmen. Und immer, wenn der Nebel sich zusammenbraut beginnt das Grauen....
//DIE UMSETZUNG//
An und für sich ist das ganze ja doch recht genial. Gegen Werwölfe, Vampyre oder ganz einfach durchgeknallte Massenmörder kann man sich bekanntlich zur Wehr setzen.
Wie aber kämpft man gegen Nebel?
Der Sohn unserer Heldin und Radiomoderatorin macht es in seiner kindlichen Klugheit richtig: er klebt ganz einfach die Fenster und Türen zu, so dass der böse Nebel nicht in sein Kinderzimmer dringen kann. Ohnehin scheint dieser Sohn recht abgebrüht ~ als er über seinen toten Babysitter stolpert, beeindruckt ihn das wenig. Aber Mami macht es ihm ja genauso vor; getreu dem Motto "endlich Ruhe vor dem alten Besen!"
Die obligatorischen blonde Hauptperson stellt ebenfalls eine Art sympathisches Rätsel dar. Die ganze Zeit denkt der Zuschauer noch, dass es eigentlich um sie gehen würde, was es im Endeffekt zwar auch irgendwie tut; wenn auch anders wie angenommen... aber was zur Hölle sollte ihr gesamter Auftritt überhaupt? Ähnliche Fragen tun sich bei der Gestalt des ebenfalls bestimmungsgemäßen an Gott zweifelnden Priester auf. Offensichtlich wusste er bereits bei den ersten Anzeichen der Pest (jawoll, der Pest), was im Busch war ~ und somit wusste er bis zu guter letzt auch mehr als die Kinobesucher.
Denn irgendwie ergibt der Film nicht wirklich einen Sinn.
Obschon ich diverse fragwürdige Details inzwischen quasi verdaut habe und den Film im Nachhinein auch gar nicht mal so schlecht fand ~ verstanden habe ich nach wie vor nicht, was die Untoten da wollten. Rache schön und gut (nuja, eigtl ja nicht, aber man wird schon wissen, wie ich das meine!); aber warum haben die dann nicht lediglich die Erben der Gründerväter niedergemetzelt? Und wenn die die Blondine (wen auch sonst?) wollten; die hätten sie doch auch schon viel früher haben können. Seltsam seltsam.....
//ERGO//
Erstaunlicherweise gibt es über diesen Film eigentlich nicht viel mehr zu sagen.
Das, was er mit der gut verbreiteten gruseligen Atmosphäre schafft, macht er mitunter dem oben genannten undurchsichtigen Kuddelmuddel wieder kaputt.
Viele gute Ansätze wurden im Keim erstickt, die Spannung loderte zwar ab und an mal auf, ging aber anschließend genauso schnell wieder unter. Manche Momente oder auch Effekte wirken einfach überreizt; wenn nicht sogar aus anderen Filmen geklaut.
Das tapfere Kind, was sich als einizeger von vorneherein zu beschützen vermag ist genauso abgedroschen wie der Hilferuf übers Radio oder aber die Gelegenheit, bis zum bitteren Ende mit jemanden zu telefonieren, der just in diesem Augenblick dahinsiecht.
Definitiv zu viel des guten ist das Auto, was gewohnheitsgemäß nicht anspringt wenn Böses im Busch ist ~ wenn auch hier das Auto wieder funktionuckelt, sobald unser Held (im übrigen gespielt vom Teenieliebling Tom Welling) ans Steuer springt.
Ergo des Ergos: "The Fog" ist nicht wirklich sehenswert. Ganz nett, aber wer dieses Machwerk verpasst, hat nicht wirklich was verpasst.
Ich hatte mir von dieser Neuauflage wirklich viel versprochen; da der Regisseur Rupert Wainwright eben auch für das Remake von "Amytiville Horror" verantwortlich war.
Wurde in diversen Zeitschriften noch darauf hingewiesen, dass die Urversion des Filmes von John Carpenter am mangelnden Gelde scheiterte haben die Schreiberlinge wohl vergessen, ebenfalls darauf hinzuweisen, dass Geld eben auch nicht Garant für gutes Werk ist....
Aber das hätte ich eigentlich spätestens seit den Low-Budget Filmen "Cube" oder insbesondere "Saw" auch wissen müssen.....
35 Bewertungen, 12 Kommentare
-
19.01.2007, 19:31 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
-
19.01.2007, 19:23 Uhr von bodenseestern
Bewertung: sehr hilfreich~~liebe Grüße Petra~~
-
19.01.2007, 19:10 Uhr von Alex1990
Bewertung: sehr hilfreichsh lg
-
19.01.2007, 16:09 Uhr von LittleSparko
Bewertung: sehr hilfreichlg, daniela
-
19.01.2007, 15:49 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
-
19.01.2007, 15:44 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan ;>))))
-
19.01.2007, 15:37 Uhr von krullinchen
Bewertung: sehr hilfreich(¯`•.¸Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende¸.•´¯)
-
19.01.2007, 15:24 Uhr von Matze1195
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨¨*:•. sh .•:*¨¨*:•.
-
19.01.2007, 14:51 Uhr von topfmops
Bewertung: sehr hilfreichAHA !! . . . . . und ich sage und schreibe immer ‚AHA’, wenn ich mal wieder was Neues gelernt hab’. Und bei diesem Bericht habe ich viel für mich Neues erfahren
-
19.01.2007, 13:26 Uhr von Qantas
Bewertung: sehr hilfreichWie immer sehr hilfreich! :-)
-
19.01.2007, 13:02 Uhr von Maddin79
Bewertung: sehr hilfreichAlso ich fand den Film auch nicht gut, da ich das Original kenne, waren die Ansprüche bei dem Film natürlich hoch, doch erfüllt wurden sie bei weitem nicht
-
19.01.2007, 12:23 Uhr von Nettiteddy
Bewertung: sehr hilfreichLG Nettiteddy
Bewerten / Kommentar schreiben