Tropico 2: Die Pirateninsel (Management PC Spiel) Testbericht
ab 13,67 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
Erfahrungsbericht von Patrick0162
Leinen eingehohlt und Säbel ausgepackt: Als Raubein-Fürst plündern Sie die Karibik
Pro:
alles super
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Inhalt
Sie sind faul, rachsüchtig, geldgierig, versoffen und kennen kein Erbarmen? Dann würden Sie bestimmt einen ganz guten Piraten abgeben. In „Tropico 2\" ist gerade ein solcher Seeräuber-Posten frei geworden. Als Herrscher über eine ganze Pirateninsel tragen Sie aber nicht nur einen Papagei auf der Schulter, sondern auch sehr viel Verantwor-tungrGleichzwei große Bevölkerungsgruppen wollen kontrolliert werden. Auf der einen Seite ist da Ihre Piratenbande, die mit Vorliebe auf Plünderfahrt geht. Den größten Bevölkerungsanteil machen jedoch Arbeiter aus -gefangene Zivilisten, die in Minen und auf Plantagen für Sie schuften.
Anfangs werden die Sklaven benötigt, um für die nötige Infrastruktur zu sorgen. Besonders wichtig:die Holzfäller. Sie roden Bäume, schaffen sie ins Sägewerk und verarbeiten sie zu Bauholz. Damit können dann beispielsweise Farmen errichtet werden. Und die helfen, den Nahrungsbedarf der Inselbewohner zu decken. Sklaven bekommen Suppe auf den Teller, für die Piraten wird das Getreide in einer Brauerei zu Bier gemacht. Nur auf Seereisen bleiben die Freibeuter trocken: •• Eine Köchin bereitet Rationen für die\' langen Fahrten zu.
Sind alle satt, muss eine Werft her, in der ein Schiffbauer gemächlich Ihre-Flotte ausbaut. Jedes Schiff braucht darüber hinaus ein Dock, wo es mit Waffen und Seerationen beladen wird. Angegriffen wird mit Säbeln, Gewehren und Kanonen. Vor dem Ablegen können Sie den Piraten unterschiedliche Befehle mit auf den Weg geben. Beim Plündern werden Handelsschiffe angegriffen. Im besten Fall springt dabei sehr viel Gold und neues Personal heraus. Auf Wunsch entführt Ihre Mannschaft aber auch ganz gezielt Experten,zum Beispiel Kanonengießer oder Priester. Und wenn Sie es so richtig darauf abgesehen haben, zwei Nationen gegeneinander auszuspielen, schicken Sie Fregatten unter falscher Flagge ins Gefecht. Möglichkeiten, kriminelle Energie loszuwerden, gibt es in Tropico 2 also zur Genüge.
Damit die Raubeine aber auch immer so wollen, wie sie sollen, müssen Sie für ein gewisses Maß an Motivation sorgen. Regelmäßige Fress- und Saufgelage sind obligatorisch. Je nach Rang und Klasse des Piraten kehrt der dafür entweder in einer Kaschemme oder in einem Wirtshaus ein. Auch der Spieltrieb der Freibeuter will befriedigt werden. Zum Beispiel in einer Tier-Arena oder im Kasino. Eingenommene Gelder fließen natürlich in die Inselkasse. Ein gelungener Piratentag endet schließlich mit dem Besuch einer Dirne. Je ruhmreicher und berüchtigter ein Freibeuter, desto höher werden im Laufe der Zeit auch seine Ansprüche.Während zu Beginn noch Bier das geeignete Rauschmittel ist, wird später Rum verlangt. Auch Zigarren und Fruchttörtchen stimmen große Helden milde.
Ihre Gefangenen können von einem solchen Luxusleben nur träumen. Außer Arbeit bleibt den Sklaven fast alles verwehrt. Neider werden durch einschüchterndes Dekor im Zaum gehalten. Schrecken erregende Totenköpfe und entmutigende Galgen ersticken so manchen Aufruhr im Keim. Sollte es doch einmal zu Fluchtversuchen kommen, so müssen patrouillierende Wachen das Schlimmste verhindern. Denn von geflohenen Sklaven erfahren Großmächte schnell von der geheimen Position Ihrer Insel - und dann sind Sie geliefert.
Ein paar Grundregeln zur Besänftigung Ihrer Arbeiter sollten Sie auf jeden Fall befolgen. Mit genug Suppe und einem überdachten Schlafplatz sind die meisten schon zufrieden. Der Zugang zu einer Kirche besänftigt schließlich selbst rebellische Knechte.
Den Piraten brauchen Sie mit Zucht und Ordnung gar nicht erst zu kommen. Gut bewachte Arbeiterviertel verursachen bei Banditen schlechte Laune. Die strikte Trennung von Arbeiter- und Piratenvierteln ist die Konsequenz -Talent beim Aufbau einer geregelten Infrastruktur ist also Grundvoraussetzung, um als Raubein-Fürst Erfolg zu haben.
Im späteren Spielverlauf macht sich zusehends eine dritte Bevölkerungsgruppe auf der Insel breit. Bei den reichen Gefangenen handelt es sich um wohlhabende Geiseln, deren Wert von Tag zu Tag steigt. Bevor Sie die gegen ein Lösegeld wieder auf freien Fuß setzen, müssen Sie sie bei Laune halten. Betuchte Gefangene treiben sich wie die Piraten mit Vorliebe in Kasinos und bei Dirnen herum. Weil oft aber nicht genügend Etablissements vorhanden sind, müssen die Seeräuber mitunter draußen bleiben. Dann ist der Ärger groß und das Chaos garantiert.
Jeder Tropicaner hat, wie schon im ersten Teil, einen eigenen Namen, eine individuelle Persönlichkeit und festgelegte Grundbedürfnisse. Anhand mehrerer Statusbalken erkennen Sie schnell, wie es einer Person geht und woran es ihr gerade mangelt. Sogar der genaue Einblick in die Köpfe der Bewohner bleibt Ihnen nicht verwehrt: Ein Mausklick genügt, um die Gedanken eines jeden Piraten oder Gefangenen zu lesen.
Diese Informationen benötigen Sie aber auch, um sich mit niemandem zu überwerfen und eine florierende Inselgesellschaft aufzubauen. Das ist nämlich das Hauptziel eines jeden freien Spiels und macht am meisten Spaß. Denn dabei haben Sie alle nur denkbaren Freiheiten. Es steht aber auch eine Kampagne mit 16 verschiedenen Aufträgen zurVerfügung.Da müssen Sie beispielsweise Ihre Piraten besonders glücklich machen oder ein möglichst großes Vermögen anhäufen. Eine leider sehr dünne Rahmenhandlung verbindet die einzelnen Spielstufen miteinander.
Bedienung
Obwohl die Handlung sich vom Vorgänger gänzlich unterscheidet, hat sich an der Bedienung kaum etwas geändert. Noch immer kann jede der vielen Funktionen mit ein paar Mausklicks ausgelöst werden. Übersichtliche und sich selbst erklärende Menüs helfen beim Einstieg. Außerdem vermittelt ein Lernspiel Ihnen zu Beginn die wichtigsten Funktionen.Trotzdem kommen im Laufe der Zeit immer wieder neue Funktionen und Gebäude hinzu, deren richtige Handhabung erst einmal begriffen werden will. Also sollten Sie auf jeden Fall einen Blick in die 90 Seiten starke Anleitung werfen.
Hilfreich ist auch der Inselbericht, der eine Vielzahl von Statistiken bereithält und Ihnen damit sehr viel Arbeit abnimmt. Hier erfahren Sie sofort, woran es den Tropicanern mangelt und welche Arbeiter mit besonderem Argwohn beobachtet werden sollten. Darüber hinaus steht Ihnen Matrose Smitty zur Seite. Immer dann, wenn etwas schief läuft, weiß Smitty Rat.
Urteil
Tropico 2 ist ein einzigartiges Spiel. Und das in jeder Hinsicht. Unzählige Möglichkeiten beschäftigen den Spieler über Wochen. Weil die Bedürfnisse einer Piratengesellschaft sehr eigenartig sind, bringt dieses Spiel frischen Wind in die Sparte der Aufbausimulationen. Auch die Grafik verwöhnt: Durch Drehen des Mausrades holen Sie das Geschehen so nahe heran, dass Sie alle Bewohner Tropicos genau beobachten können - beim Holzhacken etwa oder beim ßa-nanenanbau. Alles sieht sehr realistisch aus und wurde mit viel Liebe zum Detail inszeniert. Gelungen ist auch die Sprachausgabe: Schauspiel-Veteran Wolfgang Vöiz, die Stimme von Käpt\'n Blaubär, sorgt immer wieder für witzige Einlagen.
Es aber auch eine Kehrseite der Goldmünze: Leider können Sie die Kämpfe auf hoher See nur im Vorfeld beeinflussen. Zwischen dem Ab- und Anlegen gibt es keine Möglichkeit, die Piratenkreuzer zu steuern oder zu beobachten. Und der sehr hohe Schwierigkeitsgrad sorgt besonders bei Anfängern leider oft für Frustration.Trotzdem bietet Tropico 2 soziemlich alles, was man von einem gelungenen Computerspiel erwartet. Auch wenn Sie in Wirklichkeit gar nicht faul, rachsüch
tig und versoffen sind: Das Holz bein steht Ihnen mit Sicherheit trotzdem „gut\".
Sie sind faul, rachsüchtig, geldgierig, versoffen und kennen kein Erbarmen? Dann würden Sie bestimmt einen ganz guten Piraten abgeben. In „Tropico 2\" ist gerade ein solcher Seeräuber-Posten frei geworden. Als Herrscher über eine ganze Pirateninsel tragen Sie aber nicht nur einen Papagei auf der Schulter, sondern auch sehr viel Verantwor-tungrGleichzwei große Bevölkerungsgruppen wollen kontrolliert werden. Auf der einen Seite ist da Ihre Piratenbande, die mit Vorliebe auf Plünderfahrt geht. Den größten Bevölkerungsanteil machen jedoch Arbeiter aus -gefangene Zivilisten, die in Minen und auf Plantagen für Sie schuften.
Anfangs werden die Sklaven benötigt, um für die nötige Infrastruktur zu sorgen. Besonders wichtig:die Holzfäller. Sie roden Bäume, schaffen sie ins Sägewerk und verarbeiten sie zu Bauholz. Damit können dann beispielsweise Farmen errichtet werden. Und die helfen, den Nahrungsbedarf der Inselbewohner zu decken. Sklaven bekommen Suppe auf den Teller, für die Piraten wird das Getreide in einer Brauerei zu Bier gemacht. Nur auf Seereisen bleiben die Freibeuter trocken: •• Eine Köchin bereitet Rationen für die\' langen Fahrten zu.
Sind alle satt, muss eine Werft her, in der ein Schiffbauer gemächlich Ihre-Flotte ausbaut. Jedes Schiff braucht darüber hinaus ein Dock, wo es mit Waffen und Seerationen beladen wird. Angegriffen wird mit Säbeln, Gewehren und Kanonen. Vor dem Ablegen können Sie den Piraten unterschiedliche Befehle mit auf den Weg geben. Beim Plündern werden Handelsschiffe angegriffen. Im besten Fall springt dabei sehr viel Gold und neues Personal heraus. Auf Wunsch entführt Ihre Mannschaft aber auch ganz gezielt Experten,zum Beispiel Kanonengießer oder Priester. Und wenn Sie es so richtig darauf abgesehen haben, zwei Nationen gegeneinander auszuspielen, schicken Sie Fregatten unter falscher Flagge ins Gefecht. Möglichkeiten, kriminelle Energie loszuwerden, gibt es in Tropico 2 also zur Genüge.
Damit die Raubeine aber auch immer so wollen, wie sie sollen, müssen Sie für ein gewisses Maß an Motivation sorgen. Regelmäßige Fress- und Saufgelage sind obligatorisch. Je nach Rang und Klasse des Piraten kehrt der dafür entweder in einer Kaschemme oder in einem Wirtshaus ein. Auch der Spieltrieb der Freibeuter will befriedigt werden. Zum Beispiel in einer Tier-Arena oder im Kasino. Eingenommene Gelder fließen natürlich in die Inselkasse. Ein gelungener Piratentag endet schließlich mit dem Besuch einer Dirne. Je ruhmreicher und berüchtigter ein Freibeuter, desto höher werden im Laufe der Zeit auch seine Ansprüche.Während zu Beginn noch Bier das geeignete Rauschmittel ist, wird später Rum verlangt. Auch Zigarren und Fruchttörtchen stimmen große Helden milde.
Ihre Gefangenen können von einem solchen Luxusleben nur träumen. Außer Arbeit bleibt den Sklaven fast alles verwehrt. Neider werden durch einschüchterndes Dekor im Zaum gehalten. Schrecken erregende Totenköpfe und entmutigende Galgen ersticken so manchen Aufruhr im Keim. Sollte es doch einmal zu Fluchtversuchen kommen, so müssen patrouillierende Wachen das Schlimmste verhindern. Denn von geflohenen Sklaven erfahren Großmächte schnell von der geheimen Position Ihrer Insel - und dann sind Sie geliefert.
Ein paar Grundregeln zur Besänftigung Ihrer Arbeiter sollten Sie auf jeden Fall befolgen. Mit genug Suppe und einem überdachten Schlafplatz sind die meisten schon zufrieden. Der Zugang zu einer Kirche besänftigt schließlich selbst rebellische Knechte.
Den Piraten brauchen Sie mit Zucht und Ordnung gar nicht erst zu kommen. Gut bewachte Arbeiterviertel verursachen bei Banditen schlechte Laune. Die strikte Trennung von Arbeiter- und Piratenvierteln ist die Konsequenz -Talent beim Aufbau einer geregelten Infrastruktur ist also Grundvoraussetzung, um als Raubein-Fürst Erfolg zu haben.
Im späteren Spielverlauf macht sich zusehends eine dritte Bevölkerungsgruppe auf der Insel breit. Bei den reichen Gefangenen handelt es sich um wohlhabende Geiseln, deren Wert von Tag zu Tag steigt. Bevor Sie die gegen ein Lösegeld wieder auf freien Fuß setzen, müssen Sie sie bei Laune halten. Betuchte Gefangene treiben sich wie die Piraten mit Vorliebe in Kasinos und bei Dirnen herum. Weil oft aber nicht genügend Etablissements vorhanden sind, müssen die Seeräuber mitunter draußen bleiben. Dann ist der Ärger groß und das Chaos garantiert.
Jeder Tropicaner hat, wie schon im ersten Teil, einen eigenen Namen, eine individuelle Persönlichkeit und festgelegte Grundbedürfnisse. Anhand mehrerer Statusbalken erkennen Sie schnell, wie es einer Person geht und woran es ihr gerade mangelt. Sogar der genaue Einblick in die Köpfe der Bewohner bleibt Ihnen nicht verwehrt: Ein Mausklick genügt, um die Gedanken eines jeden Piraten oder Gefangenen zu lesen.
Diese Informationen benötigen Sie aber auch, um sich mit niemandem zu überwerfen und eine florierende Inselgesellschaft aufzubauen. Das ist nämlich das Hauptziel eines jeden freien Spiels und macht am meisten Spaß. Denn dabei haben Sie alle nur denkbaren Freiheiten. Es steht aber auch eine Kampagne mit 16 verschiedenen Aufträgen zurVerfügung.Da müssen Sie beispielsweise Ihre Piraten besonders glücklich machen oder ein möglichst großes Vermögen anhäufen. Eine leider sehr dünne Rahmenhandlung verbindet die einzelnen Spielstufen miteinander.
Bedienung
Obwohl die Handlung sich vom Vorgänger gänzlich unterscheidet, hat sich an der Bedienung kaum etwas geändert. Noch immer kann jede der vielen Funktionen mit ein paar Mausklicks ausgelöst werden. Übersichtliche und sich selbst erklärende Menüs helfen beim Einstieg. Außerdem vermittelt ein Lernspiel Ihnen zu Beginn die wichtigsten Funktionen.Trotzdem kommen im Laufe der Zeit immer wieder neue Funktionen und Gebäude hinzu, deren richtige Handhabung erst einmal begriffen werden will. Also sollten Sie auf jeden Fall einen Blick in die 90 Seiten starke Anleitung werfen.
Hilfreich ist auch der Inselbericht, der eine Vielzahl von Statistiken bereithält und Ihnen damit sehr viel Arbeit abnimmt. Hier erfahren Sie sofort, woran es den Tropicanern mangelt und welche Arbeiter mit besonderem Argwohn beobachtet werden sollten. Darüber hinaus steht Ihnen Matrose Smitty zur Seite. Immer dann, wenn etwas schief läuft, weiß Smitty Rat.
Urteil
Tropico 2 ist ein einzigartiges Spiel. Und das in jeder Hinsicht. Unzählige Möglichkeiten beschäftigen den Spieler über Wochen. Weil die Bedürfnisse einer Piratengesellschaft sehr eigenartig sind, bringt dieses Spiel frischen Wind in die Sparte der Aufbausimulationen. Auch die Grafik verwöhnt: Durch Drehen des Mausrades holen Sie das Geschehen so nahe heran, dass Sie alle Bewohner Tropicos genau beobachten können - beim Holzhacken etwa oder beim ßa-nanenanbau. Alles sieht sehr realistisch aus und wurde mit viel Liebe zum Detail inszeniert. Gelungen ist auch die Sprachausgabe: Schauspiel-Veteran Wolfgang Vöiz, die Stimme von Käpt\'n Blaubär, sorgt immer wieder für witzige Einlagen.
Es aber auch eine Kehrseite der Goldmünze: Leider können Sie die Kämpfe auf hoher See nur im Vorfeld beeinflussen. Zwischen dem Ab- und Anlegen gibt es keine Möglichkeit, die Piratenkreuzer zu steuern oder zu beobachten. Und der sehr hohe Schwierigkeitsgrad sorgt besonders bei Anfängern leider oft für Frustration.Trotzdem bietet Tropico 2 soziemlich alles, was man von einem gelungenen Computerspiel erwartet. Auch wenn Sie in Wirklichkeit gar nicht faul, rachsüch
tig und versoffen sind: Das Holz bein steht Ihnen mit Sicherheit trotzdem „gut\".
Bewerten / Kommentar schreiben