Vanilla Sky (VHS) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Eric_Draven
Ich weiß, daß ich nichts weiß!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nach etwas längerer Schaffenspause wird es nun mal wieder Zeit, Euch über einen Film zu berichten, den ich vor kurzem als Pressekopie sehen konnte. Dabei handelt es sich um den Thriller \"Vanilla Sky\" (wie Ihr sicher schon an der Kategorie bemerkt habt), welcher Ende Januar in den deutschen Kinos anlief und dort insgesamt etwa 1,5 Millionen Besucher vor die große Leinwand locken konnte. Am 25. Juli soll der Film dann auf DVD und Video erscheinen, höchste Zeit also, meine Meinung über Cameron Crowes neustes Werk kund zu tun.
David Aames (Tom Cruise) hat eigentlich alles, was ein Man sich nur wünschen kann: Er ist der reiche Erbe eines erfolgreichen Magazins, die Frauen liegen ihm förmlich zu Füßen und er hat eine \"Bettgeschichte\" mit der umwerfenden Julie Gianni (Cameron Diaz ©Eric_Draven). Wäre da nur nicht der Aufsichtsrat, die sieben Zwerge, wie er sie nennt, und seine seltsamen Träume, in denen er am hellichten Tag alleine durch die leeren Straßen von New York irrt. Von Beginn an wechselt die Handlung zwischenzeitlich immer wieder in ein Gefängnis, wo David von einem Polizisten oder Arzt zu den Geschehnissen befragt wird, die sich in der Vergangenheit ereignet haben und anhand dieses \"Verhörs\" der Zuschauer die Geschichte nach und nach präsentiert bekommt.
Auf seiner Geburtstagsparty stellt ihm eines Tages sein bester Freund Brian Shelby (Jason Lee) dann die hübsche Sofia Serrano (Penelope Cruz) vor, in die er sich auf den ersten Blick verliebt. Natürlich verbringen die beiden direkt die erste Nacht miteinander, allerdings \"nur\" mir reden, denn David ist ein \"Verzögerungsgenießer\". Logischerweise ist seine \"Freundin\" Julie darüber nicht besonders erfreut und erwartet ihn am nächsten Morgen schon vor der Tür seiner neuen Flamme, und so nimmt das Verhängnis seinen Lauf. David steigt zu Julie ins Auto, diese gerät bei der Unterhaltung während der Fahrt so in Rage, dass die beiden letztendlich mit Tempo 120 ein Brückengeländer durchbrechen und der Wagen in die Tiefe stürzt.
Von nun an beginnt die Grenze zwischen Realität und Wirklichkeit zu verschmelzen. Schnell wird klar, dass Julie den Unfall nicht überlebt und David nach einigen Wochen des Komas einen verkrüppelten Arm sowie ein entstelltes Gesicht hat. Da er, um die Schmerzen zu ertragen, außerdem mit Medikamenten vollgepumpt werden muss und daher nicht klar denken kann, beginnt der Aufsichtsrat, die Macht über die Firma an sich zu reißen. Nach einigen Monaten traut sich David dann aber doch wieder auf die Straße und sucht natürlich direkt Sofia auf, die nun aber zunächst nichts mehr von ihm wissen möchte, sondern mittlerweile mit Brian zusammen ist. Als er jedoch nach durchzechter Nacht eines Morgens in der Gosse vor ihrer Tür aufwacht, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus und die beiden finden scheinbar wieder zusammen. Doch irgendwann nachts wird Sofia plötzlich zu Julie und umgekehrt und David beginnt sich zu Fragen, was denn nun real ist. Hinzu kommt, dass nun aufgrund des oben erwähnten Verhörs längst klar ist, dass durch David ein Mord verübt wurde.
Aber was ist nun real und was ist tatsächlich Geschehen?
Wer diese Frage beantwortet haben möchte, sollte sich das Remake des spanischen Titels \"Abre Los Ojos\", hierzulande unter dem Namen \"Virtual Nightmare\" erschienen, auf alle Fälle mal anschauen, denn die Auflösung werde ich hier sicherlich nicht verraten. Regisseur Cameron Crowe (\"Almost Famous - Fast berühmt\", \"Jerry Maguire - Spiel des Lebens\") ist es mit \"Vanilla Sky\" gelungen, einen fesselnden, spannenden und zeitweise absolut verwirrenden Psychothriller zu schaffen, bei dem auch nach Ende des Filmes noch nicht ganz klar ist, was denn nun in Wirklichkeit geschehen ist.
Tom Cruise (\"Mission Impossible\", \"Die Firma\", \"Rain Man\", \"Tage des Donners\" u.v.a.) als Hauptdarsteller, mit dem Crowe ja schon in \"Jerry Maguire\" zusammenarbeitete, ist dabei ebenso überzeugend wie die beiden weiblichen Hauptrollen Cameron Diaz (\"Verrückt nach Mary\", \"3 Engel für Charlie\", \"Lebe lieber ungewöhnlich\") und Penelope Cruz (\"Woman on Top\", \"Blow\", \"Corellis Mandoline\"), die bereits im spanischen Original die Rolle der Sofia übernommen hatte. Und auch der sonst eher auf Action- Filme spezialisierte Kurt Russell (\"Die Klapperschlange\", \"Flucht aus L.A.\", \"Tango & Cash\", \"Einsame Entscheidung\" ©Eric_Draven) kann hier auf seine alten Tage beweisen, dass er durchaus auch etwas anspruchsvollere Rollen darzustellen vermag.
Der Rest der Schauspielerbesetzung ist allenfalls in etwas kleineren Rollen zu sehen, daher wie üblich vor meinem Fazit nun noch eine kurze Übersicht über die wichtigsten Daten des Filmes:
- Originaltitel: \"Vanilla Sky\"
- Deutscher Titel: \" Vanilla Sky \"
- Genre: (Psycho-) Thriller
- Produktionsland: USA, 2001
- Länge: ca. 135 Min.
- Altersfreigabe: FSK 16
Offizieller deutscher Kinostart: 24.01.2002
Video-/DVD-Verleihstart: 25.07.2002
- Regie: Cameron Crowe
- Drehbuch: Cameron Crowe, Alejandro Amenábar & Mateo Gil (beide bereits Drehbuchautoren des Originales)
Darsteller:
- Tom Cruise als \"David Aames\"
- Penélope Cruz als \"Sofia Serrano\"
- Cameron Diaz als \"Julie Gianni\"
- Kurt Russell als \"Dr. Curtis McCabe\"
- Jason Lee als \"Brian Shelby\"
- Noah Taylor als \"Edmund Ventura\"
- Timothy Spall als \"Thomas Tipp\"
- Tilda Swinton als \"Rebecca Dearborn\"
Alles in allem muss ich sagen, dass mich \"Vanilla Sky\" sehr positiv überrascht hat. Im Kino hatte ich den Film gemieden und somit auch nicht sonderlich viel erwartet, als ich die Pressekopie erhalten habe, zumal ich im Vorfeld eher schlechte Meinungen darüber zu hören bekam, die ich aber definitiv nicht bestätigen kann. Uneingeschränkt empfehlen kann ich \"Vanilla Sky\" allerdings auch nicht gerade jedem. Wer auf leichte Action- Kost steht, ist hier definitiv falsch beraten, denn \"Vanilla Sky\" gehört doch eher zur etwas anspruchsvolleren Unterhaltung und man muss den ganzen Film aufmerksam beobachten, um nicht zwischenzeitlich komplett den Überblick zu verlieren. Warum \"Vanilla Sky\" hierzulande allerdings erst ab 16 Jahren freigegeben wurde kann ich mir nicht so ganz erklären, denn bis auf die nackten Brüste von Penelope Cruz gibt es keinerlei anstößige Szenen, jüngere Zuschauer dürften es lediglich recht schwer haben, dem Film überhaupt zu folgen, danach richtet sich allerdings wohl kaum die FSK- Freigabe. Auch das Ende empfand ich als absolut passend, logisch und besonders positiv ist, dass man diesen Ausgang erst sehr spät erahnen kann und somit die Spannung und Neugier eigentlich den ganzen Film erhalten bleibt. Wie bereits weiter oben beschrieben sind alle Schauspieler absolut erstklassig und auch wenn ich mir den Film wohl kein zweites Mal anschauen werde, weil dann einfach die Spannung fehlt, kann ich nicht anders, als hier die Bestnote zu vergeben.
Bis zum nächsten Bericht, Euer
© Eric_Draven
David Aames (Tom Cruise) hat eigentlich alles, was ein Man sich nur wünschen kann: Er ist der reiche Erbe eines erfolgreichen Magazins, die Frauen liegen ihm förmlich zu Füßen und er hat eine \"Bettgeschichte\" mit der umwerfenden Julie Gianni (Cameron Diaz ©Eric_Draven). Wäre da nur nicht der Aufsichtsrat, die sieben Zwerge, wie er sie nennt, und seine seltsamen Träume, in denen er am hellichten Tag alleine durch die leeren Straßen von New York irrt. Von Beginn an wechselt die Handlung zwischenzeitlich immer wieder in ein Gefängnis, wo David von einem Polizisten oder Arzt zu den Geschehnissen befragt wird, die sich in der Vergangenheit ereignet haben und anhand dieses \"Verhörs\" der Zuschauer die Geschichte nach und nach präsentiert bekommt.
Auf seiner Geburtstagsparty stellt ihm eines Tages sein bester Freund Brian Shelby (Jason Lee) dann die hübsche Sofia Serrano (Penelope Cruz) vor, in die er sich auf den ersten Blick verliebt. Natürlich verbringen die beiden direkt die erste Nacht miteinander, allerdings \"nur\" mir reden, denn David ist ein \"Verzögerungsgenießer\". Logischerweise ist seine \"Freundin\" Julie darüber nicht besonders erfreut und erwartet ihn am nächsten Morgen schon vor der Tür seiner neuen Flamme, und so nimmt das Verhängnis seinen Lauf. David steigt zu Julie ins Auto, diese gerät bei der Unterhaltung während der Fahrt so in Rage, dass die beiden letztendlich mit Tempo 120 ein Brückengeländer durchbrechen und der Wagen in die Tiefe stürzt.
Von nun an beginnt die Grenze zwischen Realität und Wirklichkeit zu verschmelzen. Schnell wird klar, dass Julie den Unfall nicht überlebt und David nach einigen Wochen des Komas einen verkrüppelten Arm sowie ein entstelltes Gesicht hat. Da er, um die Schmerzen zu ertragen, außerdem mit Medikamenten vollgepumpt werden muss und daher nicht klar denken kann, beginnt der Aufsichtsrat, die Macht über die Firma an sich zu reißen. Nach einigen Monaten traut sich David dann aber doch wieder auf die Straße und sucht natürlich direkt Sofia auf, die nun aber zunächst nichts mehr von ihm wissen möchte, sondern mittlerweile mit Brian zusammen ist. Als er jedoch nach durchzechter Nacht eines Morgens in der Gosse vor ihrer Tür aufwacht, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus und die beiden finden scheinbar wieder zusammen. Doch irgendwann nachts wird Sofia plötzlich zu Julie und umgekehrt und David beginnt sich zu Fragen, was denn nun real ist. Hinzu kommt, dass nun aufgrund des oben erwähnten Verhörs längst klar ist, dass durch David ein Mord verübt wurde.
Aber was ist nun real und was ist tatsächlich Geschehen?
Wer diese Frage beantwortet haben möchte, sollte sich das Remake des spanischen Titels \"Abre Los Ojos\", hierzulande unter dem Namen \"Virtual Nightmare\" erschienen, auf alle Fälle mal anschauen, denn die Auflösung werde ich hier sicherlich nicht verraten. Regisseur Cameron Crowe (\"Almost Famous - Fast berühmt\", \"Jerry Maguire - Spiel des Lebens\") ist es mit \"Vanilla Sky\" gelungen, einen fesselnden, spannenden und zeitweise absolut verwirrenden Psychothriller zu schaffen, bei dem auch nach Ende des Filmes noch nicht ganz klar ist, was denn nun in Wirklichkeit geschehen ist.
Tom Cruise (\"Mission Impossible\", \"Die Firma\", \"Rain Man\", \"Tage des Donners\" u.v.a.) als Hauptdarsteller, mit dem Crowe ja schon in \"Jerry Maguire\" zusammenarbeitete, ist dabei ebenso überzeugend wie die beiden weiblichen Hauptrollen Cameron Diaz (\"Verrückt nach Mary\", \"3 Engel für Charlie\", \"Lebe lieber ungewöhnlich\") und Penelope Cruz (\"Woman on Top\", \"Blow\", \"Corellis Mandoline\"), die bereits im spanischen Original die Rolle der Sofia übernommen hatte. Und auch der sonst eher auf Action- Filme spezialisierte Kurt Russell (\"Die Klapperschlange\", \"Flucht aus L.A.\", \"Tango & Cash\", \"Einsame Entscheidung\" ©Eric_Draven) kann hier auf seine alten Tage beweisen, dass er durchaus auch etwas anspruchsvollere Rollen darzustellen vermag.
Der Rest der Schauspielerbesetzung ist allenfalls in etwas kleineren Rollen zu sehen, daher wie üblich vor meinem Fazit nun noch eine kurze Übersicht über die wichtigsten Daten des Filmes:
- Originaltitel: \"Vanilla Sky\"
- Deutscher Titel: \" Vanilla Sky \"
- Genre: (Psycho-) Thriller
- Produktionsland: USA, 2001
- Länge: ca. 135 Min.
- Altersfreigabe: FSK 16
Offizieller deutscher Kinostart: 24.01.2002
Video-/DVD-Verleihstart: 25.07.2002
- Regie: Cameron Crowe
- Drehbuch: Cameron Crowe, Alejandro Amenábar & Mateo Gil (beide bereits Drehbuchautoren des Originales)
Darsteller:
- Tom Cruise als \"David Aames\"
- Penélope Cruz als \"Sofia Serrano\"
- Cameron Diaz als \"Julie Gianni\"
- Kurt Russell als \"Dr. Curtis McCabe\"
- Jason Lee als \"Brian Shelby\"
- Noah Taylor als \"Edmund Ventura\"
- Timothy Spall als \"Thomas Tipp\"
- Tilda Swinton als \"Rebecca Dearborn\"
Alles in allem muss ich sagen, dass mich \"Vanilla Sky\" sehr positiv überrascht hat. Im Kino hatte ich den Film gemieden und somit auch nicht sonderlich viel erwartet, als ich die Pressekopie erhalten habe, zumal ich im Vorfeld eher schlechte Meinungen darüber zu hören bekam, die ich aber definitiv nicht bestätigen kann. Uneingeschränkt empfehlen kann ich \"Vanilla Sky\" allerdings auch nicht gerade jedem. Wer auf leichte Action- Kost steht, ist hier definitiv falsch beraten, denn \"Vanilla Sky\" gehört doch eher zur etwas anspruchsvolleren Unterhaltung und man muss den ganzen Film aufmerksam beobachten, um nicht zwischenzeitlich komplett den Überblick zu verlieren. Warum \"Vanilla Sky\" hierzulande allerdings erst ab 16 Jahren freigegeben wurde kann ich mir nicht so ganz erklären, denn bis auf die nackten Brüste von Penelope Cruz gibt es keinerlei anstößige Szenen, jüngere Zuschauer dürften es lediglich recht schwer haben, dem Film überhaupt zu folgen, danach richtet sich allerdings wohl kaum die FSK- Freigabe. Auch das Ende empfand ich als absolut passend, logisch und besonders positiv ist, dass man diesen Ausgang erst sehr spät erahnen kann und somit die Spannung und Neugier eigentlich den ganzen Film erhalten bleibt. Wie bereits weiter oben beschrieben sind alle Schauspieler absolut erstklassig und auch wenn ich mir den Film wohl kein zweites Mal anschauen werde, weil dann einfach die Spannung fehlt, kann ich nicht anders, als hier die Bestnote zu vergeben.
Bis zum nächsten Bericht, Euer
© Eric_Draven
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