Waterworld (VHS) Testbericht

Waterworld-vhs-science-fiction-film
ab 16,06
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Erfahrungsbericht von Mustoman

Die Suche nach Dryland

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hi ihr Lieben!
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Da ich ja ein begeisterter Segler bin und diesen Sport mehr als nur hobbymässig betreibe, sehe ich mir auch im Fernsehen natürlich alle mit dem Segelsport zusammenhängenden Themen und Filme an, wie z.B. den Film Waterworld.
Naja eigentlich hat der ja nicht so viel mit dem Segeln selbst zu tun, aber ein tolles Boot kommt darin vor.
Und noch was besonderes verbindet mich mit diesem Film. Das Video zum Film habe ich damals von meiner Großtante geschenkt bekommen, als ich so richtig zum Regatta Segeln anfing, sozusagen als eine mit dem Sport zusammenhängende Film Lektüre.

Zur Story
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Die Polkappen sind vollkommen geschmolzen, aufgrund der Klimaerwärmung und die Erde ist von in einem großen Ozean versunken. Die Menschen haben seit Generationen kein Land mehr gesehen, geschweige denn betreten und verbringen nun ihr tristes Leben auf alten Öltankern, kleinen Segelbooten oder künstlichen Inseln (sogenannte Atolle).
Von \"Waterworld\" zu \"Waterworldbewohner\" wird immer wieder von einem Myhos erzählt, nachdem es anscheinend Land geben sollte, dass über dem Wasser liegt, dass heißt nicht vollständig versunken ist. Die Bewohner nennen es \"Dryland\". Der Film beginnt wie der Mariner mit seinem gigantisch grossen Trimaran (dreirümpfiges Boot) über die Meere zieht. Er ist halb Mensch halb Fisch, das heisst er hat Kiemen zum Atmen und Flossen an den Füßen und Händen, damit er sich perfekt im Wasser bewegen kann. Für die Menschen ist er eine Gefahr, denn er ist ein Mutant und Die Bewohner eines dieser Atolls wollen ihn dafür \"recyceln\". Das Wort gebrauchen sie für lebendig begraben.
Allerdings rettet ihn gerade noch vor seinem Tod, ein Angriff der Smokers (die Feinde der Atollbewohner) auf das Atoll. Ihr Anführer ist ein gewisser Dieken der das künstliche Atoll angreift, um in den Besitz eines gewissen Mädchens namens Enola zu kommen, die den Weg nach \"Dryland\" zeigen soll. Dabei gelingt es dem Mariner sich zu befreien und er flieht mit Enola und ihrer Mutter auf das Meer hinaus. Enola und ihre Mutter vermuten, dass der Mariner weiss wo das gesuchte \"Dryland\" liegt. Denn die Tätowierung am Rücken des Mädchens (der Weg nach \"Dryland\") kann keiner entziffern. Die Smoker sind aber auch auf der Suche nach dem Land und lassen nichts unversucht, um die Kleine in ihre Gewalt zu bekommen, was ihnen im Endeffekt auch gelingt. Mehr will ich natürlich über die ganze Geschichte nicht erzählen, das Ende lässt sich natürlich erraten, wie bei allen Kevin Costner Filmen, aber das solltet ihr natürlich selbst erleben. Ich hoffe ich habe nicht schon zuviel verraten.

Zu Kevin Costner möchte ich sagen, dass er hier meiner Meinung nach für die Fortsetzung von \"Robin Hood - König der Diebe\" gesorgt hat. Die Anlegung seiner Person ist hier sehr ähnlich, auch der Charakter und die Mimik lassen mich sehr an den Film erinnern.
Die Art wie er die Person des Mariners spielt ist einzigartig, immer ist er Herr der Lage und stets bereit sein Leben für nichts zu riskieren, eben der total kitschige Held, was hier in dem ganzen Film aber perfekt passt. Anfangs als roher Kerl entdeckt man bald seine sensible und hilfsbereite Seite, die ihm natürlich so ganz zufällig besser steht. Er gewöhnt sich so sehr an die beiden Damen, dass er zum Ende gar nicht mehr ohne sie kann. Wo war er hin der einsame Seebär, der niemanden Rechenschaft schuldig ist? Soviel zur Wandlung seiner Person in diesem Kinofilm.

Enola, das kleine Mädchen mit der Tätowierung am Rücken, ist das typische karibische Inselmädchen, von der Hautfarbe und der Frisur her. Sie spielt eine starke aber eben noch sehr kindliche Rolle. Das Leben voll im Griff, aber nicht ohne die Nähe zur Mutter. Sie weiss, dass sie eine besondere Person ist, und das spielt sie dann auch gegen die Smoker aus und bringt sie zur Weißglut.

Die Mutter der Enola, genau gesagt ist sie ja nicht ihre Mutter, sie hat sie nur in einem Körbchen auf dem Meer treibend gefunden, ist die wißbegierige Person, sie hinterfragt alles, genauso wie Enola, ihr Ziel ist es endlich ein normales Leben zu führen und festen Boden unter den Füßen zu haben. Sie hat das ewige Wasser satt. Die Mutter kümmert sich gut um ihren Findling, behandelt sie wie ihr eigenes Kind, und scheut sich auch nicht für Enola ihren Körper zu geben.

Meine Beziehung zum Film
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Was mir natürlich am Film am Meisten gefallen hat, war das große Segelboot mit den drei Rümpfen. Einerseits fährt es mit Windantrieb, so wie ein Windrad und andererseits ist es innerhalb von wenigen Sekunden zu einem voll funktionsfähigem Segelboot aufgeriggt und teuflisch schnell noch dazu. Das Aha - Erlebnis am Anfang des Films(©Mustoman) beim plötzlichen Segel setzen hat mich sehr beeindruckt, diese Stelle habe ich mir glaube ich mehr als 30 mal angesehen, kein Blödsinn. Mir ist allerdings schon klar, dass diese Segel Manöver absoluter Nonsens sind, weil teilweise unmöglich, aber ein gutes Bild machen sie schon, und geben dem Film die nötige Action.

Fazit
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Der Film mit Kevin Costner und Dennis Hopper als Zugpferde kam in der Filmkritik ganz schlecht weg, deswegen sah ich den Film damals nicht einmal im Kino. Erst später auf Video. Insgesamt ist der Film auch nicht wirklich Weltklasse, von der Geschichte her leicht vorraussehbar und auch vom Tiefgang eher seichtes Gewässer mit vielen Atollen . *g*
Die ganze Geschichte ist vollkommen frei erfunden, der einzige Bezug zur Realität ist die Tatsache, dass die Polkappen schmelzen, jedoch sind wir davon mal hoffentlich noch viele Jahrtausende entfernt (vielleicht auch weniger).
Die Bilder, die in dem Film gezeigt werden sind aber dafür sehenswert, das einzelne Boot, schaukelnderweise am Meereshorizont vor der untergehenden Sonne, wer möchte das nicht einmal live erleben. Ich würde darum sagen alleine für die Meeresansichten und das tolle Segelboot lohnt sich der Film, gerade für mich als Segel - Verrückten. Darum rein in die Videothek und raus mit dem Film, ich bin mir sicher, dass es auch andere gibt, die den Film trotz der negativen Kritik ganz sehenswert finden, ich oute mich auf jedenfall mal damit.


Danke fürs Lesen
Lg Euer Mustoman
Erstverfasst bei ciao.com am 5. Dezember 2001, 8:45

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