Wild Things (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von catmother
Finten, Flinten und zwei bösartige Dinger
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Eigentlich habe ich mir den Film nur angesehen, weil meine 12jährige Nichte mich gebeten hatte, ihn für sie aufzunehmen. Danach war ich allerdings überzeugt, daß der wohl eher nichts für Kinder ist.
** Die Story **
Sam Lombardo (Matt Dillon) hat sich vom Hilfsarbeiter zum Lehrer hochgearbeitet. Er unterrichtet Sport an der High-School des kleinen Städtchens Blue Bay an der Küste von Forida und ist Vertrauenslehrer. Leider ist der attraktive junge Mann und Charmeur auch der Schwarm vieler der Mädchen und muß sich schon mal begehrlicher Angriffe erwehren. Besonders die hübsche und reiche Kelly van Ryan (Denise Richards) macht sich unmißverständlich an ihn heran.
Eines Tages jedoch beschuldigt Kelly Sam bei der Schulleitung, sie vergewaltigt zu haben. Ihre Mutter (Theresa Russell), die ebenfalls mal ein Verhältnis mit dem Lehrer hatte, reicht sofort Klage gegen Lombardo ein. Sie macht ihren ganzen Einfluß geltend und so ist sein Ruf ist bald ruiniert: seine Schüler springen aus seinem Kurs ab und im Klub wird er auch nicht mehr geduldet.
Die beiden Polizisten Ray Duquette (Kevin Bacon) und Gloria Perez (Daphne Rubin-Vega) untersuchen den Fall. Gloria zumindest glaubt nicht an Lombardos Schuld, zu offensichtlich ist die Geschichte mit dem reichen, selbstsüchtigen Mädchen.
Sam engagiert den etwas schrägen Anwalt Kenneth Bowden (Bill Murray), der cleverer ist als er aussieht. Er ist zuversichtlich, daß er die Beschuldigung zerpflücken kann.
Da meldet sich die schlampige und drogensüchtige Außenseiterin Suzie (Neve Campbell) und behauptet, ebenfalls von Lombardo vergewaltigt worden zu sein. Die Aussagen gleichen sich zudem verblüffend. Nun wandert Lombardo hinter Gitter und der Prozeß gegen ihn wird zum Medienrummel. Doch Bowden findet beim Kreuzverhör von Suzy eine Lücke in der Geschichte der Mädchen und das ganze Lügengebäude fällt in sich zusammen. Lombardo wird freigesprochen und bekommt bei einem Vergleich 8,5 Millionen Schadenersatz von Sandra van Ryan.
Jetzt könnte die Geschichte schon zu Ende sein, doch alles ist eigentlich anders als es scheint: jeder betrügt hier jeden und es gibt noch einige Überraschungen und Leichen.
** Darsteller **
Dillon kann hier als betrogener Betrüger wieder einmal glänzen. Das scheint eine Rolle zu sein, für die er besonderes Talent hat. Er agiert gekonnt und kann die Höhen und Tiefen seiner Figur, Täter und Opfer zugleich, sehr glaubhaft rüberbringen. Eigentlich war er mir immer etwas suspekt, denn ich hielt ihn eher für einen Schönling ohne großes Profil. Doch ich muß meine Meinung wohl etwas revidieren.
Richards und Campbell spielen die beiden durchtriebenen und hinterhältigen Biester mit einer solchen Überzeugungskraft, daß man sich nur wünscht, solche wie die beiden nie zum Feind zu haben. Am Ende tat mir Dillon sogar ein bißchen leid, daß er vor dieser Bosheit den kürzeren ziehen mußte. Und es zeigte sich für mich mal wieder, daß Attraktivität durchaus auch mit Schauspieltalent gepaart sein kann, was ja bei vielen Neuentdeckungen nicht gerade der Fall ist.
Das Gebilde aus Lügen und Betrug ist für den Zuschauer bis zum Ende nicht durchschaubar, was die Spannung dieses Films nur erhöht.
Das Schauspieleraufgebot ist schon unglaublich. Nicht nur, daß man mit den drei äußerst attraktiven JungschauspielerInnen Campbell, Richards und Dillon wahre Publikumsmagneten sowohl für die weibliche als auch für die männliche Fangemeinde an Land gezogen hat, es geben sich hier neben dem schon erfahreneren Bacon auch noch solche Mimen wie Bill Murray, Theresa Russel und Robert Wagner die Ehre, wenn auch nur in Miniauftritten.
** Filmkritik **
Der Film hatte ja schon im Vorhinein unglaubliche Publicity. Die gut aussehenden, knackigen Schauspielerinnen, lesbische Szenen, ein flotter Dreier der Mädchen mit Matt Dillon - das alles zog natürlich die Zuschauer scharenweise in die Kinos. Aber ich muß zugeben, der Streifen ist sogar besser als ein bloßer Mix aus Sex und hübschen Gesichtern – undurchsichtig, voller Überraschungen und Wendungen und ein wahres Feuerwerk an Intrigen und Lügen.
Was zunächst aussieht wie ein klarer Vergewaltigungsfall, bekommt schon bald einen eigenartigen Beigeschmack, zumal man als Zuschauer und erfahrener Gerichtsfilm-Seher ja weiß, daß es gerade bei Vergewaltigung und Missbrauch viele falsche Beschuldigungen gibt. Und Dillon sieht doch so unschuldig aus. Hat man sich auf eine Variante eingeschossen, kommen plötzlich andere, oft undurchsichtige Aspekte dazu, die einen dazu veranlassen, seine Meinung wieder zu ändern. Aber alles ist letztendlich in die falsche Richtung gedacht – was wirklich passierte, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt. Und am Ende saß ich nur ziemlich geschockt da und dachte nur „Mann o Mann“ – echt hart. Viel macht dabei auch die absolut überzeugende Darstellung der Schauspieler aus, denen man ihre Rolle und ihre Emotionen absout abnimmt.
** Meine Meinung **
Sehenswerter und hochspannender Wer-bescheißt-hier-wen Thriller mit vielversprechenden Jungdarstellern und Gänsehautgarantie.
** Daten **
USA 1998
Genre: Thriller
Regie: John McNaughton
Drehbuch: Stephen Peters
FSK 16
** Die Story **
Sam Lombardo (Matt Dillon) hat sich vom Hilfsarbeiter zum Lehrer hochgearbeitet. Er unterrichtet Sport an der High-School des kleinen Städtchens Blue Bay an der Küste von Forida und ist Vertrauenslehrer. Leider ist der attraktive junge Mann und Charmeur auch der Schwarm vieler der Mädchen und muß sich schon mal begehrlicher Angriffe erwehren. Besonders die hübsche und reiche Kelly van Ryan (Denise Richards) macht sich unmißverständlich an ihn heran.
Eines Tages jedoch beschuldigt Kelly Sam bei der Schulleitung, sie vergewaltigt zu haben. Ihre Mutter (Theresa Russell), die ebenfalls mal ein Verhältnis mit dem Lehrer hatte, reicht sofort Klage gegen Lombardo ein. Sie macht ihren ganzen Einfluß geltend und so ist sein Ruf ist bald ruiniert: seine Schüler springen aus seinem Kurs ab und im Klub wird er auch nicht mehr geduldet.
Die beiden Polizisten Ray Duquette (Kevin Bacon) und Gloria Perez (Daphne Rubin-Vega) untersuchen den Fall. Gloria zumindest glaubt nicht an Lombardos Schuld, zu offensichtlich ist die Geschichte mit dem reichen, selbstsüchtigen Mädchen.
Sam engagiert den etwas schrägen Anwalt Kenneth Bowden (Bill Murray), der cleverer ist als er aussieht. Er ist zuversichtlich, daß er die Beschuldigung zerpflücken kann.
Da meldet sich die schlampige und drogensüchtige Außenseiterin Suzie (Neve Campbell) und behauptet, ebenfalls von Lombardo vergewaltigt worden zu sein. Die Aussagen gleichen sich zudem verblüffend. Nun wandert Lombardo hinter Gitter und der Prozeß gegen ihn wird zum Medienrummel. Doch Bowden findet beim Kreuzverhör von Suzy eine Lücke in der Geschichte der Mädchen und das ganze Lügengebäude fällt in sich zusammen. Lombardo wird freigesprochen und bekommt bei einem Vergleich 8,5 Millionen Schadenersatz von Sandra van Ryan.
Jetzt könnte die Geschichte schon zu Ende sein, doch alles ist eigentlich anders als es scheint: jeder betrügt hier jeden und es gibt noch einige Überraschungen und Leichen.
** Darsteller **
Dillon kann hier als betrogener Betrüger wieder einmal glänzen. Das scheint eine Rolle zu sein, für die er besonderes Talent hat. Er agiert gekonnt und kann die Höhen und Tiefen seiner Figur, Täter und Opfer zugleich, sehr glaubhaft rüberbringen. Eigentlich war er mir immer etwas suspekt, denn ich hielt ihn eher für einen Schönling ohne großes Profil. Doch ich muß meine Meinung wohl etwas revidieren.
Richards und Campbell spielen die beiden durchtriebenen und hinterhältigen Biester mit einer solchen Überzeugungskraft, daß man sich nur wünscht, solche wie die beiden nie zum Feind zu haben. Am Ende tat mir Dillon sogar ein bißchen leid, daß er vor dieser Bosheit den kürzeren ziehen mußte. Und es zeigte sich für mich mal wieder, daß Attraktivität durchaus auch mit Schauspieltalent gepaart sein kann, was ja bei vielen Neuentdeckungen nicht gerade der Fall ist.
Das Gebilde aus Lügen und Betrug ist für den Zuschauer bis zum Ende nicht durchschaubar, was die Spannung dieses Films nur erhöht.
Das Schauspieleraufgebot ist schon unglaublich. Nicht nur, daß man mit den drei äußerst attraktiven JungschauspielerInnen Campbell, Richards und Dillon wahre Publikumsmagneten sowohl für die weibliche als auch für die männliche Fangemeinde an Land gezogen hat, es geben sich hier neben dem schon erfahreneren Bacon auch noch solche Mimen wie Bill Murray, Theresa Russel und Robert Wagner die Ehre, wenn auch nur in Miniauftritten.
** Filmkritik **
Der Film hatte ja schon im Vorhinein unglaubliche Publicity. Die gut aussehenden, knackigen Schauspielerinnen, lesbische Szenen, ein flotter Dreier der Mädchen mit Matt Dillon - das alles zog natürlich die Zuschauer scharenweise in die Kinos. Aber ich muß zugeben, der Streifen ist sogar besser als ein bloßer Mix aus Sex und hübschen Gesichtern – undurchsichtig, voller Überraschungen und Wendungen und ein wahres Feuerwerk an Intrigen und Lügen.
Was zunächst aussieht wie ein klarer Vergewaltigungsfall, bekommt schon bald einen eigenartigen Beigeschmack, zumal man als Zuschauer und erfahrener Gerichtsfilm-Seher ja weiß, daß es gerade bei Vergewaltigung und Missbrauch viele falsche Beschuldigungen gibt. Und Dillon sieht doch so unschuldig aus. Hat man sich auf eine Variante eingeschossen, kommen plötzlich andere, oft undurchsichtige Aspekte dazu, die einen dazu veranlassen, seine Meinung wieder zu ändern. Aber alles ist letztendlich in die falsche Richtung gedacht – was wirklich passierte, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt. Und am Ende saß ich nur ziemlich geschockt da und dachte nur „Mann o Mann“ – echt hart. Viel macht dabei auch die absolut überzeugende Darstellung der Schauspieler aus, denen man ihre Rolle und ihre Emotionen absout abnimmt.
** Meine Meinung **
Sehenswerter und hochspannender Wer-bescheißt-hier-wen Thriller mit vielversprechenden Jungdarstellern und Gänsehautgarantie.
** Daten **
USA 1998
Genre: Thriller
Regie: John McNaughton
Drehbuch: Stephen Peters
FSK 16
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