postbank.de Testbericht

Postbank
ab 299,02
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Summe aller Bewertungen
  • Navigation:  sehr gut

Erfahrungsbericht von DavidOb

kein Ärger mehr mit dem Personal

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Geldtransaktionen rund um die Uhr von zu Hause aus erledigen? Das hört sich gut an, weshalb mittlerweile alle großen Banken den Service Online-Banking anbieten. Da ich ein Girokonto bei der Post habe, möchte ich euch meine Erfahrungen im Onlinebanking mit der Postbank mitteilen.


Kontoeröffnung
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Normalerweise geht man in eine Postfiliale, füllt ein Formular aus, und den Rest kriegt man per Post zugeschickt. Da ich aber noch nicht 18 bin, wird das Ganze ein wenig komplizierter. Dann braucht man nämlich neben dem normalen Formular zur Kontoeröffnung noch ein Zusatzblatt, was von beiden Erziehungsberechtigten ausgefüllt werden muß; hier müssen Zugriffsrechte der Eltern und inwieweit ich ein selbständiges Transaktionsrecht habe definiert werden. Zudem brauchte ich neben meinen eigenem Personalausweis die von meinen Eltern sowie eine Kopie meiner Geburtsurkunde. Mit diesem Wust an Papierkram geht man dann wieder zurück zur Postfiliale. Dumm nur, wenn dort keine gut qualifizierten MitarbeiterInnen anzutreffen sind. Denn bei meiner am nähesten gelegenen Post handelt es sich um eine in das Geschäft McPaper integrierte Filiale, das Personal besteht größtenteils aus ehemaligen Verkäuferinnen, die mal einen Wochenendweiterbildung zur Postangestellten gemacht haben, die Sendung „Monitor“ hat über diese meist vollkommen ungenügenden Kurse auch schon berichtet. Das Personal dort ist zwar stets freundlich, aber mit einer höchst komplizierten Angelegenheit wie der Eröffnung eines Girokontos, wenn der Kunde noch nicht 18 Jahre alt ist, hat man dann doch so seine Probleme. So habe ich 2 Wochen später ein neues Formular zugeschickt bekommen, weil mir die Angestellte in der Post das falsche gegeben hatte; nach weiteren 3 Wochen erhielt ich einen Brief, wonach der Personalausweis meiner Mutter nicht mehr gültig sei (er war eine Woche vor der Kontoeröffnung abgelaufen), so daß ich noch mal mit dem jetzt neuen Personalausweis zur Post töfteln mußte (das Personal kann mich jetzt schon mit Namen anreden), bis ich weitere zwei Wochen später endlich meine Girocard in der Hand hatte, eine Woche später die PIN-Nummern zum Geldabholen und fürs Onlinebanking sowie 100 TAN-Nummern.


Gebühren
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Für alle mit einem monatlichen Zahlungseingang von über 2000 DM oder für jeden unter 26 Jahren gibt es keine Kontoführungsgebühren, ansonsten 8,50 DM/Monat. Daher ist dieses Girokonto gerade für Jüngere gut geeignet. Ganz uneigennützig ist das natürlich nicht; die Postbank möchte damit schon junge Kunden an sich binden, damit man später, wenn man vielleicht ein bißchen mehr verdient, auch ja der Postbank treu bleibt. Bei Kontoeröffnung kann man sich für oder gegen Onlinebanking entscheiden, auch wenn man Onlinebanking nutzen möchte kann, man weiterhin auch auf üblichem Wege Überweisungen etc. vornehmen. Onlinebanking ist also nur eine Ergänzuing, kein Zwang. Für Überweisungen innerhalb Deutschlands, für das Einrichten und Löschen von Daueraufträgen fallen keine Gebühren an. Guthabenzinsen gibt es auf dem Girokonto allerdings auch nicht.


Nun aber zum eigentlichen Onlinebanking:

Design
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Die Seite kommt ohne großen Schnichschnack aus. Das in meinen Augen allerdings zu öde Design wurde vor einigen Monaten überarbeitet; jetzt sieht die Seite weiterhin seriös aus, ist aber etwas farbenfröhlicher geworden. Bevorzugte Farbe ist natürlich gelb. Das Menü ist übersichtlich durch einen linken Frame, verirren kann man sich auf diesen Seiten wirklich nicht.


Transaktionen
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Man kann sich übers Internet seinen Kontostand ansehen, einen Kontoauszug bis zu 3 Monaten zurück ausgeben lassen, Überweisungen ausführen, Daueraufträge einrichten und löschen sowie direkt ein Sparbuch oder einen Sparplan übers Internet eröffnen. Seit der letzten Überarbeitung der Seite kann man sich zudem Information über andere Konten, die man evtl. bei der Postbank hat, anschauen. Wer z.B. sein Sparbuch hier führt, kann sich auch dessen Kontostand anschauen, natürlich aber von hier nichts überweisen. Wer sich nur seinen Kontostand bzw. -auszug anschauen möchte, benötigt nur seine PIN-Nr. (dies ist eine andere PIN-Nr. als die zum Geld abholen). Wer Transaktionen durchführen will, benötigt außerdem noch TransAktionsNummern (TAN-Nr.) für jede Aktion. Jede TAN-Nr. ist auch nur für eine Aktion zu benutzen, danach ist sie ungültig; man erhält anfangs 100 TAN-Nr.
Die Eingabemaske für Überweisungen verfügt über eine Bankleitzahlensuche. Wenn ich nur den Name oder den Sitz einer Bank kenne, kann ich mir alle in Frage kommenden BLZ anzeigen lassen, ein nützliches Tool. Innerhalb eines bestimmten kurzen Zeitraums können Überweisungen widerrufen werden, auch dies über das Internet.
Wenn ich vor 14.00 Uhr werktags eine Transaktion durchführe, ist am nöchsten Werktag das Geld schon auf dem anderen Konto. Das ist ein deutlich schnelleres Tempo als auf dem sonst üblichem Weg.


Sicherheit
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Wohl das Thema, das viele vom Banking abhält. Angst haben viele vor Trojanischen Pferden, durch die andere in Besitz meiner PIN-Nr. kommen könnte. Doch eine große Gefahr sehe ich darin nicht, denn nur mit der PIN-Nr. kann sich der Hacker nur meinen Kontostand angucken, das war es dann auch. Durch Trojanische Pferde kann man nicht mein Konto leerräumen, dafür bräuchte man eine gültige TAN-Nr. Sobald man diese allerdings in den Computer eingibt, ist sie schon wieder ungültig geworden, Hacker könnten also nur schon „verbrauchte“, also unnütze TAN-Nr. in Erfahrung bringen. Trotzdem sollte man generell nicht zweifelhafte Software installieren und regelmäßig mit unterschiedlichen Virenscannern den Computer absuchen. Eine andere Gefahr besteht vielleicht darin, daß Hacker in den Zentralrechner der Postbank eindringen könnten. Doch wenn dadurch irgendwem Geld verloren gehen würde, weil die Postbank nicht ihren eigenen Rechner schützen könnte, würde sie mit Sicherheit aus Imagegründen diesen Betrag ersetzen. Ich habe da recht viel Vertrauen in die Postbank; mir ist kein Fall bekannt, bei dem jemand durch Onlinebanking Geld verloren haben sollte.


Onlinebanking im Allgemeinen
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Im Prinzip wollen alle größeren Banken in den nächsten Jahren Filialen schließen; wer unabhängig von diesen Schließungen sein möchte und sich auch nicht gerne an Öffnungszeiten hält, für den ist Onlinebanking ideal. Wer nicht so sehr auf neue Möglichkeiten steht (um nicht zu sagen: Wer konservativ ist), kann natürlich auch weiterhin zur Bank gehen. Wenn man sich allerdings erst einmal an diesen Komfort gewöhnt hat, möchte man gar nicht mehr zur Post laufen, erst recht nicht bei den Angestellten. ;-)
Die Banken sparen mehr und mehr beim Filialgeschäft und beim Personal; dort könnte die Postbank noch etwas für die bessere Mitarbeiterschulung tun. Durch Onlinebanking kann einem das alles egal sein.
Die Möglichkeit, sich seinen Kontoauszug von überall auf der Welt zu jeder Uhrzeit zu besorgen, halte ich für eine der interessantesten.

11 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Alusru

    14.02.2002, 12:35 Uhr von Alusru
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich nutze fast nur noch onlinebanking Gruß uschi.