Nikon D200 Body Testbericht

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Erfahrungsbericht von Kitos

Mein digitaler SLR-Durchbruch

5
  • Bildqualität:  sehr gut
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  • Verarbeitung:  sehr gut
  • Besitzen Sie das Produkt?:  ja

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Bei der Nikon D200 handelt es sich um eine digitale Spiegelreflexkamera, die kurz vor Weihnachten auf dem Markt erschienen ist. Da Nikon wohl mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hat, musste auch ich auf mein neues Gehäuse warten. Und dann war es endlich so weit.
Laut Nikon schließt sie die Lücke zwischen den digitalen Spiegelreflexkameras der Profiklasse und der Einsteigerklasse. Wobei ich diese Klassifizierungen eigentlich nicht so gut heiße, da sich bei jedem Kauf einer Kamera die Frage stellt, für welche Art von Aufnahmen verwende ich sie und was muss sie ermöglichen.

Da es sich bei mir in der digitalen Spiegelreflexfotografie um eine Systemumstellung handelt, begann ich schon vor längerer Zeit, den Markt zu beobachten. Hier waren es nicht nur die Gehäuse, sondern auch zum größten Teil, die Objektive, für die ich mich interessierte. Denn nach wie vor bin ich der Überzeugung, dass man sich nach den Optiken und nicht nach dem Gehäuse orientieren sollte, da man für die Optik auf Dauer mehr investiert, als für das Gehäuse selbst. Beobachtet man den Markt der Kameras, so stellt man sehr schnell fest, wie schnell sich doch die Kameragehäuse ablösen. Es ist fast wie bei der Anschaffung eines neuen Notebooks. Hat man es gekauft, so ist es schon fast wieder veraltet, da ständig neue Produkte den Markt erobern. Wie meine Entscheidung ausfiel, seht Ihr ja an meinem Bericht, den ich soeben schreibe. Sicher war ein weiter Aspekt des Kaufes, der Preis von 1699 Euro, da sich vergleichbare Kameras auf einem weitaus höheren Preisniveau befinden.


Eigentlich habe ich sehr lange mit einem System von Leica geliebäugelt, aber die digitale Rückwand war auch nicht gerade das, was ich mir so preislich vorstellte und eine reine digitale Spiegelreflexkamera ist weit und breit nicht in Sicht. So bleib für mich nur noch die Wahl zwischen Canon und Nikon.
Hier ist es eigentlich egal, für welche Marke man sich letztendlich entscheidet. Beide Firmen stellen erstklassische Objektive her und auch von der Technologie sind sie beide führend. Der einzige erwähnbare Unterschied ist der Sensor. Canon enthält einen CMOS- Sensor und Nikon einen CCD-Sensor. Ob man den Unterschied wirklich merkt, das soll mal dahin gestellt sein.
Da ich noch keine Objektive der beiden Marke besitze, brauchte ich auch nicht darauf achten, ob die Kamera einen Vollformat-Chip besitzt, den Canon bei der EOS 5 D anbietet.



Nikon D 200

*** Technische Daten ***

CCD-Sensor: RGB DTC Sensor 23,6 x 15,8 mm
Pixel: 10,92 MegaPixel (davon 10,2 effektiv)
Mögliche Bildauflösungen: 3872 x 2592
Suchertyp: Optischer Pentaprismensucher mit Dioptrieneinstellung
(–2,0 bis +1,5 dpt), Abstand der Austrittspupille
19,5 mm (bei –1,0 dpt), Sucherbildfeld von ca. 95% (vertikal und
horizontal), Sucherbildvergrößerung ca. 0,94fach (bei 50-mm-Objektiv,
Fokuseinstellung auf unendlich, Dioptrieneinstellung auf –1,0 dpt)
- LCD-Monitor: Niedertemperatur-Polysilizium-TFT-Display;
Auflösung: 230.000 Punkte; Bilddiagonale:
2,5 Zoll (6,35 cm); mit Helligkeitsregelung

Makro und Distanzmodus: Selon objectif
- Normaldistanz: Selon objectif
- Optischer Zoom: Selon objectif

ISO Empfindlichkeit: ISO auto, 100 - 1600 (bis zu 3200 erweiterbar)
- Verschlussgeschwindigkeit: Von 1/8000 bis 30 Sek.
Blitz (integriert): Integrierter Blitz
Blitz-Einstellungen: P, S, A, M
Leitzahl: 13 (für 100 ISO)
i-TTL-Blitzsteuerung, Blitzsynchronzeiten bis zu 1/250 Sekunde
TTL durch RGB Sensor 1005 Zonen
Bildformat: NEF (RAW), JPEG
Speicherkarte: CompactFlash I & II und Microdrive
TV Ausgang: NTSC oder PAL Video-Ausgang
Computer-Verbindung: USB 2.0
Wireless-Funktion: Optional erhältliche Wireless-LAN-Adapter WT-3
unterstützt alle Funktionen des Funkstandards IEEE802.11b/g
Kompatibilität: PC und Mac
Mitgelieferte Software: Picture Project
Stromzufuhr: Li-Ion EN-EL3e Akku
Batterieteil MB-D200
Andere Funktionen: PictBridge
Serienbilder:5 Aufnahmen/Sek.
Modus mit verringerter Geschwindigkeit(1 bis 4 Bilder/Sek.)
10 poliger Anschluss (für nicht mitgelieferte Fernbedienung)
GPS Anschluß mit MC-35 Kabel (nicht mitgeliefert)
Metall-Body aus Metalllegierung
Abmessungen: 147 x 113 x 74 mm
Gewicht: 830g
Mitgeliefertes Zubehör: Trageriemen AN-D200
Gehäusedeckel
Okularabdeckung DK-5
Gummiaugenmuschel DK-21
USB-Kabel UC-E4
Schnellladegerät MH-18a mit Netzkabel
Videokabel
Lithium-Ionen-Akku EN-EL3e
Monitorabdeckung BM-6
Interne Menüs: Deutsch, englisch, französisch, spanisch, italienisch, niederländisch,
schwedisch, chinesisch (vereinfacht und traditionell), japanisch,
koreanisch
Bedienungsanleitung: Französisch
Nach dem Kauf kann sie aber in Deutsch oder Englisch
heruntergeladen werden.




Zahlreiche Features der weitaus teueren Nikon D2X wurden in dieser Kamera wieder verwendet.



*** Erster Eindruck ***

Ein wichtiger Aspekt gerade für die Outdoor-Fotografie war für mich, dass die Kamera aus einem robusten Gehäuse besteht. Die Nikon D200 verfügt über ein relativ leichtes Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung, das sie sehr strapazierfähig macht. Hinzu kommt das relativ aufwendige Dichtungssystem gegen Feuchtigkeit und Staub an allen Nahtstellen.

Nachdem der Akku endlich geladen war, konnte ich mich gleich am nächsten Tag mit der Kamera und dem vielseitigen Menü vertraut machen.
Zuerst erschien mir die vielseitigen Möglichkeiten des Menüs etwas verwirrend, aber sehr schnell fand ich mich damit zurecht, da es sich eigentlich nicht so sehr von der Handhabung anderer Digitalkameras unterscheidet. Mit Hilfe des Cursors kann man zu jeder beliebigen Einstellung gelangen.
Sehr schön finde ich, dass man nicht für jede Einstellung das Menü aufrufen muss, und sie am Kameragehäuse selbst vornehmen kann. Dazu gehören z.B. die Messfeldvorwahl und die Messfeldsteuerung, Belichtungsreihentaste, Taste für die Blitzlichtsynchronisation.
Am oberen rechten Einstellrad hat man die Möglichkeit die Bildqualität- und größe, den Weißabgleich und die erwünschte ISO-Einstellung vorzunehmen.

Der 2,5“ TFT-Monitor löst 230 000 Bildpunkte auf und ermöglicht einen recht großen Betrachtungswinkel von 170 Grad. Dies ist für die erste Beurteilung, gerade, wenn man unterwegs ist von wichtiger Bedeutung.

Dass die Nikon D200 über eine Aufnahmegeschwindigkeit von bis zu 5 Bilder pro Sekunde verfügt, ihre schnelle Aufnahmebereitschaft in nur 0,15 Sekunden nach dem Einschalten , ebenso über sehr kurze Auslöseverzögerung von nur 50 Millisekunden und eine Sucherverdunkelung von nur 105 Millisekunden zwischen zwei schnellen Serienaufnahmen besitzt, kommen mir gerade in der Natur- und Sportfotografie sehr entgegen.
Auch hier ist die Reduzierung der elf auf sieben Messfelder von Vorteil, da so eine schnellere Erfassung bewegter Motive möglich ist.


*** Belichtungsmessung ***

Auf die Belichtungsmessung möchte ich doch näher eingehen, da ich dies ein wichtiger Teil der Fotografie ist. Hier besteht die Möglichkeit der Matrixmessung, der mittenbetonten Messung und der Spotmessung.

- Matrixmessung
Bei der D200 wird mittels eines 1005 Pixel-Sensors die optimale Belichtung durch die 3-D-Color-Matrixmessung ermittelt. Hier besteht die Möglichkeit, wenn man ältere Objektive besitzt, die keine Abstandsmessung besitzen, die Brennweite und die Lichtstärke unter den Objektivdaten einzustellen, um eine Offenblenden Einstellung im M- oder A-Modus einzustellen.
Die Matrixmessung eignet sich eigentlich sehr gut zum Ablichten von fast allen Motiven und zur Blitzlichtfotografie.
- Mittenbetonte Messung
Diese eignet sich gut für Portraitaufnahmen, da bei der Belichtungsmessung die Gewichtigkeit der Messung sich im mittleren Bereich des Sucherbildes gemessen wird, auch wenn die Kamera die gesamte Lichtverteilung im Bild misst. Sehr schön ist es, dass man hier die zu messende Größe selbst einstellen kann. Man hat die Wahl zwischen 6, 8, 10 und 13 mm.

- Spotmessung
Die Messung bezieht sich auf einen Kreis von 3 mm, der nicht veränderbar ist. Dies entspricht einer Bildfeldabdeckung von 2%. Dieses Kreissegment befindet sich in der Mitte des Focusmessfeldes und ermöglicht eine Schafeinstellung bei einem Motiv, das sich nicht in der Bildmitte befindet.

Die Nikon D200 verfügt über einen Belichtungsspeicher, der allerdings nur bei der Mittenbetonten Messung und der Spotmessung wirklich Sinn macht. Hier werden die Belichtungseinstellungen im Sucherbild sichtlich eingefroren, um danach den Bildausschnitt in Ruhe auswählen zu können.

Die Belichtungskorrektur lässt sich bis zu +/- 5 Blendenstufen, wahlweise in eindrittel, halben oder ganzen Schritten, korrigieren. Unter dem Menü Individualfunktionen kann man für alle drei Belichtungsmessungsarten die gewählte Feinabstimmung einstellen, die dann für alle Aufnahmen im jeweiligen Modus übernommen werden kann. Die Feinjustierung ist dann +/- 1 Blende in 1/6 Schritten möglich.

Natürlich ist auch die manuelle Belichtungs- und Blendeneinstellung weiterhin sehr wichtig, gerade, wenn es sich um High-Key- oder Low-Key - Aufnahmen handelt. Denn die Belichtungsautomatik tötet dieser Hinsicht wie bei allen Kameras alles.


*** Blitzen mit der D200 ***

Das Blitzlicht beträgt bei ISO 100 eine Leitzahl von 12 und kann sowohl wenn das natürliche Licht nicht ausreicht, als auch zum Aufhellen von Schatten oder bei Personen im Gegenlicht verwendet werden.
Da das integrierte Blitzgerät einen Blickwinkel von 18 grad abdeckt, kann es bei einigen Objektiven oder Brennweiten passieren, dass das anzublitzende Objekt nicht völlig ausgeleuchtet wird. Dies ist aber ein allgemeines Problem der integrierten Blitzgeräte. Deshalb empfiehlt es sich immer, wenn man viel mit Blitzlicht arbeitet auf ein externes Blitzgerät umzusteigen und sich evtl. für einen Stabblitz zu entscheiden. Ich habe festgestellt, dass bei meinem Objektiv, bei einer Brennweite von 17 mm der Blitzschatten auf dem fertigen Foto zu sehen ist. Dies liegt daran, dass das obere vordere Ende des Objektives angeblitzt wird

Das integrierte Blitzgerät unterstützt folgende Betriebsarten:

- Standard-i-TTL-Blitz
Hier wird die Blitzleistung so dosiert, dass eine Standardausleuchtung des Bildfeldes erreicht wird, ohne dass jedoch der jeweilige Hintergrund des Motivs berücksichtigt wird. Diese Blitzart ist empfehlenswert, wenn eine Belichtungskorrektur auf das Hauptmotiv vorgenommen wurde und es auf den Hintergrund und dessen Details nicht von Bedeutung sind.
Bei der Spotmessung wird diese Blitzart automatisch aktiviert.


- i-TTL- Aufblitz
Hier sendet das Blitzgerät unmittelbar vor der eigentlich Aufnahme eine Serie von Vorblitzen, die von einem 5-Segment TTL-Blitzsteuerungssensor erfasst werden und zusammen mit diversen anderen Informationen an das Matrixmesssystem weitergeleitet werden, die eine Berechnung des Hauptblitzes durchführt und so die optimale Blitzleistung des Hauptblitzes ermittelt.


Die Kamera bietet ansonsten noch folgende Möglichkeiten:

- Synchronisation auf den ersten Verschlussvorhang
Diese Einstellung benutzt man bei den meisten Aufnahmen.

- Reduzierung des Roten-Auge-Effektes
Vor der Aufnahme leuchtet etwas eine Sekunde die Lampe der Reduzierung des Roten-Auge-Effektes auf. Diese Einstellung ist nur bei der Zeitautomatik und der Programmautomatik verfügbar. Die roten Augen werden dadurch vermieden, dass sich die Pupille durch das aufleuchtende Licht reduziert und somit die Netzhaut, die sich beim Aufblitzen rot zeigt, nicht sichtbar ist.

- Reduzierung des Roten-Auge-Effektes mit Langzeitsynchronisation
Hier wird die Reduzierung des Roten-Auge-Effektes mit Langzeitsynchronisation kombiniert. Allerdings empfiehlt es sich, ein Stativ für die Aufnahmen zu verwenden, um eine Verwacklungsunschärfe auszuschließen.

- Langzeitsynchronisation
Die Blitzzeit erfolgt mit einer langen Belichtungsaufnahme mit bis zu 30 Sekunden. Mit dieser Einstellung kann man bei schlechten Lichtverhältnissen oder gar bei Nachtaufnahmen das Motiv und den Hintergrund optimal darstellen.

- Synchronisation auf den zweiten Verschlussvorhang
- Bei der manuellen Belichtungssteuerung oder der Blendenautomatik löst das Blitzgerät aus, kurz bevor sich der Verschlussvorhang wieder schließt. Hier wird ein Bewegungseffekt hervorgehoben, bei dem das sich bewegende Motiv einen sichtbaren Schweif hinter sich herzieht. Kombiniert man dies mit der Langzeitsynchronisation, so werden auch in diesem Fall Vorder- und Hintergrund optimal ausgeleuchtet. Auch hier ist ein Stativ von Nutzen.


- Stroboskopblitz
Bei dieser Blitzart wird das Blitzlicht bei geöffnetem Verschluss wiederholt ausgelöst.

- Mastersteuerung
Diese ermöglicht den kabellosen Anschluss externer Blitzgeräte.



*** Weißabgleich ***

Der Weißabgleich spielt in der Digitalfotografie eine der wichtigsten Rollen. Die Farben des Lichtes, die von den Gegenständen reflektiert wird, hängen immer von der jeweiligen Beleuchtung ab. Das menschliche Auge passt sich dem jeweiligen Licht an, und erkennt aus diesem Grunde bei jeder Lichtsituation die Farbe weiß als weiß. Die Kamera muss man auf das jeweilige Licht anpassen, damit sie auch bei jedem Licht weiß als solches wiedergibt. Hierfür ist der Weißabgleich.

Die D200 bietet außer der Automatik, die übrigens sehr gut arbeitet, folgende Möglichkeiten zur Einstellung des Abgleichs:
- Kunstlicht ( 3000 K)
- Leuchtstofflampe (4200 K)
- Direktes Sonnenlicht (5200 K)
- Blitzlicht (5400 K)
- Bewölkter Himmel (6200K)
- Schatten (8000K)

Eine Besonderheit ist meines Erachtens nach, dass man bei der Kamera auch die Farbtemperatur selbst eingeben kann. Hierzu braucht man entweder einen Farbtemperaturmesser, oder man kann auch aus einer Liste die jeweilige Farbtemperatur heraussuchen und diese dann eingeben. Solche Listen findet man in jedem Buch über Belichtungen und Beleuchtungen. Auch sind bestimmt einige Links im Internet mit einer Auflistung ausgestattet.

Auch kann man eine Feinabstimmung zum jeweiligen Weißabgleich vornehmen. Die Werte können von -3 bis +3 in ganzen schritten vorgenommen werden. Hier entspricht jeder Schritt etwas 10 Mired. Eine Ausnahme bildet hier die Festeinstellung der Leuchtstofflampe.


Wie bei allen anderen Kameras auch, kann man aber auch ganz traditionell eine graue oder weiße Referenzkarte zum manuellen Weißabgleich benutzen und diesen durchführen.


*** Bildmontage und Mehrfachbelichtung ***

Doppelbelichtungen kennt man von den meisten analogen Spiegelreflexkameras, die diese Funktion ermöglichen. Hier wird der gleiche Filmabschnitt mehrmals belichtet, d.h. man macht zwei oder mehr Belichtungen, ohne den Film weiter zu spulen. Einen Chip kann man nicht wirklich mehrfach belichten. Aber die Nikon verfügt über ein internes Programm, der die ausgewählten Belichtungen addiert. Bei der D200 kann man im Menü die Mehrfachbelichtung aktivieren und bis zu 10 Bilder fotografieren, die dann addiert werden. Benutzt mal hier die Belichtungsautomatik, so verhindert man, dass bestimmte Teile zu hell ausbelichtet werden.
Hier belichte ich gern unter, um ausgefressene weiße Stellen im Foto zu vermeiden und korrigiere dies dann später im Photoshop.

Eine Alternative hierzu ist die Bildmontage, die im Raw-Modus fotografiert wird. Man hat den Vorteil, dass man schon im Vorschaufenster die bereits überlagerten Bilder sieht und diese auch einzeln im Faktormenü beeinflussen kann. Hier geht man von einer Standardeinstellung von 1,0 aus. Bei zwei Bildern ergäbe das eine Summe von 2, wobei hier die Aufteilung der beiden Aufnahmen keine Rolle spielt. Es kann durchaus so sein, dass die erste Aufnahme 0,5 und die zweite 1,5 beträgt. Eine Verringerung des Gesamtwertes nimmt die Bildwirkung zurück und eine Erhöhung des Wertes würde das Bild heller erscheinen lassen. Aber hier kann man nun wirklich beliebig experimentieren, da man, wenn man mit dem Ergebnis unzufrieden ist, eine neue Variante abspeichern kann. Raw-Dateien müssen im Übrigen immer in ein Tiff oder JPG umgewandelt werden. Diese Raw-Konventierer findet man übrigens in verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen.


*** Intervallaufnahmen ***

Diese Funktion ermöglicht in bestimmten Abständen ein Bild aus zu lösen. Man kann entweder mit „Sofort“ starten oder einen Startzeitpunkt festlegen. Bei der Sofort-Funktion beginnt die Serie der Aufnahmen nach ca. 3 Sekunden. Wichtig ist hier, dass die Uhrzeit im Menü richtig eingestellt ist und für eine entsprechend zuverlässige Stromversorgung gesorgt ist. Auch sollte man an eine genügende Kapazität an Speicherplatz denken.

*** Individualfunktionen ***

Hier kann man eine Vielzahl verschiedener Einstellungen individuell festlegen und diese abspeichern. Es gibt eigentlich keine Funktion der Kamera, die man hier nicht anpassen könnte.
- Auslöse-Priorität
- Schärfe-Priorität
- AF-Messfeldgröße
- AF-Messfeldgruppen
- Messfeld-LED
- AF-Aktivierung
- Messfeld-Scrolling
- ISO- Automatik und Schrittweite
- Belichtungswerte
- Korrekturwerte
- Belichtungskorrektur
- Feinabstimmung
- Belichtungsspeicher
- Selbstauslöser
- Monitor
- Gitterleinen
- Warnsymbole
- Bildrate
- Spiegelvorauslösung
- Alle Blitzeinstellungen
- Bildinfo
- Tastenverhalten
- Einstellräder
- Auslösesperre


*** Bildwiedergabe ***

Hier besteht wie bei jeder digitalen Kamera die Möglichkeit zur Einzelbilddarstellung. Kurz nach dem auslösen bleibt die abgelichtete Aufnahme kurz auf den Display sichtbar, während sie auf der Speicherkarte abgelegt wird. Schön ist es, dass man hier gerade für Aufnahmen im Hochformat auch in den Einstellungen die entsprechende Ansicht einstellen kann und die Kamera nicht drehen muss, um das Foto richtig herum zu sehen.

Auch kann man die Ansicht verschiedener Bildinformationen einstellen. Hier möchte ich nicht auf jede einzelne Information eingehen, denn jede mögliche Einstellung ist hier ersichtlich.
Besonders schön ist bei Nikon das RGB- Histogramm, denn zu jeder RGB-Farbe ist ein einzelnes Histogramm aufgeführt, die man zusammen parallel mit der Fotografie auf den Monitor ansehen kann.

Natürlich kann man auch die Aufnahmen in Form eines Indexes oder in einer Diashow betrachten.

Bei der Detailansicht kann man den mittleren Bereich des aktuell geladenen Bildes vergrößert darstellen.

Möchte man ein Bild auf keinen Fall unbeabsichtigt löschen, kann man dies mit der Schlüsseltaste extra sichern.

Ansonsten kann man die Kamera sowohl direkt an den Computer oder an das Fernsehgerät schließen.


*** Erläuterungen ***

Mired : Bezeichnung des millionenfachen Kehrwertes der absoluten Temperatur. In der Fotografie gibt ein Mired-Wert bzw. ein Mired-Verschiebungsfaktor, die durch Konversionsfilter bewirkte Verschiebung der Farbtemperatur an. So entspricht z.B. die Wirkung eines Voll-Orangefilters von 6.500 auf 3.200 Kelvin einem Mired-Wert von +159. Diese Verschiebung kann bei der D 200 durch die Korrektur direkt beeinflussen, welche allerdings meiner Meinung nach, nicht wirklich einen Filter ersetzt.


*** Fazit ***

Auch die Akkukapazität ist mehr als ausreichen, denn ich musste erst nach 4-5 Stunden Dauerbetrieb das erste Mal den Akku wechseln. Schade finde ich es, dass hier ein speziell für diese Kamera benutzbarer Akku entwickelt wurde und die Akkus von anderen Nikon-Modellen nicht passen, da dieser Akku eine Kontaktstelle mehr besitzt und deshalb andere Akkus nicht in die Kamera passen. Als ich meine erste Fotoserie im Frankfurter Zoo machte, war ich recht froh, dass in den Handgriff auch normale Mignon-Batterien passen, da der eigentliche Akku noch nicht lieferbar war. Diese Woche kann ich ihn bei meinem Fotohändler abholen.
Ich habe es bis jetzt noch nicht bereut, trotz Lieferverzug, mir diese Kamera zugelegt zu haben und kann sie wirklich in jeder Hinsicht weiterempfehlen. Es macht wirklich sehr viel Spaß mit ihr zu fotografieren und zu experimentieren.
Da sie zwischenzeitlich bei jedem Fotoheft auf der Titelseite zu sehen ist, habe ich darauf verzichtet, sie abzulichten. Dafür werde ich die ersten Zooaufnahmen unter diesen Bericht setzen, die alle unbearbeitet sind.

68 Bewertungen, 35 Kommentare

  • somian

    04.12.2008, 18:18 Uhr von somian
    Bewertung: besonders wertvoll

    liebe grüße aus guben ;)

  • Enni75

    19.03.2007, 13:16 Uhr von Enni75
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr ausführlich und hilfreich

  • Binki

    13.03.2007, 12:24 Uhr von Binki
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sonnige Grüße von der Binki

  • sternchen500

    08.03.2007, 23:41 Uhr von sternchen500
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg ~ sternchen :-)

  • bigmama

    06.03.2007, 23:01 Uhr von bigmama
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg Anett

  • creedy18

    01.03.2007, 15:26 Uhr von creedy18
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh + lg

  • Zzaldo

    20.02.2007, 11:54 Uhr von Zzaldo
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein sh von mir für Dich. LG Stephan

  • mu4you

    10.02.2007, 17:47 Uhr von mu4you
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG mu4you

  • anonym

    07.02.2007, 00:40 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Edith und Claus

  • binobalino

    06.02.2007, 23:15 Uhr von binobalino
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh...Lg Heino

  • mima007

    01.02.2007, 19:08 Uhr von mima007
    Bewertung: sehr hilfreich

    Nonplusultrabericht, Martina! Wenn nur meine Bilder auch so schön abngezeigt würden! VLG, mima

  • Qantas

    25.01.2007, 23:34 Uhr von Qantas
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr hilfreicher Erfahrungsbericht! :-)

  • Martini6

    30.10.2006, 12:53 Uhr von Martini6
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guter Bericht!!

  • lappks

    22.08.2006, 13:09 Uhr von lappks
    Bewertung: sehr hilfreich

    ~ ~ S H ~ ~ LG Andre

  • sape26

    23.07.2006, 21:45 Uhr von sape26
    Bewertung: sehr hilfreich

    super Bericht!!!lg,Sandra

  • panico

    21.06.2006, 13:13 Uhr von panico
    Bewertung: sehr hilfreich

    SUPER Bericht ! sh + lg panico :-)

  • Brita2905

    06.06.2006, 18:42 Uhr von Brita2905
    Bewertung: sehr hilfreich

    Auch wenn ich selber nicht mehr so oft zum Fotografieren komme, so kann ich Deine Leidenschaft dafür durchaus verstehen... Die letzte große Aktion, muß ich zu meiner Schande gestehn, war 1992, als ich in Island meinen Urlaub verbrachte; die damalige Techni

  • iii

    01.06.2006, 19:59 Uhr von iii
    Bewertung: sehr hilfreich

    +++ sehr hilfreich +++

  • Baby1

    20.03.2006, 18:06 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    guter informativer bericht LG Anita

  • dutchman1968

    19.03.2006, 12:39 Uhr von dutchman1968
    Bewertung: sehr hilfreich

    - B H -

  • golfgirl

    16.03.2006, 17:37 Uhr von golfgirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    *sh* freue mich immer über gegenlesungen Lg Dani

  • anonym

    16.03.2006, 17:07 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht! Gruß Steffi (freu mich über gegenlesung)

  • anonym

    16.03.2006, 15:43 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    *** sh & lg *** Christina :)

  • anonym

    16.03.2006, 15:31 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Django006

    16.03.2006, 15:31 Uhr von Django006
    Bewertung: sehr hilfreich

    fast 1700 €, dass ist recht günstig wenn man weiß was die Teile von Canon oder Minolta oder sonstigen Digitalen Spiegelreflexkameras kosten. Mir war sie zu Teuer, hab mich eine Gruppe nach unten Orientiert und mir eine Mynolta Dynax 7 D geholt. Dein Berich

  • kG1UNIT

    16.03.2006, 15:15 Uhr von kG1UNIT
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht Sehr informativ+++ <br/>Greetz(Würd mich selbstverständlich über Gegenlesungen von dir freuen;-))kG <br/> <br/> <br/> <br/>

  • HiRD1

    16.03.2006, 15:05 Uhr von HiRD1
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH. Gruß, Ralf

  • schnekuesschen

    16.03.2006, 14:59 Uhr von schnekuesschen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klares sh...LG Sandy

  • WreckRin

    16.03.2006, 14:58 Uhr von WreckRin
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich, LG Sandra <br/>würd mich über Gegenlesungen freun

  • Naffy

    16.03.2006, 14:53 Uhr von Naffy
    Bewertung: sehr hilfreich

    <b><u>Gruß <i>Naffy</i></b></u>

  • morla

    16.03.2006, 14:52 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich <br/>

  • dwarfpitcher

    16.03.2006, 14:42 Uhr von dwarfpitcher
    Bewertung: sehr hilfreich

    <u>Noch ne Digicam? Scheinen ja hier ziemlich beliebt zu sein! Fast so wie Hundefutter!^^</u>

  • Rym2210

    16.03.2006, 14:42 Uhr von Rym2210
    Bewertung: sehr hilfreich

    schade hier gibts nur sh!!

  • NancyNoack

    16.03.2006, 14:33 Uhr von NancyNoack
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wow, klasse bericht. Perfekt!

  • wallace100

    16.03.2006, 14:23 Uhr von wallace100
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH! Hey, du auch hier? LG Andy