Erfahrungsbericht von follio
Sie tummeln wieder!
Pro:
tolle Grafik,
Kontra:
mittelprächtige Geräuschkulisse, teils ziemlich heftige Schwierigkeitsgrade
Empfehlung:
Ja
Immer wieder lässt sich die Spieleindustrie etwas Neues einfallen und erfreut uns mit Software für unsere Rechner. Ein Spiel, das zwischenzeitlich in die 5.Generation aufgestiegen ist, sind die Siedler. Die kleinen Männchen, die mehr oder weniger fleißig über den Bildschirm laufen und die ihnen übertragenen Arbeiten ausführen, haben schon tausende Zocker um ihren wohlverdienten Schlaf gebracht, denn wer einmal anfängt, den lassen sie nicht mehr los. Auch wir zählen uns zu den Fans dieser virtuellen Arbeiterklasse und haben bereits die Siedler der ersten Generation auf ihrem Weg durch das unbewohnte Land begleitet. Nun waren wir wirklich gespannt, was sich zu den Vorgängern geändert hat, haben wir doch bereits die ersten kritischen Stimmen wahrgenommen, die sich mehr oder weniger bösartig über die letzte Arbeit der Firma RedStorm Entertainment äußerten. Da wollten wir uns aber selbst eine Meinung bilden!
Systemanforderungen:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Wie die meisten aufwendigen Spiele der letzten Zeit, stellen auch die Siedler5 eine relativ hohe Anforderung an unsere Rechner. Unter einem Gigahertz-Prozessor, 256 MB Arbeitsspeicher, einer 32 MB Grafikkarte, 1 GB Festplattenspeicher und einem DVD-Laufwerk braucht man gar nicht erst installieren. Wir haben es ausprobiert: auf einem Rechner dessen Prozessor (650MHz) ein weniger lahmer war, sonst die Anforderungen aber bei weitem erfüllte, ließ sich das Spiel zwar starten, sobald wir aber die eigentliche Spielsequenz laden wollten, verabschiedete es sich ohne weiteren Kommentar.
Auf unserem eigenen Rechner mit einer 3,2 GHz-CPU und 1 GB Speicher lief es ausgesprochen flüssig und es war direkt eine Freude den kleinen Männchen zuzusehen.
Beim Betriebssystem ist es da schon weniger anspruchsvoll, darf man doch sogar noch mit Win98SE arbeiten – die NT-User müssen allerdings auf das Spielen verzichten.
Installation:
°°°°°°°°°°°°°
Die Installationssequenz ist ziemlich langwierig, müssen doch jede Menge Informationen auf die Festplatte geschrieben werden. Im Lieferumfang finden sich nämlich keine CDs, sondern eine DVD, die mit satten 2,09 GB an Daten beschrieben ist. Hat man DirectX 9.0c noch nicht installiert, dann bleibt wohl auch diese Routine nicht erspart, denn sonst läuft das Spiel nicht.
Abstürze während des Installationsvorganges sind nicht zu befürchten – zumindest konnten wir über keine klagen.
Der Spieleaufbau:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Der Spieler kann entweder zwischen einer Einzelmission oder einer Kampagne wählen. Der Unterschied besteht eigentlich nur darin, dass die Kampagne in eine ausgiebige Geschichte verpackt ist und über mehrere Videosequenzen verfügt, die dem Spieler als zusätzliche Erklärung dienen. Die Kampagne besteht aus 15 Missionen, die jeweils immer etwas schwerer werden. Anfangs wir für jede Mission ein Ziel vorgegeben, dass aber durchaus während des Spiels durch zusätzliche und meist vorrangige Aufgaben, erweitert wird. Diese gilt es zu erfüllen. Während die Aufgabenstellungen am Anfang noch relativ einfach scheinen, werden sie zunehmend schwerer und komplexer und teilweise gerät man auch unter gewaltigen Zeitdruck. Aber auch mangelnder Platz und fehlende Rohstoffe wie Steine, Lehm, Eisen, Schwefel oder das liebe Geld können uns gewaltig in Bedrängnis bringen.
Die Einzelmissionen – immer in sich abgeschlossen - haben zwar ein vorgegebenes Ziel, das es zu erfüllen gilt, jedoch ist vereinzelt auch ein freies Spiel möglich, ohne ein bestimmtes Missionsziel erfüllen zu müssen. Diese Spiele eignen sich hervorragend für eine Übung, im Aufbau einer Siedlung.
Im Gegensatz zu den früheren Siedlern, gibt es bei „Das Erbe der Könige“ Hauptpersonen, mit denen unsere künftige Siedlung wächst und fällt. Der Hauptheld, Dario, ist stets der Anführer und verfügt über besondere Fähigkeiten, die man zusätzlich – für kurze Zeit - aktivieren kann. Auch die anderen Helden besitzen solche Fähigkeiten, die oftmals sehr nützlich sind.
Wie bereits bei den Vorgängern verfügt das Spiel über einen Mehrspielermodus. Hier kann man sowohl in einem kleinen Netzwerk, aber auch über das Internet miteinander zocken. Für solche Onlinespiele ist allerdings ein gültiger Account im Ubisoft-Portal notwendig, der aber kostenlos ist. Zum Mehrspielermodus können wir leider keine Angaben machen, da uns geeignete Partner fehlten.
Das Spielprinzip:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Das Spielprinzip hat im Gegensatz zu den früheren Versionen ein wenig an Komplexität verloren. Früher war es notwendig einen Holzfäller, ein Sägewerk und einen Förster zu haben, um stets mit dem Baustoff Holz versorgt zu sein.
Jetzt genügt es theoretisch, einen Leibeigenen zu kaufen, den man zum Holzhacken in den Wald schickt. Sind keine Bäume mehr da, hat man Pech, denn nachwachsen tut hier nichts. Allerdings wenn man ein Sägewerk sein eigen nennt, ist es unerheblich, ob Bäume vorhanden sind oder nicht, denn die dortigen Arbeiter malochen auch ohne Bäume munter weiter.
Insgesamt gibt es 24 verschiedene Gebäude in unterschiedlichen Fortschrittstufen, die man im Laufe des Spiels erreichen kann. Das Hauptgebäude ist eine Burg, in der Leibeigene um 50 Taler gekauft werden können. Zusätzlich benötigt man ein Dorfzentrum, aus dem die Arbeiter hervorkommen. Die Leibeigenen können nun entweder Rohstoffe – allerdings in kleinen Mengen – beschaffen oder aber Gebäude errichten, in denen die Arbeiter werkeln. Die Arbeiter selbst kann man nur dahingehend beeinflussen, dass man für ihre Unterkunft und Nahrung in Form von Wohnhäusern und Bauernhöfen sorgen muss. Vernachlässigt man dies, so lässt die Motivation der Arbeiter nach man merkt es spätestens, wenn man dringend benötigte Rohstoffe nicht mehr hat. Die Leibeigenen – wir wissen, wie sich diese fühlen, gehören wir doch selbst zu dieser Gattung – haben keine Rechte, brauchen keine Nahrung und auch keine Betten und sind sehr vielseitig. Sie können erbauen, abbauen und sogar kämpfen, wenn Not am Manne ist.
An erster Stelle steht bei diesem Spiel zwar der Kampf gegen die Bösen, allerdings darf man die Wirtschaft nicht vernachlässigen, sonst erhält man keine Soldaten mehr, die man vorher natürlich ausbilden muss. Unterschiedliche Ausbildungsstufen lassen die Kräfte der Soldaten mehr oder weniger schwinden und können uns schon mal den Kopf kosten, wenn wir versuchen mit „Knüppelwerfern“ gegen Kanonen zu ziehen.
Stichwort Komplexität: Natürlich muss man auch bei dem 5. Teil der Siedler noch dafür sorgen, dass man eine gut funktionierende Wirtschaft hat, d.h. alle Gebäude sollten irgendwo in der Landschaft zu finden sein und deren Arbeiter ausreichend versorgt mit Wohnplätzen und Nahrungsmitteln aus den Bauerhöfen. Gleichzeitig muss man immer einen Teil der Rohstoffe in die Entwicklung der Gebäude und neuen Errungenschaften stecken, sonst wird man alsbald auf der Strecke bleiben.
Die Steuerung:
°°°°°°°°°°°°°°°°°
Das Spiel lässt sich komplett über die Maus oder wahlweise über die Tastatur steuern. Bei der Maus ist sowohl die linke, wie auch die rechte Maustaste aber auch das Mausrad belegt, mit dem die Szenerie herangezoomt werden kann.
Wir selbst bevorzugen die Maus, denn wer kann sich schon alle Tastaturbefehle merken, um auf das eine oder andere Menü eines Gebäudes oder einer Spielfigur zugreifen zu können. Aber, das bleibt wohl jedem selbst überlassen – beide Möglichkeiten stehen auf alle Fälle zur Verfügung.
Die Grafik:
°°°°°°°°°°°°
Selten haben wir ein Spiel mit einer derart schönen Grafik gesehen. Die Videosequenzen sind zwar teilweise ein wenig eckig, aber im Spiel selbst läuft alles sehr flüssig. Beim Heranzoomen, nimmt der Detailreichtum noch zu und man erkennt beinahe jedes einzelne Haar der Figuren. Die Realität verstärkt sich sogar noch, wenn man sich in einem Wald befindet, wenn Äste von Laub und Nadelbäumen in die Szenerie hängen und uns die Sicht auf einzelne Figuren wegnehmen. Bei einer leistungsfähigen Grafikkarte braucht man auch auf Schatten nicht verzichten und es ist fantastisch anzusehen, wie Arbeiter in den Minen ihre Schatten, gegen die grauen Felswände werfen.
Man sollte auch nicht versäumen in ruhigeren Minuten ein wenig durch die Landschaft zu scrollen, denn man entdeckt immer wieder feine Details, wie Rehe und Hasen, die durch die Gegend hoppeln.
Allerdings sind uns auch ein paar kleinere Fehler aufgefallen, wenn Figuren beispielsweise durch Mauern laufen oder anstatt um Bäume herum, durch diese hindurch laufen. Die bemerkt man allerdings nur im Zoom-Modus und sind daher nicht besonders störend.
Der Sound:
°°°°°°°°°°°°°
Hier hätten wir einen Kritikpunkt, der teilweise ein wenig nervend sein kann. Die Hintergrundmusik stellt man bald ab, denn sie nervt, aber auch die Kommentare, der bewegbaren Figuren – also Helden und Leibeigene – können uns bald in den Wahnsinn treiben, denn sie wiederholen sich. Auch die Stimme des Mentors, der uns mitteilt, was unsere Arbeiter dringend benötigen oder den Zustand des Wetters ansagt, ist alles andere als lustig. Hier hätte man ruhig ein wenig mehr Zeit investieren können.
Die Geräuschkulisse verändert sich, wenn ein Gebäude in den Mittelpunkt des Bildschirms rückt – da wird gehämmert oder Schwerter krachen aufeinander, je nachdem, um welches Gebäude es sich handelt.
Schwierigkeitsgrad:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Die 15 Einzelmissionen der Kampagne lassen eine Einreihung in eine bestimmte Gruppe von Schwierigkeitsgraden fast nicht zu. Während die ersten Level noch relativ einfach sind, nimmt die Schwierigkeit von Mission zu Mission zu und endet beinahe unspielbar. Diese Unspielbarkeit bezieht sich wahrscheinlich mehr auf unsere eigene Person, die wahren Zocker werden mit ihren Feinden sicher ohne gröbere Probleme fertig. Wir gestehen, das wir in den letzten Missionen ohne Cheats beinahe nicht zurande gekommen wären, denn die Angriffe der Gegner sind teilweise so heftig, dass wir laut fluchend auf die Maus einprügelten.
Das Handbuch:
°°°°°°°°°°°°°°°°°
Das 42seitige Heftchen sollte zwar alles ausreichend erklären, doch fanden wir immer wieder kleine Mankos, die uns unklar waren. Die Sprache des Handbuchs ist recht lustig gestaltet, bedient man sich hier einigen Ausdrücken und Satzstellungen, die mehr an die Zeit der blechernen Unterwäsche und ledernen Hauben erinnert. Die wichtigsten Seiten finden sich wohl in der Mitte des Heftchens, in dem der nötige Bedarf für den Fortschritt der einzelnen Gebäude angegeben ist.
Das Handbuch ist auch farbig illustriert, mit Screenshots und Abbildungen von Figuren und Gebäuden – allerdings ein wenig klein… da könnte eine Brille manchmal recht dienlich sein.
Unsere Meinung und Resümee:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Das Spiel hat zwar in einem gewissen Sinn an seinem Reiz verloren, auf der anderen Seite aber sicher etwas gewonnen, das uns persönlich verdammt stark an Age of Empires erinnert. Auch hier steht der Kampf gegen den Feind im Vordergrund, der allerdings nur dann erfolgreich sein wird, wenn man vorher für die nötigen Ressourcen gesorgt hat. Da wir uns auch an Age of Empires begeistern konnten, Alle, die bis dato die Siedler wegen ihrer extremen Komplexität in Sachen Wirtschaft geliebt haben, werden daher sicher enttäuscht sein, wogegen jene, die schon verzweifelt auf den 3. Teil von Age of Empires warten (angeblich soll der in Bälde kommen), dürfen sich vorerst mit den Siedlern trösten, da die Ähnlichkeit sicher nicht weggeleugnet werden kann.
Vom Schwierigkeitsgrad betrachtet, eignet sich dieses Spiel wahrscheinlich nicht für blutige Anfänger, den die Anforderungen, die an den Spieler gestellt werden, sind teilweise nicht unerheblich. Da muss man manchmal an zwei Orten gleichzeitig sein, will man nicht eine vor den Latz bekommen. Die höheren Missionen der Kampagne waren recht heftig und hätten wir nicht ein wenig spärliches Haupthaar, wäre uns der Pony zu Berge gestanden.
Von der Grafik gibt’s nichts zu meckern, die ist wirklich großartig und lässt keine Wünsche offen. Beim Sound sieht es schon ein wenig schlechter aus. Die ewigen „Ja, Herr!“ und „So sei es Meister!“, wenn man mit der Maus klickt, können einem gewaltig auf den Geist gehen.
Mit einem Preis von ca. € 50,- halten sich die Kosten für die Anschaffung sicher in Grenzen – zur Not kann man ja noch eine Weile warten… jedes Spiel wird irgendwann billiger. Wer also einerseits eine Begeisterung für Age of Empires hat, anderseits ein wenig Reiz von den altbekannten Siedlern haben möchte, der ist mit den Siedlern „Das Erbe der Könige“ sicher gut beraten. Wer allerdings auf eine Fortsetzung der herkömmlichen Siedler hofft, der wird sicher schwer enttäuscht sein und sollte eher die Finger von diesem Spiel lassen.
Als dann, servus
Systemanforderungen:
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Wie die meisten aufwendigen Spiele der letzten Zeit, stellen auch die Siedler5 eine relativ hohe Anforderung an unsere Rechner. Unter einem Gigahertz-Prozessor, 256 MB Arbeitsspeicher, einer 32 MB Grafikkarte, 1 GB Festplattenspeicher und einem DVD-Laufwerk braucht man gar nicht erst installieren. Wir haben es ausprobiert: auf einem Rechner dessen Prozessor (650MHz) ein weniger lahmer war, sonst die Anforderungen aber bei weitem erfüllte, ließ sich das Spiel zwar starten, sobald wir aber die eigentliche Spielsequenz laden wollten, verabschiedete es sich ohne weiteren Kommentar.
Auf unserem eigenen Rechner mit einer 3,2 GHz-CPU und 1 GB Speicher lief es ausgesprochen flüssig und es war direkt eine Freude den kleinen Männchen zuzusehen.
Beim Betriebssystem ist es da schon weniger anspruchsvoll, darf man doch sogar noch mit Win98SE arbeiten – die NT-User müssen allerdings auf das Spielen verzichten.
Installation:
°°°°°°°°°°°°°
Die Installationssequenz ist ziemlich langwierig, müssen doch jede Menge Informationen auf die Festplatte geschrieben werden. Im Lieferumfang finden sich nämlich keine CDs, sondern eine DVD, die mit satten 2,09 GB an Daten beschrieben ist. Hat man DirectX 9.0c noch nicht installiert, dann bleibt wohl auch diese Routine nicht erspart, denn sonst läuft das Spiel nicht.
Abstürze während des Installationsvorganges sind nicht zu befürchten – zumindest konnten wir über keine klagen.
Der Spieleaufbau:
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Der Spieler kann entweder zwischen einer Einzelmission oder einer Kampagne wählen. Der Unterschied besteht eigentlich nur darin, dass die Kampagne in eine ausgiebige Geschichte verpackt ist und über mehrere Videosequenzen verfügt, die dem Spieler als zusätzliche Erklärung dienen. Die Kampagne besteht aus 15 Missionen, die jeweils immer etwas schwerer werden. Anfangs wir für jede Mission ein Ziel vorgegeben, dass aber durchaus während des Spiels durch zusätzliche und meist vorrangige Aufgaben, erweitert wird. Diese gilt es zu erfüllen. Während die Aufgabenstellungen am Anfang noch relativ einfach scheinen, werden sie zunehmend schwerer und komplexer und teilweise gerät man auch unter gewaltigen Zeitdruck. Aber auch mangelnder Platz und fehlende Rohstoffe wie Steine, Lehm, Eisen, Schwefel oder das liebe Geld können uns gewaltig in Bedrängnis bringen.
Die Einzelmissionen – immer in sich abgeschlossen - haben zwar ein vorgegebenes Ziel, das es zu erfüllen gilt, jedoch ist vereinzelt auch ein freies Spiel möglich, ohne ein bestimmtes Missionsziel erfüllen zu müssen. Diese Spiele eignen sich hervorragend für eine Übung, im Aufbau einer Siedlung.
Im Gegensatz zu den früheren Siedlern, gibt es bei „Das Erbe der Könige“ Hauptpersonen, mit denen unsere künftige Siedlung wächst und fällt. Der Hauptheld, Dario, ist stets der Anführer und verfügt über besondere Fähigkeiten, die man zusätzlich – für kurze Zeit - aktivieren kann. Auch die anderen Helden besitzen solche Fähigkeiten, die oftmals sehr nützlich sind.
Wie bereits bei den Vorgängern verfügt das Spiel über einen Mehrspielermodus. Hier kann man sowohl in einem kleinen Netzwerk, aber auch über das Internet miteinander zocken. Für solche Onlinespiele ist allerdings ein gültiger Account im Ubisoft-Portal notwendig, der aber kostenlos ist. Zum Mehrspielermodus können wir leider keine Angaben machen, da uns geeignete Partner fehlten.
Das Spielprinzip:
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Das Spielprinzip hat im Gegensatz zu den früheren Versionen ein wenig an Komplexität verloren. Früher war es notwendig einen Holzfäller, ein Sägewerk und einen Förster zu haben, um stets mit dem Baustoff Holz versorgt zu sein.
Jetzt genügt es theoretisch, einen Leibeigenen zu kaufen, den man zum Holzhacken in den Wald schickt. Sind keine Bäume mehr da, hat man Pech, denn nachwachsen tut hier nichts. Allerdings wenn man ein Sägewerk sein eigen nennt, ist es unerheblich, ob Bäume vorhanden sind oder nicht, denn die dortigen Arbeiter malochen auch ohne Bäume munter weiter.
Insgesamt gibt es 24 verschiedene Gebäude in unterschiedlichen Fortschrittstufen, die man im Laufe des Spiels erreichen kann. Das Hauptgebäude ist eine Burg, in der Leibeigene um 50 Taler gekauft werden können. Zusätzlich benötigt man ein Dorfzentrum, aus dem die Arbeiter hervorkommen. Die Leibeigenen können nun entweder Rohstoffe – allerdings in kleinen Mengen – beschaffen oder aber Gebäude errichten, in denen die Arbeiter werkeln. Die Arbeiter selbst kann man nur dahingehend beeinflussen, dass man für ihre Unterkunft und Nahrung in Form von Wohnhäusern und Bauernhöfen sorgen muss. Vernachlässigt man dies, so lässt die Motivation der Arbeiter nach man merkt es spätestens, wenn man dringend benötigte Rohstoffe nicht mehr hat. Die Leibeigenen – wir wissen, wie sich diese fühlen, gehören wir doch selbst zu dieser Gattung – haben keine Rechte, brauchen keine Nahrung und auch keine Betten und sind sehr vielseitig. Sie können erbauen, abbauen und sogar kämpfen, wenn Not am Manne ist.
An erster Stelle steht bei diesem Spiel zwar der Kampf gegen die Bösen, allerdings darf man die Wirtschaft nicht vernachlässigen, sonst erhält man keine Soldaten mehr, die man vorher natürlich ausbilden muss. Unterschiedliche Ausbildungsstufen lassen die Kräfte der Soldaten mehr oder weniger schwinden und können uns schon mal den Kopf kosten, wenn wir versuchen mit „Knüppelwerfern“ gegen Kanonen zu ziehen.
Stichwort Komplexität: Natürlich muss man auch bei dem 5. Teil der Siedler noch dafür sorgen, dass man eine gut funktionierende Wirtschaft hat, d.h. alle Gebäude sollten irgendwo in der Landschaft zu finden sein und deren Arbeiter ausreichend versorgt mit Wohnplätzen und Nahrungsmitteln aus den Bauerhöfen. Gleichzeitig muss man immer einen Teil der Rohstoffe in die Entwicklung der Gebäude und neuen Errungenschaften stecken, sonst wird man alsbald auf der Strecke bleiben.
Die Steuerung:
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Das Spiel lässt sich komplett über die Maus oder wahlweise über die Tastatur steuern. Bei der Maus ist sowohl die linke, wie auch die rechte Maustaste aber auch das Mausrad belegt, mit dem die Szenerie herangezoomt werden kann.
Wir selbst bevorzugen die Maus, denn wer kann sich schon alle Tastaturbefehle merken, um auf das eine oder andere Menü eines Gebäudes oder einer Spielfigur zugreifen zu können. Aber, das bleibt wohl jedem selbst überlassen – beide Möglichkeiten stehen auf alle Fälle zur Verfügung.
Die Grafik:
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Selten haben wir ein Spiel mit einer derart schönen Grafik gesehen. Die Videosequenzen sind zwar teilweise ein wenig eckig, aber im Spiel selbst läuft alles sehr flüssig. Beim Heranzoomen, nimmt der Detailreichtum noch zu und man erkennt beinahe jedes einzelne Haar der Figuren. Die Realität verstärkt sich sogar noch, wenn man sich in einem Wald befindet, wenn Äste von Laub und Nadelbäumen in die Szenerie hängen und uns die Sicht auf einzelne Figuren wegnehmen. Bei einer leistungsfähigen Grafikkarte braucht man auch auf Schatten nicht verzichten und es ist fantastisch anzusehen, wie Arbeiter in den Minen ihre Schatten, gegen die grauen Felswände werfen.
Man sollte auch nicht versäumen in ruhigeren Minuten ein wenig durch die Landschaft zu scrollen, denn man entdeckt immer wieder feine Details, wie Rehe und Hasen, die durch die Gegend hoppeln.
Allerdings sind uns auch ein paar kleinere Fehler aufgefallen, wenn Figuren beispielsweise durch Mauern laufen oder anstatt um Bäume herum, durch diese hindurch laufen. Die bemerkt man allerdings nur im Zoom-Modus und sind daher nicht besonders störend.
Der Sound:
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Hier hätten wir einen Kritikpunkt, der teilweise ein wenig nervend sein kann. Die Hintergrundmusik stellt man bald ab, denn sie nervt, aber auch die Kommentare, der bewegbaren Figuren – also Helden und Leibeigene – können uns bald in den Wahnsinn treiben, denn sie wiederholen sich. Auch die Stimme des Mentors, der uns mitteilt, was unsere Arbeiter dringend benötigen oder den Zustand des Wetters ansagt, ist alles andere als lustig. Hier hätte man ruhig ein wenig mehr Zeit investieren können.
Die Geräuschkulisse verändert sich, wenn ein Gebäude in den Mittelpunkt des Bildschirms rückt – da wird gehämmert oder Schwerter krachen aufeinander, je nachdem, um welches Gebäude es sich handelt.
Schwierigkeitsgrad:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Die 15 Einzelmissionen der Kampagne lassen eine Einreihung in eine bestimmte Gruppe von Schwierigkeitsgraden fast nicht zu. Während die ersten Level noch relativ einfach sind, nimmt die Schwierigkeit von Mission zu Mission zu und endet beinahe unspielbar. Diese Unspielbarkeit bezieht sich wahrscheinlich mehr auf unsere eigene Person, die wahren Zocker werden mit ihren Feinden sicher ohne gröbere Probleme fertig. Wir gestehen, das wir in den letzten Missionen ohne Cheats beinahe nicht zurande gekommen wären, denn die Angriffe der Gegner sind teilweise so heftig, dass wir laut fluchend auf die Maus einprügelten.
Das Handbuch:
°°°°°°°°°°°°°°°°°
Das 42seitige Heftchen sollte zwar alles ausreichend erklären, doch fanden wir immer wieder kleine Mankos, die uns unklar waren. Die Sprache des Handbuchs ist recht lustig gestaltet, bedient man sich hier einigen Ausdrücken und Satzstellungen, die mehr an die Zeit der blechernen Unterwäsche und ledernen Hauben erinnert. Die wichtigsten Seiten finden sich wohl in der Mitte des Heftchens, in dem der nötige Bedarf für den Fortschritt der einzelnen Gebäude angegeben ist.
Das Handbuch ist auch farbig illustriert, mit Screenshots und Abbildungen von Figuren und Gebäuden – allerdings ein wenig klein… da könnte eine Brille manchmal recht dienlich sein.
Unsere Meinung und Resümee:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Das Spiel hat zwar in einem gewissen Sinn an seinem Reiz verloren, auf der anderen Seite aber sicher etwas gewonnen, das uns persönlich verdammt stark an Age of Empires erinnert. Auch hier steht der Kampf gegen den Feind im Vordergrund, der allerdings nur dann erfolgreich sein wird, wenn man vorher für die nötigen Ressourcen gesorgt hat. Da wir uns auch an Age of Empires begeistern konnten, Alle, die bis dato die Siedler wegen ihrer extremen Komplexität in Sachen Wirtschaft geliebt haben, werden daher sicher enttäuscht sein, wogegen jene, die schon verzweifelt auf den 3. Teil von Age of Empires warten (angeblich soll der in Bälde kommen), dürfen sich vorerst mit den Siedlern trösten, da die Ähnlichkeit sicher nicht weggeleugnet werden kann.
Vom Schwierigkeitsgrad betrachtet, eignet sich dieses Spiel wahrscheinlich nicht für blutige Anfänger, den die Anforderungen, die an den Spieler gestellt werden, sind teilweise nicht unerheblich. Da muss man manchmal an zwei Orten gleichzeitig sein, will man nicht eine vor den Latz bekommen. Die höheren Missionen der Kampagne waren recht heftig und hätten wir nicht ein wenig spärliches Haupthaar, wäre uns der Pony zu Berge gestanden.
Von der Grafik gibt’s nichts zu meckern, die ist wirklich großartig und lässt keine Wünsche offen. Beim Sound sieht es schon ein wenig schlechter aus. Die ewigen „Ja, Herr!“ und „So sei es Meister!“, wenn man mit der Maus klickt, können einem gewaltig auf den Geist gehen.
Mit einem Preis von ca. € 50,- halten sich die Kosten für die Anschaffung sicher in Grenzen – zur Not kann man ja noch eine Weile warten… jedes Spiel wird irgendwann billiger. Wer also einerseits eine Begeisterung für Age of Empires hat, anderseits ein wenig Reiz von den altbekannten Siedlern haben möchte, der ist mit den Siedlern „Das Erbe der Könige“ sicher gut beraten. Wer allerdings auf eine Fortsetzung der herkömmlichen Siedler hofft, der wird sicher schwer enttäuscht sein und sollte eher die Finger von diesem Spiel lassen.
Als dann, servus
28 Bewertungen, 1 Kommentar
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10.03.2006, 18:13 Uhr von Animagus17
Bewertung: sehr hilfreichGut.MfG Debby

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