Apple iMac ältere Generation Testbericht

ab 34,99
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Summe aller Bewertungen
  • Funktionsumfang:  gering
  • Installation:  schwierig
  • Verarbeitung:  sehr gut
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut
  • Festplatten-Kapazität:  groß
  • Software-Ausstattung:  sehr gut
  • Support & Service:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Duffy_2000

Schnuckeliger Rechner mitt kleinen Schwächen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Gerüchteküche brodelte schon lange.
Am 7. Januar wurde das Geheimnis um den neuen „Imac“ gelüftet. Der eigenwillig gestaltete Consumer-PC soll - mitten in der PC-Krise – den Computer zum Mittelpunkt digitaler Freizeitgestaltung werden lassen..

Ich weiß nicht, ist es sinnvoll über ein Produkt zu schreiben, mit dem man selbst eigentlich gar keine Erfahrung hat. Das aber in der Firmeninternen Grafikabteilung nicht wegzudenken ist ? Ich spreche hier von den „Mac´s“ in allen Variationen, die ich zwar vom Hörensagen kenne, selbst aber so gut wie keine Erfahrungen damit habe.

Ich versuchs einfach einmal, da ich denke, dass ich hier über ein recht interessantes Produkt berichten kann. Meine Worte beziehen sich auf Aussagen meiner Kollegen unserer Grafikabteilung.

Es war wie bei jeder Apple Neuvorstellung seit ´98: Steven Jobs befand in San Francisco, dass Apple noch nie etwas besseres geboten habe. Und ferner, mit der Vorstellung des neuen „Omac“ sei der Röhrenmonitor tot. Ob die Pre-Press-Kunden von Apple diese Aussage ernst nehmen sei dahin gestellt, jedenfalls den neuen, auf den Consumer- und auch ein wenig auf den Office-Markt abzielenden Imac gibt es in drei Modellen..

Äußerlich unterscheiden sich die drei weiß schimmernden Rechner nicht.
Ihr Design erinnert an eine große Halogen-Tischlampe mit Trafo im Fuß, so ganz im Stil einer sachlichen 60er-Jahre-Nachttischlampe. An den Knuddelvorgänger erinnert nichts.

Im Detail sieht der Imac so aus:
Über dem halbrunden Rechnergehäuse (27 cm Durchmesser, etwa 13,5 cm Höhe) erhebt sich ein an einem zweigliedrigen, schwenkbaren, verchromten Arm montierter 15-Zoll-TFT-Bildschirm (maximal 1024 * 768 Bildpunkte Auflösung).
Mehr kann die Grafikkarte, eine Geforce 2 mit 32 MB Grafikspeicher nicht darstellen. Dass dieses Limit sich unangenehm auswirkt, wenn an den Imac über die integrierte VGA-Buchse ein höher auflösender Röhrenmonitor angeschlossen wird, ist allgemein bekannt. Aber wer außer radikalen Büroanwendern schließt schon einen externen Monitor an den Imac an ?
Konsequenterweise hat Apple deshalb auch auf einen TV-Ausgang für die DVD-Wiedergabe auf einen großen Fernseher verzichtet (..das Ende der Röhren..)

Apples konzeptieneller Gedanke ist hier, der Imac soll die zentrale, vernetzte und leicht zugängige Verarbeitungsstation für digitale Geräte aller Art sein.
Ein V90-Modem und eine 10/100-TBase-Ethernet gehören deshalb zur Basisausstattung der drei Modelle. Warum aber nicht auch die unter Apple-Usern allzeit bekannte WLAN-Karte „Airport“ ?

Ferner sind zwei Firewire-Schnittstellen (IEEE 1394) und drei USB-Anschlüsse (hier die Version 1.1 und nicht die neue, schnellere Version 2.0) vorhanden.
Es wäre meines Erachtens sinnvoll gewesen, wenigstens einen der USB- bzw. Firewire-Anschlüsse aus ergonomischen Gründen an die Frontseite zu verlegen. Das hätte aber das typische Apple-Design gestört.

---- die drei verschiedenen Versionen ---

Im kleinsten Modell arbeitet ein mit 700 MHz getakteter G4 – vom sehnsüchtig erwarteten G5 war wieder einmal nicht die Rede.
Trotz des zur Zeit sehr günstigen Speicherpreises hat Apple der Einstiegsversion nur 128 MB gegönnt.
Eine 40-GB-Festplatte und ein CD-RW Laufwerk runden die Hardwareausstattung ab. Für Lautsprecher im typischen Appledesign, passend zu Tastatur und Maus, muss der Käufer extra zahlen.

Das nächst höhere Modell – ebenfalls mit dem G4 700 MHz und einer 40 GB-Festplatte – ist mit 256 MB RAM ausgestattet. Und dieses Modell hat ein CD/RW-/DVD-Kombilaufwerk.. Dieses kann aber bei diesen Rechnern unvermeidliche Medium für digitale Speicherung DVD´s nur lesen und nicht schreiben.. Bei diesem Modell gehören übrigens die Lautsprecher zum Lieferumfang.

Das Spitzenmodell besitzt eine G4-CPU mit 800 MHz, 256 MB Speicher und eine 60 GB-Festplatte. In diesem Imac ist dann noch ein Superdrive eingebaut, das CD/RWs und DVD´s brennen kann.
Hier handelt es sich um ein Modell von Pionier, das A03; es beherrscht das sogenannte „Single-Authoring“. Eine Glasmaster-DVD zum Brennen beliebig vieler DVDs herzustellen kann dieses Modell leider nicht.. Auch hier gehören die Lautsprecher zum Lieferumfang.

Als Betriebssystem ist die Mac OS X Version 10.1 installiert, ferner die Classic-Version OS 9.2.2, auf der bis heute die meisten Mac-Programme laufen.
Die mitgelieferte Software müsste Anhänger digitaler Töne („Itunes 2“), Photos („Iphoto 1“), Videos („Imovie 2“) und DVDs („IDVD 2“) erfreuen. Ferner gibt es Spiele – Apple will sich vermehrt um Spiele kümmern – und Office Anwendungen, so dass ein Einsteiger zunächst mit allem versorgt ist, was er braucht.
Wenn er nun (der Anwender), den neuen Imac als Zentrum seiner digitalen Wort-Bild-Ton-Hobby-Aktivitäten versteht, benutzt er das Rechnerlein als „digitalen Hub“.

Was soll ich jetzt als eigentlicher Apple-Laie als Fazit bringen ?

Nun, wenn ich meine Kollegen von der Grafikabteilung befrage, müsste ich eigentlich nur in ihre glänzenden Augen schauen, ANwort bekäme ich sowieso keine.
Ich betrachte die Sache immer aus einer gewissen skeptischen Perspektive und führe einfach mal folgende Kriterien und evtl. Kritikpunkte an:

-- Außergewöhnliches Design, sehr große und umfangreiche Softwareausstattung. Hier ist auf jeden Fall „Blickfanggarantie“.

-- der USB Anschluss in der Version 1.1. ist nicht mehr standesgemäß

-- warum hat Apple auf TV-Out verzichtet ? DVD macht erst auf Großbildschirmen richtig Spaß

-- weshalb wird der Systembus nur mit 100 MHz getaktet, das bremst die Festplatten ungemein aus.


-- Ja, und da wären noch die Preise der drei Schmuckstücke: 1.885,- €URO für den kleinsten,
2.087,- €URO für den mittleren und 2.551 €URO für das Prunkstück.
Das hört sich jetzt recht hoch an, ist aber für Apple Verhältnisse wiederum recht günstig.

So, nun ist mein Bericht, über ein Produkt, das ich nur vom Feedback meiner Kollegen her kenne, doch etwas länger geworden. Ich hoffe, es ist ein klein wenig „rübergekommen“ und bedanke mich recht herzlich für´s lesen und bewerten.

Wie immer freue ich mich über zahlreiche Kommentare

20 Bewertungen, 2 Kommentare

  • SantaSun

    18.04.2005, 12:56 Uhr von SantaSun
    Bewertung: sehr hilfreich

    Die technischen Daten sind gut ausgearbeitet und dar -bzw. gegenüber gestellt. Allerdings weiß man erst mehr über den "Mythos" Mac, wenn man mal mit einem gearbeitet hat. Ich arbeite (und schreibe im moment) an genau diesem iMac,

  • antjeeule

    07.04.2002, 20:29 Uhr von antjeeule
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hier kann ich wirklich nur deinen sehr guten Schreibstil bewerten. Zum Gerät selbst kann ich wenig sagen. Ich glaube, mein Bruder arbeitet damit .