Hostel (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von eunubis

###KOMMT REIN: "DAS KUNSTHAUS LÄDT ZUM SCHLACHTFEST EIN!"###

Pro:

siehe Bericht

Kontra:

siehe Bericht

Empfehlung:

Ja

Eine makabere Überschrift werden jetzt wohl einige denken, jedoch nicht weniger makaber, als das was euch in Hostel erwartet!

Stell Dir vor Du erwachst in einem Raum, gefesselt an einen Stuhl.
Ein Mann, dem die Freude auf das Kommende ins Gesicht geschrieben steht,
tritt auf Dich zu. Er hält eine Bohrmaschine in der Hand..........

"Ich wollte schon immer Chirurg werden, doch die Behörden haben mir die Zulassung verweigert und weißt du wieso?"

Du ahnst, dass etwas geschehen wird, welches nichts Gutes für Dich bedeutet!

**„Nur ein schlechter Traum?“**

Für Josh ist dies bittere Realität, aus der es kein Entkommen zu geben scheint........

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DIE STORY
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Die aus den USA stammenden Freunde Paxton (Jay Hernandez) und Josh (Derek Richardson) , sind mit dem Isländer Oli (Eythor Gudjonsson) auf einem Rucksacktrip quer durch Europa unterwegs. Alkohohl- und Sexexzessen sind bei den dreien an der Tagesordnung und auf ihrer Suche nach noch mehr Spaß, erhalten sie einen Geheimtipp:

In Bratislava einer Stadt, die sich im tiefsten Ost-Europa, der Slowakei befindet, soll es eine Jugendherberge (HOSTEL) geben, in der die Frauen nicht nur sehr willig, sondern auch wunderschön sein sollen. An so viel Glück können die drei zwar nicht so recht glauben, jedoch angespornt durch die Neugierde und das eventuelle Vergnügen, welches sie dort erwartet, machen sie sich auf den Weg das große Abenteuer zu finden.

Tatsächlich erweist sich der Tipp als Glückstreffer, denn schon kurz nach ihrer Ankunft, lernen Paxton und Josh die Beauties Natalya (Barbara Nedeljàkovà) und Svetlana (Jana Kaderabkova) kennen. Auch Oli hat derweil das Objekt seiner Begierde ausfindig gemacht und es beginnt eine Nacht, die sich die drei in ihren kühnsten Träumen nicht hätten vorstellen können.

Dann ist Oli plötzlich verschwunden. Angeblich hat er in den frühen Morgenstunden ausgecheckt und ist nach Hause gefahren. Mysteriöse Umstände lassen Paxton und Josh jedoch am Wahrheitsgehalt dieser Geschichte zweifeln und so machen sie sich auf die Suche nach ihrem neuen Freund. Doch Oli bleibt verschwunden und somit finden sich die beiden Freunde mit der Tatsache ab, dass Oli doch zurück nach Island gereist ist.

Bis eines Tages auch Josh über Nacht, spurlos verschwindet.........

Nach und nach kommt Paxton dem dunklen Geheimnis, welches Bratislava umgibt, auf die Spur und sein Weg führt ihn in das dortige „Kunsthaus“. Schnell muss er feststellen, dass es sich hier um eine ganz besondere Art der Körperkunst handelt, aber da ist es fast schon zu spät. Der Kreis des Wahnsinns scheint sich zu schließen und Paxton kommt den Schlächtern näher, als es ihm lieb ist.

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HINTERGRUND
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In der deutschen Kinovorschau erschien eine Anmerkung, in der darauf hingewiesen wurde, dass Hostel von wahren Begebenheiten inspiriert wurde.

Angeblich soll ein Freund von Eli Roth, nämlich Harry Knowles, eine thailändische Internetseite entdeckt haben, die mit „Mordferien“ geworben hat. Für 10.000 Dollar konnten Interessierte in einem Raum, andere Menschen mit einer Pistole erschießen.

E.Roth wiederum soll Quentin Tarantino von dieser Seite erzählt haben und daraufhin entwickelten sie gemeinsam die Geschichte zu Hostel.

Eigentlich wollte E. Roth eine Dokumentation über die Hintergründe dieser Geschichte drehen, aber anhand des Risikos und der Tatsache, dass sich keine beteiligten Personen finden lassen würden, entschloss er sich zu einem Film, der an wahre Begebenheiten anlehnt! Und so entstand Hostel.

Extrem makaber, wenn man diesen Gerüchten wirklich Glauben schenken darf. Und hier sieht man wieder einmal: „Für Geld kann man alles kaufen.“

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DIE DARSTELLER UND IHRE ROLLEN
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Hier sei angemerkt: Wer nicht zu viel über den Film erfahren möchte, sollte diesen Abschnitt überspringen.

Jay Hernandez,
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der hier die männliche Hauptrolle übernimmt, kann durch die Darstellung des Paxton weitgehend überzeugen.
Paxtons Ängste, die er während seines Aufenthalts im Kunsthaus hat, vermag Jay Hernandez gut in Szene zu setzen und so nimmt man dem 28-jährigen den Partyhelden und sexhungrigen jungen Mann ohne bedenken ab. Die rasante Entwicklung des Charakters, der später zum Racheengel wird, allerdings schmälert die Leistung ein wenig. Hernandez versucht auch dies gut in Szene zu setzen, jedoch wirkt sie einfach viel zu überzogen.

Auf seiner Flucht rettet er einer jungen Asiatin das Leben. Weshalb stellt man sich hier die Frage? Hat Paxton es doch gerade noch geschafft, den Schlächtern zu entwischen. Diese Frage beantwortet sich von selbst, wenn man dem Film bis hierher aufmerksam gefolgt ist.

Paxton musste vor Jahren mit ansehen, wie ein Kind ertrank und war machtlos etwas dagegen zu tun. Seither plagen ihn Gewissensbisse und er schwor sich, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt. Eine heroische Tat, aber noch einmal hinein in den Schlund der Hölle zu gehen, ist irgendwie ein wenig an den Haaren herbei gezogen. Auch bei dieser Rettungsaktion, werden Paxtons Zweifel und Ängste von Hernandez gut umgesetzt.

Mit der schwer entstellten Asiatin setzt Paxton seine Flucht fort, verfolgt von den dunklen Männern, die das Kunsthaus beherbergt.

Derek Richardson,
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übernimmt in Hostel die Rolle des etwas schüchternen Josh, der jedoch leider nicht bis zum Ende des Films zu sehen sein wird. Wie schon in der Einleitung meines Berichts erwähnt, findet sich Josh nach einer wilden Partynacht, im Schlachthaus (Kunsthaus) wieder.

Alle Versuche, dem Wahnsinn zu entkommen scheitern und somit muss der Zuschauer sich damit abfinden, dass Josh als 2. Opfer recht bald seinen Hut nehmen muss. Josh ist in Hostel den wohl schlimmsten Qualen ausgesetzt. So wird er zuerst mit einer Bohrmaschine gequält, um danach noch sehr viel schlimmere Foltermethoden erleiden zu müssen.

Schade eigentlich, denn man hätte sich eigentlich gewünscht, dass der sympathische Josh der Szenerie noch etwas länger beiwohnt.

Eythor Gudjonsson,
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schlüpft in die Darstellung des absolut abgedrehten, jedoch liebenswürdigen Oli. Alleine seine unkomplizierte Art das Leben anzugehen und seine coolen Sprüche, lockern die Stimmung in Hostel zu Anfang etwas auf, wenngleich der 38-jährige auch relativ schnell wieder verabschiedet wird.

Oli lässt auf der Reise nach Bratislava nichts anbrennen. So schleppt er seine neuen Freunde von einem Freudenhaus zum Nächsten und auch nach der Ankunft in der Herberege (Hostel), ändert sich an seiner unbekümmerten Art nichts. Diese lockere und unbefangene Haltung wird letztendlich zu seinem Verhängnis und Oli zu Opfer Nr.1.

Barbara Nedeljakova
und
Jana Kaderabkova
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hat als Natalya im Grunde die weibliche Hauptrolle in Hostel, die sie auch gut umsetzt. Die männlichen Zuschauer werden sich über ihr hübsches Äußeres und ihren freizügigen Körpereinsatz in Hostel erfreuen dürfen.

Die drei Freunde müssen sich mit Natalya und ihrer ebenso hübschen Freundin Svetlana ein Zimmer teilen. Besser könnten es die Freunde nicht treffen, denken sie sich und das versprochene „Sexabenteuer“ lässt auch nicht lange auf sich warten.

Das die beiden „Schönheiten“ jedoch ganz anderes im Sinn haben, wird den Freunden erst viel zu spät klar. Zumindest Paxton, denn Oli und Josh haben ja gar nicht erst die Möglichkeit, dem Geheimnis, der gerissenen Beautes, auf die Spur zu kommen.

Barbara und Jana überzeugen in ihren Rollen der 2-gesichtigen Luder ebenso, wie ihre männlichen Kollegen, in den Rollen der Opfer.

Zwei hübsche Frauen, mit zwei Gesichtern. Wie leicht MAN(N) sich doch blenden lässt, wenn das Gehirn einen Stock tiefer schaltet, zeigt Hostel! ;-)

Die für mich beste und zugleich überzeugenste Rolle hat eindeutig

Jan Vlasák
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der einen Geschäftsmann spielt. Seine anfänglich väterliche Art, spielt er genauso überzeugend, wie die spätere Darstellung des Schlächters. Ihn lernen die drei Freunde auf ihrer Zugfahrt nach Bratislava kennen. Etwas komisch ist der Alte ja schon, isst er z.B. seinen Salat, sehr zum Missfallen von Oli, Josh und Paxton, mit den Händen. Aber seiner Begründung, dass der Mensch seinen Bezug zum Essen verloren hat....., können auch die Freunde nichts entgegensetzen.
Schnell ist der Alte wieder vergessen, bis er ihren Weg in einer Diskothek erneut kreuzt.

Hier wendet sich das Blatt und der Film beginnt endlich in die Pötte zu kommen! Für Josh wird die Bekanntschaft des „Alten“, zu seinem Verhängnis.

Wie schon erwähnt, ist die Rolle des Geschäftsmannes und des sadistischen Schlächters, Jan Vlasák auf den Leib geschrieben. Wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke, würde mir kein Schauspieler einfallen, den ich lieber an dieser Stelle gesehen hätte.

Hier kann man Eli Roth gratulieren, hat er seine Darsteller doch mit sehr viel Sorgfalt und Überlegung ausgewählt. Durch den weniger großen oder zum Teil nicht vorhandenen Bekanntheitsgrad der Akteure, hat der Zuschauer Zeit, sich auf die Story zu konzentrieren und den Geschehnissen unvoreingenommen zu folgen. Schließlich soll der Filmnachwuchs ja auch gefördert werden.

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DIE DVD
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Ich möchte hier jetzt keine Verwirrung stiften, jedoch habe ich eingehend recherchiert und wie ich es drehe und wende, die Laufzeiten, der einzelnen Fassungen, bereiten mir einigen Kummer:

Kino – Version = 93 Min.
DVD – Kino Version = 89 Min. (Keine Jugendfreigabe)
DVD - Extended = 90 Min. (Steelbox, Keine Jugendfreigabe)

Die Extended Version soll ungeschnitten sein und im Gegensatz zur Kinoversion sogar noch einige Szenen mehr enthalten! Wie kann es dann sein, dass die Kinoversion um ganze 3 Minuten länger ist?

Meine einzige Erklärung wäre, dass es unterschiedliche Zeiterfassungen gibt, um die Länge eines Filmes zu bestimmen.

· Reine Filmlaufzeit (ohne Abspann)
· Gesamtlauflänge (mit Abspann)

Einzelheiten zur DVD
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FSK: Keine Jugendfreigabe!
USA 2005
Regiesseur : Eli Roth (Cabin Fever)
Laufzeit: ca. 90 Min.
Lionsgate,
Sony Pictures Home Entertainment
Erscheinungstermin 27.10. 2006
Ländercode 2
Bildformate:
Widescreen - 2.35:1 (anamorph)

Audioformate:
- Dolby Digital 5.1 in Deutsch
- Dolby Digital 5.1 in Englisch

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch
- Türkisch

Extras
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Filmkommentare von:
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Eli Roth, Quentin Tarantino, Boaz Yakin, Scott Spiegel, George Folsey Jr., Harry Knowles, Chris Briggs, Gabriel Roth, Barbara Nedeljakova, Eythor Gudjonsson

Multi-Angle Szene (Kill the Car)
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2 ½ Minuten wird dem Zuschauer hier gezeigt, wie die Straßenkinder das Fahrzeug von Paxtons Verfolgern zertrümmern. Gleich drei dieser Szenen dürfen wir begutachten, die jeweils aus anderen Kameraeinstellungen gefilmt wurden.

Ich finde dies absolut übertrieben und dieses Extra hätte getrost weggelassen werden können, da sie sehr langweilig sind!

Making of
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Hier lohnt es sich wirklich einmal genauer hereinzuschnuppern. Man lernt die Darsteller etwas besser kennen und auch die Special-Effects kommen nicht zu kurz! Ein sehr gelungenes Making of.

Preis
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ca. 22,95€

Die DVD verfügt über eine hervorragende Bild- und Tonqualität und die verschiedenen Kameraeinstellungen untermalen die düstere Stimmung noch sehr viel mehr.

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MEINE MEINUNG
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Wer Hostel nun schon in der Kino- oder normalen DVD Version gesehen hat, stellt sich zurecht die Frage: „Was hat es eigentlich mit dem Kinoplakat, bzw. dem DVD - Coverbild auf sich?“

Diese Szene kommt in der Kinoversion nämlich nicht vor. Grundsätzlich beschiss am Zuschauer, der unter vorgaukeln falscher Tatsachen ins Kino gelockt wurde. Darüber war ich persönlich auch etwas verärgert. Und wie sollte es auch anders sein, diese Szene soll in der Extended DVD Version gezeigt werden. Dies konnte man zumindest in einigen Zeitschriften lesen.. Es wird uns auch versprochen, dass neben dieser Szene noch einige andere, bisher unveröffentlichte, Grausamkeiten zu sehen sein werden. Wieder einmal eine nicht seltene Art, die Kassen erneut klingeln zu lassen.

Und wie schaut das denn nun aus, hält der Regisseur was er verspricht? Hierzu habe ich die Extended Version etwas genauer unter die Lupe genommen.

Die Extended Version ist tatsächlich ein wenig länger, zeigt uns aber keine neuen Szenen, sondern vorhandene wurden etwas verlängert. Die Szene, die uns die Medien jedoch versprochen haben (Cover-Bild), ist auch in der Extended Version nicht zu sehen.

Und erneut werden die Leute in ihren Geldbeutel greifen, wenn irgendwann einmal Directors Cut auf den Markt geschmissen wird. Und das es von Hostel einen geben wird, davon bin ich überzeugt!

Hostel braucht zwar einige Zeit, bis er in Schwung kommt, aber dann ist dies kein Film für schwache Nerven. In der Kunstfabrik finden sich so manche gestörte Existenzen wieder, die viel Geld dafür bezahlen unschuldige Opfer zu quälen und danach zu töten. Alleine die Idee, eine solche Story niederzuschreiben, erscheint schon recht makaber, andererseits dürfte man sich dann aber auch Filme wie SAW I+II nicht ansehen.

In Zeiten von SAW, Texas Chainsaw Massaker und ähnlichen Streifen, kann es sich kaum noch ein Regisseur und Drehbuchautor leisten, mit seichten Thriller-Stories daher zu kommen. Der Zuschauer erwartet das Blutige und Unvorstellbare. Jedoch haben gerade Filme wie „Wolf Creek“ bewiesen, dass es nicht immer auf die blutrünstigen Details ankommt, sondern darauf, wie die Spannung der Story aufgebaut wird. Weniger ist oftmals mehr. Aber Eli Roth`s Hostel baut genau auf diesen grausamen Szenen auf und der Zuschauer wird keineswegs enttäuscht werden.

Eli Roth ist hier ein Film gelungen, der sowohl an Spannung, wie auch durch seine Story weitgehend überzeugt. Dies konnte ich leider von seinem Erstlingswerk „CABIN FEVER“ nicht behaupten. Glücklicherweise habe ich „HOSTEL“ vor „CABIN FEVER“ gesehen, ansonsten hätte ich mich wahrscheinlich geweigert, mir Hostel überhaupt anzuschauen.

Leider hat auch Hostel den ein oder anderen Makel vorzuweisen, gibt es hier nämlich auch ein paar wenige Szenen, die durch überzogene Darstellungen etwas unrealistisch erscheinen. Diese werde ich jedoch nicht haarklein zerlegen, sondern mich nur einer, für mich relativ überzogenen Szene widmen. Dies ist im Grunde die Szene, die Hostel zu einem spektakulären Ende verhilft. Wer nun also nichts über das Ende des Films erfahren möchte, sollte hier mit dem Lesen aufhören.

Paxton befindet sich auf der Heimreise. Im Zug hängt er seinen Gedanken, über das Geschehene, nach. Abrupt wird er, durch eine ihm bekannte Stimme, aus seinem Review gerissen. Die Worte : „Die Menschen haben ihre Beziehung zum Essen verloren, sie denken nicht mehr daran, dass das was sie gerade essen, sein Leben geopfert hat!“, lassen ihn aufhorchen, hat er diese doch schon einmal gehört und sie versprachen einen wahren Trip durch die Hölle. Rachepläne durchkreuzen Paxtons Gedanken und somit folgt er dem Schlächter, nach Ankunft des Zuges, in eine Toilette. Dort verübt Paxton blutige Rache an dem Mörder seines Freundes.

Hier hätte ich mir einen weitaus realistischeren Schluss gewünscht. Wie hoch ist schließlich die Wahrscheinlichkeit, dass der letzte Überlebende des Schlachtfestes, ausgerechnet mit dem Mann im gleichen Zug sitzt, mit dem er schon zu Anfang nach Bratislava reiste?

Möglichkeiten für ein anderes und nicht minder spektakuläres Ende, hätten sich hier durchaus finden lassen können. Eli Roth entschied sich aber für dieses Ende und so müssen wir es hinnehmen. Aus diesen Gründen bekommt Hostel von mir nicht die vollen 5 Sterne, sondern einen Punkt Abzug.

Eines liegt mir noch besonders am Herzen und ich halte es für erwähnenswert. Ich habe nun schon sehr viele Rezensionen zu Hostel gelesen und in vielen dieser Berichte, wird Hostel als Soft-Porno mit Horrorschock bezeichnet. Hierauf möchte ich nun einmal eingehen. Für Hostel ist die Vorgeschichte, zu dieser nun mal die Sexszenen gehören, sehr wichtig. Durch diese bildliche Umsetzung wird nochmals vertieft, weshalb es überhaupt zu der Reise nach Bratislava und dem anschließend folgenden Gemetzel kommen konnte. Sehen wir der Tatsache ins Auge: „Die Jungs wollen nur SEX und FUN!“

Etwas schwer verständlich ist für mich, weshalb sich einige Leute immer wieder über diese Szenen brüskieren. Ausser nackter Haut und angedeuteten Bewegungen, untermahlt mit den Geräuschen, die der Liebesakt nun einmal mit sich führt (diese sind auch nur ganz kurz zu hören), sieht man hier nichts, was anrüchig sein könnte. Die Sex-Szenen in der Jugendherberge, sind sogar mit Musik untermalt, sodass der Zuschauer nicht mit unnötigen Geräuschen belästigt wird. Wen dies stört, der darf sich auch Filme, wie Basic Instinct u.ä. nicht anschauen. Sex und Gewalt liegen nun einmal sehr dicht beieinander und Sex ist immerhin noch ansehnlicher, als abgetrennte Finger und verätzte Augen. Wer sich einen Psycho-Thriller oder Horror-Schocker ansieht und sich dann über –wohlgemerkt ästhetische Sexeinlagen- beschwert, ja dem kann ich auch nicht mehr helfen!

Auch hier möchte ich keinem Menschen zu nahe treten, denn schließlich hat jeder eine andere Erwartung an Filme und das ist auch gut so! Jedoch bei Hostel sind diese Szenen wichtig, denn erst durch sie wird klar, was passieren kann, wenn man sich von seiner Gier leiten lässt!

Was nun den einen erfreut, wird mir langsam lästig:

An einer Fortsetzung zu Hostel, wie sollte es auch anders sein, wird schon fleißig gearbeitet. Hostel 2 soll am 5. Januar 2007 in den US- Kinos an den Start gehen.

Teile der Story sind auch schon bekannt und können im Internet nachgelesen werden.

Ich finde es langsam aber sicher traurig, dass es so viele Fortsetzungen von Filmen gibt. Weshalb nicht einfach einen neuen Film drehen? Hier muss man sich natürlich eine völlig neue Grundstory ausdenken, was einem bei einer Fortsetzung erspart bleibt. Hier kann man schließlich wunderbar an den letzten oder ersten Teil anknüpfen. Dass jedoch eine Fortsetzung, sei sie noch so gut gelungen, nicht an das Original herankommt, haben schon so manch andere Filme bewiesen. Dies jedoch scheint die Filmemacher recht wenig zu interessieren, denn was bei Teil 1 schon gut funktionierte, kann bei Teil 2 kaum schlechter werden. Und schließlich zählt hier die Anzahl der Kinobesucher, deren zahlreiches Erscheinen die Kassen erneut klingen lassen.

Ob nun auch ich zu denjenigen gehören werde, die beim Erscheinen von Hostel 2, die Konjunktur ankurbelt, sei einmal dahingestellt. Wahrscheinlich wird auch mich, früher oder später, die Neugierde darüber erfassen, wie sich die Geschichte fortspinnt.

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WAS BLEIBT UNTERM STRICH
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Zwar erfüllt Hostel nicht die Erwartungen, die mir die Werbung versprochen hat, jedoch finde ich das, was letztendlich geboten wird, durchaus ausreichend um einen spannenden Filmabend zu genießen. Genre-Fans kommen hier jedenfalls auf ihre Kosten, anderen wird er zu brutal sein.

In der Werbung wurde Hostel mit sehr viel brutaleren und spannenderen Szenen, als sein Genre Mitstreiter SAW, angepriesen. Dem kann ich nicht zustimmen. Zwar wird auch in Hostel sehr viel Spannung geboten, aber die Entscheidung, in wie weit er mit anderen Filmen vergleichbar ist, sollten die Filmemacher doch besser den Zuschauern überlassen, deren Objektivität hier doch sehr viel weniger beeinflussbar ist. Hostel wartet mit einer völlig kranken und ebenso perversen Grundidee auf und bietet dem Zuschauer somit wirklich guten Filmstoff.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß beim Anschauen dieses Films und freue mich über zahlreiche Lesungen, Kommentare und Bewertungen.

© eunubis für Dooyoo, ciao, yopi und andere Plattformen!

54 Bewertungen, 18 Kommentare

  • diana75

    14.04.2007, 18:11 Uhr von diana75
    Bewertung: sehr hilfreich

    ‹^› ‹(•¿•)› ‹^›G*R*U*S*S*‹^› ‹(•¿•)› ‹^›

  • sabrina.witte@gmx.de

    12.04.2007, 22:09 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich fand den film gut :-)

  • Sabate

    29.03.2007, 19:17 Uhr von Sabate
    Bewertung: sehr hilfreich

    So watt iss mir echt zu krank.Muss nicht sein. Grüsse aus Berlin...Todd

  • sandrad198

    21.03.2007, 07:43 Uhr von sandrad198
    Bewertung: sehr hilfreich

    **sh+lg** Sandra :o)

  • Puenktchen3844

    17.03.2007, 17:52 Uhr von Puenktchen3844
    Bewertung: sehr hilfreich

    ‹^› ‹(•¿•)› ‹^› Liebe Grüße

  • Django006

    15.03.2007, 17:27 Uhr von Django006
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & *lg* Alan ;>))))

  • panico

    08.03.2007, 15:45 Uhr von panico
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg panico:-)

  • evaachenbach

    26.02.2007, 21:27 Uhr von evaachenbach
    Bewertung: sehr hilfreich

    nach Saw3 kommt der Film

  • TheBestGirl

    10.02.2007, 16:48 Uhr von TheBestGirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg sarah

  • Qantas

    27.01.2007, 01:30 Uhr von Qantas
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein schöner Testbericht!

  • Zzaldo

    24.01.2007, 09:28 Uhr von Zzaldo
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein sh von mir für Dich. LG Stephan

  • Rym2210

    02.01.2007, 14:11 Uhr von Rym2210
    Bewertung: sehr hilfreich

    lol, unser Schlachtfest gerade sieht etwas anders aus :-))

  • luxusklasse1

    04.11.2006, 13:26 Uhr von luxusklasse1
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh + lg

  • anonym

    04.11.2006, 09:03 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh für dein Bericht der gut ist,lg Bernd

  • morla

    04.11.2006, 00:10 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Sweeaty

    03.11.2006, 23:57 Uhr von Sweeaty
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr ausführlicher bericht und ein eklig-gruseliger film, aber trotzdem gut! liebe grüße!!

  • HiRD1

    03.11.2006, 23:21 Uhr von HiRD1
    Bewertung: sehr hilfreich

    ~~ SH. Gruß, Ralf ~~

  • Gozo-Bernie

    03.11.2006, 23:00 Uhr von Gozo-Bernie
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruss aus Catania - bernie