Hostel (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von mausal18

Für Horrorfans genial!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ankündigungen über einen Film, der mit seinen "Perversionen" selbst "hartgesottene Horrorfans schockieren" schrecken ja im Allgemeinen nicht unbedingt ab, sondern machen eher neugierig. So war es zumindest in meinem Fall.

Hostel nimmt sich zwar extrem ernst, doch den Film durchzieht auch eine tiefschwarze Humor-Ader, die mehrfach für zynischen Szenenapplaus sorgt. Zwar erinnert das bruchstückhafte und von Klischees triefende Europa-Bild des Films an Filme wie Euro Trip (erstaunlich etwa, wie oft in Hostel deutsch gesprochen wird - man hat das Gefühl, das Prager Goethe-Institut hätte mitproduziert), doch sind wir alle längst amerikanisiert genug, darüber hinwegzusehen und den Blickpunkt der Protagonisten zu übernehmen. Wer sich wie ein amerikanischer Teenager einfach nur amüsieren will, wird an dem Film seinen Spaß haben - wer mehr erwartet, könnte enttäuscht werden. Die angedeutete Kapitalismus-Kritik kann sich ebensowenig mit dem hochpolitischen Zombie-Kino Romeros messen wie die interessanten Ähnlichkeiten zwischen Amsterdam und dem osteuropäischen Städtchen dem Film eine Nominierung zum Drehbuch-Oscar verschaffen werden. Ich bin mir nicht sicher, ob es ein Kompliment oder eine Beleidigung ist, aber Hostel ist in der Tat Kino für Rucksack-Touristen...

Bei solchen Inspirationen von Szenen in diversen Horrorschockern und Thriller kann das Ergebnis ja fast nicht mehr völlig schlecht sein - und in der Tat, wenn man kein Problem mit der fehlenden political correctness hat, im Tarantino-Pulp-Style Folterungen in Osteuropa mitzuerleben, kann man bei diesem Film jede Menge Spaß haben. Und Grusel. Und Überraschungen. Aber definitiv keine Kinderschokolade.
Die amerikanischen Rucksack-Touristen Josh und Paxton haben irgendwo in Europa den isländischen Partylöwen Oli aufgegabelt und machen gerade Amsterdam unsicher, als Alex, der ihnen in einer Notlage aushalf, ihnen den Tip gibt, ein Hostel in der Nähe von Bratislava aufzusuchen, in dem überdurchschnittlich gutaussehende Osteuropäerinnen wegen akutem Frauenüberschuß besonders leicht "zu haben" sein sollen. Die auf seinem Handy gespeicherten Fotos scheinen zu beweisen, daß dies nicht nur ein Gerücht ist.

Und so steigen unsere drei dauerspitzen Freunde in den nächsten Zug, um das Hostel aufzusuchen. Im Bahnabteil lernen sie dabei einen Holländer kennen, dessen Eßgewohnheiten ebenso negativ auffallen wie seine "Anhänglichkeit". Im Nachhinein erinnert er mich nicht nur an den so konservativ und langweilig erscheinenden Bösewicht aus George Sluizers Spoorloos, sondern auch an den Tramper in Tobe Hoopers The Texas Chainsaw Massacre. Die Episode verläuft vergleichsweise harmlose, doch man hat schon früh das Gefühl, daß man diesen Herren wiedersehen wird...

Man sieht Szenen, die selbst für Horrorfilme bis jetzt zu heftig waren! Es handelt sich mal um was völlig anderes, deswegen ist Hostel so sehenswert!

6 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    30.08.2006, 00:00 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lieben Gruss, Manuela :o)