Erfahrungsbericht von atrachte
Die Herberge der 1000 Leichen
Pro:
die Inszenierung, die Darsteller vor allem Jay Hernandez, kein sinnloses Gemetztel sondern mit Story, die Atmosphäre,
Kontra:
Kleinigkeiten,
Empfehlung:
Ja
Story:
Nachdem die beiden amerikanischen Rucksacktouristen Paxton (Jay Hernandez) und Josh (Derek Richardson) auf den isländischen Rucksackreisenden Oli (Eythor Gudjonsson ) getroffen sind, verbringen sie eine wilde Zeit in Amsterdam. Hier Kiffen sie bis zum umfallen, Besaufen sich ohne Ende und sind immer auf der Suche nach neuen Sexabenteuern. Noch nicht genau im klaren wo es als nächstes hingehen soll, treffen die drei Freunde auf einen Zuhälter. Dieser empfiehlt ihnen den Ort Bratislava in der Slowakei, wo es angeblich hübsche und willige Frauen zu Masse gibt. Wenig später sitzen die drei Jungs auch schon im Zug Richtung Bratislava. Dort angekommen treffen sie auch schon bald auf die versprochenen Frauen, welche die Vorstellungen der Freunde noch einmal übertreffen. Doch eines Morgens ist plötzlich Oli verschwunden. Die zwei Amerikaner Paxton und Josh machen sich auf die Suche nach ihm, glauben wenig später aber das ihr neugewonnener Freund mit einer Frau durchgebrannt sei. Dann verschwindet aber auch Josh. Paxton begibt sich erneut auf die Suche und wird dabei von seiner slowakischen Bekanntschaft Natalya (Barbara Nedeljakova) in eine heruntergekommene Fabrikhalle gebracht. In den dunklen Kellern angekommen sieht er seinen Freund Josh Tot auf einem Tisch liegend wie jemand an ihm Rumoperiert. Plötzlich wird auch Paxton gefangen genommen und in einen der Kerkern gefangen gehalten. Offensichtlich zahlen reiche Männer um die gefangenen Menschen zu foltern und zu töten.
Meine Kritik zu "Hostel":
Bereits Eli Roth´s Debüt "Cabin Fever" war ein Film der es schaffte die Meinungen der Zuschauer und der Kritiker zu spalten. Die einen liebten ihn die anderen hassten ihn. Ähnlich ist es nun auch mit "Hostel". Doch man merkt am ganzen Film das Roth einen weiten Schritt nach vorne gemacht hat und sich als Regisseur weiterentwickelt hat. So bietet "Hostel" eine recht ansehnliche Story, welche sogar ein bisschen Innovativität aufzeigt. Der Film beginnt in Amsterdam und zeigt die drei Rucksacktouristen Paxton, Josh und Oli wie sie auf der Suche nach dem ultimativen Kick sind. Hier eine Prostituierte da ein wenig Kiffen. Alles wird ausprobiert. Eines Nachts treffen sie auf einen jungen Zuhälter der ihnen einen kleinen Ort in der Slowakei empfiehlt wo es angeblich nur von wunderschönen Frauen wimmelt. Schnell machen sich die drei Freunde auf in die Slowakei und treffen in Bratislava tatsächlich sehr hübsche Frauen.
"Did we come all the way to Europe to smoke pot?"
Was zu Beginn noch wie ein typischer Neo Horrorfilm der Sorte Teen Slasher wirkt, entwickelt sich mit der Zeit jedoch zum harten Terrorkino. Denn nachdem Oli verschwunden ist, verschwindet auch Josh kurze Zeit später und findet sich in einem Folterkeller wieder. Bald wird auch Paxton in einem dieser Keller gefesselt sein und um sein Leben beten. Das Drehbuch ist erstaunlich gut ausgearbeitet worden und bietet viele, teils überraschende, Wendungen, was man beim Sehen der ersten 30 Minuten nicht denken würde. Denn diese ziehen sich ein wenig und sind zudem recht Klischeehaft nach dem Motto "Saufen, Vögeln Kiffen": Letztendlich erweist sich dieser Start des Filmes aber als gelungener Schachzug da der Zuschauer mit dem schnell geschnittenen Anfang ein wenig Besänftigt wird, und sich nicht auf allzu große Brutalität einstellt, nur um die letzten 50 Minuten als reinen Terror zu erleben.
Die Story, welche laut Eli Roth und Produzent Quentin Tarantino auf einer wahren Begebenheit beruhen soll, wurde exzellent Umgesetzt und bietet mal was neues für das Genre, wenn es auch sicherlich nicht durch "Hostel" revolutioniert wird. Bereits im Vorfeld hat der Film aber eben wegen der Aussage das die Geschichte auf wahren Ereignissen beruht, sehr viel Aufmerksamkeit bekommen. Ob dies stimmt sei dahingestellt. Jedenfalls verwirken die Behauptungen ihr Ziel nicht und man erlebt gerade zu einen Hype um "Hostel", ähnlich wie es 1974 mit dem "Texas Chainsaw Massacre" der Fall war, wo die Macher auch gesagt haben das der Film auf wahrer Begebenheit beruht.
Ein wirklicher Horrorfilm ist "Hostel" aber nicht. Denn dazu fehlen ihm Schockmomente und die nötige Gruselatmosphäre. Daher fällt der Film definitiv aus dem Genre raus, z7umindestens im klassischen Sinne. Dafür überzeugt der Film aber mit einer unglaublich intensiven und packenden Atmosphäre, welche besonders in den Folterkellern zu Explodieren droht. Dem Zuschauer wird auf eindrucksvolle Art gezeigt wie man mit den menschlichen Instinkten und Gefühlen spielen kann. Teilweise erlebt man die Folterszenen auch, für kurze Zeit, aus der Sicht der Opfer, etwa wenn eines sich im Raum, gefesselt an einen Stuhl, umguckt und überall Folterwerkzeug vorfindet.
"You want to go? Is that what you want?"
"Hostel" hat momentan den Ruf der härteste Mainstream Film seit langem zu sein. Berichte über schreiende und entsetzte Kinogänger unterstützen diese Behauptung natürlich. Letztendlich ist "Hostel" auch wirklich harte Kost für den Kinogänger und bewegt sich klar in einem Trend den zuvor bereits Filme wie "SAW" und "The Hills Have Eyes" geschaffen haben. Denn anscheinend scheint hartes Kino wieder in Mainstream Mode zu kommen. Und so sieht der Zuschauer in "Hostel" auch Szenen, die den normalen Kinogänger mehr als einmal zwingen werden die Augen zuzukneifen und sich fest am Gegenüber fest zu klammern. Es wird gezeigt wie ein Opfer mit einem Knebel im Mund sich übergeben muss, Finger werden abgesägt und ein Auge mittels Schweizbrenner bearbeitet. Was für den Splatter Zuschauer nicht allzu Krass wirkt, wird für den Mainstream Zuschauer für eine Weile den Appetit auf ähnliche Filme besänftigen. Man muss aber erwähnen das sich der Film nicht nur auf entsprechende Folter Szenen besinnt sondern auch mehr hinter "Hostel" steckt. Denn Roth setzt weniger auf extremen Splatter sondern vielmehr auf packende und nervenzerreißende Atmosphäre. Und dies gelingt "Hostel" in allen Belangen.
Neben der fantastischen und vor allem realistischen Inszenierung ist es aber auch die Vorstellung, das es wirklich Menschen gibt die dafür Zahlen um andere Menschen zu quälen, welche den Zuschauer so zusetzt. Denn sieht man mal von der Werbemasche des Filmes ab, ist es mehr als vorstellbar das es irgendwo auf der Welt wirklich ähnliche Fälle gibt. Getreu dem Motto "Wenn Nachfrage herrscht wird diese auch erfüllt". Und somit macht der Film alles richtig was man nur richtig machen kann. Er bietet eine gute Handlung, harte Szenen und die dazu passende Atmosphäre, welche einen enormen Spannungsbogen aufbaut.
Umso überraschender ist es das selbst die Darsteller überzeugen können. Vor allem Hauptdarsteller Jay Hernandez, welcher den Paxton spielt, darf in "Hostel" zeigen was in ihn steckt. Paxton ist zu Beginn noch ein typischer Stereocharakter, welcher nur Kiffen und Vögeln will. Doch als Paxton seinen Alptraum erlebt, entwickelt Hernandez seine Rolle weiter, man merkt das sie wesentlich Erwachsener wird. Jay Hernandez hat einen wirklich guten Job gemacht und kann als Hauptdarsteller überzeugen. Auch nicht Schlecht ist Derek Richardson als Josh. Zwar wirkt Richardson Anfangs in der Rolle des schüchternen Josh´ ein wenig Unbeholfen, kann aber später recht überzeugend Spielen. Bei Eythor Gudjonsson sieht es ähnlich aus. Auch er spielt seine Rolle, die des Oli, zu Beginn ein wenig Oberflächlich, kann dann aber gegen Ende seines Charakter Lebens ein wenig mehr Überzeugen, bekommt letztendlich aber nicht die Kurve wie Derek Richardson. Auch Oli ist eine ziemliche Stereotypen Rolle. Erwähnenswert ist zudem noch Barbara Nedeljakova als Natalja. Diese ist eine der Frauenbekanntschaften der drei Rucksacktouristen in der Slowake. Bald stellt sie sich als Lockvogel für Touristen heraus, welche diese in die Folterkeller locken soll. Barbara Nedeljakova spielt ihre Rolle auch nicht Schlecht und somit eine der überzeugendsten Darstellerinnen. Richtig Überzeugen kann, mit Jay Hernandez, aber nur noch Jan Vlasák als zahlender Mörder. Mit ihm macht der Zuschauer wie auch die drei Freunde recht Früh Bekanntschaft. Vlasák spielt seine Rolle mit viel Feingefühl sodass er es nicht nur schafft die Charaktere im Film zu täuschen sondern auch den Zuschauer. Insgesamt kann man sagen das die Darsteller von "Hostel" einen ordentlichen Job abgeliefert haben, wobei aber besonders Jay Hernandez und Jan Vlasák hervorstechen.
Original Filmtitel:
Hostel (2005)
Länge des Filmes:
Ca. 93 Minuten
Schauspieler:
Jay Hernandez (Paxton)
Derek Richardson (Josh)
Eythor Gudjonsson (Oli)
Barbara Nedeljakova (Natalya)
Jana Kaderabkova (Svetlana)
Keiko Seiko (Yuki)
Jan Vlasák (The Dutch Businessman)
Regisseur:
Eli Roth
FSK:
Ab 18 Jahren
Verleiher:
Lions Gate Films
Fazit:
Ein wenig Skepsis herrschte schon als es hieß "Quentin Tarantino präsentiert...". Denn das der Freund von Eli Roth für die Werbetrommel auch noch mal genug Aufwind gibt könnte auch der Versuch gewesen sein einen schlechten Film trotzdem noch gute Zuschauerzahlen zu beschaffen. Dieses Ziel hat der Film nicht verfehlt. Denn überall wo Tarantino drauf steht, egal ob er überhaupt an dem Projekt mitgearbeitet hat, ist ein Garant für volle Kinosäle und einen großen Hype. Doch solche Werbemaßnahmen hat "Hostel" eigentlich nicht nötig. Denn er ist so oder so ein guter Film, wenn man sich, frei von allen vorherigen Hören und Sagen, auf den Film einlässt. Wie schon gesagt: Die einen werden "Hostel" lieben die anderen werden ihn Hassen. Doch der Film kann in allen Belangen überzeugen, sei es die gut inszenierte Story, die Folterszenen, die Schauspieler und, und und. "Hostel" ist ein wirklich empfehlenswerter Film für alle die mal was neues in Sachen Horrorfilm sehen wollen, wobei sich der Film nicht im klassischen Horrorfilm Genre ansiedeln lässt. Wie dem auch sei. Der Film bekommt von mir fünf Sterne und eine Sehempfehlung. Auch wenn der Hype ein wenig Übertreben war, und "Hostel" das Genre nicht neu erfindet, ist er dennoch einer der besten Filme, welche das Genre in der letzten Zeit zu bieten hatte.
9/10 Punkten für den Film "Hostel" und somit fünf Sterne als Wertung
Homepage des Filmes:
www.hostelfilm.com
Homepage des Verleihers :
http://www.lionsgatefilms.com/
IMDB Link mit weiteren Informationen:
http://imdb.com/title/tt0450278/
48 Bewertungen, 21 Kommentare
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24.03.2007, 02:47 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichl.g. petra
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31.01.2007, 12:25 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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01.12.2006, 20:03 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreichLG Anita
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01.12.2006, 14:19 Uhr von Sommergirl
Bewertung: sehr hilfreichDer Film ist def. nichts für mich
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12.11.2006, 19:59 Uhr von Zuckermaus29
Bewertung: sehr hilfreich:o) liebe Grüße Jeanny
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08.10.2006, 03:19 Uhr von convex
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich ...LG, convex
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04.09.2006, 23:48 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreich---;---;@
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02.09.2006, 14:18 Uhr von Vamada
Bewertung: sehr hilfreichDer Film könnte mich interessieren, lg Michaela*
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02.09.2006, 12:52 Uhr von campimo
Bewertung: sehr hilfreich☼☼☼ ...SH & LG ... ☼☼☼
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01.09.2006, 17:56 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLieben Gruß :-)) Marianne
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01.09.2006, 11:19 Uhr von snoopy202
Bewertung: sehr hilfreichsh und lg. Udo
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31.08.2006, 10:49 Uhr von Engal00
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht von dir! SH von mir und liebe Grüße Anja
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28.08.2006, 22:51 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichsh, LG Anett
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27.08.2006, 22:37 Uhr von Madrianda
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich! VG Beate
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27.08.2006, 19:29 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan :>))))
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27.08.2006, 17:08 Uhr von LilaLisa
Bewertung: sehr hilfreichich und meine Freundinnen fanden ihn soooooo schlecht!!!^^ Liebe Grüsse lsia ;-D
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27.08.2006, 15:29 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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27.08.2006, 15:07 Uhr von Tweety30
Bewertung: sehr hilfreich☼ sh. Sonnige Grüße, Tweety30! ☼
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27.08.2006, 12:57 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht von dir.LG Bernd
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27.08.2006, 12:51 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich===>>> SH !! :)
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27.08.2006, 12:16 Uhr von Vicky
Bewertung: sehr hilfreich* Sehr hilfreich - Vic *




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