Butterfly Effect (DVD) Testbericht

Butterfly-effect-dvd-thriller
ab 4,51
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 06/2010

5 Sterne
(23)
4 Sterne
(11)
3 Sterne
(2)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(1)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von elly7486

Butterfly Effect.....

Pro:

story,

Kontra:

vielleicht etwas verwirrend

Empfehlung:

Ja

Bericht zum Film Butterfly Effect

Hallo liebe Leserinnen und Leser;

Im Leben bieten sich ständig verschiedene Chancen, sein Leben anders, wenn nicht noch besser, zu gestalten. Doch welcher Weg der richtige bzw. bessere war, bemerkt man immer erst im nachhinein - und meistens muss man doch irgendwie immer feststellen, dass man lieber anders gehandelt hätte. Aber was wäre passiert, wenn man andere Möglichkeiten ergriffen hätte - wäre dann alles perfekt? Oder gäbe es nicht doch wieder neue, ganz andere Probleme und Menschen, die einem das Leben schwer machen?
In dem Film „Butterfly Effect“ bietet sich dem Hauptdarsteller Evan scheinbar die Möglichkeit, Geschehenes aus seiner Kindheit und Jugend rückgängig zu machen, um seine Zukunft sowie die Zukunft seiner Mutter und seiner Freunde zu ändern und diesen Personen, die sein Leben hauptsächlich geprägt haben, ein unbeschwertes Dasein zu ermöglichen.

Die Story
~~~~~~~~~~
Als Kind litt Evan Treborn häufig unter Blackouts. Es begann damit, dass er als 7-jähriger Junge im Unterricht ein Bild zeichnete, auf dem er sich selbst als bestialischen Mörder darstellt und an das er sich im Nachhinein nicht mehr erinnern kann, so dass er leugnet, dieses Bild gezeichnet zu haben. Genauso wenig kann er sich erklären, weshalb er eines Tages mit einem scharfen Messer in der Küche steht; der Anblick hat seine Mutter fast zu Tode erschreckt. Auch an dem Tag, den er bei einem Freund seiner Mutter, der auch der Vater Evan`s Freunde Kayleigh und Tommy ist, verbringt, steht er plötzlich nackt im Keller und hat nur noch den letzten Gedanken im Kopf, dass der Vater seiner beiden Freunde einen Film mit den Kindern drehen wollte. Ebenso wenig weiß er, was genau passierte, als er als 13-jähriger mit seinen Freunden einen Briefkasten sprengte und er erst viele Minuten später wieder in einem Wald geistig zu sich kam.
Dieser Blackout soll wohl der Letzte in seinem Leben gewesen sein, so dass Evan mit seinem Zimmernachbarn auf dem College 7 Jahre ohne Blackouts feiern möchte. Doch an diesem Abend findet er durch Zufall seine Tagebücher wieder, in denen er seit der Zeichnung in der Schule Tag für Tag seine Gedanken festhielt und auch von den Blackouts berichtete. Als er eine Passage durchliest, findet er sich plötzlich in dieser Situation wieder, und kann sich wie auf einen Schlag an alles Geschehene erinnern, von dem er nie zuvor Ahnung hatte. Er versucht, mit seinen alten Freunden Kontakt aufzunehmen, um herauszufinden, ob sich dies tatsächlich so ereignet hatte. Dabei stichelt er so lange in seiner Vergangenheit und wühlt die Schmerzen seiner großen Jugendliebe Kayleigh auf, so dass sie sich daraufhin umbringt.
An einer anderen Stelle in seinen Tagebüchern trifft er auf den Moment, in dem er als kleiner Junge mehr oder weniger zur Kinderpornographie gezwungen wird, wobei der Vater seiner beiden Freunde dies auf Video festhalten will. Auch hier kehrt er wieder in diese Situation zurück und stellt dem Mann zwei Optionen zur Verfügung. In der ersten Option umschreibt er das Leben und die Zukunft von Kayleigh genau so, wie es im Endeffekt ablief; in der zweiten Option stellt er ihn vor die Wahl, seine Kinder in Ruhe zu lassen und ihnen ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Kurz darauf findet Evan sich in einem komplett neuem Leben wieder; sein vorheriger Zimmerkollege ist plötzlich sein ärgster Feind und die coolen Leute, die er vorher mied, sind seine besten Freunde. Nicht zu vergessen, dass er mit seiner Freundin Kayleigh, die sich in dieser Parallelwelt nicht umbringt, das angesagteste Paar auf dem College ist...

Meine Meinung
~~~~~~~~~~~~~
Ein Film, der mich seit langem mal wieder in seinen Bann gezogen und gefesselt hat. Nicht nur, dass ich während des Filmes hellauf begeistert war, sondern auch im nachhinein hat er mich noch immer beschäftigt und einfach nur fasziniert.
Diese Blackouts, die Evan in seiner Kindheit und Jugend hatte, helfen ihm also scheinbar, in seine Vergangenheit zurückzukehren, und alle Fehler, die er sich mit seinen Freunden erlaubte sowie andere Problemsituation wieder gutzumachen. Wenn er jedesmal nur eine Kleinigkeit ändert, so ändert sich auch das komplette Leben. So wandeln immer wieder die Charaktere der Darsteller im College-Alter von 20 Jahren. Obwohl sein krankhafter Freund Tommy ihm in den meisten Parallelwelten als Psychopath das Leben zur Hölle machen will, ist er im nächsten Leben ein geselliger und sozialer Mensch, der sich für seine Umwelt einsetzt. Aber jeder mögliche Weg, den Evan in seinen Flashbacks geht, hat immer wieder seine eigenen Tücken. Es scheint, als muss es immer einen Geschädigten geben, der das „Spiel“ verliert. So spielt sein pummeliger Freund Lenny sowohl einen vermeintlichen Psychopathen, der bis an sein Lebensende an Händen und Füßen gefesselt in Einzelhaft verbringt oder aber auch einen fröhlichen Menschen auf dem College, der glücklich mit Kayleigh liiert ist.
Selbst Evan zieht nicht immer die besten Karten; während er in dem einen Leben wegen Mordes an Tommy inhaftiert wird, ist er in einem anderen der Benachteiligte, da er bei dem Unfall, bei dem die Freunde den Briefkasten in die Luft jagen, seine beiden Arme verloren hatte.
Also sieht es ganz so aus, als sei es nie perfekt und niemanden Recht zu machen. Was er in seiner Vergangenheit auch ändert, irgendeiner hat immer die Kosten zu tragen. Auf eine solche Idee muss man erstmal kommen, oder?
Doch so gut mir der Film auch gefällt, bleiben aber einige Fragen hinsichtlich der Logik offen. Während zum Beispiel begründet wird, weshalb Evan als kleiner Junge mit dem Messer in der Küche stand (später stellt sich heraus, dass er damit den Sprengstoff „entschärfen“ wollte), wird nicht geklärt, was es mit dem Bild, in dem er sich als Mörder darstellt, auf sich hat, da Evan ja keine bösen Absichten verfolgt bzw. keine schlimmeren Erfahrungen bisher in seinem Leben gemacht hatte.
Was mich auch etwas verwunderte, war das Ende des Filmes. Ich hatte mir ganz ehrlich im Laufe des Streifens Gedanken darüber gemacht, wie eine solche tragische Geschichte wohl ausgehen mag - sicher nicht glücklich. Deshalb passt das Happy-End überhaupt nicht dazu, weil mir das irgendwo sagt, dass es machbar ist, sein Leben vollkommen und perfekt zu leben, was nach meinen Ansichten aber unmöglich ist, da es ja immer Probleme gibt - und wenn es nur Kleinigkeiten sind - niemand ist immer glücklich. Wobei ich ja sonst schon ein Freund von Happy-Ends bin.
Der Film hat trotz allem lustige Passagen, die vor allem durch Tragikkomik entsteht, z.B. durch die Begebenheit, dass Evan in einem neuen Leben erwacht und selbst überhaupt nicht weiß, was Sache ist. In dem Streifen sind solche Szenen so konzipiert, dass sie nie Fehl am Platze wirken.
Darüber, dass "Butterfly Effect" ein Science-fiction-Thriller ist, oder nicht doch ein Psychothriller, kann man geteilter Meinung sein. Es liegt in der Hand des Zuschauers, ob es ihm besser gefällt, dass hier von Zeitreisen und Parallelwelten die Rede ist, oder ob sich die gesamte Begebenheit nicht doch nur in seinem Kopf abspielt und er, wie der Arzt in einem seiner einsameren Leben sagt, dass er phantasiert und dabei ein blumiges Leben auf dem College "erdenkt".

Noch kurz zum Begriff "Butterfly Effekt"
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Der Schmetterlingseffekt beruht auf mathematischen Wetterberechnungen des Meteorologen Edward Lorenz, der 1963 herausbekam, dass durch winzige Veränderungen in der Umwelt, die mit dem Schlag eines Schmetterlingflügels vergleichbar sind, fatale Abweichungen von der Ursprungsdefinition entstehen können. Eine solche Chaostheorie besagt, dass der Schlag eines Schmetterlingsflügels im Amazonas-Gebiet einen Orkan auf der anderen Seite der Welt auslösen kann.

Empfehlung
~~~~~~~~~
Mal ganz abgesehen von den kleinen Logikfehlern, die man eventuell auch begründen könnte sowie dem unerwarteten Ende, hat mich der Film doch sehr überzeugt. Er hat mich sogar so sehr beeindruckt, dass ich mir auf jeden Fall das Buch "Replay" von Ken Grimwood, das sich mit ähnlicher Problematik beschäftigt, zulegen werde.
Die Geschichte war nicht nur an sich sehr einfallsreich, sondern wurde auch sehr spannend und mitreißend umgesetzt. Des weiteren regt er zum Nachdenken über die verschiedensten Möglichkeiten im Leben und deren Folgen an.
Da es sehr wahrscheinlich ist, dass ich mir den Film noch ein zweites Mal ansehen werde, um Hintergründe zu erkennen und Fragen eventuell zu klären und aus dem Weg zu räumen, spricht es dafür, dass ich den Film mit 5 Sternen weiterempfehle.
Und jetzt noch einiges zu....

Zahlen, Fakten, Schauspieler und weitere Infos
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

GENRE: Sci-Fi-Thriller
LAUFZEIT: 113 Minuten
FSK: 12 Jahre
REGIE + DREHBUCH: Eric Bress, J. Mackye Gruber
DARSTELLER:
Evan Treborn, 20 / 13 / 7 Jahre - Ashton Kutcher /John Patrick Amedori / Logan Lerman
Kayleigh, 20 / 13 Jahre - Amy Smart / Irene Gorovaia
Tommy, 20 / 13 Jahre - William Lee Scott / Jesse James
Lenny, 20 / 13 Jahre - Elden Henson / Kevin Schmidt
Mutter Andrea - Melora Walters
WEITERE DARSTELLER: Eric Stoltz, Ethan Suplee, Grant Thompson, Jake Kaese, Cameron Bright, Sarah Widdows

Puh, fertig....

Lieben Gruß
Elly

P.S.: Röschtschleibfähler dieyen der alllgemeynen Belüstigungg!! ;)

57 Bewertungen, 7 Kommentare

  • Baby1

    10.12.2006, 20:16 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    ~~ * LG Anita * ~~

  • plötzlichpapa

    03.05.2005, 14:34 Uhr von plötzlichpapa
    Bewertung: sehr hilfreich

    zweite Bericht zu Butterfly Effect. Ich muss mir die DVD doch mal ausleihen.

  • Lisolotto

    25.03.2005, 21:45 Uhr von Lisolotto
    Bewertung: sehr hilfreich

    geschrieben,liest sich super

  • Willi_W

    25.03.2005, 13:05 Uhr von Willi_W
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich finde den Film auch klasse. mfg W

  • Bart

    08.03.2005, 21:07 Uhr von Bart
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein klasse Bericht zu einem klasse Film

  • knudly

    07.03.2005, 17:25 Uhr von knudly
    Bewertung: sehr hilfreich

    Voll der gute und lange Bericht! Ich habe Butterfly Effect auch gesehen und hab den erst verstanden, nachdem ich ihn ein zweites mal gesehen habe.

  • sandro

    07.03.2005, 17:25 Uhr von sandro
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein echt schöner bericht :)