Butterfly Effect (DVD) Testbericht

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ab 4,51
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Erfahrungsbericht von MOFFt

KLEINE ÄNDERUNG - GROSSE AUSWIRKUNG

Pro:

Idee, Story, Schnitte, Schauspieler

Kontra:

kein Film für oftmaliges Ansehen

Empfehlung:

Ja

Kino war wieder mal angesagt am Wochenende. Waren meine Freundin und ich anfangs auf the village eingestellt, änderte vor allem ich dann doch meine Meinung, nachdem ich einige Kritiken zu diesem Streifen gelesen hatte, der wohl etwas anderes mit dem Trailer verspricht als er dann später im Film bietet.
Wie dem auch sei, auf jeden Fall haben wir uns dann für den mit durchwegs guten Kritiken bewerteten Streifen Butterfly Effect entschieden ... zum Glück, wie ich nun sagen kann!



=ALLGEMEINES===

Der Schmetterlings-Schlag, so der Titel des amerikanischen Thrillers der momentan in unseren Kinos läuft, beschreibt eine Art Chaos-Theorie. Der zufolge bewirkt ein Schmetterlings-Schlag an einem Ende der Welt einen Wirbelsturm am anderen Ende der Welt. Anfangs etwas verwundert über den Titel, versteht man im Laufe des Filmes aber doch schnell warum dieser eigentlich passende Titel gewählt wurde.

Auf 114 Minuten Spielzeit darf man sich freuen, wobei diese schnell vergangen sind. Regie und Drehbuch führte in diesem Streifen Eric Bress und J. Mackye Gruber.
In den Hauptrollen spielen Ashton Kutcher, Melora Walters, Amy Smart, Elden Henson, William Lee Scott, ...

Freigegeben ist der Film lt. net ab 16 Jahren, wobei ich mir einbilde dass die Altersbeschränkung im gestrigen (österreichischen) Kino bei 14 Jahren angesetzt wurde?

Noch schnell die homepage zum Film http://www.butterfly-effect.de und schon stürzen wir uns in ...



=DIE STORY===

Der Film beginnt mit einer Erklärung des Schmetterlings-Effektes. Gleich danach befindet man sich in einer hektischen Szene, in der ein junger Mann schnell einige Worte auf ein Blatt papier schreibt. Es ist dunkel, uniformierte Personen sind auf der Suche nach dem Mann, der ihnen scheinbar entflohen ist.

Schnitt und man befindet sich einige Jahre früher, man erkennt den jungen Mann in seiner Kindheit als etwa 7-jährigen Jungen. Evan Treborn heißt der Junge (Erwachsener gespielt von Ashton Kutcher), der seit seiner Kindheit immer wieder Black-Outs erleidet. Nach seinen Ohnmachtsanfällen, wacht er auf ohne sich an etwas zu erinnern meist mit blutiger Nase auf. Als er eines Tages nach einem Blackout vor seiner Mutter Andrea Treborn (Melora Walters) mit einem Küchenmesser in der Hand steht, bringt ihn diese sofort zu einem Psychologen. Es drängt sich die Befürchtung auf, dass Even an der selben Krankheit wie sein Vater leidet, der in der Psychatrie sitzt. Dieser Psychater rät ihm seine Erlebnisse aufzuschreiben und so fängt Evan auf Tagebücher zu führen, die später eine wichtige Rolle im Film spielen.

So bekommt man mehrere, darunter auch teils grausame Szenen zu sehen in denen der Junge immer wieder Blackouts erleidet. Eine wichtige Rolle spielen seine Jugendfreundin Kayleigh (Amy Smart), sein etwas korpulenter Freund Lenny (Elden Henson) und der brutale Bruder von Kayleigh, Tommy (Willam Lee Scott).

Nach einem Jungenstreich, der böse Folgen nach sich zieht, verliert er die drei aus den Augen nach einem Umzug.

Einige Jahre später befindet er sich mittem im Psychologiestudium, als schlauer Student. Er versucht ständig seine Blackout-Lücken aufzufrischen durch Erinnerungen und so liest er in seinen Tagebüchern. Durch Zufall entdeckt er dass er dadurch eine Art Zeitreise antreten und nochmals diese Zeit erleben kann, natürlich mit dem Wissen dass er in seiner Zukunft erlebt hat. Er entdeckt dass er sich damit nicht nur in diese Zeit zurückversetzen, sondern auch Dinge aktiv ändern kann.
Nach diesem Erlebnis sucht er seine ehemaligen Freunde auf, mehr zur Kontrolle seiner Entdeckung und findet verlorene Existenzen vor denen die Erlebnisse in deren Kindheit stark zugesetzt hatten.

So beschließt er diese Entwicklung durch eine erneute Zeitreise zu verbessern, doch der gute Wille verursacht auf der einen Seite Verbesserung, doch auf der anderen Seite meist Verschlechterung und so schlittert er in eine Art Zeitreise mit Veränderungen, die scheinbar alles noch schlimmer machen ...



=EINDRUCK===

Um es auf den Punkt zu bringen ... Butterfly Effect hat mir echt gut gefallen, es ist eine interessante Idee, wenn auch Zeitreisen nicht ganz neu sind, doch die Art der Aufbereitung finde ich gut gemacht.
Es ist ein interessanter Film, der anfangs doch sehr verwirrend wirkt, aber nach einiger Zeit doch etwas Licht ins Dunkel bringt. So kann man dann doch gut folgen, was den Schauspielern, vor allem Evan, widerfährt. Ein Film zum Berieseln ist es dennoch nicht, man muss seine Gedanken schon sehr beim Geschehen haben.

Interessant sind die Veränderungen, die durch die Zeitreisen und Änderungen von Evan immer wieder passieren. Irgendwie scheint er es nicht zu schaffen die Änderungen für alle ins positive zu rücken.
Eine gute Idee ist auch die Begegnung mit seinem Vater, der das selbe durchgemacht hat. Da es auch bei ihm immer schlimmer wurde und schließlich zu einem Mord o.ä. geführt haben dürfte, versucht er sogar seinen eigenen Jungen umzubringen, nur damit es mit den beiden endet!

Die Schauspieler leben sich gut in ihre Rollen hinein und bringen die verschiedenen Charaktere gut rüber.
Ashton Kutcher spielt überzeugend in seiner Rolle als erfolgreicher, schräger oder beliebter Student und erlebt die verschiedenen Fasen seiner Veränderungen natürlich am intensivsten.
Der brutale Tommy, der erwartungsgemäß im Jungendknast landet erlebt wohl die gravierendste Wandlung im Laufe der Änderungen. Vom Schläger zum Musterknaben.
Auch Amy Smart darf sich in einige sehr verschiedene Menschen bzw. Entwicklungen hineinarbeiten.
Ich denke diese Anforderungen sind für alle Schauspieler nicht leicht, doch haben sie sie alle gut gemeistert.

Für einige Schreckmomente ist gesorgt, auch einige Gruselmomente kommen im Film auf. Meist durch die Veränderungen bzw. das Ungewisse was nach einem Blackout oder einer Zeitreise passiert ist.
Weiters sind einige brutale Szenen, meist in Verbindung mit Tommy, dabei die die Altersbeschränkung meiner Meinung nach rechtfertigen.



Kurz gesagt - Butterfly Effect ist für Leute, die einen spannenden, nicht alltäglichen Film mit guten Schauspielern sehen wollen nur zu empfehlen. Der Film verdient die gute Bewertungen zurecht und wird wohl noch einige Dollars und Euros einspielen.


Dank fürs Lesen, Viel Spass beim Kinogang ... heute schon geMOFFt?

14 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Tuvok

    22.09.2004, 18:31 Uhr von Tuvok
    Bewertung: sehr hilfreich

    von dem film