Ein tödlicher Anruf (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von LilithIbi
Oh böser Dämon, ich bezwinge dich ~ verlasse dieses Handy
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
//TÖDLICHER ANRUF//
wenngleich der Titel mir als „Final Call“ in Erinnerung geblieben war. Irgendwie klang die Story wie eine bunte Mischung aus „The ring“, „Der Fluch“, der Puppe aus „Saw“ und wiederum deren Abklatsche, so dass klar war, dass man hier einen Abklatsch deLuxe Film vorfinden würde.
Schon in den ersten 5 Minuten, in denen wirklich jedem noch so angetrunkenen (es war Wochenende; und ich darf ja wohl auch mal) klar sein dürfte, dass jenes bildhübsche girlie, welches in ihren Gartenteich starrte um auf dessen Grund ihre Katze zu suchen, dortig reingezogen werden würde, hatte ich Angst um meinen Seelenfrieden. Immerhin war ich es, der diesen Film unbedingt sehen wollte ~ und nun die folgenden weiteren 5 Minuten damit verbrachte, über den Usus, eine Katze UNTER Wasser zu suchen, sinnierte.
Schnell bekam der Film jedoch eine Wendung; zwar waren gewisse Dinge einfach absolut voraussehbar (die Wette, wer der / die Überlebende sein würde, hab ich gewonnen), doch nichtsdestoweniger hatte es etwas für sich: im gesamten Filmverlauf geht es im groben und ganzen darum ,sein Handy bzw. den Anrufer auszutricksen.
Wer nämlich die mailbox abhört; wird mit seiner eigenen Stimme konfrontiert ~ und zwar datiert auf eine beliebige, meist im abendlichen Dunkel stattfindende Uhrzeit in jeweils 2 Tagen. Gesagt wird nicht viel, doch verständlich ist zweifelsohne, dass diese 2 Tage die letzten des jeweiligen Lebens sein werden. Interessant wäre gewesen, zu erfahren, was eigentlich passiert, wenn man nicht unbedingt die Ansage der mailbox abgewartet hätte sondern mal fluchs selbst ans Handy gegangen wäre ~ aber darauf kam hier keiner.
Vielmehr wurde wert darauf gelegt, die Frauen recht einfallsreich darzustellen, was die Lösung des Problems anbelangt: so werden gleich mehrere Handys zertrampelt, in den Gully geworfen, ihres Akkus entledigt oder gar exorziert.
Ja, exorziert.
Und ich wage zu behaupten, diese Szene hätte auch ohne Baccardi Breezer grotesk gewirkt und mich eher zum lachen als zum gruseln animiert. „Ich beschwöre dich, dunkler Geist, verlasse dieses Handy.“ war einfach zu genial....
Genial waren allerdings auch einige special effects; zumindest was mein ungeübtes Auge anbelangt. Ob man nun wirklich sieht, dass die „Geister“ vom PC animiert sind, frage ich mich offen gestanden einfach gar nicht, eben weil dieser Usus in bestimmten Sequenzen für mich klar ist ~ und eigentlich gar keine Rolle spielt.
„Tödlicher Anruf“ schafft es trotz einiger fragwürdiger Szenen, stellenweise durchaus gruselig zu wirken; eine gewisse Spannung aufrecht zu erhalten und die Zuschauer dann und wann auf die falsche Fährte zu locken. Leider jedoch wirft manches zu viele Fragen auf, wirkt unlogisch und allzu konstruiert.
Die rund 80 Minuten Laufzeit ziehen sich an keiner Stelle in die Länge, wirken gleichzeitig nicht zu kurz; auch findet hier im Gegenzug zu „Boogeyman“ oder auch „Dreamcatcher“ kein Hoppla-Hopp-Husch-Husch Ende statt. Die „Auflösung“ nimmt sich die Zeit, die sie braucht; und auch wenn die Schlusssezne mich mehr verstörte als zu einer Begeisterungsepoche hinriss; kann ich summa summarum sagen, dass der Film im großen und ganzen recht gelungen ist.
Ob man dies den Darstellern verdanken kann; darüber lässt sich streiten. Bekannt war mir hier niemand, Namen wie Shannyn Sossamon sagten mir gar nichts, Edward Burns war mir zumindest kein Gesicht ; und der den Medien-Exorzisten darstellende Ray Wise, den ich als Famielenvater aus „Dead End“ kannte, konnte mich im vorgenannten Film einfach mehr überzeugen. Tja, man wird eben nicht allein älter...
„Alt“ sind ebenso berühmte Schocker ~ bzw. die Szenen, die wohl eher versuchen sollten, zu schocken. Hier klopft mal jemand an die Tür; dort guckt jemand durch den Spion... und immer zuckt im Filmgeschehen jemand zusammen. Der Zuschauer jedoch höchstens aus dem Zusammenhang heraus, dass er genau weiß, das nun „etwas passiert“: Und zwar etwas, was schon zigmal dagewesen ist. Dass ein totgeglaubtes „Brandopfer“ auf einmal doch die Augen aufschlägt gab mir im Grunde weniger zu denken, als der Umstand, dass die roten Glasmurmeln, die jedem Opfer aus dem Mund kullerten, sich letztendlich als „Bonbons“ entpuppten.
Solche Bonbons habe ich in der Tat noch nie gesehen und werde meine zukünftigen Kinder ebenso davon fernhalten, da ich sonst hysterische Angstzustände bekäme, sobald meine Ableger in die Nähe von Murmeln kommen würden... sie sahen einfach genauso aus.
Wie dem aber auch sei; musikalisch hat der Film leider gar nichts zu bieten; kein wirklicher Soundtrack, keine gruselige, beklemmende Untermalung, nur hier und da mal ein Handygebimmel, welches mit den panisch-gelangweilten Worten „das ist nicht mein Klingelton“ begrüßt wird.
Zugegeben, der Klingelton an sich war wirklich klasse ~ ebenso die Erklärung, warum es genau DIESER Ton sein musste... ebenso gefiel mir, dass hier auf unnötige Bluteffekthascherei verzichtet wurde; genauer gesagt geht „Tödlicher Anruf“ regelrecht unblutig durch die Story, auf eine explizite Leichendarstellung wurde ebenfalls verzichtet.
Alles andere wäre wohl der definitive Todesstoß gewesen.
//ERGO//
Ich muss schon sagen, ich hatte diverse Erwartungen an den Film. Die Story klang einfach zu abgedroschen um nicht als Aufguss daherzukommen. Jener Aufguss war schlussendlich lauwarm; zumal es in keiner einzigen Sequenz gänsehautmäßig fröstelte. Gruselig war hier schon eher die absolute Unlogik der „hurra wir besiegen den bösen Geist“ Szene ~ eben weil man meiner Ansicht nach das dümmste tat, was man hätte tun können. Nix von wegen „Aladin Geist in die Flasche“ ~ sondern nachdem sich alles aufgeklärt hat, der Zuschauer sein aha-Erlebnis hatte und auch die Überlebende sich dazu vorgerungen hat, ihre lustig bemalte Post nicht mehr fortzuwerfen schließt der Film mit einer Endlosschleife.
Was das sollte, wird mir genauso verborgen bleiben wie die große Frage, warum sich eigentlich keiner wunderte, dass mitten vor der Fernsehkamera die Besitzerin des exorzierten Handys tot zusammenklappt. Oder warum ständig jemand sein Handy zertrümmerte, um keine Szene später ein neues geschenkt zu bekommen ~ man muss ja erreichbar bleiben.
Na dann ~ fröhliches Klingelton-downloaden. So ein ähnlicher Ton wird ja zu finden sein, um sich bei einem gemeinsamen Filmabend mal selbst anzurufen und seine Freunde ein wenig zu erschrecken.
36 Bewertungen, 14 Kommentare
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08.12.2008, 14:32 Uhr von FritzWalter08
Bewertung: sehr hilfreichSH, ganz toller Bericht. LG Fritz
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08.12.2008, 12:00 Uhr von MasterSirTobi
Bewertung: sehr hilfreichEin Reporter in spe^^. LG MasterSirTobi
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08.12.2008, 00:55 Uhr von racheane
Bewertung: sehr hilfreichliebe grüsse........Anne
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07.12.2008, 22:47 Uhr von Zzaldo
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße sendet dir Stephan
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07.12.2008, 22:05 Uhr von senora
Bewertung: sehr hilfreichIch wünsche einen schönen Abend
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07.12.2008, 21:49 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichwünsche dir einen schönen 2.Advent lg. petra
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07.12.2008, 21:33 Uhr von Jerry525
Bewertung: sehr hilfreichSchönen Gruß vom Jerry
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07.12.2008, 21:30 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichiiihhh ist ja grausig
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07.12.2008, 21:29 Uhr von Bunny84
Bewertung: sehr hilfreichIch wünsche dir einen schönen 2. Advent und einen lieben Gruß von Anja
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07.12.2008, 21:15 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichganz liebe Grüße Werner
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07.12.2008, 20:53 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichSchöne Grüße zum 2. Advent und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
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07.12.2008, 20:21 Uhr von peter_nordberg
Bewertung: sehr hilfreichSchönen 2.Advent. lg Peter
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07.12.2008, 20:19 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichWünsche dir einen schönen zweiten Advent..Lg Sigi
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07.12.2008, 19:57 Uhr von lanzbulldog79
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht! Lg Sven
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