Für jede Lösung ein Problem Testbericht
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Erfahrungsbericht von GAWOnline1983
Selbstmord überlebt. Gejagt von den Lebenden.
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Inhalt
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Gerda „Gerri“ Thaler hat genug vom Leben. Keine Männer in Sicht, gerade wurde ihr offenbart, dass sie nicht länger Liebesromane abliefern darf, weil ihr Verlag von einem anderen geschluckt wurde und die liebe Familie nervt. Sie will sich umbringen, nachdem sie sich mit Hilfe des Internets selbst eine Depression diagnostiziert hat. Lange grübelt sie nach, wie sie es am besten tun soll und am Ende kommt ihr das Schicksal zur Hilfe: Ihre Mutter drückt ihr mehrere unangebrochene Schlaftablettenpackungen zur Entsorgung in die Hand. Wie es sich für eine ordentliche Selbstmörderin gehört, schreibt Gerri an viele Menschen in ihrem Leben Abschiedsbriefe. Einmal kann man wenigstens schonungslos offen sein. Wenn nicht jetzt, wann denn dann? Sie hat die Briefe schon eingeworfen und sich mit ihren Schlaftabletten in einem Hotel einquartiert. Nur dummerweise scheint Gerris Leben zu oft vom Zufall bestimmt zu sein und diese häufen sich jetzt und halten sie davon ab, sich umzubringen. Nicht freiwillig versteht sich, aber ihr blieb einfach keine Chance mehr. Nachdem sie am nächsten Morgen jedoch immer noch lebt hat sie ein Problem: Die Abschiedsbriefe. Ihre ganze Familie ist sauer auf sie und eine Katastrophe beschwört die nächste herauf....
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Meine Meinung
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Eigentlich bin ich bei Frauenromanen äußerst skeptisch, doch dieser lief mir mehrmals über den Weg und scheint bei Amazon die Lesercharts zu bestimmen. Wäre ich nicht gerade selbst auf der Suche nach einem Verlag, hätte ich mich in dem Genre vielleicht gar nicht so genau informiert. Allerdings klang dieses Buch am Ende wirklich nach einem Roman der anderen Art und der Großteil der Leser überschlug sich mit Lobeshymnen, so dass ich das Wagnis ausprobierte. Lange schon konnte ich mich nicht mehr aufraffen, ein Buch zu lesen, doch dieses habe ich an zwei Abenden ausgelesen. Vom Stil her ist es recht einfach gehalten und aufgrund der gewählten Ich-Perspektive hat man von den meisten Personen her eine vorgefertigte Meinung. Um dieses Schema zu durchbrechen, wartet die Autorin aber am Ende noch mit einer Überraschung auf, als sie – welches Wunder – Gerris Leben doch in bessere Bahnen lenkt.
Trotz des ernsten Themas bewahr sich das Buch eine gewisse Leichtigkeit. Immer wieder musste ich schmunzeln, als Gerri versucht, sich selbst eine Diagnose zu stellen. Vielleicht hätte ich es ernster genommen, hätte ich nicht bereits gewusst, dass sie sich am Ende nichts antut. Diese Tatsache wird ja bereits von dem Klappentext verraten. Doch trotz dessen, dass die Autorin erst in Kapitel sieben, 103 Seiten nach Beginn konkret auf Gerris Umsetzung ihres Plans zusteuert, muss man oft genug schmunzeln.
Im Wesentlichen dreht es sich neben der Verzweiflung Gerris über ihre Arbeit um ihre Familie und ihre vorherigen Versuche, einen Mann zu finden. Dies beschreibt die Autorin absolut erheiternd und die vielen Macken der einzelnen Charaktere, die sie hervorkehrt, brachten mich zum Lachen. Ihre Mutter, die sich die Namen ihrer vier Töchter nicht merken kann, ihre zwei unmöglichen Neffen, die Vorliebe ihrer Mutter für Porzellanfiguren, die Ähnlichkeit des neuen Freundes ihrer Schwester mit einem ehemaligen Flirt, der sie mitten in einem Café betatschen wollte. Zwischendurch baut Kerstin Gier immer wieder die Abschiedsbriefe ein, die Gerri schreibt und ich biss ein um das andere Mal die Zähne zusammen bei dieser Ehrlichkeit, weil ich ja wusste, dass sie sich noch als Lebende mit den Konsequenzen auseinanderzusetzen hat.
Insgesamt gibt es von mir vier Sterne – vom Stil her hätte die Autorin gerne noch etwas ausführlicher schreiben können – und eine Kaufempfehlung an alle die, die etwas Abwechslung und Leichtigkeit suchen. Letztere kann man selbst bei Büchern, die von einem potentiellen Selbstmordversuch handeln, durchaus hervorrufen. Hut ab jedenfalls vor Kerstin Gier, die es schafft, mit so einem sensiblen Thema absolut gelungen umzugehen und auf ihre ganz besondere Weise zu zeigen, dass es das Leben nicht wert ist, es einfach wegzuwerfen.
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Die Autorin
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Die 1966 geborene Diplompädagogin lebt als freie Autorin mit ihrem Mann und Sohn in einem Dorf in der Nähe von Bergisch Gladbach. Vor „Für jede Lösung ein Problem“ veröffentlichte sie erfolgreich bereits mehrere Bücher, die teilweise auch verfilmt wurden.
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Das Buch
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„Für jede Lösung ein Problem“ erschien erstmals im Januar 2007 bei Bastei Lübbe. Der Roman umfasst 300 Seiten und ist unter der ISBN 978-3-404-15614-6 für 7,95 Euro im Buchhandel erhältlich.
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Weitere Bücher
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1. Männer und andere Katastrophen
2. Fisherman’s Friend in meiner Koje
3. Ehebrecher und andere Unschuldslämmer
4. Lügen, die von Herzen kommen
5. Ein unmoralisches Sonderangebot
6. Die Mütter-Mafia
7. Die Patin
8. Für jede Lösung ein Problem
27 Bewertungen, 14 Kommentare
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30.12.2007, 16:11 Uhr von Prisca
Bewertung: sehr hilfreichIch glaube, das könnte mir auch gefallen. LG
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21.10.2007, 15:20 Uhr von kolibri850
Bewertung: sehr hilfreichsh, Gruß Michael
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01.09.2007, 01:58 Uhr von Kjeldi
Bewertung: sehr hilfreichschöner Bericht
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26.08.2007, 23:54 Uhr von KCooperSullivan
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht!
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24.08.2007, 00:34 Uhr von gerrhosaurus1978
Bewertung: sehr hilfreichLG, Daniela
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23.08.2007, 23:12 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichl.g. petra
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23.08.2007, 23:10 Uhr von Mona67
Bewertung: sehr hilfreichGut nahegebracht...Lg mona
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23.08.2007, 22:49 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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23.08.2007, 21:22 Uhr von MatthiasHuehr
Bewertung: sehr hilfreichciao Matthias
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23.08.2007, 20:05 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichschöner Bericht
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23.08.2007, 19:00 Uhr von _knuddelmonster88_
Bewertung: sehr hilfreichEinen sonnigen Tag wünscht Sara
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23.08.2007, 18:15 Uhr von andre_schuster
Bewertung: sehr hilfreichfein fein: SH
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23.08.2007, 17:42 Uhr von sun28
Bewertung: sehr hilfreichDas hört sich nicht schlecht an. Könnte evtl. was für mich sein. LG, Sonja
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23.08.2007, 17:38 Uhr von mloidl
Bewertung: sehr hilfreichlg mloidl
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