Erbarmen (gebundene Ausgabe) / Jussi Adler-Olsen Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Handlung:  sehr spannend
  • Niveau:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  hoch
  • Spannung:  sehr hoch
  • Humor:  durchschnittlich
  • Stil:  sehr ausschmückend

Erfahrungsbericht von verbatim

Olsen-Thriller I

5
  • Handlung:  sehr spannend
  • Niveau:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  sehr hoch
  • Spannung:  sehr hoch
  • Humor:  humorvoll
  • Stil:  sehr ausschmückend
  • Zielgruppe:  Erwachsene

Pro:

Spannung, Charaktere, Schreibstil des Autors, Fall um Merete Lynggaard

Kontra:

Nichts

Empfehlung:

Ja

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=== Hallo liebe Leser und Leserinnen ===

Heute möchte ich euch kein Beautyprodukt vorstellen, sondern mich mit einem Buch, welches ich erst kürzlich ausgelesen habe, am diesjährigen Bücherfrühling beteiligen. Auch wenn ich damit etwas später dran bin, als ich es sonst war, möchte ich meinen Beitrag zum Bücherfrühling bringen, da ich diese Aktion liebe und ich danke Bavaria123 dafür, dass Sie jedes Jahr so engagiert den Bücherfrühling gestaltet und organisiert. Danke!

In einem meiner früheren Berichte habe ich euch ja bereits davon erzählt, dass ich eine Freundin habe, die eine Mutti hat, die in einer Bücherdruckerei arbeitet. Die Mutti weiß, dass ich gerne lese und ich weiß, dass sie gerne Marmelade isst und so sind wir eines Tages durch Zufall auf einen Tauschhandel gekommen- sie bringt mir kostenlose Bücher mit und bekommt dafür von mir selbst gemachte Marmelade. Das eine Mal hat sie mich dann gefragt, ob ich gern die ganze Reihe um Carl Morck haben möchte- ja klar! Carl Morck ist der bekannte Ermittler aus der Bestsellerreihe von Jussi Adler-Olsen. Dazu bekam ich dann noch seinen 1. Roman, der nichts mit der Reihe um Carl Morck zu tun hatte. Da ich aber noch einiges zum Lesen in meinem Bücherregal stehen hatte, habe ich erst eine ganze Weile später zu dieser Reihe gegriffen und wie es mir beim Lesen des ersten Thrillers um Carl Morck: „Erbarmen“ ging, das könnt ihr nun in meinem weiteren Bericht lesen.

=== Aussehen ===

Auch wenn das Aussehen bei einem Buch eher eine Nebenrolle spielt, möchte ich euch dieses trotzdem ein klein wenig näher bringen, damit ihr auch erkennen könnt, ob ihr im Buchladen zu dem richtigen Buch gegriffen habt.

Auf der Vorderseite des Buches befindet sich wie immer das Cover, welches eine gerissene Kette war einer blutigen Betonwand darstellt. Dieses Bild sieht spannend aus und durch die düstere Atmosphäre wird der Eindruck eines Thrillers bestätigt. So sehen die Frauenromane meistens nicht aus. Im oberen Bereich des Covers kann man den Namen des Autors groß lesen und dieses „Logo“ des Namens findet sich auch auf allen anderen seiner Bücher wieder. Der Titel des 1. Thrillers befindet sich ungefähr in der unteren Mittelhälfte des Buches. Auf der Rückseite hingegen findet sich die übliche Zusammenfassung des Buches, die nur einen Teil des Inhalts beleuchten kann. Zudem befinden sich hier die beiden weiteren Teile mit den interessanten Cover abgedruckt. Ein Bild vom Autor Jussi Adler-Olsen kann man bei der Taschenbuchausgabe sehen, wenn man das Cover aufschlägt und auf die Innenseite schaut.

=== Allgemeines ===

Seitenzahl: 419

Preis: 9,95 Euro (erhältlich in allen Buchhandlungen und Onlineshops, die Bücher vertreiben)

ISBN: 978-3-423-21262-5

Verlag: www.dtv.de Deutscher Taschenbuchverlag

Ausgabe: Ungekürzte Ausgabe 2011, 8.Auflage 2012

Originalausgabe: „Kvinden i buret“ erschienen 2007 in Dänemark

=== Der Autor ===

„Jussi Adler-Olsen wurde 1950 in Kopenhagen geboren. Seit 1997 veröffentlicht er Romane und Kriminalromane, seit 2007 die erfolgreiche Serie um Carl Morck vom Sonderdezernat Q. Mit seinen Thrillern „Erbarmen“, „Schändung“, „Erlösung“, „Verachtung“ und seinem Roman „Das Alphabethaus“ stürmt er die internationalen Bestsellerlisten. Seine preisgekrönten Bücher wurden in über dreißig Länder verkauft.“
(www.adler-olsen.de)

=== ein paar Fakten rund um Dänemark ===

Dänemark besteht nicht nur aus dem Teil, der zwischen Skandinavien und Deutschland liegt, sondern das Staatsgebiet erstreckt sich auch über teilweise über Grönland und die Färöer.

Der bekannte Teil von Dänemark ist mit seinen Inseln 43.094 km² groß und beherbergt dort 5.475.791 Menschen.

Dänemark kennen viele von uns als Reiseziel für Entspannung zwischen Nord- und Ostsee. Die Traditionen von Dänemark sind vielfältig und mit Sicherheit eine Reise wert. Zum Schutz der ökologischen Vielfalt hat Dänemark insgesamt 6 Nationalparks, die mehr als sehenswert sind.

=== Der Inhalt ===

Unter dem Punkt Inhalt ist es immer ein wenig schwierig den Mittelweg zu finden, zwischen so viel verraten, dass es alles erzählt und so wenig wie möglich verraten, damit es für euch noch spannend ist. Aber ich werde versuchen dies so gut wie möglich darzustellen.

Doch dazu möchte ich diesmal einen anderen Weg gehen und zwar euch nur kurz den wahren Inhalt aufzeigen und danach möchte ich euch gern die Figuren des Romans darstellen, damit ihr wisst, ob es vielleicht eine Romanfigur geben könnte, die euch als Leser/in gefallen könnte.

„Der Albtraum einer Frau.

Ein dämonischer Psychothriller.

Der erste Fall für Carl Morck.“

(dtv-Verlag)

Merete Lynggaard: sie verschwindet im Jahr 2002 auf einer Überfahrt zwischen Dänemark und Deutschland spurlos. Es wird herausgefunden, dass sie mit ihrem Bruder unterwegs gewesen ist und dass der Bruder seit einem Unfall ihre einzige Familie ist. Sie kümmert sich rührend um ihren behinderten Bruder und ist beruflich erfolgreich für die Öffentlichkeit tätig- sie ist Umweltpolitikerin.

Carl Morck: ein Ermittler der Kopenhagener Mordkommission. Eigentlich ein geschätzter Ermittler, der aber durch seinen letzten Fall, in dem er persönlich verwickelt war, einen Kollegen verloren hat und einen anderen gelähmten Kollegen wöchentlich im Krankenhaus besuchen kann. Dies macht ihn im Auge seines Chefs unfähig zu ermitteln, deswegen wird er in ein noch unbekanntes Projekt gesteckt das „Sonderdezernat Q“, welches sich nur mit noch nicht aufgeklärten Fällen beschäftigt. Carl Morck wird Leiter des Sonderdezernats und fordert zusätzliche Kollegen an. Sein zusätzlicher Kollege fischt aus vielen Akten, die auf dem Schreibtisch von Carl Morck liegen, die Akte um den Fall Merete Lynggaard heraus. Die Ermittlung kann beginnen…

Assad: Ein unerfahrener Kollege, der nicht mal eine Polizeiausbildung genossen hat, wird Carl Morck als Assistent zur Seite gestellt. Doch er ist fleißig und entdeckt viele Dinge, die für die Ermittlung wirklich wichtig sind. Er ist auch der entscheidende Punkt, warum im Fall Merete Lynggaard ermittelt wird. Durch seine orientalische Art, die sich des Öfteren durch einen sehr süßen Tee oder einen sehr starken Kaffee äußert, kann er Carl Morck einerseits bis an den Wahnsinn treiben und zum anderen ihn auch begeistern. Assad ist ein Teil der Reihe um Carl Morck, der nie erwähnt wird, aber dennoch mehr als wichtig ist.

Natürlich gibt es noch viele weitere Personen rund um den Fall Merete Lynggaard, aber wenn man diese ganzen Persönlichkeiten noch aufführen möchte, dann werdet ihr mit dem Lesen ja nie fertig und das wollen wir ja auch nicht. Die 3 oberen Personen habe ich euch rausgefischt, weil natürlich Merete Lynggaard das Opfer der Ermittlung ist, Carl Morck der Leiter des Sonderdezernats Q und Assad der Assistent von Carl Morck. Ich finde alle 2 Personen sehr sympathisch, wobei mich Assad am meisten überraschen konnte. Assad ist die richtige Besetzung um einen eingefahren und erfahrenen Ermittler Carl Morck ein wenig aufzufrischen. Mit dem Opfer Merete Lynggaard kann man mitfühlen und gerade die Schreibweise ist super, doch dazu später mehr.

=== Spiel, Spaß und Spannung ===
Unter diesem Punkt möchte ich euch zum einen Gefühle vermitteln, die während des Lesens aufgekommen sind und zum anderen euch darstellen, wie das Lesegefühl für euch sein könnte, wenn ihr euch für das Lesen dieses Romans entscheiden solltet.

Jussi Adler-Olsen spielt nicht oft mit den Worten. Er lässt besonders Carl Morck in seiner Sprache mehr als deutlich sprechen und auch seine Gedanken werden deutlich niedergeschrieben, so kann man den Fall um Merete Lynggaard auch besser verfolgen und wird nicht noch durch irgendwelche Verklausulierungen von dem eigentlichen Ziel der Ermittlung abgelenkt. Wenn es um den Teil geht, wo Merete Lynggaard „spricht“, dann habe ich schon ein paar kleine Wortspiele erkennen können, aber das liegt auch wieder an der Situation von ihr. Allgemein verklausuliert Jussi Adler-Olsen den Thriller nicht und dies ist im Gegenteil zu manchen anderen Schriftstellern ihm sehr gut gelungen. Durch die offene und klare Sprache kann er den Leser und auch uns Leserinnen mehr begeistern, als wenn er da mit Worten rumspielen würde.

Jussi Adler-Olsen bringt auch in seinem Thriller hier und da einen Witz unter, so dass das Lesen für uns Leser und Leserinnen nicht langweilig werden kann. Dies gefällt mir besonders, denn die Situation rund um Merete Lynggaard und auch um Carl Morck ist bereits so ernst, dass man nicht zu ernst im realen Leben damit umgehen muss.

Man bemerkt an seinem Schreibstil, dass der Autor auch selbst am Schreiben sehr viel Spaß gehabt hat und dass er sich für das Nachforschen zu den Sachverhalten sehr viel Zeit genommen hat.

Dennoch schafft es Jussi Adler-Olsen uns mit in seinen Thriller zu nehmen und nicht mehr loszulassen. Ich habe es ja oft gemacht, dass ich mehrere Bücher nebeneinander lese, gerade wenn die Fälle nicht so interessant für mich sind, aber dies ist bei Thrillern von Adler-Olsen nicht möglich. Ich muss wirklich sagen, dass es mich vom Sockel gehauen hat, welche Spannung ein trockener Carl Morck und ein wieselnder Assad aufbauen können. Auch Merete Lynggaard ist daran natürlich nicht unbeteiligt.
Danke Jussi Adler-Olsen für diesen tollen Thriller, den die Welt mal wieder gebraucht hat.

=== LESEPROBE ===

„Blöde Geschichte. Keinerlei Konsistenz. Ein einziges Herumgestochere im Nebel, keine klare Linie. Kurz gesagt: Es fehlte an tragfähigen Theorien. Es gab kein Motiv. Wenn es Selbstmord war, warum? Man wusste einzig und allein, dass ihr Wagen als Letzter auf dem Autodeck stand und Merete Lynggaard verschwunden war.

Dann war den Ermittlern auf einmal aufgefallen, dass Merete nicht allein unterwegs gewesen war. Aus Zeugenaussagen ging hervor, dass sie sich auf dem Sonnendeck mit einem jungen Mann gestritten hatte. Das dokumentierte das Foto eines älteren Ehepaars. Sie hatten privat eine Einkaufstour nach Heiligenhafen gemacht und dabei zufällig das Foto geschossen. Das Foto wurde veröffentlicht, und da meldete sich bei der Polizei ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung von Store Heddinge und erklärte, […].“

(Seite 113, 8.Auflage 2012 Dtv-Verlag; Alle Rechte bleiben beim Autor und werden durch das Zitat nicht berührt.)

== °°FAZIT°° ==

„Erbarmen“ – Ein Thriller, den man gelesen haben muss, so pauschalisiert möchte ich das in meinem kurzen Fazit einmal daherbringen.

DESWEGEN: 5*Sterne und eine Empfehlung

Liebe Grüße,

eure Jasmin

(verbatim158)

21 Bewertungen, 8 Kommentare

  • Juri1877

    11.08.2013, 14:34 Uhr von Juri1877
    Bewertung: sehr hilfreich

    auch ein sehr schöner tipp

  • knuddelfire

    22.04.2013, 20:32 Uhr von knuddelfire
    Bewertung: besonders wertvoll

    einen sonnigen Wochenstart LG

  • swissghostly

    21.04.2013, 17:43 Uhr von swissghostly
    Bewertung: sehr hilfreich

    tönt spannend.

  • sirikit06

    21.04.2013, 17:33 Uhr von sirikit06
    Bewertung: besonders wertvoll

    Wünsche Dir einen schönen Abend! LG

  • katjafranke

    21.04.2013, 13:41 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einen lieben Gruß KATJA

  • allegra1805

    21.04.2013, 11:11 Uhr von allegra1805
    Bewertung: besonders wertvoll

    Schönen Sonntag

  • monagirl

    21.04.2013, 10:44 Uhr von monagirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruß Mona

  • joelovesyou

    21.04.2013, 10:36 Uhr von joelovesyou
    Bewertung: besonders wertvoll

    ...bestens, bewe & lG