Crank (DVD) Testbericht




Auf yopi.de gelistet seit 04/2010
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Realjackass
Adrenalin pur
Pro:
Jasom Statham, Action - Entertainment vom Feinsten mit einigen schwarzhumorigen Untertöten
Kontra:
Wer Anspruch sucht, ist ganz klar im falschen Film
Empfehlung:
Ja
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+STORY+
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Als der Auftragskiller Chev (Jason Statham) völlig verkatert zu sich kommt, entdeckt er in seiner Wohnung eine DVD mit der Aufschrift "Fuck You", die er sogleich abspielt. Was Chev darauf sieht, gefällt ihm allerdings garnicht. Im Schlaf wurde ihm von dem Gangster Ricky Verona (Jose Pablo Cantillo) ein hochgefährliches, chinesisches Hightech-Gift injiziert, das ihn innerhalb einer Stunde töten wird. Zwar teilt Chev's Kumpel, der Mediziner Miles (Dwight Yoakam), ihm mit, dass es kein Gegenmittel für dieses Gift gibt, doch Chev hat zumindest die Chance, seinen Tod hinauszuzögern. Je mehr er in Bewegung bleibt und für Adrenalinschübe sorgt, desto länger braucht das Gift, um sein Herz zu erreichen.
Um sich wenigstens noch rächen zu können, startet Chev eine halsbrecherische Jagd auf Verona, die ihn quer durch L.A. führt. Das Problem: Sobald Chev eine Ruhepause einlegt, könnte dies seinen Tod bedeuten, weshalb sich der Killer einiges einfallen lassen muss, um seinen Tod weiter hinauszuzögern. Gleichzeitig muss Chev seine Freundin Eve (Amy Smart), die ihn für einen Spieleprogrammierer hält, vor den Schergen Verona's beschützen und sie nebenbei noch über sein Doppelleben aufklären...
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+DATEN ZUM FILM+
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Originaltitel: Crank
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2006
Laufzeit: ca. 85 Min.
Freigabe: Keine Jugendfreigabe
Regie: Mark Neveldine, Brian Taylor
Buch: Mark Neveldine, Brian Taylor
Produzent: Michael Davis, Gary Lucchesi, Tom Rosenberg, Skip Williamson, Richard S. Wright
Kamera: Adam Biddle
Schnitt: Brian Berdan
Originalmusik: Paul Haslinger
Casting: Mary Tricia Wood, Deborah Aquila, Jennifer L. Smith
Darsteller:
Jason Statham.....Chev
Amy Smart.....Eve
Jose Pablo Cantillo.....Verona
Efren Ramirez.....Kaylo
Dwight Yoakam.....Doc Miles
Carlos Sanz.....Carlito
Reno Wilson.....Orlando
uvm.
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+BEZUGSMÖGLICHKE ITEN+
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"Crank" ist bislang lediglich im Verleih erschienen, die offzielle Verkaufsfassung ist für den 12. Februar angekündigt. Wer sich den Streifen allerdings sofort ansehen möchte, der kann sich die Verleihfassung ruhigen Gewissens ansehen. Der Film ist ungeschnitten, Extras gibt es, bis auf den original Kinotrailer, keine.
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+KRITIK+
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Dass der althergebrachte Actionfilm langsam aber sicher nicht mehr existiert und das Publikum heutzutage mehr will, als einen muskelbepackten Typ, der in Vietnam mit seiner M60 aufräumt, ist kein Geheimnis mehr. Alte Haudegen wie Stallone, Schwarzenegger, Lundgren und Konsorten haben ausgedient, nun muss man sich in Hollywood langsam aber sicher um Ersatz Gedanken machen. An erster Stelle hätten wir da wohl Dwayne "The Rock" Johnson oder Vin Diesel, doch im Schatten dieser bekannten Gesichter hat es in den vergangenen Jahren mehr und mehr ein anderer Mann geschafft, sich einen respektablen Namen zu machen: Jason Statham. Seinen Durchbruch erlangte der Engländer mit den markanten Gesichtszügen und dem spärlichen Haaransatz mit "The Transporter", konnte außerdem in "Italian Job" und der Fortsetzung zu "Transporter" glänzen. Mit "Crank" hat Statham nun erneut gute Aussichten auf den Action-Olymp, denn was die Regisseure und Drehbuchautoren Mark Neveldine und Brian Taylor hiermit geschaffen haben, ist Genreware vom Feinsten, wie man sie nicht alle Tage vorgesetzt bekommt.
Die Beiden dürfen zwar noch nicht auf eine überaus nennenswerte Karriere zurückblicken, doch nach "Crank" dürfte sich das sehr bald ändern. Der Film ist absolut bestes Entertainment, mit allem, was das Actionherz höher schlagen lässt. Die Story ist zwar nicht unbedingt die Einfallsreichste, ist aber durchaus interessant und verspricht schon einmal sehr viel Tempo im Voraus. Was erwartet einen wohl, wenn wir einem Auftragskiller dabei zusehen dürfen, wie er Jagd auf seine Peiniger macht und dabei seinen Adrenalinspiegel konstant oben halten muss? Richtig, Nonstop-Geschwindigkeit, und genau die bietet "Crank" auch kompromisslos. Und bei derartigen Voraussetzungen sollte es wohl niemanden ernsthaft stören, dass die Charaktere schablonenhaft und äußerst oberflächlich angelegt sind. Von Chev erfahren wir im Grunde nur, dass er erst kürzlich einen Auftragsmord nicht ausführte, weil er aufgrund seiner Freundin aus dem Geschäft aussteigen wollte. Mehr braucht man nicht zu wissen, es zählt nur noch, dass er jetzt Gift im Körper hat und alles tun muss, um dieses zu verlangsamen.
Der Film ist nicht nur dank seines Tempos ein Actionstreifen, der sich sehen lassen kann, sondern auch dank seiner verspielten Inszenierung, die man so sicherlich kein zweites Mal im Genre finden wird. Der Film ist äußerst rasant geschnitten, bietet hin und wieder parallele Aufnahmen, die sich zugleich auf dem Bildschirm abspielen und uns so mehrere Ereignisse zugleich vorführen. Weiterhin ist das Geschehen meist mit einem sehr passenden, harten Metal-Soundtrack unterlegt, der dem Ganzen den nötigen Feinschliff verpasst. Desweiteren haben sich die beiden Regisseure jedoch noch wesentlich mehr einfallen lassen. Wenn Chev seine Gegenspieler beispielweise fragt, ob diese ihn für einen Idioten halten, taucht, nur dem Zuschauer sichtbar, das Wort "Cunt" auf seiner Stirn auf, Gespräche mit arabischen Taxifahrern werden sogar untertitelt und drehen sich je nach Kameraansicht mit, sodass die Schrift auch durchaus mal spiegelverkehrt auf dem Bildschirm zu lesen ist.
Daraus ist sicherlich leicht herauszulesen, dass "Crank" sich nicht sonderlich ernst nimmt. Es wäre dennoch fatal, zu behaupten, dass der Streifen ins Lächerliche abdriftet, dies geschieht ihm zum Glück nie. Vielmehr hat man von Zeit zu Zeit das Gefühl, selbst Teil eines wahnsinnig rasanten, aberwitzigen Videospiels zu sein, bei dem alles möglich ist und bei dem es keine Grenzen zu geben scheint. Ich persönlich wurde von "Crank" nicht selten an die weltbekannte GTA Reihe aus dem Hause Rockstar erinnert. Auf Konventionen gibt der Film im Übrigen auch nicht viel, es werden schamlos jede Art von Drogen konsumiert, es gibt Nackt-und Sexszenen, wobei mir insbesondere eine ganz besonders in Erinnerung blieb: Als Chev und Eve irgendwann in Chinatown sind, bemerkt Chev plötzlich, wie sein Adrenalinspiegel rapide in den Keller sinkt, weshalb er seine Freundin in einer aberwitzigen Sequenz kurzerhand vor hunderten von neugierigen Chinesen verführt und ordentlich durchnimmt. Die Kreativität der beiden Macher ist beachtenswert. Egal ob Chev seine Hand auf eine heiße Herdplatte legt oder auf einem Motorrad einen lebensgefährlichen Stunt hinlegt, ihm fällt immer wieder etwas ein, um sein Herz auf Trab zu halten.
Besonders gelungen ist es dabei, den Film ebenso humorvoll wie actionreich werden zu lassen. Es ist unglaublich komisch, wenn Chev vor einem TV-Geschäft steht und sich in den Nachrichten seine eigene, zuvor gelieferte Verfolgungsjagd ansieht, während sich in seiner Hose als Auswirkung des Drogenkonsums eine verräterische Erektion abzeichnet. Diese und ähnliche Szenen sorgen dafür, dass "Crank" nicht nur Action vom Feinsten, sondern zudem auch Situationskomik bietet, die in dieser Form äußerst selten im Genre ist. Eines ist außerdem sicher: Wer sich auf das Erlebnis "Crank" einlässt, wird kaum noch zu Atem kommen, zu nervenaufreibend, zu adrenalingeladen ist das unvergleichliche Geschehen. Dass der Streifen dabei "nur" ein Budget von 15 Millionen Dollar hatte, überrascht. Zwar ist dies nicht gerade wenig, doch andere Actionstreifen haben über das Doppelte davon und können nicht die Hälfte des Unterhaltungswerts von "Crank" erzeugen.
Jason Statham war mit Sicherheit keine Fehlbesetzung für die Rolle des Hauptdarstellers Chev. Zwar hält sich die Symphatie, die man zu ihm aufbaut durch die Tatsache dass er ein Killer ist in Grenzen, doch eine unglaubliche Präsenz ist ihm nicht abzusprechen. Der Kerl hat genau die coolness, die ein Mann dieses Kalibers mitbringen sollte.
An der Seite von Statham ist die Schauspielerin Amy Smart zu sehen, die die Aufgabe hat, die etwas einfältige Eve zu verkörpern. Dies gelingt ihr ausnehmend gut, nicht zuletzt dank ihren optischen Reizen, die sie gezielt einzusetzen weiß.
Auch ansonsten gibt es keinen Grund zur Beschwerde an den sonstigen Nebendarstellern, jeder spielt seine Rolle so, wie es das Drehbuch vermutlich vorgeschrieben hat.
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+FAZIT+
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"Crank" ist der Inbegriff eines schnellen, spannenden und harten Actionfilms. Wer sich mal wieder bei einem Streifen entspannen will ist hier absolut falsch. Es gibt kaum eine Szene, in der nicht die Post abgeht. Verständlich, denn wenn es die Aufgabe des Hauptprotagonisten ist, seinen Adrenalingspiegel so hoch wie möglich zu halten, dann wirkt sich dies auch auf den Zuschauer aus. "Crank" bietet eine ganz und gar nicht alltägliche Inszenierung, die von Zeit zu Zeit an ein Actionspiel erinnert und somit auch bestens auf die heutige Generation zugeschnitten ist. Jason Statham in Bestform, Action, Humor und Entertainment Nonstop, was will man mehr?
"Crank" erhält von mir 8,5 von 10 Punkten und eine Empfehlung.
Mfg
Realjackass
30 Bewertungen, 8 Kommentare
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13.05.2007, 18:41 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichHört sich cool an, muss ich mir mal anschauen. Gruß, Karin
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04.02.2007, 16:31 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichklasss lg sigi
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16.01.2007, 13:29 Uhr von Sternenhimmel
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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16.01.2007, 10:21 Uhr von waltraud.d
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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16.01.2007, 09:42 Uhr von indie_hh
Bewertung: sehr hilfreichDen fand ich ganz furchtbar den Film! Für mich der Inbegriff eines Männerfilmes!! *g* LG Rebecca
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16.01.2007, 09:16 Uhr von Matze1195
Bewertung: sehr hilfreichein wirklich schöner Bericht :-)
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15.01.2007, 23:12 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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15.01.2007, 21:43 Uhr von Gozo-Bernie
Bewertung: sehr hilfreichGruss aus Catania - bernie
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