Age of Empires III (PC Strategiespiel) Testbericht

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Erfahrungsbericht von grandmastr

Auf zu neuen Ufern

Pro:

spannende Missionen, Grafik, Sound, Helden, Einheitenreichtum und vieles mehr

Kontra:

Kleine Bugs, Ressourcenfresser

Empfehlung:

Ja

Nun war es mal wieder soweit. Ich hatte Age of Empires III in den Händen. Den Nachfolger des schon fast legendären Age of Empires II. Hier nun mein Bericht!

---Inhaltsverzeichnis---
1. Vorgänger
2. Installation
3. Worum es geht
4. Ressourcen
5. Fortschritt
6. Einheiten
7. Gebäude
8. Nationen
9. Heimatstadt
10. Grafik und Sound
11. Bugs
12. Voraussetzungen
13. Fazit

1. Vorgänger
Der Vorgänger war Age of Empires II und spielte in der Zeit des Mittelalters. Der Vorgänger (und auch Age of Empires 1) haben vor allem durch die taktischen und Strategischen Möglichkeiten schlicht begeistert. Auch die Erweiterung des Strategiespiels "Conquerors" sorgte (zumindest bei mir) für viele Stunden und auch einige schlaflose Nächte.

2. Installation
Die Installation ging schnell und Problemlos. Man sollte jedoch schon etwas mehr als 2 GB auf der Festplatte freihaben, genauer 2.07 GB.

3. Worum es geht
Age of Empires III ist ein Strategiespiel. Genreüblich muss man dabei seine Stadt ausbauen und Einheiten ausbauen um bestimmte Ziele zu erreichen. Die Ziele schwanken dabei von dem Bewachen von einer Basis über das normale Vernichten einer gegnerischen Basis zu dem Überqueren einer bestimmten Route oder dem bewachen von neutralen Einheiten die zu einem Ort müssen.

4. Ressourcen
Nachdem es in Age of Empires II mit Holz, Nahrung, Stein und Gold noch vier Ressourcen gab wurden diese nun gekürzt auf drei abbaubare Ressourcen. Stein viel dabei ersatzlos weg. Jedoch gibt es auch beim Abbau der Ressourcen eine wichtige Neuerung. Zwar ist es immer noch so das Ressourcen abgebaut werden. Holz bekommt man von Bäumen (logisch), Gold kann man abbauen an bestimmten Orten oder später durch den Bau einer Plantage und Nahrung bekommt man über die Jagd auf Tiere, Fischen oder aber durch eine Farm.

Neu ist dabei, dass man nicht mehr die Ressourcen nicht mehr umständig zurück ins Lager bringen muss sondern die Ressourcen direkt ins Lager kommen. Der Vorteil ist das man nicht mehr so lange warten muss und das ein unter Umstände gefährlicher Weg wegfällt auf dem Gegner warten können. Der Nachteil ist aber auch das es jetzt natürlich nicht mehr so leicht ist die gegnerische Ressourcenproduktion zu stören. Eine weitere Neuerung, die jedoch nur Gold und Nahrung betrifft sind die Plantagen und die Farm. Denn nun ist es nicht mehr notwendig die Felder neu zu bauen sondern kann auf jeder Plantage (Gold) oder Farm (Nahrung) bis zu 10 Siedler beschäftigen.

Weiterhin ist es jedoch möglich die Ressourcenproduktion zu erhöhen durch Forschen bei der Markthalle.

5. Fortschritt
Um stärkere Einheiten, bessere Gebäude und Forschungen zubekommen muss man in einem Zeitalter fortschreiten. Insgesamt gibt es fünf Zeitalter. Das nächste Zeitalter kann gegen eine steigende Zahl Nahrung und Gold im Rathaus erforscht werden. Dabei kann man zwischen zwei Belohnungen für das neue Zeitalter wählen die man sofort bekommt. Dies können Gebäude sein oder Einheiten oder Ressourcen, oder eine Mischung von diesen.

6. Einheiten
Ohne Einheiten kann man seinen Gegner kaum besiegen. Daher sind Einheiten natürlich ein wichtiges Spielelement. Einheiten unterteilen sich in 6 Bereiche.

Nahkämpfer zu Fuß bilden oftmals den Grundstock einer Armee. Nahezu jede Einheit hat gegen eine andere Einheit Vorteile. Fußsoldaten werden in der Kaserne gebaut. Fernkämpfer zu Fuß werden ebenfalls in der Kaserne ausgebildet. Logischerweise ist die Aufgabe dieser Einheiten den Gegner möglichst gar nicht an sich rankommen zu lassen. Ich fand diese Einheiten teilweise etwas stark geraten.

Berittene Einheiten bilden den dritten großen Block aus. Ihr Vorteil ist klar die Geschwindigkeit. Diese Einheiten lohnen sich vor allem für einen schnellen Überfall.

Artillerie und Kanonen sind die Einheiten des vierten Blocks. Wichtig sind diese Einheiten in erster Linie um gegnerische Gebäude schnell und auf weite Entfernung zu vernichten, jedoch gibt es auch Kanonen die vor allem gegen Einheiten sehr effektiv sind. Ich persönlich fand diese Einheiten zum Teil viel zu stark. Eine geringe Anzahl an Kanonen in der Armee und eine gegnerische Armee ist schnell dezimiert, zwei Arillerieeinheiten schießen dazu in Windeseile eine komplette gegnerische Basis in Stücke.

Der fünfte Bereich, der aber eher selten zum Einsatz kommt sind die Schiffe. Wie man sich schon denken kann sind die Einheiten dafür da auf Wasser zu fahren und zu kämpfen. Oftmals haben die Schiffe eine zusätzliche Funktion wie Artillerie oder den Bau von Fußsoldaten. In den Missionen kommen Schiffe lediglich selten vor und haben nur in einer Mission eine spielentscheidende Funktion. Ansonsten kann man sie vor allem für den Transport nutzen.

Der sechste Bereich, den will ich als sonstige Einheiten bezeichnen. Dabei sind auch die Siedler. Diese sind so ziemlich die wichtigsten Einheiten im Spiel, da sie Gebäude bauen und reparieren, Rohstoffe abbauen und im Notfall auch noch kämpfen können. Heiler und Mönche sind, wie man sich vorstellen kann, zum heilen da. Sie heilen dabei nicht mehr Einzelpersonen sondern ein bestimmtes Gebiet. Heiler können auch Zelte aufbauen die langsam die Gesundheit der Einheiten wiederherstellen. Mir hat dabei ein wenig missfallen das man ziemlich lange warten muss bis man wieder weiterheilen kann. Die letzte "Einheit" in dem Bereich sind die Helden. Diese haben nahezu immer mehr Lebenspunkte, mehr Schadenspunkte und meistens auch noch Spezialfähigkeiten wie Sturmlauf (beschädigt mehrere Einheiten) oder können gezielt die meisten Einheiten ausschalten. Hinzukommt das die Einheiten unsterblich sind. Wenn sie geschlagen sind heilen sie langsam ihre Trefferpunkte wieder auf.

Alle Einheiten ausser den Artillerie- und Kanoneneinheiten beschädigen Gebäude deutlich langsamer als im Vorgänge. Sobald sie ein Gebäude attackieren nehmen sie sich Brandsätze zu Hand.

7. Gebäude
Gebäude spielen eine sehr wichtige Rolle. Hier werden Einheiten gebaut oder fortgebildet, Verbesserungen erforscht oder das Einheitenlimit durch Häuser erhöht. Dazu kommt das Gebäude auch eine stationäre Verteidigung.

Neu ist das Gebäude Einheiten schneller ausbilden können. Man kann jeweils 5 Einheiten gleichzeitig bauen.

Gebäude lassen sich auch begrenzt ausbauen und erweitern, wie wird unter 9. beschrieben :)

8. Nationen
Es gibt 8 verschiedene Nationen mit jeweils unterschiedlichen Fähigkeiten. Alle Nationen jetzt hier zu beschreiben würde den Rahmen denke ich sprengen. Daher folgt eine Kurzcharakterisierung in Stichpunkten.

Verfügbare Nationen:
Spanier (starkes Militär, später starke Wirtschaft)
Briten (anfangs starke Wirtschaft, gute Seestreitkräfte)
Franzosen (Kampfstarke Dorfbewohner, gute Kavallerie)
Portugiesen (gute Seestreitmacht, gute Kavallerie)
Holländer (anfangs wirtschaftlicher Nachteil, gute Defense)
Deutsche (anfangs langsame Wirtschaft, frühe Söldner)
Russen (früh starke Wirtschaft, Rushmöglichkeiten)
Osmanen (mehr Spezialeinheiten)
Ich habe dies von www.ageofempires3.com übernommen, da ich noch nicht alle Kulturen ausgetestet habe!

Eine weitere Kultur sind die Indianer. Diese können sich verbünden indem man einen Handelsposten bei den Dörfern baut. Dadurch stehen neue Einheiten und Forschungen zur Verfügung.

9. Heimatstadt
Eine komplette Neuerung sind die Heimatstädte. Hier stehen zwischen den Missionen sogenannte Karten zur Verfügung und so seine Chancen deutlich verbessern. Einige Karten stehen nur eimal zur Verfügung, einige mehrmals. Um Karten einzulösen muss man sich vorher einen Namen machen. Dies geschieht durch den Bau von Gebäuden oder Einheiten, die Vernichtung von Gegnern oder durch Ressourcen die man sammelt.

So kann man nach einem starken Kampf seine Einheiten schnell auffüllen indem man sich einmal eine bestimmte Anzahl an Söldnern hinzuholt. Oder aber man stärkt seine Siedlung durch verstärkte Gebäude oder verbessert seine Rohstoffproduktion.

10. Grafik und Sound
*niederknie*
Besser kann man es kaum sagen denke ich. Ich werde hier bald noch Screenshots einfügen, die sind noch nicht ganz fertig. Ich kann aber schon sagen das die Grafik die mit Abstand schönste ist die ich in einem Strategiespiel gesehen habe.

Man sieht sehr schön die Kugeln fliegen und einschlagen. Eine Stichflamme kommt noch und gleichzeitig brökeln Stücke in alle Himmelsrichtungen ab. Schlicht unglaublich detailliert ist alles zu sehen. Beispielsweise bei der Artillerieeinheit (von vier Leuten getragen) stellen die Einheiten erstmal die schwere Kanone ab. Danach wird das erste mal geschossen. Einer stopft danach das erste mal, wonach der zweite Soldat packt die neue Kugel rein, wonach auch der dritte noch einmal stopft und der 4. dann feuert. Oder der gemeine Musketier, der nach jedem schießen erstmal mühselig neu laden muss.

Auch der Sound hat mir sehr gut gefallen. Der Einschlag der Kanonenkugel und auch der Schuss, man kann alles sehr gut hören.

Die wenigen Videaos die man zu sehen bekommt jeweils am Ende der drei Kampagnen, sind sehr schön gelungen.

Jedoch fordert ein solcher Reichtum an Details natürlich auch einen Preis. Die Grafikoptionen sollte man, damit das Spiel schön flüssig läuft genau einstellen, was bei mir gleichbedeutend war mit runterschrauben der Grafikpracht. Aber selbst nach diesem runterschrauben war es einfach unglaublich schön.

11. Bugs
Leider ist das Spiel nicht ganz Bugfrei. Mir sind zwei Sachen aufgefallen die ich nicht sein müssen. Beim erneuten Spielen einer Mission endete trotz der kompletten Vernichtung der gegnerischen Gebäude die Mission nicht, da angeblich das Gebäude noch vorhanden war.

Der weitaus bedeutendere Fehler ist es, dass die Einheiten munter durch die dicksten Mauern schießen als ob sie nicht da wäre. Das nervt schon ziemlich an einigen Stellen.

12. Voraussetzungen
Windows XP
Pentium II mit 1,4 GHz
256 MB Ram
64 MB Grafikkarte
mindestens 2 GB Speicherplatz

Das sind die Mindestvoraussetzungen! Jedoch sollte ein PC deutlich darüber liegen!

2,5 GHz, 1024 MB Ram, 256 MB Grafikkarte sind schon eher die Dimensionen in denen man liegen sollte!

13. Fazit
So schnell es geht kaufen! Es hat sich absolut gelohnt diese Spiel zu holen und zu spielen.

Jedoch sollte man vorher darüber nachdenken ein Wochenende zu investieren. Denn das Spiel ist unglaublich zeitraubend. Nur einmal kurz spielen, nur eine Mission und schon waren wieder einige Stunden vorbei.

Missfallen hat mir klar, dass die Missionen recht schnell beendet sind, doch man kann diese ja auch öfters spielen :) Doch die Missionen waren dennoch unglaublich spannend und vielseitig. Nicht mehr das simple "überlebe bis" oder "zerstöre xyz" sondern auch andere Missionen. Auch die Zusatzmissionen die man machen kann, wie beispielsweise das befreien von Einheiten oder finden von Schätzen auf der Landkarte, machen das Spiel noch mal einen kleinen Ticken besser.

Ich denke dennoch das klar wird, dass ich für dieses Spiel nur die absolute Bestpunktzahl vergeben kann die es gibt. Wenn jetzt noch dieser dumme Bug mit den Einheiten, die durch Mauern schießen, behoben wird, kann man nicht mehr anders als zuzuschlagen.

Abschließend: Auf zu neuen Ufern habe ich das ganze genannt, weil die Grafik schlicht ein neues Zeitalter einläutet bei Strategiespielen

10 Bewertungen, 2 Kommentare

  • xyz123

    14.12.2005, 18:44 Uhr von xyz123
    Bewertung: sehr hilfreich

    guter Bericht

  • animaldream

    15.11.2005, 07:40 Uhr von animaldream
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr informativ! LG animaldream