Hitman: Contracts (Action PC Spiel) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Magickatrin
Entdecke die Möglichkeiten...
Pro:
viele verschiedene Lösungswege, Langzeitspaß beim Spielen
Kontra:
Grafik wirkt veraltet, keine richtige Story
Empfehlung:
Ja
Hitman konnte mich damals nicht wirklich überzeugen und nach kurzer Zeit hatte ich keine rechte Lust mehr auf dieses Spiel. Der 2.Teil interessierte mich zwar grundsätzlich, gespielt habe ich ihn aber aus irgendeinem Grund bis heute nicht. Und so war es nur Zufall das Hitman Contracts irgendwann den Weg in meinen PC fand. Eigentlich wollte ich mir in der Videothek ein ganz anderes Spiel ausleihen, was aber leider nicht da war. Und so nahm ich als Alternative eben den3.Hitman-Teil mit...
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Systemanforderungen:
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Windows 98SE/2000/XP
CPU mit 800 Mhz (empfohlen 1,6 Ghz)
128 MB RAM (empfohlen 256 MB)
4x CD-ROM Laufwerk
DirectX 8.0 kompatible Soundkarte
GeForce 2 mit 32 MB (empfolen GeForce 3 mit 64 MB) oder leistungsmäßig ähnliche Grafikkarte
2 GB freier Festplattenspeicher)
Mein System auf dem ich gespielt habe:
Windows XP
Athlon 64 3000+
512 MB RAM
Radeon 9600XT (256MB)
Mit dieser Hardware lief das Spiel bei mir gut mit allen möglichen Details die einstellbar sind in den Optionen und in einer Auflösung von 1024x768. Allerdings waren in Außenleveln mit Wettereffekten wie Schnee oder Regen gelegentliche Ruckler bemerkbar, die Spielbarkeit hat aber nicht unbedingt darunter gelitten. Wenn man sich allerdings die empfohlenen Systemanforderungen anschaut dann ist das meiner Meinung nach trotzdem unverständlich, zumal die Grafik nicht den Standart entspricht den andere aktuelle Spiele zu bieten haben, dazu werde ich aber an anderer Stelle des Berichts noch genauer eingehen. Die Ladezeiten waren allerdings relativ gering.
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Story:
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Der Hitman ist schwer verletzt und befindet sich in einem schäbigen Hotelzimmer. Nach und nach erinnert er sich an die vorausgegangen Geschehnisse die ihn in diese missliche Lage gebracht haben. So werden seine Erinnerungen an frühre Ereignisse in einer Rückblende erzählt. Eine Klassische Story in dem Sinne das eine komplette Hintergrundgeschichte erzählt wird gibt es nicht. Vielmehr wird jede Mission einzeln erzählt und man erfährt mehr über den Auftragskiller mit dem Codenamen Nr. 47. Zwischen den Missionen gibt es immer wieder kurze Zwischensequenzen in die Gegenwart, etwa wie ein Arzt sich um die Verletzungen kümmert. Und nach allen Erinnerungen und daraus entstehenden Missionen aus der Vergangenheit, die man sozusagen nachspielt, folgt schließlich das Finale in der Gegenwart.
Wer die beiden Vorgänger schon gespielt hat kennt diese früheren Missionen zum Teil bereits in etwas veränderter Form. Hat man weder den 1. Noch den 2.Teil gespielt dann dürften die einzelnen Missionen etwas wirr und zusammenhanglos erscheinen. Andererseits erfährt man aber auch ein paar Details die so in den vorhergehenden Spielen nicht enthalten waren. Mir selbst kam besonders eine Mission in Hongkong sehr bekannt vor, denn so ähnlich gab es die schon in Hitman.
Ob eine derartige Erzählweise von Handlung in einem Spiel vorteilhaft ist mag wohl Ansichtssache sein, ich finde es etwas gewöhnungsbedürftig ehrlich gesagt.
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Grafik:
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Nach heuten Maßstäben muss man leider sagen das die Grafik insgesamt hoffnungslos veraltet ist, auch wenn das Spiel erst vor ein paar Wochen erschienen ist. So wirken die Texturen unscharf und verwaschen und auch verschiedene Effekte sehen nicht mehr zeitgemäß aus. Gleiches gilt für die Charaktere im Spiel und zeitweise auch für deren Animationen.
Trotzdem verleihen die unterschiedlichen Schauplätze eine geniale Atmosphäre. Meist sind die Level sehr düster gestaltet, mitunter sogar etwas horrormüßig und absolut passend zum Spielgeschehen und es wird mit der Gestaltung die richtige Stimmung erzielt. Auf jeden Fall kommt der Hitman bei all seinen Aufträgen in der Welt viel herum. Und so sind die Handlungsschauplätze sehr abwechslungsreich, etwa ein Sanatorium, ein Schlachthaus wo gerade eine SM-Party stattfindet, ein englisches Landhaus, verschiedene Schauplätze in China oder ein großes Hafengelände in Holland. Und auch wenn die Grafik mit keinem halbwegs aktuellen Spiel mithalten kann, irgendwie wirkt sie interessant und steckt voller kreativer Ideen.
Wenn man in Sachen Optik etwas positives über Hitman Contracts sagen will, dann vielleicht das es ein paar nette Licht- und Spiegeleffekte gibt. Auch Licht und Schatten für die richtige Atmosphäre wurden sehr gut eingesetzt, allerdings nicht in der Qualität wie es beispielsweise bei Splinter Cell dargeboten wird.
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Sound:
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Die Hindergrundmusik bietet den passenden Rahmen für das Spielgeschehen, je nach Situation ist sie langsam und ruhig und dann wieder schnell und laut wenn es richtig Action gibt.
Waffen- und Umgebungsgeräusche sind akzeptabel, aber keineswegs herausragend. Gleiches gilt auch für die deutsche Synchronisation. Auch hier gibt es im Grunde nichts auszusetzen, aber auch nichts was überaus positiv heraussticht. Davon abgesehen ist der Hitman ohnehin kein sonderlich redseliger Typ und spricht daher nur das Nötigste. Das sind dann etwa Unterhaltungen mit anderen Charakteren um Informationen zu erhalten. Stimmungsmäßig und atmosphärisch passen diese Unterredungen sehr gut und verleihen dem Spiel irgendwie auch etwas lebendiges und reales.
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Steuerung:
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Die Steuerung erfolgt wie gewohnt mit Maus und Tastatur, wobei man Nr. 47 in einer 3rd Person Ansicht während der Missionen stets von hinten über die Schulter schaut. Es ist übrigens auch möglich in eine Ego-Perspektive zu wechseln. Die Übersicht ist eigentlich auch immer gut und auch an der Bedienung insgesamt gibt es nichts auszusetzen, die Menüs sind übersichtlich und der Waffenwechsel klappt problemlos und auch recht schnell.
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Waffen und sonstige Gegenstände:
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Als Profikiller sollte man natürlich möglichst wenig Aufmerksamkeit erregen. So beherrscht auch der Hitman das lautlose Töten. Unliebsame Zeitgenossen werden in einem günstigen Moment daher beispielsweise mit der Klaviersaite erdrosselt und anschließend in eine dunkle Ecke gezerrt um sie zu verstecken. Aber es gibt ebenso noch zahlreiche andere Möglichkeiten, die ebenso leise und unauffällig sind. Das Sortiment an Waffen das man in Hitman Contracts zur Verfügung hat ist wirklich enorm und ebenso auch recht kreativ. Im Verlauf des Spiels findet man immer wieder Gegenstände die sich perfekt eignen als Waffenersatz, etwa Fleischerhaken oder Billardstöcke.
Aber natürlich benutzt der Hitman auch “richtige” Waffen. Im Prinzip ist alles vorhanden, von der kleinen handlichen Pistole, die Nr.47 gleich in doppelter Ausführung benutzen kann oder der beliebten Desert Eagle bis hin zu großkalibrigeren Waffen wie beispielsweise AK47, natürlich gehört auch ein Scharfschützengewehr zur Grundausstattung des Auftragkillers.
Geht man allerdings überlegt und mit Bedacht vor, dann bekommen störende Personen eine Betäubungsspritze verpasst und die eigentliche Zielperson wird auf ganz andere Art und Weise ausgeschaltet, etwa indem ein zuvor gefundener Benzinkanister in den Schornstein des Kamins geworfen wird, was natürlich zu einer gewaltigen Explosion führt und ebenso den Zweck erfüllt. Waffen sind in diesem Fall also eher von nebensächlicher Bedeutung, denn auch wenn die Explosion laut ist, bis die Beteiligten wissen was los ist sind sie längst tot und bis andere Charaktere eingreifen können ist der Hitman in der Regel längst über alle Berge.
Eine beliebte Methode von Nr.47 ist auch die Verwendung von Gift, das sich nahezu in jedem Level finden lässt. Aber auch Abführmittel verabreicht er gelegentlich seinen Opfern, um sie anschließend auf dem stillen Örtchen aufzulauern...
Andere nützliche Hilfsmittel wie Fernglas und Nachtsichtgerät gibt es ebenfalls, zwingend gebraucht werden die allerdings nicht. Das Fernglas kann zwar oft nützlich sein um die Umgebung genauer unter die Lupe zu nehmen, aber das Nachtsichtgerät habe ich während des ganzen Spiels nicht einmal verwendet.
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KI:
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Viel herumzumeckern gibt es im Grunde nicht bei der künstlichen Intelligenz, echte KI-Aussetzer konnte ich keine Feststellen. Aber das sich die Gegner nun besonders intelligent verhalten, davon kann auch keine Rede sein. Eine KI, so wie sie beispielsweise in Far Cry funktioniert, sollte man also nicht erwarten. Aber ich denke das ich auch gar nicht der Sinn im neuesten Hitman-Teil. Ich würde sagen die künstliche Intelligenz verhält sich durchschnittlich schlau. Die Gegner sind zwar sehr wachsam und werden schnell misstrauisch, aber wenn der Hitman seine Waffen auspackt dann sind sie nicht unbedingt so schlau um geschickt in Deckung gehen zu können.
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Spielspass:
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Auch wenn Hitman Contracts in Sachen Optik nicht gerade einen Schönheitspreis gewinnen könnte, so gibt es doch einige Argumente die diesen Nachteil gut wettmachen. An erste Stelle wäre da das recht offene Leveldesign. Anders als beispielsweise Sam Fisher stehen dem Hitman nämlich nicht nur leicht unterschiedliche Routen zur Auswahl, die beide jeweils von Punkt A nach Punkt führen. Nein, Nr. 47 besitzt eine viel größere Handlungsfreiheit und kann selbst entscheiden wie er sein jeweiliges Missionsziel erreicht. Natürlich gibt es gelegentlich feste Punkte an die er sich begeben muss, aber generell hat er die frei Wahl was er tun möchte. Zum Beispiel auf einem englischen Schloss. Um etwa den Hausherren das Lebenslicht auszulöschen kann er sich unbemerkt ins Zimmer schleichen, natürlich als Meister der Verwandlungskünste mit zuvor “ausgeliehenen” Outfit einer anderen Person. So stehen die Chancen gut das andere Bewohner keinen Verdacht schöpfen falls er ihnen über den Weg laufen sollte. Da er zuvor ein Fläschchen mit Gift gefunden hat kann er damit unbemerkt den Schlummertrunk seinen Opfers vergiften. Ebenso gut kann er aber auch ein Kissen benutzen, welches praktischerweise gleich in greifbarer Nähe ist. Möglich ist auch ohne Verkleidungsschnickschnack und Schleicherei einfach mit Waffengewalt in Rambo-Manier vorzugehen. Letzteres ist natürlich für einen Profikiller wie Nr. 47 nicht gerade stillvoll und zudem äußerst riskant da man sich auf diese Weise schnell einer enormen Gegnerschar gegenübersieht. Auf diese Weise ist ein schnelles Ableben des Auftragskillers oft vorprogrammiert, aber es ist durchaus zu schaffen. Bei Spielen wie Splinter Cell hingegen ist ein solches Vorgehen generell nicht machbar. Aber im Grunde macht vor allem die Suche nach den verschiedenen Lösungswegen den meisten Spaß und man entdeckt immer wieder neues Sachen, die man anfangs übersehen hat. Ein zusätzlicher Aspekt ist daher natürlich auch der Wiederspielwert, der ist nämlich durchaus vorhanden da es wie gesagt sehr viele verschiedene Lösungswege gibt. Und genau das macht das Spiel für mich auch so interessant.
Zum Beispiel ein Auftrag in Holland. Ich soll eine bestimmte Zielperson ausschalten. Zunächst ist da ein Auto in unmittelbarer Nähe des Startpunktes. Im Kofferraum befindet sich eine Bombe. Leider steht der Fahrer des Wagens genau neben diesem Auto und es ist unmöglich unbemerkt heranzukommen. Dummerweise steigt er kurze Zeit später auch noch ein und fährt davon. Sein Ziel ist ein Schiff das sich im Hafen befindet und ich begebe mich dorthin. Allerdings schaffe ich das nur auf die harte Tour und habe somit natürlich eine ganze Horde Gegner mir gegenüber. Schließlich bin ich beim Wagen und kann die Bombe entschärfen. Den Weg zu meiner Zielperson schieße ich mir erneut frei. Der gute Mann scheint von dem Massaker nicht allzu viel mitbekommen zu haben und ich kann mich von hinten anschleichen und ihn unter Zuhilfenahme der Klaviersaite ins Jenseits befördern. Der Fernzünder, den der zuvor in der Hand hielt und damit drohte die Bombe hochgehen zu lassen nehme ich an mich, obgleich die Bombe ja längst entschärft ist. Im Hafen wimmelt es inzwischen von Polizisten und sogar das Swat-Kommando ist bereits angerückt. Verkleiden oder unbemerkt vorbeischleichen ist ausgeschlossen. Doch siehe da, die da der Fernzünder hilft mir weiter. Ich höre wie die Polizisten sich etwas zurufen, in der Art das man nicht auf mich schießen soll. Klar, die wissen ja nicht das dieser Fernzünder inzwischen nutzlos ist. Und so mache ich mich schon siegessicher auf zu meinem Zielpunkt. Dummerweise sind die Uniformierten aber wohl doch dahinter gekommen das dieser Fernzünder nicht mehr als nur eine Attrappe ist und nach mehreren Versuchen mir erneut den Weg mit Waffengewalt zu bahnen sehe ich ein, das bringt alles nichts. Schließlich fange ich noch mal ganz von vorn an. Ich finde einen Weg um den Fahrer des Wagens kurzzeitig abzulenken und bringe einen Sender am Auto an. Um unbemerkt zum Hafengelände zu kommen vergifte ich einen ahnungslosen Arbeiter, der sich gerade in einem Rockerschuppen amüsiert und klaue seine Klamotten. Da aber diese Tarnung nicht ewig hält muss ich mich noch mal umziehen. Schließlich gelange ins Polizeigebäude, gleich gegenüber vom Schiff. Der Scharfschütze auf dem Dach wird ausgeschaltet und ich schnappe mir sein Gewehr. Nun kann ich die Zielperson in aller Ruhe aus sicherer Diatanz ausschalten und mich anschließend fast unbehelligt aus dem Staub machen. Soviel nur mal zu den Möglichkeiten, natürlich gibt es auch an dieser Stelle noch weitere Wege. Aber ich denke mein Beispiel dürfte wohl anschaulich darlegen wie unterschiedlich der Verlauf einer Mission sein kann. Und
Der Schwierigkeitsgrad ist nicht unbedingt niedrig angesetzt, aber ich hatte nie das Gefühl das er unfair ist. Und obwohl ich generell ein Speichersystem schätze das mir erlaubt jederzeit meinen Spielstand zu sichern, empfand ich es nicht als Nachteil das man in Hitman Contracts nur bedingt die Möglichkeit dazu hat. Je nach gewählten Schwierigkeitsgrad ist das Speichern pro Level höchstens 7 Mal möglich. Dazu muss ich aber sagen, ich habe nie das Maximum benötigt, da das Spiel überaus spannend war hab ich sogar öfters vergessen zwischendurch mal zu speichern. Wenn dann dummerweise doch etwas gründlich schief gelaufen war, das war natürlich Pech. Trotzdem kam nie ein Gefühl von Frustration auf, vor allem weil eben oftmals beim nächsten Versuch Dinge entdeckt wurden die ich zuvor vollkommen übersehen hatte und plötzlich war ein ganzerer Lösungsweg möglich. Auch der Einstieg in dieses Spiel fällt nicht schwer, es gibt sogar die Möglichkeit zuvor alle grundlegenden Dinge in einem Tuturial zu erlernen, somit sollten auch Anfänger keine Probleme mit dem Spielen haben.
Nach jeder abgeschlossenen Mission gibt es auch eine Zusammenfassung mit etlichen Detailangaben sowie als Abschluss eine Gesamtbewertung. Abhängig ist die vom Spielverlauf, etwa wie gut die Tarnung war, ob Unschuldige getötet wurden u.s.w., eben von der eigenen Spielweise. Hat man die Mission mit Waffengewalt gelöst und wahllos jeden abgeballert, der die Wege des Hitman gekreuzt hat, dann gab es zum Abschluss nur die Einschätzung “Massenmörder”, nicht gerade ein Kompliment für Nr.47. Mit etwas mehr Stil, Verkleidungen um unentdeckt zu bleiben und Kreativität bei der Vorgehensweise hat es dann immerhin bis zum Profi gereicht. Manchmal ist es aber verdammt schwer die Tarnung aufrecht zu erhalten, den Gegner schöpfen häufig viel zu schnell verdacht und trotz Verkleidung ist Nr.47 schneller enttarnt als man denkt. Dann hilft es leider nur noch mit Waffengewalt sich der Widersacher zu entledigen und rasch nach einer neuen Verkleidung zu suchen.
Positiv ist in jedem Fall der Langzeitspielspaß. Wobei die Spieldauer aber auch von der Vorgehensweise abhängig ist. Ballert man sich einfach durch die Level ohne nach alternativen Lösungswegen zu suchen dann benötigt man kaum mehr als schätzungsweise 15 Stunden. Wenn man aber gezielt nach Möglichkeiten sucht unauffällig die Aufträge zu erledigen dann ist man schon 25-30 Stunden mit dem Spiel beschäftigt. Und da es stets mehrere Lösungswege gibt ist auch der Wiederspielwert sehr hoch, denn die Fülle der Möglichkeiten entdeckt man in der Regel nicht sofort und so bleibt es auch spannend nachdem man es schon einmal durchgespielt hat. Zwar habe ich mir Hitman Contracts nicht selbst gekauft, sondern nur für ein paar Tage ausgeliehen, aber ich finde dieses Spiel ist die rund 40,- Euro die man momentan dafür bezahlen muss in jedem Fall wert.
Ein paar Worte zum Thema Gewalt dürfen natürlich an dieser Stelle nicht fehlen. Hitman Contracts hat keine Jugendfreigabe erhalten und ist daher nur für Personen erhältlich die mindestens 18 Jahre alt sind. Meiner Meinung nach auch völlig zu recht, denn die Gewaltdarstellung in diesem Spiel ist schon äußerst heftig. Im Optionsmenü hat man zwar die Möglichkeit Blut ganz auszuschalten, aber die Brutalität wird nicht allein durch Bluteffekte erzielt. Allein schon die Thematik des Spiels, das Nr. 47 ein bezahlter Auftragskiller ist, dürfte Grund genug sein das dieses Spiel nur Erwachsenen zugänglich sein sollte. Und da es nun mal keine Jugendfreigabe hat finde ich es auch gut das man nicht versucht hat die deutsche Fassung zu entschärfen, denn Erwachsenen Personen sollte man durchaus zugestehen unzensierte Spiele vorsetzen zu können. Gewaltverherrlichend finde ich das Spiel übrigens nicht, auch wenn es sehr brutal zugeht. Obwohl ich auch sagen muss, mitunter ist das Geschehen hart an der Grenze zur Geschmacklosigkeit.
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Fazit:
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Die Story, die ja genaugenommen gar nicht richtig vorhanden ist, gehört nicht gerade zu den Vorzügen dieses Spiels. Die wahllose Aneinanderreihung von Ereignissen die man nachspielt sorgen zunächst für Verwirrung, wobei am Ende aber trotzdem alles weitgehend aufgeklärt wird. Auch von der Optik her ist Hitman Contracts eher eine Enttäuschung. Hat man zuvor beispielweise Max Payne 2 gespielt und noch Erinnerung wie detailliert die Texturen und verschiedene Effekte wirken, wie überwältigend die Grafikpracht von Far Cry ist oder wie geschmeidig sich Agent Sam Fisher aus Splinter Cell bewegt, dann könnte man meinen der neuste Teil von Hitman hätte schon ein paar Jahre hinter sich. Die Grafik ist ganz einfach nicht mehr zeitgemäß. Ein paar nette Licht- und Spiegeleffekte bewirken da leider auch nicht mehr viel. Dem Spielspaß tut das aber keinen Abbruch, denn der ist trotzdem vorhanden und sogar reichlich. Besonders die vielen Möglichkeiten in jeder einzelnen Mission haben mir dabei sehr gut gefallen. Und auch sonst steckt das Spiel voller kreativer Ideen. Aufgrund des hohen Gewaltfaktors ist das Spiel erst ab 18 Jahren freigegeben, vollkommen zurecht natürlich, aber ich denke aus diesem Grund wird es auch ohnehin nicht Jedem zusagen. Man muss eben solche Spiele generell mögen um Spielspaß und gute Unterhaltung damit haben zu können. Von meiner Seite aus kann ich Hitman Contracts durchaus weiterempfehlen, denn für mich war es eines der spannendsten Spiele in diesem Jahr. In meiner Bewertung ziehe ich einen Punkt ab für die veraltete Grafik.
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Systemanforderungen:
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Windows 98SE/2000/XP
CPU mit 800 Mhz (empfohlen 1,6 Ghz)
128 MB RAM (empfohlen 256 MB)
4x CD-ROM Laufwerk
DirectX 8.0 kompatible Soundkarte
GeForce 2 mit 32 MB (empfolen GeForce 3 mit 64 MB) oder leistungsmäßig ähnliche Grafikkarte
2 GB freier Festplattenspeicher)
Mein System auf dem ich gespielt habe:
Windows XP
Athlon 64 3000+
512 MB RAM
Radeon 9600XT (256MB)
Mit dieser Hardware lief das Spiel bei mir gut mit allen möglichen Details die einstellbar sind in den Optionen und in einer Auflösung von 1024x768. Allerdings waren in Außenleveln mit Wettereffekten wie Schnee oder Regen gelegentliche Ruckler bemerkbar, die Spielbarkeit hat aber nicht unbedingt darunter gelitten. Wenn man sich allerdings die empfohlenen Systemanforderungen anschaut dann ist das meiner Meinung nach trotzdem unverständlich, zumal die Grafik nicht den Standart entspricht den andere aktuelle Spiele zu bieten haben, dazu werde ich aber an anderer Stelle des Berichts noch genauer eingehen. Die Ladezeiten waren allerdings relativ gering.
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Story:
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Der Hitman ist schwer verletzt und befindet sich in einem schäbigen Hotelzimmer. Nach und nach erinnert er sich an die vorausgegangen Geschehnisse die ihn in diese missliche Lage gebracht haben. So werden seine Erinnerungen an frühre Ereignisse in einer Rückblende erzählt. Eine Klassische Story in dem Sinne das eine komplette Hintergrundgeschichte erzählt wird gibt es nicht. Vielmehr wird jede Mission einzeln erzählt und man erfährt mehr über den Auftragskiller mit dem Codenamen Nr. 47. Zwischen den Missionen gibt es immer wieder kurze Zwischensequenzen in die Gegenwart, etwa wie ein Arzt sich um die Verletzungen kümmert. Und nach allen Erinnerungen und daraus entstehenden Missionen aus der Vergangenheit, die man sozusagen nachspielt, folgt schließlich das Finale in der Gegenwart.
Wer die beiden Vorgänger schon gespielt hat kennt diese früheren Missionen zum Teil bereits in etwas veränderter Form. Hat man weder den 1. Noch den 2.Teil gespielt dann dürften die einzelnen Missionen etwas wirr und zusammenhanglos erscheinen. Andererseits erfährt man aber auch ein paar Details die so in den vorhergehenden Spielen nicht enthalten waren. Mir selbst kam besonders eine Mission in Hongkong sehr bekannt vor, denn so ähnlich gab es die schon in Hitman.
Ob eine derartige Erzählweise von Handlung in einem Spiel vorteilhaft ist mag wohl Ansichtssache sein, ich finde es etwas gewöhnungsbedürftig ehrlich gesagt.
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Grafik:
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Nach heuten Maßstäben muss man leider sagen das die Grafik insgesamt hoffnungslos veraltet ist, auch wenn das Spiel erst vor ein paar Wochen erschienen ist. So wirken die Texturen unscharf und verwaschen und auch verschiedene Effekte sehen nicht mehr zeitgemäß aus. Gleiches gilt für die Charaktere im Spiel und zeitweise auch für deren Animationen.
Trotzdem verleihen die unterschiedlichen Schauplätze eine geniale Atmosphäre. Meist sind die Level sehr düster gestaltet, mitunter sogar etwas horrormüßig und absolut passend zum Spielgeschehen und es wird mit der Gestaltung die richtige Stimmung erzielt. Auf jeden Fall kommt der Hitman bei all seinen Aufträgen in der Welt viel herum. Und so sind die Handlungsschauplätze sehr abwechslungsreich, etwa ein Sanatorium, ein Schlachthaus wo gerade eine SM-Party stattfindet, ein englisches Landhaus, verschiedene Schauplätze in China oder ein großes Hafengelände in Holland. Und auch wenn die Grafik mit keinem halbwegs aktuellen Spiel mithalten kann, irgendwie wirkt sie interessant und steckt voller kreativer Ideen.
Wenn man in Sachen Optik etwas positives über Hitman Contracts sagen will, dann vielleicht das es ein paar nette Licht- und Spiegeleffekte gibt. Auch Licht und Schatten für die richtige Atmosphäre wurden sehr gut eingesetzt, allerdings nicht in der Qualität wie es beispielsweise bei Splinter Cell dargeboten wird.
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Sound:
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Die Hindergrundmusik bietet den passenden Rahmen für das Spielgeschehen, je nach Situation ist sie langsam und ruhig und dann wieder schnell und laut wenn es richtig Action gibt.
Waffen- und Umgebungsgeräusche sind akzeptabel, aber keineswegs herausragend. Gleiches gilt auch für die deutsche Synchronisation. Auch hier gibt es im Grunde nichts auszusetzen, aber auch nichts was überaus positiv heraussticht. Davon abgesehen ist der Hitman ohnehin kein sonderlich redseliger Typ und spricht daher nur das Nötigste. Das sind dann etwa Unterhaltungen mit anderen Charakteren um Informationen zu erhalten. Stimmungsmäßig und atmosphärisch passen diese Unterredungen sehr gut und verleihen dem Spiel irgendwie auch etwas lebendiges und reales.
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Steuerung:
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Die Steuerung erfolgt wie gewohnt mit Maus und Tastatur, wobei man Nr. 47 in einer 3rd Person Ansicht während der Missionen stets von hinten über die Schulter schaut. Es ist übrigens auch möglich in eine Ego-Perspektive zu wechseln. Die Übersicht ist eigentlich auch immer gut und auch an der Bedienung insgesamt gibt es nichts auszusetzen, die Menüs sind übersichtlich und der Waffenwechsel klappt problemlos und auch recht schnell.
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Waffen und sonstige Gegenstände:
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Als Profikiller sollte man natürlich möglichst wenig Aufmerksamkeit erregen. So beherrscht auch der Hitman das lautlose Töten. Unliebsame Zeitgenossen werden in einem günstigen Moment daher beispielsweise mit der Klaviersaite erdrosselt und anschließend in eine dunkle Ecke gezerrt um sie zu verstecken. Aber es gibt ebenso noch zahlreiche andere Möglichkeiten, die ebenso leise und unauffällig sind. Das Sortiment an Waffen das man in Hitman Contracts zur Verfügung hat ist wirklich enorm und ebenso auch recht kreativ. Im Verlauf des Spiels findet man immer wieder Gegenstände die sich perfekt eignen als Waffenersatz, etwa Fleischerhaken oder Billardstöcke.
Aber natürlich benutzt der Hitman auch “richtige” Waffen. Im Prinzip ist alles vorhanden, von der kleinen handlichen Pistole, die Nr.47 gleich in doppelter Ausführung benutzen kann oder der beliebten Desert Eagle bis hin zu großkalibrigeren Waffen wie beispielsweise AK47, natürlich gehört auch ein Scharfschützengewehr zur Grundausstattung des Auftragkillers.
Geht man allerdings überlegt und mit Bedacht vor, dann bekommen störende Personen eine Betäubungsspritze verpasst und die eigentliche Zielperson wird auf ganz andere Art und Weise ausgeschaltet, etwa indem ein zuvor gefundener Benzinkanister in den Schornstein des Kamins geworfen wird, was natürlich zu einer gewaltigen Explosion führt und ebenso den Zweck erfüllt. Waffen sind in diesem Fall also eher von nebensächlicher Bedeutung, denn auch wenn die Explosion laut ist, bis die Beteiligten wissen was los ist sind sie längst tot und bis andere Charaktere eingreifen können ist der Hitman in der Regel längst über alle Berge.
Eine beliebte Methode von Nr.47 ist auch die Verwendung von Gift, das sich nahezu in jedem Level finden lässt. Aber auch Abführmittel verabreicht er gelegentlich seinen Opfern, um sie anschließend auf dem stillen Örtchen aufzulauern...
Andere nützliche Hilfsmittel wie Fernglas und Nachtsichtgerät gibt es ebenfalls, zwingend gebraucht werden die allerdings nicht. Das Fernglas kann zwar oft nützlich sein um die Umgebung genauer unter die Lupe zu nehmen, aber das Nachtsichtgerät habe ich während des ganzen Spiels nicht einmal verwendet.
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KI:
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Viel herumzumeckern gibt es im Grunde nicht bei der künstlichen Intelligenz, echte KI-Aussetzer konnte ich keine Feststellen. Aber das sich die Gegner nun besonders intelligent verhalten, davon kann auch keine Rede sein. Eine KI, so wie sie beispielsweise in Far Cry funktioniert, sollte man also nicht erwarten. Aber ich denke das ich auch gar nicht der Sinn im neuesten Hitman-Teil. Ich würde sagen die künstliche Intelligenz verhält sich durchschnittlich schlau. Die Gegner sind zwar sehr wachsam und werden schnell misstrauisch, aber wenn der Hitman seine Waffen auspackt dann sind sie nicht unbedingt so schlau um geschickt in Deckung gehen zu können.
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Spielspass:
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Auch wenn Hitman Contracts in Sachen Optik nicht gerade einen Schönheitspreis gewinnen könnte, so gibt es doch einige Argumente die diesen Nachteil gut wettmachen. An erste Stelle wäre da das recht offene Leveldesign. Anders als beispielsweise Sam Fisher stehen dem Hitman nämlich nicht nur leicht unterschiedliche Routen zur Auswahl, die beide jeweils von Punkt A nach Punkt führen. Nein, Nr. 47 besitzt eine viel größere Handlungsfreiheit und kann selbst entscheiden wie er sein jeweiliges Missionsziel erreicht. Natürlich gibt es gelegentlich feste Punkte an die er sich begeben muss, aber generell hat er die frei Wahl was er tun möchte. Zum Beispiel auf einem englischen Schloss. Um etwa den Hausherren das Lebenslicht auszulöschen kann er sich unbemerkt ins Zimmer schleichen, natürlich als Meister der Verwandlungskünste mit zuvor “ausgeliehenen” Outfit einer anderen Person. So stehen die Chancen gut das andere Bewohner keinen Verdacht schöpfen falls er ihnen über den Weg laufen sollte. Da er zuvor ein Fläschchen mit Gift gefunden hat kann er damit unbemerkt den Schlummertrunk seinen Opfers vergiften. Ebenso gut kann er aber auch ein Kissen benutzen, welches praktischerweise gleich in greifbarer Nähe ist. Möglich ist auch ohne Verkleidungsschnickschnack und Schleicherei einfach mit Waffengewalt in Rambo-Manier vorzugehen. Letzteres ist natürlich für einen Profikiller wie Nr. 47 nicht gerade stillvoll und zudem äußerst riskant da man sich auf diese Weise schnell einer enormen Gegnerschar gegenübersieht. Auf diese Weise ist ein schnelles Ableben des Auftragskillers oft vorprogrammiert, aber es ist durchaus zu schaffen. Bei Spielen wie Splinter Cell hingegen ist ein solches Vorgehen generell nicht machbar. Aber im Grunde macht vor allem die Suche nach den verschiedenen Lösungswegen den meisten Spaß und man entdeckt immer wieder neues Sachen, die man anfangs übersehen hat. Ein zusätzlicher Aspekt ist daher natürlich auch der Wiederspielwert, der ist nämlich durchaus vorhanden da es wie gesagt sehr viele verschiedene Lösungswege gibt. Und genau das macht das Spiel für mich auch so interessant.
Zum Beispiel ein Auftrag in Holland. Ich soll eine bestimmte Zielperson ausschalten. Zunächst ist da ein Auto in unmittelbarer Nähe des Startpunktes. Im Kofferraum befindet sich eine Bombe. Leider steht der Fahrer des Wagens genau neben diesem Auto und es ist unmöglich unbemerkt heranzukommen. Dummerweise steigt er kurze Zeit später auch noch ein und fährt davon. Sein Ziel ist ein Schiff das sich im Hafen befindet und ich begebe mich dorthin. Allerdings schaffe ich das nur auf die harte Tour und habe somit natürlich eine ganze Horde Gegner mir gegenüber. Schließlich bin ich beim Wagen und kann die Bombe entschärfen. Den Weg zu meiner Zielperson schieße ich mir erneut frei. Der gute Mann scheint von dem Massaker nicht allzu viel mitbekommen zu haben und ich kann mich von hinten anschleichen und ihn unter Zuhilfenahme der Klaviersaite ins Jenseits befördern. Der Fernzünder, den der zuvor in der Hand hielt und damit drohte die Bombe hochgehen zu lassen nehme ich an mich, obgleich die Bombe ja längst entschärft ist. Im Hafen wimmelt es inzwischen von Polizisten und sogar das Swat-Kommando ist bereits angerückt. Verkleiden oder unbemerkt vorbeischleichen ist ausgeschlossen. Doch siehe da, die da der Fernzünder hilft mir weiter. Ich höre wie die Polizisten sich etwas zurufen, in der Art das man nicht auf mich schießen soll. Klar, die wissen ja nicht das dieser Fernzünder inzwischen nutzlos ist. Und so mache ich mich schon siegessicher auf zu meinem Zielpunkt. Dummerweise sind die Uniformierten aber wohl doch dahinter gekommen das dieser Fernzünder nicht mehr als nur eine Attrappe ist und nach mehreren Versuchen mir erneut den Weg mit Waffengewalt zu bahnen sehe ich ein, das bringt alles nichts. Schließlich fange ich noch mal ganz von vorn an. Ich finde einen Weg um den Fahrer des Wagens kurzzeitig abzulenken und bringe einen Sender am Auto an. Um unbemerkt zum Hafengelände zu kommen vergifte ich einen ahnungslosen Arbeiter, der sich gerade in einem Rockerschuppen amüsiert und klaue seine Klamotten. Da aber diese Tarnung nicht ewig hält muss ich mich noch mal umziehen. Schließlich gelange ins Polizeigebäude, gleich gegenüber vom Schiff. Der Scharfschütze auf dem Dach wird ausgeschaltet und ich schnappe mir sein Gewehr. Nun kann ich die Zielperson in aller Ruhe aus sicherer Diatanz ausschalten und mich anschließend fast unbehelligt aus dem Staub machen. Soviel nur mal zu den Möglichkeiten, natürlich gibt es auch an dieser Stelle noch weitere Wege. Aber ich denke mein Beispiel dürfte wohl anschaulich darlegen wie unterschiedlich der Verlauf einer Mission sein kann. Und
Der Schwierigkeitsgrad ist nicht unbedingt niedrig angesetzt, aber ich hatte nie das Gefühl das er unfair ist. Und obwohl ich generell ein Speichersystem schätze das mir erlaubt jederzeit meinen Spielstand zu sichern, empfand ich es nicht als Nachteil das man in Hitman Contracts nur bedingt die Möglichkeit dazu hat. Je nach gewählten Schwierigkeitsgrad ist das Speichern pro Level höchstens 7 Mal möglich. Dazu muss ich aber sagen, ich habe nie das Maximum benötigt, da das Spiel überaus spannend war hab ich sogar öfters vergessen zwischendurch mal zu speichern. Wenn dann dummerweise doch etwas gründlich schief gelaufen war, das war natürlich Pech. Trotzdem kam nie ein Gefühl von Frustration auf, vor allem weil eben oftmals beim nächsten Versuch Dinge entdeckt wurden die ich zuvor vollkommen übersehen hatte und plötzlich war ein ganzerer Lösungsweg möglich. Auch der Einstieg in dieses Spiel fällt nicht schwer, es gibt sogar die Möglichkeit zuvor alle grundlegenden Dinge in einem Tuturial zu erlernen, somit sollten auch Anfänger keine Probleme mit dem Spielen haben.
Nach jeder abgeschlossenen Mission gibt es auch eine Zusammenfassung mit etlichen Detailangaben sowie als Abschluss eine Gesamtbewertung. Abhängig ist die vom Spielverlauf, etwa wie gut die Tarnung war, ob Unschuldige getötet wurden u.s.w., eben von der eigenen Spielweise. Hat man die Mission mit Waffengewalt gelöst und wahllos jeden abgeballert, der die Wege des Hitman gekreuzt hat, dann gab es zum Abschluss nur die Einschätzung “Massenmörder”, nicht gerade ein Kompliment für Nr.47. Mit etwas mehr Stil, Verkleidungen um unentdeckt zu bleiben und Kreativität bei der Vorgehensweise hat es dann immerhin bis zum Profi gereicht. Manchmal ist es aber verdammt schwer die Tarnung aufrecht zu erhalten, den Gegner schöpfen häufig viel zu schnell verdacht und trotz Verkleidung ist Nr.47 schneller enttarnt als man denkt. Dann hilft es leider nur noch mit Waffengewalt sich der Widersacher zu entledigen und rasch nach einer neuen Verkleidung zu suchen.
Positiv ist in jedem Fall der Langzeitspielspaß. Wobei die Spieldauer aber auch von der Vorgehensweise abhängig ist. Ballert man sich einfach durch die Level ohne nach alternativen Lösungswegen zu suchen dann benötigt man kaum mehr als schätzungsweise 15 Stunden. Wenn man aber gezielt nach Möglichkeiten sucht unauffällig die Aufträge zu erledigen dann ist man schon 25-30 Stunden mit dem Spiel beschäftigt. Und da es stets mehrere Lösungswege gibt ist auch der Wiederspielwert sehr hoch, denn die Fülle der Möglichkeiten entdeckt man in der Regel nicht sofort und so bleibt es auch spannend nachdem man es schon einmal durchgespielt hat. Zwar habe ich mir Hitman Contracts nicht selbst gekauft, sondern nur für ein paar Tage ausgeliehen, aber ich finde dieses Spiel ist die rund 40,- Euro die man momentan dafür bezahlen muss in jedem Fall wert.
Ein paar Worte zum Thema Gewalt dürfen natürlich an dieser Stelle nicht fehlen. Hitman Contracts hat keine Jugendfreigabe erhalten und ist daher nur für Personen erhältlich die mindestens 18 Jahre alt sind. Meiner Meinung nach auch völlig zu recht, denn die Gewaltdarstellung in diesem Spiel ist schon äußerst heftig. Im Optionsmenü hat man zwar die Möglichkeit Blut ganz auszuschalten, aber die Brutalität wird nicht allein durch Bluteffekte erzielt. Allein schon die Thematik des Spiels, das Nr. 47 ein bezahlter Auftragskiller ist, dürfte Grund genug sein das dieses Spiel nur Erwachsenen zugänglich sein sollte. Und da es nun mal keine Jugendfreigabe hat finde ich es auch gut das man nicht versucht hat die deutsche Fassung zu entschärfen, denn Erwachsenen Personen sollte man durchaus zugestehen unzensierte Spiele vorsetzen zu können. Gewaltverherrlichend finde ich das Spiel übrigens nicht, auch wenn es sehr brutal zugeht. Obwohl ich auch sagen muss, mitunter ist das Geschehen hart an der Grenze zur Geschmacklosigkeit.
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Fazit:
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Die Story, die ja genaugenommen gar nicht richtig vorhanden ist, gehört nicht gerade zu den Vorzügen dieses Spiels. Die wahllose Aneinanderreihung von Ereignissen die man nachspielt sorgen zunächst für Verwirrung, wobei am Ende aber trotzdem alles weitgehend aufgeklärt wird. Auch von der Optik her ist Hitman Contracts eher eine Enttäuschung. Hat man zuvor beispielweise Max Payne 2 gespielt und noch Erinnerung wie detailliert die Texturen und verschiedene Effekte wirken, wie überwältigend die Grafikpracht von Far Cry ist oder wie geschmeidig sich Agent Sam Fisher aus Splinter Cell bewegt, dann könnte man meinen der neuste Teil von Hitman hätte schon ein paar Jahre hinter sich. Die Grafik ist ganz einfach nicht mehr zeitgemäß. Ein paar nette Licht- und Spiegeleffekte bewirken da leider auch nicht mehr viel. Dem Spielspaß tut das aber keinen Abbruch, denn der ist trotzdem vorhanden und sogar reichlich. Besonders die vielen Möglichkeiten in jeder einzelnen Mission haben mir dabei sehr gut gefallen. Und auch sonst steckt das Spiel voller kreativer Ideen. Aufgrund des hohen Gewaltfaktors ist das Spiel erst ab 18 Jahren freigegeben, vollkommen zurecht natürlich, aber ich denke aus diesem Grund wird es auch ohnehin nicht Jedem zusagen. Man muss eben solche Spiele generell mögen um Spielspaß und gute Unterhaltung damit haben zu können. Von meiner Seite aus kann ich Hitman Contracts durchaus weiterempfehlen, denn für mich war es eines der spannendsten Spiele in diesem Jahr. In meiner Bewertung ziehe ich einen Punkt ab für die veraltete Grafik.
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