Hitman: Contracts (Action PC Spiel) Testbericht

ab 16,76
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Erfahrungsbericht von atrachte

Wenn Meister Proper für Geld tötet...

Pro:

hoher Wiederspielwert, schöne Missionen, Uncut, wird nie Langweilig, viel Handlungsfreiheit,

Kontra:

veraltete Technik, schwache Story,

Empfehlung:

Ja

„Wer für Geld tötet, muss bereit sein sich über alle Regeln hinwegzusetzen.“
Die Psyche des Profikillers.

Story:
Vorgeschichte von Hitman:
Vor langer Zeit wollten einige mächtige Männer ihre Gene zusammenfügen um einen Übermenschen zu erschaffen und ihn für ihre Zwecke benutzen. Doch dies fliegt auf. Der Professor Dr. Orthmeyer, arbeitet jedoch mit anderen Wissenschaftlern zusammen weiter an diesem Projekt. Nach Jahren gelingt es ihnen auch. Eines Tages wacht ein Mann in einer Nervenklinik, die eigentlich ein Klonlabor ist, auf. Es ist 47. Er bringt seinen Erschaffer, Dr. Orthmeyer, um und flieht aus der Klinik. Er wird zum Profikiller...

Nach den Geschehnissen von Hitman 2, arbeitet Nr. 47 wieder für die Agentur. Doch bei seinem letzten Auftrag scheint etwas schief gegangen zu sein. Tobias Rieper, wie Nr. 47 eigentlich heisst, irrt durch die Gänge eines Hotels. Er wurde angeschossen. Mit letzter Kraft schleppt er sich in sein Zimmer. Dort bricht er unter Schmerzen zusammen. 47 fängt an zu Halluzinieren, und während er mit dem Tode ringt errinert er sich an seine alten Aufträge. Doch während 47 mit dem Tode ringt, gibt es ausserhalb des Hotels ein Polizei Aufgebot. 47 hat nicht mehr viel Zeit...

Das war’s auch schon mit der Story. Wie auch die Vorgänger glänzt Hitman 3 nicht mit einer Filmreifen Story, leider. Wie gesagt bricht Nr. 47 in seinem Zimmer zusammen und beginnt sich an seine alten Missionen zu erinnern die der Spieler spielt. Zwischen diesen Missionen wird kaum etwas zur Story erzählt, die Missionen sind im Prinzip nur sinnlos an einander gereiht. Spannend, in Sachen Story, wird es erst am Ende, aber das will ich euch nicht verraten, den ich denke viele wollen das Game noch zocken.

Gameplay:
Die Missionen:
Zuerst sei gesagt, das ,fast, alle Missionen in Hitman 3 bereits im Indizierten ersten Teil, Hitman: Codename 47, zu spielen waren, nur das sie ein wenig verändert wurden. Wie bereits erwähnt, erlebt Nr. 47 seine „alten“ Aufträge in einer Art Dega-Vu. An sich eine nette Idee, und sie wurden im Prinzip auch gut umgesetzt. Im Spiel gibt es 12 Missionen. Sie führen den Spieler an viele verschiedene Orte wie Sibirien, Hong Kong, Budapest oder auch nach England. Die Missionen sind alle sehr unterschiedlich und spielen sich auch anders. Langeweile kommt eigentlich nie auf. Ich nehme als Beispiel mal die erste Mission die in einer Nervenklinik spielt. Nachdem der Spieler in einer kurzen Zwischensequenz sieht wie 47, Dr. Orthmeyer umbringt muss man nun aus der Klinik fliehen. Das Problem: Im Gebäude suchen bereits die Polizisten einer Sondereinheit nach 47. Man könnte sich jetzt eine Waffe schnappen und sich den Weg freischießen oder ich besorge mir das Outfit einer Sondereinheit oder eines Patienten und gehe Seelenruhig aus der Klinik hinaus. Es gibt wirklich unzählige Wege seine Missionen zu Ende zu bringen, und deshalb hat Hitman auch einen hohen Wiederspielwert.

Die Waffen:
Wie viele Waffen es in Hitman 3 weis ich nicht, da ich noch nicht alle frei gespielt habe, aber es gibt auf jeden Fall sehr viele. Es gibt lautlose Waffen z.b eine Schaufel, Schwert, Elektroschocker, Fleischerhaken und die alt bekannte Klaviersaite. Natürlich gibt es auch unzählige Schusswaffen wie z.b die AK 74, Pumpgun, Desert Eagle, Uzis, PGM Silenced Sniper Rifle, M4, Minigun oder auch die Silberballer. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten seine Aufträge mit Gewalt zu lösen, z.b kann man seine Feinde nun in Wasser ertränken oder auch mit einem Kissen ersticken. Die meisten Waffen muss man erst freispielen, in dem man eine Mission mit der Bewertung Silent Assasin abschließt. Diese Bewertung bekommt man allerdings nur wenn man sich in der Mission so unauffällig wie möglich verhält, das heisst kein wildes Rumgeballere.

Schleichen oder Ballern?:
Was ich an allen Hitman Teilen sehr mag ist, das es zwei Wege gibt seine Missionen zu erledigen. Man kann, wie in „Splinter Cell“, schleichen oder wie Rambo alles wegballern was sich bewegt. Wenn man sich für die Schleich Variante entscheidet muss man viel wert auf Tarnung legen und sollte nicht zu viele NPCs eliminieren. Am besten man benutzt zum Morden eine Schallgedämpfte Waffe oder eine Lautlose wie z.b die gute alte Klaviersaite. Man muss auch darauf achten das die Leichen gut versteckt werden. Wenn ein NPC eine Leiche entdeckt werden sofort Wachen und sonstige Personen mit Waffen arlamiert. Man kann sich ja vorstellen was dann los ist. Wenn man das gut erledigt hat bekommt man am Ende eines Levels evtl. eine Bonuswaffe. Bei der Baller Variante legt man eigentlich nur Wert drauf seine Gegner zu töten und selbst am Leben zu bleiben. Wählt man diese Variante hat man das Spiel aber recht zügig durch und es nimmt dem Spiel seinen ganzen Spass.

Ego- oder Thirdperson Sicht:
Wie auch im Vorgänger kann man in Hitman 3 zwischen zwei Sichten wählen, der Ego Ansicht und der Thirdperson Ansicht. Die Ego Ansicht ist zwar im Vergleich zum Vorgänger verbessert worden, sieht aber immer noch karg aus. Das Model der Waffen und die Hände von 47 sind sehr klein geraten und sehen etwas komisch aus. Ich empfehle die Thirdperson Sicht. Mit ihr hat man mehr Überblick und es macht mehr Spass. Für schnelle Feuergefechte kann man aber ruhig mal auf die Ego Ansicht wechseln.

Was zieht Nr. 47 den heute an?:
Wie auch in den Vorgängern, gibt es in Contracts viele Möglichkeiten seine Missionen zu Ende zu bringen. Wählt man die Schleich Variante ist es hilfreich wenn man sich neue Klammoten anzieht um unter den NPCs kein Aufsehen zu erwecken. In einer Mission die in Sibirien spielt kann man sich die Uniformen der Soldaten „ausleihen“ und sie sich anziehen. Manchmal bekommt man die Anziehsachen schon von der Agentur bereitgestellt, doch meistens muss man einen Gegner die Sachen entwenden. Der schnellste Weg ist ihm unauffällig eine Kugel zu verpassen. Nun kann sich 47 die Sachen vom eliminierten Gegner anziehen. Auf diese Weise kommt man leichter an Wachen vorbei. Doch man sollte Vorsichtig sein, manchmal bemerken die NPCs trotzdem das vor ihnen der Feind steht.


Die Brutalität:
Zuerst sollte ich erwähnen das Hitman 3 in Deutschland ungeschnitten verkauft wird. Der Brutalitätspegel ist sehr hoch, aber es wirkt nicht Geschmacklos wie die Brutalität in „Postal 2“. Es fliegen zwar keine Köpfe und sonstige Glieder durch die Gegend, mit Blut wird aber trotzdem nicht gespart. Ein Beispiel: Ich schieße mit einer Pumpgun auf eine Wache die an einer Wand steht. Sobald ich die Wache getroffen habe klebt an der Wand ein riesiger Blutfleck, von der Menge des Blutes erinnert es mich ein bisschen an den Film „Kill Bill“. Ein anderes Beispiel ist, das ich mich von Hinten an einen Gegner mit der Klaviersaite anschleiche und diesen erwürge. Wenn man genau hinsieht, sieht man das der Kopf vom Gegner leicht blau anläuft. Meiner Meinung nach etwas übertrieben. Für Kinder ist das Spiel auf gar keinen Fall geeignet.

Technik:
Grafik:
Die Grafik Engine welche in Hitman 3 verwendet wird ist die gleiche wie im Vorgänger auch. Sie nennt sich „Glacier Engine“. Die Grafik kann also mit Aktuellen Titeln wie „Doom 3“ oder „Far Cry“ nicht wirklich mithalten. Ich persönlich finde auch man hätte eine neue Grafik Engine benutzen können, auch wenn die Grafik nicht wirklich schlecht ist. Aber es wirkt alles sehr eckig und die Texturen sind teils verwaschen. Es gibt aber auch einige nette Details. Z.b spiegelt sich die Umgebung in Wasser oder auf Blutlachen. Um diese Details zu sehen braucht man mindestens eine Radeon 9000, aber eine solche oder ähnlich starke Grafikkarte sollte mittlerweile ja jeder haben.

Sound:
Der Sound ist in Hitman 3 sehr gut geworden. Das meiste was man im Spiel hört, sind eigentlich die Geräusche der Waffen, welche sehr gut gelungen sind. Es gibt aber auch eine sehr gut gewordene, deutsche, Sprachausgabe. Zwar ist sie nicht so gut wie in „Mafia“ aber dennoch setzt sie sich von einigen anderen Spielen ab. Die Sprachausgabe sorgt sehr für die Atmosphäre, und die Synchronstimme von Nr.47 passt wie die Faust aufs Auge. In der deutschen Version von Hitman 3 leiht der Synchronsprecher von Wesley Snipes, Nr. 47 seine Stimme. Für die passende Hintergrund Musik sorgt übrigens Jesper Kyd.

Physik Engine:
In Hitman 3 kommt die „Havok Physik Engine“ zum Einsatz, welche in Spielen wie „Max Payne 2“ oder auch „Half Life 2“ verwendet wird. Die Physik Engine ist sehr gut gelungen auch wenn sie teils sehr übertrieben ist. Ich persönlich finde es ziemlich Unrealistisch wenn ich mit einer Colt auf einen Gegner schieße und dieser gleich 15 m weit zurück fliegt.

KI:
Die KI ist im Vergleich zum Vorgänger gut gelungen. Contracts kann zwar nicht mit der KI aus „Far Cry“ mithalten, bietet aber dennoch eine gute Herausforderung. Es kommt zwar vor das die Gegner direkt in das Mündungsfeuer von 47 rennen aber das macht die Sache auch nicht wirklich einfacher.

Steuerung:
Am Anfang ist die Steuerung etwas ungenau. Der Durchschnittsspieler findet sich aber schnell ein, und jeder der die Vorgänger gezockt hat sowieso, da die Steuerung so ziemlich gleich geblieben ist.

Systemanforderung:

Mindestens:
Microsoft Windows 98SE/2000/XP
Pentium 3, 800 MHz oder entsprechenden Athlon-Prozessor
128 MB Arbeitsspeicher für Windows 98SE, 256 MB für Windows 2000/XP
32 MB Direct X 8.0 kompatible Direct3D Grafikkarte (GeForce 2+ oder ähnlich)
Soundkarte (100% Direct X 8.0-kompatibel)
4-fach CD-ROM-Laufwerk
2 GB verfügbarer Festplattenspeicher

Empfohlen:
Pentium 4, 1.6 GHz (oder entsprechender Athlon XP-Prozessor)
256 MB Arbeitsspeicher
64 MB DirectX 8.0 kompatible Direct3D Grafikkarte

Kritik:
Hitman 3 ist in Sachen Gameplay zwar kein Meilenstein aber dennoch sehr gut zu Spielen. Deshalb liegt mein Kritikpunkt bei der etwas veralteten Grafik. Man muss allerdings bedenken das Hitman 3 nicht als PC Spiel ausgelegt ist sondern als PS2 Spiel. Auf der PS 2 sind halt keine „Doom 3“ Grafiken möglich, aber ich denke man hätte die Glacier Grafik Engine ein bisschen stärker „aufpolieren“ können. Wie schon gesagt ist die Grafik nicht grottig, aber auch kein Oberhammer. Aber wie ich immer so schön sage: Die Grafik ist nicht das wichtigste bei einem Spiel. Was ich allerdings auch zu kritisieren habe ist die leider etwas dünne Story. Man versteht die Zusammenhänge erst am Ende des Spiels.

Wertung in Prozent:
Grafik: 81%
Sound: 84%
Atmosphäre: 82%
Steuerung: 82%
Innovation: 77%
Gesamt Prozentzahl des Spieles: 83%

Fazit:
Sieht man mal von der nicht ganz Aktuellen Technik von Hitman 3 ab ist es dennoch ein sehr gut gelungenes Spiel. Was mir am besten gefällt, sind die zahlreichen Wege wie man seine Aufträge erledigen kann. Aufgrund der vielen Möglichkeiten hat das Spiel einen sehr hohen Wiederspielwert. Auch das Missionsdesign ist wieder einmal super geworden, doch was nervt das die Missionen nicht zusammenhängen und keine Story erzählen. Die Story ist nach der Technik ein grosser Nachteil. Man erfährt leider erst am Ende wie alles zusammenhängt, doch das macht das Spiel irgendwie Spannend und man will es unbedingt durchzocken. Am Gameplay hat sich im Vergleich zum Vorgänger zwar nicht viel geändert, macht aber immer noch einen Heiden Spass. Man braucht Mindestens 15 Stunden bis der Abspann über den Bildschirm läuft, aber aufgrund des hohen Wiederspielwertes zockt man es bestimmt noch einige male durch. Ich denke die meistens werden mit Contracts um die 30 Stunden beschäftigt sein. Hitman 3 ist ein Muss für jeden der die Vorgänger gespielt hat, aber auch Normalo Gamer könnten ihren Spass an 47 haben. Das Spiel ist allerdings nichts für schwache Nerven.


Website des Spieles:
www.hitmancontracts.de

Website des Publishers:
www.eidos.de

Demo zum Spiel :
http://gamesweb.com/pc/downloads/demos/detail.php?item_id=41731

PS:
Hitman 4 ist bereits in Entwicklung und soll evtl. noch Ende 2004 erscheinen.

PPS:
Unter diesen Link findet ihr einige Screenshots zum Spiel:
http://www.ciao.de/opinion_images_view.php/OpinionId/2823180

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