Railroad Tycoon 3 (Management PC Spiel) Testbericht

Railroad-tycoon-3-management-pc-spiel
ab 15,01
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008

5 Sterne
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4 Sterne
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Erfahrungsbericht von trampastheo

Zugsimulation vom Feinsten

Pro:

Riesiger Spielspass, große Herausforderung für den Fan der Wirtschaftssimulation, faszinierende Grafik (vor allem wenn man seinen Zug virtuell begleitet), Vielzahl an verfügbaren Gebäuden und Lokomotiven, Sandbox-Modus

Kontra:

---

Empfehlung:

Ja

Bereits vom Vorgänger fasziniert...
Wenn ich etwas auf dem PC ganz besonders gerne spiele, dann sind es Wirtschaftssimulationen. Bereits einige Jahre zuvor, als Railroad Tycoon 2 auf dem Markt erschien, war ich einer der ersten, die das Spiel in den Händen hielten. Ich war fasziniert von der Umsetzung der Idee mit Zügen, Waren zwischen Städten zu transportieren und dadurch ein eigenes Wirtschaftsimperium zu errichten - ein Imperium auf Gleisen sozusagen. Als vor wenigen Monaten dann die Nachricht da war, dass auch die dritte Ausgabe des Games vom Hersteller Take 2 erscheinen würde, war ich natürlich ganz begeistert und habe mir das Spiel sofort für 44 Euro gekauft.

Gameplay
Auch in dieser Ausgabe von Railroad Tycoon verfolgt man ein Ziel: mit seinen Lokomotiven gewinnbringend Waren zwischen den Städten zu verteilen und sich einen Namen dabei zu machen. Es gibt drei verschiedene Arten, wie man das Spiel starten möchte. Der Sandbox-Mode ist wohl der beste, mit dem man beginnen sollte, um das Spiel auch ohne Ausgaben und Zeitdruck zu verstehen. Später kann man sich dann auf die Missionen und Szenarien stürzen. Ziel ist es bei den Missionen-Kampagnen innerhalb eine gegebene Zeit ein vorgegebenes Ziel zu erreichen. Das kann eine „einfache“ Zugverbindung zwischen Berlin und London sein, aber es ist auch möglich, dass man nach 30 Jahren im Dienst der Eisenbahn ein bestimmtes Kapital gesammelt haben muss. Es gibt immer drei verschiedene Siegeskategorien, die mit den bekannten Medaillen Bronze, Silber und Gold definiert werden.

Als erstes sollte man im Spiel versuchen Schienen zwischen zwei Städten zu legen. Diese Verbindung sollte die möglichst kürzeste sein, damit man nicht zu viele Ausgaben am Anfang des Spiels hat, denn Geld wird da immer knapp. Ist die Verbindung geschaffen, müssen Bahnhöfe aufgestellt werden - einer in jeder Stadt. Zwischen dieser Strecke ist es wichtig, damit später die Züge nicht zusammenbrechen, für die Öl-, Sand und Wasserversorgung der Maschinen zu sorgen. Jetzt kann man seine ersten Zug aus dem Lokomotivmenü aussuchen und die Route auswählen (also die Strecke zwischen den beiden Städten). Railroad Tycoon 3 bietet den Vorteil, dass man diesmal nicht unbedingt selbst aussuchen muss, welche Güter von der einen zu anderen Stadt kommen. Die Güter werden je nach Nachfrage und Produktion ausgewählt. Die Lokomotive fährt nun los und kommt bei der anderen Stadt an. Dort angekommen, wird man meistens dann für die verkauften Waren Geld auf sein Konto bekommen. Nach einiger Zeit ist es angebracht, sollte die Strecke gewinnbringend sein (was meistens der Fall ist), neue Schienen zu den anderen nahegelegenen Städten zu legen. Die Landkarten sind realitätstreu und die meisten Großstädte des jeweiligen Landes sind vorhanden. Die meisten Landkarten haben mit Amerika, Deutschland, Frankreich und England zu tun und sind leicht zu meistern, aber es gibt auch einige andere, die aufgrund der Landschaft, wie z.B. Kanada oder Australien, besonders schwierig zu bewältigen sind. Will man nämlich über die Berge Schienen bauen, kostet das meistens dreifach so viel, wie auf einer normalen Ebene und die Bergtunnel sind leider auch zu teuer, um sie zumindest anfangs finanzieren zu können.

Gleichzeitig jedoch, damit das Spiel nicht nur aus Schienen- und Lokomotivbau besteht, gibt es eine Vielzahl an Gebäuden, die man rund um seine Bahnhöfe errichten kann. Öfters sind Gebäude bereits vom Szenario des Spiels vorhanden und man kann sie dann kaufen. Diese Gebäude umfassen eine Vielzahl an Aktivitäten. Es kann von einer einfachen Brauerei beginnen und erstreckt sich hin bis zur Ölproduktion. Ziel ist es mit diesen Fabriken Gewinne reinzuholen und so mögliche Fehlkalkulationen aus dem Schienenbau wett zu machen oder eben seine Gewinne zu erhöhen. Dabei spielt jedoch auch hier die Taktik des Spielers eine wichtige Rolle. Baut man z.B. eine Holzfabrik in einer Gegend ohne Wald und hat dazu auch keine Verbindung zu anderen Städten, die Holz produzieren, so ist diese Fabrik ein Finanzloch. Durch sie wird man nur Defizite haben. Errichtet man jedoch die Holfabrik neben einem Wald, so produziert man Holz. Dieses Holz kann dann durch die Schienenverbindung mit einem Zug zu einer anderen Stadt transportiert werden, wo man eine Möbelproduktion oder eine Spielwarenfabrik hat. Da ist Holz am meisten gefragt. Die eigene Stadt (also die Stadt, wo man seinen Bahnhof hat) erzielt damit große Gewinne und sie Stadt selbst wächst ständig. Alle Städte sind mit Sternchen versehen. So ist z.B. Marseille mit 2 Sternen versehen. Wenn es einem jedoch gelingt viele Fabriken in der Stadt zu bauen und später sogar aufzuwerten, dann kommen mehr Menschen in die Stadt und die Sternchen dieser steigen. Jede Stadt kann dann bis zu 5 Sterne tragen, was sie gleichzeitig zu einer Wirtschaftsmetropole macht. Neben seinen Bahnhöfen kann man übrigens auch Restaurants, Hotels oder Postgebäude bauen, was für weitere Einnahmen sorgt.

Der Aktienmarkt spielt wieder einmal eine große Rolle, wie auch in vielen anderen Wirtschaftssimulationen. Man sich kann jederzeit aus seinem eigenen Vermögen, dass sich durch die monatlichen Gehälter, die man bekommt, Aktien der eigenen Firma oder der Antagonisten zulegen. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn wie heißt es so schön: man kauft niedrig und verkauft hoch. Wenn einem das gelingt, dann hat man bereits das halbe Spiel gewonnen. Sollte es mal im Spiel zu finanziellen Problemen kommen, kann man zu jederzeit zwei Mal nacheinander innerhalb eines Jahres neue Aktien der eigenen Firma in den Aktienmarkt einführen, was zu neuem Kapital führt.

Langzeitspaß garantiert
Der Langzeitspaß bei Railroad Tycoon 3 ist garantiert. Dafür sorgen allein schon die vielen Szenarien und Kampagnen des Spiels, die vier verschiedenen Schwierigkeitsstufen, aber auch der Sandbox-Modus. Die Szenarien im Spiel werden wunderschön in einem virtuellen Museum dargestellt, wo man dann auswählen kann, welches man davon spielen möchte. Insgesamt sind vier Schwierigkeitsstufen im Spiel vorhanden, so dass man nach erfolgreichem Abschluss mit der leichten Schweißigkeitsstufe etwas den Schwierigkeitsgrad erhöhen sollte. Der Sandbox-Mode - für uns Fans von Wirtschaftssimulationen immer ein Muss - lässt es zu, dass man ohne jegliche Ausgaben auf der Landkarte alles anstellen darf (Schienen, Lokomotiven, Fabriken kaufen etc.) und frei spielen kann, ohne immer den Blick auf das Konto oder die Zeit zu haben. Eigentlich wird Railroad Tycoon 3 erst nach vielen Wochen langweilig, wenn man alles im Spiel erreicht hat. Aber das schöne daran ist, dass man nach einer kleinen Pause von wenigen Wochen wieder Lust auf das Spiel bekommt (ist fast so wie bei den Fußballsimulationen, wo man doch immer wieder nach einer Pause Lust auf eine Partie bekommt). Man kann Railroad Tycoon 3 dazu in fünf verschienen Geschwindigkeitsstufen spielen - von „sehr langsam“ bis hin zu „sehr schnell“

Grafik-Sound
Grafisch hat sich Railroad Tycoon 3 zu seinem Vorgänger ziemlich verbessert. Während man im in der zweiten Version geringe Zoommöglichkeiten hatte, so ist in dieser dritten Ausgabe der Begriff 3 D der Hauptbestandteil der Grafik. Diese 3 D Grafik ist diesmal stufenlos-zoombar, so dass man mit seiner Maus frei auf der Landkarte umherschwingen und alles wunderschön mitverfolgen kann. Man hat an alle Feinheiten gedacht. Es gibt sogar einen Tag- und Nachtmodus. Das bedeutet, dass manchmal die Lokomotiven nachts fahren, andere Male wieder tagsüber. Stürme und Blitze kommen auch vor und der Sonnenaufgang wurde grafisch exzellent umgesetzt. Für mich das beeindruckendste überhaupt an der Grafik, ist der einfach Klick auf eine Eisenbahn. Durch diesen Klick wird man die ganze Fahrt des Zugs so richtig miterleben, denn man begleitet sozusagen „live“ die ganze Fahrt. Wenn man will, sogar aus der Lage des Zugführers - man muss nur richtig mit der Maus umherschwingen. Wenn dann noch die Strecke groß ist und vielleicht über eine Berglandschaft führt, wo die Lokomotive viel langsamer fährt, dann wird man einfach fasziniert sein! Der Sound des Spiels ist ebenfalls hervorragend. Die bekannten Geräusche, wie man sie z.B. ertönen hört, wenn sich Züge an Bahnübergängen befinden oder ihre Bewegung auf den Gleisen, sind im Spiel vernehmbar. Auch hier hat man alles sehr realitätsnah nachgestellt.

Kaufempfehlung
Meine Faszination zu Railroad Tycoon 3 ist weiterhin sehr groß. Obwohl ich das Spiel ja nun schon in den meisten Kampagnen gemeistert habe, so komme ich trotzdem immer wieder auf dieses zurück. Der Spaß einfach Städte mit Schienen und Zügen zu verbinden, gewinnbringende Güter zu transportieren, Fabriken auf der ganzen Landkarte zu kaufen und die schönsten und schnellsten Lokomotiven zu bauen, ist einfach unbeschreiblich. Hinzu kommt die wunderschöne Grafik, die eben mit dieser stufenlos-zoombaren 3D Option, hervorragend gelungen ist. Da jetzt das Spiel sogar, aufgrund der vier Monate, die seit seiner Veröffentlichung vergangen und Wirtschaftssimulationen (zum Glück) schnell günstiger zu haben sind, kostet Railroad Tycoon mittlerweile nicht mehr als 25 Euro. Das Spiel bekommt natürlich die Bestnote von mir und ich bin gleichzeitig gespannt, wie man in einer vierten Version des Spiels in wenigen Jahren, die dritte Ausgabe überhaupt toppen will!

54 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Deborah_de_Winter

    12.06.2005, 10:53 Uhr von Deborah_de_Winter
    Bewertung: sehr hilfreich

    hat eine regelrechte Sammlung vom Railroad Tycoon. Auch Nr.3 gehört dazu. Er ist davon wirklich begeistert. mfg Debbie

  • atrachte

    20.05.2004, 13:50 Uhr von atrachte
    Bewertung: sehr hilfreich

    ist zwar nicht so ganz mein Fall dein Bericht gefällt mir aber sehr gut. Greetz