Star Trek: Voyager - Elite Force (PC Spiel Shooter) Testbericht

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Erfahrungsbericht von harhuettne

Ein Ego Shooter der etwas anderen Art...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Obwohl Star Trek Voyager: Elite Force ein reiner Ego Shooter ist, kann man es doch nicht mit Spielen wie Quake, Half-Life oder Soldier of Fortune und dergleichen vergleichen.

Wie der Name schon sagt, spielt die Handlung auf dem Raumschiff Voyager, das von einer unbekannten Sonde angegriffen wurde und dann von dieser Sonde in eine Art Schiffsfriedhof teleportiert wurde, also ein Teil des Weltraums, wo verlassene und beschädigte Schiffe herumtreiben und aus dem es ohne weiteres kein Entkommen gibt. Man spielt ein Mitglied des von Tuvok gegründeten Hazard-Teams, das aus den besten Kämpfern und Technikern des Schiffes zusammengewürfelt wurde und die Aufgabe hat, verschiedenste gefährliche Missionen zu absolvieren.

Es verschlägt den Spieler auf vermeintlich verlassene Schiffe, einen Borg-Kubus, eine Raumstation und mehr. Dort hat man die unterschiedlichsten Aufgaben zu erfüllen, beispielsweise Energiezellen mitzunehmen oder Computer-Terminals anzuzapfen.

Wer jedoch denkt, das sei das einizge, woraus Elite Force besteht, irrt sich. Es wurde nämlich klar darauf geachtet, daß die Action und der Spielspaß im Vordergrund stehen. So hat der Spieler oftmals die Aufgabe, andere Teammitglieder zu beschützen, die gerade dabei sind, Daten aus fremden Computersystemen herunterzuladen. Auch muß man andere Teammitglieder aus den Fängen der Feinde befreien.

Was besonders angenehm auffällt, ist die hohe künstliche Intelligenz der anderen Teammitglieder des Hazard-Teams. In den meisten Fällen beamt man sich nämlich nicht alleine zu den Einsatzorten, sondern mit einem ganzen Außenteam. Die Kollegen verhalten sich sehr intelligent, sie laufen dem Spieler immer hinterher, bleiben eigentlich nie einfach stehen (wie es bei anderen Spielen mit Teamstrukturen oftmals vorkommt), so daß sie wirklich nicht lästige sondern wertvolle Kampfkameraden sind, deren Hilfe auch des Öfteren benötigt wird, um mit den Horden von Gegnern fertigzuwerden.

Die Gegner verhalten sich auch relativ intelligent und sind nicht zu unterschätzen. Die meisten von ihnen sind eingefleischten Star Trek - Fans sicher bekannt, beispielsweise gibt es Klingonen und Borg. Es gibt noch ein paar andere Rassen, deren Namen mit jetzt nicht einfallen.

Die Scavenger sind eine kriminelle Bande, die sich aus den anderen umhertreibenden Schiffen zusammengefunden hat und die neuankommende Schiffe wie auch die Voyager überfallen und auszurauben versuchen. Die Scavenger haben aus Teilen ihrer Raumschiffe eine riesige Basis zusammengeschustert, die aus den verschiedensten Schiffen besteht, beispielsweise einem klingonischen Bird of Prey und einer Abwandlung der alten Enterprise, der ISS Enterprise (Kenner der klassischen Star Trek Serie aus den 60er Jahren kennen die ISS Enterprise mit Sicherheit) und noch einem Schiff einer mir unbekannten Rasse.

Dann gibt es noch die Harvester, die von einer Raumstation namens "Forge" stammen und die neuankommenden Schiffe überfallen und die Crew gefangennehmen und die Schiffe ausschlachten. Die "Forge" ist im Übrigen die verantwortliche Macht für die Entführung aller Schiffe auf diesen Raumfriedhof.

Die in Elite Force verwendeten Waffen sind teilweise sicher jedem Star Trak Fan ein Begriff:

Der Phaser ist die Standardwaffe, die sich immer wieder selbst auflädt, man braucht also keine Munition. Es gibt wie bei jeder anderen Waffe zwei Feuermodi, beim ersten wird dem Gegner nur relativ wenig Energie abgezogen, beim zweiten Feuermodus bleibt vom Gegner nicht mal mehr ein Häufchen Asche übrig, er löst sich quasi komplett in einem roten Glühen auf.

Das Kompressionsgewehr ist im Prinzip dem Phaser sehr ähnlich, nur daß man dafür eben Waffenenergie (eine Art Munition) benötigt. Die Feuermodi entsprechen ungefähr denen des Phasers, nur sind sie ein bißchen stärker. Das Scavengergewehr ist eine Waffe, die von den Scavengern entwickelt wurde und die im primären Feuermodus kleine rot glühende Projektile abfeuert und im sekundären einen riesigen roten Energieausstoß durchführt, der ziemlich kraftvoll ist.

Dann gibt es noch den Unendlichkeitsmodulator (U-Mod), der von Seven of Nine speziell gegen die Borg entwickelt wurde, da er ständig seine Frequenz ändert und sich die Borg ihm unmöglich anpassen können. Die Stasiswaffe ist eine lebende Waffe, die ziemlich kraftvoll ist und blaue Energieemissionen aussendet, die manche Gegner schon mit einem Treffer töten können.

Dann gibt es noch einen Granatwerfer, über den muß eigentlich nichts gesagt werden, da er sich von den Granatwerfern in anderen Spielen eigentlich nur durch sein Aussehen unterscheidet. Der Photonenstoß ist eine Art Raketenwerfer, der kleine Photonentorpedos aussendet, die für fast alle Gegner absolut tödlich sind. Im zweiten Feuermodus schießt er gleich mehrere Torpedos auf einmal ab, die im Grunde jeden Gegner sofort töten.

Die Dreadnought-Waffe wurde vom Hazard-Team auf einem verlassenen Schiff gefunden und ist eigentlich eine Art Schweißgerät, das aber eine sehr kraftvolle Waffe ist und einen kontinuierlichen lilafarbenen Strahl aussendet, der den Gegner irgendwie unter Strom setzt und ihn so tötet.

Der Tetryonen-Disrupter sendet im Prinzip wie ein Gatlinggewehr (Minigun) in schneller Folge durch mehrere rotierende Rohre kleine grüne Energiebällchen aus. Durch die schnelle Feuerrate werden die Gegner nach relativ kurzer Zeit unschädlich gemacht.

Es sollte noch erwähnt werden, daß man eigentlich alle aus der Fernsehserie bekannten Räume der Voyager betreten kann, so zum Beispiel das Holodeck (wo man in mehreren verschiedenen Simulationen neue Waffen ausprobieren kann), den Maschinenraum, die Brücke, den Transporterraum, das Casino, wo sich meistens Neelix der Schiffskoch herumtreibt, einen Hazard-Beprechungsraum und mehrere Gänge, Turbolifte, Jefferies-Röhren, Quartiere und Lagerräume.

Die Räume sind alle originalgetreu wie im Fernsehen dargestellt. Für Fans der Serie ist das sicher eine wichtige Eigenschaft des Spiels. Jedoch ist Elite Force nicht nur für Star Trek Fans geeignet, sondern für alle Fans von guten Ego Shootern, die auf eine spannende und actionreiche Atmosphäre stehen.

Außerdem ist ein Bot-Modus eingabaut, in dem man alleine gegen computergesteuerte Gegner in Arenen antreten kann, wie es aus Spielen wie Unreal Tournament oder Quake 3 Arena bekannt ist. Natürlich ist es auch möglich das Spiel über Internet gegen menschliche Gegner zu spielen.

Fazit: Ein rundum gelungenes Spiel, das auf jeden Fall zu empfehlen ist, aber einen gravierenden Nachteil hat: es ist wirklich viel zu kurz! Profis werden das Spiel in wenigen Tagen durchgeschafft haben, Anfänger dürften jedoch auch nicht länger als eine Woche mit Elite Force beschäftigt sein.

Trotzdem unbedingt empfehlenswert nicht nur für Star Trek Fans sondern für alle die gerne Ego Shooter spielen!

SYSTEMVORRAUSSETZUNGEN (wie auf der Packung angegeben):
mind. 233 MHz P2 oder 350 MHz AMD K6-2
mind. 64MB RAM
mind. 8MB OpenGL-kompatible Grafikkarte
mind. 650MB Festplattenspeicher
mind. 4fach CD-ROM
mind. 28.8k Modem für Internetspiele
DircetX 7.0 kompatible Soundkarte
Windows 95/98/2000/NT 4.0 SP5

ALTERSEMPFEHLUNGEN:
ESRB-Rating (USA): TEEN (13+)
USK-Rating (BRD): geeignet ab 16 Jahren


© 2/2002 (YOPI) & 3/2001 (CIAO) by harhuettne

18 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Sascha1982wtal

    29.08.2002, 14:57 Uhr von Sascha1982wtal
    Bewertung: sehr hilfreich

    guter bericht zum super spiel

  • anonym

    18.03.2002, 19:31 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Kleiner Zusatz: Die Grafik basiert auf der Quake3-Engine und ist deshalb sehenswert!

  • JustOliver

    01.03.2002, 16:10 Uhr von JustOliver
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein muss für jeden Trekki. Und deshalb hab ich das Spiel auch und bin auch sehr angetan davon. Gruß, Oliver