Tschick (Taschenbuch) / Wolfgang Herrndorf Testbericht


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Auf yopi.de gelistet seit 04/2012
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Summe aller Bewertungen
- Handlung:
- Niveau:
- Unterhaltungswert:
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- Humor:
- Stil:
Erfahrungsbericht von Simsalabimmel
Tschick - Hervorragender Jugendroman
Pro:
Transport von Werten, Authentisch, gute Erzählweise
Kontra:
Nichts
Empfehlung:
Ja
Ich hatte mir das Buch nicht aus eigenem Interesse gekauft, sondern weil es mein Sohn (9. Klasse, Gymnasium) im Deutsch-Unterricht als Lektüre hatten.
Normalerweise sind Schul-Lektüren nicht gerade häufig ein Lesevergnügen und man quält sich hindurch, um im anstehenden Test/Abfrage/etc gut abzuschneiden, so kenne ich es noch von meiner Schulzeit. Normalerweise. "Tschick" jedoch hat mich positiv überrascht.
In dem Jugendroman geht es um den in seiner Welt verlorenen Maik Klingenberg, der ein ziemlicher Außenseiter ist und mit vielen Problemen kämpft. Als dann aber Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, in seine Klasse kommt und für jede Menge Tuscheleien und Ärger mit den Lehrern sorgt, ändert sich für Maik alles, denn Tschick hat einen Plan: Er will mit einem gestohlenen Auto "einfach mal raus", und zwar in die Walachei - mit Maik auf dem Beifahrersitz. Es beginnt ein aufregendes, sehr einfühlsam und authentisch erzähltes Abenteuer, das einem guten Road-Movie in nichts nachsteht und wichtige Werte vermittelt.
Was mir an "Tschick" am besten gefallen hat, waren eben jene Werte. Die meisten Jugendromane versuchen, ihre Hauptperson(en) als eine Art Alltagshelden darzustellen oder irgendeine sogenannte "stumpfe Moralkeule" zu vermitteln, zumindest kommt mir das meistens so vor und es gefällt mir nicht. Herrndorf, der Autor von "Tschick", will die beiden Jungen in seinem Buch gar nicht als "im Inneren gute Helden" darstellen. Er geht bewusst darauf ein, dass weder Maik noch Tschick beliebt sind oder etwas Besonderes leisten, aber darum geht es ihm gar nicht, sondern darum, dass echte Freundschaft es vermag, solche Macken zu akzeptieren und sie mögen zu lernen.
Diese Vermittlung von Werten ist in meinen Augen etwas sehr Wichtiges. Die Geschichte wird in einem lockeren, interessanten Stil erzählt, der nicht Pseudo-jugendlich mit tausend Schimpfwörtern oder ähnlichem, sondern mit bewusst und gut eingesetzten Jugendsprache-Aspekten versehen ist und dadurch sehr authentisch auf den Leser wirkt. Das Ende des Buches hätte meiner Meinung nach ein wenig ausführlicher sein können, ich persönlich fühlte mich etwas stehen gelassen mit dem Schlusssatz. Das kann aber auch sein, weil das Buch einfach viel zu schnell zu Ende war. Alles in allem ist "Tschick" für mich einer der besten Jugendromane und verdient es auf jeden Fall, gelesen zu werden - besonders als Lektüre im Deutschunterricht als Alternative zu den angestaubten "Klassikern"!
Normalerweise sind Schul-Lektüren nicht gerade häufig ein Lesevergnügen und man quält sich hindurch, um im anstehenden Test/Abfrage/etc gut abzuschneiden, so kenne ich es noch von meiner Schulzeit. Normalerweise. "Tschick" jedoch hat mich positiv überrascht.
In dem Jugendroman geht es um den in seiner Welt verlorenen Maik Klingenberg, der ein ziemlicher Außenseiter ist und mit vielen Problemen kämpft. Als dann aber Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, in seine Klasse kommt und für jede Menge Tuscheleien und Ärger mit den Lehrern sorgt, ändert sich für Maik alles, denn Tschick hat einen Plan: Er will mit einem gestohlenen Auto "einfach mal raus", und zwar in die Walachei - mit Maik auf dem Beifahrersitz. Es beginnt ein aufregendes, sehr einfühlsam und authentisch erzähltes Abenteuer, das einem guten Road-Movie in nichts nachsteht und wichtige Werte vermittelt.
Was mir an "Tschick" am besten gefallen hat, waren eben jene Werte. Die meisten Jugendromane versuchen, ihre Hauptperson(en) als eine Art Alltagshelden darzustellen oder irgendeine sogenannte "stumpfe Moralkeule" zu vermitteln, zumindest kommt mir das meistens so vor und es gefällt mir nicht. Herrndorf, der Autor von "Tschick", will die beiden Jungen in seinem Buch gar nicht als "im Inneren gute Helden" darstellen. Er geht bewusst darauf ein, dass weder Maik noch Tschick beliebt sind oder etwas Besonderes leisten, aber darum geht es ihm gar nicht, sondern darum, dass echte Freundschaft es vermag, solche Macken zu akzeptieren und sie mögen zu lernen.
Diese Vermittlung von Werten ist in meinen Augen etwas sehr Wichtiges. Die Geschichte wird in einem lockeren, interessanten Stil erzählt, der nicht Pseudo-jugendlich mit tausend Schimpfwörtern oder ähnlichem, sondern mit bewusst und gut eingesetzten Jugendsprache-Aspekten versehen ist und dadurch sehr authentisch auf den Leser wirkt. Das Ende des Buches hätte meiner Meinung nach ein wenig ausführlicher sein können, ich persönlich fühlte mich etwas stehen gelassen mit dem Schlusssatz. Das kann aber auch sein, weil das Buch einfach viel zu schnell zu Ende war. Alles in allem ist "Tschick" für mich einer der besten Jugendromane und verdient es auf jeden Fall, gelesen zu werden - besonders als Lektüre im Deutschunterricht als Alternative zu den angestaubten "Klassikern"!
19 Bewertungen, 3 Kommentare
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10.09.2012, 13:37 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichWünsche einen schönen Wochenstart...
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10.09.2012, 11:17 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichViele liebe Grüße. KATJA
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10.09.2012, 11:09 Uhr von atrachte
Bewertung: sehr hilfreichsh. lg
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