Atari ST
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Platz 4 in der Kategorie "Heimcomputer (C64, Amiga)".
Bewertung: Kundenbewertung 3,50 / 5,00 (3.5 von 5)

Atari ST gebraucht & neu

Atari ST Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 3,50 / 5,00 (3.5 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (3/3).
Bewertungsverteilung:
Kultstatus:  hoch
Benutzerfreundlichkeit:  ausgezeichnet
Softwareangebot:  sehr groß
Vorteile
  • - Kinderleichte Bedienung - Sehr guter Monitor
  • einer der ersten 16Bit-Rechner, sehr gute Grafische Benutzeoberfäche, viel PD-Software, einfach KULT!
Nachteile/Kritik
  • - Arbeitsspeicher max. 4 MB - kein "echtes" Multitasking
  • Schlechte Tastatur, instabiles Betriebssystem, Zu schnell von der Bildfläche verschwunden
LittleGiant

Mein heißgeliebter ´Jackintosh`

ein Testbericht von 2004-11-24 20:56:01 vom 24.11.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: - Kinderleichte Bedienung - Sehr guter Monitor...
Nachteile/Kritik: - Arbeitsspeicher max. 4 MB - kein "echtes" Multitasking
Die Firma ATARI schrieb mit Ihren Produkten ein großes Stück (Computer-) Geschichte. Das erste kommerzielle Videospiel (Pong) , der erste erschwingliche Heimcomputer mit grafischer Oberfläche bis zum ersten tragbaren farbigen Handheld Gamecomputer und der ersten 64-Bit Spielekonsole.

Der Atari ST kam 1985 auf den Markt. Der Name "ST" wurde vom "Herz" des Rechners, einem Motorola 68000 Prozessor abgeleitet, der 16/32Bit organisiert ist (=Sixteen/Thirtytwo=ST). Damit war er ein technisch sehr fortschrittlicher Rechner. Die Absicht der Firma Atari war es, den Konkurrenten Apple Macintosh anzugreifen. Der Macintosh war damals schon - was den Bedienungskomfort angeht - ein sehr fortschrittliches System. Er verfügte über eine Bedienuneroberfläche, den "Finder". Die Firma Atari, die kurz zuvor von Commodore-Gründer Jack Tramiel übernommen wurde, wollte natürlich auch ein Stück vom Kuchen abhaben. Der "Kuchen", daß war in diesem Fall der Heimcomputer-Markt. Entwickler des "ST" war niemand anders als Shiraz Shivji, der schon für Commodore - unter dem Chairman Jack Tramiel - den legendären C 64 entwickelt hatte. Jack Tramiel schied im Streit von Commodore und übernahm dann Atari - um "seiner" ehemaligen Firma Commodore den Kampf anzusagen.

Etwa zur gleichen Zeit brachte Commodore mit dem Amiga einen ernsthaften Konkurrenten für den ST auf den Markt. Der Amiga war dem ST in allen Punkten deutlich überlegen: Bessere Grafik (bis zu 4096 Farben), Stereo-Sound, echtes Multitasking. Da konnten die Atari-Rechner nicht mithalten. Der Amiga wurde von Jay Minor konstruiert, dessen Firma "Amiga" von Commodore übernommen wurde. Auch Atari-Boss Jack Tramiel wurde der Amiga angeboten, doch der lehnte aus finanziellen Gründen ab. So kam es, daß die Amiga-Entwickler zu Commodore gingen - und dort empfing man sie mit Kußhand...

Es gab zwar später zwei verbesserte Modelle, den STE und den Falcon, die dem Commodore Amiga in Grafik- und Soundmöglichkeiten ähnlich oder sogar ebenbürtog waren, doch die konnten sich nie durchsetzen. Und so verschwand Atari schließlich gänzlich aus dem Computer-Geschäft. Atari wurde irgendwann an Warner Bros. verkauft und Warner veräußerte Atari, bzw. das, was noch davon übrig blieb schließlich an die Spielefirma Infogrames.

Der ST wurde anfangs in einem Tastatur-Gehäuse, ähnlich dem des Commodore C 64, angeboten. Dem Atari ST und seinen "Brüdern" haftete deshalb trotz der professionellen Technik der Makel an, kein "echter" Computer-, sondern nur ein Spielcomputer zu sein. Der Nachteil ist ein großer "Kabelsalat" und Netzteile, so groß wie Briketts. Als zusätzliche Hardware gab es zwei Diskettenlaufwerke, das SF 354 mit 360k Kapatizät und das F 314 mit 720k Kapazität. Und es gab zwei Festplatten mit 30 bzw. 60 Megabyte Speicherkapazität.

Die ersten Atari ST-Rechner hatten einen RAM-Speicher von 512 Kilobyte, der jedoch durch das Betriebssystem TOS (´Tramiel Operating System`) und die Oberfläche GEM minimiert wurde. Diese Software mußte anfangs noch von Diskette nachgeladen werden. Erst einige Zeit später kamen ST_Rechner mit TOS und GEM auf ROM-Bausteinen auf den Markt, so daß die freigewordene Speicherkapazizät voll und ganz für Anwendungen oder Spiele zur Verfügung stand.

Ein weiter Vorteil: die Benutzeroberfläche stand (im Gegensatz zu einem Windows-PC) sofort nach dem Start zur Verfügung: einschalten - und sofort loslegen... Der Nachteil: Wenn es eine neue TOS-Version gab, mußte man diese entweder per Diskette in den Arbeitsspeicher laden (was natürlich RAM-Speicher kostete, der dann anderen Programmen - z. B. einer Textverarbeitung - fehlte) - oder man mußte neue ROMs einbauen.

Da sich - bei späteren ST-Rechnern - das Betriebssystem auf ROMs befand, war der Atari auch ein Gerät für Tüftler und Bastler. Manchmal mußte man dem "Jackintosh" eben mit dem Lötkolben zu Leibe rücken... "Jackintosh" wurde der Atari scherzhaft genannt, weil a) Atari-Chef Tramiel mit Vornamen Jack hieß und b) der Atari mit dem Apple Macintosh konkurrieren sollte. Die Philosophie von Atari war damals: "Power without the Price". Viel Leistung für wenig Geld. "Angriffsziel" von Atari waren natürlich die wesentlich teureren Rechner der Marke "Apple Macintosh"...

Als Bedieneroberfläche hatte der Atari ST das GEM (Graphics Environment Manager) von Digital Research. Im Vergleich zu heutigen Bedieneroberflächen kann man das GEM als "spartanisch" bezeichnen. Der Desktop enthielt lediglich zwei Symbole für Disketten-Laufwerke sowie einen Mülleimer. Das reichte aber völlig aus, um Disketten-Operationen wie kopieren, verschieben, löschen durchzuführen. Für komplexere Dateioperatinen war der Desktop aber nicht geeignet. Irgendwann einmal veröffentlichte der M&T-Verlag in seinem Programmservice die GEMini-Shell, ein Programm, das auch auf dem Atari-Rechner ´echtes` DOS-Feeling aufkommen ließ. Mit allen notwendigen (Text-) Befehlen für umfangreiche Datei-Operationen.

Für den ST bot Atari zwei Monitore an - den Monochrome-Monitor SM 124 mit einer Auflösung bis max. 640 x 400 Bildpunkten - und den Farbmontor SC1224. Der ST konnte - je nach Modus - bis zu 16 Farben darstellen- aus einer Auswahl von insgesamt 512 Farben. Allein der o. g. Monitor SM 124 rechtfertigte den Kauf eines ST. Er gehörte damals zu den besten Geräten dieser Art.

Wegen seiner integrierten MIDI-Schnittstelle war der ST damals auch bei Musikern sehr beliebt. Spätere, modernere, Modelle konnten auch mehr Farben (max. 4096) darstellen und verfügten zudem über Stereo-Sound.

Der Atari ST war leider nicht voll multitasking-fähig und so mußten sich die Entwickler was einfallen lassen. Die Lösung waren sogenannte Accessories - kleine Programme, die man über die Desktop-Leiste am oberen Rand aufrufen konnte, während gleichzeitig ein anderes - größeres - Programm (z. B. 1st Word Plus) lief.

Die Atari Rechner hatten zunächst ein völlig mißratenes Basic im Lieferumfang dabei. Dieses wurde später durch das Omikron-Basic der gleichnamigen Firma ersetzt. Die Software für die Atari-Rechner konnte sich durchaus sehen lassen. Da gab es z. B. die Textverarbeitungsprogramme 1stWord plus aus dem Hause Atari, Signum oder Script von Application Systems Heidelberg, GFA-Basic, sowie Omikron Basic, das Multitool Mortimer, die Datenbanken Easybase und Freeway aus dem Hause Omikron. Oder 1st-Base von Victorsoft. Ich habe damals einige dieser Programme besessen und war überaus zufrieden damit.

Ich hatte damals einen Schwarz-Weiß-Monitor des Typs SM 124, der - für Textverarbeitung - wirklich eine herausragende Bildqualität bot. Freunde von mir - ebenfalls Computerfreaks - hatten den Commodore Amiga. Und es gab oft hitzige Debatten, welcher nun der "bessere" Rechner sei. Das war sozusagen eine "Frage der Ehre"... Einer meinte mal, der Atari ST sei doch nur (Zitat) eine "intelligente Tastatur für den Amiga". Und ich konterte mit der Bemerkung: "Der Amiga ist doch nur eine aufgedonnerte Spielemaschine..." Ich war eigentlich noch nie ein Spielefreak und deshalb hat mir der Atari ST mit seinem Monchrome-Monitor auch vollkommen genügt. Ich habe meinen "alten grauen Rechenknecht" bevorzugt für Text- und Datenbankanwendungen verwendet. Spiele hatte ich zwar auch einige für den Atari, aber nur welche aus dem PD- und Sharewarebereich. Es gab damals einige, wirklich umfangreiche Software-Sammlungen für die Atari-Rechner, z. B. von der Zeitschrift ST-Computer aus dem Heim-Verlag. Die meisten dieser Programme hatten professionellen Charakter - und das zu einem supergünstigen Preis.

Über den Atari ST als "Spaß-Maschine" kann ich deshalb nicht viel sagen.. Es gab zwar auch viele Spiele für den Atari, aber die Grafik-Eigenschaften waren im Vergleich zu denen des Konkurrenten Commodore Amiga eher bescheiden. Auch die Sound-Eigenschaften des Atari ST waren nicht überragend.

Anfang der 90er kam Atari in ernsthafte finanzielle Probleme und verschwand mehr oder minder, es gab noch einen neuen und interessanten Rechner, den. „Falcon“... Leider lief nicht mehr alle für den ST entwickelte Software auf dem neuen Rechner.

Als Einsteiger-Gerät ist der Atari auch heute noch geeignet. Wer jedoch professionell arbeiten will, sollte auf einen Windows-PC umsteigen.


Technische Daten:

Hersteller Atari
Modellbezeichnung: ST (16/32 sixteen thirtytwo)
Markteinführung: 1985
Prozessor 68000 Motorola 16 Bit 7,833 Mhz
Farbpalette /Auflösung:
640x400 (monochrom)
320x200 (16 Farben aus 512)
640x200 (4 Farben aus 512)

Speicher 512 KB (260/520 ST)
1024 KB (1040 ST)

Die auffälligsten Unterschiede der verschiedenen Atari-ST-Modelle beruhen auf den Gehäusen. So wanderte die Floppy beim 1040 ST ins Gehäuse, und die Tastatur war beim Mega ST extern.Noch heute gibt es im Internet etliche Seiten, die sich mit dem Atari ST und seinen ´Brüdern` beschäftigen. Meinen Atari und alles Zubehör habe ich inzwischen ausgemustert und auf dem Flohmarkt verhökert. Aber noch heute schaue ich mit großem Interesse im Internet nach Informationen über meinen guten alten grauen "Rechenknecht"...

© LittleGiant für Yopi
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Kultstatus:Kultstatus von Atari ST : 4,0 hoch
Benutzerfreundlichkeit:Benutzerfreundlichkeit von Atari ST : 5,0 ausgezeichnet
Softwareangebot:Softwareangebot von Atari ST : 5,0 sehr groß
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Kommentare
Bischi
Bischi, 23.01.2005

Ja ja,diese schoumlnen alten Dinger sind doch immer wieder was feines.Heute waumlr ich manchmal froh,wenn ich mich noch vor meine alte konsole setzen koumlnnte
JoergTh
JoergTh, 24.11.2004
... ich trauer immer noch meinem Commodore Amiga nach. Damals gab es nur die Entscheidung zwischen Atari und Amiga... alles andere waumlre fuumlr mich nicht in Frage gekommen! Gruszlig Joumlrg
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YetiChris

Mein kleiner grüner Desktop...

ein Testbericht von 2003-05-14 20:18:47 vom 14.05.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: einer der ersten 16Bit-Rechner, sehr gute Grafische Benutzeoberfäche, viel PD-Software, einfach KULT!...
Nachteile/Kritik: Schlechte Tastatur, instabiles Betriebssystem, Zu schnell von der Bildfläche verschwunden
1989 - Ach, was waren das noch für Zeiten...

***Prolog***
2 Tage vor meinem 14. Geburtstag fiel die Berliner Mauer, und ich bekam zum 14. Geburtstag meinen 2. Computer. 5 Jahre lang hatte ich mich mit einem C 128 D (steht nicht für Diesel, sondern für Diskettenlaufwerk) amüsiert und mit Datasette, 2 5¼ Zoll Floppies, 9-Nadeldrucker und einem tragbaren Fernseher zugebracht, aber jetzt sollte es etwas besseres sein. Da in meinem Bekanntenkreis vor allem Atari ST zu finden waren, standen also 2 Kartons mit dem Atari-Logo auf dem Tisch des Hauses... ein 1040 STFM und der dazugehörige Monochrom-Monitor SM 124.


***eine kleine Geschichte des Atari ST***

1985 überraschte die Firma ATARI, gerade vom Computer-Pionier Jack Tramiel übernommen, mit dem ATARI ST 520. Die CPU war ein Motorola 68000, der ebenfalls beim Apple Lisa (Vorgänger des Apple Mac) Verwendung fand. Von Haus aus wurde der 520 mit 512 KB RAM, einem 3 ½ Zoll Floppy (Einseitig, also nur 360 KB Speicher) und dem Monochrommonitor SM124 ausgeliefert, und bot etwas, das man vorher nur von Apple kannte, dort allerdings zu einem viel höheren Preis: das Betriebssystem TOS 1.0(ganz bescheiden eine Abkürzung für The Operating System) mit der grafischen Benutzeroberfläche GEM (Graphic Environment Manager) . Dies wurde allerdings auf Diskette mitgeliefert. Kurze Zeit später erschienen der ST 260, der sich dank eines HF-Modulators an einen handelsüblichen Fernseher anschließen ließ und der ST 520+ mit 1 MB Speicher.

Den Durchbruch schaffte der ST 1986 mit dem Modell 1040. Neben 1MB Speicher war das Betriebssystem (Version 1.2, ROM-TOS) endlich auf einem ROM-Chip auf der Platine verewigt, stand also beim Einschalten sofort zur Verfügung. Beim 1040 STF wurde das Floppy eingebaut und hatte endlich eine Kapazität von 720 KB. Der 1040 STFM hatte zusätzlich den aus dem 260 bekannten HF-Modulator eingebaut.

1987 erschienen die ersten Modelle der MegaST-Reihe. Diese waren für professionelle Anwendungen gedacht, hatten eine abgesetzte Tastatur und 1, 2 oder 4 MB Speicher. Außerdem wurde ein Blitter-Grafikchip eingebaut, der die Bildschirmdarstellung beschleunigte. Dies bedingte eine neue TOS-Version (1.4).

1989 kam der 1040STE mit höherer Grafikleistung und einem wieder angepassten Betriebssystem (TOS 1.8) auf den Markt. Dies war das letzte ST-Modell, 1990 erschien der Nachfolger TT. Ein paar Exoten seien nur kurz erwähnt, da sie sich nie am Markt durchsetzen konnten: die tragbaren Varianten Stacy (komplette Fehlentwicklung) und das ST Book (einfach zu teuer, ebenfalls mit Entwicklungsfehlern – kein eingebautes Floppy ;-)!!!)


***Ausstattung/Leistung***

Wie schon erwähnt, war mein Modell aus der Reihe 1040STFM. Also war mein Neuer Rechenknecht mit 1MB RAM, ROM-TOS und einem Motorola 68000-CPU ausgestattet. Dieser besitzt eine Taktfrequenz von 8 MHz und arbeitet intern mit einem 32Bit und extern mit einem 16Bit Datenbus. So erklärt sich übrigens auch die Bezeichnung ST (SixteenThritytwo). Das Betriebssystem TOS erlaubt eine freie Adressierung des RAM, anders als sämtliche DOS-basierten Windows Versionen, die schaffen nämlich nur 640 KB.

Im Gehäuse integriert sind oben die Tastatur und auf der rechten Seite das Diskettenlaufwerk. Auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse für Peripherie: eine Drucker-Schnittstelle, eine Serielle Schnittstelle (RS232), ein DMA-Port für den Anschluss einer Festplatte, einen Anschluss für ein 2. Diskettenlaufwerk, der Stecker für das Stromkabel sowie ein Monitor- und ein Antennenausgang. Nicht zu vergessen sind der Ein- und Ausschalter und der Resetknopf, auch zu ATARI - Zeiten nicht unwichtig. Auf der Linken Seite des Gehäuses findet man einen ROM-Port für Erweiterungskarten (Basic-Interpreter o.ä.), sowie 2 MIDI-Ports für den Anschluss von Synthesizern. Ungeschickterweise befinden sich die Anschlüsse für Joysticks und Maus in einer Ausparung an der UNTERSEITE des Gehäuses – darauf musste man wohl auch erst mal kommen.

Die Grafikleistungen des 1040STFM sind leider etwas bescheiden, nicht nur aus heutiger Sicht, sondern auch damals im Vergleich zum Direkten Konkurrenten Commodore AMIGA. Der 1040 bietet 3 Auflösungsstufen:

1. 640 x 400 Pixel (schwarz/weiß)

2. 640 x 200 Pixel (4 Farben aus 256)

3. 320 x 200 Pixel (16 Farben aus 256)

Der STE konnte bei der Geringsten Auflösungsstufe übrigens 4096 Farben darstellen und erreichte damit endlich die Leistung des AMIGA.

Die Monochromauflösung war und ist die große Stärke des Atari ST. Vor allem in Verbindung mit dem mitgelieferten Monochrom-Monitor SM 124 ist es immer noch eine der besten Darstellungsleistung auf dem Computersektor. Der Monitor hat eine 0,17-Lochmaske und eine Frequenz von 71 Hz, was das Arbeiten im Schwarzweiß-Modus ermüdungsfrei und angenehm macht. Allerdings gibt es auch hier einen Nachteil: der SM 124 hat eine Bildschirmdiagonale von 14 Zoll, und das Dargestellte Bild ist nur 12 Zoll groß. Ergo: man hat rundherum ca. 2 cm Breite, schwarze Trauerränder um das Bild, übrigens auch bei den beiden Farbauflösungen beim Anschluss an einen Fernseher oder an einen Farbmonitor (Das Atarieigene Modell SC 1224 war sehr teuer, Modelle von Fremdanbietern mussten Multisync-tauglich sein).


***Meine Peripherie / Umbauten***

Neben dem schon erwähnten SM124 und einer ziemlichen Schrotmaus, der bald eine Logitech Pilot-Maus folgte, standen auf meinem Schreibtisch neben dem ATARI ein 24Nadeldrucker STAR LC24-10 und ein kleines Gehäuse mit einer 300 MB großen Festplatte und einem Syquest- 40MB-Wechselplattenlaufwerk. Beides konnte ich billig gebraucht erstehen. Natürlich genügte der Computer auch leistungstechnisch irgendwann nicht mehr meinen Vorstellungen, so das ein paar Umbauten fällig wurden: Die Anschaffung der Festplatte bedingte eine neue TOS-Version (1.4), da die alte eine so große Festplatte nicht ansprechen konnte. Das RAM wurde auf 4 MB aufgestockt, und der Floppycontroller übertaktet, so dass das Diskettenlaufwerk die inzwischen üblichen HD-Disketten mit 1,44 MB Speicherplatz verarbeiten konnte. Zum Spielen benutzte ich meinen kleinen Fernseher.


***Meine Erfahrungen***

Unumwunden: Natürlich habe ich in erster Linie mit dem Computer gespielt. In der ersten Zeit gab es fast alle Spiele wie Sim City, Elite, Dungeon Master etc. auf dem Atari. Meine absoluten Lieblingsspiele waren OIDS und Pang. Nach und nach trat aber auch das Arbeiten in den Vordergrund. Mit Schreibprogrammen wie 1ST Word oder Signum!2 schrieb ich meine Hausaufgaben, später mit dem WYSIWYG-Fähigen Script 2. Im Jahr meiner Abiturprüfung erwarb ich das DTP-Programm CALAMUS 1.09, Ein echter Meilenstein, selbst auf dem PC habe ich bislang kein Programm gefunden, das so einfach und leicht zu bedienen ist. Jetzt konnte ich Referate professionell layouten, Grafiken einbinden und und und. Mit dem Programm MultiGEM wurde mein ST multitaskingfähig.
Allerdings hatte der Niedergang des ATARIS schon begonnen: Nicht nur, das PCs langsam aber sicher zu Spielmaschinen wurden und viele Titel nicht mehr umgesetzt wurden, auch die Leistung der PCs stieg immer schneller. Durch WIN 3.1 war außerdem endlich eine nutzbare Grafische Benutzeroberfläche für DOS auf dem Markt, und der PC holte in dieser Domäne des Atari deutlich auf!
Auch das Betriebssystem TOS konnte mich manchmal zur Weißglut treiben. In bester Terroristenmanier warf es bei Systemabstürzen Bomben auf dem Bildschirm, aber auch die berühmten, nichtssagenden Fehlermeldungen gibt es nicht erst seit Windows 95. Ein weiteres großes Manko ist die mangelnde Abwärtskompatiblität von TOS. Nach dem Umstieg von 1.2 auf 1.4 wollten einige Spiele und Programme partout nicht mehr laufen. Die Benutzeroberefäche GEM war allerdings prima. Nicht so verspielt wie Windows, sondern schlicht und intuitiv benutzbar.
Auch mit Viren machte ich meine ersten Erfahrungen, aber das Ausgesprochen gute Public Domain (PD) - Virenschutzprogramm „Sagrotan“ (Später „ToXiS“) verhinderte schlimmeres. Überhaupt war der PD-Markt mit seinen Free- und Sharewareangeboten das einzige, was den Atari ST noch lange überleben ließ. So konnte man quasi jede Art von Programmen für den Atari bekommen, mit „Lynx“ sogar einen Internet-Browser, der allerdings rein textbasiert ist (Gibt es auch in einer PC-Version).
Sehr ärgerlich war die Qualität der Tastatur und die der mitgelieferten Maus. Die Tastatur war schwammig und ungenau, was bei meinen Schulischen Aktivitäten mehr als störend war. Die Maus (ein einfaches Kugelmodel mit 2 Tasten) verdreckte schnell und wurde Bis zu einer Reinigung unbenutzbar, die einfach Druckschalter gingen schnell kaputt. Erst die Anschaffung einer Logitech Pilot Maus schaffte hier Abhilfe.
1995 Bekam ich zum Abi meinen ersten PC, aber erst 1998 mottete ich meinen ST ein. Weggeben werde ich ihn auf keinen Fall, dieses Gerät hat viel mit mir durchgemacht und ist für mich einfach KULT. Inzwischen habe ich sogar 2 Weitere zum ausschlachten. Irgendwann, wenn ich Platz habe, wird er wieder aufgebaut. Das er noch funktioniert kontrolliere ich regelmäßig.

My ATARI ST never Dies!!!


***Fazit***

Vor 18 Jahren eine High-End - Maschine, heute ein rührseliges Andenken an alte Zeiten. Der ATARI ST ist und bleibt kult und wird für mich ewig leben. Trotz oder grade wegen der vielen kleinen Kinderkrankheiten und der Unvollkommenheit hab ich ihn in mein Herz geschlossen. Es war und ist eben ein Computer mit Charakter!!!


P.S.: Wer ein paar Einblicke in Benutzung, Geschichte und Software des ST haben will, sollte sich mal die Seite „My Little Green Desktop“ (http://www.atari.st) ansehen (Leider ist sie komplett auf englisch, dafür gibt es aber sogar ST-Emulatoren ;-)
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Ryann1902

Man hat ihn,oder man braucht ihn.KULT nonstop!!!

ein Testbericht von 2002-04-29 18:07:11 vom 29.04.2002
Empfehlung: ja
Der Atari ist eigentlich das gleiche wie der Amiga. Ein Computer mit ganz normaler Tastatur, eine Maus, Joystick und einem Monitor. Dieser ist jedoch Monochrom, also nur schwarz-weiß, aber es besteht die Möglichkeit den Amiga an den Fernseher anzuschließen um auch in den Genuss der Farbe zu kommen. Als Datenträger werden die altbekannten 3,5 Zoll Disketten genutzt. Diese sind heute noch käuflich ehrwerblich, müssen jedoch speziell für den Atari formatiert werden. Das ist allerdings kein Problem, wenn man die passende Software dazu hat.
Die Benutzung ist ganz einfach. Atari einschalten, Diskette rein und los geht’s. Wenn man etwas anderes spielen möchte oder ein anderes Programm betreiben will, kann man ganz einfach den Reset-Knopf betätigen oder wie beim Amiga einfach ausschalten und danach mit anderer Diskette wieder an.
Ich habe noch einem im Schrank stehen und habe ihn nur aus Platzmangel nicht aufgebaut. Wenn ich Platz hätte würde ich ihn sofort rausholen und zocken. Die Spiele machen einfach nur Spaß. Aber nicht nur das. Er besitzt ebenfalls einen Druckeranschluss, so dass man auch Grafikprogramme oder Textverarbeitung nutzen kann. Aber wer nutzt das im Zeitalter des PC’s noch? Mit dem PC ist ganz klar mehr möglich und die Qualität ist auch besser.
Ich finde an einem Atari zu sitzen und du spielen ist immer noch was anderes als am PC zu sitzen und mit einem Emulator rumzuwerkeln. Allerdings lohnt sich ein Kauf nur noch, wenn man an die Spiele (Freunde, Handel) rankommt. Und wenn das gewährleistet ist und man dazu noch billig an einen Atari rankommt, kann ich nur sagen: „ZUSCHLAGEN!!!“
Atari ist einfach Kult!!!
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:hilfreich
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Kommentare
kenam
kenam, 29.05.2002
Midi Maze - im Netzwerk ballern. DAS war Kult....! :-
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Produktbeschreibung Atari ST

 
Allgemeine Informationen Atari ST
gelistet seit: 26.09.2003
Hersteller: Hersteller: AtariAtari
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