Dethleffs Camper 395HK Wohnwagen
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Dethleffs Camper 395HK Wohnwagen

Platz 5 in der Kategorie "Wohnmobile & Caravans". Der Caravan "Dethleffs Camper 395HK" ist ein Wohnwagen für 2-3 Personen ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4.0 von 5)

Dethleffs Camper 395HK Wohnwagen gebraucht & neu

Dethleffs Camper 395HK Wohnwagen Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

dottigross_juliaa

"Felix" auf großer Fahrt...

ein Testbericht von 2005-08-22 18:43:13 vom 22.08.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Klein und handlich | praktische Heckküche | genügend Küchenstauraum | Panoramadach mit Sternblick | breites Bett...
Nachteile/Kritik: Unhandliche Druckknöpfe an den Schränken | sperriger Stauraum wegen Heizschläuche | kurzes Bett
| Kaufgrund
Ich war acht Jahre alt, als meine Eltern zum ersten Mal mit mir Campingurlaub machten. Für mich - als Kind - war Campen ein Traum. Meist sahen mich meine Eltern den ganzen Tag nicht und nur wenn ich Hunger bekam, schlich ich mich zum Wohnwagen zurück, wo im Vorzelt immer eine Obstschale stand, aus der ich mich bediente. Die Freiheit, die es nur beim Campingurlaub gibt, habe ich immer sehr geschätzt und so ist es nicht verwunderlich, dass ich mir irgendwann selbst ein 2-Mann-Zelt, dann ein 5-Mann-Hauszelt und schließlich einen Wohnwagen kaufte.

Warum aber den Dethleffs 395HK? Nun, da wir nur zu zweit verreisen und dies auch in Zukunft so sein wird, sollte es ein möglichst kleiner Wohnwagen sein. Unnötig Ballast hinter sich herziehen - so waren wir uns einig - wollten wir auf keinen Fall. Wir schauten uns mehrere Modelle verschiedener Firmen an und da das Dethleffs-Werk ganz in unserer Nähe ist, interessierten wir uns auch für diese Marke. Der Dethleffs 395HK fiel uns vor allem durch seine Heckküche auf, das für mich schließlich den Ausschlag gab. Die Raumaufteilung dieses Wohnwagens überzeugte mich und für damals ca. 11000.- Euro wurde das Neufahrzeug, das ich "Felix" taufte, meins.


| Technische Fakten
Gesamtbreite: 220 cm
Länge Aufbau / gesamt: 458 / 581 cm
Gesamthöhe / Umlaufmaß: 259 / 860 cm
- Liegefläche Bug 195x190 cm
Technisch zul. Gesamtmasse: 1100 kg
Schlafplätze: 2

Zusatzausstattung: Advantage-Paket, Panoramaglasdach, Fahrradträger und Auflastung auf 1350 kg


| Handling
Der Dethleffs 395HK darf von Zugmaschinen ab ca. 1688 kg Eigengewicht 100 km/h schnell gezogen werden. Doch um dieses Gewicht zu erreichen, muss man schon einen VW-Bus, Jeep o.Ä. fahren. Weder mit unserem alten Auto, einem Alfa 147, noch mit unserem jetzigen Megan dürfen wir den Wohnwagen so schnell ziehen. Bei uns ist bei 80 km/h Schluss. Trotzdem ist die Zugmaschine ausschlaggebend, wenn man den Fahrspaß betrachtet. Wenn ich mich an die Zeit des Alfa 147 erinnere, läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Mit teilweise 40 km/h quählten wir uns den Reschen oder den Tauern hoch. Es war eine sehr mühsame Angelegenheit. Mit dem Megan macht das Fahren so richtig Spaß. Das Drehmoment von 320 Nm reicht aus, um am Berg auch mal an einem Lkw vorbei zu ziehen.

Der Dethleffs 395HK besitzt wie alle gebremsten Hänger eine Auflaufbremse, die etwas gewöhnungsbedürftig ist. Bremst man mal ein wenig stärker, geht ein Ruck durchs ganze Fahrzeug. Mir macht diese Reaktion ein wenig Angst, aber ich weiß natürlich, dass diese Vorrichtung viel Unglück verhindern kann. Bei Caravaning-TV habe ich einmal gehört, dass man - kommt man in eine brenzlige Situation - eine Vollbremsung machen soll. Dies würde effektiver sein, als ein vorsichtiges Abbremsen oder eine Stotterbremsung. Nun, ich hoffe, ich komme niemals in eine derartig gefährliche Situation und achte deshalb immer darauf, vorausschauend zu fahren.

Der Wohnwagen besitzt außerdem eine Schlingerkupplung. Diese soll, wie der Name schon sagt, das Schlingern verhindern. Kommen wir am Urlaubsort an, wird diese Schlingerkupplung als erstes gelöst. Sie erweist sich nämlich beim Rangieren als ziemliches Hindernis. Das Auto hat dann Probleme beim Rückwärtsschieben.

Der Wohnwagen ist bei uns nicht vollgepackt. Das zulässige Gesamtgewicht von 1350 kg erreichen wir nicht. Allerdings können wir das nicht mit Bestimmtheit sagen, weil wir bis jetzt noch keine Möglichkeit gefunden haben, den vollbepackten Wagen zu wiegen. Rein gefühlsmäßig schätze ich, dass wir maximal ca. 300 kg geladen haben. Mit diesem Gewicht kommen wir beim Rangieren durchaus zurecht, doch ist es immer schön, wenn die Nachbarn sich anbieten, behilflich zu sein. So lernt man doch auch gleich die Leute kennen, mit denen man die nächsten Urlaubswochen Tür an Tür lebt.


| "Felix" von außen
Die üblichen Anschlüsse - Strom, Frisch- und Abwasseranschlüsse - sind auf der Fahrerseite angebracht. An ihnen gibt es nichts auszusetzten. Die Positionen sind praxisnah und durchdacht. Für den Stromanschluss haben wir ein 20 m langes Kabel, das bis jetzt immer ausgereicht hat. Der Abwasserschlauch ist stabil und hat die richtige Länge.

Im Stauraum auf der Achse gibt es genug Raum für zwei 11-kg-Gasflaschen (Füllgewicht 5 kg), die durch einen Gurt fixiert werden. Rechts und links daneben ist noch Platz, um Verlängerungskabel, Holzbrettchen oder schmutzige Schuhe unter zu bringen. Allerdings wir dieser Raum dadurch begrenzt, dass die Zugbügel der Stauraumklappe komplett ins Innere ragen. Das finde ich schade. Dieser Raum ist mir sehr wichtig, weil ich dort gerne die "Drecksachen" hinein lege, die während des Urlaubs anfallen, wie Badeschlappen, Wanderschuhe, Wäsche etc.

Einen weiteren, von außen zugänglichen Stauraum, gibt es auf der Beifahrerseite. Doch dieser ragt ins Innere des Wohnwagens und nimmt zwei Seiten der Eckbank ein. Hier möchte ich nur ungern nasse oder schmutzige Dinge lagern. Durch die Heizungsschläuche, die sich dort unten verteilen, ist dieser Stauraum etwas unpraktisch, weil man Gegenstände drumrum verteilen muss. Hinzu kommt, dass die Klappe des Stauraums zu niedrig ist. Wäre diese 8 bis 12 cm höher, wäre einem sehr geholfen. Leider fehlt eine zweite Klappe auf der Fahrerseite, die einem zum dortigen Stauraum einen Zugriff von Außen ermöglicht. Möchte ich hier etwas lagern, muss ich im Inneren des Wagens die Polster der Sitzgarnitur entfernen und die darunter befindlichen Sperrholzbretter abnehmen. Ich verstaue hier meist Kleinteile, die ich zwischen den Heizungschläuchen und dem Radkasten besser verteilen kann, wie Handfeger, Schnorchelausrüstung, Bocciakugeln, Tennisschläger u.Ä.
Für Klappstühle und Campingtisch ist unter der Eckbank sowieso kein Platz. Diese verstauen wir während der Fahrt meist im Kofferraum des Autos.

Nun lenke ich aber ab. Ich möchte noch im Außenbereich bleiben und vom hübschen Design berichten. Die "Camper"-Linie hat helle und fröhliche Farben. Bei unserem Jahrgang dominieren Blau, Grau und Gelb. Die formschönen Rücklichter und das blaue Vorzelt passen sehr gut dazu. Apropos Vorzelt. Wir haben damals ein kleineres Vorzelt gewählt, dass die Wohnwagenfront nur zu Dreiviertel abdeckt. Uns reicht diese Größe völlig aus. Dadurch haben wir erstens weniger Ballast und zweitens mehr Licht im Inneren des Wohnwagens, weil das Seitenfenster frei bleibt.

< Verarbeitung Außen > Als wir den Wohnwagen kauften, war es Winter, und so dauerte es noch eine Weile, bis wir ihn zum ersten Mal in Gebrauch nahmen. Doch als wir ihn dann von seinem Winterquartier unter einem Carport befreiten, sahen wir, dass sich in der Frontwand ein etwa 25 cm langer Riss von der Unterkante Fenster bis zur Außenkante Wohnwagen zog. Ein Anruf beim Händler wurde zunächst befriedigend beantwortet. Es hieß, sowohl die Frontwand als auch das Fenster, das ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden war, würden ausgetauscht werden. Die Türgriffe und Lichtumrandungen würden jedoch, so der Händler, nicht unter die Garantieleistung fallen. Da der Wohnwagen allerdings schon ein halbes Jahr alt war und sich die Außenwand durch Sonneneinstrahlung schon verfärbt hatte, hätte man zwischen den Alt- und den Neuteilen einen Unterschied gesehen. Trotzdem wollte uns der Händler nicht alle Teile auswechseln. Ein kurzer Anruf bei Dethleffs und die Sache war erledigt. Die komplette Front würde unter Garantie fallen und der Händler müsse alle Teile ersetzen, so die kurze und zufriedenstellende Antwort.


| "Felix" von innen
< Platz > Für zwei Personen ist diese Wohnwagengröße durchaus ausreichend. Wir kommen uns eigentlich nur in die Quere, wenn wir uns beide gleichzeitig umziehen wollen. Dann wird's vor dem Kleiderschrank etwas eng. Koche ich und mein Freund deckt den Tisch, ist genügend Platz vorhanden. Doch ich denke, dass uns ohne Vorzelt ein zweiwöchiger Urlaub doch sehr beengt vorkommen würde.

< Essecke/Schlafbereich > Die Essecke bietet durchaus mal Platz für vier bis fünf Personen, wobei der Raum dann doch sehr überfüllt wirkt. Menschen mit langen Beinen werden außerdem mit dem Tischbeinsystem Probleme haben. Unter dem Tisch ist es nämlich ziemlich eng. Die Sitzbänke sind sehr bequem und das blaue Stoffdesign der Polsterung sieht meiner Meinung nach modern und gemütlich aus.
Die Sitzecke wird zu einem schönen breiten, jedoch kurzen Bett umgebaut. Wir schlafen so, dass wir mit den Füßen voraus aus dem Bett steigen können. Dadurch stoße ich nachts - wenn ich ein wenig nach unten rutsche - mit den Füßen an ein kleines Unterbauschränkchen und mein Freund gegen den Kleiderschrank. Durch die festen Polster schlafe ich aber immer sehr gut und weil wir meistens das große Panoramadachfenster geöffnet haben, sehe ich nicht nur die Sterne, sondern freue mich auch über die gut zirkulierende Frischluft.
Auch das Frontfenster kann komplett aufgeklappt werden, was ich oft und gerne tue. Die beiden Seitenscheiben öffne ich nur selten, weil ich dort die etwas unhandlichen Gardinen durch ein umständliches Zugsystem in den Griff bekommen muss, was mir nur selten gelingt.
Alle Fenster des Dethleffs 395HK haben neben einem Fliegengitter auch eine Verdunkelung. Das System ist unkompliziert und deshalb auch von mir einfach zu handhaben.

< Schränke > Rund um den Kopfbereich der Essecke befindet sich ein durch Wände unterteiltes Board, auf das man während der Standzeiten Dinge wie Sonnenbrille, Bücher, Landkarten etc. griffbereit ablegen kann. Damit nichts runterfällt, ist der Rand leicht hochgebogen. Über dem Board sind zahlreiche Schränke angebracht, die Stauraum für Wäsche, Handtücher und Ähnliches bieten. Hier stoße ich manchmal an meine Grenzen, weil gerade Badetücher viel Platz wegnehmen und ich beim Strandurlaub auch viele T-Shirts dabei habe. Auch der Kleiderschrank ist meines Erachtens etwas zu klein geraten. Zwar können wir alle unsere Jacken, Blusen und Hemden aufhängen, aber eine weitere Ablage für Socken, Unterwäsche o.Ä. würde ich mir wünschen.

< Küche > Die Küchenschränke reichen mir vollkommen aus. Hier finden Töpfe, Pfannen, Teller, Gläser und Besteck genügend Platz. Einzig der Bereich unter der Spüle kann nicht ausreichend genutzt werden, weil dort ein Mülleimer fest installiert ist. Leider kann ich ihn nicht heraus nehmen, was ich mir wünschen würde. Müll wird bei uns im Urlaub in ein oder mehrere Tüten gesammelt, die im Vorzelt hängen und baldmöglichst in der nächsten Mülltonne entsorgt werden.
Die Türen der Küchenschränke werden durch ein Druckknopfsystem geöffnet und geschlossen. Ich drücke den Knopf einmal durch, damit er dann komplett aus der Front heraus ragt. Nun könnte ich den Druckknopf so lassen, falls der Wohnwagen wirklich 100-prozentig gerade steht. Ist das nicht der Fall, kann es sein, dass die Türe langsam - wie von Geisterhand - aufgeht. Deshalb drücke ich den Knopf wieder ganz durch, damit er in seiner planen Ausgangsposition steht. Dieses System finde ich nicht so gut. Ich habe das Gefühl, als würde ich hundert Mal am Tag sämtliche Knöpfe drücken - auf, zu, auf, zu...
Ich habe schon andere Schließsysteme gesehen und fand sie u.a. bei der Firma Wilk wesentlich besser. Bei meinem nächsten Wohnwagenkauf werde ich darauf sicherlich ein besonderes Augenmerk haben.

Alle Schränke sind mit einem hübschen Buche-Furnier verkleidet. Die Farbe des Holzes harmoniert wunderbar mit der blauen Sitzgarnitur und den dunkelorange-farbenen Vorhängen.

Was mir an einer Heckküche besonders gut gefällt, ist, dass ich meinen "eigenen", in sich abgeschlossenen Bereich habe. Ich habe dort eine kleine Arbeitsfläche und im rechten Winkel dazu die Spüle und den Herd. Innerhalb einer viertel Körperdrehung habe ich also den kompletten Kochbereich in Armeslänge von mir entfernt. Hinter mir ist die Nasszelle, so das ich den Rücken weitgehend frei habe. Das Kochen in dieser "Kleinküche" macht viel Spaß. Abgespült wird aber weiterhin am Camping-Spülplatz, weil man dort nach Herzenslust planschen kann und auch immer Leute zu einem kleinen Tratsch trifft.

< Kühlschrank > Der Kühlschrank hat neben dem Kühlfach, zwei Ablageflächen, ein Gemüsefach und zwei Halterungen in der Schranktür. Leider kann ich keine genaue Größe des Kühlschrankes sagen, da ich darüber keine Angaben finden kann. Wer Camping macht, weiß jedoch, dass man "nie genug Kühlschrank haben kann". So wünschte ich mir bei einem zweiwöchigen Urlaub machmal eine zusätzliche Kühlmöglichkeit. Wir nehmen meistens reichlich Grillfleisch mit und kaufen uns vor Ort diverse Getränke, die darin verstaut werden sollten. Dann kann es schon mal eng werden. Aus "Zeltzeiten" haben wir noch eine elektrische Kühlbox, die auch immer gerne zum Einsatz kommt. Sie kühlt zwar nur 20 Grad unter Außentemperatur, aber als Ersatz reicht sie aus.

< Gasherd > Ich koche im Urlaub nicht viel. Meist grillen wir oder gehen essen. Doch falls es mal eine Suppe oder ein Nudelgericht geben soll, reicht der 3-Flammen-Herd völlig aus. Die Abstände zwischen den Flammen sind jedoch nicht sehr groß, so dass ein großer Topf und eine große Pfanne nur schlecht Platz haben.
Der Herd wird von der Gasflasche gespeist, die im vorderen Stauraum festgemacht ist.

< Heizung > Da wir noch nie in kühlerer Jahreszeit Urlaub gemacht haben, wurde die Heizung auch noch nie benützt. Ich kann deshalb auch keine eigenen Erfahrungen wiedergeben.

< Nasszelle > Wer meinen Wohnwagen eines Tages gebraucht kauft, wird in ihm eine unbenützte Nasszelle finden. Da ich keine Lust habe, im Urlaub Dusche und Toilette zu putzen (was ich auch zuhause sehr ungern tue), herrscht absolutes Gebrauchsverbot!!! Damit stoße ich bei anderen Campern oft auf Unverständnis. Aber ich bleibe dabei: wer duschen will, soll ins Duschhaus gehen - wer "mal muss" wird's auch zur öffentlichen Toilette schaffen - auch nachts. Da ich meist die einzige bin, die "nachts raus muss" strafe ich mich mit diesem Verbot selbst. Das ist mir aber egal. Weder das Waschbecken, noch die Dusche, noch die Toilette werden von uns benützt. Einzig der Badezimmerschrank ist mit Hygieneartikeln befüllt und der Duschraum muss als Wäschekammer oder Abstellraum herhalten.

< Verarbeitung > Als wir den Wohnwagen in Gebrauch nahmen, mussten im Inneren ein paar Dinge "zurecht gerückt" werden. Es klemmte die Nasszellentür, ein Küchenschrank war schief angeschraubt, ein Rollo zog sich nicht mehr automatisch zurück... Aber da ich einen alten "Dethleffs-Fachmann" in der Familie habe, wurde das mit wenigen Handgriffen repariert.


Sonstiges
++++++++

Nun möchte ich noch ein paar allgemeine Dinge zum Wohnwagenkauf und zum -Urlaub erwähnen. Wer sich einen Wohnwagen anschaffen möchte, sollte ein paar Dinge beachten. Ich würde zum Beispiel jedem empfehlen, einen solchen Campingurlaub vorher einmal auszuprobieren. Sei es mit dem Zelt oder in einem Mobilheim - das Camperleben unterscheidet sich völlig vom Hotel- oder Ferienwohnung-Urlaub. Es ist sicherlich nicht Jedermanns Sache! Trotzdem sollte es - so finde ich - jeder einmal ausprobiert haben. Ich bin sicher, dass es viele Menschen gibt, die daran gefallen finden würden, auch wenn sie es grundsätzlich und vehemend ablehnen.

Entscheide ich mich also, einen Campingwagen zu kaufen, stellt sich die Frage, ob man ich mir ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen anschaffe. Davon abgesehen, dass wir uns ein Wohnmobil nicht leisten können, würden wir uns z.B. niemals eines kaufen. Man ist - so widersprüchlich das klingen mag - zu sehr angebunden. Mit einem Wohnmobil muss man entweder Fahrräder oder sogar einen Roller mitnehmen, um im Urlaub mobil zu sein. Die Verkehrsverbindungen im Urlaubsland sind nicht immer gut und eine Einschränkung in meiner Mobiliät möchte ich keinesfalls hinnehmen. Einen Wohnwagen hingegen lasse ich auf dem Campingplatz stehen. Mit dem separaten Pkw kann ich nun meine Ausflüge machen.
Ein weiterer Grund, der gegen ein Wohnmobil spricht, ist folgender: Ich habe "nur" sechs Wochen im Jahr Urlaub. In dieser Zeit steht das Fahrzeug rum. Das ist bares Geld (!!!), was ungenützt in einer Miethalle, auf einem Stellplatz oder vor der Haustür steht. Ich muss Stellplatzgebühren, Versicherung, Gasprüfungen etc. bezahlen, was viele nicht bedenken. Natürlich gibt es diese Ausgaben auch beim Wohnwagen. Doch dort sind sie um einiges geringer. Außerdem zählt hier der separate Pkw nur im geringen Maße, weil ich für mein tägliches Leben ja sowieso ein Auto benötige. Hätte ich ein Wohnmobil, müsste ich zusätzlich auch einen privaten Pkw haben.

Unterhalte ich mich mit Wohnmobilfahrern, loben diese die angebliche "Mobilität". Quatsch! Zwar mag das Fahren mit einem Wohnmobil mehr Spaß machen (wobei ich behaupten möchte, dass das Fahren mit dem Wohnwagen mehr Spaß macht, als mit einem Wohnmobil, das keinen "Dampf" unter der Haube hat), aber mobiler ist man damit nicht. Man muss trotzdem auf einen Campingplatz (dessen Stellplätze für Wohnmobile oftmals sehr beengt sind), weil man in vielen Ländern nicht mehr "wild campen" darf. "Heute hier - morgen dort" mag anfangs vielleicht Spaß machen, aber irgendwann ist diese Art von Urlaub ("der Weg ist das Ziel" - das ich nicht lache...) auch nicht mehr das Wahre. Gerade für Kinder ist die ewige Fahrerei ein Ärgernis. Man muss immer bedenken, dass man bei dieser Art von Urlaub oft lange Strecken auf der Straße ist.
Ein Beispiel: In Gargano haben wir Holländer mit Wohnmobilen gesehen, die für die Fahrt dort hin min. fünf Tage unterwegs waren. Sie stiegen bei ihrer Ankunft aus, packten ihre Campingmöbel aus, setzten sich rein und das war's. Am nächsten Tag packten sie alles wieder zusammen und fuhren weiter in den Süden. Ihr Argument: morgen machen wir eine Stunde in Vieste Halt - schauen uns den Ort an - und fahren dann direkt weiter. Nur - was diese Leute nicht bedachten - Wohnmobile dieser Größe durften nach Vieste gar nicht hinein fahren! "Keine Zufahrt für Fahrzeuge über 3,5 t"!!!

Nun, ich merke schon, ich rede mich zu sehr in eine Sache rein, die mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun hat und Stoff für einen separaten Bericht gibt. Deshalb....



Fazit
++++

Für zwei Personen ist der Dethleffs 395HK ein hübscher und handlicher Begleiter, der für einen gemütlichen und wohnlichen Campingaufenthalt sorgt. Das Verschlusssystem der Schränke, den Zugriff auf den recht sperrigen Stauraum und die kurzen Betten sind für mich jedoch ein Ärgernis, dem ich beim nächsten Wohnwagenkauf mehr Beachtung schenken würde.



In diesem Sinne... alles bleibt anders... eure Dotti
...
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Kommentare
morla
morla, 12.04.2006
sehr hilfreich
jenny123
jenny123, 17.03.2006
sh,jenny123
Sayenna
Sayenna, 02.04.2006
sh..... ........LG Ela
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Produktbeschreibung Dethleffs Camper 395HK Wohnwagen

Technische Daten und Produkteigenschaften
Der Caravan "Dethleffs Camper 395HK" ist ein Wohnwagen für 2-3 Personen
Allgemeine Informationen Dethleffs Camper 395HK Wohnwagen
gelistet seit: 10.08.2005
Hersteller: Dethleffs
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Dethleffs Camper 395HK Wohnwagen im Vergleich
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