Wenn man ins Kino geht, kommt man leider um Kinowerbung schon gar nicht mehr herum. Obwohl ich kein großer Freund der Werbung bin, sind gerade viele Kinowerbungsspots im Gegensatz zur Fernsehwerbung recht einfallsreich, manche sogar wirklich witzig. Dies trifft allerdings meiner Ansicht nach nicht auf "Malboro Country" zu.
Männlichkeitskult bis zum Abwinken
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Bitt e fasst das jetzt nicht als feministisch auf, aber die Macho-Stereotypen, die in dieser Werbung vorkommen, können einem doch wirklich auf den Geist gehen. Hier wird das Bild vom rauhbeinigen unrasierten Cowboy, der wild durch die Prärie reitet und natürlich raucht wie ein Schlot so dermaßen breitgetreten, daß es - zumindest in meinen Augen - nur noch lächerlich rüberkommt. Mal ehrlich - ist das noch zeitgemäß? Klar, "richtige Kerle" (dank Chappi;-)) sind nach wie vor gefragt, aber dieser primitiv anmutende Männlichkeitskult? Was will uns die Werbung sagen? Wenn du Malboro rauchst, wie ein Schlot, bist du ein richtiger Kerl?
Die Handlung
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Nun gut, weg vom einzelnen Cowboy. Hier kommt die Handlung, wenn man das überhaupt so nennen kann. Eine Gruppe wilder Cowboys reitet - den Glimmstengel im Mund - Lassos schwingend über die Prärie. Das soll den Traum von Freiheit symbolisieren, denke ich, ist aber ziemlich plump in Szene gesetzt und wirkt überzogen.
Die Landschaft
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Das einzige, was dieser Werbung einen kleinen Pluspunkt verschafft ist die Dämmerlandschaft der Prärie, die schön dargestellt ist.
Das Produkt (Zigaretten)
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Fein, ich gebe es zu, ich bin Nichtraucher...Ich habe aber nicht grundsätzlich etwas gegen Zigarettenwerbung und finde, wenn man Zigarettenwerbung verbieten würde, müßte man auch Alkoholwerbung, Glücksspielwerbung, etc. verbieten. Zensur ist einfach nicht die Lösung denke ich. Dennoch finde ich die Marlborowerbung nicht sympathisch, weil - anstatt wie in vielen anderen Zigarettenwerbungen wo vielleicht mal eine oder zwei Personen genüßlich ziehen - hier eine ganze Horde Cowboys qualmt wie ein Schlot. Das kommt meiner Meinung nach eher unsympathisch rüber und animiert zum Ketterauchen, was doch wirklich nicht sein muß.
So lächerlich ich das o.a. Machobild finde, manche pubertierenden Kids kommen vielleicht gerade dadurch auf den Geschmack und verfallen vielleicht ja sogar wirklich dem Ketterauchen. Da Marlboro ja eine eher starke Sorte ist, ist dies natürlich doppelt gefährlich.
Vorletzen Sommer habe ich mich für Marlboro Summer Jobbing beworben. Ich wurde genommen und hatte einen wunderschönen Aufenthalt in Moab, Utah, USA oder besser bekannt unter Marlboro Country!
Bewerbung:
Man ruft unter der Telefonnummer 0180-JOBBING (5622464) an. Diese Rufnummer ist kostenfrei. Dort erzählt man dem Callcenteragent das man gerne nach USA möchte, man erfährt wohin es geht, wird über die verschiedenen Jobs ein wenig informiert und erfährt, daß man in den nächsten 2 Wochen zurückgerufen wird. Wenn nicht, dann kann man sich erneut bewerben. Der Reisetermin wird auch sofort bekanntgegeben. Ebenso wird nach der eigenen Einschätzung der Englischkenntnisse gefragt.
Nach maximal 2 Wochen wird man zurückgerufen. Bei diesem Telefonat wird nach den Erwartungen gefragt, bei mir wolle die Dame wissen, welche Zeitschriften ich lese, ob ich zum genannten Termin Zeit habe, was ich beruflich mache, meine Hobbys, u. ä.
Dann wurde es interessant, die gute Frau fing auf einmal an Englisch zu sprechen. Das war nicht wirklich gut für mich, denn es war Samstag morgen 10.00 h und ich hatte gerade 3 Std. geschlafen! Also stotterte ich vor mich hin und wurde aber zunehmen sicherer. Innerlich habe ich es wohl schon abgehakt, denn in den ersten Sekunden war ich einfach nicht wach!
Zum Ende des Gespräches lud mich die Dame nach Frankfurt zum Casting ein. Ich habe mich riesig gefreut, denn sie teilte mir auch mit das von den bisher ca. 80.000 Bewerben nur noch 160 in Frankfurt sind und ich würde dort dabei sein. Ich war überglücklich!
Samstag, eine Woche später war ich in Frankfurt. Unsere Riesengruppe bestand aus ca. 40 Personen. Es gab an einem Tag mehrere Grupen und somit waren nicht alle 160 Leute gleichzeitig da. Die Gruppe wurde noch in mehrer kleine Gruppen gesplittet. Wir haben Gruppenspiele gemacht und uns kennengelernt. Am Ende des Nachmittages wurde uns gesagt, daß von allen Menschen die dort gewesen seien am Montag 40 glückliche Menschenkinder angerufen werden. Diese 40 würden nach USA fliegen.
Die Spannung war groß!
Ich hatte Glück und gehörte zu den wenigen.
Die Reise:
Am folgenden Freitag ging es ab nach Frankfurt, von dort aus nach New York und weiter nach Salt Lake City. Nach mehrstündiger Fahrt erreichten wir Moab.
Wir haben 4 Std. am Tag im Nationalpark gearbeitet. Ich möchte aber erwähnen, daß das Wort arbeit fast übertrieben ist, wir haben zwar geschwitzt, aber es hat einfach Spaß gemacht. Andere Arbeitsgruppen hatten weniger Glück, sie mußten ein wenig mehr tun!
Nach 10 Tagen flogen wir wieder nach Hause, glücklich, übermüdet, braun und überdreht. Ich brauchte wie noch einige andere aus der Gruppe fast 2 Monate um mich wieder voll auf mein normales Leben einzustellen. Es ging alles so furchtbar schnell. Innerhalb von 2 Wochen bekam ich einen Anruf und flog in den Urlaub. Dieser Urlaub war mit Abstand das Beste was ich je erlebt habe. Es ist zwar nicht immer toll mit einer großen Gruppe unterwegs zu sein, aber wir hatten alle eine schwer zu beschreibende Verbundenheit. Es war einfach toll.
Das Land:
Ich bin
schon ein wenig in der Welt herumgekommen, aber eine Landschaft wie in Utah habe ich nie zuvor gesehen. Es ist unbeschreiblich schön! Die Wüste scheint zwar öde, nur mit wenigen Sträuchern oder Kakteen bewachsen, aber sie lebt auf ihre Weise, wie unser „Vorarbeiter“ es uns sehr verständlich erklärt hat. Vielleicht ist der Ausblick auf das Meer am ehesten damit zu vergleichen, denn auch dort hat man das Gefühl unendlich weit zu blicken. Nur das es nicht das Meer ist, welches im Horizont versinkt, sondern das Land. Etwas vergleichbares kann ich mir nicht vorstellen. Man fühlt sich erhaben und klein gegen dieses Naturerlebnis und ich kann nur empfehlen, sich die Nationalparks dort anzuschauen. Rund um Moab liegen zwei Nationalparks. Arches Nationalpark und Cannyonlands Nationalpark. In Arches steht auch der berühmte Delicate Arch, den man auch in der Mars Werbung mit dem Indianer wieder finden kann.
Wenn ihr Bilder sehen möchte oder Euch weiter informieren wollt, dann könnt ihr gerne die Homepage besuchen, auf der ganz viel ausgestellt ist: www. mhomitch.de
Fazit:
Wer die Möglichkeit hat, als Student oder mit einem netten Arbeitgeber, der mal kurz 2 Wochen auf den Mitarbeiter verzichten kann, sollte die Chance nutzen sich dort zu bewerben. Es ist das größte Reiseerlebnis, dass ich je hatte und unbeschreiblich schön und sehenswert.
Also genießt Marlboro Country, denn es ist das schönste Land der Welt!
jamesi_bg, 14.05.2002
Mmmh, schoumln, ich wollt auch immer fuumlr eine Weile ins AUsland gehen, aber jetzt krieg ich bald mein Baby, damit hat sich dieser Wunsch ja wohl erledigt! Bis dann, Bianca!