Wunderwelt Korallenriffe
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Wunderwelt Korallenriffe

 (DVD)
Platz 247 in der Kategorie "Dokumentarfilm allgemein". Genre: Dokumentation / ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (5.0 von 5)

Wunderwelt Korallenriffe Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Travelwriter

Zähneputzen unter Wasser...

ein Testbericht von 2003-09-17 18:50:30 vom 17.09.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Schöne Bilder, nette Effekte...
Nachteile/Kritik: Leider sind solche Filme immer zu kurz
Korallen! Bunte faszinierende Strukturen unter Wasser, uns nur bekannt, wenn wir Taucher sind, oder sie auf der Kommode von Tante Erna gesehen haben.

IMAX Filme! Faszinierende Filme auf übergroßer Leinwand, die uns in ferne Welten entführen und uns gefahrlos der Gefahr des zupackenden Raubtieres oder der Büffelherde nahebringen. Eine gute Idee, IMAX und Korallen zu kombinieren, nicht wahr?

Ende Juli hatte ich nun Gelegenheit im IMAX DOME des technischen Museums von Speyer mir den Film "Wunderwelt Korallenriffe" anzusehen.

Das IMAX DOME ist ein spezielles IMAX Kino. Man sitzt in einer Art Halbkugel, auf deren einen Hälfte der Film projiziert wird. Dadurch spielt sich die Handlung nicht nur vorne, sondern auch seitlich und über dem Zuschauer ab.

Diese spezielle Form der Projektion erfordert allerdings meiner Meinung nach sehr speziell gestaltete Filme. So ist diese Technik sehr gut für Luftaufnahmen geeignet, aber nur sehr schwer erträglich bei Filmen mit Dialogen und Handlung. Da die Handlung quasi überall spielt, kommt man wahrscheinlich sehr schnell in den Streß nach allen Richtungen zu gucken. So gesehen, war ich schon neugierig, wie mir der Film in diesem speziellen Kino gefallen würde:

STORY

In "Wunderwelt Korallenriffe" werden einige Forscher gebeten sich mit dem Absterben der Korallenriffe bei einer bestimmten Insel zu beschäftigen. Sie machen sich darauf hin auf den Weg und untersuchen die Korallenriffe bei mehreren weit auseinander gelegenen Inseln um dem plötzlichen Sterben auf die Spur zu kommen. Schließlich finden sie heraus, das die Holzfällerarbeiten bei der betroffenen Insel derartig viel Schlamm in die küstennahen Gewässer befördert hatte, das die Korallen unter Lichtmangel zu leiden begannen.

Natürlich erfuhr ich das erst gegen Ende des Filmes. Bis dahin begleitete ich das Forscherteam, zu dem auch der Sohn des bekannten Meeresforscher Cousteau gehörte, sowohl über Wasser als auch unter Wasser durch die farbenprächtigen Weiten der Südsee. Über Wasser flog ich ein paar Mal über saftig grüne Inseln wobei ich allerdings auch einmal den Unterschied zwischen einem sauberen Fluß und einem verschlammten Strom gut erkennen konnte.

Die Reise führte vom allseits bekannten Great Barrier Reef bei Australien zu den Fidschi Inseln, dann ging es weiter zu den vulkanischen Gebieten von Tahiti und Moorea, zum Schluß besuchte das Team noch das Rangiroa Atoll.

Bei den Landgängen begegnete ich einheimischen Tänzerinnen, die mich (na, also eher das Forscherteam) mit verschiedenen traditionellen Tänzen begrüßten. Unter Wasser begleitete ich die Wissenschaftler, wie sie mit mächtigen Unterwasserkameras die Riffe erforschten und dabei so manchen exotischen Meeresbewohner vor die Linse bekamen.

SPASSFAKTOR

Spaß im Sinne von Humor oder Komik gab es in diesem Film keinen. Wenn er nicht gerade im Meer spielen würde, müßte ich ihn geradezu als trocken bezeichnen.

Eine lustige Szene fällt mir aber jetzt doch noch ein. Es wurden zwei Meeresbewohner gezeigt, die in Symbiose lebten. Einer von ihnen neigte dazu, ständig die gemeinsame Wohnhöhle zu säubern, während der andere dieselbe bewachte. Die Aufräumarbeiten des "Hausmeisters" wurden dabei mit einer so drolligen Musik und auch Schnauftönen untermalt, das wohl jeder im Kino lachen mußte.

Der "Wächter" hingegen ertrug seine Rolle mit stoischer Gelassenheit. Ich nehme an, der Aufräumer war ein Männchen, bekanntlich tragen ja in einer gut gehenden Beziehung die Männer den Müll raus.

INFOFAKTOR

Der Infofaktor war für mich hoch. So erfuhr ich während des Filmes, daß die Korallenbänke nicht nur auf Temperaturerhöhung oder Überfischung negativ reagieren. Es wirkt sich auch negativ aus, wenn verschlammtes Wasser an der Oberfläche den Einfall des Sonnenlichtes auf die Korallenriffe reduziert.

ILLUSIONSFAKTOR

Eigentlich gehe ich ja in ein IMAX DOME um mich einer gewissen Illusion hinzugeben. Diese gelang bei diesem Film zum großen Teil. Besonders stark waren die Aufnahmen, die aus dem Flugzeug gemacht wurden. So "flog" ich mehrmals über jene Inseln, um denen sich die Korallenriffe gebildet hatten und konnte das tolle Farbenspiel im Wasser erkennen, wo sich das Türkis der tieferen Gewässer mit dem Weiß der Strände mischte. Zu meinem Erstaunen entstand dabei das Paradoxon, daß ich in dem IMAX DOME nach oben blickte, aber das Gefühl habe, nach unten zu gucken. Wenn das nicht eine gelungene Illusion war?

ACTIONFAKTOR

So richtige Action wie bei jenen Filmen, wo man von einem Hai fast gefressen wird, gab es nicht. Zwar wurden auch verschiedene Tiere unter Wasser gefilmt, die erschienen mir allerdings eher friedlich.

Spektakulär war vielleicht jene Szene, wo eine Taucherin sich von einer bestimmen Art von Meeresbewohner die Zähne putzen ließ. Tatsächlich gibt es eine Tierart, die den großen Fischen die Mäuler reinigt. Die Taucherin hat es ausprobiert, und bekam ebenfalls eine Reinigung. Erst hinterher fiel mir ein, daß sie dazu unter Wasser den Mund offen halten mußte? Keine Ahnung wie sie dabei verhindern konnte, Wasser in die Lunge zu bekommen?

SHOWFAKTOR

Ich mag die Südsee wegen ihrer intensiven Farben und natürlich kam ich bei diesem Film voll auf meine Kosten. Die beste Show war aber wohl eine Einlage, wo man im Zeitraffer eine spezielle Pflanze unter Wasser erblühen ließ. Die Blüten poppten in unregelmäßigen Abständen auf und dazu wurde eine Musik gespielt, als ob die Töne von den Blüten kamen. Sehr eindrucksvoll! Ich habe übrigens jetzt keine Ahnung ob ich in diesem Fall von Blüten sprechen darf. So gesehen, war ich ein schlechter Schüler und hatte nicht ausreichend aufgepaßt!

DER FILM AN SICH

Hergestellt wurde der Film von dem Produktionsteam Mac Gillivray Freeman, das sich schon durch die Produktionen "Everest" und "Delfine" bekannt gemacht hatte. Laut deren Angaben wurden für diese Produktion 160.000 Meter Film abgedreht, wobei man rund 2.800 Stunden bei 2.400 Tauchgängen verbrachte. Daraus entstand dann ein Film von ca. 45 Minuten.

Hmm, der Rest der 160 km war wohl für die Fisch‘, wie man in Österreich gerne sagt.

DIE PREISE

Wenn man im IMAX DOME Speyer nur den Film sehen möchte, muß man als Erwachsener 7,50 Euro zahlen. Ich kaufte mir aber ein Kombiticket um 15,00 Euro und guckte mir tagsüber das technische Museum an. Angesichts der tollen Technologie des IMAX DOME halte ich den Preis für okay.

RESÜMEE

Natürlich war der Film trotz der tollen Effekte viel zu kurz für mich. Aber mit dieser Kürze muß man sich bei dieser Art von Filmen wohl abfinden. Insgesamt war es ein sehr schönes Seherlebnis und ich habe den Besuch nicht bereut
...
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Produktbeschreibung Wunderwelt Korallenriffe (DVD)

 
Allgemeine Informationen Wunderwelt Korallenriffe
gelistet seit: 08.10.2003
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00
Film / Kino-Daten
Genre: Dokumentation 
Weitere Merkmale
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