BMW 5er Testberichte




Auf yopi.de gelistet seit 03/2011
- Fahreigenschaften: sehr gut
- Fahrkomfort: sehr gut
- Qualität & Verarbeitung: sehr gut
- Ausstattung: gut
- Platzangebot: sehr großzügig
- Zuverlässigkeit: sehr gut
- Anschaffungskosten: durchschnittlich
- Haltungskosten: durchschnittlich
Pro & Kontra
Vorteile
- + sattes Drehmoment bei jeder Drehzahl + harmonischer Antriebsstrang + überlegene Fahrleistungen + gute Materialanmutung (mit Individual-Ausstattung)
- Sehr ausgewogene Fahreigenschaften,gute Langzeitqualität,kultivierter Motor,gute Fahrleistungen, guter Komfort, rel. geringe Unterhaltskosten für die Wagengröße
- Modell mit guter Ausstattungen sind verbreitet zu günstigen Preisen erhältlich.
- Motor, Fahrwerk, Komfort,
- stark, schnell perfekt
Nachteile / Kritik
- schlechte Bedienbarkeit (I-Drive) happiger Preis vergleichsweise hohe Kosten
- hoher Batterieverschleiß,schlecht zugänglicher Ölfilter, schwache Lenkgelenke
- schwache Vorderachse, empfindliches Kühlsystem
- Fahrverhalten auf Kopfsteinpflaster
- wer sucht der findet
Tests und Erfahrungsberichte
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fux5252 sagt zu BMW 5er
4- Fahreigenschaften: gut
- Fahrkomfort: sehr gut
- Qualität & Verarbeitung: sehr gut
- Ausstattung: gut
- Platzangebot: großzügig
- Zuverlässigkeit: gut
- Anschaffungskosten: durchschnittlich
- Haltungskosten: durchschnittlich
- Besitzen Sie das Produkt?: ja
- Dauer des Besitzes & der Nutzung: seit 1 Jahr
Bin Besitzer eines BMW e39 Facelift-Modells aus dem Baujahr 11/2002. Motorisierung: 520i mit 120kW. Fahre es überwiegend auf Autobahn. Komfort ist hervorragend. Keine lästigen Windgeräusche auch bei zügigem Tempo. Hoher Federungskomfort auch mit mehreren Personen an Board. Verbrauch pegelt bei ca. 10Litern auf 100km. Laufende Betriebskosten halten sich im Durchschnitt. Leider seltene und unverbastelte Modelle unter 5000€ selten zu finden. Innenraum ist mit seiner Verarbeitung auch nach einem Jahr nicht langweilig. -
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BMW 520i Touring E34
4- Besitzen Sie das Produkt?: ja
- Dauer des Besitzes & der Nutzung: länger als 1 Jahr
Pro:
Modell mit guter Ausstattungen sind verbreitet zu günstigen Preisen erhältlich.
Kontra:
schwache Vorderachse, empfindliches Kühlsystem
Empfehlung:
Nein
Ich beginne mal mit der Geschichte meiner Erfahrung damit und komme dann später auf das Auto selbst.
Es geht hier um den BMW E34 Touring, gebaut von 1991 bis 1996. Die allermeisten Punkte sind auch auf die Limousine anwendbar.
Meine persönliche Erfahrung mit unserem 520i Touring E34 begann im Mai 2001.
Damals, kurz vor unserer Hochzeit, hat meine Frau sich nämlich entschieden, ihren kiwigelben Seat Cordoba gegen einen BMW 520i Touring einzutauschen. Sie wollte einen Kombi, weil es mit Hund bequemer ist. Und was größeres sowieso. Der Entschluß auf BMW zu kommen fiel ihr mittlerweile leicht, weil ich auf BMW meinen Kfz-Mechaniker gemacht habe. Und im Vergleich sind BMW nicht teurer als andere Gebrauchtwagen.
Es war also einer Baujahr 94, Oxford-Grün-Metallic, Klima, 100tkm, Stoff Flock grau, schon mit Vanos und breiter V8-Niere. Kaufpreis war damals 17.000 DM. (Den Seat hat meine Schwiegermutter bekommen, er blieb also noch im Lande). Ich selbst hatte eigentlich nur ältere BMW (E28 525eta rules.. und ein 1602 war auch dabei) bisher.
Als erstes kamen 15" Alufelgen mit 225er Reifen drauf und vom Profi haben wir die Scheiben tönen lassen.
Als nächstes folgten dann noch Scheinwerferblenden für vorn. Irgendwann kam noch eine Tieferlegung der Vorderachse dazu und auch der originale BMW Frontspoiler.
Jetzt kam er richtig böse rüber. Aber irgendwas hat noch gefehlt.
Die 15" Felgen waren fehl am Platze. Da ich ja an der Quelle gesessen habe damals habe ich einen Satz 17-Zöller mit fast unbenutzten Reifen für 200,- Euro gekriegt. Die Felgen waren zwar für den E39, aber mit Zentrierringen haben auch die gepaßt. Also stand er jetzt auf 235er Reifen und Tiefbettfelgen mit poliertem Felgenbett. Und JETZT war er fertig.
Die 15" Alus fahren wir jetzt im Winter.
Den Spoiler mußten wir im Winter abnehmen, um ihn nicht kaputt zu machen im Schnee. Leider hat er doch immer wieder was im Alltag abgekriegt. Mittlerweile haben wir ihn gar nicht mehr dran, weil man doch ständig aufpassen muß auf Bordsteine, Bodenwellen und sowas. Alternativ habe ich die Stoßstange unten in Wagenfarbe lackiert, das kommt ähnlich edel rüber. Im Frühling mache ich das auch noch mit den Schwellern und der hinteren Stoßstangenverkleidung.
Eigentlich waren die ganze Zeit fast nur Verschleißteile zu wechseln, also Bremsen, Inspektionen und sowas.
Es kamen mal von den Druckstreben der Vorderachse mal neue Gummilager rein, fertig. Zur Vorderachse komme ich dann im allgemeinen Bericht nochmal.
Irgendwann ist er dann mal heißgelaufen. In der Garage war ein Zischen zu hören, was sich auf eine kleinen Riß im Plastikgehäuse des Kühlers zurückzuführen ließ. Jetzt war nur die Frage, ob das Ursache oder Symptom war für die Überhitzung. Da die ersten Wasserpumpen noch Kunststoffräder hatten, die sich mit der Zeit auflösten, habe ich sicherheitshalber eine neue Wasserpumpe und ein neues Thermostat zusammen mit dem Kühler reingemacht. Den habe ich mir schicken lassen für 80 Euro, original kosten die 3-400 Euro. Damit war dieses Problem auch behoben.
Die Klima geht seit einiger Zeit nicht mehr, Schuld daran ist ein undichter Kondensator. Der sitzt genau vor dem Kühler und hinter der Niere, also direkt im Einzugsbereich von allen Steinen und was sonst noch von vorausfahrenden Fahrzeugen hochgeschleudert wird. Nächstes Jahr werd ich das wohl auch noch beheben.
Die rechte Druckstrebe der Vorderachse war auch ausgeschlagen und hat geklappert, das waren per Versand nochmal 35 Euro (Original 170). Mal schauen wie lange die hält.
Jetzt, im November 2007, haben wir knapp 200.000 km auf dem Wagen. Man merkt es aber nicht. Einen Vergleich zu meinem Golf darf ich da gar nicht ziehen. Die Höherwertigkeit spürt man oft erst im Alter.
Bei den nachfolgenden Ausführungen berichte ich nicht nur von meinem eigenen 5er, sondern auch aus meiner Erfahrung im BMW-Ersatzteildienst. Da fällt einem natürlich auf, wenn so manche Artikel öfters gebraucht werden. Wenn ich von "kommt öfters vor" spreche bei Fehlern, dann meine ich nicht "öfters bei einem Fahrzeug" sondern "öfters in der Modellreihe". Aber nur weil die Fehler vorkommen können, müssen sie nicht bei jedem Auto auftreten! Ich halte den E34 für ein sehr gutes und empfehlenswertes Fahrzeug, er ist nicht schlechter als die frühen E39!.
Der 5er E34 an sich
AUßENMERKMALE UND TECHNIK
Der Motor ist natürlich das Sahnestück von BMW. Der Sechszylinder-Reihenmotor ist drehfreudig und ein Muster an Laufkultur, wie ihn kein V6 erreichen kann. Seit 1991 gibt es den 24V mit 150 PS (M50 Motor). Anfänglich war der im 5er noch sehr träge, erst die Einführung der VANOS 1993/94, also der verstellbaren Nockenwelle, hat der Motor im unteren Drehzahlbereich an Spritzigkeit gewonnen. Natürlich ist der 2-Liter kein Rennwagen, was aufgrund des Gewichts von ab 1,5 Tonnen leer kein Wunder ist. Aber er läuft 210 und ist ab 4000 Umdrehungen sehr agil. Auch das BMW-typische "pfuuuuu" ist ein Ohrenschmaus. Man sollte aber beachten, daß die 24V-Köpfe sehr empfindlich sind wenn man mit kaltem Motor die Drehzahlen ausfährt. Manchmal brennt die Kopfdichtung durch oder, noch schlimmer, der Zylinderkopf verzieht sich und muß ersetzt werden. Beides ist sehr teuer. Die Nockenwelle wird durch eine Steuerkette angetrieben, die wartungsfrei ist und normal ein Autoleben lang hält. Empfindlich ist der Zylinderkopf auch gegen Überhitzung, auch da kann er sich verziehen. Dieses kann leider recht schnell passieren, da die originalen Wasserpumpen oft schlappmachen. Diese waren ab Werk mit einem Kunststoffrad ausgerüstet, welches mit den Jahren brüchig wird und dann ganz streikt. Mittlerweile gibt es nur noch Metallräder. Eine defekte WaPu kann eine Menge Schaden anrichten wenn man es nicht sofort bemerkt auf der Temperaturanzeige. Im Zuge der Überhitzung kann auch der Kühler platzen. Den sollte man wirklich im Zubehör kaufen (ca. 150 Euro) anstatt Original (zwischen 300 und 400). Ansonsten halten die Motoren wirklich problemlos lange. Unserer braucht zwar Öl, aber bis 1,5 Liter pro 1000 km ist laut Anleitung normal. Zwischen 2 Ölwechseln (ca. 15.000 km, wird angezeigt) fülle ich den Ölbestand (6.5 Liter) in etwa nochmal nach. Der Ölfilter sitzt in einem Metallgehäuse und ist sehr gut erreichbar. Bei Zubehörfiltern ist oft nicht die Dichtung für das Gehäuse dabei, hier sollte man doch den originalen von BMW verwenden, da ist alles drin.
Mittels Kaltlaufregler läßt sich der M50 auf die Euro2-Norm bringen, innerhalb von 1-2 Jahren hat man die Kosten wieder drin.
Das Schaltgetriebe ist ein weiteres Sahnestück. Es läßt sich butterweich und exakt schalten, der Schaltknauf liegt gut in der Hand. Ein lederner fühlt sich natürlich besser an als einer aus Kunststoff. Es gibt eine große Auswahl von Originalschaltknäufen, mit Leder, Alu, Holz, kurz, beleuchtet. Sie passen alle untereinander. Der Knauf kann einfach abgezogen werden, beim ersten Mal geht es etwas stramm. Kopf aus der Schußlinie nehmen, mancher hat sich damit schon selbst einen Kinnhaken verpaßt.
Es gab ein elektrohydraulisches 4-Gang-Automatikgetriebe mit Winter- und Sporteinstellung oder ein 5-Gang-Schaltgetriebe. Die 8-Zylinder gab es auch als 6-Gang-Schalter. Die Automatik ist angenehm zu fahren, nimmt dem Motor aber ein bißchen Agilität. Ölwechsel sind bei beiden laut Inspektion durchzuführen.
Die Haltbarkeit der Kupplung hängt natürlich stark von der Fahrweise ab. In unserem ist noch die erste drin. Wenn die zu warm wird, also längerem Stop-and-Go, kommt es vor daß sie sich etwas verzieht und dann das Rupfen anfängt. Das legt sich aber wieder im Normalbetrieb. Wir haben das schon seit 50tkm und im Normalbetrieb läuft alles problemlos. Die Betätigung erfolgt hydraulisch über die Bremsflüssigkeit.
Der Auspuff hält auch recht lange, wir haben erst den zweiten Endtopf drin. Es ist weniger der Rost, eher ist das Dämmaterial ausgebrannt und er wird lauter. Oft kommt erst dann der Rost. Die Wärmeschutzbleche am Kat klappern gerne im Alter, entweder man biegt die Ecken um oder macht sie ganz weg. Am Auspuffrohr erkennt man auch ungefähr, welcher Motor verbaut ist. Die 518er und 520er hatten nur 1 Endrohr, die anderen dann mehr oder weniger dicke Doppelendrohre. Die Diesel hatten erst 2 nach unten gebogen, später dann nur noch eines.
Der Karosserie sieht man es gar nicht an, daß sie auf einem Auto basiert, das schon 1988 auf den Markt gekommen ist. Ich finde, daß man sich damit durchaus noch sehen lassen kann weil es noch ein "echter" BMW ist, mit Niere und einzelnen Doppelscheinwerfern. Die V8-Niere, die ab 1994 bei allen Modellen Serie war, hat optisch so gepuscht wie die großen GL-Stoßstangen beim Golf II. Er wirkt dadurch sehr bullig und trotz des hohen Alters noch zeitgemäß. In der normalen Ausführung sind die Leisten um die Fensterscheiben verchromt. Es gab auch noch die "Shadow Line", in der waren diese Leisten alle mattschwarz (nur die Niere vorn ist grundsätzlich verchromt). Je nach Wagenfarbe sieht die Shadow-Line meist besser aus, das ist aber Geschmackssache was einem besser gefällt.
Die Beleuchtung ist sehr gut. Die Scheinwerfer leuchten die Straße gut aus, das Fernlicht ist durch die getrennten Scheinwerfer viel besser als bei kombinierten mit H4-Birnen. Ein großer Vorteil davon ist auch, daß sich das Abblendlicht nicht abschaltet beim Fernlichteinsatz. Es sind überall H1-Birnen verbaut. Nebelscheinwerfer waren größtenteils serienmäßig. Man kann ins Fernlicht auch statt der 55W Birnen mit 100W einsetzen. Im Gegensatz zu den heutigen Scheinwerfern aus Kunststoff, die durch die größere Wärme schmelzen können, vertragen die den Einsatz recht gut. Ist zwar nicht erlaubt, aber wenn mir jemand vorausfährt oder entgegenkommt mach ich das Fernlicht ja sowieso aus. Der Birnenwechsel grundsätzlich ist eigentlich kein größeres Problem, rechts kommt man gut hin, links muß der Luftkanal der Lichtmaschine abgebaut werden, was aber kein Problem ist und mit 2 Handgriffen erledigt. Die Rücklichtflächen sind groß, die Birnen auch ohne Probleme austauschbar. Es sind 2 Nebelschlußleuchten vorhanden. Bei späteren Modellen gab es im Dachspoiler auch eine 3. Bremsleuchte in LED-Technik. Es gab den E34 auch mit Xenonlicht, das war aufgrund des Preises aber äußerst selten und meist höchstens bei den V8-Modellen zu finden. Vorne und an den Seiten haben wir graue Blinkleuchten montiert, für den Touring gibt es jedoch im Gegensatz zur Limousine keine weißen Blinkleuchten für hinten, weder original noch im Zubehör (grmpf).
Die Motorhaube geht hier in alter Tradition noch nach vorne auf und ist innen auch gedämmt. Leider kommt im Laufe eines jeden Autolebens einmal ein Marder, der sich an dieser Matte gerne austobt. Wir haben die großen Fetzen einfach weggeschnitten und die alte Matte dringelassen. Zufällig war es auf Höhe der Scheibenwaschdüsen bzw. dem Ventil derer. Dieses verhindert das Zurücklaufen des Spritzwassers in den Behälter, man muß also nicht mehr die Gedenksekunde warten bis die Pumpe das Wasser nach oben transportiert. Das Ventil wird im Alter gern undicht. Ersatz ist aber kein großes Problem und kostet ca. 5 Euro. Um das auszutauschen mußte ich dann wenigstens die Matte nicht ausbauen.
Die Stoßstangen vorn und hinten haben austauschbare schwarze Stoßleisten, kleine Rempler und Kratzer können ohne großen finanziellen und technischen Aufwand behoben werden. Je nach Modell sind sie bis unten lackiert (wie dann auch die Seitenschweller) oder eben schwarz im unteren Bereich. Wer Ersatz braucht kann auch zu Limousinenstoßstange greifen, die sind vorne und hinten gleich. Es gibt einen Originalspoiler von BMW, der auf die bestehende Verkleidung aufgesetzt wird.
Die Scheibenwischer sind groß genug um ein großes Sichtfeld auf der Scheibe zu hinterlassen. Leider gibt es die passenden Wischerblätter nicht überall im Zubehör, und selbst da sind sie sehr teuer. (Original ab 70 Euro, Zubehör von Bosch 50 Euro). Da lohnt es sich, bei jedem 2. Wechseln nur die Gummis zu tauschen (Original ca. 8 Euro pro Stück). Ich habe mal gehört von der Möglichkeit, die Wischerarme vom Passat 35i (bis 1996)zu verbauen, die sind anders gebogen und verschwinden dann unter der Haube. Damit wäre das Problem natürlich auch mit den WB gelöst. Es gibt einen Teil des Wischergestänges, das ab und zu mal ausschlägt, kommt aber nicht allzuoft vor. Sehr angenehm ist das Merkmal, daß der Scheibenwischer im Stand automatisch auf die Intervallstufe zurückschaltet, also z. B. an einer Ampel.
Der Heckwischer ist intervallgesteuert und besitzt eine Scheibenwaschdüse mit eigenem Vorratstank hinter der rechten Klappe im Kofferraum. Der Einfüllstutzen befindet sich unter der Heckklappe. Die Düse wird durch den Wasserdruck herausgeschoben und ist bei Nichtgebrauch nur als kreisrunder Deckel in Wagenfarbe sichtbar.
Die Außenspiegel sind ab Modelljahr 92 wie beim E36 über einen kleinen Steg mit der Tür verbunden und nicht mehr direkt angebracht. Dadurch stehen sie weiter heraus und sind breiter geworden. Außerdem sieht es moderner aus. Die Spiegelkappen sind in Wagenfarbe lackiert und einzeln austauschbar. Die Gläser sind grundsätzlich elektrisch verstellbar und manchmal auch beheizbar (über Heckscheibenheizung gesteuert). Die Motoren sind nicht besonders auffällig im Verschleiß. Die Spiegelgläser halten durch eine Kombination aus geklebt und gesteckt, man kann sie vorsichtig mit einem kleinen Schraubenzieher heraushebeln. Oft laufen sie an den Rändern braun an, wen das stört muß andere reinmachen (unbeheizt 20-30 Euro, beheizt ab 60).
Die Türen sind gut abgedichtet. Es gibt sogar am unteren Rand eine Gummileiste, die den Schmutz von den Einstiegen abhält. Außen sind Klappgriffe, die unauffällig in der Handhabung und Pflege sind. Die Schlösser und Schließzylinder sollte man natürlich ab und zu schmieren (steht auch im Inspektionsplan).
Die Zentralverriegelung ist elektrisch betätigt, die Stellmotoren sind standfester als im 3er E36. Als Sonderausstattung gab es auch eine Fernbedienung im Schlüssel. Diese kommuniziert noch nicht über Funk sondern über Infrarotstrahlen wie bei einer normalen Fernsehfernbedienung. Das funktioniert recht gut und auch über ausreichende Entfernung. Allerdings muß Sichtkontakt bestehen. Der Empfänger sitzt im Verstellknopf des Innenspiegels. Mit getönten Scheiben (so wie bei unserem) muß man dann von hinten mehrmals drücken bis es funktioniert. Da kann aber die FB nichts dafür. Die Batterien in den Schlüsseln (2 Stück CR 2025, kosten Original ca. 5 Euro pro Stück, sind im Elektronikgeschäft günstiger) halten auch einige Jahre und können problemlos selbst getauscht werden. Achtung: Innerhalb von 1 Minute müssen die neuen Batterien rein sonst muß der Schlüsseln neu programmiert werden.
Der Einstieg hinten ist bequem, die Türen lassen sich ausreichend weit öffnen.
Die Heckklappe öffnet weit. Die Heckscheibe läßt sich einzeln öffnen, was sehr bequem ist bei langen Transportgegenständen oder auch Sachen, die man "einfach schnell reinwerfen" möchte. Der Heckklappenöffner sitzt mittig zwischen der Nummernschildbeleuchtung, der für die Scheibe auf der rechten Seite. Zum Schließen hat man auf der Innenseite eine Grifföffnung. Die Dämpfer der Scheibe lassen manchmal etwas nach, der Austausch gestaltet sich schwierig aufgrund der engen Platzverhältnisse.
Der Tank läßt sich über die rechte Seite befüllen, die Klappe ist ZV-gesteuert, der Deckel läßt sich währenddessen in eine Vorrichtung der Klappe einsetzen. Es passen ca. 80 Liter in den Vorratstank. Auf der hinteren Seite des Tanks, also genau vor der Heckstoßstange verläuft eine Kraftstoffleitung, die im Alter gerne durchrostet und undicht wird. Irgendwann wurde da auf Kunststoff umgestellt.
Die Bremsen verzögern zuverlässig und mit serienmäßigem ABS, manchmal auch mit Traktionskontrolle ASC+T. Es sind grundsätzlich Scheibenbremsen vorne und hinten verbaut. Die Handbremse ist im Grunde eine Trommelbremse und hat eigene Beläge. Als Trommel dienen die hinteren Bremsscheiben. Der Austausch der Beläge wird selten durch Verschleiß nötig, eher reißen die Beläge auf und können auseinanderfallen. Die Betätigung geht über Seilzüge, die ab und zu nachgestellt werden müssen, was aber kein großer Aufwand ist. Wer die Handbremse gar nicht benutzt (oft bei Automatikfahrzeugen), wird spätestens beim TÜV überrascht werden wenn diese festsitzt. Wer rastet, der rostet.
Die Vorderachse ist zu schwach ausgelegt und kein Glanzstück von BMW. Es schlagen gerne alle möglichen Gelenke und Gummilager aus, was sich hauptsächlich durch Klappergeräusche ankündigt. Aber auch die Spurstangen und Stabistangen (Koppelstangen) sind betroffen. Spätestens der TÜV wird es herausfinden. Wie immer ist der Zubehörhandel wesentlich günstiger als Original.
Die Hinterachse ist unauffällig, über 200tkm lassen vereinzelt die Silentblöcke des HA-Trägers nach. Auch hier gibt es Klappergeräusche. Das Differential darf etwas ölfeucht sein, solange keine Tropfen dranhängen kann man es als normal ansehen. Ölwechsel sollten natürlich nach Plan gemacht werden (ca. 1.1 Liter)
Die Reifen beginnen bei der Dimension 205/65 R15. Im Vergleich zur Limousine braucht der Touring eine Nummer größer (Limousine 195/65 R15). Im Sommer sind es meist 225/60 R15.So richtig gut sieht er aber erst auf 17" aus. Wir haben 235/45 R17 drauf.
Das Ersatzrad ist ein vollwertiges, und zwar in der Originalbereifung und Originalfelge bei Auslieferung.
Die Batterie ist seit 1991 unter der Rückbank untergebracht. Sie ist der Komfortausstattung entsprechend groß. Die originale Batterie hält am längsten. Beim Wechsel muß man darauf achten, den Entlüftungsschlauch ordnungsgemäß anzuschließen, um die Gase beim Laden nach draußen zu leiten. Unsere hat 11 Jahre (!!) mitgemacht bevor ich sie ersetzen mußte. Natürlich wieder mit einer originalen. Fürs Fremdstarten oder Laden findet man Anschlüsse im Motorraum.
Eine Dachreling im herkömmlichen Sinne findet man nicht, es gibt aber eine Aufnahmeschiene für BMW-Dachträgersysteme. Der vordere Grundträger ist dabei in einer festen Position, während man beim hinteren einen Verstellbereich von gut 50 cm hat. Die Schiene ist schwarz beschichtet. Bei uns wirft die Beschichtung leider schon so manche Blase.
Die originale abnehmbare Anhängekupplung läßt sich im Kofferraum verstauen, ein Deckel in der Stoßstange verbirgt bei Nichtgebrauch die Aufnahme hierzu. Es ist immer die 11polige Steckdose verbaut.
Es gab beim Touring kein normales Schiebedach, sondern nur das Doppelschiebedach welches viele Einstellungen zuläßt. Es sollte gepflegt werden, da hier Reparaturen teuer weil aufwendig sind und auch nicht sehr selten vorkommen.
INNERE WERTE
Das Armaturenbrett ist BMW-typisch zum Fahrer hin geneigt. Die obere Hälfte ist immer schwarz, unten dann je nach Innenausstattung. Die Bedienung ist einfach und klar verständlich.
Die Instrumente sind rotorange beleuchtet und sehr gut ablesbar. Es gibt immer einen Drehzahlmesser und eine Momentanverbrauchsanzeige, die man aber nicht ganz ernst nehmen kann. Die Kontrollleuchten sind stets abzulesen, auch bei Tageslicht. Als besondere Anzeige sind die Bremsverschleißanzeige und die Serviceintervallanzeige zu nennen. Erstere leuchtet auf, wenn die Bremsbeläge nur noch eine gewisse Mindestdicke haben. Letzter zeigt einem genau an, wann ein Service fällig ist. Es gibt dazu 5 grüne LED, ein gelbes und ein rotes. Wenn man ordnungsgemäß nach jedem Service zurückgestellt hat bekommt man auch noch den fälligen Service angezeigt, also entweder "Ölservice" oder "Inspektion". Das Intervall ist nicht durch die Kilometer allein festgelegt, die Fahrweise und Zeit spielen auch eine Rolle. Normal sind es ca. 15.000 km. Eine kleine Uhr erinnert auch an die "Jahreskontrolle", in der die Bremsflüssigkeit gewechselt werden sollte, ca. alle 24 Monate. Die Anzeige verschwindet nach ein paar Sekunden und ist nicht ständig präsent.
Das Kombiinstrument gab es ab dem 525i auch als "High" Kombi, d. h. in der Mitte wird auf einem Display mit Hilfe der Check-Control ein genauerer Fahrzeugcheck angezeigt, wie z. B. die Beleuchtung, Kühlwasserstand, Waschwasserstand etc. Ebenso kann man da auch die Werte des Bordcomputers anzeigen lassen, sofern vorhanden. Fast alle Displays haben Pixelfehler im Alter. Rechts neben dem Radio befindet sich die Uhr, man kann hier auch das Datum anzeigen lassen und bei manchen Modellen auch die Außentemperatur. Wenn ein Bordcomputer dazubestellt wurde sind hier entsprechend mehr Tasten und Anzeigefunktionen untergebracht.
Die Heizungsbedienung ist einfach, Fahrer und Beifahrer haben immer eine getrennte Temperaturregelung. Der linke Regler hat aber eine Masterfunktion, schaltet man dort ganz auf "kalt" oder "warm" (über eine kleine Raste hinaus) wird die andere Regelung ignoriert. Man muß also dann nicht beide Regler bedienen. Bei der Klimaautomatik hat man waagerechte Einstellwalzen, an der man die Temperatur einstellt. Bei Klimaanlage oder auch keiner Klima sind es gewöhnliche Drehregler. Die Heizung funktioniert gut, es gibt zahlreiche Einstellkombinationen und Lüftungsdüsen. Für den Fond gibt es Luftauslässe unter den Vordersitzen und auch in der Mittelkonsole. Gelegentlich machen die Heizungsventile schlapp, man kann dann die Temperatur nicht mehr wie gewünscht regeln. Es gibt bei Klimaanlage immer einen Mikrofilter (Pollenfilter). Der sitzt vor der Mittelkonsole, es muß für den Austausch das Handschuhfach und ein paar Verkleidungen ausgebaut werden. Wenn die Luftdurchsetzung nachläßt oder es muffig riecht sollte der Filter getauscht werden, weil er dann verstopft ist und/oder schon Keime darauf gammeln. Bei klimalosen Fahrzeugen kann man einen Filter auch nachrüsten.
Der Qualitätseindruck ist gut, auch nach 200tkm klappert und vibriert bei unserem nichts.
Die Türverkleidungen sind mit Stoff überzogen, bei Lederausstattung natürlich in Leder. Es gibt auch diverse Wurzelholzausstattungen. Bei den hinteren Türen hat sich leider das schwarze Kunstleder von der Verkleidung gelöst und dadurch die Stoffverkleidungen mitgelöst. Es ließ sich aber einschneiden und neu festkleben.
Ablagen gibt es auch ausreichend. In den Türen sind Ablagefächer, sehr praktisch ist auch das große Fach um den Schalthebel herum. Je nach Ausstattung ist es entweder in Kunstleder ausgeführt oder auch in Holz. Es gibt bei BMW auch ein Ablagefach, das in etwa 10 cm breit ist und genau unter den Aschenbecher eingefügt werden kann. Das hat einen 1-2cm hohen Rand und hält kleine Gegenstände im Zaum. Wir haben eine kleine Anti-Rutsch-Matte draufgelegt, damit verrutschen auch Geldbeutel und Handy nicht. Zwischen den Sitzen ist auch noch einmal ein längliches Fach für Kleinkram, es gibt hier auch passende MC- oder CD-Boxen. Das Handschuhfach klappt nach unten weg und ist ausreichend groß. Das DIN A4-Format geht problemlos rein, solange es kein dicker Brockhaus ist.
Die Sitze lassen sich vielfältig einstellen und sind bequem. Auch nach 200tkm sind sie noch nicht nennenswert durchgesessen. Die Schaumstoffkerne lassen sich einzeln austauschen und sind nicht unbezahlbar. Wir haben "Stoff Flock", der ist robust und leicht zu reinigen. Auch Hundehaare lassen sich daraus wieder entfernen. Leder ist auch unauffällig im Alter, die richtige Pflege versteht sich von selbst. Es gibt originale Armlehnen (Extra), diese sind für jeden Sitz einzeln an der Innenseite der Rückenlehne montiert und lassen sich hochklappen und auch in der Neigung verstellen. Eine Nachrüstung ist möglich, neu gibt es allerdings nicht mehr alle Farben und Stoffe zur Auswahl. Die Rücksitzlehnen lassen sich geteilt umlegen und rasten oben und unten fest ein. Die Ladefläche ist nahezu eben. Oftmals ist auch ein Skisack verbaut. Unter der Rückbank befindet sich wie oben schon erwähnt die Batterie und auch ein paar Sicherungen und Steuergeräte. Dennoch ist genug Luft, um z. B. einen HiFi-Verstärker dort unterzubringen. Hinten gibt es 3 höhenverstellbare Kopfstützen, die jedoch die Sicht nach hinten einschränken. Wenn normal keine 3 Personen hinten mitfahren kann man da die mittlere natürlich rausnehmen.
Die Gurte verlaufen hinten an feststehenden Seitenteilen und sind beim Umlegen dadurch nicht im Weg. Hinten sind es außen 3-Punkt-Gurte und in der Mitte ein Beckengurt. Die vorderen Gurte verstellen sich über einen Seilzug automatisch in der Höhe, abhängig davon wie weit der Sitz vor- oder zurückgeschoben wird. Je weiter hinten der Sitz desto höher der Gurt. Das ist zwar einerseits bequem, aber manche Insassen finden dadurch nicht die ideale Gurtposition.
Die Wegfahrsperre, sofern ab Werk dabei, ist im Schlüssel integriert. Bei Fahrzeugauslieferung bekommt man 2 Hauptschlüssel (also auch 2 mit Fernbedienung wenn dabei), einen grauen Werkstattschlüssel und einen Geldbeutelschlüssel ohne Kopf. Fehlende Schlüssel sollten gesperrt werden. Hierzu alle noch vorhandenen Schlüssel mitnehmen und beim Händler die fehlenden sperren lassen. Das Fahrzeug kann dann damit noch aufgesperrt aber nicht gestartet werden. Die Schlüssel sind in der Regel standfest. Sollte doch ein Schlüssel augenfällig schnell und plötzlich verschleißen liegt das mit großer Wahrscheinlichkeit an einem der Schließzylinder.
Die vorderen Fensterheber waren ab einem bestimmten Baujahr serienmäßig, hintere entweder gegen Aufpreis oder bei größeren Motoren. Ab einem bestimmten Baujahr gab es auch die "Maut-Funktion", d. h. einmal kurz antippen des Schalters (sitzt gut erreichbar in der Mittelkonsole) läßt das Fenster komplett rauf- oder runterfahren. Aufgrund des fehlenden Druckpunktes muß man die Bedienung damit anfangs ein wenig üben.
Der Kofferraum ist sehr geräumig und auch durch die Fahrzeuglänge macht sich hier positiv bemerkbar. Man kann eben einladen, es gibt hier keine Ladekante. Durch den Heckantrieb hat der Kofferraum allerdings eine geringere Höhe als z. B. ein Passat 3B. Trotzdem haben wir damit schon einige Umzüge durchgeführt. Es gibt eine ausziehbare Laderaumabdeckung und gegen Aufpreis auch ein Gepäcknetz für die Trennung von Gepäck- und Fahrgastraum. Eigentlich ist das nicht so wichtig, da die 3 Kopfstützen eh nicht viel Platz lassen bis zum Dach. Unter der ersten Kofferraumabdeckung, einer stabilen MDF-Platte, findet man noch Platz für Kleinkram, sogar mit einstellbaren Facheinteilungen. Darunter findet man das Ersatzrad. Unter der zweiten, kleineren Bodenklappe tiefer im Gepäckraum findet man noch diverses Pannenwerkzeug. Das restliche Bordwerkzeug samt serienmäßigem Warndreieck findet man in der Innenseite des Kofferraumdeckels. Man muß aufpassen beim Öffnen, die Haltenasen brechen im Alter gerne und der Kasten hängt an den Sicherungsbändern. Das Werkzeug ist bei BMW sehr umfangreich (Wenn es nicht schon ein Vorbesitzer geplündert hat).Links und rechts lassen sich Seitenteile runterklappen. Hinter der rechten findet man nur den Spritzwassertank, hinter der linken ist Platz für Kleinkram wie z. B. Warnweste, Handschuhe etc. Hier ist auch der Einbauort für den CD-Wechsler oder die Telefoneinheit.
Der Verbandkasten befindet sich unter dem Beifahrersitz und ist optimal von vorne zugänglich. Leider kann auch hier der Verschluß manchmal den Geist aufgeben, ein neuer Kasten ist jedoch nicht sehr teuer. Der VK ist bei BMW serienmäßig gefüllt bei Fahrzeugauslieferung. Da also mal reinschauen ob das alles noch was taugt. Aber vorsichtig, wenn man ein bißchen die Reihenfolge verändert in dem Päckchen geht der Deckel nicht mehr zu.
Das Radio ab Werk ist eine teure Angelegenheit, meistens war das Cassettenradio "Reverse RDS" oder das Business RDS verbaut, es gab auch schon damals den "Business CD". Die Radios wurden meist von Blaupunkt oder Pioneer zugeliefert. Anhand der Seriennummer kann man das leicht feststellen, (entweder BP oder PI vor der Nummer). Wir hatten den Business CD, der hat im Alter irgendwann Macken gekriegt und ist vor kurzem ausgetauscht worden. Es ist der ganz normale DIN-Schacht, Radioadapter auf den BMW-Stecker bekommt man im Zubehör. Lautsprecher findet man vorne auf dem Armaturenbrett, im vorderen Fußraum und im Kofferraum im Dachhimmel. Der Klang ist recht gut, besser auf heutige Radios zugeschnitten ist natürlich das HiFi-System mit stärkeren Lautsprechern. Die Radioantenne ist in der linken Scheibe vom Gepäckraum integriert, manchmal gibt der Antennenverstärker seinen Geist auf. Ersatz ist aber gebraucht gut zu bekommen.
Die Innenraumbeleuchtung ist ausreichend in der Basis-Version, d. h. eine Leuchte vorn, 2 im Fondraum und eine im Kofferraum und Handschuhfach. Optional gab es noch Leseleuchten vorne und beleuchtete Schminkspiegel in der Sonnenblende. Das Licht hat einen Innenraumdimmer, erlischt aber sofort wenn man die Zündung einschaltet oder mit der Fernbedienung zusperrt. Sollte mal eine Tür noch offen sein und sonst kein Türkontakt betätig wird erlischt das Licht nach einer gewissen Zeit (Ich glaub 15-30 Minuten) und verhindert, daß die Batterie leer wird.
TECHNISCHE DATEN UND KOSTEN
Es gab den Touring in verschiedenen Ausführungen.
518i mit 115 PS/Vierzylinder Benzin
520i mit 150 PS/Sechszylinder Benzin
525i mit 192 PS/Sechszylinder Benzin
525iX mit permanentem Allradantrieb
530i mit 218 PS/V8 Benzin
540i mit 286 PS/V8 Benzin
M5 mit 340 PS/Sechszylinder Benzin
525td mit 115 PS/Sechszylinder TurboDiesel
525tds mit 143 PS/Sechszylinder TurboDiesel mit Ladeluftkühler
Die Exekutiv-Modelle waren gut ausgestattete Sondermodelle, z. B. mit Autotelefon, meist aus späteren Baujahren.
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa angezeigten 210.
Der Verbrauch liegt bei uns etwa auf 10 Liter Super/100 km.
Die Versicherung ist jetzt erst runtergegangen von Haftpflichtklasse 19 auf 18. Wir zahlen bei 45 % 180 Euro pro Halbjahr mit Teilkasko.
Die Einstufung der Schadstoffklasse für die Kfz-Steuer liegt bei Euro 1, mit Kaltlaufregler kommt man auch auf Euro 2, was knapp die Hälfte ausmacht (von 300 auf ca. 150). Man hat die Kosten also nach einem knappen Jahr wieder drin, und der Wiederverkauf ist damit auch etwas besser.
Je nach Ausstattung, Baujahr und Kilometer sollte ein guter Touring zwischen 2000 und 5000 Euro zu bekommen sein.
Da ich meine Inspektionen selbst mache kann ich nicht sagen, wieviel das in der Werkstatt kostet. Original ist es zwar teurer, aber die kennen sich halt auch besser aus und haben auch die entsprechenden Wartungsunterlagen und auch die Getriebeöle vorrätig. Ein einfacher Wechsel der Verschleißteile wie Zündkerzen, Öl und Filter ist für Autobastler kein Problem. Bremsen erfordern auch kein Spezialwerkzeug außer einer großen Wasserpumpenzange.
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freshmaik, 07.01.2008, 13:57 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
klasse Bericht.. Gibt leider kein bh, deshalb ein sh mit Sternchen *
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MasterT86, 03.01.2008, 20:13 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Ein hervorragender Bericht, schade das es kein bh gibt bei Yopi, Liebe Grüße Tobias
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Volker111, 02.01.2008, 16:36 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
boah - trotzdem, das Auto kommt für mich nicht in Frage.
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Der BMW 530d
Pro:
gute Verarbeitung, starker Motor, vergleichsweise niedriger Treibstoffverbrauch
Kontra:
sehr teuere Sonderausstattung, hohe Versicherungsprämien
Empfehlung:
Ja
Ich möchte gleich erwähnen, dass ich aufgrund meines Alters, das Auto nicht selber fahre, aber meine Familie und auch ein guter Freund dieses Boliden besitzt und mir bei dem Bericht geholfen hat. Dennoch habe ich viele eigene Erfahrungen mit dem Auto gemacht.
Der 5er BMW. Ob als Limousine oder Kombi, als Benziner, Diesel oder sogar M-Version: dieses Auto macht immer eine gute Figur und ist das ultimative Spielzeug für große Jungs. Das hier beschriebene Auto ist ein BMW 530d mit M-Paket und 231 PS, Baujahr 11/06.
Allgemeine Daten:
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Hier soll der 5er als Limousine vorgestellt werden und wie schon das Kürzel „d“ verrät, handelt es sich hierbei um ein Dieselfahrzeug, was allerdings keinerlei Nachteile für das Fahrverhalten mit sich bringt. Das großzügig ausgelegte 3.0 Dieselaggregat ist zehr drehfreudig und bringt eine unglaublich gute Leistung auf die Straße.
Fahrleistung:
Die abgeregelte Höchstgeschwindigkeit liegt zwischen 250 und 265 km. (Diese große Spanne ergibt sich daraus, dass der Tacho nicht geeicht ist und deswegen eine exakte Messung nicht durchführbar ist)
Sollte man aber den Drang verspüren die Sperre des Herstellers entfernen zu lassen, erwarten einen Geschwindigkeiten weit über der dreihunderter Marke. Der von BMW angegebene Wert für den Spurt von 0 auf 100 liegt bei 6,8 Sekunden und ist somit sehr optimistisch. Unter realen Bedingungen sollte man mit mindestens 7,3 Sekunden rechnen. Die 200 knackt man nach rund 24 Sekunden.
Verbrauch:
Der utopische Verbrauch von 6,7 Litern, den BMW dem Käufer serviert, ist nicht wirklich ernst zu nehmen. Es muss sich nämlich jeder, der den Kauf eines solchen Autos anstrebt, darüber im Klaren sein, dass da unter 9,5 Litern nichts geht.
Hubraum 2993 cm³
Nennleistung 170 kW (231 PS)
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h (abgeregelt) *
Verbrauch Innerorts 9,4 *
Verbrauch Außerorts 5,2*
Verbrauch kombiniert 6,7* (eigene Messung: 9,5)
Reifen 225/50 R 17 W
Länge 4841 mm
Breite (mit Spiegel) 2030 mm
Breite (ohne Spiegel) 1846 mm
Höhe 1468 mm
* BMW Werte
Ausstattung:
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Die Basisversion des 530d liegt bei 43,200 €. Dafür bekommt man schon ein sehr solides und gut verarbeitetes Auto, welches in seiner Grundausstattung mehr hat, als andere mit der kompletten Sonderausstattung bieten können. Sollte man dennoch den Wunsch nach Sonderausstattung haben, kann es unter umständen sehr teuer werden. So gibt es optional adaptives Kurvenlicht, Luxussitze, feinstes Leder, ein M-Paket und eine Wärmebildkamera, um nur Einiges zu nennen. So bring das, hier vorgestellte Fahrzeug, es auf einen Gesamtpreis von rund 70000 €.
Sitze:
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Die Komfortsitze sind das mit Abstand Beste, was es heutzutage an Luxussitzen auf dem Markt gibt. Sitzheizung und eine vollkommen elektronisch funktionierende Mechanik, sind bei dieser Ausführung eine Selbstverständlichkeit. Zudem verfügen die Sitze über eine spezielle Seitenhaltfunktion, die für ein komfortables und entspanntes Fahren sorgt. Die Memoryfunktion der Sitze sorgt zudem dafür, dass bis zu drei unterschiedliche Sitzpositionen eingespeichert werden können.
Adaptives Kurvenlicht:
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Dieses Sonderausstattungselement wird nicht nur von BMW, sonder auch von Audi und Mercedes verwendet. Es ermöglicht dem Fahrer eine bessere Sicht, da bei einer Lenkbewegung, sich das Licht mitbewegt. So kommt der Effekt zu Stande, dass der Fahrer in die Kurve leuchten kann und somit mehr sieht.
Wärmebildkamera (Nightvision):
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Die Wärmebildkamera bietet sich vor allem in der dunklen und nassen Jahreszeit an. Vor allem im Nebel zeigen sich die Vorteile dieses Gerätes. Hindernisse, die wärmer sind als ihre Umgebung werden vom Fahrer rechtzeitig erkannt und können somit umfahren werden.
M-Paket:
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Das M-Paket ist die Sportausführung der Basisversion. Es ergeben sich daraus keine Leistungssteigerungen, eine geringfügige Tieferlegung, ein Multimedia Sportlenkrad und getönte Fensterscheiben sind jedoch darin enthalten. Außerdem verändert sich das Aussehen gegenüber der Basisversion dahingehend, dass man einen Sportauspuff, neue Seitenschürzen, sowie sportlichere Front- und Heckstoßstangen bekommt (siehe Bild).
Navigationssystem:
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Das Navigationssystem von BMW ist altbekannt. Durch seine zentrale Lage im Armaturenbrett, liegt es genau im Blickfeld des Fahrers und erfordert daher, keine großen Kopfbewegungen, die von der Straße ablenken können. Die Bedienung des Navis, sowie des Bordcomputers ist wegen dem Drehknopf für die Menüs etwas umständlich und erfordert ein wenig Übung. Daher ist es ratsam, die Einstellungen in der Anfangszeit erst einmal im Stehen vorzunehmen.
Einparkhilfe:
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Die Einparkhilfe ist ebenfalls eine sehr nützliche Sache. Diese funktioniert parallel über ein visuelles Bild im Bordcomputerdisplay und über einen unterstützenden Ton. So wird die Möglichkeit eines Einparkunfalls drastisch reduziert.
Fahrgefühl/ Funktionalität:
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Durch das niedrige Gewicht und den starken Motor erhält das Auto seine große Drehfreudigkeit und präsentiert sich sehr Durchzugsstark. Vor allem im unteren Drehbereich wird der Fahrer mit sehr viel Kraft und Beschleunigungsvermögen verwöhnt. Die Abstimmung ist hervorragend und kleinere Unebenheiten werden sehr gut geschluckt. Selbst bei nasser Fahrbahn verhindert das DTC (Stabilisationsprogramm) ein Durchdrehen der Räder und hält das Fahrzeug sicher in der Spur. Außerdem kann der Fahrer optional eine Aktivlenkung einbauen lassen. Diese Lenkung vermittelt ein sehr präzises Fahrgefühl und verkürzt die Lenkraddrehungen. So schlägt das Lenkrad bereits nach einer Umdrehung an und das Auto lenkt im Winkel von 90°.
Auf Landstraßen und auf Autobahnen merkt man aber erst, welche Reserven in dem Auto stecken. Nicht nur das stabile Fahrverhalten, sonder auch die sehr gute Wendigkeit überzeugen auf Anhieb.
Ansonsten bietet das Auto alles, was das Herz zu wünschen hat. Der BMW-typische Komfort und die Funktionalität sind makellos. Die Instrumente sind überschaulich und dort, wo man sie erwartet.
Zudem bietet der Wagen eine Vielzahl von Verstauräumen und Ablageflächen, die sehr viele kleine Gepäckstücke fassen können.
Für jeden Musikliebhaber bietet sich das Soundsystem an, welches mit etlichen Boxen im Innenraum auftrumpft. Da ist ein sehr schöner und, vor allem, reiner Klang garantiert. Und damit man nicht massenweise CDs im Innenraum zu verstauen hat, kann man sich auch einen MP-3 Anschluss einbauen lassen.
Die Freisprechanlange funktioniert über Bluetooth und schaltet das Radio automatisch leiser, wenn ein Anruf getätigt wird.
Platzangebot:
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Das Platzangebot im 5er ist verhältnismäßig gering. Zwar kann der Fahrgast auf den Vordersitzen es sich sehr gemütlich machen, da sehr viel Platz zur Verfügung steht. Die Passagiere im Fond haben da aber weniger Freiheiten. Solange der Vordersitz nicht sehr weit nach hinten gefahren wird, ist ein entspanntes Reisen garantiert. Sollten aber Passagiere über 1,85 cm im Auto mitfahren, kann es hinten sehr schnell eng werden.
Der Kofferraum bietet hingegen sehr viel Platz und eine sehr breite Öffnung. Störend ist nur die sehr hohe Ladekante, die sich aus dem BMW Design ergibt.
Finanzierbarkeit:
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Der 5er BMW ist ein Auto, das schon von Grund auf, einen hohen Anschaffungspreis hat. Außerdem muss man in Zeiten steigender Benzinkosten und Versicherungskosten sehr gut überlegen, ob dieses Auto für den eigenen Geldbeutel verträglich ist. Auf der anderen Seite ist zu bedenken, dass BMW generell einen sehr hohen Wiederverkaufswert hat. Deswegen ist der Kauf eines solchen Autos auf jeden Fall eine gute Investition.
Lohnenswert ist auch die Überlegung über einen Leasingvertrag, der mit rund 600 € bei dem vorgestellten Auto zu Buche schlägt.
Fazit:
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Der 530d ist auf jeden Fall kein Auto für Jedermann. Er ist sehr kostspielig und gehört nicht zu den sparsamsten Autos. Im vergleich zu Audi oder Mercedes schneidet er aber sehr gut ab und bietet zudem noch die sportlichste Optik. Die sehr gute Verarbeitung und der durchzugsstarke Motor sind weitere Pluspunkte. Außerdem bietet der 5er eine sehr luxuriöse Ausstattung und ein agiles Fahrverhalten. So kann man sagen, dass der 530d eine gelungne Mischung aus Sport und Luxus darstellt.
Eure Oase :-) weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Der BMW 525i(E34) - auf dem Wege zum Klassiker
Pro:
Sehr ausgewogene Fahreigenschaften,gute Langzeitqualität,kultivierter Motor,gute Fahrleistungen, guter Komfort, rel. geringe Unterhaltskosten für die Wagengröße
Kontra:
hoher Batterieverschleiß,schlecht zugänglicher Ölfilter, schwache Lenkgelenke
Empfehlung:
Ja
Liebe Leserinnen und Leser,
mein Bericht über den 525i(E34) beschreibt nicht irgendein Auto,das irgendwann einmal Probe gefahren wurde und flüchtige Eindrücke hinterließ. Dieses Auto ist ein besonderes Auto - denn es ist mein Auto,das ich jetzt schon über 11 Jahre fahre.
Seither habe ich fast 200.000 Kilometer damit zurückgelegt und es macht jeden Tag Spass damit zu fahren.
Impressionen(besonders für Nicht-BMW-Fahrer)
Der 525i ist eine 4-türige und 5-sitzige Limousine der oberen Mittelklasse mit einer zeitlosen Linienführung der Karosserie,einem überragenden Fahrwerk ,einer gediegenen Innenausstattung und insbesondere,
einem kultivierten,laufruhigen 6-Zylinder-Reihenmotor,der beachtliche Fahrleistungen ermöglicht.Der Fahrgastraum des 525i zeichnet sich durch seine komfortable,jedoch nicht verschwenderische Grösse aus.Die Armaturen sind BMW-typisch auf den Fahrer ausgerichtet.Alles liegt somit gut erreichbar zur Hand.Manchen mag der Beifahrersitzraum
optisch etwas klein erscheinen,ist aber eine Folge der Zentrierung aller Bedienungselemente um den Fahrer.Auf den straff gepolsterten,aber sehr bequemen Sitzen,sind auch ermüdungsfreie Langstrecken kein Problem.Der Platz im Fond ist ausreichend.Kopffreiheit sowohl vorne wie hinten reichlich(2-Meter-Menschen bekommen natürlich auch hier Probleme)
Der Kofferraum verdient seinen Namen: er ist grosszügig bemessen,jedoch etwas flach geraten,was den Transport sperriger Güter behindert.Zum Glück gibt es auf Wunsch eine Durchladeeinrichtung,mit der Sperrgut(z.B Skier) bis zu 2,5 Meter geladen werden können.
Das Gewicht des 525i ist gleichmäßig 50:50 auf beide Achsen verteilt,was ein gutmütiges Fahrverhalten(auch beladen)zur Folge hat.Bei zuviel Gas in Extremsituationen schiebt der Wagen über die Vorderräder und bricht aus - für Durchschnittsfahrer
selten möglich,da der Grenzbereich weit oben angesiedelt ist. Der Fahrkomfort war 1989 Referenzklasse - die ausgeklügelte Federung ausreichend straff,aber kleine Unebenheiten schluckend:sportlich und trotzdem komfortabel! - auch heute noch würde ich den Federungskomfort als überdurchnittlich in seiner Klasse bezeichnen. Insgesamt kann die 525i-Limousine als harmonisches Gesamtkunstwerk betrachtet werden,die wenig Anlaß zur Kritik,aber viel Anlaß zur Freude bietet.
Die Biographie
Mein BMW 525i,werksintern mit dem Kürzel E34 versehen,
erblickte 1989 das Licht der Autowelt.Malachitgrün-metallic mit pergamentfarbenem Leder und Kreuzspeichen-Aluminiumräder - ein Genuß für das Auge,der damals(und wie ich finde auch heute) das Herz jedes 5-er Freundes höherschlagen läßt!
Mittlerweile hat das Fahrzeug über 226 TKM auf dem Zähler...
Motor und Fahreigenschaften
Der BMW 525i,ausgestattet mit dem schon legendären 2,5 Liter M 20-Motor Zweiventiler,der unter anderem auch Einbau
in den BMW Roadster Z1 fand,bietet nicht nur motorische Qualitäten,sondern kann auch mit Fahreigenschaften aufwarten,die selbst heute noch zeitgemäß sind.Die mögliche Querbeschleunigung ist weit überdurchschnittlich,besonders wenn wie in meinem Fall 225/60 VR15 Breitreifen aufgezogen sind. Die Fahrleistungen des 170 PS-starken Triebwerkes sind
völlig ausreichend und lassen allenfalls im unteren Drehzahlbereich Lust nach mehr Kraft aufkommen.
Der Motor läuft aufgrund seiner Reihenbauweise und dem fast perfekten Massenausgleich wunderbar rund und erinnert an die Turbine eines Flugzeuges! Besonders gut zur Geltung kommt der Motor mit dem serienmäßigen 5-Gang-Getrag-Getriebe,während die 4-Gang-Automatic viel Spritzigkeit(und Sprit) kostet.
Fahrleistungen und Verbrauch
Nach nunmehr 13 Jahren erreicht mein 525i immer noch
eine Vmax von 225 Km/h und eine Beschleunigung aus
dem Stand(Motor warm)von gut 9 Sekunden auf 100 km/h.
Wichtigster Hinweis dabei:Immer auf fällige Ölwechsel achten(Intervallanzeige)!!
Leider ist der Ölfilter beim M20- Motor ohne Hebebühne nicht selbst zu wechseln,da er unterhalb vom Motorraum liegt(!)
Der Kraftstoffverbrauch liegt heute wie vor 11 Jahren
bei ca.11,8 Liter Normalbenzin auf 1oo Kilometer bei gemischtem Betrieb.Minimum: 9,6 Liter/Maximum: 13,5Liter
Eine Unterschreitung der 10-Liter-Marke ist jedoch aufgrund der geringen Verdichtung
von 8,8:1 (Lambdafaktor) selten möglich.
Karosserie und Innenraum
Die Karosseriequalität ist nach wie vor makellos und hat lediglich an den empfindlichen Türschwellern leichten Rostansatz,den man leicht entfernen kann. Wer im 525i Platz nimmt,wird von grosszügigen Sitzen umschmeichelt und hat ein schönes(leider noch ohne Airbag) Lederlenkrad in der Hand. Die Qualität der Materialien kann,besonders mit Lederausstattung, als gut bis sehr gut bezeichnet werden.Kofferraumvolumen übrigens mit 460Litern ausreichend gross.
Als Zusatzaustattung kann unbedingt eine Klimaanlage, ein Schiebedach oder(wer viel auf Langstrecken unterwegs ist) der Tempomat empfohlen werden.
Die Langzeitqualität des BMW 525i(E34) kann als hervorragend bewertet werden - gepflegte Modelle können Laufleistungen von über 350.000 Kilometer erreichen.Die zeitlose Eleganz des Modells hat mich bisher vom Kauf eines neuen Modells abgehalten...
Unterhalt
Durch die drastische KFZ-Steuer-Erhöhung zu Beginn des Jahres 2001 erhöht sich die Steuer auf über 278 Euro!
Angaben zu Versicherungskosten lassen sich schwer machen,da die Kosten für TK un VK bei den einzelnen Gesellschaften stark differieren! Die Kosten für Instandhaltung und Reparaturen bewegen sich der Klasse entsprechend auf erhöhtem Niveau -
lassen sich aber deutlich senken,wenn selbst Hand angelegt wird.(siehe Empfehlung unten)
Preise(gebraucht)
sehr gut erhaltene Fahrzeuge werden selten unter 4000 Euro angeboten,bei zu günstigen "Gelegenheiten" ist Vorsicht angebracht!e-Bay bietet eine reichliche Auswahl - wer sicher gehen möchte sollte zum BMW-Händler gehen.
Schwerpunkte bei Defekten und Reparaturen:
Ausgeschlagene Lenkgelenke
Leere Batterien
Defekte in der Elektronik/Hauptplatine
Bisherige Reparaturen:
Kupplung erneuert bei ca.150.000 Kilometer
Neue Zylinderkopfdichtung bei Kilometerstand 184.000
Zentralverriegelung(Stellmotor defekt)bei ca.220.000
Ansonsten natürlich das Ersetzen von Verschleißteilen,wie sie bei allen Fahrzeugen üblich ist.
Nachtrag:
Die Stossdämpfer wurden bei meinem 525i bei KM-Stand 120.000 ersetzt(auf hochwertige Ersatzteile ist unbedingt zu achten,da sie die Lebensdauer deutlich erhöhen) - muss als Verschleißteil gelten und eigentlich nicht als Reparatur. Bei Kilometerstand 243.000(2005) wurden das zweite Mal die vorderen Stoßdämpfer(Marke Monroe) ersetzt. Die Kosten beliefen sich dafür auf etwa 500 Euro. Insgesamt kann man die Stoßdämpfer damit als relativ langlebig betrachten.
Ganz wichtig:
Alle 80-100.000 Km sollte der Zahnriemen (Transmissionsriemen von Kurbelwelle und Nockenwelle) gewechselt werden,da wenn er reißt ein kapitaler Motorschaden drohen würde!!
Fazit:
Wer ein günstiges Gebrauchtauto kaufen möchte,daß neben viel Platz auch noch mit überdurchnittlichen Fahreigenschaften und Fahrleistungen aufwarten kann und relativ geringe Wartungskosten verursacht, der sollte sich einen gepflegten 5-er anschauen.
Die Devise sollte heißen: Lieber 1000 Euro mehr bezahlen und ein lückenloses Scheckheft vorfinden,als ein "Superangebot",das nicht ordnungsgemäß gewartet wurde! Wer ein sehr schönes Stück ergattern kann,das auch noch top-gepflegt ist,hat gut Chancen einmal einen echten Klassiker zu fahren.
Viel Erfolg bei der Suche und jederzeit "Gute Fahrt"
Roland alias sindimindi (C) 2003,2005,2006
PS:
Hier noch ein wichtiger Hinweis für do-it-yourself
Leute:
Vom XXX-Verlag gibt es ein Handbuch:"Jetzt helfe ich mir selbst" Bd.141, von D. K.
Bei aufmerksamem Studium lassen sich so viele Wartungs-und Reparaturkosten sparen.
PPS: schickt mir eine Mail - dann bekommt ihr die
genaue Angabe
Preis: siehe ebay oder Händler...
Update von Oktober 2006
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Bei Kilometerstand 252.000 wurden das erste Maldie Motorgehäusedichtungen undicht und mussten ersetzt werden.
Materialkosten 16 Euro, Arbeitskosten etwa 200 Euro, da der gesamte obere Teil des Motors ausgebaut werden musste. Die Auspuffanlage musste ebenfalls ab dem Katalysator ersetzt werden, was noch einmal Kosten von 300 Euro verursachte. Bei BMW hätte eine originale Auspuffanlage gut 450 Euro(ohne Einbau) gekostet. Es empfiehlt sich also, einen vertrauenswürdigen KFZ-Meister zu kennen, der einem günstig weiterhelfen kann und nicht die völlig überteuerten BMW-Preise zu bezahlen.
Roland (c) Sindimindi im Oktober 2006 weiterlesen schließenProduktfotos & Videos
BMW E34/ 525i - Frontansicht von sindimindi
am 18.12.2006Armaturentafel von sindimindi
am 18.12.2006Kommentare & Bewertungen
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fa4k, 27.11.2008, 19:21 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Naja mein bester Freund hat sich einen e30 325i kauft mit einer höchstgeschwindigkeit von 220km/h wieso sollte ich mir dann so einen 5er kaufen? zusätzlich ist es ein großer Unterschied ob man mit einem 5er BMW fährt oder ob man mit einem Audi R8 fährt! lg
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Ein Longdrink auf Rädern
Pro:
- langstreckentauglich - hervorraghendes Fahrwerk - Autobahnverbrauch moderat
Kontra:
- Stadtverbrauch zu hoch - der Motor ist nicht wirklich für Automatik geeignet - bei hohen Drehzahlen nerviges Motorgeräusch
Empfehlung:
Ja
"Ja Opi, ist ja gut, ich schreib ja schon an dem Bericht über deinen BMW 525i Automatik (E34) aus dem Jahre 1991."
Schon seit 14 Jahren und knappen 200.000 Kilometern befördert er in wechselnder Besetzung Teile unserer Familie durch die Lande. Dieser Wagen holte mich ab, als mir in jüngeren Jahren bei meinem Auto ein Baum vor's Auto wuchs (muss ne schnell wachsende Art gewesen sein) und eine Menge Erinnerungen hängen einfach an diesem Wägelchen.
Der E34 war Ende der Achtziger die Antwort der gehobenen Mittelklasse auf die E Klasse und der der 525i war Motortechnisch genau in der Mitte - flankiert vom 518i am unteren Ende und dem M5 am oberen.
Um es kurz zu machen: Der 525i Automatik ist ein Kilometerfresser und kein Aldi-Tragetaschenlaster. Für die Anforderungen des heutigen Stadtverkehrs fehlt dem Münchner die Ruhe (hektischer Getriebeautomat), die Souveränität (ein halber Liter Hubraum mehr wär gut) und die Sparsamkeit (15l auf Hundert sind im Stadtverkehr keine Seltenheit).
Zwar können die 192 Pferde schon ganz schön loslegen, dafür brauchen diese jedoch Drehzahl aus den 2,5l des Vierventil Sixpacs und insbesondere mit der Automatik entsteht eine manchmal nervige Geräuschkulisse. Hinzu kommt bei zuviel Kurzstrecke immer wiederkehrende Probleme mit der Lambdasonde und den Zündspulen (je eine pro Zylinder).
Anders sieht es auf der Autobahn aus. Das Getriebe erlaubt drei Schaltprogramme und das Eco-Programm ermöglicht bequemes Reisen zwischen 150 und 180km/h mit ausreichend Reserven. Durch die lange Übersetzung bleibt der Motor auch in höheren Geschwindigkeitsbereichen erstaunlich sparsam (für diese Fahrzeugklasse) mit rund 9,5 l/100 km.
Nochmal die drei Schaltprogramme:
- E (Economy); frühe Schaltpunkte, Auslegung auf Laufruhe und Sparsamkeit.
- S (Sport); spätere Schaltpunkte, früheres Zurückschalten, 5. Schaltstufe und Wandlerüberbrückung wird nicht geschaltet
- * (Winter); anfahren in der zweiten Schaltstufe, frühes und ruckfreies hochschalten, bei manueller Schaltstufenwahl keine unerwünschten Schaltvorgänge
E ist der Normalfall, S wird mit etwas mehr Lautstärke und rund 20% Mehrverbrauch quittiert, * kann fast als Ersatz für ASR gesehen werden.
Es war damals der Hit und muss sich auch heute nicht verstecken: Das Fahrwerk. Hier hat jeder so seine eigenen Vorlieben - aber meiner Meinung nach ist das Fahrwerk des Fünfers eine Klasse für sich und selbst von Fahrzeugen der Oberklasse in dieser Form unerreicht. Sportlich straf, niemals auch nur im geringsten Ansatz überfordert und bei schnell gefahrenen Kurven gaaanz leicht übersteuernd - so muss es sein.
Der Innenraum - wer einen Audi A6 sein eigen nennt, der wird sich über eine gewisse Enge beschweren wollen. In der Tat haben andere Hersteller mehr zu bieten - bei den Münchnern wird der Fahrer als Bestandteil des Fahrzeuges gesehen und das Auto um ihn herumgebaut, anstatt ihn in einen geräumigen Kasten zu stecken. Im Daimler läßt man sich fahren, den BMW fährt man selbst.
Der Kofferaum - zur damaligen Zeit fand man in ihm eher die Golftasche als die Malerkübel. Egal ob Limo oder Kombi (tschuldigung liebe BMW-Gemeinde: "Touring" meinte ich doch), Raumwunder sind sie auch im Schwiegermutterabteil nicht.
Fazit:
Der 525i ist kein Sportwagen, aber eine mehr als flotte Reiselimousine mit auf Langstrecken in Anbetracht der Leistung moderatem Verbrauch. Er hat die klassische Vierventilerkrankheit: Drehzahlfest bis zum Anschlag aber kein Bums aus dem Keller.
Für wen als Gebrauchter geeignet:
Wer eine zuverlässige Langstreckenschaukel benötigt. Einen E34 525i würde ich bedenkenlos mit 200 tsd km auf der Uhr kaufen.
Für wen nicht geeignet:
Wer beim Sprit auf den Cent schauen muss. Die heutigen Diesel laufen unkultivierter, brauchen aber 2-3 Liter bei vergleichbarer Leistung weniger. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Lotosblüte, 05.11.2005, 16:48 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Zu dem würde ich auch nicht nein sagen. <br/>lg
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Bedingte Freude am Fahren
Pro:
Komfort, Platzangebot
Kontra:
Verbrauch, Lenkung, Leasingverträge
Empfehlung:
Nein
Vorabinfos
BMW: Man will uns ja weis machen, das Ganze heisst Bayerische Motoren Werke. Vielmehr könnte man allerdings anführen Bayerische Märchen Welt.
BMW geht es gut. Doch warum ist das so ? Weil die Autos so toll sind ?
Durchleuchten wir doch ein wenig die gängige BMW Praxis. Das Design ist umstritten. Nicht umstritten ist das die Fahrzeuge recht teuer sind. Auch nicht umstritten ist, dass BMW in der Pannenstatistik gerade einmal besseres Mittelmass darstellt. Warum verkauft sich ein BMW aber dennoch so gut ? Nun, tut er ja nicht.
Während die Mitbewerber durchweg Leasingverträge nach Kilometerabrechnung anbieten arbeitet BMW fleissig mit Restwertleasing. Ein Leasingvariante vor der hinlänglich gewarnt wird. Der Trick dabei ist, dass man den Restwert höher ansetzt als das Fahrzeug tatsächlich am Ende der Laufzeit wert ist. Bei 2 anonymen Tests bekam ich einen Restwert von jeweils 28000 Euro kalkuliert. Lt. Schwacke Liste ist das Fahrzeug aber nur 20000 Euro wert. So kann man die Leasingrate schön drücken und auf einmal ist ein BMW ja garnicht teurer als ein Toyota, Skoda oder etwas anderes.
Nur nach Ablauf des Vertrages wird's kriminell. Nimmt man wieder einen BMW dann passiert nichts, alle scheinen glücklich. Will man einen anderen Wagen leasen so erstellt BMW erst einmal ein Gutachten. Dort wird dann sehr kleinlich jede noch so kleine Macke bewertet. Das funktioniert gut da die Leasingverträge von BMW hier ein wenig schwammig formuliert sind. Darüber hinaus haben mir einige Aussendienstkollegen gesagt das man in solch einem Fall vom netten BMW Verkäufer gesagt bekommt das der Markt ja bekanntlich schlechter sei und nun andere Bedingungen herrschen usw.. Aber wenn man wieder einen BMW lease dann könne man da entgegen kommen. Viele BMW Fahrer leasen eh wieder einen BMW und werden diese Erfahrungen nicht machen. Andere BMW Fahrer lassen sich dann von solch netter Rethorik überzeugen. Und eines ist klar: Nicht alle BMW Verkäufer sollte man über einen Kamm scheren.
Noch eine Feinheit zeichnte übrigens einen BMW Leasingvertrag aus. Sollte man z.B. geschäftlich einen BMW leasen, das Geschäft läuft nicht oder irgend eine Situation zwingt einem aus dem Leasingvertrag auszusteigen dann muss man den entstandenen Schaden zahlen, eine zusätzliche Gebühr bezahlen. So weit so gut. Doch kalkuliert BMW nicht wie andere mit dem tatsächlichen Wert des Fahrzeuges sondern mit einem sogenannten Händlereinkaufspreis. Lt. Bundesgerichtshof schon seid Jahren nicht mehr zulässig, was aber bei BMW keinen wirklich zu interessieren scheint. Auch wenn mir kein aktueller Leasingvertrag vorliegt so wurde bis vor gut 6 Monaten das über 2 Jahre alte Gerichtsurteil nicht beachtet.
Das Verkaufsgespräch
Ab und an teste ich anonym Verkaufsberater. Nach 6 getesteten BMW Beratern muss ich sagen dass 3 sehr nett waren, dass von den Dreien zwei dabei noch richtig gut waren. Die anderen 3 waren arrogant und naja. Bezeichnender Weise haben beide schlecht bewerteten Verkäufer direkt in den BMW Niederlassungen gearbeitet.
Der BMW 523i Touring - Erster Eindruck
Über das Design kann man sich streiten. Sicherlich aber ist das derzeitige Design umstrittener als die alten Designs. Mir persönlich gefällt der 5er besser als der 7er, aber insgesamt finde ich ihn zu klobig, klotzig. Wie gesagt: Geschmackssache.
Weniger Geschmackssache der Eindruck des Amaturenbretts. Eine grosse billig wirkende Plastikfläche. Hier bin ich massivst enttäuscht. Komisch, hat BMW doch dem X5 ein völlig anderes Cockpit verpasst welches wesentlich hochwertiger erscheint.
Raumangebot
Raum gibt es satt. Sowohl im vorderen Bereich finden Fahrer und Beifahrer selbst wenn sie deutlich über 180cm sind ausreichend Platz. In der Breite ist der BMW dabei sogar so grosszügig das man seine Partnerin auf dem Beifahrersitz schon fast ein wenig näher bei sich haben möchte.
Platz auch satt im Heckbereich. Vorne mit 184cm Grösse sitzend kann ich hinten ebenso mit 184cm Grösse noch sehr gut sitzen, die Knie zusammenmachen.
Grosszügig auch der Kofferraum. Hier bekommt man einiges unter.
Funktionalität
Im BMW findet man alles da wo man es erwartet. Bis, ja bis auf das Idrive. Dieses System regelt sehr viele Funktionen von der Klimatisierung über Radio und Navigation. In der jetzt glaube ich 2. Generation lässt sich das Idrive System wirklich intuitiv bedienen. Nach 5 Minuten sitzt das bereits sehr sicher. Man sucht nicht mehr nach Tasten sondern dreht und drückt ohne hinzuschauen.
Was man gerade einstellt erfährt man über einen Monitor der geschickt im Amaturenbrett integriert ist. Der Monitor ist so platziert dass man den Blick nicht von der Strasse nehmen muss. Wer es ganz nobel mag bekommt gegen Aufpreis ein sogenanntes HeadUp Display. Hier wird z.B. die Zielführung des Navigationssystems auf die Frontscheibe projiziert. In der Praxis sieht das so aus als sei die Anzeige einige Zentimeter vor der Scheibe.
Die Rücksitzbank lässt sich geteilt umklappen und bildet dann eine schöne ebene Ladefläche. Noch doller wäre es wenn man die Rückbank etwas vor oder zurückschieben könnte um evtl. noch mehr Kofferraum zu bekommen.
Der Wagen selbst ist übrigens furchtbar gross. So wird es z.B. in unserer Tiefgarage vor allem aufgrund der Breite schon recht eng. Aber irgendwie werden ja fast alle Autos grösser.
Verarbeitung
Optisch wirkt das Amaturenbrett billig. Verarbeitet ist aber anscheinend alles gut. Nichts knistert oder knirscht oder rappelt auf schlechtem Untergrund. Das Auto wirkt wie aus einem Guss, fast hat man das Gefühl man kann mit dem 5er vor eine Wand fahren und diese kippt eher um als das der BMW eine Beule hat.
Auch stehen keine Kanten über und die wenig vorhandenen Knöpfe wirken ebenso solide.
Komfort
Sicherlich ist gerade bei einer Limousine der Komfort ein wichtiges Kriterium.
Innen angefangen trägt die einfache Bedienung schon zum Komforterlebnis bei. Die Sitze sind gross und bequem, bieten dabei ausreichende Straffheit so dass sich auch nach längerem sitzen keine Ermüdung einstellt.
Der BMW ist ausserdem sehr leise. Selbst bei höherem Tempo kann man sich fast flüsternd unterhalten. Keine Windgeräusche stören, der Motor läuft seidenweich vor sich hin.
Die Automatik des Testwagens schaltet in der Komfortposition sehr weich, man spürt kaum die Schaltvorgänge.
Das Fahrwerk dagegen ist fast etwas zu straff ausgelegt. Alledings kann der Eindruck auch durch die grossen montierten Räder entstehen, die einen sehr niedrigen Querschnitt hatten und somit naturgemäss etwas Komfort kosten.
Lange Bodenwellen bügelt der BMW sehr gut aus und kurze Bodenwellen stossen schon etwas vermehrt bei den Insassen durch. Allerdings gibt es dabei keine unangenhemen Nickbewegungen des Aufbaus.
Lenkung
Hier bin ich enttäuscht. Die Lenkung ist beim Einparken und in der Stadt leichtgängig und das doch sehr grosse und schwere Fahrzeug lässt sich sehr handlich navigieren. Erstaunlich für eine derartig grosse Limousine.
Allerdings hat man ausserhalb der Stadt ein teilweise sehr merkwürdiges Lenkgefühl. Zu wenig Direktheit bei schneller Fahrt, ständig das Gefühl korrigieren zu müssen und starke Lenkeinflüsse bei z.B. Spurwechseln über Schienen oder irgendwelchen Rillen auf dem Boden. Der Händler meinte das dies an den montierten 18 Zöllern liegen kann. Mag sein, aber die Mercedes E Klasse, ein Lexus und ein Audi A6 können das mit 18 Zöllern besser.
Getriebe
Wie schon erwähnt schaltet das Automatikgetriebe sehr weich. In der sportlichen Variante geht alles etwas zackiger vonstatten ohne dabei brutal zu werden.
Es wird zwar immer vom grossen Fortschritt bei Automatikgetrieben gesprochen, doch kann ich diesen nicht so richtig erkennen. Die richtige Drehzahl zur richtigen Geschwindigkeit sucht das Getriebe manchmal vergebens. Dann wird mal hoch, mal runter geschaltet. So ideal ist die Abstufung nicht. Zudem kostet die Automatik viel Leistung und der Verbrauch geht anscheinend fast schon dramatisch in die Höhe. Auch wenn es anders behauptet wird.
Ok, man kann die Gänge auch per Hand wählen, durch hoch oder runterdrücken des Wählhebels kann man so entsprechend schalten. Aber wozu dann ne Automatik ?
Fahrverhalten
Abgesehen von der erwähnten Lenkung liegt der BMW sehr sicher auf der Strasse. Der Grenzbereich kündigt sich gefühlvoll an und das Fahrzeug wird mit den elektronischen Hilfen wirkungsvoll und dezent eingebremst. Auch ohne diese Hilfen liegt das Fahrzeug gut auf der Strasse. Seitenwindunempfindlich und derartig ruhig das man das Gefühl hat das man deutlich mehr Leistung unter Haube haben könnte.
Bremsen
Die Bremsen lassen sich sehr gut dosieren. Der Bremsdruck wird gleichmässig aufgebaut und alles vermittelt ein gutes, sicheres Gefühl. Auch können die Bremsen sehr gut zupacken und nach einigen starken Bremsungen aus höherer Geschwindigkeit hat man nicht das Gefühl das die Wirkung nachlässt.
Leistungsentfaltung
Wir reden von einem schweren Auto. Allerdings reden wir auch von 177 PS. In Verbindung mit der Automatik zumindest von sehr trägen 177 PS. Lt. Werksangaben ist die Automatikversion 0,8 Sekunden von 0-100 km/h langsamer als die Schaltversion. Doch 0-100 km/h sagt wenig aus. An der Elastizität mangelt es der Machine. Doch mal ehrlich: Eigentlich kann man immer gut und überall mitschwimmen, auch zügig.
Verbrauch
Innerorts wird der 523i mit Automatik mit 13,4 Ltr. , ausserorts mit 6,9 Ltr. Angegeben. Aha ???
Meine standard Teststrecke fuhr ich zuvor mit einem Boxster S mit 280 PS und ähnlicher Verkehrsdichte sehr zügig (aufgrund des Spassfaktors mit viel Schalten Beschleunige usw. usw.). Den BMW fuhr ich dagegen gemächlich, genüsslich auf 200km nur einmal für 5 KM mit 200km/h. Der Verbrauch des Boxsters: 11,8Ltr. Der des BMW 12,4 Ltr. Man muss sich sehr anstrengen um darunter zu kommen. Mein damaliger BMW 328i (Bj. 96) mit 193PS und 200kg leichter (Schaltwagen) verbrauchte im Schnitt 9 Ltr. Der Verbrauch ist meiner Meinung nach viel zu hoch. Übrigens ist der 258PS angegebene 530i lt. Normangaben nicht gefrässiger. Anscheinend ist die Maschine für das Auto also zu klein.
Der 525d hat ebenso 177PS mehr Drehmoment aber verbraucht, so wie ich gehört habe allerdings auch 10 Liter. Als Diesel !
Sonstiges
Der BMW bietet eine nette Besonderheit. Wird's dunkel, auch in Tunnels schaltet sich das Abblendlich automatisch an. Parkt man das Auto zieht man den Schlüssel ab geht auch das Licht aus. Man muss sich also nicht drum kümmern. Netter kleiner Komfortbeitrag.
Fazit
Der mit Navigation, Ledersitzen, Klimaautomatik und ein paar weiteren Extras ausgestattete BMW 523i kostet mal ebend 52.000 Euro. Dafür erhällt man ein komfortables, solides Auto mit viel Platz. Der Verbrauch ist nicht zeitgemäss und die Lenkung ist meiner Meinung nach ein Schwachpunkt. Es gibt zwar eine tolle neue elektronische Lenkung die besser sein soll aber dazu noch über 1000 Euro extra kostet.
Die sogenannte Freude am Fahren kam bei mir nicht so richtig rüber. Ein gutes Auto unter vielen. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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WreckRin, 15.03.2006, 22:33 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
sehr hilfreich, LG Sandra <br/>würd mich über Gegenlesungen freun
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anonym, 09.03.2006, 22:09 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
...sh...*g*...Lg, Christina
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Overknees, 07.06.2005, 16:37 Uhr
Bewertung: nicht hilfreich
Nicht nützlich? Spinnt der Typ? Tja... nicht so wirklich. Zum einen bringst Du Teile aus dem Bereich Märchen und Fabel. 10 Liter Durchschnittsverbrauch bei einem 525d... bei einem Taxi mit einem aggressiven Fahrer.. vielleicht. Sonst im Sc
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Eilige Drucksache
22.05.2005, 00:22 Uhr von
Overknees
Irgendwie haben sich hier nur noch Klickzirkel eingenistet... keine Ahnung, wieso solches Volk ni...5- Fahreigenschaften: sehr gut
- Fahrkomfort: durchschnittlich
- Platzangebot: großzügig
- Zuverlässigkeit: sehr gut
- Besitzen Sie das Produkt?: ja
- Dauer des Besitzes & der Nutzung: seit 1 Woche
Pro:
+ sattes Drehmoment bei jeder Drehzahl + harmonischer Antriebsstrang + überlegene Fahrleistungen + gute Materialanmutung (mit Individual-Ausstattung)
Kontra:
- schlechte Bedienbarkeit (I-Drive) - happiger Preis - vergleichsweise hohe Kosten
Empfehlung:
Ja
Eilige Drucksache
Nun ist es auch mir passiert, ich bewege einen von Chris Bangle designten BMW.
Lange habe ich mich gewehrt, zu wenig BMW-typisches steckt mir in den Kreationen, mit dem 535d Touring ist aber auch bei mir die moderne BMW Linie angekommen.
Für die, die keine Romane mögen, hier eine Kurzbewertung:
Karosserie:
gut ausreichende Platzverhältnisse vorn wie hinten
sehr gut nutzbarer, nicht extrem großer Kofferraum
dank Individualausstattung extrem hochwertiger Qualitätseindruck
Fahrkomfort:
auf der Autobahn guter Fahrkomfort
eingeschränkter Langsamfahrkomfort
extrem niedriges Geräuschniveau
sehr gute Sitze
Antrieb:
starker (Serie) bis gnadenloser Durchzug (mit Chiptuning)
unaufgeregte Automatik
breites nutzbares Drehzahlband
Fahreigenschaften:
mit Alpina-Radsatz extrem gute Beherrschbarkeit
sehr gutes Handling
Traktionsschwächen bei Nässe
ohne ESP messerscharf zu dirigieren
Sicherheit:
sehr gute Sicherheitsausstattung
sehr standfeste Bremsen ohne erkennbares Fading
sehr geringe Seitenwindempfindlichkeit
Umwelt:
für die Fahrleistungen extrem geringer Verbrauch
Rußpartikelfilter serienmäßig
EU4 schadstoffarm
Kosten:
happiger Anschaffungspreis
vergleichsweise hoher Wertverlust
spürbare Werkstattkosten
extremer Reifenverschleiß an der Hinterachse
Kleine Historie
Im Jahr 1972 stellt BMW als Nachfolger der viertürigen 1800/2000er Serie den Fünfer vor.
Schon damals setzte man den Fokus der Entwicklung ganz auf das Thema Agilität und Handlichkeit im Vergleich zu den damaligen Mitbewerbern. Zur Markteinführung gab es zunächst nur den 2 Liter Vierzylinder, als Vergaser und Einspritzer 520i.
Im Jahr 1973 gab es dann mit dem 525 den ersten Sechszylinder im Fünfer, der den Grundstein für die Leistungsentwicklung legte.
Über 528 bis zum 528i gab es kontinuierlich mehr Leistung, am unteren Ende der Leistungsskala bekam man mit dem 518 und 90 PS den Einstieg in die BMW Mittelklasse.
Schon damals war der Fünfer mehr Maßanzug als legere Freizeitkleidung, das ganze Auto war betont auf den Fahrer zugeschnitten, das Cockpit dem Fahrer zugeneigt.
Auch die Branche der Veredler kam schon früh um Zuge, die bis heute edelsten Derivate auf BMW-Basis kommen von Alpina aus Buchloe im Allgäu, wobei die Firmenphilosophie des Firmengründers Burkart Bovensiepen nie die reine Leistung, sondern immer das Auto als Gesamtes begriff. So gab es schon auf Basis des allerersten Fünfers E21 einen Sechszylinder Turbo aus dem Allgäu, der B7 Turbo (auch nochmals verschärft als B7S) war eine ganze Zeit die stärkste Serienlimousine der Welt.
1981 kam der Fünfer dann als Modellreihe E28 auf den Markt, dem Zeitgeist entsprechend mit vergrößerten Heckleuchten und noch sachlicher gezeichnet. Die technische Basis blieb erhalten, es wurde aber ein neues Armaturenbrett spendiert.
Der E28 sah auch die ersten BMW Dieselmotoren, der 524d als Sauger (mit 86 PS) und der für damalige Verhältnisse sehr starke 524td (mit 115 PS) waren echte Meilensteine und halfen mit, dem Diesel sein laut und lahm Image zu nehmen.
Unrühmlich fiel zu dieser Zeit die Zuverlässigkeit der Elektronik auf, BMW bezahlte einiges an Lehrgeld, bis die Technik im Griff war.
Natürlich erlebte auch der E28 wieder eine Leistungssteigerung, bis hin zum 535i (218 PS) gab es eine breite Palette.
Eine echte Sonderstellung nahm der erste M5 ein, mit dem extra für den Supersportwagen M1, der nur in extrem kleiner Stückzahl gebaut wurde) und 286 PS ein echter Sportwagen im Limousinengewand.
Auch die ersten Katalysatormodelle für den deutschen Markt kamen mit dem E28 zur Auslieferung, dazu ein sehr angenehmes, später nie mehr genutztes Angebot, ein leistungsreduzierter und drehmomentgesteigerter Benzinmotor im 525e. Das „e“ stand dabei für den griechischen Buchstaben „Eta“, in der Physik das Maß für den Wirkungsgrad.
Das Ergebnis war auf der Straße sehr überzeugend, erstmals in einem BMW gab es Kraft aus dem Drehzahlkeller, mit 2.7 Liter Hubraum wurden nur 125 PS (später auch 129 PS) produziert, also genauso viel wie im 520i mit nur 2 Liter Hubraum.
So angenehm die Autos zu fahren waren, die BMW Kundschaft ging diesen Weg nicht mit, es wurden weiter lieber Hochdrehzahlkonzepte gekauft, somit verschwand die geniale Idee mit dem E28 wieder aus dem Programm.
Das Jahr 1988 brachte dann mit der Premiere des E34 einen erstmals seit 1972 völlig neuen Fünfer.
Diesmal war erstes Entwicklungsziel nicht nur Sportlichkeit, sondern auch Sicherheit und verbesserte Platzverhältnisse gewesen.
Vom Start weg gab es den E34 mit einer breiten Motorenpalette, vom eher schwachbrüstigen Vierzylinder im 518i bis hin zum souveränen 535i. Bei der Gestaltung des Innenraums wurde wieder der Fokus auf die optimale Anordnung der Bedienelemente für den Fahrer gerichtet, auch heute noch wirkt ein E34 innen wie ein modernes Auto.
Dazu gab es deutlich mehr Komfort, eine jahrelang unerreichte passive Sicherheit und beispielsweise auch die ersten Airbags im Fünfer, damals noch für horrende Aufpreise verkauft.
Leider war der Fünfer auch ein ganzes Stück schwerer geworden, bereitete im E28 auch ein 520i noch eine Art Fahrvergnügen, hieß es beim E34 schon, besser den wunderbar harmonischen 525i mit 170 PS zu kaufen.
Im Jahr 1990 gab es dann die Ablösung der bewährten Zweiventil-Sechszylinder, die Vierventiler 520i und 525i hatten zwar deutlich mehr Leistung, aber der 520i war Untenrum nun extrem schlapp geworden.
Am oberen Ende des Motorenangebots gab es dann 1992 erstmals echten Luxus im Fünfer, die schon im Siebener vorgestellten V8 Motoren lösten die großen Sechszylinder ab.
Die beiden Versionen 530i und 540i (siehe separater Bericht) hatten dabei ganz verschiedene Charaktere. War der 530i betont komfortabel, aber irgendwie schlapp, schöpfte der 540i in allen Belangen aus dem Vollen und stellte ein echtes Spitzenmodell dar.
Auch das Sportmodell der Baureihe, der M5, erlebte eine Evolution. Gestartet mit 3.6 Liter Hubraum und 315 PS (und häufigen Motorschäden) gab es ab 1992 3.8 Liter Hubraum und 345 PS, dazu erstmals auch einen Touring genannten Kombi als M5. Mit dem optionalen Nürburgring-Fahrwerkspaket auch heute noch eine echte Nummer wenn es um schnelle Kilometervernichtung geht.
Der 1991 vorgestellte und ab 1992 ausgelieferte Touring war von der ersten Vorstellung an mehr auf Lifestyle denn an Nutzwert orientiert. Plötzlich galt es auch in der Mittelklasse als schick, Kombi zu fahren, fernab jedes Ruches, ein Handwerkerauto zu bewegen.
Audi hat da mit seinen Avant Modellen schon gute Vorarbeit geleistet, BMW konterte zielgenau.
Auch mein erster Fünfer war ein Touring, ein 525 TDS. Die Diesel hatten im E34 eine Evolution erlebt, vom aus dem E28 übernommenen 524td zu Anfang gab BMW wieder neue Impulse mit Vergrößerung des Diesels auf 2.5 Liter und dem Einsatz eines Ladeluftkühlers beim 525 TDS. Die daraus resultierenden 143 PS sorgten für souveräne Fahrleistungen und waren lange Zeit die bezahlbare Leistungsspitze bei PKW-Dieselmotoren.
Im Jahr 1994 sah der E34 dann noch ein Facelift, alle Modelle bekamen nun die mit den Achtzylindern eingeführte breitere Niere, Airbags für Fahrer und Beifahrer wurden Serienausstattung.
Im Jahr 1996 gab es dann wieder einen neuen Fünfer, der E39 wurde vorgestellt.
Wieder gab es mehr Evolution denn Revolution, ein E34 sah nicht gleich alt aus neben dem neuen Modell.
Im Innenraum gab es das für mich bis heute schönste und funktionalste BMW Cockpit aller Zeiten, der Fünfer war endlich nicht nur auf Augenhöhe mit dem härtesten Mitbewerber Mercedes, nein, es gab in einigen Bereichen echte Überlegenheit.
So war mit dem E39 der Fünfer erstmals wirklich auch im Komfortkapitel Mercedes überlegen, in Sachen Qualität, gerade auch bei der Zuverlässigkeit der Elektronik, hatte man glatt überholt.
Mit der Einführung der Nockenwellenverstellung VANOS hatten schon im E34 auch die kleinen Sechszylinder wieder den gewohnten Biß bekommen, in Sachen Agilität und Handling braucht ein E39 auch heute nur wenige Gegner zu fürchten.
Die Motorenentwicklung machte bei den Dieseln die deutlichsten Fortschritte, die Einführung der ersten CommonRail-Dieselgeneration 1998 konnte jetzt auch die letzten Zweifler vom Konzept Diesel überzeugen. Ob budgettauglicher 520d (mit 136 PS) oder sahnig-druckvoller 530d (184 PS), die neuen Motoren konnten überzeugen.
Aber auch da machte die Entwicklung nicht halt und gipfelte im 530d mit 204 PS des Jahres 2001.
Natürlich gab es auch bei den Benzinern eine Entwicklung, die Sechszylinder gewannen durch Doppel-VANOS weiter Mumm, die Achtzylinder 535i und 540i (jetzt aber mit 4.4 Liter Hubraum) mit VANOS wurden zu echten Geheimtips, leider auch extrem teuer in der Anschaffung.
Und die sportliche Speerspitze, der M5, war mit seinem 5 Liter Achtzylinder mit Einzeldrosselklappen (wie zuvor schon bei den Sechszylinder im M5) zum echten Dampfhammer. Leider gab es den M5 im E39 nicht mehr als Touring, meines Erachtens nach hat BMW sich damit locker die Hälfte der Kunden verprellt. Sollten da Zweifel bestehen, empfehle ich den Produktverantwortlichen einen Blick nach Ingolstadt, die dort verkauften A6 Avant mit viel Leistung, die hätte die Kundschaft auch als M5 Touring eingekauft.
Im Jahr 2003 gab es dann den ersten Schock für mich, als ich mit den ersten E60 in Kontakt kam.
Außen erschien mir die Formensprache des E60 noch so gerade tolerabel, im Innenraum fühlte ich mich als altgedienter BMW-Fahrer aber plötzlich nicht mehr zu Hause. Und wohl nicht nur ich.
Was war geschehen?
Bei BMW wendete man sich von der Tugend, neue Modelle als Evolution der Vorgänger zu gestalten, radikal ab.
Heute interpretiert man dies in München als Erfolg, ich halte das für schlichten Unsinn.
Nicht nur meiner Meinung nach wird der E60 oft als kleineres Übel gekauft, einzig die extrem nachlassende Qualität von Mercedes und NICHT etwa das BMW Design ködern neue Kunden.
Sei es, wie es ist, technisch ist der E60 wieder ein hoch interessantes Auto geworden.
Ganz besonders zu loben ist BMW für den Ausstieg aus der immer weiter nach oben drehenden Gewichtsspirale, mit dem Einsatz von Leichtmetall an beiden Achsen und der konsequenten Erleichterung des Vorderwagens, der Einführung neuer Fertigungstechnik (z.B. werden die Bleche des Vorderwagens an die Spritzwand geklebt, nicht mehr geschweißt) gelang es erstmals seit langer Zeit, einen neuen Fünfer trotz verbesserter Ausstattung und Sicherheitstechnik sogar leichter als den Vorgänger zu machen.
Technisch blieb BMW dem bewährten Konzept treu, die Triebwerke weitgehend aus dem Vorgänger zu übernehmen, der Vierzylinder bleibt dem deutschen Markt aber vorenthalten.
Dafür kommt die neue Achtzylindergeneration mit Valvetronic zum Einsatz, die Sechszylinder erfahren jetzt eine Erneuerung mit der Umstellung des Motorblocks auf Magnesium als Grundmaterial.
Das spannendste neue Triebwerk hat aber der hier vorgestellte Testwagen unter der häßlichen Haube.
Ursprünglich war der Motor eine Gemeinschaftsentwicklung von ALPINA und BMW, bei ALPINA erlebte der Twin-Turbo Motor bereits im D10 Biturbo im Jahr 2002 sein Debüt.
Die Typbezeichnung 535d täuscht dabei ein wenig, es kommt der gleiche Grundmotor wie beim 530d zum Einsatz, mit 2.993 ccm.
Jedoch hat der Twin-Turbo zwei hintereinandergeschaltete Turbolader, einen kleinen für schnelles Ansprechen bei niedriger Drehzahl und schnellen Druckaufbau, einen großen Lader nachgeschaltet, der bei höheren Drehzahlen viel mehr komprimierte Ladeluft in die Brennräume schafft.
Auch vorher hat es bei BMW schon Motoren mit zwei Turboladern gegeben, im 740d/745d (siehe mein Bericht hierzu) z.B. kommt ein Turbolader pro Zylinderbank zum Einsatz.
Neu ist die Registeranordnung, also ein Lader nach dem anderen, das Ergebnis wirkt schon auf dem Papier sehr beeindruckend.
So gibt es ab Werk bereits 272 PS bei für dieseluntypisch hohen 4.400 U/min und ein maximales Drehmoment von 560 Nm bei 2.000 U/min. Allerdings gibt es praktisch aus dem Leerlauf schon über 350 Nm, der Motor schiebt also wirklich aus dem Keller an, wie es kein Benziner kann. Doch dazu später mehr, mein Auto hat dazu noch ein dezentes Chiptuning erfahren.
Kommen wir endlich zum aktuellen Testfahrzeug!
Optik
Beim Touring genannten Kombi stört mich die neue BMW-Formensprache weniger als bei der Limousine.
Rein sachlich läßt sich der Karosse auch wenig vorwerfen, die Verarbeitung erscheint ohne Fehl und Tadel, die Spaltmaße sind klein, alles wirkt wie aus einem Guß.
Obwohl ich bekennender Gegner von Spoilerkrams am Auto bin, stören die mit dem M-Sportpaket verbundenen geänderten Schürzen nicht die Grundlinie des Autos so gravierend, das man das Gefühl bekäme, billiges Tuningzubehör spazieren zu fahren.
Kleine Falle am Rande: der E61 sieht erst wirklich wie aus einem Guß aus, wenn große Räder montiert sind.
Ab Werk habe ich einen 18“ Radsatz mitbestellt (V-Speiche 152), der wird bei mir mit Winterreifen betrieben, für den Sommer kommt ein 19“ Radsatz von ALPINA zum Einsatz, so sieht das Auto wesentlich harmonischer aus, ohne gleich aufdringlich zu wirken.
Der Innenraum
Die Platzverhältnisse
Hier sollte man sich zuerst einmal klar machen, auf welche Zielgruppe BMW den Touring zugeschnitten hat.
Es steht bei BMW Lifestyle und nicht Nutzwert im Vordergrund, dementsprechenden Platz findet man vor.
Auf den Vordersitzen bedeutet das gute Platzverhältnisse, im Fond geht es zwar nicht beengt, aber doch nicht gerade verschwenderisch zu.
Der Kofferraum überzeugt auch weniger durch schiere Größe als mehr durch die Vielzahl an praktischen Detaillösungen.
So gibt es unter dem Ladeboden praktische Staufächer, die Gepäck- und Trennetze sind sehr einfach zu nutzen, auch die Variabilität überzeugt.
Material – Haptik - Verarbeitung
Nach der Vorstellung des E60 gab es bei mir eine Reaktion: ich habe spontan einen 530d Touring Highline Sport aus der letzten Serie des E39 gekauft.
Der Grund war einfach: der E60/E61 zeigt eine furchtbar schlechte Anfaßqualität und Materialauswahl.
Die Möglichkeit, da Abhilfe zu verschaffen, die gibt es, allerdings erst seit Herbst 2004.
Seitdem lassen sich ab Werk, zu allerdings horrenden Preisen, Individual-Pakete ordern.
Damit zieht dann wirklich gutes Leder in gelungenen Farben in den Innenraum ein, auch die Hölzer aus dem Individualprogramm schaffen eine ganz andere Atmosphäre im E61 als die Oberflächen, die in der „Holzklasse“ angeboten werden.
Die Preise erscheinen prohibitiv, zusätzlich zum bei meinem Auto vorhandenen Sportpaket addieren sich für Leder und Holz „mal eben“ 10.550,- Teuro. Aua.
Aber trotz angenehmer Materialien bleibt von der altgewohnten BMW-Atmosphäre wenig über.
Bedienung
Das Kapitel ließe sich auch mit „vergessen Sie alles, was Sie bisher bei BMW kannten“ betiteln.
Mit dem E60/E61 hat der unselige I-Drive im Fünfer Einzug gehalten. In der Bedienung zwar gegenüber der ersten Version im Siebener E65 bereits entschlackt, aber immer noch furchtbar unpraktisch ausgeführt.
In meinem Auto lassen sich alle „Innovationen“ erleben, von der Navigation über die Bluetooth Freisprecheinrichtung bis hin zum Head-Up Display ist alles versammelt.
Mit dem Ergebnis, daß man irgendwie ständig damit beschäftigt ist, sich durch irgendein Untermenu bis zur gewünschten Funktion vorzuarbeiten.
Selbst nach annähernd drei Monaten Gewöhnung empfinde ich das Ganze immer noch eher als Zumutung denn als Erleichterung, es bleibt zu hoffen, daß man auch in München den Holzweg als solchen erkennt, auf dem man wandelt.
Gleiches gilt für die jetzt auf das allernötigste reduzierte Instrumentierung, die von zwei Rundinstrumenten mit einem Display dazwischen gebildet wird.
Schlichter Unsinn, separate Uhren lassen sich auch aus dem Augenwinkel ohne direktes Hinsehen wesentlich schneller erfassen. Irgendwie scheinen die Ingenieure, die das Thema Ergonomie bearbeiten, mal dringend ein paar Monate im Flugzeugbau nötig zu haben.
Sitze
Ein versöhnlicheres Kapitel.
Hier wird, zumindest bei den in meinem Auto verbauten Sportsitzen, wieder echte Qualität geboten.
Die Verstellmöglichkeiten reichen auch groß gewachsenen Personen, die Sitzposition ist nahezu perfekt.
Dazu kommt guter Seitenhalt, auch wenn die Sitze für ein schmales Hemd wie mich ruhig noch enger geschnitten sein dürften bzw. die optionale Lehnenbreitenverstellung aus dem Einser ein nettes Feature wäre.
Die Komfortsitze sind damit zu haben… aber nicht mein Fall, die sind mir zu sehr sesselartig und zu wenig in das Fahrzeug einbezogen.
Die Rückbank fällt naturgemäß ab in ihrer Sitzqualität, ist aber auch weit weg davon, nur ein „Armesünderplätzchen“ zu sein.
Die Technik
Der Triebsatz
Hallo, reden wir hier nicht von einem Diesel???
Aber sicher!
Die Werte ab Werk (272 PS, 560 Nm) sind ja schon recht vielversprechend, im Testwagen spielen wir aber noch eine Liga darüber.
Mit Chiptuning (die teure Sorte, auf dem Prüfstand angepaßt) erreicht er jetzt 235 KW (319 PS) bei gleich gebliebenen 4.400 U/min. Nicht übel.
Aber der wahre Hammer findet woanders statt. Statt schon satten 560 Nm gibt es den leicht gnadenlosen Druck von 655 Nm, bei unveränderten 2.000 U/min. Und das schönste: der Druck setzt noch einen Tick früher ein als in der Serie, es gibt also schlicht Schub von der ersten zarten Berührung des Gaspedals an.
Das Getriebe
Die Wahl beim 535d fällt leicht, es gibt ihn nur mit der Sechsgang-Automatik.
Zwar schiele ich da noch mit einem Auge rüber zu Mercedes, die dort vorhandene 7-G-Tronic (sieben Fahrstufen) scheint noch eine Generation moderner zu sein, aber auch der BMW Automat befindet sich auf der Höhe der Zeit.
So gibt es eine Wandlerüberbrückung ab der ersten Stufe, BMW-untypisch ist der Wandler auch extrem straff ausgelegt.
Das Fahrwerk
Hier gibt es dann endlich wieder echte BMW Tugenden, die dazu noch ziemlich unverfälscht.
Im Zeitalter der schönen neuen Elektronikspielereien glänzt der größte Spaßverhinderer des E60/E61 in meinem Auto durch Abwesenheit: Dynamik-Drive (elektronisch gesteuerte Wankstabilisierung) ist mit Sportpaket nicht lieferbar. Und das ist sehr gut so.
Den allerersten E60, den ich bewegen konnte, mußte ich mit Aktivlenkung und Dynamic-Drive ertragen, mit beiden Extras kombiniert ergibt sich ein dermaßen synthetisches Fahrgefühl, das für mich absolut feststand, das ich niemals selbst ein Auto in dieser Ausstattung bewegen wollte.
Also habe ich auch bewußt auf die Aktivlenkung verzichtet, der 535d besitzt serienmäßig bereits die bei kleineren Modellen aufpreispflichtige, geschwindigs- statt drehzahlabhängig geregelte Servotronic.
Dazu die Tieferlegung (15 mm) durch das Sportfahrwerk, kombiniert mit strafferen Dämpfern.
Das Fahrwerk ist dazu komplett aus Leichtmetall gefertigt, durch die dadurch erfolgte Reduzierung der ungefederten Massen ergibt sich ein besseres Ansprechverhalten der Federung bei kleinen Störungen.
Dazu kommt eine State-of-the-Art Bremsanlage mit vorn wie hinten innenbelüfteten Bremsscheiben und dem obligatorischen ABS. ESP (BMW-Jargon: DSC) ist ebenso serienmäßig und abschaltbar.
Beim Touring findet man dazu eine ebenso serienmäßige Niveauregulierung an der Hinterachse, die unabhängig von der Beladung das Höhenniveau des Hecks konstant hält.
Fahren wir!
Die erste Kontaktaufnahme findet in München auf dem Werksgelände statt.
Der erste Blick in den Innenraum zeigt mir, die richtige Wahl getroffen zu haben, das Caramel-farbene Leder in Verbindung mit der Holzausstattung in Pianolack (schwarz) schafft eine ruhige Atmosphäre im Innenraum und wirkt nicht aufgesetzt.
Lediglich die schmale Holzumrandung im Lenkradkranz wirkt etwas neckisch, dafür fassen sich alle Oberflächen bestens an, an allen sicht- und faßbaren Flächen ist Leder appliziert.
Die beim 535d serienmäßige elektrische Sitzverstellung rückt den Fahrersitz in die passende Position, auch das Lenkrad bewegt sich von Elektromotoren getrieben in eine genehme Haltung.
Vor Fahrtantritt will ich dem Navigationssystem ein wenig zu rechnen geben, dabei fällt auf, daß die mitbezahlte DVD mit dem europäischen Straßennetz nicht an Bord ist.
Bis diese dann herbeigeschafft wird vergeht geraume Zeit, in der ich das Auto schon mal genauer inspiziere, Heizung und Lüftung werden per I-Drive beispielsweise auf meinen Geschmack justiert.
Als auch die Navi gefüttert und die Route eingegeben ist (eigentlich Quatsch, ich weiß ja, wohin ich will… aber der digitale Verkehrsfunk per TMC führt einen sicherer um Staus herum als der konventionelle Verkehrsfunk), geht es endlich los.
Nach dem Dreh am konventionellen Zündschlüssel (noch mal: danke BMW!) verfällt der Reihensechser in friedliches Gemurmel.
Die Dieselgene sind kaum herauszuhören, Vibrationen glänzen durch Abwesenheit.
Der konventionelle Automatikwählhebel findet seinen Weg in D nahezu von alleine, mit sanftem Brummeln aus dem Motorraum geht es in den öffentlichen Verkehrsraum.
Hier gelingt das Mitschwimmen im Verkehr ohne jede Mühe, schon ein sanfter Druck aufs rechte Pedal ergibt direkten Vortrieb, man hängt auch mit dem serienmäßigen Motor sofort am großen Gummiband des Drehmomentbergs, noch mehr, als man es bei den V8 Dieseln empfindet.
Die Automatik spielt perfekt mit, die Schaltvorgänge erfolgen sanft und unmerklich, der Drehzahlmesser ist das einzige echte Indiz, daß die Antriebseinheit die Fahrstufe wechselt.
Der Weg nach Köln über die freitagnachmittags-typisch dicht befahrene Autobahn ist jedenfalls von großer Ruhe geprägt, der neue Motor wird bei mir schonend behandelt die ersten 500 km, aber auch so steht am Ende ein stolzer Schnitt von fast 130 km/h und ein sehr friedlicher Verbrauch von 7.9 l/100 km an.
Die nächsten Tage sehen dann bereits ausgedehntes Vollgas (mehr zum Einfahren moderner Diesel im meinem 320d Bericht), bei abgeriegelten 250 km/h sind lediglich die Windgeräusche wirklich lauter, vom Triebwerk ist nichts zu hören.
Nach gut einer Woche habe ich die 1.500 km erreicht, bei denen meine Autos ihren ersten Ölwechsel sehen.
Und zeitgleich steht auch der Besuch beim Tuner meines Vertrauens an, dem Diesel per Chip die Zügel zu lockern.
Dies geschieht auf seriöse Art und Weise auf einem Leistungsprüfstand, der Motor zeigt übrigens schon im zarten Alter von rund 1.600 km die volle Nennleistung ab Werk, so etwas ist selten genug.
Nach der Kur der Motorsteuerung beginnen dann nochmals neue Zeiten.
Kommt der serienmäßige 535d schon mit einem satten Bumms aus den Startlöchern, gewöhnt man sich nach dem Chiptuning den digitalen Ampelstart schnell ab.
Nicht, das es keinen diebischen Spaß machen würde, nein, es ist einfach Mitleid mit den Reifen, das den rechten Fuß zügelt.
Die jetzt über 650 Nm verwandeln jedenfalls auch teuerstes Gummi auf der Hinterachse nur zu gerne in Abrieb, die schon bei leichter Feuchtigkeit oftmals hilflos blinkende DSP-Warnanzeige macht klar, daß die Hinterreifen Schwerstarbeit bei der Übertragung der rohen Kräfte zu leisten haben. Dazu übrigens noch einen wichtigen Hinweis: wer solch ein Auto bewegt, der bitte beim Gummidealer seines Vertrauens darum, die Reifen auf der Felge zu verkleben. Tut man das nicht, haben sie nach dem ersten vollen Beschleunigen wieder eine Unwucht... die Felge dreht sich haltlos im Reifen.
Auf nasser oder gar schneebedeckter Fahrbahn ist dann weise Zurückhaltung geboten, auch bei mehr als 80 km/h gelingt es ohne weiteres, die Traktionsreserven der Reifen mit einem unbedachten Tritt aufzubrauchen.
Abgesehen vom Start lernt man aber schnell, die vorhandenen Bärenkräfte wirklich zu lieben.
Auf der Landstraße lassen sich Lkws im regelrechten Zeitraffer überholen, ohne das mehr erforderlich ist als eine Bewegung des rechten Fußes.
Dabei animiert das für Dieselverhältnisse geradezu unglaublich gute Drehvermögen (es wird erst bei 5.000 U/min abgeriegelt) und der beim Hochdrehen typische BMW-Sound doch dazu, öfter mal die Muskeln spielen zu lassen.
Das Gefühl, immer und in jeder Lage aus dem Vollen schöpfen zu können, das macht für mich den wahren Luxus aus.
Das Frustpotential für Fahrer anderer schneller Auts ist jedenfalls extrem hoch, in den Kasseler Bergen beispielsweise erlebte ich einen mutigen Porsche 911 Fahrer, der es bergauf versucht hat, vorbeizukommen. Es war sehr nett, ihn in den verschiedenen Stadien des Frustaufbaus von der mittleren Spur aus zu beobachten. In der nächsten geschwindigkeitsbegrenzten Zone hat er es dann geschafft. Falls dieser Herr je diesen Text hier lesen sollte: es war ein Diesel!
Das Fahrwerk spielt dabei recht gut mit, wirklich vermisse ich allerdings eine wenigstens 25%tige Sperre der Hinterachse, die viele Traktionsprobleme verhindern würde.
Die serienmäßige DSC neigt nämlich dazu, bei Traktionsverlust gnadenlos den Leistungshahn abzudrehen, so daß man recht eckig um die Kurven fährt und den echten Grenzbereich des Fahrwerks und der Reifen nicht mal im Ansatz tangiert.
Abschalten ist da noch die beste Lösung, jetzt kann man auch das Gas nutzen, um das Auto anzustellen und so wirklich sauber auch enge Kurven nehmen.
Für Nachahmer: man sollte sich bei aller Leichtfüßigkeit des Handlings ab und zu mal ins Gedächtnis rufen, das man einen annähernd zwei Tonnen schweren Brocken um die Ecken wirft. Dementsprechend ist bei engagierter Fahrweise Reifen- und Bremsverschleiß nicht ohne… und wenn die Fuhre tatsächlich einmal ausbricht, dann ist eine kundige Hand gefragt, das Heck wieder einzufangen.
Doch weg vom Spielen, hin zum Alltagsleben.
Hier besticht der Touring durch angenehme Unauffälligkeit.
Lediglich die Ablagemöglichkeiten im Innenraum scheinen etwas eingeschränkt, meine gewohnte Wasserflasche findet jedenfalls außer neben meinem Bein auf dem Sitz keinen gescheiten Halt.
Dafür gefällt der Kofferraum, Kleinigkeiten werden nur durch die Heckscheibe verstaut, hat man die Hände voll, öffnet sich bei meinem Auto auch die ganze Heckklappe auf Knopfdruck (gegen Aufpreis, natürlich).
Die Sitze bewähren sich auch auf längsten Strecken, die Fahrt nach Südfrankreich ward nur durch einmal Tanken unterbrochen und auch nach fast 1.100 km am Stück entsteigt man entspannt dem Auto.
Die Langstreckentauglichkeit ist also exzellent, das bullenhafte Drehmoment sorgt für Entspannung.
Fahrkomfort
Hier gibt es zwei Seelen.
Zum einen den etwas steifbeinig daherkommenden, leicht rauhbeinigen Stadtwagen, der zwar nicht zum Stuckern neigt aber doch weit weg ist vom sanften Gleiten.
Und dann den Autobahngleiter, der mit steigendem Tempo den Zustand der Fahrbahn immer weiter verschleiert und sich auch trotz Sportfahrwerk nicht von kleinen Störungen zum Stuckern anregen läßt.
Für mich zum Komfort zählt auch die Geräuschkulisse und hier gehört der 535d wieder zur absoluten Spitze des heutigen Automobilbaus. Auch bei weit mehr als 200 km/h auf dem Tacho herrscht Ruhe, ein wenig Windgezischel an der A-Säule, ansonsten herrscht nahezu wunderbare Stille.
Dabei klingt der Motor nie nach Diesel, er entwickelt ein den BMW Reihensechser Benziner ähnliches Geräusch beim ausdrehen, das die allermeisten Menschen eher als Wohlklang denn als Lärm empfinden.
Klimatisierung
Nur beim 545i und hier beim 535d ist die große Klimaautomatik serienmäßig.
Geboten wird damit eine sehr gute Klimatisierung, sehr große Hitze hat mein Auto noch nicht erlebt, aber Außentemperaturen um die 25 Grad haben wir am Mittelmeer schon gehabt.
Neben dem I-Drive Unsinn für die letzten Feinheiten überzeugt die Bedienung dann doch, auch wenn mir andere Lösungen besser gefallen (z.B. VW oder Audi).
Für zugluftempfindliche Menschen wie mich ist jedenfalls eine gute Abstimmung getroffen worden, auch Allergiker werden die guten Filter und besonders die automatische Umluftkontrolle (AUC) schnell zu schätzen lernen, die zuverlässig Geruchsbelästigung oder gar Schlimmeres vom Innenraum fernhält.
Die Sitzheizung tut ein übriges, bei mir ist diese auch abends im Frühjahr sehr oft im Einsatz und läßt sich gut regulieren.
Licht & Sicht
Bewußt verzichtet habe ich bei der Bestellung auf das Abbiegelicht, der 535d kommt mit „normalem“ Xenon-Licht daher.
Von der Lichtverteilung her sehr angenehm und aus alten Zeiten typisch bei BMW empfindet man das Fernlicht als deutlich besser als das Abblendlicht.
Auch die Nebelscheinwerfer tun vernünftig ihren Job, gerade im Schneegestöber in Kombination mit Standlicht und damit reduzierter Eigenblendung von mir im Winter oft und gern genutzt.
Dank Parkdistanzkontrolle vorne und hinten (akustisch und über den Navi-Monitor auch optisch) ist der Touring trotz seiner stattlichen 4.84m Länge auch auf engen Flächen leicht und sicher zu dirigieren.
Gewohnt gut funktionieren auch Regensensor und der automatisch abblendende elektrochromatische Innenspiegel, beides Kleinigkeiten, die langsam aber sicher einen hohen Reifegrad erreicht haben.
Fahrleistungen
Da zum einen Mal die Angaben von BMW zum Serienfahrzeug.
BMW gibt als Wert für den Standardspurt von null auf einhundert km/h 6.6 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch bei 250 km/h abgeriegelt.
Mit Chipsfrisch ergeben sich gemessene 6.3s von 0-100 km/h, da scheitert eine kürzere Zeit an mangelnder Traktion, trotz 275er Bereifung an der Hinterachse.
Die Höchstgeschwindigkeit gestoppt und laut Navi beträgt offen 274 km/h, für einen Diesel eine neue Welt.
Verbrauch
Hier erleben wir, wenn auch in abgemilderter Form, einen typischen Effekt sehr starker Autos, eine recht große Verbrauchsspanne.
Milde im Verkehr mitgeschwommen unter häufigstem Tempomat-Einsatz war mein bisheriger Mindestverbrauch 7.6 l /100 km.
Die Verbrauchsspitze bildet bisher ein nächtlicher Vollgasritt, bei einem Schnitt von knapp 180 km/h auf freier Autobahn liefen gut 15 Liter Diesel durch die CommonRail Anlage.
Im Schnitt pendelt sich mein Verbrauch bei etwa 10.5 l/100 km ein, angesichts der gewichts- und Leistungsklasse ein sehr sehr guter Wert.
Kommunikation
Da der aktuelle Fünfer sich dank seines Armaturenbrett-Layouts schon im Ansatz jeder vernünftigen Möglichkeit entzieht, Navigation oder Radio nachzurüsten, habe ich in den sauren Apfel gebissen und ab Werk bestellt.
Da ist zum einen das Navigationssystem Professional, das noch von Siemens VDO stammt (im Gegensatz zur „kleinen“ Business-Navigation (ohne Kartendarstellung), die von Harmann-Becker kommt), und das sich trotz I-Drive Mist noch einigermaßen vernünftig bedienen läßt.
Die Routenempfehlungen sind fast immer eindeutig, VDO typisch ist aber die Karte besser als die Sprachanweisungen.
Der Radioteil funktioniert unauffällig gut und störungsfrei, leider ist kein Empfang von digitalem DAB-Rundfunk möglich, auf den Fernsehempfänger (der hybrid für analoge und digitale Programme ausgelegt ist) habe ich verzichtet, so etwas ist mir kein Geld wert.
Hauptärgernis ist aber auch hier I-Drive, selbst zum Wechseln des Senders muß man in ein Untermenu. Kompliziert und ablenkend, somit schlicht gefährlich!
Der angeschlossene CD-Wechsler spielt ebenso wie der Single-CD Schlitz der Anlage kein MP3 ab, peinlich angesichts der Tatsache, daß dies schon im Einser möglich ist.
Dafür klingt das Logic 7 Soundsystem (von Harmann) für eine Werksanlage ganz passabel, die unterteste Baß-Oktave fehlt, dafür werden gut durchgezeichnete Mitten und niemals lästige Höhen geboten. Größte Schwäche ist der Kickbaß-Bereich, eine Snare kommt nicht wirklich glaubhaft rüber.
Sehr angenehm in Erscheinung tritt dafür die Freisprecheinrichtung mit Bluetoothanbindung. Für mich ein alter Bekannter (Lieferant ist das Funkwerk Dabendorf, Technikspender deren Anlage audio 3000) ist die Anlage in die Bordelektronik sauber eingebunden und spielt mit meinem schon fast historischen T610 ohne Echos zusammen. Lediglich Besitzer vom Nokia 6310i sollten über ein neues Gerät nachdenken, im Gegensatz zur originalen audio 3000 hat die BMW-Anlage hier ein paar Mucken im Zusammenspiel.
Für mich zuerst nur ein Gag, habe ich mich zwischenzeitlich an das Head-up Display gut gewöhnt.
Ich bin ja mit einer fliegerischen Vergangenheit behaftet, dementsprechend ist mir die Technik, Anzeigen auf eine Sichtscheibe zu projezieren, aus alter Zeit vertraut (da allerdings mehr taktisch genutzt, von Navigation war da nicht die Rede).
Da empfehle ich jedem Interessenten aber dringend eine Probefahrt, die Hälfte derer, die es in meinem Auto angeschaut haben, fühlte sich mehr irritiert denn informiert.
Für die, die nicht wissen, worum es hier geht: es werden über eine Spiegeloptik Informationen des Navi-Systems, wie Abbiegepfeile und Entfernungen, in die Frontschreibe projeziert. Optisch scheinen diese Infos über der Motorhaube zu schweben, man muß also nicht mehr nach rechts auf den Navimonitor schauen, um die Info zu bekommen.
Anschaffung und Preis
Hier beginnt das traurigste Kapitel dieses Berichts, der Bereich, der das so begehrenswerte Auto für viele in das Reich der Träume verbannt.
Der 535d Touring im Einzelnen:
BMW 535d Touring Automatik 51.800,-
Lackierung Carbonschwarz-Metallic in M-Paket
Innenausstattung BMW Individualleder Merino 10.550,-
Sitze, Sitzlehnenrückwand, Türspiegel) in Farbe caramel,
Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer
Interieurleisten Pianolack schwarz
Lederlenkrad mit Holzringintarsie (analog Interieurleiste)
Ablagetasche im Beifahrerfußraum
Vollederausstattung (u.a. Türverkleidungen komplett,
Instrumententafel-Unterteil (Oberteil und Türbrüstungen
in Leder Walknappa schwarz), Dachhimmel Alcantara
Leichtmetallräder V-Speiche 152 I (8Jx18 mit 245/40 R18)
M-Sportpaket, beinhaltet: 3.800,-
sportliche Fahrwerksabstimmung
M Aerodynamikpaket
Dachhimmel anthrazit
Sportsitze für Fahrer und Beifahrer
M Fußstütze
Shadow-Line
Kimaanlage mit automatischer Regelung, erweitert Serie
Elektrische Sitzverstellung vorn mit Memory für Fahrersitz Serie
Automatische Heckklappenbetätigung 690,-
Innenspiegel automatisch abblendend 160,-
Getränkehalter vorn 70,-
Lordosenstütze für Fahrer und Beifahrer 350,-
Garagentoröffner im Innenspiegel 230,-
Ablagenpaket 270,-
Geschwindigkeitsregelanlage Serie
Bordcomputer erweitert Serie
Park Distance Control (PDC) 750,-
Hochglanz Shadow Line, 190,-
Reifendruckkontrollanzeige Serie
Navigationssystem Professional mit integrierter 3.850,-
Handyvorbereitung Bluetooth und Europa DVD
CD-Wechsler für 6 CDs hinter Handschuhfach 410,-
Xenon-Licht für Abblend- und Fernlichtfunktion 700,-
Scheinwerfer-Waschanlage 260,-
Lichtpaket 260,-
HiFi System Professional LOGIC7 1.250,-
Head-Up Display 1.300,-
Gesamtpreis 76.890,-
Preise Stand 04.04.2005, inkl. 16% MwSt. ab Werk
Dazu kommen beim vorgestellten Auto noch einmal glatt 1.700 Euro für das Chiptuning samt TÜV-Eintragung und der Alpina Radsatz mit Michelin Pilot Sport für 4.240,- Euro.
Der Komplettpreis von 82.830,- Euro (das entsprach einmal rund 162.000 D-Mark) läßt doch ein klein wenig fürchten, daß die Verbreitung dieser Modellvariante nicht allzu hoch ausfallen wird.
Dabei hat das hier vorgestellte Auto beileibe noch keine Vollausstattung. Es fehlen beispielsweise das Panorama-Glasdach (sowas mag ich einfach nicht), der automatische Tempomat mit Abstandregelung, Dinge wie Standheizung usw., es ist kein Problem, das Auto auch ab Werk noch über 10.000 Euro teurer einzukaufen.
Aber auch der Rest des Kostenapparats erreicht deftige Höhen.
Ist die Steuerbelastung mit 463,20 Euro per anno noch halbwegs erträglich, kommen für die Versicherung doch heftige Beträge zusammen. Sieht die Haftpflichteinstufung mit der Typklasse 20 noch zivil aus, ist die Kasko-Einstufung mit der Typklasse 26 (für Voll- und Teilkasko gleich) doch schon ein schwerer Brocken, bei 30 ist die Tabelle zu Ende.
Ebenso muß man sich, abgesehen vom gezügelten Durst, auch keine Illusionen über die laufenden Unterhaltskosten machen.
Der Diesel verlangt Öl vom Besten, die nach Wartungsintervallanzeige fälligen Wechsel kosten rund 220,- pro Besuch, die große Inspektion fordert in der Regel mindestens 480,- Euro.
Dank der Drehmomentwonnen schmelzen auch die Hinterreifen dahin wie Butter in der Sonne, rund 420,- Euro pro Stück sind bei schwerem Gasfuß etwa alle 7.500 – 9.000 km fällig.
Naturgemäß unterliegen auch die Spitzenmodelle einer Baureihe immer einem erhöhten Wertverlust, ein ziviler und schwach ausgestatteter 525d schlägt den 535d beim prozentualen Wertverlust um Längen.
Man darf sich da also keiner Illusion hingeben, kostenmäßig ist der 535d dem 545i näher als dem 530d.
Frauentauglichkeit
Ich tendiere zur Aussage: null.
Nicht, daß das Auto unpraktisch wäre. Oder häßlich.
Aber er hat eigentlich so gar nichts, was Frauen an Autos mögen. Knuffelfaktor null, Bedienung kompliziert, Sitzposition zu tief.
Im Ergebnis wird es dann schlicht so gut wie keine weiblichen Käufer geben.
Fazit und Empfehlung
Nun denn, ich versuch es mal.
Ist der 535d was für sparsame Menschen? Um Gottes willen, nein!
Ist er ein gutes Familienauto? Wenn man das Geld hat, schon irgendwie.
Ist er was für Angeber? Ganz sicher nicht, der Hinguckfaktor ist nahe Null.
Wie ist es mit Kilometerfressern? Ganz gut, wenn nicht die Kosten wären.
Was sagen Kofferraumfetischisten? Nix, die kaufen einen Citroen C5. Oder zwei fürs Geld
Verdammt, gibt es IRGENDJEMAND, der damit rundum glücklich wird?
Sicher das.
So verrückt es klingt angesichts eines Diesels, aber der gereifte Sportfahrer, derjenige, der an einem Auto lässige Überlegenheit schätzt, der findet hier das Dorado.
Sterne?
Fünf, ohne jede Einschränkung.
Den Bericht wird es demnächst auch auf meiner privaten Website, bei www.autotestnet.de, geben. Da natürlich mit vielen Bildern und ausführlichen technischen Daten.
Soderle, wie immer an dieser Stelle sind mir Kritik, Kommentare und besonders Hinweise, was Ihr am Bericht vermißt, sehr willkommen!
weiterlesen schließenProduktfotos & Videos
535d Touring seitlich von vorn von Overknees
am 24.04.2006Kommentare & Bewertungen
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Matzinger0815, 04.04.2007, 23:40 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
schöner Bericht, sowas kann ich mir als Student leider nicht leisten, darf mich mit 100 PS und 230 NM zufrieden geben
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rudsiralf, 16.09.2006, 23:01 Uhr
Bewertung: nicht hilfreich
diese laberei ist ja zum einschlafen! Schnarch.... Ich hoffe du hast noch etwas besseres zu tun
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giant01, 17.04.2005, 22:03 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
toler bericht sehr umfangreich und es es da alles drin was man wissen will und muss
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Eierkuchen70, 13.04.2005, 13:56 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Ein Super Bericht, nach dem lesen fühl ich mich so als hätte ich schon mal im Auto gesessen.
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Super Auto mit kleinen Schwächen
4- Fahreigenschaften: sehr gut
- Fahrkomfort: sehr gut
- Platzangebot: durchschnittlich
- Zuverlässigkeit: sehr gut
- Besitzen Sie das Produkt?: nein
- Dauer des Besitzes & der Nutzung: seit 1 Woche
Pro:
Motor, Fahrwerk, Komfort,
Kontra:
Fahrverhalten auf Kopfsteinpflaster
Empfehlung:
Ja
Meiner Meinung nach gibt es Autos, die fährt jeder. Und dann gibt es Autos, die will einfach jeder fahren.
Der bis 2003 gebaute BMW 530d gehört für mich zur letzten Gruppe.
Er zeichnet sich noch durch die „Freude am Fahren“ und nicht wie bei den neuen Modellen „den Frust an der Technik“ aus.
Dieser BMW ist sowohl Langstreckenauto für Geschäftsreisende, als auch ein Kurzstreckenauto für Menschen mit der erwähnten "Freude am Fahren."
Ein Bekannter von mir vertraute meinen Fahrkünsten so sehr, dass er mir seinen 2002 gebauten 530 d Automatik (Limousine) mehrfach für einige Zeit überließ.
Während der vielen Fahrten, konnte ich feststellen: Die Werbung hat recht.
Der Innenraum:
Schon die serienmäßig eingebauten Standardsitzen finde ich Klasse. Sie sind sehr komfortabel, bieten einen weiten Einstellbereich und sicheren Halt in Kurven.
Sind jedoch die optionalen Komfortsitze montiert, möchte man überhaupt nicht mehr aussteigen. Ein so gutes Gestühl bietet sonst keiner in dieser Klasse. Weiches Leder, sanfter aber sicherer Seitenhalt und in alle Richtungen enorm viel Platz.
Nur die Komfortsitze im neuen 5er und 7er sind noch besser.
Dieses tolle Gefühl können die Passagiere im Fond leider nicht genießen.
Da die Komfortsitze etwas dicker sind, engen sie das ohnehin schon knappe Platzangebot hinten weiter ein. Nicht das die Sitze im Fond schlecht wären.
Ganz im Gegenteil, sie sind fast so bequem, wie die Vorderen.
Aber von einem knapp 4,80 m langen Auto erwartet man hinten einfach mehr Platz!
Der neue 5er zeigt ja sehr gut, was platzmäßig möglich ist.
Den Kofferraum des BMW mit seinen 460 Litern, würde als außereichend groß bezeichnen.
Zum einen ist er recht quadratisch und ausreichend hoch. Zum anderen stört keine Stufe im Kofferraumboden.
Wie bei allen Limousinen ist die Kofferraumklappe zu klein, für wirklich große Gegenstände.
Wer die transportieren will, sollte zum 5er Kombi greifen.
Eine Frechheit ist es allerdings, dass BMW für die geteilt umklappbare Rückbank einen Mehrpreis verlangt hat. Das bedeutet, dass sie nicht bei allen Limousinen, die sich noch auf der Straße befinden, eingebaut wurde. Wer dieses Extra benötigt, muss also suchen.
Das der 5er ein Fahrerauto ist, erkennt man auch am Cockpit.
Die Armaturen sind hervorragend angeordnet. Alles ist da, wo man es vermutet und lässt sich leicht bedienen. Sie zeichnen sich durch eine hohe Verarbeitungs- und Materialqualität aus.
Das, zugegeben sehr teure, Navigations- und Entertainment-System möchte ich an dieser Stelle besonders erwähnen.
Ich hatte das Glück, das es im Wagen meines Bekannten eingebaut war und muss sagen.
Auch hier war BMW damals der Konkurrenz weit voraus.
Es ermöglicht schnelle, GPS gesteuerte Navigation, die auf einem großen Monitor im Armaturenbrett übersichtlich und farblich dargeboten wird. Zudem beinhaltet dieses System auch ein sehr gutes CD-Radio mit hervorragendem Klang, sowie optional ein Telefon und TV empfang.
Das Komplettpaket empfiehlt sich meiner Meinung nach besonders für Geschäftsreisende,
die, wie mein Bekannter, beruflich häufig auf die genannten Systeme angewiesen sind.
Wer das nötige Kleingeld hat, kann damit, wie ich, auch einfach nur einen Spiel- und Erkundungstrieb ausleben.
Der Motor:
Kommen wir nun zum Motor.
Der größte, in diesem 5er, angebotene 6-Zylinder Diesel ist ein wahres Prachtstück.
Er zeichnet sich, durch eine, für einen Diesel, erstaunlich hohe Laufkultur und die geringen Arbeitsgeräusche aus. Die für BMW typische Freude am Fahren, quillt ihm geradezu aus allen Poren. Drei Liter Hubraum und 193 PS erzeugen zusammen 410 Nm Drehmoment. Das reicht locker für 230 Km/h Höchstgeschwindigkeit und rund 8 Sekunden von 0auf 100.
Doch das beeindruckenste ist, wie locker dieser Motor seine Kraft über das gesamte Drehzahlband verteilt. Drückt man das Gaspedal voll durch, drückt es einen auch bei Tempo 150 noch voll in den Sitz.
Leider nimmt die unsichere Automatik, viel von seiner Spontanität. Sie scheint sich der Kraft des Motors nicht bewusst zu sein. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass sie bei einem Tritt aufs Gaspedal, trotz 2500 anliegender Umdrehungen noch mal zurückschaltete.
Das maximale Drehmoment liegt wohlgemerkt schon ab 1800 Umdrehungen an.
Dafür bleibt der Verbrauch auch bei sportlicher Fahrweise mit nicht mehr als 8,5 Litern Diesel erfreulich niedrig.
Das Fahrwerk:
Das Fahrwerk ist, wie von zu erwarten, ausgezeichnet. Es ist sportlich-straff ausgelegt, was man unter anderem an der geringeren Seitenneigung und einem sehr hohen möglichen Kurventempo festmachen kann.
Des weiteren vermittelt es dem Fahrer, genau wie die Lenkung, ausreichende Rückmeldung von der Fahrbahn.
Dennoch kommt auch der Komfort nicht zu kurz. Es lässt kaum eine Bodenwelle zu den Insassen durchdringen und übt sich äußerst zurückhaltend in bezug auf Abrollgeräusche der Reifen.
Eben für die “Freude am Fahren“.
Die Kosten:
Das Vergnügen einen BMW 530d zu fahren beginnt bei ungefähr 22.000 Euro (Baujahr 2001 und mind. 80.000 km). Ein teurer Spaß.
Der ab 2000 gebaute 530d ist in der Schadstoffklasse D3 eingestuft, besitzt lange Wartungsintervalle von 20.000 km (nach Angabe meines Bekannten).
Leider schlägt auch die Versicherung kostenmäßig ziemlich zu (HP 22 / VK 31 / TK 36)
Erfreulich ist, dass die Zuverlässigkeit stimmt – von Ausnahmen einmal abgesehen.
Die Diesel fallen durch defekte Turbolader und Generatoren auf. Vereinzelt kommt es auch zu Elektronikproblemen (wie bei meinem Bekannten), so fällt hier blockierende Wegfahrsperren und defekte Airbagkontrollleuchen auf.
Die Sicherheit:
Die Sicherheitsausstattung ist mit bis zu 8 Airbags (2 davon optional), ESP (ab 98), Traktionskontrolle (ab 96), Servolenkung und ABS erfreulich vollständig.
Die Bremsen packen schnell und kräftig zu.
Hier gibt es aber eine gravierenden Einschränkung, die ich unbedingt näher erläutern möchte.
Auf holpriger Piste (besonders bei grobem Kopfsteinpflaster) verlieren die Reifen ihre, sonst sehr gute, Haftung zur Straße. Dadurch können die Bremsen nicht mehr richtig arbeiten.
In diesen Situationen können auch die ganzen elektronischen Helferlein nichts mehr ausrichten.
Auch bei niedrigem Tempo kann es so zu einem extrem langen Bremsweg kommen.
Selbst die Lenkfähigkeit des Autos ist in diesen Situationen eingeschränkt.
Dies ist ein wirklich gravierender Mangel (von dem auch mein Bekannter zu berichten weiß). Man ihm aber durch umsichtiges Fahren auf holpriger Strecke ausweichen.
Vielleicht sollte man diese Situation auch einmal ganz bewusst provozieren
(ohne dabei andere zu gefährden), um dann im Fall der Fälle besser reagieren zu können.
Fazit:
Trotz dieses Mangels würde ich jedem, der ein komfortables und gleichzeitig sportliches Auto sucht, den BMW 530d empfehlen. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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richi001, 22.04.2007, 21:55 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
besser kann man den Wagen nicht beschreiben!
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E39 im Test, ein Kurzfazit
Pro:
stark, schnell perfekt
Kontra:
wer sucht der findet
Empfehlung:
Ja
Fahrzeug:
Jg.98, 4398cm2, V8, 286 PS, 420 Nm, 1745 kg
cosmosschwarz met., M-Sportfahrwerk, Sportsitze, Flockvelours grau, Navi/TV, Xenon, Spiegelpaket, Doppelverglasung, Sonnenrollos Heck-(el.) und hint. Seitenfenster, Durchladesystem, Steptronic, Servotronic, Shadow Line
Eindruck:
BMW baut erwiesenermassen gute Fahrzeuge, der 540er hat ein spezielles Lob verdient. Im Anschaffungspreis wie auch bei den Fixkosten ist dieser im höheren Segment angesiedelt. Unter gewissen Voraussetzungen fährt man durchschnittlich jedoch durchaus sparsam. Speziell bei generell zügiger Fahrweise ist man sowohl im Spritverbrauch wie auch beim Verschleiss gegenüber einem 2.0 l Fahrzeug anderer Fabrikate überlegen.
Bei meinem Fahrzeug ist der Weg sowieso das Ziel. Es steht schon sehr sportlich da -schwarz, Shadow-Line, moderat tiefer- und erst fahrend ist es absolut anregend. Man sitzt bequem-sportlich, Servotronic, kaum Windgeräusche dank Doppelverglasung dafür perfektes V8-Gebrabbel, eine Motor-Getriebe-Fahrwerkkombination die jederzeit entspannend wirkt. Sensationell. Auch in der Nacht. Xenon-Scheinwerfer und keine störende Blender von hinten dank den automatisch abblendenden Rückspiegel. Immer wieder top.
Kauf ist absolut zu empfehlen, ja geradezu ein muss. Lasst die guten Stücke nicht bei den Händlern stehen, die wollen fahren.
Viel Spass. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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sindimindi, 12.02.2005, 21:35 Uhr
Bewertung: weniger hilfreich
Das ist speziell mir als ausgewiesenem BMW-Kenner eindeutig zu wenig! S. mein Bericht zum E34/525i LG; Roland
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-
Sportwagen Feeling mit 3 Liter Heizöl
4- Fahreigenschaften: sehr gut
- Fahrkomfort: sehr gut
- Platzangebot: sehr großzügig
- Zuverlässigkeit: gut
- Besitzen Sie das Produkt?: ja
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Mit dem neuen 530d hat BMW allen gezeigt, dass sich Diesel Fahrzeuge hinter den Bezinern nicht verstecken müssen. Deswegen finde ich, ist es Zeit einen kleinen Testbereich über unsere Familienkutsche zu schreiben, mit dem ich mittlerweile auch schon einige tausende Kilometer gefahren bin:
Zuerst zu den Erscheinungsbild: Der Fünfer, früher ein relativ "rechteckiges" kantiges Gefährt, erscheint nun größer, geschwungener, provokanter. Die Formen sind zwar gemäßigter als beim Siebener, jedoch beschert die Vergrößerung dem BMW-Fahrer ein erhebliches Raum"mehr"angebot und man sitzt vorne wirklich oberklasse, die Beinefreiheit ist enorm. Gerade das ließ die Fahrt in einem SLK für mich zur Qual werden. Der größer gewordene 520 Liter umfassende Kofferraum garantiert echte Reisetauglichkeit. Zu fünft sind wir mit mehreren Koffern nach Rom gefahren, ohne dass sich jemand beschwert hat. Hinten hat man auch mit 1m90 Körpergröße genug Freiraum, während ich mir heute im BMW Haus fast den Arm auskugeln musste, um mich auf die Rückbank des neuen Sechsers zu quetschen.
Die Sitze sind sehr bequem, jedoch vermisse ich etwas den Seitenhalt der Sportsitze aus meinem Peugeot 206 Sport. Das Armaturenbrett ist sehr aufgeräumt und die Mittelkonsole mit Business CD bis Klimaautomatik bietet sehr gute Funktionalität. Alle Bedienelemente sind gut auffindbar und können auch über das Multifunktionslenkrad gesteuert werden. Jedoch lenken alle Knöpfe, Displays und Drehräder mehr vom Fahren ab, als wenn ich telefonieren würde. Ein Grund mehr, den BMW ohne teure, teils nervtödende Navigation zu wählen. Generell besticht der Innenraum durch eine außerordentliche Qualität der Materialien und auch durch eine saubere Verarbeitung bis ins Detail.
Ich könnte noch lange über das Innere berichten, doch die besondere Fahrdynamik ist ebenfalls zu loben. Zuerst zur Aktivlenkung und Wankstabilisierung Dynamic Drive, die beide aufpreispflichtig dem Fahrer helfen, das Auto noch stabiler und sicherer zu fahren. Die Aktivlenkung funktioniert nach dem Prinzip der dynamischen Servolenkung. Das heißt ein elektromechanischer Stellmotor lässt bei niedriger Geschwindigkeit die Lenkung direkter werden, bei Autobahngeschwindigkeit indirekter/schwergängiger. In der Praxis funktioniert das erstaunlich gut, vor allem beim Rangieren und bei Wendemanöver. Hinter der Bezeichnung Dynamic Drive verbergen sich zwei aktive Stabilisatoren, die die Seitenneigung erheblich reduzieren. So scheint sich das Auto selbst bei hoher Kurvengeschwindigkeit fast nicht zu neigen, während andere Autos, die sich kräftig aus den Federn heben.
Der Motorraum ist vom Innenraum durch dämpfende Materialen getrennt, wodurch das laute Diesel Blubbern bei geschlossener Tür kaum zu vernehmen ist (Vergleich: der Passat und Golf mit dem starken Dieselmotor dröhnen beim Gasgeben durch den ganzen Innenraum). Dadurch dass die Motorgeräusche, aber auch die Abroll- und Fahrtwindgeräusche selbst bei hohen Geschwindigkeiten kaum vernehmbar sind, verliert man schnell den Sinn für Geschwindkeit und es kommt schon mal vor, dass man innerorts durch kurzen Tritt aufs Gas 70-80km/h fährt. Das ist nicht gut, da ich noch 14Monate Probezeit habe. Jedoch meldet sich der Motor beim Ausdrehen der Gänge schon kräftig zu Wort. Jedoch auch die Reifen, da sie bei ausgeschalteten DSC dank 500Nm schnell durchdrehen. Jedoch kann man auch mit 1200-1500 Umdrehungen schaltfaul, dank des kräftigen Sechszylinders angenehm reisen.
Das alles ist durch den 220PS bärenstarken, extrem drehmomentstarken Sechszylinder Motor gewährleistet. Der satte Drehmomentverlauf lässt dem Antriebsdrang bereits bei 1500 Umdrehungen vollen Lauf, was nur noch durch DSC zu bändigen ist. Der 3 Liter Motor entwickelt Schub wie ein Nachbrenner, hängt gierig am Gas und dreht mit einer Leichtigkeit ohne so laut oder brutal zu klingen wie z.B. der SLK mit Kompressor oder so manche Benziner (...uralt Opel mit 220PS von einem Freund). Wenn man den ersten Gang ausfährt kommt man erst bei 50-60km/h in den roten Bereich, und hat dann noch so viel Schwung, dass man meint er beschleunigt weiter trotz Wegnahme von Gas. Dabei wird man allein durch die enorme Kraft so stark in den bequemen Sitz gedrückt, dass einem die Luft wegbleibt, bis man sich daran gewöhnt. Bei höherer Drehzahl, klingt der Motor schon etwas lauter, Rennmotorenmäßiger und begeistert nur noch. Wer braucht denn da noch ein Business CD ? Jedoch wird der Klang niemals so aufdringlich und "schrill" wie der Motor vom M3 Caprio unserer Nachbarn. Im Großen und Ganzen glaubt man garnicht wie eine so schwere und massive Familiekutsche so "wegspringen" kann. Andererseits spielen die Bremsen mit und fangen den Wagen bissig, standfest und gut dosierbar aus jedem Höhenrausch bei Blickkontakt mit einem Blitzer etc ab. Achtung, es besteht Suchtgefahr, was einem SLK 200, 206 Sport, Mini S noch ein 323i nicht so aufkommen konnte.
Aber neben einer besseren Beschleuning aus dem unterem Drehzahlbreich und auch besserer Elastizität bei z.B. Beschleunigungen von 80 auf 120km/h hat der Diesel im Vergleich zum etwas stärkeren Benziner mit gleich großem Motor den Vorteil des sehr niedrigen Verbrauchs. Während unser letzter BMW (540) bei sportlichem Fahrem sich nicht mit 14 Litern zufriedengab, braucht der 530d bei Bleifuß mit durchdrehenden Rädern und einer sehr sportlichen Fahrweise zwischen 3500 und 5000 Umdrehungen nicht mehr als 9 Litern. Andererseits gibt sich das Auto bei ruhiger, gleichmäßiger Fahrweise zwischen 80-120 km/h mit weniger als 6 Litern/100km zurrecht.
Alles in allem ein super Auto, bei dem immer 300% der Plätze von Freunde reserviert sind, wenn ich ihn von meinem Vater bekomme. Andererseits ist das Auto aber auch teuer, der Grundpreis liegt schon im 40.000 Euro Bereich, die teure Aufpreispolitik von BMW garnicht zu erwähnen (4*18Zoll mit Leichtmetallfelgen, Xenon, Business CD, Leder, Regensensor, PDC, Aktivlenkung, Dyn...hätte ich gern.....................wie bitte, ne oda ???). Heute haben wir uns den neuen Sechser angeschaut: 30000 Euro für Sonderausstattung, deren Liste so kurz ist, dass man sie an zwei Händen abzählen kann.
Aber im Großen und Ganzen ein wirklich rundum tolles Auto, mit dem man mehr als von A nach B fahren kann.
Leider gibt es noch nicht unser Traumauto: ein 550d oder (seit heute) ein 650d..................................
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