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Testberichte Prinzessinnenbad

 (DVD)
3.0 von 5
Platz 92 in der Kategorie "Dokumentarfilm allgemein".
Bewertung: Kundenbewertung 3,10 / 5,00 3.0 von 5
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Prinzessinnenbad Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 3,10 / 5,00 3.0 von 5
von 50% aller Autoren empfohlen (1/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • interessant, authentisch
Nachteile/Kritik
  • nichts
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pinkbubbles

Berlins Prinzessinnen :)

ein Testbericht von 2010-02-24 08:14:18 vom 24.02.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: interessant, authentisch...
Nachteile/Kritik: nichts
"Ich komm aus Kreuzberg, du Muschi."
Dieser Satz, ausgesprochen von einer der drei Hauptdarstellerinnen Tanutscha, steht als Überschrift über dem ganzen Film. Das hat mich neugierig gemacht, als ich im Juni 2007 den Film im Kino angeschaut habe und ihn mir jetzt auch auf DVD gekauft habe.
"Prinzessinnenbad" ist das Langfilmdebüt der Berliner Regisseurin Bettina Blümner. Die Rapperin Lisi gestaltete dazu den Soundtrack. Bei der DVD ist extra eine CD mit "Kreuzberg-Rap" enthalten, darauf werde ich aber später noch eingehen.

Basicinfos

Jahr: 2007
Darsteller: Klara, Tanutscha, Mina, George, sämtliche Eltern, Geschwister und Bekannte der Hauptfiguren
Genre: Doku-Film
Klang: Dolby Digital
Sprache: Deutsch
FSK: 12

Kurzinhalt

Die drei fünfzehnjährigen Mädchen Klara, Mina und Tanutscha sind seit ihrer Kindheit befreundet und leben im Berliner Problemstadtteil Kreuzberg. Ihre Freizeit verbringen sie zusammen im Berliner Prinzenbad oder auf Partys. Doch die drei Mädchen verändern sich. Mina feiert mit ihrem Freund George das zehnmonatige Jubiläum, Klara schmeißt die Schule und landet auf einer Schwänzerschule und Tanutscha, die Iranerin, wünscht sich mehr Freiheit von ihrer Mutter, um endlich bei dem exzessiven Lebensstil ihrer Freundinnen mithalten zu können.
Bettina Blümner hat die drei Mädchen ein Jahr mit der Kamera begleitet.
Der Film
Wie jeden Sommer sind Klara, Mina und Tanutscha im Prinzenbad. Die Mädchen bräunen sich, reden und starten erste Flirtversuche mit Jungen. Drei typische Teenager in einer Großstadt. Das ist die Ausgangslange, aus der Bettina Blümner den Film entwickelt.

Charakterisierung der drei Freundinnen

Klara

Wenn man die blonde, taffe Klara fragt, wie sie sich ihre Zukunft vorstellt, erhält man die Antwort, sie wolle entweder Pornostar oder Tierpflegerin werden. Klara lebt zusammen mit ihrer Mutter in einer Wohnung, doch die Beziehung der beiden gestaltet sich nicht immer einfach. Klaras Mutter ist sehr liberal, sie erlaubt ihrer Tochter fast alles. Die einzigen Prinzipien, die sie hat, sind "kein Heroin und keine Schwangerschaft". Klaras Mutter hat einen Freund, einen Psychologen, den Klara nicht leiden kann. Deshalb ist sie so oft wie möglich von zu Hause weg. Klara hat bereits einige Drogen wie Ecstasy ausprobiert, in einer Szene erzählt sie Mina davon.
Klara ist psychisch sehr auffällig. So leistet sie Sozialstunden in einem Café ab, weil sie einerseits ihrer Oma 2000 € gestohlen hat, andererseits aber auch, weil sie oftmals die Schule schwänzt. Deswegen ist Klara in einem Förderzentrum für Schwänzer/-innen untergebracht und versucht dort, ihren Abschluss zu machen.

Klara ist sehr aufgeschlossen und lebt ihre Sexualität aus. Daher kommt auch der Wunsch, Pornodarstellerin zu werden. Allerdings scheint sie das nicht ganz ernst zu meinen. Klara behauptet, später einmal bisexuell werden zu wollen, weil sie dann die doppelte Auswahl habe. Außerdem hatte sie schon 31 Beziehungen, wie sie stolz erzählt. Auch redet sie offen darüber, dass sie wieder "die Pille" nehme und dass sie gerne Tanutschas Vibrator hätte, weil ihre Freundin "den doch eh nicht hernimmt".
Zuwendung sucht Klara bei ihrem Freund. Er ist Türke und schon 24. Zusammen mit Tanutscha und dem Kumpel ihres Freundes gehen sie oft weg und rauchen Wasserpfeife. Klara sagt, dass sie lieber einen türkischen Freund habe, weil ihr die deutschen Jungs zu lasch seien ...

Tanutscha

Tanutscha ist Iranerin, hat einen kleinen Bruder und würde am liebsten nie wieder aus Kreuzberg wegziehen, obwohl sie auch schon negative Erfahrungen gemacht hat. Sie nennt dafür das Beispiel, schon manchmal Kriminellen begegnet zu sein.
Tanutscha muss zu Hause mithelfen und sehnt sich nach mehr Freiheit wie sie Klara bekommt. Tanutschas Mutter versteht nicht, wie es sein kann, dass man fünfzehnjährigen Mädchen erlauben kann, lange in die Nacht hinein wegzubleiben.
Tanutscha nimmt sich jedoch ihre Freiheit. Sie geht öfter mit Klara weg. Dann sitzen die beiden Mädchen in Bars oder auf Partys und trinken.
Tanutschas großes Ziel ist es dennoch, einen guten Realschulabschluss zu machen und danach eine gute Arbeit zu bekommen. In diesem Punkt unterscheidet sie sich von ihrer Freundin Klara.

Oft chattet Tanutscha mit Jungs oder telefoniert auch mit diesen. Sie ist nicht auf den Mund gefallen. Als ihr ein Junge dumm kommt, putzt sie ihn erst einmal herunter, indem sie ihn als ekligen, unrasierten Türken beschimpft und dann knallhart entgegenschleudert: "Ich komm aus Kreuzberg, du Muschi."

Mina

Mina ist wohl die Vernünftigste der drei Freundinnen. Sie steht mit beiden Beinen im Leben und ist laut Tanutscha die beste Schülerin der Klasse. Mina hat vor, ihren Realschulabschluss zu machen und danach einen guten Beruf zu ergreifen.

Mina ist Halbitalienerin und wächst in einer Patchworkfamilie auf, ihre Eltern besitzen ein Lebensmittelgeschäft. Sie hat einen Freund namens George, mit dem sie mittlerweile 10 Monate zusammen ist.
George eröffnet Mina, nach Südamerika gehen zu wollen, um ein Jahr Meeresbiologie zu erforschen.
Mina versteht das nicht. Sie kann sich ein Leben ohne ihren Freund nicht vorstellen und versucht, ihn zum Bleiben zu bewegen.
Doch er fliegt trotzdem. Wird die Entfernung die Liebe der beiden überstehen?
Mina versucht, ihren Freundinnen zu helfen, wo sie kann. Sie will Klara überzeugen, sich endlich für einen guten Beruf zu interessieren. Doch Klara hat keine Pläne außer "eine geile Wohnung". Deshalb scheitern Minas Versuche, mit Klara zu reden, als die beiden mit Tanutscha ein Bowling-Center besuchen.

Zu der Rezension

Den Film kann ich bewusst nicht chronologisch beschreiben, wie das bei einigen Spielfilmen, über die ich berichtet habe, der Fall ist. Der Film hat eigentlich keinen fortlaufenden Handlungsstrang, wie das bei Spielfilmen vorkommt, vielmehr handelt es sich um kleine Episoden aus dem Leben der drei Teenager und deren Umfeld.
Ich habe in vorhergehendem Text die Probleme und das Wesen der drei Hauptpersonen vorgestellt, welche Pläne sie haben und wie sie leben, auch was sie erleben. Ein chronologischer Bericht wäre hier weniger interessant.

DVD-Extras


1. Rap CD
2. Making Of
3. Outakes
4. Deleted Scenes
5. Prinzessinnenbad Impressionen


Besonders die Deleted Scenes sind sehr nett anzusehen, da man noch einmal mehr über die Mädchen erfährt, was im Kino so noch nicht zu sehen war.


Die CD

Zu dem eigentlichen Film dazu gibt es die Soundtrack-CD "Kreuzberg Rap". Dort finden sich einige Songs von Berliner Rappern, die Klara, Mina und Tanutscha auch privat hören.
Besonders herausgehoben werden aus dem Soundtrack sollte der Track "Berlin" von der Rapperin Lisi, die über ihre Heimatstadt rhymt."manchmal kann ich darüber lächeln manchmal wünscht ich auszubrechen aus Berlin, die Stadt wo meine Eltern ihre Kinder großziehn dachte dran zu gehen doch ich bin da geblieben hier bin ich aufgestanden und hier bleibe ich liegen gehöre nach Berlin und das ist für Berlin."

"Berlin" spiegelt genau die Gefühle der drei Mädchen wieder, denn auch Tanutscha, Mina und Klara sind sich sicher, sie wollen nie wieder aus Berlin weg. Tanutscha sagt sogar in einem späteren Interview: "Ich bin ein Kreuzberg-Junkie."

Preis

Bei Müller und Karstadt kostet die Doppel-DVD 19,99 € und ist daher eine eher teuere DVD. Das viele Bonusmaterial und die CD rechtfertigen aber den Preis. Außerdem wird "Prinzessinnenbad" in einem schönen Pappschuber geliefert.

Der Titel des Filmes

"Prinzessinnenbad" bezieht sich auf das Berliner "Prinzenbad", das Mina, Tanutscha und Klara zu Anfang des Filmes oft besuchen.

Klangqualität & Bildqualität

Da kann ich beides Mal nur eine glatte Eins geben.

Meine Meinung/Fazit

Wenn man die Statements der Mädchen (vor allem Klaras) so hört, denkt man sofort an "Berlin-Großstadt-Problemviertel". Das unterstreichen auch der viele Alkohol und die schnell gerauchten Zigaretten. Doch so illusionslos die Mädchen manchmal wirken, so sympathisch meistern sie ihren Alltag und sehen alles mit einem Lächeln. Deshalb wird man den Fernseher zwar nachdenklich, aber auch mit einem kleinen Schmunzeln auf den Lippen ausschalten.
Ich kann den Film nur empfehlen, wer das Genre Doku/Reality mag. "Prinzessinnenbad" ist zwar keine typische Doku, da keine Kommentare von Psychologen oder anderen Menschen außer den Darstellern das Ganze unterlegen. Aber jedenfalls ist der Film ein sehr gut gemachter Film über die Freundschaft, die erste Liebe und die Pubertät in einer Großstadt.
und wie es weitergeht ..."

Was mich ein wenig an dem Film stört, ist, dass er irgendwann aus ist, ohne dass man weiß, wie es dann letztendlich mit den drei Protagonistinnen weitergegangen ist. Doch diese Frage löse ich einmal auf, da ich anhand von Fernsehen, Zeitschriften und Internet Antworten auf meine Frage bekommen habe.
Minas hat ihren Realschulabschluss geschafft und will jetzt neben Englisch und Französisch noch Spanisch lernen und ein wenig in der Welt herumfahren.
Klara will ihren leiblichen Vater in Panama treffen und ein Café aufmachen.
Tanutscha hat ebenfalls ihren Abschluss gemacht und macht ein freiwilliges soziales Jahr in Kreuzberg.
Minas Freund George hat es ohne seine Freundin in Südamerika nicht ausgehalten und ist nach drei Monaten wieder nach Berlin zurückgeflogen. Minas und seine Beziehung ist stabil.

Ob es einen "Prinzessinnenbad" Teil 2 gibt, ist unklar. Klara sagt, dass sei zwar möglich, aber dieser Film wäre dann nur für die Freunde und Freundinnen der drei bestimmt.

Dieser Bericht erscheint auch bei ciao.de unter dem selben Namen!
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Hot_Rider
Hot_Rider, 24.02.2010
Liebe Grüße von Teresa und Markus. Ein Besuch bei unseren Berichten wäre cool. DANKE !
minasteini
minasteini, 24.02.2010
Herzlich Willkommen hier. Sh und lg von Marina. Freue mich über Gegenlesung.
tipsi3
tipsi3, 24.02.2010
Einen schönen Mittwoch wünsche ich dir !
Liebe Grüße tipsi3
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novemei

3 Mädchen, die denken sie wären die Welt.

ein Testbericht von 2009-03-16 15:18:09 vom 16.03.2009
Empfehlung: nein
Der Dokumentarfilm "Prinzessinnenbad" wurde 2007 gedreht.
Darin werden die 3 jungen Frauen: Klara, Mina und Tanutscha von einem Kamera Team begleitet.
Die Teenager leben in Berlin.
Der Trailer versprach sehr viel:
Das Leben der 3. Sie leben in Kreuzberg. haben dort Probleme, halten zusammen und die Freundschaft polarisiert.
Ich versprach mir sehr viel von diesem Film.
Ich mag es solche Filme anzuschauen.. Die einen Einblick in die Psyche der Menschen geben.
Aber ich wurde bitter enttäuscht. Nach einer halben Stunde bin ich im Kino fast eingeschlafen.
Mina, Klara und Tanutscha haben kein aufregendes Leben. Nein. Es ist eintönig, gespickt von Beleidigungen und dieser Film zeigt einzig und allein das Leben dreier Mädchen, die sich toller fühlen als sie sicherlich sind.
Die typische Großstadtpralerei kommt in diesem Film besonders gut zum Vorschein.
Es wird niemanden interessieren wie wo und wann einer der Mädchen Sex hatt oder wie viel sie trinken, wenn sie anrufen, wen sie beleidigen.
Wikrlich niemanden interessiert diese Geschichte.
Die Reportage ist langweilig udn eintönig. Man bekommt das Gefühl, es wurde ein tag gedreht und dieser tag immer wieder an den anderen rangehangen.
Natürlich gab es ein paar lustige Stellen aber größtenteils musste man sich an Zuschauer nur an den Kopf fassen. man konnte nicht anders. Was verleiht einen Menschen dazu so einen Film zu drehen und wie kommt es dazu, dass es solch ein Film in die Kinos schafft?
Dieser Dokumentarfilm war zu nichts gut. NIcht zum lachen, nicht zum weinen und am wenigsten hatte es eine Lehre oder konnte es eine Botschaft übermitteln.
Oder sollte die Botschaft etwa sein, dass unsere Jugend wirklich nur noch auf der Straße rumhängt, kein Bock auf Schule hat, die Eltern egal sind und man sich in der Welt durchboxen muss, weil es nicht mehr anders geht, weil alle so denken?
Meine Resonanz ist vernichtend: Dieser Film ist wirklich der schlechteste den ich je geguckt habe und jeder weiß doch sicher: auch ein Dokumentarfilm kann aufregend und vor allem interessant sein.
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:hilfreich
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Kommentare
MasterSirTobi
MasterSirTobi, 20.03.2009
Der Bericht gefällt mir wirklich gut. SH LG MasterSirTobi
frankensteins
frankensteins, 16.03.2009
danke für den Tipp, dann weiß Mann ja bescheid lg
Baby1
Baby1, 16.03.2009
.: :. Liebe Grüße Anita .: :.
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