Als damals unser Haus stand und es darum ging die Außenanlagen fertig zu stellen, haben wir lange überlegt, wie denn unser Zaun aussehen soll. Da wir ganz oben auf dem Berg wohnen sollte er recht hoch sein, um wenigstens etwas Windschutz zu haben. Ein Holzzaun kam da nicht in Frage, da kommt man sich ja vor wie im Gefängnis. Also war klar es wird ein lebender Zaun, aber was für eine Hecke sollte es sein?
Viele lassen sich eine Hecke aus Haselnusssträuchern wachsen, aber das war nicht sehr Sinnvoll, denn dann wenn sie vor Wind schützen soll hat sie keine Blätter mehr. Zur Wahl standen letztlich nur noch Liguster oder Thuja. Wir haben uns dann für eine Thuja-Hecke entschieden. Aber dennoch ist ein kleiner Teil eine Liguster-Hecke. Da die Hecke unsere Nachbarn schon stand, wäre es ja Blödsinn gewesen eine zweite daneben zu pflanzen.
Beschreibung:
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Der Ligustrum vulgare gehört zu den Ölbaumgewächsen. Er wächst als bis zu 5 Meter hoher Strauch. Die Blätter wachsen länglich und schmal an kurzen Stielen. Die weißen Blüten des Gemeinen Ligusters haben 4 Blütenblätter und stehen in dichten Rispen. Sie verströmen einen unangenehmen Geruch und erscheinen von Juni - Juli. Die kugeligen, glänzend schwarzen Beeren sind giftig. Die enthalten 2 violette Samen.
Name:
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Die Pflanze trägt auch den Namen Rainweide und Tintenbaum.
Die Bezeichnung Liguster kommt von dem lateinischen Wort ligare für binden, da man die Zweige früher als Flechtwerk verwendete.
Standort:
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Die Pflanze wächst an Waldrändern und Gebüschen, sie ist wärme- und kalkliebend. Am meisten bekannt ist der Gemeine Liguster als Gartenstrauch und Begrenzungshecke.
Giftigkeit und Symptome:
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Alle Pflanzenteile sind gering giftig. Eine kritische Dosis ist bisher nicht bekannt, bis zu 5 Beeren werden problemlos vertragen.
Es kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen kommen. Gelegentlich zeigen sich Kopfschmerzen, Krampfanfälle, schwere Magen-Darmreizungen und Kreislaufstörungen. In der älteren Literatur sind auch Todesfälle beschrieben. Nach heutigen Erfahrungen wird der Zusammenhang hier jedoch bezweifelt.
Verwendung:
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Die jungen, biegsamen Zweige werden zum Korbflechten verwendet. Aus den Früchten wurde einst Tinte hergestellt, die Rinde benutzte man zum Gelbfärben von Wolle. Die Blätter dienen zur Bereitung von Mundwasser bei chronischen Entzündungen von Mund und Hals. Das Ligusteröl ist ein altbewährtes Mittel, das z. B. bei Cellulite angewandt wird.
Fazit:
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Der Liguster ist zwar ein schöner Strauch, aber ich bin froh, dass wir uns für die Thuja-Hecke entschieden haben. Der Liguster treibt zwar im Frühjahr sehr stark aus und sollte dann auch gestutzt werden, aber danach ist er eher unansehnlich und kahl.
Als kleine Hecke stelle ich ihn mir jedoch recht schön vor, ähnlich dem Buchs, doch sobald er über 1,50 Meter hinauswächst ist die Pflege schon recht aufwendig und die kahlen Stellen (außer im Frühjahr) häufen sich.
Von mir deshalb ein kleiner Punkteabzug aber dennoch eine Empfehlung, da es ja immer noch Geschmackssache ist, welche Hecke man sich pflanzt.
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