Dubai Testbericht
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Erfahrungsbericht von tuimama
Let's shop...
Pro:
man bekommt alles was man will in so gut wie allen Variationen - Verwöhnstätte pur, wenn man genug Geld dabei hat
Kontra:
kann das Konto das Leben kosten.....
Empfehlung:
Ja
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Sharm El Sheikh – Kairo – DUBAI – Kairo – Sharm El Sheikh
Das war die Tour, die ich vom 23.09. bis 02.10.04 gemacht habe.
Ich habe meine Schwester besucht, die auch nicht mehr in deutschen Landen weilt, sondern sich von ihrer Firma für das Projekt der Flughafenerweiterung nach Dubai hat versetzen lassen. Sehr praktisch! So sehe ich mehr von der Welt auf günstige Art und Weise, denn natürlich habe ich bei ihr im Appartment gewohnt – womit die Übernachtungsfrage schon mal geklärt wäre – ich musste nicht teures Geld für einen der Luxusbunker dort hinblättern. Bei den ganzen Luxus-Schuppen in Dubai wäre der Urlaub wahrscheinlich sonst ein recht teurer geworden...
Mein Flug ging mit Egypt Air – absolut nicht meine Favorits aber liess sich leider nicht anders einrichten. Egypt Air gibt einem leider wirklich nicht das Gefühl von Sicherheit und absolut nicht den normalen gewohnten Komfort, den man auf Flügen so erwartet – es ist schmutzig und schmuddelig in der Kabine – das Personal ist nur bedingt freundlich und wirkt eher genervt, wenn man etwas anderes als nur den gerade servierten Saft möchte – es wird gar überhaupt nicht auf die Bitten reagiert ausser mit einem aufgesetzt gelächelten „OK“ – das Essen ist unter aller Sau (trocken, geschmacklos und wirkt alt), ich habe mir jedesmal noch zwei Brötchen und Käse bringen lassen und die verputzt... blieb aber trotzdem hungrig – es gibt zwar einen Film auf dem Flug, aber leider ist das ein alter ägyptischer Film auf arabisch mit englischem Untertitel (naja, aber da bin ich halt in der Minderheit gewesen...). Aber ich bin jeweils gut gelandet und das ist die Hauptsache!
Von Kairo fliegt man etwa dreieinhalb Stunden bis Dubai. Quer über den Sinai, dann Saudi Arabien und runter zu den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dubai ist eines der sieben kleinen Emirate, die sich zusammen geschlossen haben. Dazu gehören noch Abu Dhabi, Sharja, Umm Al-Qaiwain, Fujairah, Ajman und Ras Al-Khaimah.
Das Klima dort ist nicht nur sehr heiss, sondern hat auch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit – was einem den Schweiss nur so runter laufen lässt...
Aber zum Glück ist ja alles und überall klimatisiert...
Aber aufgepasst – eben weil alles klimatisiert ist kommt man wiederum leicht ins frieren – ich habe leider nicht daran gedacht und mir in jeder Mall und jedem Restaurant den Hintern abgefroren, weil es wirklich richtig kühl drinnen ist. Zum ersten erfrischen ist es ja schön, aber für länger.. Also nicht vergessen eine leichte Bluse oder sowas zum drüberziehen mitzunehmen!! Hier in Sharm el Sheikh ist es auch heiss, aber immer noch etwa 5°C „kühler“ als in Dubai – dort sind es jetzt noch über 40°C.
KURZE FAKTEN
Dubai an sich ist eine riesige City die in enormen Ausmassen die Wüstenküste überzieht. Es ist neben Abu Dhabi das reichste Emirat und wohl mit die reichste Stadt der Welt. Und auch die grösste Baustelle der Welt... auf jedem freien Fitzelchen wird gebaut was das Zeug hält. Selbst inzwischen unter Wasser!
Die berühmtesten Baustelle Dubais: Palm I + II, The World
(alles künstliche Inselgruppen direkt vor der Küste Dubais, die mit abgepumptem und „behandeltem“ Meeressand (verdichtet, etc) aufgeschüttet werden)
Die Inseln, sowie die Appartments und Villen sind bereits verkauft – wohin auch sonst mit dem Geld?? ;-)
Vom Burj Al Arab aus oben im 27.Stockwerk hat man einen wunderbaren Ausblick auf Palm I und The World, bzw das was es bisher davon gibt. Aber dazu nachher ein klein wenig mehr, denn den Besuch haben wir uns natürlich auch nicht nehmen lassen.
Dubai ist 3200 km² gross und hat etwa 695.000 Einwohner, von denen die meisten direkt in der Stadt Dubai wohnen (wo ich mich auch aufgehalten habe). Es hat einen grossen Handelshafen, fördert kräftig Erdöl (auch daher der Reichtum), ist ein Tourismuszentrum mit vielen vor allem luxuriösen Hotels, hat einen internationalen Flugplatz, ist Handelszentrum und einer der grössten Gold-Umschlagplätze der Welt. Dubai ist das wirtschaftliche Zentrum der Emirate.
Touristen lieben Dubai vor allem wegen des Shopping – viele fliegen nur deshalb dahin (ich war erstmal wegen meiner Schwester da, aber natürlich auch zum Leidwesen meines Kontos). Es wird in einer endlosen Anzahl von Shoppingmalls alles angeboten was das Herz begehrt. Es gibt die richtig teuren Malls, wo nur Gucci, D&G, etc zuhause sind, es gibt das Gegenteil (die Karama Mall) wo nur die Fakes zuhause sind und ab und zu wenn man Glück hat findet man eine Mall, wo auch Geschäfte drin sind, in denen „Otto-Normal-Verbraucher“ etwas zu annehmbaren Preisen findet. Diese Malls muss man aber wirklich suchen. Auf der Strasse gibt es hier und da auch Geschäfte, über die ich aber nicht sehr viel sagen kann, da ich mich zum shoppen immer in Malls aufgehalten habe und das nimmt richtig viel Zeit in Anspruch. Die Malls gehen über mehrere Etagen und wie mir immer schien auch über mehrere Kilometer – zum Verlaufen und nie wieder rauskommen bestens geeignet.
Eine Mall mit annehmbaren Preisen (dort ist auch ein super Friseur und Maniküreladen drin) ist die Lamzy-Mall. Empfehlenswert zum Shoppen und auch zum Essen, denn auf dem Foodcourt, der sich in jeder Mall befindet (Ansammlung von Schnellfresstation aller Art – von Indisch über McDoof bis Libanesisch oder Asiatisch alles da), gibt es super Essen zu kleinen Preisen (ein lecker-schmecker Gericht beim Thai zum richtig satt werden mit Getränk für umgerechnet etwa 4,00Euro).
Ein sehr positiver Aspekt von Dubai ist, dass die Kriminalitätsrate fast Null ist. Drücke einer Person auf der Strasse deine Handtasche in die Hand und sie / er trägt sie am Ende noch hinterher anstatt damit wegzulaufen. Man kann sich Tag und Nacht völlig frei überall bewegen.
Selbst die Mischung der Nationalitäten bringt eher eine schöne Atmosphäre anstatt Diskrepanzen. Einzig nervig sind die Inder – denn europäische Frauen sind schon ein besonderer Anblick (besonders wenn man ein paar Piercings im Gesicht hat wie meine Schwester...) und sie starren einen ganz unverhohlen die ganze Zeit über an. Dem entkommt man nicht, man muss es hinnehmen. Wenn einer allerdings zu nahe kommt kann man ihn mit einfachen bestimmten Worten des Weges verweisen und sie verdrücken sich auch sogleich. Angequatscht wird man selten – das ist sehr angenehm.
So, nun mal zu dem was ich da so erlebt / gesehen habe und was es dazu zu berichten gibt.
TAG 01: Ankunft Dubai – nach der Tour über Kairo bin ich wirklich geschafft und die ewige Lauferei über den Flughafen passt mir gar nicht. Man muss erstmal so etwa einige Kilometer hinter sich bringen, bevor man beim Gepäckband ankommt. Zum Glück gibt’s unterwegs diese Rollbänder, auf denen man schnelleren Schrittes voran kommt. Gepäck ist noch nicht da, also nochmal schnell in den kleinen Duty Free an der Ecke und ein bischen was alkiges zum trinken gekauft, denn in Dubai gibt’s dann ja nix der Art zu kaufen. Dann schnell alles durchleuchten lassen und raus... und wuuuummmm haut mir die Hitze erstmal ins Gesicht. Ich bin ja Hitze gewöhnt, aber dort ist es so feucht-heiss, dass das noch mal eine andere Dimension ergibt. Ich bin froh im klimatisierten Wagen zu sitzen.
Das Appartment meiner Schwester ist in einem der zahllosen Appartmentblocks, die Seite an Seite in Dubai stehen untergebracht. Ihrer heisst Premiere Appartments. Nette kleine Wohnung mit kleinem Wohn- / Esszimmer, Küche (mit allem drin was man braucht, sogar einer kombinierten Wasch-Trockner-Maschine), einem kleinen Schlafzimmer und aber ZWEI Bädern! Ja, auch der Gast soll sein eigenes Klo haben!
Ich freue mich nach dem ewigen Buffetessen richtig auf’s kochen und lasse meine Schwester die nächsten Tage nicht mehr an den Herd ;-))
Am Abend machen wir ein bischen City-Cruising und ich schaue mir einfach mal die City aus dem Autofenster an. Schon beeindruckend! Die Skyline ist nicht schlecht – vor allem nachts mit all der Beleuchtung!
TAG 02: Nachdem wir ausgeschlafen und schööön gefrühstückt haben geht’s los zur ersten Tour durch verschieden Shoppingmalls – aber es wird noch kein shopping stattfinden, wir landen in den teuren Malls.... Es ist saukalt in diesen Malls – ich frier mir den Arsch ab! Zum aufwärmen dient ein leckerer Kaffee aus dem Starbuck’s, die gibt’s hier überall, in jeder Mall. Tja und welchen der endlos vielen Kaffees will ich nun? Das überfordert das Wüstenkind ja schon... Hier gibt’s ja nicht viel zum aussuchen... Erschöpft von den Malls geht’s schon wieder in Richtung Heim (freu mich schon auf’s kochen..). Am Abend machen wir aber noch einen Abstecher zum Carrefour, denn es muss noch was zum futtern her. Selbst die Supermärkte sind fast nur in Überdimensionalität vorhanden (Carrefour, Spinney’s und Choithram). Und krieg ich den Supermarktschock – es gibt hier doch tatsächlich mehr als fünf verschiedene Sorten Milch, einfach nur Milch – ohne besonderen Geschmack – na muss man genau schauen, dass man nicht die falsche erwischt. Bei uns hier gibt’s ja nur normale Milch und grad mal noch halbfett.. OK, ich bin überwältigt von der Auswahl und will am liebsten alles auf einmal kaufen. Aber Schwesterlein kennt sich ja schon aus und hält mich zurück – zum Glück. Was auch auffällt ist, dass es überall besondere Angebote gibt in den Supermärkten: Kauf zwei, nimm vier! Kauf fünf Pakete Chips und du bekommst eine Glasschale geschenkt. Etc. etc... das verleitet ja schon wieder zum zulangen – wie gemein!
TAG 03: Pool- und Faulenztag, man sollte ja eigentlich die Tage in Dubai nicht einfach so verstreichen lassen, aber ich brauche einfach mal etwas Ruhe und muss mal ausspannen! Oben auf dem Dach gibt es einen Pool – also eigentlich ist es ein kleines seeehr warmes Planschbecken mit hohen Mauern aussenrum und zwei Liegestühlen dabei. Aber eine super Aussicht hat man von hier über Dubai! Danach ziehen wir uns ein paar DVDs rein (kann man hier sehr schön billig kaufen – als VCD gebrannt unter der Hand – aber das hat jetzt keiner gelesen..).
TAG 04: Jetzt kommt die aktive Zeit!! Besichtigungen sind angesagt – aber nur ein paar.. Heute gehen wir in den Zoo und ins Dubai Museum.
Als erstes der ZOO.
Vormittags um etwa 11.00h (oder etwas früher? Zeitgefühl im Urlaub ist ja gleich Null...) treffen wir am Zoo ein – es ist brüüüütend heiss! Aber nichtsdestotrotz – es wird ja wohl ein bischen Schatten geben in diesem Zoo. Wir können schon die ersten Gehege ausmachen von aussen. Der Eintrittspreis ist so spottbillig, dass er eigentlich fast nicht existiert: 2,00dhr pro Erwachsenen (das sind etwa 44 Cent!) – na da gehen wir doch gleich ein paar Mal hintereinander in den Zoo für diesen Preis. Aber bei der Hitze???
Also los.
Als erstes sehen wir nach dem Eingang vor uns eine winzige Ecke mit einer kleinen Wasserpfütze (als mehr kann man das bischen Wasser nicht bezeichnen) mit etwa 15 Flamingos. Es sind bestimmt nicht mehr als 40qm auf denen sich all diese schönen Vögel aufhalten können – eine Schande! Bemerkenswert ist, dass die Flamingos in Dubai ihre Beinhaltung anders einnehmen als „herkömmliche“ Flamingos der restlichen Welt – man gehört hier schliesslich zum JetSet! Das Bein ist nicht einfach angezogen unter dem Bauch – nein man hält es graziös und elegant nach hinten angewinkelt in der Luft! Wirkt ja auch gleich viel feiner....
Wir wenden uns nach rechts um unseren Weg fortzusetzen und stellen fest, dass sich ausser einem Haufen Zoowärter fast kein Mensch im Zoo befindet. Mag es an der Mittagshitze liegen? Oder an den Zuständen, die hier herrschen? Die Käfige sind sämtlich extrem klein, sodass ich schon mit dem Gedanken spiele eine Tierschutzorganisation anzurufen und sie zu einer SOS-Rettungsaktion für die armen Tiere zu rufen! Aber die Käfige sind nicht nur klein, sondern teilweise auch so gebaut, dass kaum Luftzirkulation möglich ist und die Tiere sich ja praktisch das Fell oder die Federn abschwitzen müssen. Neben einigen Käfigen sind monströse Ventilatoren (wahrscheinlich aus dem vorletzten Jahrhundert stammend) aufgestellt, die Luftzug zur Erfrischung bringen sollen, aber in erster Linie bringen sie einen Höllenlärm, von dem die Tiere wahrscheinlich schon längst einen Dachschaden davongetragen haben. Ich kann es kaum fassen was für Zustände das hier sind! Der Tiger tigert auf drei Metern hin und her und kann sich sonst kaum bewegen. Ebenso die Giraffen, die ein zwar freies Gehege haben, dafür aber nicht nennenswert grösser als die anderen – obwohl sie ja wesentlich grössere Tiere sind. Alles auf kleinstem Raum, teilweise auch mehrere Tierarten zusammen in einem Käfig. An sich ja nicht schlimm – wäre genügend Platz vorhanden.
Der Zoo ist insgesamt klein, eng, stinkig, stickig und heiss ohne Luftzirkulation. Eine Katastrophe für die Tiere!! Da denke ich mir, wie wollen sie mit einem so bemerkenswert günstigen Eintritt auch alles auf Vordermann halten? Es wird augenscheinlich nicht viel für die Tiere getan. Eine Löwin kratzt nach Wasser suchend in dem Betonloch herum, wo normaler Weise wohl Wasser drin sein sollte – da ist aber nur trockenes Laub und Dreck.....
Dubai ist grandios, aber der Zoo ist eine Schande!!!!!
Danach besuchen wir noch (mehr zur Erfrischung von der abartigen Hitze als zum Shoppen) die MERCATO MALL in der Nähe. Es ist die schönste Mall, die ich in Dubai gesehen habe – sie ist im alten italienischen Stil gebaut, mit schönen Farben und Fassaden. Innen sind überall Modelle von Leonardo da Vinci’s Erfindungen ausgestellt mit Erklärungen dazu was es sein sollte. Sehr interessant, da lohnt sich der Rundgang gleich noch viel mehr! Und es ist soooo schön küüühl!!! Pause beim Starbucks und eine leckere kalte Eisschokolade mit viiiiel Sahne und Schokososse drauf!
Wir sind genug erfrischt und fit für neue Besichtigungen – also weiter zum DUBAI MUSEUM.
Es liegt mitten in der Stadt und ist per Wegweise ganz gut zu finden – wenn man die Wegweiser erst gefunden hat ;-)
Das Museum ist untergebracht in einer alten Festung. Darin sind oberirdisch verschiedene kleine Räume nachgebaut, wie man hier vor hunderten von Jahren in „Basthütten“ gelebt hat, es stehen zwei alte Boote dort und Kanonen und man kann sich einige Geschichtstafeln dazu ansehen.
Dann gehen wir ins unterirdische Reich des Museums – hier wird es richtig interessant! Es wird dunkel und man befindet sich in einer Kulisse des Lebens von verschiedenen Jahren. Z.B. ein Souk von 1950 ist nachgestellt, ein Goldarbeiter, Töpfer, Korbmacher, etc. alles mit Geräuschen hinterlegt, sodass man wirklich das Gefühl hat man wäre auf dem Markt. In manchen Ecken werden im Hintergrund auch die Arbeiter durch Filmprojektionen in ihrem Verkaufsstand gezeigt – sehr gut gemacht, sie sitzen hinter ihren Waren und arbeiten. Danach geht der Boden in Sand über und man kommt in einen Bereich wo das Leben in der Wüste dargestellt wird. Es werden Tiere gezeigt, die dort leben und auch die Beduinen. Die alten traditionellen Trachten sind ausgestellt – sehen toll aus, bis auf die Gesichtsverdeckung aus Metall für die Frauen, das ist noch schlimmer als der Schleier! Es steht sogar ein grosses Kamel (nein, hat ja nur einen Höcker, also Dromedar) dort. Dieser ganze Bereich gefällt mir besonders gut, weil es nicht trockenes Museum ist, sondern man einen Hauch von dem Leben damals vor sich sehen kann. Es ist sozusagen „Museum zum nachfühlen“. Dann gibt es dort noch einen Raum, in dem Dubai in seiner Entwicklung gezeigt wird von Anfang 1900 bis heute. Der Raum ist stockfinster und nur durch diese Projektion beleuchtet. Toll gemacht!
Danach kommt der Bereich Museum, der mich nicht wirklich packen kann, denn diese Ansammlungen von zerbrochenen Krügen und Schmuckstücken und Waffen und dies und das ist doch ziemlich ... puuuuhhhhh..... lahm! Es gibt natürlich schöne Stücke dabei, aber ich ziehe lebendiges Museum vor! Und das hat es ja auch in fast dem ganzen Museum gegeben.
Das DUBAI MUSEUM ist also auf jeden Fall für einen Besuch empfehlenswert! Vor allem kostet es auch wieder nur den Spottpreis von 3,00dhr pro Erwachsenen, also knappe 70 Cent.
So, für heute sind wir erledigt und zu keinen Besichtigungstouren mehr bereit! Ab nach Hause auf die Couch und einfach nur ablegen und nix tun!
TAG 05: Also nach so viel Anstrengung muss man unbedingt einen Tag Pause am Strand machen. Es gibt sehr schöne Strände in Dubai – feiner Sand, Palmen, klares flaches Meer zum baden... Mit der erfrischenden Wassertemperatur von immerhin etwa 35°C!! Bääähhhh, was ne Pissbrühe! Aber egal, rein ins Wasser und den wenigen kleinen Fischen ausgewichen, die da an meinem Fuss knabbern wollen. Raus aus dem Wasser und rüber zur Dusche – ich hoffe auf Erfrischung – aber neeeeeein, das genaue Gegenteil strömt auf mich herab – Wasser von bestimmt bald 40°C, super aufgeheizt in den Röhren unter dem Sand.
Eine Plastikliege mieten wir uns nicht – dafür wollen sie laut meiner Schwester stolze 20,00dhr haben – braucht kein Mensch, wir haben eine Bastmatte mit 2m x 2m! Da liegen wir lieber gemütlich auf dem Sand. Da liegen wir und lesen – aber was ist das? Es fängt an auf meinen Beinen zu krabbeln und auch auf meinen Händen und über die Seiten vom Buch krabbelt was.... Aaaameisen!! Och neeee, auf die hab ich ja gar keinen Bock! Dieses blöde kleine Viehzeugs. Meine Schwester stört das nicht die Bohne. Aber mich! Deshalb raffe ich mich alle zwei Minuten hoch, schüttele mein Handtuch aus und klopfe diese Mistviecher von mir runter. Ist irgendwie auch nervig auf die Dauer – vor allem für meine Schwester – keine ruhige Minute am Strand!
Wir waren dort am JUMEIRAH BEACH CLUB. Man zahlt (wenn ich mich recht erinnere) 5,00dhr Eintritt und kann den ganzen Tag da bleiben – länger als drei Stunden haben wir es aber nicht ausgehalten und sehnten uns nach einer kühlen Dusche!
Es gibt nebenan noch den Ladies Club, wo nur Frauen rein dürfen. Wir sind zwar zwei Ladies, aber zwischen verschleierten vollbekleideten Frauen ins Wasser zu steigen ist dann doch nicht so unser Ding.
Am Abend gibt es dann lecker schmecker Essen beim THAILÄNDER IM DUSIT HOTEL – mitten in der Stadt. Mal wieder ein Restaurant ganz oben im „Turm“ – 24.Stock, tolle Aussicht, wenn die Jalousien nicht wären. Das Restaurant ist sehr gemütlich eingerichtet. Es herrscht eine sehr ruhige Atmosphäre zum Wohlfühlen. Natürlich spielt asiatische Musik, nicht ganz mein Geschmack, aber ohne wär’s auch nix.
Die Karte ist gross und ich weiss gar nicht was ich nun essen soll. Am Ende nehme ich eine Suppe (hätte etwas mehr Würze nötig gehabt) und Rindfleisch mit Erdnussauce. Seeehr lecker! Meine Schwester hat Hähnchen mit Kokosnussmilch. Auch genial! Die Preise liegen in der gehobeneren Klasse, aber es lohnt sich!
TAG 06: Es ist mal wieder Zeit zum Shoppen. Vor zwei Tagen hatten wir per Zufall auf dem Rückweg einige Malls gefunden, die nur PC-Technik und Handykram anbieten. Leider waren da gerade fast alle Shops zu, aber ich hatte bereits ein Schnäppchen erstanden – einen USB Memorystick mit 1GB für gerade mal 80,00€. Wenn das mal kein guter Griff ist! Also habe ich beschlossen, dass wir hier nochmal her müssen, weil ich noch nach externen Festplatten im Kleinformat Ausschau halte. Diesmal kommen wir noch in eine andere Mall gegenüber. Eigentlich nur durch Zufall, weil meine Schwester nebenan Geld geholt hat und wir dann eigentlich wegen Schuhen in diese Mall rein sind. Und dort habe ich dann den nächsten Schnäppchengriff getan: Lautsprecher für meinen Laptop für 15,00€ und zwei wirklich Miniaturfestplatten mit 80GB für je etwa 165,00€. Es sind die kleinsten externen Festplatten die mir je untergekommen sind. Fast so flach wie eine Tafel Milka, in der Länge kürzer und aber ungefähr so breit. Also zwei eingepackt für eine Freundin und mich. Während ich da so mir die Sachen zeigen lasse geht der Verkäufer mit jedem Teil, dass er mir zeigt von alleine immer weiter mit dem Preis runter und am Ende zahle ich insgesamt etwa 200,00dhr weniger als ursprünglich ausgeschrieben.
Abends geht’s ins Kino – das muss sein, hab ja hier unten nie die Möglichkeit. Wir haben „The Terminal“ angeschaut (umringt von lauter Scheichs ..hihi) – klasse Film, wäre auch einen Bericht wert!
TAG 07: Unser WELLNESSTAG im Spa des MARINA BEACH RESORT. Seehr schön! Aaaaach, welch Entspannung erwartet mich. Wir warten auf unsere „Wellnesseurinnen“ und plötzlich geht vor uns eine „Schranktür“ auf und ich werde herein gebeten. Mein Programm findet im Schrank statt?? ;-) Zum Glück entdecke ich sofort, dass sich dahinter ein Behandlungsraum mit angrenzendem Badezimmer befindet.
Zuerst darf ich mich in einem Seegrasbad entspannen. Dazu schaltet mir die liebe Chinesin den „Whirlpool“ in der Wanne ein. Leider ist die Wanne selbst für mich mit meinen 1,70m ein ganzes Stück zu kurz und ich fühle mit meiner Schwester, die knapp 1,80m gross ist... Also drehe und wende ich mich, lasse mehr Wasser ein, aber es langt einfach nicht. Der „Whirlpool“ besteht aus Wasserbläsen an den Seiten, die nach einer Weile ein unangenehmes Jucken an den Stellen hervorrufen, wo sie auf den Körper treffen. Also stelle ich es ab und geniesse das Seegrasbad in Ruhe.
Dann werde ich zum Körperpeeling gerufen und schön abgebürstet und mit Peelingcreme massiert. Das tut schon mal sehr gut. Kann von mir aus länger dauern... Aber meine Ganzkörpermassage kommt ja noch! *freu* Als nächstes werde ich mit Algenpampe eingecremt und in Plastikfolie gepackt. Das fühlt sich glitschig an, aber soll ja so gut sein für die Haut und das Bindegewebe und gegen Cellulite und überhaupt – also her damit!!
Das Ganze hat jetzt schon ziemlich lang gedauert und wir gehen erstmal „entspannen“ zum Mittagessen. Dort dürfen wir uns mit Suppe, Salat und Nachspeisen bedienen. Man will den Tag ja eh gesund verbringen also ran ans Salatbuffet. Berauschend ist es aber leider nicht. Aber ich werde satt. Dann haben wir noch etwas Zeit und verbringen diese in der Lobbybar mit einem Espresso und spielen Snake über Bluetooth – damit kann man prächtig Zeit tot schlagen :-)
Und schon ist es Zeit und es geht wieder zurück in den Schrank. Es folgt die Ganzkörpermassage... Ein Traum, die Lady hat wirklich kräftige Hände und packt auch kräftig zu. Bei den Schultern war es schon fast ein wenig zu kräftig, aber es war noch kurz vor der Grenze. Für den Rest des Körpers war es genau richtig. Danach bin ich einge-Seegrast-Gealgt-Gemassageölt und fühle mich wunderbar gepflegt und entspannt.
Der Tag hat sich gelohnt! Und er war auch in gewisser Hinsicht eine Vorbereitung auf morgen, denn wir wollen ja frisch und gepflegt im Burj Al Arab erscheinen!!
Leider konnte ich nichts von dieser Algenpampe kaufen, ich würde mich ja gerne mal zuhause in Algen und Folie packen – weiss zufällig jemand wo man das bekommen kann?? Nehme Hinweise gerne entgegen! ;-)
Am Abend will ich noch etwas von Dubai sehen und meine Schwester meint eine Tour auf dem DUBAI CREEK muss man unbedingt mal gemacht haben. Da kann man sich schön alles was da so am Creek steht vom Boot aus ansehen. Aber wir fahren ja nicht wirklich mit einem Boot wie man sich das so vorstellt, sondern mit einem der vielen Abras – den Wassertaxis in Dubai. Man sitzt dort nicht in dem Sinne im Boot drin, sondern eher auf dem Boot drauf. Es gibt keine Sitze, sondern nur eine Erhöhung in der Mitte von etwa 50cm auf die man sich setzt. Geländer oder sowas am Rand? Nö, wer braucht schon sowas? Einfach schön ruhig in der Mitte sitzen bleiben, dann fällt man auch nicht runter... Zum Glück ist heute abend kein Wellengang!! Wir fahren für eine halbe Stunde eine Richtung des Creeks rauf und runter. Sieht toll aus, die ganzen Hochhäuser am Ufer, alle unterschiedlich beleuchtet. Und in der Nähe der Abra-Station ist ein grosser Souk. Der sieht vom Wasser aus auch super aus – gibt einem das Gefühl, dass man an einer Altstadt vorbei fährt. Den Souk besuchen wir nicht, davon hab ich schon so viele gesehen – nicht noch einen! Es ist auch eher lästig als lustig durch den Souk zu gehen, denn man wird auf Schritt und Tritt angequatscht und festgehalten.
TAG 08: Noch ein bischen Pflege für Hände und Füsse und dann geht’s zum einzigen Sieben-Sterne-Hotel auf Erden!
Vormittags haben wir einen Termin in der LAMZY-MALL zur Maniküre und Pediküre. Ich sitze bequem in einem Sessel und werde von zwei Asiatinnen gleichzeitig bearbeitet. Hände und Füsse in einem Durchgang. Die beiden arbeiten schnell und sehr professionell. Mein Kaffee neben mir wird zwar langsam kalt, aber was tut man nicht alles für schöne Hände... Dafür sehe ich danach leicht vergoldet aus und fühle mich richtig gut! Und für den schlappen Preis von 90,00dhr (20,00€) insgesamt kann man nicht meckern. Beides ist sehr gut geworden und ich kann diesen Laden auf jeden Fall empfehlen. Dort gibt es nicht nur Maniküre und Pediküre, sondern auch einen Friseursalon und Gesichtspflege mit dabei. Und ich habe eine Entdeckung gemacht, die der ein oder anderen Frau auch hilfreich wäre – es gibt ein Mittelchen gegen eingewachsene Haare, nach dem Epilieren / Rasieren ist das sehr hilfreich. Die Engländerin, die neben mir sass hat die gute Wirkung bestätigt und „Ingrow go“ wärmstens empfohlen. Ich hab zwei Flaschen mitgenommen und werde es demnächst bei Bedarf testen.
So, nachdem wir jetzt frisch manikürt sind geht’s schnell noch was essen auf dem Foodcourt. Wir landen wieder bei einem Thai (diesmal nehme ich Hühnchen mit Kokosnussmilch, das war so lecker) und sind wieder pappsatt und komplett zufrieden.
Jetzt schnell heim, umziehen und stylen, denn wir wollen ja ins BURJ AL ARAB!!
Man kann als Ausserhausbesucher im Burj Al Arab den „Afternoon Tea“ buchen. Einmal im „Al Muntaha“ im 27.Stock und dann noch im „Al Iwan“ im 4.Stockwerk. Natürlich buchen wir das „Al Munatah“ – Ausblick über ganz Dubai inklusive.
Für den Besuch im Burj Al Arab gibt es einige Kleidungsvorschriften (keine Jeans, T-Shirts, kurze Hosen, für Männer nur geschlossene Schuhe, etc) und es wurde uns gesagt, dass man nur am Eingang direkt fotografieren darf – sonst nirgends. Es zeigt sich aber, dass überall fotografiert wird und wir somit nicht auffallen. Wir fotografieren wo wir wollen und keiner sagt was.
Das Restaurant liegt 200m weit über dem Meer und ist in einer Art „Balken“ ganz oben am Gebäude untergebracht. An drei Seiten sind Panoramaglasfronten angebracht, sodass man alles überblicken kann. Die grösste Front geht direkt auf’s Meer. Das Restaurant ist sehr bunt eingerichtet und neigt zum 70er Jahre Stil mit seiner bunten gewellten Decke. Der Ausblick von oben bietet einen super Blick über Dubai, sowie auch auf Palm I, das direkt links neben dem Burj Al Arab ins Wasser gebaut wurde (momentan werden die Gebäude, etc auf die Inseln gebaut) und auf der rechten Seite auf die Aufschüttarbeiten an „The World“ der neuesten Inselgruppe vor Dubai.
Nach oben kommt man mit „normalen“ Aufzügen oder mit dem Expressaufzug! Der Expressaufzug ist ein Panoramaaufzug mit Fensterfront. Eigentlich ja ein Genuss mit Ausblick nach oben zu fahren, aber wie gesagt „Express“! Er düst mit 6,00m pro Sekunde in die Höhe und da muss man seinen Magen doch gut festhalten. Aber hoch geht ja noch.... fahrt mal damit runter!!! Daaas bringt den Magen erst recht in Wallungen .
Der Afternoon Tea kostet je nach Menu 165dhr oder aber über 200dhr. Wir nehmen das Menu für 165dhr, langt in der Auswahl vollkommen und schont unseren Geldbeutel ein wenig! Darin enthalten sind Tee oder Kaffee so viel man möchte, Fingersandwiches (sehr lecker mmmh), Marmorkuchen und Englischer Früchtekuchen (mag ich nicht, bleibt liegen), hauseigene Kuchen (fetter Schokokuchen – schöööön) und Scones mit einer Auswahl von Konfitüre und Sahne (Scones sind sowas ähnliches wie Muffins, für diejenigen, die sich wie ich erstmal nichts darunter vorstellen können). Der Preis von etwa 35,00€ erscheint erstmal luxuriös, aber dem Hausstandard und dem was man geboten bekommt ist er angemessen!
Wir geniessen also mit einigen anderen Touris den Afternoon Tea, schiessen einige Fotos zum Beweis, auch runter zum Palm Island und dann ist es schon wieder Zeit und wir müssen gehen.
Das Burj Al Arab hat nicht wirklich den Erwartungen entsprochen, die ich mir gemacht habe, aber der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Den letzten Abend verbringe ich gemütlich schwätzend und Weintrinkend mit meiner Schwester zuhause. Wir lesen wie die Leseratten und geniessen einfach die Zeit!
TAG 09: ist mein Rückflugtag – leider!! Ich hätte gerne noch länger die Vorzüge dieser Stadt genossen, aber meinem Geldbeutel zu liebe ist es in Ordnung, dass ich wieder gehen muss. Morgens nochmal schön ausschlafen, schön frühstücken und dann ab zum Flugi.
Es haben mir so viele vom wahnsinnig tollen Duty Free in Dubai vorgeschwärmt – aber wo ich da bin frage ich mich warum??? Der in Istanbul z.B. ist wesentlich grösser. Schick ist er natürlich schon, aber zum Shoppen gibt es nicht viele Geschäfte.
Nunja, macht nichts – hab ja schon genug geshoppt.
FAZIT
Dubai ist eine tolle Stadt zum Shoppen und luxuriös Zeit geniessen – als Ausflugsziel ist nicht viel zu sehen. Aber es lässt sich gut dort leben.
Ich kann jedem eine Reise nach Dubai empfehlen, allein um diese überwältigende Überdimensionalität zu erleben und zu sehen was man alles bauen kann, wenn man nur das Geld dazu hat. Ich hoffe ich kann wieder nach Dubai und meine Schwester besuchen und noch mehr von der Stadt erleben.
Silke@Yopi und anderen Meinungsportalen (unter gleichem Usernamen)
32 Bewertungen, 5 Kommentare
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29.03.2007, 01:26 Uhr von christianpirker
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht!
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30.01.2005, 13:59 Uhr von Lisolotto
Bewertung: sehr hilfreichDas macht Spass zu lesen,kann ich mir alles auch super vorstellen
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13.10.2004, 01:37 Uhr von Overknees
Bewertung: sehr hilfreichDas hat doch auch mal Spass gemacht... die meisten Reiseberichte sind doch eher kurz und flach. Im BURJ AL ARAB habe ich mal zwei Nächte verbringen dürfen, Gottseidank nicht auf meine Kosten. Pomp at it's best... aber mein eigenes Geld be
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11.10.2004, 10:05 Uhr von redwomen
Bewertung: sehr hilfreichda könnte man (Frau) jetzt glatt neidisch werden. Meine Trauzeugin war damals in ihrem Urlaub für einen "Stippbesuch" auch zwei Tage in Dubai und auch sie hat mir im Grunde genommen nur positives davon berichtet. -mit vielleicht ein paa
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11.10.2004, 02:16 Uhr von nintscha
Bewertung: sehr hilfreichWow...das hört sich ja wirklich super an...meine Familie überlegt schon seit längeren mal dort hinzufliegen..vor allem aber um mal in dem tollen Burj al Arab zu übernachten *gg*!Klasse Bericht übrigens!Liebe Grüße Nina ;
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