Das geheime Fenster (DVD) Testbericht

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ab 3,79
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Erfahrungsbericht von Audiomanic

Zeit zu sehen...

Pro:

Prima Umsetzung und ein 1A Jonny Depp

Kontra:

Ich bin zu schnell hiter Mort´s Geheimniss gekommen.

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe leserinnen und Leser,

Heute geht es einmal um einen Film der schon lange in meinem Regal steht und auf jeden Fall mal eine Rezension wert ist.

Jonny Depp wird mir nach Fluch der Karibik immer sympathischer. Hat er mich damals bei Edward mit den Scherenhänden nicht überzeugen können, hat er mir als leicht schwuchteliger Pirateneinzelgänger schon deutlich besser gefallen.
Heute geht es aber um seinen letzten Film den ich gesehen habe.

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Das Geheime Fenster. (OT: Secret Window)
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Vorabinfos zur DVD:
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Regie:
David Koepp ist in Hollywood kein Unbekannter. Stammen doch Filmstorys wie z.B. Spiderman, Panic Room und Mission Impossible aus seiner Feder. Auch das Drehbuch zu „Das geheime Fenster“ stammt aus David Koepp´s Feder.

Schauspieler:
Johnny Depp spielt Mort Railey
Maria Bello spielt Amy Railey
Timothy Hutton spielt Ted
John Turturro spielt John Shooter

Weitere Schauspieler:
Charles S. Dutton
Gillian Ferrabee
Richard Jutras
Kyle Allatt
Len Cariou
Ving Rhames

FSK: 16
Laufzeit: ca. 92 min
Bild: 16:9 (2.40:1) anamorph
Ton: Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1
Filmmusik: Philip Glass
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Erschienen: USA 2004 unter Columbia Tristar Home Entertainment. Erstmals in Deutschland am 26. Oktober 2004 erhältlich

Kurzbeschreibung der Geschichte:
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Mort ist ein erfolgreicher Autor, dem aber in letzter Zeit die Ideen fehlen. In Scheidung mit seiner Frau lebend, wird ihm auch noch vorgeworfen, eine seiner Geschichten geklaut zu haben.
Mort versucht dieses Missverständnis aufzuklären und verstrickt sich dabei in einer sehr gefährlichen und heiklen Situation. .......

...Das hört sich recht unspektakulär an und darum gehe ich heute mal etwas näher auf die Story ein. Keine Angst in verrate nichts wichtiges in meiner Story.


Die Story:
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Mort Rainey (Jonny Depp) sitzt in seinem Waagen auf dem Parkplatz eines Motels. Es regenet und Mort sieht verbittert aus. Er hat etwas vor, denn er spricht immer wieder zu sich selbst.
„...Dreh um, wende den Waagen...Tu´s nicht...“
Mort steigt aus dem Auto, geht zum Portier und klaut den Schlüssel eines Motelzimmers. Er steigt wieder in den Wagen, fährt ein paar Meter, bis zu einer Moteltür, öffnet sie und schreit ein im Bett liegendes Paar an... Bedrückendes Cellospiel begleitet diese Szene im Film.

6 Monate später...
Mort ist ein erfolgreicher Schriftsteller, dem aber in letzter Zeit das Schreiben nicht mehr so gut gelingen mag. Ihm fällt einfach nichts mehr ein. Er hat sich nach dem Vorfall im Motel, in sein Haus in malerischer Idylle, an einem wunderschönen See zurückgezogen, um an seinem neusten Buch zu schreiben.

Man sieht Mort auf einer Couch schlafend, bekleidet mit einem zerlumpten Bademantel. Es klopft an der Tür, Mort wacht auf und öffnet. Es steht ein Mann mit breit gekrämptem Hut vor ihm, der den Vorwurf aufbringt, dass Mort seine Geschichte gestohlen haben soll. Mort kennt den Mann nicht und ist sich auch keiner Schuld bewusst. Doch trotz Mort´s stetem Beteuern, dass er mit der gestohlenen Geschichte nichts zu tun hat, besteht der Unbekannte (John Turturro) auf den „Diebstahl“, und stellt Mort ein Ultimatum für die Klärung der brisanten Angelegenheit.
Der Unbakannte legt das Manuskript vor Mort´s Haustür und geht.
Für Mort ist der Fall klar. Wenn das an die Öffentlichkeit gerät, ist es mit dem eh schon schleppenden Erfolg aus. Als Mort´s Putzfrau das Manuskript wieder aus dem Papierkorb holt, in den es Mort geworfen hatte, wagt er doch einen Blick hinein und erschrickt.

„ZEIT ZU SEHEN (Showing Season), von „John Shooter““

Mort beginnt an sich zu zweifeln und versucht die Sache aufzuklären. Natürlich läuft alles schief und so gar nicht nach Mort´s Sinn.
....Doch das Problem steckt ungeahnt tiefer!

Mort hatte eine attraktive Frau (Maria Bello), mit der er in Scheidung lebt.
Ted (Timothy Hutton), der neue Lebensgefährte seiner „noch“-Frau Amy , passt ihm so gar nicht in den Kram. Diese beiden waren es auch, die Mort zu Beginn des Films im Motel erwischt, und angeschrieen hatte.
So liegt es für Mort nahe, dass der neue Freund seiner Frau etwas mit der gestohlenen Geschichte zu tun hat.
Ted möchte, dass Mort aus seinem Leben verschwindet und endlich akzeptiert, das zwischen Mort und Amy nicht mehr viel zu erwarten ist. Doch Mort gibt nicht so schnell nach, und versalzt Ted die Suppe, indem er die Scheidungsunterlagen einfach nicht unterschreibt.
Schließlich hat sich Ted in Mort´s Haus eingenistet, das er für Amy gebaut hat.
Wenig später brennt das Haus ab.

Mort verfällt zunehmend in einen Wahn, diese Diebstahlsgeschichte aufzuklären. Tags und Nachts verfolgen ihn Alpträume und Visionen, die alle mit „Shooter“ zusammenhängen.

Wer war dieser John Shooter? Wo kam er her? Wie kommt es, dass Mort´s Geschichte in die Hände von Shooter gelang? Gab es die Geschichte vielleicht doch durch puren Zufall 2 mal?
Was hat der Hausbrand mit Shooter oder vielleicht auch Ted zu tun.
Alle diese Fragen quälen Mort, schreien regelrecht nach Aufklärung und sollen Euch auf den Film gespannt machen...


Die wichtigsten Schauspieler:
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Jonny Depp:
Siehe Meinung & Fazit.

Maria Bello:
Maria Bello hat es schwer, sich im Film durchzusetzen. Sie ist zwar sehr hübsch, spielt aber nur am Rande. Timothy Hutton zwar auch, aber hat man ihm hier wenigstens noch etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt, weil er die Rolle des schmierigen Ted spielt und einige Antipathien der Zuschauer auf sich zieht. Maria Bello hingegen ist einfach nur hübsch und spielt erst gegen Ende eine tragendere Rolle, in der sie mich aber nicht gerade überzeugt.
Ich kenne Maria Bello nur noch aus „Coyote Ugly“ und „Payback“ mit Ben Afflek.

John Turturro:
Mit John Turturro ist es den Castern gelungen, einen perfekt passenden Schauspieler für die Rolle des John Shooter zu finden. Mit seinem grandiosen Mimikspiel, verkörpert er die Rolle wie kein Zweiter. Bekannt dürfte John Turturro auch aus „Collateral Damage“, „Mr Deeds“ und „Die Wutprobe“ sein.

Timothy Hutton:
Auch Timothy Hutton ist eine gute Wahl um den schmierigen Ted zu verkörpern. Auf der einen Seite hasst man ihn, weil er sich so sehr zwischen das perfekt passende Paar Mort und Amy drängt, auf der anderen Seite aber auch etwas sympathisches an sich hat. Ja teilweise tat er mir unter den Anschuldigungen Mort´s sogar leid.
Dennoch überwiegt die Antisympathie, weil er fast wie selbstverständlich die Rolle von Mort, in Amys Leben einnimmt, und sich sogar Morts Eigentümer an sich reist.
Eine weitere Rolle hatte Timothy Hutton, neben Leam Neeson in „Kinsey“




Die Extras, Bild und Ton:
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Kinotrailer,
Kapitel- / Szenenanwahl,
Regiekommentar von David Koepp
4 Entfallene Szenen
4 Filmdokumentationen:
- Vom Buch zum Film
- Wirf einen Blick durch \"Das geheime Fenster\"
- Verborgenes wird sichtbar
- Verschiedene Animationen

Verzeiht mir, wenn ich auf die Extras nicht näher eingehen möchte. Oben steht was es zu sehen gibt, und ansehen muss es jeder selbst. Ich bin ein Bonusmuffel, und lege besonderen Wert auf den Film. Da wir uns hier in einem Meinungsportal befinden, möchte ich auch meine Rezension genau so machen und das wesentliche auf dem Film und die Schauspieler legen.

Bild und Ton:

Erstklassiges Bild, gestochen scharf und brillant. Der Ton in DD 5.1 lässt keine Wünsche offen. Wir haben hier ja keine Aktiongeladenen Film, und dennoch ist die Kanaltrennung vortrefflich gelungen und sorgt so für die ein oder andere akustische Schrecksekunde und DD Soundvergnügen. Aber ich denke das man das heute von allen aktuellen Produktionen erwarten kann, und ich erwähne es auch nur, weil ich sonst wieder „Mecker“ von ein paar Lesern bekommen, die meinen ich habe Bild und Ton nicht beschrieben. ;o)))


Meine Meinung & Fazit:
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Das Buch, welches für Knoepp die Drehbuchvorlage für diesen Mytik-Thriller war, stammt von Stephen King. Ich kenne das Buch nicht, habe mir aber von einer Freundin berichten lassen, dass Die Umsetzung des Films wirklich 1A gelungen sei.
Knoepp, von dem Drehbuch und auch die Regie stammt, hat es bei mir wirklich geschafft, mich von Anfang an zu begeistern, und zu fesseln. Auch wenn ich schon gleich nach Beginn meine Schlussfolgerungen zog, tat dies dem Seh- und Spannungsvergnügen keinen Abbruch.

Im Film wird sehr deutlich, dass Mort oft mit sich selbst spricht, woraus ich oben genannte Schlussfolgerungen zog und damit dem Zuschauer, der den Film noch nicht gesehen hat, bestimmt nicht zu viel verrate.

Jonny Depp, dem ich nicht viel Beachtung schenkte, weil er mich wie gesagt in „Eduard mit den Scherenhänden“ absolut nicht überzeugen konnte, und mich der Film des Kopflosen Reiters auch nicht sonderlich begeisterte, zeigt in „Das Geheime Fenster“ wieder einmal mehr, dass er ein erstklassiger Schauspieler ist. Neben der Rolle des leicht schwul daher kommenden Piraten in „Fluch der Karibik“, versetzt er sich auch in diesem Film wieder voll und ganz in seine Rolle, und bezaubert den Zuschauer mit einem sehr authentischem Schauspiel.

Der Film schaffte es wunderbar, den Zuschauer immer wieder in die falsche „Bahn“ zu lenken, mit geschickt ausgeführten Schnitten, Kameraführungen und einer fantastisch verfilmten Geschichte, ein Bild zu schaffen, dass immer wieder zerstört wird, und am Ende bei den meisten für Aufregung und Verblüffung sorgen wird.
Wieso ich nun gerade schon zu Anfang den richtigen Faden für das Ende fand, kann ich gar nicht sagen. Vielleicht war es einfach nur Zufall, aber auch ich wurde zwischenzeitlich immer wieder etwas verwirrt, und mein „Endbild“ wackelte.
Macht Euch auf ein wirklich gelungenes Ende gefasst, welches auch den geübten Cineasten verblüffen sollte.
Es gibt sicherlich einige Filme die ganz anders enden als erwartet, aber dieser Film endet nicht nur unerwartet sondern verläuft auch unerwartet.....

Volle Punktzahl für einen Film, denn ich wirklich jedem, ja jedem Filmliebhaber empfehlen kann.


Viel Vergnügen....

Jens

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