Schach
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Testbericht Schach

 Gesellschaftsspiel
(4,9 von 5)
Platz 605 in der Kategorie "Gesellschaftsspiele & Brettspiele".
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Testbericht über Schach

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so hält man die grauen Zellen lebendig

erstellt am: 13.02.2002, von
Produktbewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Empfehlung:ja
Hallo liebe Community,

an dieser Stelle möchte ich euch eines der wohl ältesten bekannten Gesellschaftsspiele näher bringen. Schach. Ein Denkspiel mit Pfiff, dass sich seit mehr als 15 Jahrhunderte behaupten kann.


***** Geschichte *****

Die Grundzüge des Schachs lassen sich bis zu 4000 Jahre vor Christus in Indien zurückverfolgen. Jedoch war Schach damals kein rein strategisches Figurenspiel, sondern eine Mischung aus Geschick, Denk –und Glückspiel bei den auch Würfel zum Einsatz kamen. Erst im 4. Jahrhundert kam das Schach in der Form auf, die so ähnlich ist wie wir es heute kennen. Im 5. Jahrhundert übersprang das Schachspiel erstmals Indiens Grenzen und gelang nach Persien. Es dauerte weitere 5 Jahrhunderte, bis das Schach über Nordafrika nach Spanien und dann nach ganz Europa gelangte.
Zunächst wurde das Spiel legendlich mit ganz normalen, jedoch farblich unterschiedlichen Steinen gespielt. Die ersten bekannten handgeschnitzten Figuren in Europa wurden im 12. Jahrhundert in Skandinavien gefunden. Durch ein Lehrbuch von Alfonso el Sabio wurde 1283 das Schach erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. 1467 wurde im heutigen Niedersachsen schließlich das erste Schachturnier auf deutschen Boden durchgeführt. Ab dem 19. Jahrhundert folgte dann alles Schlag auf Schlag. Schachvereine wurden gegründet, Schachzeitungen entstanden und bereits 1866 gab es einen in W. Steinitz einen ersten inoffiziellen Schachweltmeister.
Seit 1985 schwappte das Schachspiel auch in die Schaltkreise über. Erste Schachcomputer wurden hergestellt und wurden immer aufwendiger. Die künstlichen Spieler wurden besser und besser bis man es Mitte der Neunziger Jahre dann wissen wollte. Kann ein Computer einen Menschen schlagen? Die Kontrahenten in diesem äußerst medienwirksamen Kampf von Mensch und Maschine waren schnell ausgemacht. Der damals amtierende Schachweltmeister Garry Kasparow stellte sich dem IBM „Deep blue“. Der erste Anlauf war 1994, Garry Kasparow konnte die Maschine schachmatt setzen. Eben so beim zweiten Anlauf. Beim dritten Anlauf bleibe Kasparow keine Chance mehr, Deep Blue wurde zu gut und gewann den Kampf überlegen. Das hat damals den Begriff der „künstlichen Intelligenz“ groß in Mode gebracht.


***** das Spielfeld *****

Anders wie im Mittelalter wird heute mit Figuren gespielt. Diese gibt es in vielen Farben und Variationen, jedoch sind sie beim klassischem Schachspiel schwarz und weiß. Jeder der zwei Spieler bekommt 16 Figuren, die so angeordnet sind, dass sie den größtmöglichen Abstand von der gegnerischen Fraktion haben:

- 8 Bauern
- 2 Türme
- 2 Springer
- 2 Läufer
- 1 Dame
- 1 König

Das Spielfeld ist 8 mal 8 Felder groß, was nach Adam Riese 64 Felder ergibt. Diese sind kariert angeordnet. Das klassische Spielfeld ist schwarz und weiß. Aber auch Kombinationen wie rot und schwarz oder blau und schwarz sind durchaus Gang und Gebe.


***** die Figuren und ihre Regeln *****

Bauern:
Mit 16 Einzelfiguren sind die Bauern die meistvertretenste Fraktion auf dem Spielfeld. Sie können sich in der Regel nur ein Feld nach vorne bewegen, aber auch hier gibt es Ausnahmen. Wenn der Bauer eine Figur in Gewahrsam nimmt, kann er dies nur mit einem diagonalen Zug nach vorne machen. Außerdem kann der erste Zug eines jeden Bauern zwei Felder umfassen, muß es aber nicht.
Die Bauern sind wegen ihrer eingeschränkten Bewegung in der allgemeinen Meinung nicht allzu wichtig. Dennoch kann ihnen eine entscheidende Rolle zu Teil werden. Denn wenn sie das gegnerische Spielende erreichen kann der Spieler den Bauern gegen eine beliebige Spielfigur eintauschen. Hierbei wird in der Regel die Dame erwählt.

Türme:
Die Türme können maximal 8 Felder in eine Richtung zurücklegen. Hierbei kann der Turm auf dem Feld nur rauf und hinab sowie seitwärts (also horizontal oder vertikal) bewegt werden. Ein Turm kann spielentscheidend sein.

Springer:
Die Bewegung von Springer vergleich ich immer mit einem „L“. Soll heißen, ein Springer kann zwei Felder in die eine Richtung machen und muß zugleich ein Feld in eine andere Richtung (nicht entgegengesetzt) tätigen. Das „L“ begründet sich hierbei wie gefolgt. Die 2 Felder sind der lange Strich und das eine Feld der kurze Strich.
Der Springer ist die einzige Figur, die andere Figuren auf ihrem Weg überspringen kann. Daher wohl auch der Name.

Läufer:
Der Läufer kann ohne Feldereinschränkung diagonal über das Spielfeld laufen. Um eine Schach-Situation zu provozieren sind die Läufer wie auch die Türme optimal geeignet. Sie sind daher sehr wichtig für das Spiel.

Dame:
Die Dame ist die mächtigste Figur des Spiels. Diese Figur kann sowohl vertikal und horizontal (wie auch die Türme), wie auch diagonal (wie die Läufer) ohne Feldereinschränkung durch das Spiel gelenkt werden. Da es sie nur einmal gibt, ist sie die wichtigste Figur in dem Spiel.

König:
Ohne König gibt es natürlich kein Schach. Der König entscheidet das Spiel, wenn der König in Gewahrsam genommen wird, ist die Partie durch Schach matt zu Ende. Der König kann sich in alle Richtungen bewegen, jedoch nur ein Feld je Zug. Den König gilt es zu schützen, daher wird er recht selten als Mittel zum Angriff genutzt.


***** kleine Regelkunde/Begriffskunde *****

1.
Das Ziel des Spieles besteht darin, den König in Gewahrsam zu nehmen. Dies ist der Fall, wenn der König keinen einzigen Zug mehr machen kann, ohne dass er beim nächsten Zug vom Spiel genommen wird. Das nennt man dann „Schach matt“.

2.
Droht der König im nächsten Zug zu fallen, hat jedoch noch Möglichkeiten dem durch einen Zug zu entgehen. So spricht man vom „Schach“. Der Spieler ist dazu verpflichtet, den König innerhalb eines Zuges aus dem Schach zu holen. Das geschieht meist durch die Opferung einer anderen Spielfigur.

3.
Wenn bei einer Partie deutlich wird, dass es keinen klaren Gewinner geben kann wird die Partie im beidseitigen Einverständnis der Spieler als „remis“ bewertet, zu deutsch unentschieden. Diese geschieht meistens, wenn sich die Spielfiguren auf beiden Seiten so sehr dezimiert haben, dass ein „Schach matt“ unmöglich wird. Im Schachsport wird das remis dann in Punkten gewertet. Wenn man so will wird dadurch ein Punktsieg durch einen der beiden Spieler ermittelt.


***** Schach als Sport *****

Ja! Manche scheinen es nicht für möglich zu halten, aber Schach ist ein Sport, genauer gesagt ein Denksport. In Deutschland gibt es wie in vielen anderen Ländern eine eigene Liga, in der ein deutscher Meister entwickelt wird. Derzeitiger deutscher Meister ist der Lübecker SV. Ebenso gibt es eine Schach-Weltmeisterschaft (zur Zeit der Inder Anand) und eine Schacholympiade.
Die Vorherrschaft im Schach liegt im nahen Osten, sowie in Russland und Indien, dem Mutterland des Schachs.


***** Schlussfolgerung *****

Was soll man hier schon schreiben... Schach ist ein traditionelles Denkspiel, dass jedem Teilnehmer alles abverlangt. Planung, Taktik, Strategie und einfach nur logisches Denken sid hier Grundvorrausetzung. Schach wurde nachweißlich schon 4000 Jahre vor Christus in ähnlicher Form gespielt und es gibt es noch heute. Warum? Nun, weil es immer wieder eine Herausforderung für seinen eigenen Geist ist und nie wirklich langweilig wird, da das Spielgeschehen jedes Mal ein anderes ist.

Ach ja, und keine Angst, falls ihr mit den Regeln noch nicht so klar kommt. Schach ist zwar ein Denksport, aber ich denke, jeder der sich etwas damit auseinandersetzt, kann die Regeln mühelose erlernen und immer daran denken... Es ist noch kein Schachmeister vom Himmel gefallen.


Mit freundliche Grüssen
Cassiopeia81 (13.2.2002 16:20; 1174 Worte)
Cassiopeia81
Testbericht-Gesamtbewertung: sehr hilfreich
Der neueste Kommentar
Delfino
Delfino, 22.02.2002

Die Regeln sind wirklich ganz einfach. Gewinnen umso schwerer.
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