Schach Testbericht
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
- Präsentation:
- Spaßfaktor:
- Spielanleitung:
- Wird langweilig:
Erfahrungsbericht von skoobidooo
Dieses Spiel wird nie austerben
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
an dieser Stelle möchte ich euch eines der wohl ältesten bekannten Gesellschaftsspiele näher
bringen. Schach. Ein Denkspiel mit Pfiff, dass sich seit mehr als 15 Jahrhunderte behaupten kann.
***** Geschichte *****
Die Grundzüge des Schachs lassen sich bis zu
4000 Jahre vor Christus in Indien
zurückverfolgen. Jedoch war Schach damals kein
rein strategisches Figurenspiel, sondern eine
Mischung aus Geschick, Denk –und Glückspiel bei
den auch Würfel zum Einsatz kamen. Erst im 4.
Jahrhundert kam das Schach in der Form auf, die
so ähnlich ist wie wir es heute kennen. Im 5.
Jahrhundert übersprang das Schachspiel
erstmals Indiens Grenzen und gelang nach
Persien. Es dauerte weitere 5 Jahrhunderte, bis
das Schach über Nordafrika nach Spanien und dann nach ganz Europa gelangte.
Zunächst wurde das Spiel legendlich mit ganz normalen, jedoch farblich unterschiedlichen Steinen
gespielt. Die ersten bekannten handgeschnitzten Figuren in Europa wurden im 12. Jahrhundert in
Skandinavien gefunden. Durch ein Lehrbuch von Alfonso el Sabio wurde 1283 das Schach
erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. 1467 wurde im heutigen Niedersachsen
schließlich das erste Schachturnier auf deutschen Boden durchgeführt. Ab dem 19. Jahrhundert
folgte dann alles Schlag auf Schlag. Schachvereine wurden gegründet, Schachzeitungen
entstanden und bereits 1866 gab es einen in W. Steinitz einen ersten inoffiziellen
Schachweltmeister.
Seit 1985 schwappte das Schachspiel auch in die Schaltkreise über. Erste Schachcomputer
wurden hergestellt und wurden immer aufwendiger. Die künstlichen Spieler wurden besser und
besser bis man es Mitte der Neunziger Jahre dann wissen wollte. Kann ein Computer einen
Menschen schlagen? Die Kontrahenten in diesem äußerst medienwirksamen Kampf von Mensch
und Maschine waren schnell ausgemacht. Der damals amtierende Schachweltmeister Garry
Kasparow stellte sich dem IBM „Deep blue“. Der erste Anlauf war 1994, Garry Kasparow konnte
die Maschine schachmatt setzen. Eben so beim zweiten Anlauf. Beim dritten Anlauf bleibe
Kasparow keine Chance mehr, Deep Blue wurde zu gut und gewann den Kampf überlegen. Das
hat damals den Begriff der „künstlichen Intelligenz“ groß in Mode gebracht.
***** das Spielfeld *****
Anders wie im Mittelalter wird heute mit Figuren gespielt. Diese gibt es in vielen Farben und
Variationen, jedoch sind sie beim klassischem Schachspiel schwarz und weiß. Jeder der zwei
Spieler bekommt 16 Figuren, die so angeordnet sind, dass sie den größtmöglichen Abstand von
der gegnerischen Fraktion haben:
- 8 Bauern
- 2 Türme
- 2 Springer
- 2 Läufer
- 1 Dame
- 1 König
Das Spielfeld ist 8 mal 8 Felder groß, was nach Adam Riese 64 Felder ergibt. Diese sind kariert
angeordnet. Das klassische Spielfeld ist schwarz und weiß. Aber auch Kombinationen wie rot und
schwarz oder blau und schwarz sind durchaus Gang und Gebe.
***** die Figuren und ihre Regeln *****
Bauern:
Mit 16 Einzelfiguren sind die Bauern die meistvertretenste Fraktion auf dem Spielfeld. Sie können
sich in der Regel nur ein Feld nach vorne bewegen, aber auch hier gibt es Ausnahmen. Wenn der
Bauer eine Figur in Gewahrsam nimmt, kann er dies nur mit einem diagonalen Zug nach vorne
machen. Außerdem kann der erste Zug eines jeden Bauern zwei Felder umfassen, muß es aber
nicht.
Die Bauern sind wegen ihrer eingeschränkten Bewegung in der allgemeinen Meinung nicht allzu
wichtig. Dennoch kann ihnen eine entscheidende Rolle zu Teil werden. Denn wenn sie das
gegnerische Spielende erreichen kann der Spieler den Bauern gegen eine beliebige Spielfigur
eintauschen. Hierbei wird in der Regel die Dame erwählt.
Türme:
Die Türme können maximal 8 Felder in eine Richtung zurücklegen. Hierbei kann der Turm auf dem
Feld nur rauf und hinab sowie seitwärts (also horizontal oder vertikal) bewegt werden. Ein Turm
kann spielentscheidend sein.
Springer:
Die Bewegung von Springer vergleich ich immer mit einem „L“. Soll heißen, ein Springer kann zwei
Felder in die eine Richtung machen und muß zugleich ein Feld in eine andere Richtung (nicht
entgegengesetzt) tätigen. Das „L“ begründet sich hierbei wie gefolgt. Die 2 Felder sind der lange
Strich und das eine Feld der kurze Strich.
Der Springer ist die einzige Figur, die andere Figuren auf ihrem Weg überspringen kann. Daher
wohl auch der Name.
Läufer:
Der Läufer kann ohne Feldereinschränkung diagonal über das Spielfeld laufen. Um eine
Schach-Situation zu provozieren sind die Läufer wie auch die Türme optimal geeignet. Sie sind
daher sehr wichtig für das Spiel.
Dame:
Die Dame ist die mächtigste Figur des Spiels. Diese Figur kann sowohl vertikal und horizontal (wie
auch die Türme), wie auch diagonal (wie die Läufer) ohne Feldereinschränkung durch das Spiel
gelenkt werden. Da es sie nur einmal gibt, ist sie die wichtigste Figur in dem Spiel.
König:
Ohne König gibt es natürlich kein Schach. Der König entscheidet das Spiel, wenn der König in
Gewahrsam genommen wird, ist die Partie durch Schach matt zu Ende. Der König kann sich in alle
Richtungen bewegen, jedoch nur ein Feld je Zug. Den König gilt es zu schützen, daher wird er
recht selten als Mittel zum Angriff genutzt.
***** kleine Regelkunde/Begriffskunde *****
1.
Das Ziel des Spieles besteht darin, den König in Gewahrsam zu nehmen. Dies ist der Fall, wenn
der König keinen einzigen Zug mehr machen kann, ohne dass er beim nächsten Zug vom Spiel
genommen wird. Das nennt man dann „Schach matt“.
2.
Droht der König im nächsten Zug zu fallen, hat jedoch noch Möglichkeiten dem durch einen Zug zu
entgehen. So spricht man vom „Schach“. Der Spieler ist dazu verpflichtet, den König innerhalb
eines Zuges aus dem Schach zu holen. Das geschieht meist durch die Opferung einer anderen
Spielfigur.
3.
Wenn bei einer Partie deutlich wird, dass es keinen klaren Gewinner geben kann wird die Partie
im beidseitigen Einverständnis der Spieler als „remis“ bewertet, zu deutsch unentschieden. Diese
geschieht meistens, wenn sich die Spielfiguren auf beiden Seiten so sehr dezimiert haben, dass
ein „Schach matt“ unmöglich wird. Im Schachsport wird das remis dann in Punkten gewertet.
Wenn man so will wird dadurch ein Punktsieg durch einen der beiden Spieler ermittelt.
***** Schach als Sport *****
Ja! Manche scheinen es nicht für möglich zu halten, aber Schach ist ein Sport, genauer gesagt ein
Denksport. In Deutschland gibt es wie in vielen anderen Ländern eine eigene Liga, in der ein
deutscher Meister entwickelt wird. Derzeitiger deutscher Meister ist der Lübecker SV. Ebenso gibt
es eine Schach-Weltmeisterschaft (zur Zeit der Inder Anand) und eine Schacholympiade.
Die Vorherrschaft im Schach liegt im nahen Osten, sowie in Russland und Indien, dem Mutterland
des Schachs.
***** Schlussfolgerung *****
Was soll man hier schon schreiben... Schach ist ein traditionelles Denkspiel, dass jedem
Teilnehmer alles abverlangt. Planung, Taktik, Strategie und einfach nur logisches Denken sid hier
Grundvorrausetzung. Schach wurde nachweißlich schon 4000 Jahre vor Christus in ähnlicher Form
gespielt und es gibt es noch heute. Warum? Nun, weil es immer wieder eine Herausforderung für
seinen eigenen Geist ist und nie wirklich langweilig wird, da das Spielgeschehen jedes Mal ein
anderes ist.
Ach ja, und keine Angst, falls ihr mit den Regeln noch nicht so klar kommt. Schach ist zwar ein
Denksport, aber ich denke, jeder der sich etwas damit auseinandersetzt, kann die Regeln
mühelose erlernen und immer daran denken... Es ist noch kein Schachmeister vom Himmel
gefallen.
Mit freundliche Grüssen
21 Bewertungen, 7 Kommentare
-
22.01.2003, 12:59 Uhr von ET2000
Bewertung: sehr hilfreichSpiel ich immer wieder gerne
-
26.06.2002, 05:02 Uhr von Thalaia
Bewertung: sehr hilfreich*grübel* Bei 8*8 Feldern ist es doch irgendwie logisch das der Turm nicht mehr als 8 Felder in eine Richtung gehen kann, oder?
-
26.05.2002, 02:02 Uhr von eponnin
Bewertung: sehr hilfreichIch kann es zwar Spielen, aber für meinen blonden Kopf ist Strategie und Vorausdenken etwas zu anstrengend *g*
-
25.05.2002, 22:37 Uhr von tongaman
Bewertung: sehr hilfreichSchach ist einfach Kult. Gruss Kai-uwe
-
25.05.2002, 22:25 Uhr von Rinoa
Bewertung: sehr hilfreichguter Bericht! sehr ausführlich vor allem
-
25.05.2002, 22:20 Uhr von Andreas1501
Bewertung: sehr hilfreichSchach ist nach wie vor mein liebster Sport, wobei es mir schon immer schwer fiel, dieses Spiel als Sport überhaupt zu bezeichnen.
-
25.05.2002, 22:18 Uhr von N8klubber
Bewertung: sehr hilfreichsehr ausführlich
Bewerten / Kommentar schreiben