Zivildienst Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Erfahrungsbericht von gericomi
Zivildienst im OP
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hi,
ich berichte euch nun im folgenden über meine Zivildienstzeit.
Angefangen hat alles sehr seltsam. Etwa 8 Monate vor meinem Zivildienstbeginn habe ich angefangen mir Gedanken zu machen wo ich den Dienst absolvieren könnte. Da ich mir überlegt hatte eventuell Medizin zu studieren, kamen eigentlich nur Kliniken oder Krankenhäuser
in meinr Nähe (Freiburg, BW) in Frage, da ich außerdem nicht umbedingt wegziehen wollte.
So erkundigte ich mich als erstes beim Uni-Klinikum Freiburg, da ich mir dort die größten Hoffnungen machte einen atraktiven Platz zu bekommen.
Das erste Gespräch war etwas entäuschend. Außer Hol- und Bringdienst, Pflege, Verwaltung und Hausmeistertätigkeiten gab es anscheinend nichts. Ich machte mir erstmal nichts draus und ließ meine Suche schleifen.
3 Monate vorher hat ich es auf einmal doch eilig. So ging ich noch mal zur Klinik zurück und siehe da, auf einmal gab es doch andere Jobs.
Mir wurde unter anderem eine Posten im OP der HNO-Klinik angeboten.
Na ja dachte ich, daß könnte ja was werden.
Aber schon bald kamen leichte Zweifel auf. Denn ca. 2 Wochen später bekam ich einen Anruf zu einem Vorstellungsgespräch. Dies wäre ja weiter nichts besonderes gewesen, aber ich erfuhr, daß es neun weitere Anwerber gab. Toll. Wie auch immer, ich habe mir ein paar Infos zum Fachgebiet der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde(HNO) eingeholt und beim Vorstellungsgespräch dicke Geschütze aufgefahren.
Die Wirkung hatte nicht verfehlt. Schon am nächsten Tag bekam ich die Zusage.
Zum 02.08.2001 trat ich nun die Stelle an.
Schon bald merkte ich, daß man bei richtige Engagement eine gute Zeit haben würde. Und so kam es schließlich auch.
Das Team war super nett, zu vielen habe ich heute noch Kontakt.
Außerdem war die Arbeit äußerst spannend, denn wann sonst hat man die Möglichkeit soviel von einem OP zu sehen.
Die neuen Erfahrungen gingen aber weit darüber hinaus.
OP-Instrumentarium, Narkoseverfahren, Medikamente, Gips- und Verbandsversorgung, erste Hilfemaßnahmen, Hygiene, Sterilität, Krankheiten, Latein, Teamgefühl usw.
Die Liste ließe sich bestimmt noch erweitern.
Aber eine gewisse Reifung im persönlichen Wesen hat sich abgespielt.
Nicht selten bekam man tragische Fälle live mit. Aber man konnte auch Leidens- oder Freudengeschichten und -wege über einen längeren Zeitraum mitbekommen. So fiel es mir am Anfang schwer, mich nicht beinflußen zu lassen. Der wichtigste Grundsatz war das Abschotten, sich nicht einlaßen auf Gefühlsregungen. Ich merkte bald, daß dies nicht einfach war. Aber ich schaffte es, nach der Arbeit dachte ich einfach nicht mehr dran. In meiner Zeit habe ich mehrer Pflegr/inne erlebt, die diesem Druck nicht standgehalten haben. Sie schulten entweder komplett um, oder aber sie leideten darunter. Einige hatten Alpträume.
Fazit
*****
Ich für meinen Teil muß sagen, daß ich nichts anderes hätte machen wollen. So interessant und lehrreich gingen die 10 Monate schnell rum.
Da störte auch das frühe aufstehen nicht (6 Uhr),denn immehin hatte ich ja imme freie Wochenenden.
Mein Tipp ist im Prinzip ganz einfach, wenn ihr Zivildienst macht, seht es nicht als \"Muß\" an, sodnern macht was draus, es gibt euch was fürs leben.
Es gibt nämlich kein schöneres Gefühl, als wenn ein Patient wieder gesund wird und sich bei dir bedankt.
ich berichte euch nun im folgenden über meine Zivildienstzeit.
Angefangen hat alles sehr seltsam. Etwa 8 Monate vor meinem Zivildienstbeginn habe ich angefangen mir Gedanken zu machen wo ich den Dienst absolvieren könnte. Da ich mir überlegt hatte eventuell Medizin zu studieren, kamen eigentlich nur Kliniken oder Krankenhäuser
in meinr Nähe (Freiburg, BW) in Frage, da ich außerdem nicht umbedingt wegziehen wollte.
So erkundigte ich mich als erstes beim Uni-Klinikum Freiburg, da ich mir dort die größten Hoffnungen machte einen atraktiven Platz zu bekommen.
Das erste Gespräch war etwas entäuschend. Außer Hol- und Bringdienst, Pflege, Verwaltung und Hausmeistertätigkeiten gab es anscheinend nichts. Ich machte mir erstmal nichts draus und ließ meine Suche schleifen.
3 Monate vorher hat ich es auf einmal doch eilig. So ging ich noch mal zur Klinik zurück und siehe da, auf einmal gab es doch andere Jobs.
Mir wurde unter anderem eine Posten im OP der HNO-Klinik angeboten.
Na ja dachte ich, daß könnte ja was werden.
Aber schon bald kamen leichte Zweifel auf. Denn ca. 2 Wochen später bekam ich einen Anruf zu einem Vorstellungsgespräch. Dies wäre ja weiter nichts besonderes gewesen, aber ich erfuhr, daß es neun weitere Anwerber gab. Toll. Wie auch immer, ich habe mir ein paar Infos zum Fachgebiet der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde(HNO) eingeholt und beim Vorstellungsgespräch dicke Geschütze aufgefahren.
Die Wirkung hatte nicht verfehlt. Schon am nächsten Tag bekam ich die Zusage.
Zum 02.08.2001 trat ich nun die Stelle an.
Schon bald merkte ich, daß man bei richtige Engagement eine gute Zeit haben würde. Und so kam es schließlich auch.
Das Team war super nett, zu vielen habe ich heute noch Kontakt.
Außerdem war die Arbeit äußerst spannend, denn wann sonst hat man die Möglichkeit soviel von einem OP zu sehen.
Die neuen Erfahrungen gingen aber weit darüber hinaus.
OP-Instrumentarium, Narkoseverfahren, Medikamente, Gips- und Verbandsversorgung, erste Hilfemaßnahmen, Hygiene, Sterilität, Krankheiten, Latein, Teamgefühl usw.
Die Liste ließe sich bestimmt noch erweitern.
Aber eine gewisse Reifung im persönlichen Wesen hat sich abgespielt.
Nicht selten bekam man tragische Fälle live mit. Aber man konnte auch Leidens- oder Freudengeschichten und -wege über einen längeren Zeitraum mitbekommen. So fiel es mir am Anfang schwer, mich nicht beinflußen zu lassen. Der wichtigste Grundsatz war das Abschotten, sich nicht einlaßen auf Gefühlsregungen. Ich merkte bald, daß dies nicht einfach war. Aber ich schaffte es, nach der Arbeit dachte ich einfach nicht mehr dran. In meiner Zeit habe ich mehrer Pflegr/inne erlebt, die diesem Druck nicht standgehalten haben. Sie schulten entweder komplett um, oder aber sie leideten darunter. Einige hatten Alpträume.
Fazit
*****
Ich für meinen Teil muß sagen, daß ich nichts anderes hätte machen wollen. So interessant und lehrreich gingen die 10 Monate schnell rum.
Da störte auch das frühe aufstehen nicht (6 Uhr),denn immehin hatte ich ja imme freie Wochenenden.
Mein Tipp ist im Prinzip ganz einfach, wenn ihr Zivildienst macht, seht es nicht als \"Muß\" an, sodnern macht was draus, es gibt euch was fürs leben.
Es gibt nämlich kein schöneres Gefühl, als wenn ein Patient wieder gesund wird und sich bei dir bedankt.
15 Bewertungen, 1 Kommentar
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29.04.2007, 13:02 Uhr von campimo
Bewertung: sehr hilfreich‹^› ‹(•¿•)› ‹^› H & LG ‹^› ‹(•¿•)› ‹^›
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