Indonesien Testbericht
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Erfahrungsbericht von altkuh
Abseits der großen Touristen-Routen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich Euch mal über ein Urlaubsziel berichten, das (noch) abseits der großen Touristenpfade liegt, nämlich Nord-Sulawesi in Indonesien.
Die Insel Sulawesi (das frühere Celebes) liegt im östlichen Teil des Inselarchipels, südlich der Philippinen. Die beiden größten Städte sind Ujung Pandang (früher Makassar) und Manado- die Hauptstadt Nord-Sulawesis.
Die Flugverbindungen sind gut. Von Indonesiens Haupstadt Jakarta fliegt die nationale Fluggesellschaft Garuda täglich mit großem modernen Fluggerät über Ujung Pandang in 4 ½ Stunden nach Manado. Das Ganze dauert allerdings so seine Zeit......obwohl Garuda sich ständig verbessert, muß man immer mit der indonesischen Mentalität und der sogenannten „Jam karet“ , das heit Gummizeit rechnen. Man nimmt es eben nicht immer sooo genau... Wer es kürzer mag, dem bietet die Silk-Air Non-Stop Flüge Singapur-Manado drei mal wöchentlich an.
Die Anreise ist also kein Problem, einen guten Reiseführer sollte man in Indonesien trotzdem immer dabei haben. Da kann ich Euch wärmstens die Traveller-Handbücher aus dem Stefan-Loose-Verlag empfehlen. Meiner Meinung nach das absolut Beste für Individualreisende, die nicht nur auf super-Luxus Hotels aus sind.
Touristisch ist das Gebiet immer noch nicht erschlossen. Es gibt zwar einige Hotels, aber der gemeine Tourist existiert eigentlich noch nicht. Als wir 1989 das erste Mal in Manado waren, wurde an unserem Hotel außen ein Schild angebracht, dass hier 2 Touristen aus German wohnen........in Ruhe einkaufen oder spazierengehen konnte man eigentlich nicht, und wenn man mit dem Auto aufs land gefahren ist, dann sind die Leute bei unserem Anblick in den Straßengraben gesprungen.....
So etwas passiert einem heutzutage natürlich nicht mehr, auch Nord-Sulawesi ist weltoffener geworden, Touristen sind zwar nicht allgegenwärtig aber immerhin normal geworden....
Die Auswahl an Unterkünften ist groß, vom kleinen familiären Losmen bis zum luxuriösen Hotel ist alles vorhanden und natürlich eine Frage des Preises. Generell lebt man jedoch billig, genaue Preise anzugeben ist müßig, da die indonesische Rupiah nicht gerade eine stabile Währung ist. Wir haben in all unseren Reisen selten mehr als umgerechnet 5 Euro für ein Doppelzimmer und 1 Euro für eine gute Mahlzeit bezahlt
In vielen Dingen merkt man, dass die früheren Kolonialherren Holländer waren, so z.B. an den vielen wirklich guten Bäckereien mit leckeren Plätzchen, die wir von unseren guten indonesischen Bekannten immer Kiloweise an Wegzehrung mitbekommen haben. Das ist auch so ein Punkt wenn man in Indonesien ist: die unglaubliche Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Leute, für die man auch viel Fingerspitzengefühl benötigt. Schnell sind Indonesier überfordert, wenn ein Ausländer eine Bitte hat, die sie nicht erfüllen können , aber es doch unbedingt wollen. Also z.B. nicht unbedingt im Hotel erwarten, dass das Frühstück europäischen Standards entspricht.....man wird sich alle erdenkliche Mühe geben, Eure Wünsche zu erfüllen, und wenn es das Monatseinkommen kosten sollte.....
Nord-Sulawesi ist im Moslem-Staat Indonesien eine der großen Ausnahmen: die Mehrheit der Einwohner sind christlichen (meist protestantischen) Glaubens, auch ein Relikt der Holländer übrigens. Es gibt aber auch eine große chinesische Minderheit. Generell gibt es hier wenige Probleme zwischen den verschiedenen Religionen, man geht freundlich miteinander um. Da die Leute jedoch auch oft etwas kindlich naiv sind, sind sie natürlich leicht zu manipulieren....
Auch das Thema Essen ist kein Thema. Wie überall gibt es viele kleine Garküchen, die man als Tourist auch wirklich nutzen sollte. Man kann in Asiens abgelegenen Gebieten eigentlich keinen größeren Fehler begehen, als europäisches Essen zu suchen. Meist ist die Kühlkette unzureichend und große Stücke Fleisch braten nun einmal nicht so schnell durch.....also immer das essen, was auch die Einheimischen essen! Und glaubt mir , die in Nord-Sulawesi lebenden Minahasa haben tolle Spezialitäten. Auf jeden Fall probieren sollte man die großen schwarzen Goldfische, die im Chili gewälzt im Wok gebraten werden- eine absolute Delikatesse. Fisch ist ohnehin ein Muß und immer frisch!! Andere Sachen sind nicht jedermanns Geschmack: z.B. gebratene Flughunde (große Fledermäuse) aber eigentlich nur aufgrund unserer Vorurteile......
Immer gut sind die vielen chinesischen Restaurants, in Manado fand ich immer den Kios 18 am besten, aber bei Namen von Hotels und Restaurants in Indonesien bin ich immer vorsichtig, weil sie häufig wechslen oder es sie überhaupt nicht lange gibt- das tropische Klima tut da ein übriges....
Zum Klima generell: tropisch heiß, knapp am Äquator, von regenzeiten zu reden ist eigentlich müßig, es regnet eigentlich immer nur mehr oder weniger stark am Nachmittag....aber so ein tropischer Regenschauer wenn man bei einem 5-Uhr Bierchen in irgendeiner Bambushütte sitzt, hat durchaus etwas für sich...
Was sollte man sich anschauen???
Vieles! Sehenswert auf jeden Fall das Bunaken-Riff, für Taucher und Schnorchler das absolute Muß, man kann aber auch Glasbodenboote mieten....
Der Tangkoko Nationalpark bietet einige seltene Tierarten, z.B. den Tarsius oder Koboldmaki (das sind ganz kleine Äffchen mit großen kugelrunden Augen, die man nur in der Dämmerung beobachten kann), aber auch die imposanten Hornvögel oder die schwarzen Affen sind sehenswert. Die Ranger sind schlecht bezahlt und ausgerüstet, aber mit Liebe bei der Sache! Im Ranger Homestay kann man günstig übernachten, so hat man Zeit, die Tiere zu sehen.
Auch sonst gibt es viel zu sehen: aktive Vulkane und Schwefelseen, herrliche Landschaften, Kaffeeplantagen im nebligen Hochland auf dem Weg nach Gorontalo und und und. Hier könnte man Seiten füllen, aber das würde Euch wohl langweilen..
Wer dann richtig schön müde von den vielen Touren ist, dem empfehle ich die 5-Tage-Entspannungsrückreise, die wir immer machen: PELNI ist die nationale indonesische Schifffahrtsgesellschaft, die mit riesig großen Schiffen alle Inseln anfährt. Von Bitung bei Manado fährt man also in 5 Tagen bis Jakarta, wobei man jeden Tag an jeder Station ca. 3 Stunden Zeit hat, sich umzusehen. Ansonsten ist der Aufenthalt äußerst entspannend und preisgünstig. Die 2-Bett First Class Kabine mit Dusche und WC kostet weniger als ein Flug, aber auch 2.Klasse (4-Bett), 3.Klasse (6-Bett) oder Economy (numerierter Schlafplatz) ist kein Problem.....Essen ist inbegriffen und in der First Classs wird sich richtig Mühe gegeben...
Die Schiffe sind auf dem neuesten Stand, , wenige Jahre alt und in Papenburg/Deutschland gebaut, wo auch die indonesischen Crews ausgebildet werden. Zur richtigen Kreuzfahrt fehlt nur noch der Swimming-Pool. Pelni ist eine Ausnahme in Indonesien. Die Reise jedes Schiffes dauert jeweils 14 Tage und trotzdem kommen sie auf die Sekunde genau an. Auf unserem Schiff war der zweite Offizier eine Frau, was im muslimischen Indonesien auch nicht normal ist. Hier hat man sich wirklich an den deutschen „Lehrherren“ angepasst. Die Schiffe werden übrigens von unserer Entwicklungshilfe gekauft, so kommt die dann unserer eigenen Werftindustrie zugute....
Eine Reise mit Pelni kann ich jedem nur empfehlen- man lernt auch schnell Leute kennen und bekommt nette Kontake zu einheimischen Familien, die diesen Transport nutzen.
So, ich glaube jetzt habe ich Eure Geduld schon überstrapaziert, aber dieses Reisziel ist wirklich etwas tolles, und die Altkuh hat dann auch noch schöne Erinnerungen....als wir unsere Hochzeit planten, wollte unsere indonesische „Familie“ auch dabei sein. Statt unsere „Großfamilie“ einzufliegen sind wir dann lieber mit unserer
Richtigen Familie nach Sulawesi zur kirchlichen Trauung geflogen...und auch hier sieht man, wie klein die Welt ist....der Pfarrer mitten im „Nichts“ kannte unser 980-Seelen-Dorf in Rheinhessen, weil die rheinhessische Kirche und die Kirchen in Minahasa eine Partnerschaft haben und er 7 Jahre in Rheinhessen war......
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-11 11:50:16 mit dem Titel Abseits der Touristenrouten
Heute möchte ich Euch mal über ein Urlaubsziel berichten, das (noch) abseits der großen Touristenpfade liegt, nämlich Nord-Sulawesi in Indonesien.
Die Insel Sulawesi (das frühere Celebes) liegt im östlichen Teil des Inselarchipels, südlich der Philippinen. Die beiden größten Städte sind Ujung Pandang (früher Makassar) und Manado- die Hauptstadt Nord-Sulawesis.
Die Flugverbindungen sind gut. Von Indonesiens Haupstadt Jakarta fliegt die nationale Fluggesellschaft Garuda täglich mit großem modernen Fluggerät über Ujung Pandang in 4 ½ Stunden nach Manado. Das Ganze dauert allerdings so seine Zeit......obwohl Garuda sich ständig verbessert, muß man immer mit der indonesischen Mentalität und der sogenannten „Jam karet“ , das heit Gummizeit rechnen. Man nimmt es eben nicht immer sooo genau... Wer es kürzer mag, dem bietet die Silk-Air Non-Stop Flüge Singapur-Manado drei mal wöchentlich an.
Die Anreise ist also kein Problem, einen guten Reiseführer sollte man in Indonesien trotzdem immer dabei haben. Da kann ich Euch wärmstens die Traveller-Handbücher aus dem Stefan-Loose-Verlag empfehlen. Meiner Meinung nach das absolut Beste für Individualreisende, die nicht nur auf super-Luxus Hotels aus sind.
Touristisch ist das Gebiet immer noch nicht erschlossen. Es gibt zwar einige Hotels, aber der gemeine Tourist existiert eigentlich noch nicht. Als wir 1989 das erste Mal in Manado waren, wurde an unserem Hotel außen ein Schild angebracht, dass hier 2 Touristen aus German wohnen........in Ruhe einkaufen oder spazierengehen konnte man eigentlich nicht, und wenn man mit dem Auto aufs land gefahren ist, dann sind die Leute bei unserem Anblick in den Straßengraben gesprungen.....
So etwas passiert einem heutzutage natürlich nicht mehr, auch Nord-Sulawesi ist weltoffener geworden, Touristen sind zwar nicht allgegenwärtig aber immerhin normal geworden....
Die Auswahl an Unterkünften ist groß, vom kleinen familiären Losmen bis zum luxuriösen Hotel ist alles vorhanden und natürlich eine Frage des Preises. Generell lebt man jedoch billig, genaue Preise anzugeben ist müßig, da die indonesische Rupiah nicht gerade eine stabile Währung ist. Wir haben in all unseren Reisen selten mehr als umgerechnet 5 Euro für ein Doppelzimmer und 1 Euro für eine gute Mahlzeit bezahlt
In vielen Dingen merkt man, dass die früheren Kolonialherren Holländer waren, so z.B. an den vielen wirklich guten Bäckereien mit leckeren Plätzchen, die wir von unseren guten indonesischen Bekannten immer Kiloweise an Wegzehrung mitbekommen haben. Das ist auch so ein Punkt wenn man in Indonesien ist: die unglaubliche Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Leute, für die man auch viel Fingerspitzengefühl benötigt. Schnell sind Indonesier überfordert, wenn ein Ausländer eine Bitte hat, die sie nicht erfüllen können , aber es doch unbedingt wollen. Also z.B. nicht unbedingt im Hotel erwarten, dass das Frühstück europäischen Standards entspricht.....man wird sich alle erdenkliche Mühe geben, Eure Wünsche zu erfüllen, und wenn es das Monatseinkommen kosten sollte.....
Nord-Sulawesi ist im Moslem-Staat Indonesien eine der großen Ausnahmen: die Mehrheit der Einwohner sind christlichen (meist protestantischen) Glaubens, auch ein Relikt der Holländer übrigens. Es gibt aber auch eine große chinesische Minderheit. Generell gibt es hier wenige Probleme zwischen den verschiedenen Religionen, man geht freundlich miteinander um. Da die Leute jedoch auch oft etwas kindlich naiv sind, sind sie natürlich leicht zu manipulieren....
Auch das Thema Essen ist kein Thema. Wie überall gibt es viele kleine Garküchen, die man als Tourist auch wirklich nutzen sollte. Man kann in Asiens abgelegenen Gebieten eigentlich keinen größeren Fehler begehen, als europäisches Essen zu suchen. Meist ist die Kühlkette unzureichend und große Stücke Fleisch braten nun einmal nicht so schnell durch.....also immer das essen, was auch die Einheimischen essen! Und glaubt mir , die in Nord-Sulawesi lebenden Minahasa haben tolle Spezialitäten. Auf jeden Fall probieren sollte man die großen schwarzen Goldfische, die im Chili gewälzt im Wok gebraten werden- eine absolute Delikatesse. Fisch ist ohnehin ein Muß und immer frisch!! Andere Sachen sind nicht jedermanns Geschmack: z.B. gebratene Flughunde (große Fledermäuse) aber eigentlich nur aufgrund unserer Vorurteile......
Immer gut sind die vielen chinesischen Restaurants, in Manado fand ich immer den Kios 18 am besten, aber bei Namen von Hotels und Restaurants in Indonesien bin ich immer vorsichtig, weil sie häufig wechslen oder es sie überhaupt nicht lange gibt- das tropische Klima tut da ein übriges....
Zum Klima generell: tropisch heiß, knapp am Äquator, von regenzeiten zu reden ist eigentlich müßig, es regnet eigentlich immer nur mehr oder weniger stark am Nachmittag....aber so ein tropischer Regenschauer wenn man bei einem 5-Uhr Bierchen in irgendeiner Bambushütte sitzt, hat durchaus etwas für sich...
Was sollte man sich anschauen???
Vieles! Sehenswert auf jeden Fall das Bunaken-Riff, für Taucher und Schnorchler das absolute Muß, man kann aber auch Glasbodenboote mieten....
Der Tangkoko Nationalpark bietet einige seltene Tierarten, z.B. den Tarsius oder Koboldmaki (das sind ganz kleine Äffchen mit großen kugelrunden Augen, die man nur in der Dämmerung beobachten kann), aber auch die imposanten Hornvögel oder die schwarzen Affen sind sehenswert. Die Ranger sind schlecht bezahlt und ausgerüstet, aber mit Liebe bei der Sache! Im Ranger Homestay kann man günstig übernachten, so hat man Zeit, die Tiere zu sehen.
Auch sonst gibt es viel zu sehen: aktive Vulkane und Schwefelseen, herrliche Landschaften, Kaffeeplantagen im nebligen Hochland auf dem Weg nach Gorontalo und und und. Hier könnte man Seiten füllen, aber das würde Euch wohl langweilen..
Wer dann richtig schön müde von den vielen Touren ist, dem empfehle ich die 5-Tage-Entspannungsrückreise, die wir immer machen: PELNI ist die nationale indonesische Schifffahrtsgesellschaft, die mit riesig großen Schiffen alle Inseln anfährt. Von Bitung bei Manado fährt man also in 5 Tagen bis Jakarta, wobei man jeden Tag an jeder Station ca. 3 Stunden Zeit hat, sich umzusehen. Ansonsten ist der Aufenthalt äußerst entspannend und preisgünstig. Die 2-Bett First Class Kabine mit Dusche und WC kostet weniger als ein Flug, aber auch 2.Klasse (4-Bett), 3.Klasse (6-Bett) oder Economy (numerierter Schlafplatz) ist kein Problem.....Essen ist inbegriffen und in der First Classs wird sich richtig Mühe gegeben...
Die Schiffe sind auf dem neuesten Stand, , wenige Jahre alt und in Papenburg/Deutschland gebaut, wo auch die indonesischen Crews ausgebildet werden. Zur richtigen Kreuzfahrt fehlt nur noch der Swimming-Pool. Pelni ist eine Ausnahme in Indonesien. Die Reise jedes Schiffes dauert jeweils 14 Tage und trotzdem kommen sie auf die Sekunde genau an. Auf unserem Schiff war der zweite Offizier eine Frau, was im muslimischen Indonesien auch nicht normal ist. Hier hat man sich wirklich an den deutschen „Lehrherren“ angepasst. Die Schiffe werden übrigens von unserer Entwicklungshilfe gekauft, so kommt die dann unserer eigenen Werftindustrie zugute....
Eine Reise mit Pelni kann ich jedem nur empfehlen- man lernt auch schnell Leute kennen und bekommt nette Kontake zu einheimischen Familien, die diesen Transport nutzen.
So, ich glaube jetzt habe ich Eure Geduld schon überstrapaziert, aber dieses Reisziel ist wirklich etwas tolles, und die Altkuh hat dann auch noch schöne Erinnerungen....als wir unsere Hochzeit planten, wollte unsere indonesische „Familie“ auch dabei sein. Statt unsere „Großfamilie“ einzufliegen sind wir dann lieber mit unserer
Richtigen Familie nach Sulawesi zur kirchlichen Trauung geflogen...und auch hier sieht man, wie klein die Welt ist....der Pfarrer mitten im „Nichts“ kannte unser 980-Seelen-Dorf in Rheinhessen, weil die rheinhessische Kirche und die Kirchen in Minahasa eine Partnerschaft haben und er 7 Jahre in Rheinhessen war......
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-11 11:53:19 mit dem Titel ein lohnendes ziel
So, jetzt habe ich so viele Reiseberichte gelesen und Fernweh bekommen, dass ich selbst auch wieder einen schreiben möchte.
Ein gutes Reiseziel für Leute, die nicht auf Massentourismus stehen, aber auch nicht den Mut zu einem richtigen „Abenteuerurlaub“ haben, ist sicherlich die indonesische Insel Lombok, gleich östlich von Bali liegend und zu den kleinen Sunda-Inseln gehörend.
Bei meinem ersten Besuch im Jahre 1989 gab es noch keine größeren Hotels, sondern nur kleine, meist von Einheimischen betriebenen Losmens und die Leute waren den Touristen gegenüber aufgeschlossen und freundlich. Zu dieser Zeit war Lombok noch ein Geheimtip für Rucksackreisende. Anfang der Neunziger konnte man das Heulen kriegen, wenn man über die Insel fuhr. Überall tauchten Bauzäune mit Namen der großen Hotelketten auf, die Palmen wurden abgesägt- die einheimischen Fischer von aus ihren Dörfern ins Hinterland vertrieben. Weiterhin mit Zugang zum Strand versteht sich....wer’s glaubt... Heute ist es vorbei mit der einstigen Idylle der Insel. Wie immer sind es die internationalen Hotelketten und vielleicht auch die Nachbarinsel Bali, die den Profit kassieren, und nicht die einheimische Bevölkerung.....
Trotz aller Veränderungen hat sich Lombok einen gewissen Charme bewahrt und ich betrachte es als lohnendes Urlaubsziel auch für Leute, die sich noch nicht weit in die Welt gewagt haben.
Anreise: Entweder mit der Fähre von Bali oder mit dem Flugzeug, auch über Bali. Ich würde niemandem empfehlen, eine Pauschalreise zu buchen,es sei denn ihr habt ein Super-Angebot....Mit einem billigen Flug und dann einfach auf gut Glück eine Unterkunft gesucht, ist es hier wirklich kein Problem und extrem billiger....
Für ein Doppelzimmer in einem sauberen Losmen mit eigenem WC und Mandi (gekacheltes Becken mit wasser gefülllt, mit einer großen Schöpfkelle duscht man sich ab; viel erfrischender als eine Dusche...) zahlt man vielleicht 10 Euro, das ist dann aber schon teuer.....
Zur Insel selbst: die Hauptstadt Mataram besteht eigentlich aus drei Teilen, aus Mataram selbst, der chinesisch geprägten Hafenstadt Ampenam und dem hinduistisch geprägten Cakranegara, die übergangslos ineinandergewachsen sind, besteht.
Der Tourismus hat sich in Senggigi angesiedelt, etwa 15 Minuten mit dem Auto. Das ist ein ehemaliges Fischerdorf an einem langgestreckten weißen Sandstrand, manchmal auch mit Ausblick auf Bali...
Entlang der Haupstrasse haben sich zahlreiche Hotels, Losmen, Supermärkte, Lädchen, Internetcafes usw. angesiedelt, Tourismus pur eben und für jeden Geldbeutel etwas dabei.
Handeln kann man immer, generell würde ich Zimmerpreise immer in Landeswährung und nie in USD aushandeln. Die Spanne ist groß, ich habe im Melati Dua Cottages vor ein paar jahren z.B. umgerechnet 30 Mark für ein Cottage mit Frühstück bezahlt.....im Sheraton sind 180 USD für die Nacht der offizielle Preis....
Ich selbst gehe gerne mal nach Senggigi zum Schwimmen und Essen, lebe aber lieber in Cakranegara in einem kleinen Losmen, Nette Leute, gutes Essen und Zimmer ab 5 Euro......nachdem er ein wenig Geld gemacht hat, hat der Besitzer sogar ausgebaut, und bietet für ca 20 Eur kleine Bungalows mit A/C und heiß Wasser an- super und sauber. Hier kann man sich wohl fühlen und ist weg vom Tourismus, aber dann ist man natürlich auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen.
Zum Thema Fahren: wie überall in Indonesien ist hier Linksverkehr angesagt, wenn man vorsichtig ist und langsam fährt, kein Problem. Indonesier fahren erst und schauen dann, daran sollte man immer denken!
In der Dämmerung setzt man sich in den Dörfern im Inselinneren gerne auf die dunkle warme Asphalt-Fahrbahn, um nicht zu frieren!!!!
Sehenswürdigkeiten gibt es auch: hierzu zählen viele Tempel, die vorgelagerten Koralleninseln (Gilis), aber auch der Vulkan Rinjani, der über der Insel thront. Es lohnt, einfach loszufahren, so sieht man am meisten und lernt ein Land kennen. Reiseunternehmen zeigen einem nur kleine Teile und einheimische Guides kennen die Insel schlechter als mancher Tourist. Anfang der neunziger nahmen wir unseren Hotelboy in sein Heimatdorf mit, das er seit 5 Jahren nicht mehr gesehen hat, weil es ca. 20 km von Mataram entfernt lag!!!!
Im Landesinneren leben die sogenannten Sasak, die ihre eigene Kultur, aber auch ihre eigene Sprache haben. Ist man man irendwo „verloren“ gegangen: zumindest der Lehrer und der Bürgermeister (kepala desa) jeden Dorfes sprechen die offizielle Landessprache Bahasa Indonesia, die ja eine Kunstsprache ist, und meist auch drei Worte englisch, die man an Touristen gerne testet...
Die Landschaft ist abwechslungsreich und je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich. Wo sich in der Trockenzeit fast Wüste ausbreitet, da kann in der Regenzeit fast Dschungel sein....
Es gibt Wasserfälle und Seen, stille Meeresbuchten und Reisfelder....Abwechslung pur. Hier ist sicher für jeden etwas dabei. Wer will, kann natürlich auch auf die Nachbarinseln Bali oder Komodo (hier gibt es die berühmten Komodo-Warane) fahren. Die Fährverbindungen sind gut und billig.
Auch Lombok ist ins Netz der nationalen indonesischen Schiffahrtslinie Pelni eingebunden, über die ich schon in meinem Sulawesi-Bericht geschrieben habe. Die Fahrpläne und Routen ändern sich von Jahr zu Jahr- also nachfragen. Pelni ist auch im Internet unter www.pelni.com
So, in der Hoffnung, die Insel auch wieder so vorzufinden (Indonesien verändert sich zu schnell...)verbleibe ich bis zum nächsten Mal: Eure Altkuh!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-12 08:40:41 mit dem Titel Die Gewürzinseln "unter dem Wind"
Die Molukken- die ehemaligen „Gewürzinseln“ im Osten Indonesiens, sind beileibe alles, aber kein Massenurlaubsziel und deshalb auch nicht gerade einfach zu bereisen.
Wir waren kurz vor den großen Unruhen in Indonesien dort, und ich war überrascht, wie offen die Leute in dieses Gegend damals schon waren. Das ist in einer wenig bereisten Gegend nicht selbstverständlich- waren wir doch schon zu Zeiten z.B. auf lombok, wo die Menschen vor weißen Menschen noch geflüchtet sind aus Angst....
In Ambon jedoch, konnte man offen auf der Straße spazieren gehen, ohne angegafft oder wegen weißer haut und blonder Haare betatscht zu werden......Dass gerade hier die Unruhen so groß waren, stimmt mich noch immer sehr traurig....
Nun aber zu den Molukken selbst: wir haben Ternate, Ambon und Ceram besucht, e gibtv aber noch zahlreiche große und kleine Inseln.....Angekommen sind wir mal wieder nicht mit einer der ohnehin recht raren und unzuverlässigen Flugverbindungen, sondern mit der staatlichen indonesischen Schifffahrtslinie PELNI (wird wohl mal ein Extra-Bericht fällig sein...) In Ternate hatten wir nur einen kurzen Zwischenstopp eingelegt, mußten aber mit unseren Freunden die lokale Spezialität essen: die Kokosnuss-Krabbe, auch Kokosnuss-Dieb genannt, weil- kaum zu glauben- diese Krabbe auf Palmen krabbelt und Kokosnüssen erntet.....die Tiere haben jedoch auch eine entsprechende Größe und man wird bequem satt.......Ternate war die eigentliche „Gewürzinsel“ unter der holländischen Kolonialmacht. Ich möchte hier nicht weiter auf die damaligen Praktiken der europäischen „Herren“ eingehen, aber die Geschichte ist hier sehr blutig....trotzdem haben die Holländer auch positive Dinge hinterlassen, die guten Bäckereien z.B.Die gewürzinseln wurden vor allem wegen den Gewürznelken ausgebeutet, die Blüten der Nelkenbäume, die auch heute noch in großen Plantagen in weiten gebieten Indonesiens angebaut werden. Heutzutage jedoch vor allem wegen der indonesischen Zigarettenindustrie- die mischen nämlich dieses Pulver in den Tabak und jeder der schon mal in Indonesien war, kennt den allgegenwärtigen Geruch von Kretek-Zigaretten.....
Ternate ist nicht sehr groß und nahezu kreisrund, ich kann hierzu leider nicht viel berichten, weil wir nur wenig Zeit hatten, die Insel zu erkunden, bevor unser Schiff wieder abgelegt hat.
Ambon ist groß und erscheint im Gegensatz zu vielen indonesischen Provinzstädten sehr weltoffen und multikulturell. Die Mehrheit der Einwohner gehört dem christlichen Glauben an; es gibt einige größere einheimische Hotels und genügend Möglichkeiten, sich gut zu verpflegen. Leider sind mit den blutigen Unruhen der letzten Jahre auch größere Zerstörungen im Stadtbild einhergegangen und das Gesicht dieser Stadt wird wohl nie mehr das gleiche sein wie früher....
Wir bekamen damals eine Stadtrundfahrt besonderer Art: da wir mit indonesischen Freunden aus Manado zusammen unterwegs waren, holte uns die Tochter eines Freundes, die im örtlichen Krankenhaus als Ärztin arbeitet, mit dem Krankenwagen (!) ab. Eine recht lustige Erinnerung......
Ambon hat eine sehenswerte und nahezu unverfälschte Natur , schöne Strände und wirklich glasklares Wasser.
Manchmal kann man noch die Reste von japanischen Landungsbooten aus dem zweiten Weltkrieg am Strand verrotten sehen- ein seltsamer Kontrast.
Wir sind dann noch mit der Fähre nach Seram gefahren, einer riesigen, aber nahezu unbewohnten Insel, die noch unberührten Regenwald und wunderschöne Wasserfälle aufzuweisen hat. Hier ohne Hilfe zurechtzukommen, ist jedoch schon relativ schwierig, weil eigentlich keine Infrastruktur vorhanden ist. Man muß also schon improvisieren. Die Fahrt mit der Fähre dauert ca. 1-2 Stunden, hier kann man auch ein Auto, oder Motorrad mitnehmen, um auf Seram mobil zu bleiben.
Die Molukken sind kein einfaches Reiseziel und sollten nur von Reisenden angesteuert werden, die in punkto Infrastruktur und auch Unterkunft auch mal Abstriche machen können. Dafür wird man aber mit einer wunderschönen Landschaft und netten Leuten reichlich entlohnt.
Für weitere Informationen kann ich Euch wie immer die Traveller-Handbücher aus dem Stefan-Loose-Verlag empfehlen. Hier werden sowohl die Erfahrungen der Autoren, als auch die Erfahrungen der Leser, die vor Ort waren und neues berichten können., eingebracht.
Jetzt bekomme ich wieder „Heimweh“ nach Indonesien, denn seit unser Sohnemann zur Welt kam, haben wir erst mal eine „Asien-Pause“ eingelegt......
Also dann Terima kasih für’s Lesen!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-12 08:41:28 mit dem Titel Am Ende der Welt
Heute möchte ich Euch einen Bericht über eine wohl relativ unbekannte Insel schreiben, nämlich die Insel Buton im Südwesten von Sulawesi in Indonesien.....
Die Insel wurde jahrhundertelang von Sultanen regiert. Im 17.Jahrhundert versuchten die Holländer , Verträge zu schließen (Gewürzhandel...), die Verträge wurden aber ignoriert. Bis 1906, als die Holländer erneut Fuß faßten, galt Buton als unnahbarer, kriegerischer Piratenstaat. Bis 1960 gab es nicht weniger als 37 Sultane in Buton. Dann wurde die Insel in den indonesischen Staat eingegliedert und der Sultan verlor seine politische Macht. Bis heute jedoch erkennt man an den Familiennamen, wer zum Adel oder zum Volk gehörte und die Butonesen sind im Gegensatz zu anderen Indonesiern recht unnahbar.
Die Insel Buton ist übrigens der einzige Ort in Indonesien und einer der wenigen in der Welt, in der natürliche Asphaltvorkommen ausgebeutet werden können, und wird deshalb im Land oft als Asfal-Buton bezeichnet. Tragischerweise gab es dennoch nur wenige Kilometer asphaltierter Straßen auf Buton, aber das mag sich mittlerweile vielleicht geändert haben, es ist doch schon 3-4 Jahr her....
Die Insel ist ca. 150km lang und 10-30 km breit. Im Landesinneren sind große Waldgebiete geschützt, hier gibt es seltene Papageien- und Tierarten.
Sehenswert ist der Benteng Wolio, eine Festungsanlage der Sultane, die im 17.Jahrhundert gebaut wurde. Die Mauern sind ca. 3 km lang. Durchbrochen von 12 Toren und Wehrtürmen. Der zement, mit dem sie gebaut wurde, besteht aus einer Mischung aus Muschelkalk, Sand, wasser und rohen Eiern! Hier gibt es auch zahlreiche alte Kanonen, die die Holländer dem Sultan geschenkt haben, und mit denen sie später selbst beschossen wurden!
In der Festung befinden sich ein Dorf, 2 Sulatnspaläste, eine 260 Jahre alte Moschee, ein 180 Jahre alter Flaggenmast und das grab des Sultan Murhum. Die Aussicht über die Meerenge zwischen Buton und Muna ist geradezu atemberaubend.
Wir sind wie so oft mal wieder mit dem Schiff nach Buton gekommen. Damals gab es auch keine regelmäßigen Flüge. Mitten in der Nacht kamen wir mit der K.M. Ciremai aus Manado
in die Meerenge. Die Einfahrt in den Hafen Murhum muß bei Tage wunderschön sein- dicht gleiten schroffe Felsen und Urwälder am Schiff vorbei. Nachts wirkte alles sehr unheimlich- das große Schiff in dem dunklen Kanal, die Offiziere auf der Brücke leuchteten die Ufer mit dem Suchscheinwerfer ab....mir wurde es schon mulmig, nicht wegen des Schiffes- die Besatzungen verstehen ihr Handwerk, aber von einer Stadt oder größeren Siedlung war nichts zu sehen und nur wenige Passagiere bereiteten sich auf’s Aussteigen vor. Wo würden wir landen, das Schiff wurde immer langsamer und nur vereinzelt waren Lichter am Ufer sichtbar. Und schließlich hatten wir ja auch noch keine Unterkunft...
Schließlich landeten wir im Hafen Murhum der Inselhauptstadt Bau-Bau. Da ich wie immer meine „Reise-Bibel“, das Traveller-Handbuch, dabeihatte, hatte ich schon den Namen einer Unterkunft im Sinn, als wir uns jeder mit seinem Rucksack in eine Fahrrad-Rikscha fellenließen und noch einmal wehmütig dem Schiff nachblickten, daß schon mit der Sirene zum Einsteigen mahnte und wie der einzige sichere hellerleuchtete und einladende Platz auf Erden wirkte...es wird erst in 14 Tagen wieder hier sein...
Wir blieben im Losmen Deborah, für indonesiche Verhältnisse damals recht teuer (ca.40 DM/Nacht) aber einigermaßen sauber und sogar mit Klimaanlage und Kühlschrank. Im Hotel schafften wir es dann auch, ein Auto zu mieten, das zwar in einem erbärmlichen Zustand war- aber besser als nichts! Einziger Nachteil: der Wagen war sonst als Bemo (öffentlicher Bus) unterwegs, hatte das entsprechende gelbe Nummernschild und wurde ergo von jedem Fußgänger herangewunken zwecks Mitfahrgelegenheit. Die erschreckten Gesichter waren sehenswert, wenn sie die „orang putih“ (Weiße) im Bus gesehen haben.....
Wir hatten also Gelegenheit, die Insel zu erkunden. Sehenswert ist der Wasserfall Tirta Rimba und der wunderschöne weiße Sandstrand Pantai Nirwana.
Leider wird auch Buton von der Regierung für Transmigrasi-Projekte benutzt, das heißt Leute von den bevölkerungsreichen Inseln wie Java und Sumatra werden mehr oder weniger freiwillig umgesiedelt und bekommen hier ein Stück Land zum Leben und Bearbeiten.
Unsere Reise ging weiter mit der Fähre nach Kendari in Zentral-Sulawesi; hier war es schon etwas abenteuerlicher. Es handelte sich zwar um eine recht moderne Boots-Variante eines Katamarans, aber die Bauweise erinnerte stark an Marke Eigenbau, und wenn etwas passiert wäre, hätte keiner das Boot verlassen können. Weil: als alle Plätze voll waren, stellte man eben Plastikstühle in den ohnehin schon engen Gang und vor die Türen.......
Unsere Reise führte uns dann von Kendari mit dem Flieger weiter nach Surabaya, doch davon später...
Ich hoffe, Euch hat der Bericht ein wenig gefallen,
Bis dann, Eure Altkuh!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-17 18:16:11 mit dem Titel Nur für Hartgesottene und starke Nerven
Heute möchte ich Euch über eine Reise nach Kalimantan berichten. Die drittgrößte Insel der Welt ist bei uns noch immer unter dem Namen Borneo bekannt. Eigentlich ist das der name für das Sultanat Berunai (Brunei), den die Engländer jedoch in ihre Sprache übertrugen und auf die ganze Insel bezogen.
Im 539460 Quadratkilometer großen idonesischen Teil der Insel leben nur ca. 10,3 Millionen Menschen. Holz und Erdöl sind die Basis des wirtschaftlichen Reichtums der Insel. Man schätzt, dass noch ca. 50 % mit Regenwäldern bedeckt sind, aber leider wird viel Wald abgeholzt und –gebrannt....
Alle Provinzen Kalimantans sind vom Tourismus noch nicht erschlossen. Wer die Insel kennenlernen will, braucht vor allem: viel viel Zeit.....
Wir sind mit dem Schiff in Balikpapan angekommen und weiter nach Banjarmasin geflogen. Die Inlandsflüge der indonesischen Fluggesellschaften sind nicht überteuert, rech häufig, aber leider nicht immer pünktlich....
Banjarmasin ist die Hauptstadt der Provinz Kalimantan Selatan. Das Stadtbild wird von vielen Kanälen und Flußarmen geprägt, die den Ort wie ein Labyrinth durchziehen. Von morgens bis abends ist hier auf dem Wasser reger Verkehr...
Die Menschen hier sind relativ wohlhabend und recht freundlich.
Eine halbwegs annehmbare Unterkunft zu finden war jedoch trotz des großen Angebotes nicht gerade einfach, wir haben am Schluß kapituliert und sind in ein relativ teures Hotel gezogen.
Hier war es wenigstens sauber...das ist ohnehin ein großes Problem hier- Banjarmasin ist etwas für hartgesottene Traveller- das wunderschöne Labyrinth der Wasserwege, das so romantisch aussieht, ist ein einziges Gemisch aus Schlamm und Exkrementen. Hier sieht man das überall in der dritten Welt vorherrschende Problem: unten am Fluß wäscht jemand Wäsche, etwas darüber holt jemand Wasser zum Kochen, noch höher putzt man sich im Schlamm die Zähne, und ganz oben sch...gerade jemand hinein......Über Kindersterblichkeit und Krankheiten braucht man sich ergo keine Gedanken zu machen...
Der Schiffsverkehr ist halsbrecherisch- es ist in Mode immer genau auf ein entgegenkommendes Boot zuzuhalten und erst im allerletzten Moment (wenn überhaupt) auszuweichen. Auch wir sind in einen Unfall auf unserem Wassertaxi verwickelt gewesen, und ich war froh, dass wir mit dem Schrecken davongekommen sind. Die Kanäle sind eng und kurvig, aber die Fahrer rasen wie die Wilden- nichts für schwache Nerven.
Genauso geht es auf den riesig breiten großen Flüssen zu, auf denen große Lastkäne und Holzflöße fahren. Die Flüsse sind teilweise vielleicht 3 mal so breit wie der Rhein- trotzdem muß man immer ganz knapp aneinander vorbeifahren; scheinbar um seine Fahrkünste zu beweisen....
Essen ist in genügender Auswahl vorhanden, aber ein einigermaßen gutes Lokal zu finden , ist nicht einfach. Wer mal dort sein sollte, mmuß bei den „lezat Baru brothers“ einkehren, ein chinesisches Restaurant mit absolutem Top-Essen!!
Die Stadt ist sehenswert, aber wie gesagt, etwas schwierig. Auch wir hatten hier gesundheitliche Probleme...wenn man dann gerade auf irgend einem Kanal unterwegs ist und eine Toilette sucht, wird man zum nächsten schwimmenden Laden gebracht, und steht in einem Bambus-Kabuff, der auf dem Wasser schaukelt, durch den das Wasser reinschwappt, und in dem man einfach durch die Bambusstangen im Boden .....na ja ihr wißt schon was.
Alles in allem habe ich an diese Stadt keine allzu guten Erinnerungen.
Sehenswert ist die InselKaget, die heimat der berühmten Nasenaffen. Auch hier hatten wir ein besonders gutes Erlebnis: Unser junger Speedboat-Fahrer setzt uns am schwer zugänglichen Ufer ab- wir schleichen und leise durch den Morast- die Affen endlich im Blickfeld, als unser Fahrer ein Radio dudueln lässt, dass er abenteuerlich an eine Autobatterie angeschlossen hat....das Ergebnis war klar: alle Affen sind sofort geflüchtet und wir haben uns umsonst auf den Weg hierher gemacht.....der „Guide“ konnte das natürlich nicht verstehen!
In der Gegend von Batu Licin gibt es zwar einige schöne Strände, aber mit anderen Orten in Indonesien lassen auch die sich nicht vergleichen.
Wir haben es nicht lange hier ausgehalten und sind weitergeflogen nach Tarakan in Nordost-Kalimantan.
Der Flug der Bali Air mit einer 9sitzigen Britten Norman Islander war toll und beeindruckend, allerdings hat er mich auch sehr traurig gestimmt, denn man konnte aus der relativ niedrigen Flughöhe viel Rauch und Feuer über dem Land sehen. Die naiven Einwohner denken nicht drüber nach, dass sie ihr Land der Erosion freigeben, und die ausländischen Öl- und Holzgesellschaften nutzen das schamlos aus....
Tarakan lebt vom Öl und demenstprechend sieht die Stadt auch aus. Ein Teil ist auch hier in den Fluss, bzw. aufs Meer gebaut, und auf den Anlegern spielt sich das Leben ab. Wir haben keine Experimente gemacht, und die Nacht im Tarakan Plaza Hotel verbracht. Auch das ist nicht so, wie es sich anhört, aber sauber. Wir wollten ohnehin nur einen freund treffen, der von Surabaya hierhergezogen ist.
Tarakan ist Ausreiseort nach Malaysia, dessen Provinz Sabah sich im Osten Kalimantans befindet.
So sind wir von hier nach Kota Kinabalu in Malaysia weitergeflogen- aber das kommt dann im nächsten Bericht!
Bis dann!
Eure Altkuh!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-20 12:23:57 mit dem Titel Tipps für Indonesien-Reisende
Heute dann noch ein Bericht über unsere diesjährige Indonesien-Reise, die uns im Oktober über Hong Kong und Singapore nach Nord-Sulawesi geführt hat.
Es war die erste Reise seit langem und die allererste Reise in dieses Land zusammen mit unserem nun fünfjährigen Sohn.
Da ich von den meisten früheren Reisen her schon über die einzelnen indonesischen Regionen berichtet habe, möchte ich hier vor allem auf allgemeine Veränderungen und Infos eingehen, die für Reisende von Interesse sein könnten.
Reisen mit Kindern
Dazu auch gleich an alle Eltern vorweg: habt keine Angst davor, mit Euren Kindern dieses Land zu besuchen. Es gibt kaum ein Land, das kinderfreundlicher ist als Indonesien und überall wird versucht, alles nur erdenkliche an eventueller Hilfe für Kinder aufzutreiben. Abfinden muß man sich damit, dass kleine Europäer natürlich überall sofort im Mittelpunkt des Interesses stehen. Auch in größeren Städten kann man nicht durch die Gegend laufen, ohne dass das Kind angesprochen und natürlich auch angefasst wird.
Auf die allgemeine Hygiene und natürlich vor allem den Mückenschutz muß man natürlich gerade mit Kindern achten! Ich habe mir vorher viele Gedanken darüber gemacht, aber wenn man das Kind entsprechend sensibilisiert, jeden auch noch so kleinen Kratzer desinfiziert, das abendliche Duschen vor Sonnenuntergang
zum absoluten Ritual macht (moskitos...) und beim Essen bestimmte Regeln einhält, hat man eigentlich nicht mehr Risiken als in den meisten Touristengebieten der übrigen Welt.
Ach ja: auf jeden Fall für das Kind einen Reisepass ausstellen lassen, der Kinderausweis genügt NICHT!
Politische Lage
Die politische Lage im Land ist nach außen hin relativ ruhig, man sollte sich dennoch beim auswärtigen Amt vor der Abreise informieren . Wir haben uns nun seit unserer letzten Reise vor mehreren Jahren erstmalig wieder entschlossen, Sulawesi zu besuchen, weil es sich hier eigentlich um eine für indonesische Verhältnisse aussergewöhnliche Region handelt: der Bildungsstand ist relativ hoch, die Hauptreligion ist das Christentum. Nord-Sulawesi ist eine der wenigen Gegenden, die nicht von politischen Unruhen heimgesucht wurde, allerdings gab es auch hier Probleme, da viele der vertriebenen Christen sich hierher geflüchtet haben, so sind die Städte in den letzten Jahren doch sehr gewachsen....
In der momentanen Lage ist man eigentlich fast nirgends in der Welt sicher....wir waren selbst in Manado als die erste Bombe im Oktober dort explodierte, die Gott sei Dank jedoch keinerlei Schaden anrichtete.....nur Stunden später fand der Anschlag auf Bali statt. In Manado selbst blieb alles ruhig, es wurde viel diskutiert darüber, dass nun auch die eigene Stadt irgendwo betroffen war. Bedenklich stimmt mich, dass es nun auch eine christliche Legion junger Männer in Indonesien gibt, als Gegenpol zu ähnlichen muslimischen Vereinigungen.....man weiß nie, wohin so etwas noch führen mag.
Währung
Die indonesische Währung, die Rupiah, ist in den letzten Jahren stark verfallen. Waren etwa 1995 ca 1200 Rupiah 1 DM, so bekommt man heute für einen Euro etwa 8000 Rupiah und de Verfall beschleunigt sich.
Gleichzeitig steigen die Preise im Land horrend an. Für den Europäer ist immer noch alles sehr billig, für die Indonesier werden manche Dinge jedoch geradezu unerschwinglich.
Tauscht man in Deutschland Rupiah, so bekommt man die Info, dass man nur 50000 IDR mitführen darf, das stimmt jedoch nicht mehr, es sind mittlerweile 5 Mio IDR....
Im Gegensatz zu früher findet man überall Automaten, wo man mit der EC (Maestro) Karte günstig Geld abheben kann (Gebühr ca. 6 EUR). Bei Bezahlung mit Credit Card unbedingt die Karte im Auge behalten, die Kriminalität in dieser Beziehung steigt ständig an!
Verkehrsanbindungen
Die Verkehrsverbindungen sind besser geworden. Sind wir früher immer erst nach Jakarta geflogen, so bietet heute Silkair, der Regionalcarrier von Singapore Airlines zahlreiche Direktflüge von SIN nach z.B. Manado oder auch Lombok, Ujung Pandang und einigen anderen indonesischen Destinationen an, was vieles erleichtert, da Silkair im Gegensatz zu den indonesischen Airlines doch um einiges zuverlässiger und pünktlicher ist.
Ich hoffe, ich kann dem einen oder anderen damit weiterhelfen- falls jemand spezielle Fragen hat, kann er mich gerne kontaktieren.
Ich selbst finde Indonesien ist eines der faszinierendsten Länder der Welt mit einer unglaublich netten Bevölkerung und ich hoffe, dass man es bald wieder wirklich unbesorgt bereisen kann.
Liebe Grüße von Eurer Altkuh
Die Insel Sulawesi (das frühere Celebes) liegt im östlichen Teil des Inselarchipels, südlich der Philippinen. Die beiden größten Städte sind Ujung Pandang (früher Makassar) und Manado- die Hauptstadt Nord-Sulawesis.
Die Flugverbindungen sind gut. Von Indonesiens Haupstadt Jakarta fliegt die nationale Fluggesellschaft Garuda täglich mit großem modernen Fluggerät über Ujung Pandang in 4 ½ Stunden nach Manado. Das Ganze dauert allerdings so seine Zeit......obwohl Garuda sich ständig verbessert, muß man immer mit der indonesischen Mentalität und der sogenannten „Jam karet“ , das heit Gummizeit rechnen. Man nimmt es eben nicht immer sooo genau... Wer es kürzer mag, dem bietet die Silk-Air Non-Stop Flüge Singapur-Manado drei mal wöchentlich an.
Die Anreise ist also kein Problem, einen guten Reiseführer sollte man in Indonesien trotzdem immer dabei haben. Da kann ich Euch wärmstens die Traveller-Handbücher aus dem Stefan-Loose-Verlag empfehlen. Meiner Meinung nach das absolut Beste für Individualreisende, die nicht nur auf super-Luxus Hotels aus sind.
Touristisch ist das Gebiet immer noch nicht erschlossen. Es gibt zwar einige Hotels, aber der gemeine Tourist existiert eigentlich noch nicht. Als wir 1989 das erste Mal in Manado waren, wurde an unserem Hotel außen ein Schild angebracht, dass hier 2 Touristen aus German wohnen........in Ruhe einkaufen oder spazierengehen konnte man eigentlich nicht, und wenn man mit dem Auto aufs land gefahren ist, dann sind die Leute bei unserem Anblick in den Straßengraben gesprungen.....
So etwas passiert einem heutzutage natürlich nicht mehr, auch Nord-Sulawesi ist weltoffener geworden, Touristen sind zwar nicht allgegenwärtig aber immerhin normal geworden....
Die Auswahl an Unterkünften ist groß, vom kleinen familiären Losmen bis zum luxuriösen Hotel ist alles vorhanden und natürlich eine Frage des Preises. Generell lebt man jedoch billig, genaue Preise anzugeben ist müßig, da die indonesische Rupiah nicht gerade eine stabile Währung ist. Wir haben in all unseren Reisen selten mehr als umgerechnet 5 Euro für ein Doppelzimmer und 1 Euro für eine gute Mahlzeit bezahlt
In vielen Dingen merkt man, dass die früheren Kolonialherren Holländer waren, so z.B. an den vielen wirklich guten Bäckereien mit leckeren Plätzchen, die wir von unseren guten indonesischen Bekannten immer Kiloweise an Wegzehrung mitbekommen haben. Das ist auch so ein Punkt wenn man in Indonesien ist: die unglaubliche Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Leute, für die man auch viel Fingerspitzengefühl benötigt. Schnell sind Indonesier überfordert, wenn ein Ausländer eine Bitte hat, die sie nicht erfüllen können , aber es doch unbedingt wollen. Also z.B. nicht unbedingt im Hotel erwarten, dass das Frühstück europäischen Standards entspricht.....man wird sich alle erdenkliche Mühe geben, Eure Wünsche zu erfüllen, und wenn es das Monatseinkommen kosten sollte.....
Nord-Sulawesi ist im Moslem-Staat Indonesien eine der großen Ausnahmen: die Mehrheit der Einwohner sind christlichen (meist protestantischen) Glaubens, auch ein Relikt der Holländer übrigens. Es gibt aber auch eine große chinesische Minderheit. Generell gibt es hier wenige Probleme zwischen den verschiedenen Religionen, man geht freundlich miteinander um. Da die Leute jedoch auch oft etwas kindlich naiv sind, sind sie natürlich leicht zu manipulieren....
Auch das Thema Essen ist kein Thema. Wie überall gibt es viele kleine Garküchen, die man als Tourist auch wirklich nutzen sollte. Man kann in Asiens abgelegenen Gebieten eigentlich keinen größeren Fehler begehen, als europäisches Essen zu suchen. Meist ist die Kühlkette unzureichend und große Stücke Fleisch braten nun einmal nicht so schnell durch.....also immer das essen, was auch die Einheimischen essen! Und glaubt mir , die in Nord-Sulawesi lebenden Minahasa haben tolle Spezialitäten. Auf jeden Fall probieren sollte man die großen schwarzen Goldfische, die im Chili gewälzt im Wok gebraten werden- eine absolute Delikatesse. Fisch ist ohnehin ein Muß und immer frisch!! Andere Sachen sind nicht jedermanns Geschmack: z.B. gebratene Flughunde (große Fledermäuse) aber eigentlich nur aufgrund unserer Vorurteile......
Immer gut sind die vielen chinesischen Restaurants, in Manado fand ich immer den Kios 18 am besten, aber bei Namen von Hotels und Restaurants in Indonesien bin ich immer vorsichtig, weil sie häufig wechslen oder es sie überhaupt nicht lange gibt- das tropische Klima tut da ein übriges....
Zum Klima generell: tropisch heiß, knapp am Äquator, von regenzeiten zu reden ist eigentlich müßig, es regnet eigentlich immer nur mehr oder weniger stark am Nachmittag....aber so ein tropischer Regenschauer wenn man bei einem 5-Uhr Bierchen in irgendeiner Bambushütte sitzt, hat durchaus etwas für sich...
Was sollte man sich anschauen???
Vieles! Sehenswert auf jeden Fall das Bunaken-Riff, für Taucher und Schnorchler das absolute Muß, man kann aber auch Glasbodenboote mieten....
Der Tangkoko Nationalpark bietet einige seltene Tierarten, z.B. den Tarsius oder Koboldmaki (das sind ganz kleine Äffchen mit großen kugelrunden Augen, die man nur in der Dämmerung beobachten kann), aber auch die imposanten Hornvögel oder die schwarzen Affen sind sehenswert. Die Ranger sind schlecht bezahlt und ausgerüstet, aber mit Liebe bei der Sache! Im Ranger Homestay kann man günstig übernachten, so hat man Zeit, die Tiere zu sehen.
Auch sonst gibt es viel zu sehen: aktive Vulkane und Schwefelseen, herrliche Landschaften, Kaffeeplantagen im nebligen Hochland auf dem Weg nach Gorontalo und und und. Hier könnte man Seiten füllen, aber das würde Euch wohl langweilen..
Wer dann richtig schön müde von den vielen Touren ist, dem empfehle ich die 5-Tage-Entspannungsrückreise, die wir immer machen: PELNI ist die nationale indonesische Schifffahrtsgesellschaft, die mit riesig großen Schiffen alle Inseln anfährt. Von Bitung bei Manado fährt man also in 5 Tagen bis Jakarta, wobei man jeden Tag an jeder Station ca. 3 Stunden Zeit hat, sich umzusehen. Ansonsten ist der Aufenthalt äußerst entspannend und preisgünstig. Die 2-Bett First Class Kabine mit Dusche und WC kostet weniger als ein Flug, aber auch 2.Klasse (4-Bett), 3.Klasse (6-Bett) oder Economy (numerierter Schlafplatz) ist kein Problem.....Essen ist inbegriffen und in der First Classs wird sich richtig Mühe gegeben...
Die Schiffe sind auf dem neuesten Stand, , wenige Jahre alt und in Papenburg/Deutschland gebaut, wo auch die indonesischen Crews ausgebildet werden. Zur richtigen Kreuzfahrt fehlt nur noch der Swimming-Pool. Pelni ist eine Ausnahme in Indonesien. Die Reise jedes Schiffes dauert jeweils 14 Tage und trotzdem kommen sie auf die Sekunde genau an. Auf unserem Schiff war der zweite Offizier eine Frau, was im muslimischen Indonesien auch nicht normal ist. Hier hat man sich wirklich an den deutschen „Lehrherren“ angepasst. Die Schiffe werden übrigens von unserer Entwicklungshilfe gekauft, so kommt die dann unserer eigenen Werftindustrie zugute....
Eine Reise mit Pelni kann ich jedem nur empfehlen- man lernt auch schnell Leute kennen und bekommt nette Kontake zu einheimischen Familien, die diesen Transport nutzen.
So, ich glaube jetzt habe ich Eure Geduld schon überstrapaziert, aber dieses Reisziel ist wirklich etwas tolles, und die Altkuh hat dann auch noch schöne Erinnerungen....als wir unsere Hochzeit planten, wollte unsere indonesische „Familie“ auch dabei sein. Statt unsere „Großfamilie“ einzufliegen sind wir dann lieber mit unserer
Richtigen Familie nach Sulawesi zur kirchlichen Trauung geflogen...und auch hier sieht man, wie klein die Welt ist....der Pfarrer mitten im „Nichts“ kannte unser 980-Seelen-Dorf in Rheinhessen, weil die rheinhessische Kirche und die Kirchen in Minahasa eine Partnerschaft haben und er 7 Jahre in Rheinhessen war......
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-11 11:50:16 mit dem Titel Abseits der Touristenrouten
Heute möchte ich Euch mal über ein Urlaubsziel berichten, das (noch) abseits der großen Touristenpfade liegt, nämlich Nord-Sulawesi in Indonesien.
Die Insel Sulawesi (das frühere Celebes) liegt im östlichen Teil des Inselarchipels, südlich der Philippinen. Die beiden größten Städte sind Ujung Pandang (früher Makassar) und Manado- die Hauptstadt Nord-Sulawesis.
Die Flugverbindungen sind gut. Von Indonesiens Haupstadt Jakarta fliegt die nationale Fluggesellschaft Garuda täglich mit großem modernen Fluggerät über Ujung Pandang in 4 ½ Stunden nach Manado. Das Ganze dauert allerdings so seine Zeit......obwohl Garuda sich ständig verbessert, muß man immer mit der indonesischen Mentalität und der sogenannten „Jam karet“ , das heit Gummizeit rechnen. Man nimmt es eben nicht immer sooo genau... Wer es kürzer mag, dem bietet die Silk-Air Non-Stop Flüge Singapur-Manado drei mal wöchentlich an.
Die Anreise ist also kein Problem, einen guten Reiseführer sollte man in Indonesien trotzdem immer dabei haben. Da kann ich Euch wärmstens die Traveller-Handbücher aus dem Stefan-Loose-Verlag empfehlen. Meiner Meinung nach das absolut Beste für Individualreisende, die nicht nur auf super-Luxus Hotels aus sind.
Touristisch ist das Gebiet immer noch nicht erschlossen. Es gibt zwar einige Hotels, aber der gemeine Tourist existiert eigentlich noch nicht. Als wir 1989 das erste Mal in Manado waren, wurde an unserem Hotel außen ein Schild angebracht, dass hier 2 Touristen aus German wohnen........in Ruhe einkaufen oder spazierengehen konnte man eigentlich nicht, und wenn man mit dem Auto aufs land gefahren ist, dann sind die Leute bei unserem Anblick in den Straßengraben gesprungen.....
So etwas passiert einem heutzutage natürlich nicht mehr, auch Nord-Sulawesi ist weltoffener geworden, Touristen sind zwar nicht allgegenwärtig aber immerhin normal geworden....
Die Auswahl an Unterkünften ist groß, vom kleinen familiären Losmen bis zum luxuriösen Hotel ist alles vorhanden und natürlich eine Frage des Preises. Generell lebt man jedoch billig, genaue Preise anzugeben ist müßig, da die indonesische Rupiah nicht gerade eine stabile Währung ist. Wir haben in all unseren Reisen selten mehr als umgerechnet 5 Euro für ein Doppelzimmer und 1 Euro für eine gute Mahlzeit bezahlt
In vielen Dingen merkt man, dass die früheren Kolonialherren Holländer waren, so z.B. an den vielen wirklich guten Bäckereien mit leckeren Plätzchen, die wir von unseren guten indonesischen Bekannten immer Kiloweise an Wegzehrung mitbekommen haben. Das ist auch so ein Punkt wenn man in Indonesien ist: die unglaubliche Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Leute, für die man auch viel Fingerspitzengefühl benötigt. Schnell sind Indonesier überfordert, wenn ein Ausländer eine Bitte hat, die sie nicht erfüllen können , aber es doch unbedingt wollen. Also z.B. nicht unbedingt im Hotel erwarten, dass das Frühstück europäischen Standards entspricht.....man wird sich alle erdenkliche Mühe geben, Eure Wünsche zu erfüllen, und wenn es das Monatseinkommen kosten sollte.....
Nord-Sulawesi ist im Moslem-Staat Indonesien eine der großen Ausnahmen: die Mehrheit der Einwohner sind christlichen (meist protestantischen) Glaubens, auch ein Relikt der Holländer übrigens. Es gibt aber auch eine große chinesische Minderheit. Generell gibt es hier wenige Probleme zwischen den verschiedenen Religionen, man geht freundlich miteinander um. Da die Leute jedoch auch oft etwas kindlich naiv sind, sind sie natürlich leicht zu manipulieren....
Auch das Thema Essen ist kein Thema. Wie überall gibt es viele kleine Garküchen, die man als Tourist auch wirklich nutzen sollte. Man kann in Asiens abgelegenen Gebieten eigentlich keinen größeren Fehler begehen, als europäisches Essen zu suchen. Meist ist die Kühlkette unzureichend und große Stücke Fleisch braten nun einmal nicht so schnell durch.....also immer das essen, was auch die Einheimischen essen! Und glaubt mir , die in Nord-Sulawesi lebenden Minahasa haben tolle Spezialitäten. Auf jeden Fall probieren sollte man die großen schwarzen Goldfische, die im Chili gewälzt im Wok gebraten werden- eine absolute Delikatesse. Fisch ist ohnehin ein Muß und immer frisch!! Andere Sachen sind nicht jedermanns Geschmack: z.B. gebratene Flughunde (große Fledermäuse) aber eigentlich nur aufgrund unserer Vorurteile......
Immer gut sind die vielen chinesischen Restaurants, in Manado fand ich immer den Kios 18 am besten, aber bei Namen von Hotels und Restaurants in Indonesien bin ich immer vorsichtig, weil sie häufig wechslen oder es sie überhaupt nicht lange gibt- das tropische Klima tut da ein übriges....
Zum Klima generell: tropisch heiß, knapp am Äquator, von regenzeiten zu reden ist eigentlich müßig, es regnet eigentlich immer nur mehr oder weniger stark am Nachmittag....aber so ein tropischer Regenschauer wenn man bei einem 5-Uhr Bierchen in irgendeiner Bambushütte sitzt, hat durchaus etwas für sich...
Was sollte man sich anschauen???
Vieles! Sehenswert auf jeden Fall das Bunaken-Riff, für Taucher und Schnorchler das absolute Muß, man kann aber auch Glasbodenboote mieten....
Der Tangkoko Nationalpark bietet einige seltene Tierarten, z.B. den Tarsius oder Koboldmaki (das sind ganz kleine Äffchen mit großen kugelrunden Augen, die man nur in der Dämmerung beobachten kann), aber auch die imposanten Hornvögel oder die schwarzen Affen sind sehenswert. Die Ranger sind schlecht bezahlt und ausgerüstet, aber mit Liebe bei der Sache! Im Ranger Homestay kann man günstig übernachten, so hat man Zeit, die Tiere zu sehen.
Auch sonst gibt es viel zu sehen: aktive Vulkane und Schwefelseen, herrliche Landschaften, Kaffeeplantagen im nebligen Hochland auf dem Weg nach Gorontalo und und und. Hier könnte man Seiten füllen, aber das würde Euch wohl langweilen..
Wer dann richtig schön müde von den vielen Touren ist, dem empfehle ich die 5-Tage-Entspannungsrückreise, die wir immer machen: PELNI ist die nationale indonesische Schifffahrtsgesellschaft, die mit riesig großen Schiffen alle Inseln anfährt. Von Bitung bei Manado fährt man also in 5 Tagen bis Jakarta, wobei man jeden Tag an jeder Station ca. 3 Stunden Zeit hat, sich umzusehen. Ansonsten ist der Aufenthalt äußerst entspannend und preisgünstig. Die 2-Bett First Class Kabine mit Dusche und WC kostet weniger als ein Flug, aber auch 2.Klasse (4-Bett), 3.Klasse (6-Bett) oder Economy (numerierter Schlafplatz) ist kein Problem.....Essen ist inbegriffen und in der First Classs wird sich richtig Mühe gegeben...
Die Schiffe sind auf dem neuesten Stand, , wenige Jahre alt und in Papenburg/Deutschland gebaut, wo auch die indonesischen Crews ausgebildet werden. Zur richtigen Kreuzfahrt fehlt nur noch der Swimming-Pool. Pelni ist eine Ausnahme in Indonesien. Die Reise jedes Schiffes dauert jeweils 14 Tage und trotzdem kommen sie auf die Sekunde genau an. Auf unserem Schiff war der zweite Offizier eine Frau, was im muslimischen Indonesien auch nicht normal ist. Hier hat man sich wirklich an den deutschen „Lehrherren“ angepasst. Die Schiffe werden übrigens von unserer Entwicklungshilfe gekauft, so kommt die dann unserer eigenen Werftindustrie zugute....
Eine Reise mit Pelni kann ich jedem nur empfehlen- man lernt auch schnell Leute kennen und bekommt nette Kontake zu einheimischen Familien, die diesen Transport nutzen.
So, ich glaube jetzt habe ich Eure Geduld schon überstrapaziert, aber dieses Reisziel ist wirklich etwas tolles, und die Altkuh hat dann auch noch schöne Erinnerungen....als wir unsere Hochzeit planten, wollte unsere indonesische „Familie“ auch dabei sein. Statt unsere „Großfamilie“ einzufliegen sind wir dann lieber mit unserer
Richtigen Familie nach Sulawesi zur kirchlichen Trauung geflogen...und auch hier sieht man, wie klein die Welt ist....der Pfarrer mitten im „Nichts“ kannte unser 980-Seelen-Dorf in Rheinhessen, weil die rheinhessische Kirche und die Kirchen in Minahasa eine Partnerschaft haben und er 7 Jahre in Rheinhessen war......
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-11 11:53:19 mit dem Titel ein lohnendes ziel
So, jetzt habe ich so viele Reiseberichte gelesen und Fernweh bekommen, dass ich selbst auch wieder einen schreiben möchte.
Ein gutes Reiseziel für Leute, die nicht auf Massentourismus stehen, aber auch nicht den Mut zu einem richtigen „Abenteuerurlaub“ haben, ist sicherlich die indonesische Insel Lombok, gleich östlich von Bali liegend und zu den kleinen Sunda-Inseln gehörend.
Bei meinem ersten Besuch im Jahre 1989 gab es noch keine größeren Hotels, sondern nur kleine, meist von Einheimischen betriebenen Losmens und die Leute waren den Touristen gegenüber aufgeschlossen und freundlich. Zu dieser Zeit war Lombok noch ein Geheimtip für Rucksackreisende. Anfang der Neunziger konnte man das Heulen kriegen, wenn man über die Insel fuhr. Überall tauchten Bauzäune mit Namen der großen Hotelketten auf, die Palmen wurden abgesägt- die einheimischen Fischer von aus ihren Dörfern ins Hinterland vertrieben. Weiterhin mit Zugang zum Strand versteht sich....wer’s glaubt... Heute ist es vorbei mit der einstigen Idylle der Insel. Wie immer sind es die internationalen Hotelketten und vielleicht auch die Nachbarinsel Bali, die den Profit kassieren, und nicht die einheimische Bevölkerung.....
Trotz aller Veränderungen hat sich Lombok einen gewissen Charme bewahrt und ich betrachte es als lohnendes Urlaubsziel auch für Leute, die sich noch nicht weit in die Welt gewagt haben.
Anreise: Entweder mit der Fähre von Bali oder mit dem Flugzeug, auch über Bali. Ich würde niemandem empfehlen, eine Pauschalreise zu buchen,es sei denn ihr habt ein Super-Angebot....Mit einem billigen Flug und dann einfach auf gut Glück eine Unterkunft gesucht, ist es hier wirklich kein Problem und extrem billiger....
Für ein Doppelzimmer in einem sauberen Losmen mit eigenem WC und Mandi (gekacheltes Becken mit wasser gefülllt, mit einer großen Schöpfkelle duscht man sich ab; viel erfrischender als eine Dusche...) zahlt man vielleicht 10 Euro, das ist dann aber schon teuer.....
Zur Insel selbst: die Hauptstadt Mataram besteht eigentlich aus drei Teilen, aus Mataram selbst, der chinesisch geprägten Hafenstadt Ampenam und dem hinduistisch geprägten Cakranegara, die übergangslos ineinandergewachsen sind, besteht.
Der Tourismus hat sich in Senggigi angesiedelt, etwa 15 Minuten mit dem Auto. Das ist ein ehemaliges Fischerdorf an einem langgestreckten weißen Sandstrand, manchmal auch mit Ausblick auf Bali...
Entlang der Haupstrasse haben sich zahlreiche Hotels, Losmen, Supermärkte, Lädchen, Internetcafes usw. angesiedelt, Tourismus pur eben und für jeden Geldbeutel etwas dabei.
Handeln kann man immer, generell würde ich Zimmerpreise immer in Landeswährung und nie in USD aushandeln. Die Spanne ist groß, ich habe im Melati Dua Cottages vor ein paar jahren z.B. umgerechnet 30 Mark für ein Cottage mit Frühstück bezahlt.....im Sheraton sind 180 USD für die Nacht der offizielle Preis....
Ich selbst gehe gerne mal nach Senggigi zum Schwimmen und Essen, lebe aber lieber in Cakranegara in einem kleinen Losmen, Nette Leute, gutes Essen und Zimmer ab 5 Euro......nachdem er ein wenig Geld gemacht hat, hat der Besitzer sogar ausgebaut, und bietet für ca 20 Eur kleine Bungalows mit A/C und heiß Wasser an- super und sauber. Hier kann man sich wohl fühlen und ist weg vom Tourismus, aber dann ist man natürlich auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen.
Zum Thema Fahren: wie überall in Indonesien ist hier Linksverkehr angesagt, wenn man vorsichtig ist und langsam fährt, kein Problem. Indonesier fahren erst und schauen dann, daran sollte man immer denken!
In der Dämmerung setzt man sich in den Dörfern im Inselinneren gerne auf die dunkle warme Asphalt-Fahrbahn, um nicht zu frieren!!!!
Sehenswürdigkeiten gibt es auch: hierzu zählen viele Tempel, die vorgelagerten Koralleninseln (Gilis), aber auch der Vulkan Rinjani, der über der Insel thront. Es lohnt, einfach loszufahren, so sieht man am meisten und lernt ein Land kennen. Reiseunternehmen zeigen einem nur kleine Teile und einheimische Guides kennen die Insel schlechter als mancher Tourist. Anfang der neunziger nahmen wir unseren Hotelboy in sein Heimatdorf mit, das er seit 5 Jahren nicht mehr gesehen hat, weil es ca. 20 km von Mataram entfernt lag!!!!
Im Landesinneren leben die sogenannten Sasak, die ihre eigene Kultur, aber auch ihre eigene Sprache haben. Ist man man irendwo „verloren“ gegangen: zumindest der Lehrer und der Bürgermeister (kepala desa) jeden Dorfes sprechen die offizielle Landessprache Bahasa Indonesia, die ja eine Kunstsprache ist, und meist auch drei Worte englisch, die man an Touristen gerne testet...
Die Landschaft ist abwechslungsreich und je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich. Wo sich in der Trockenzeit fast Wüste ausbreitet, da kann in der Regenzeit fast Dschungel sein....
Es gibt Wasserfälle und Seen, stille Meeresbuchten und Reisfelder....Abwechslung pur. Hier ist sicher für jeden etwas dabei. Wer will, kann natürlich auch auf die Nachbarinseln Bali oder Komodo (hier gibt es die berühmten Komodo-Warane) fahren. Die Fährverbindungen sind gut und billig.
Auch Lombok ist ins Netz der nationalen indonesischen Schiffahrtslinie Pelni eingebunden, über die ich schon in meinem Sulawesi-Bericht geschrieben habe. Die Fahrpläne und Routen ändern sich von Jahr zu Jahr- also nachfragen. Pelni ist auch im Internet unter www.pelni.com
So, in der Hoffnung, die Insel auch wieder so vorzufinden (Indonesien verändert sich zu schnell...)verbleibe ich bis zum nächsten Mal: Eure Altkuh!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-12 08:40:41 mit dem Titel Die Gewürzinseln "unter dem Wind"
Die Molukken- die ehemaligen „Gewürzinseln“ im Osten Indonesiens, sind beileibe alles, aber kein Massenurlaubsziel und deshalb auch nicht gerade einfach zu bereisen.
Wir waren kurz vor den großen Unruhen in Indonesien dort, und ich war überrascht, wie offen die Leute in dieses Gegend damals schon waren. Das ist in einer wenig bereisten Gegend nicht selbstverständlich- waren wir doch schon zu Zeiten z.B. auf lombok, wo die Menschen vor weißen Menschen noch geflüchtet sind aus Angst....
In Ambon jedoch, konnte man offen auf der Straße spazieren gehen, ohne angegafft oder wegen weißer haut und blonder Haare betatscht zu werden......Dass gerade hier die Unruhen so groß waren, stimmt mich noch immer sehr traurig....
Nun aber zu den Molukken selbst: wir haben Ternate, Ambon und Ceram besucht, e gibtv aber noch zahlreiche große und kleine Inseln.....Angekommen sind wir mal wieder nicht mit einer der ohnehin recht raren und unzuverlässigen Flugverbindungen, sondern mit der staatlichen indonesischen Schifffahrtslinie PELNI (wird wohl mal ein Extra-Bericht fällig sein...) In Ternate hatten wir nur einen kurzen Zwischenstopp eingelegt, mußten aber mit unseren Freunden die lokale Spezialität essen: die Kokosnuss-Krabbe, auch Kokosnuss-Dieb genannt, weil- kaum zu glauben- diese Krabbe auf Palmen krabbelt und Kokosnüssen erntet.....die Tiere haben jedoch auch eine entsprechende Größe und man wird bequem satt.......Ternate war die eigentliche „Gewürzinsel“ unter der holländischen Kolonialmacht. Ich möchte hier nicht weiter auf die damaligen Praktiken der europäischen „Herren“ eingehen, aber die Geschichte ist hier sehr blutig....trotzdem haben die Holländer auch positive Dinge hinterlassen, die guten Bäckereien z.B.Die gewürzinseln wurden vor allem wegen den Gewürznelken ausgebeutet, die Blüten der Nelkenbäume, die auch heute noch in großen Plantagen in weiten gebieten Indonesiens angebaut werden. Heutzutage jedoch vor allem wegen der indonesischen Zigarettenindustrie- die mischen nämlich dieses Pulver in den Tabak und jeder der schon mal in Indonesien war, kennt den allgegenwärtigen Geruch von Kretek-Zigaretten.....
Ternate ist nicht sehr groß und nahezu kreisrund, ich kann hierzu leider nicht viel berichten, weil wir nur wenig Zeit hatten, die Insel zu erkunden, bevor unser Schiff wieder abgelegt hat.
Ambon ist groß und erscheint im Gegensatz zu vielen indonesischen Provinzstädten sehr weltoffen und multikulturell. Die Mehrheit der Einwohner gehört dem christlichen Glauben an; es gibt einige größere einheimische Hotels und genügend Möglichkeiten, sich gut zu verpflegen. Leider sind mit den blutigen Unruhen der letzten Jahre auch größere Zerstörungen im Stadtbild einhergegangen und das Gesicht dieser Stadt wird wohl nie mehr das gleiche sein wie früher....
Wir bekamen damals eine Stadtrundfahrt besonderer Art: da wir mit indonesischen Freunden aus Manado zusammen unterwegs waren, holte uns die Tochter eines Freundes, die im örtlichen Krankenhaus als Ärztin arbeitet, mit dem Krankenwagen (!) ab. Eine recht lustige Erinnerung......
Ambon hat eine sehenswerte und nahezu unverfälschte Natur , schöne Strände und wirklich glasklares Wasser.
Manchmal kann man noch die Reste von japanischen Landungsbooten aus dem zweiten Weltkrieg am Strand verrotten sehen- ein seltsamer Kontrast.
Wir sind dann noch mit der Fähre nach Seram gefahren, einer riesigen, aber nahezu unbewohnten Insel, die noch unberührten Regenwald und wunderschöne Wasserfälle aufzuweisen hat. Hier ohne Hilfe zurechtzukommen, ist jedoch schon relativ schwierig, weil eigentlich keine Infrastruktur vorhanden ist. Man muß also schon improvisieren. Die Fahrt mit der Fähre dauert ca. 1-2 Stunden, hier kann man auch ein Auto, oder Motorrad mitnehmen, um auf Seram mobil zu bleiben.
Die Molukken sind kein einfaches Reiseziel und sollten nur von Reisenden angesteuert werden, die in punkto Infrastruktur und auch Unterkunft auch mal Abstriche machen können. Dafür wird man aber mit einer wunderschönen Landschaft und netten Leuten reichlich entlohnt.
Für weitere Informationen kann ich Euch wie immer die Traveller-Handbücher aus dem Stefan-Loose-Verlag empfehlen. Hier werden sowohl die Erfahrungen der Autoren, als auch die Erfahrungen der Leser, die vor Ort waren und neues berichten können., eingebracht.
Jetzt bekomme ich wieder „Heimweh“ nach Indonesien, denn seit unser Sohnemann zur Welt kam, haben wir erst mal eine „Asien-Pause“ eingelegt......
Also dann Terima kasih für’s Lesen!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-12 08:41:28 mit dem Titel Am Ende der Welt
Heute möchte ich Euch einen Bericht über eine wohl relativ unbekannte Insel schreiben, nämlich die Insel Buton im Südwesten von Sulawesi in Indonesien.....
Die Insel wurde jahrhundertelang von Sultanen regiert. Im 17.Jahrhundert versuchten die Holländer , Verträge zu schließen (Gewürzhandel...), die Verträge wurden aber ignoriert. Bis 1906, als die Holländer erneut Fuß faßten, galt Buton als unnahbarer, kriegerischer Piratenstaat. Bis 1960 gab es nicht weniger als 37 Sultane in Buton. Dann wurde die Insel in den indonesischen Staat eingegliedert und der Sultan verlor seine politische Macht. Bis heute jedoch erkennt man an den Familiennamen, wer zum Adel oder zum Volk gehörte und die Butonesen sind im Gegensatz zu anderen Indonesiern recht unnahbar.
Die Insel Buton ist übrigens der einzige Ort in Indonesien und einer der wenigen in der Welt, in der natürliche Asphaltvorkommen ausgebeutet werden können, und wird deshalb im Land oft als Asfal-Buton bezeichnet. Tragischerweise gab es dennoch nur wenige Kilometer asphaltierter Straßen auf Buton, aber das mag sich mittlerweile vielleicht geändert haben, es ist doch schon 3-4 Jahr her....
Die Insel ist ca. 150km lang und 10-30 km breit. Im Landesinneren sind große Waldgebiete geschützt, hier gibt es seltene Papageien- und Tierarten.
Sehenswert ist der Benteng Wolio, eine Festungsanlage der Sultane, die im 17.Jahrhundert gebaut wurde. Die Mauern sind ca. 3 km lang. Durchbrochen von 12 Toren und Wehrtürmen. Der zement, mit dem sie gebaut wurde, besteht aus einer Mischung aus Muschelkalk, Sand, wasser und rohen Eiern! Hier gibt es auch zahlreiche alte Kanonen, die die Holländer dem Sultan geschenkt haben, und mit denen sie später selbst beschossen wurden!
In der Festung befinden sich ein Dorf, 2 Sulatnspaläste, eine 260 Jahre alte Moschee, ein 180 Jahre alter Flaggenmast und das grab des Sultan Murhum. Die Aussicht über die Meerenge zwischen Buton und Muna ist geradezu atemberaubend.
Wir sind wie so oft mal wieder mit dem Schiff nach Buton gekommen. Damals gab es auch keine regelmäßigen Flüge. Mitten in der Nacht kamen wir mit der K.M. Ciremai aus Manado
in die Meerenge. Die Einfahrt in den Hafen Murhum muß bei Tage wunderschön sein- dicht gleiten schroffe Felsen und Urwälder am Schiff vorbei. Nachts wirkte alles sehr unheimlich- das große Schiff in dem dunklen Kanal, die Offiziere auf der Brücke leuchteten die Ufer mit dem Suchscheinwerfer ab....mir wurde es schon mulmig, nicht wegen des Schiffes- die Besatzungen verstehen ihr Handwerk, aber von einer Stadt oder größeren Siedlung war nichts zu sehen und nur wenige Passagiere bereiteten sich auf’s Aussteigen vor. Wo würden wir landen, das Schiff wurde immer langsamer und nur vereinzelt waren Lichter am Ufer sichtbar. Und schließlich hatten wir ja auch noch keine Unterkunft...
Schließlich landeten wir im Hafen Murhum der Inselhauptstadt Bau-Bau. Da ich wie immer meine „Reise-Bibel“, das Traveller-Handbuch, dabeihatte, hatte ich schon den Namen einer Unterkunft im Sinn, als wir uns jeder mit seinem Rucksack in eine Fahrrad-Rikscha fellenließen und noch einmal wehmütig dem Schiff nachblickten, daß schon mit der Sirene zum Einsteigen mahnte und wie der einzige sichere hellerleuchtete und einladende Platz auf Erden wirkte...es wird erst in 14 Tagen wieder hier sein...
Wir blieben im Losmen Deborah, für indonesiche Verhältnisse damals recht teuer (ca.40 DM/Nacht) aber einigermaßen sauber und sogar mit Klimaanlage und Kühlschrank. Im Hotel schafften wir es dann auch, ein Auto zu mieten, das zwar in einem erbärmlichen Zustand war- aber besser als nichts! Einziger Nachteil: der Wagen war sonst als Bemo (öffentlicher Bus) unterwegs, hatte das entsprechende gelbe Nummernschild und wurde ergo von jedem Fußgänger herangewunken zwecks Mitfahrgelegenheit. Die erschreckten Gesichter waren sehenswert, wenn sie die „orang putih“ (Weiße) im Bus gesehen haben.....
Wir hatten also Gelegenheit, die Insel zu erkunden. Sehenswert ist der Wasserfall Tirta Rimba und der wunderschöne weiße Sandstrand Pantai Nirwana.
Leider wird auch Buton von der Regierung für Transmigrasi-Projekte benutzt, das heißt Leute von den bevölkerungsreichen Inseln wie Java und Sumatra werden mehr oder weniger freiwillig umgesiedelt und bekommen hier ein Stück Land zum Leben und Bearbeiten.
Unsere Reise ging weiter mit der Fähre nach Kendari in Zentral-Sulawesi; hier war es schon etwas abenteuerlicher. Es handelte sich zwar um eine recht moderne Boots-Variante eines Katamarans, aber die Bauweise erinnerte stark an Marke Eigenbau, und wenn etwas passiert wäre, hätte keiner das Boot verlassen können. Weil: als alle Plätze voll waren, stellte man eben Plastikstühle in den ohnehin schon engen Gang und vor die Türen.......
Unsere Reise führte uns dann von Kendari mit dem Flieger weiter nach Surabaya, doch davon später...
Ich hoffe, Euch hat der Bericht ein wenig gefallen,
Bis dann, Eure Altkuh!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-17 18:16:11 mit dem Titel Nur für Hartgesottene und starke Nerven
Heute möchte ich Euch über eine Reise nach Kalimantan berichten. Die drittgrößte Insel der Welt ist bei uns noch immer unter dem Namen Borneo bekannt. Eigentlich ist das der name für das Sultanat Berunai (Brunei), den die Engländer jedoch in ihre Sprache übertrugen und auf die ganze Insel bezogen.
Im 539460 Quadratkilometer großen idonesischen Teil der Insel leben nur ca. 10,3 Millionen Menschen. Holz und Erdöl sind die Basis des wirtschaftlichen Reichtums der Insel. Man schätzt, dass noch ca. 50 % mit Regenwäldern bedeckt sind, aber leider wird viel Wald abgeholzt und –gebrannt....
Alle Provinzen Kalimantans sind vom Tourismus noch nicht erschlossen. Wer die Insel kennenlernen will, braucht vor allem: viel viel Zeit.....
Wir sind mit dem Schiff in Balikpapan angekommen und weiter nach Banjarmasin geflogen. Die Inlandsflüge der indonesischen Fluggesellschaften sind nicht überteuert, rech häufig, aber leider nicht immer pünktlich....
Banjarmasin ist die Hauptstadt der Provinz Kalimantan Selatan. Das Stadtbild wird von vielen Kanälen und Flußarmen geprägt, die den Ort wie ein Labyrinth durchziehen. Von morgens bis abends ist hier auf dem Wasser reger Verkehr...
Die Menschen hier sind relativ wohlhabend und recht freundlich.
Eine halbwegs annehmbare Unterkunft zu finden war jedoch trotz des großen Angebotes nicht gerade einfach, wir haben am Schluß kapituliert und sind in ein relativ teures Hotel gezogen.
Hier war es wenigstens sauber...das ist ohnehin ein großes Problem hier- Banjarmasin ist etwas für hartgesottene Traveller- das wunderschöne Labyrinth der Wasserwege, das so romantisch aussieht, ist ein einziges Gemisch aus Schlamm und Exkrementen. Hier sieht man das überall in der dritten Welt vorherrschende Problem: unten am Fluß wäscht jemand Wäsche, etwas darüber holt jemand Wasser zum Kochen, noch höher putzt man sich im Schlamm die Zähne, und ganz oben sch...gerade jemand hinein......Über Kindersterblichkeit und Krankheiten braucht man sich ergo keine Gedanken zu machen...
Der Schiffsverkehr ist halsbrecherisch- es ist in Mode immer genau auf ein entgegenkommendes Boot zuzuhalten und erst im allerletzten Moment (wenn überhaupt) auszuweichen. Auch wir sind in einen Unfall auf unserem Wassertaxi verwickelt gewesen, und ich war froh, dass wir mit dem Schrecken davongekommen sind. Die Kanäle sind eng und kurvig, aber die Fahrer rasen wie die Wilden- nichts für schwache Nerven.
Genauso geht es auf den riesig breiten großen Flüssen zu, auf denen große Lastkäne und Holzflöße fahren. Die Flüsse sind teilweise vielleicht 3 mal so breit wie der Rhein- trotzdem muß man immer ganz knapp aneinander vorbeifahren; scheinbar um seine Fahrkünste zu beweisen....
Essen ist in genügender Auswahl vorhanden, aber ein einigermaßen gutes Lokal zu finden , ist nicht einfach. Wer mal dort sein sollte, mmuß bei den „lezat Baru brothers“ einkehren, ein chinesisches Restaurant mit absolutem Top-Essen!!
Die Stadt ist sehenswert, aber wie gesagt, etwas schwierig. Auch wir hatten hier gesundheitliche Probleme...wenn man dann gerade auf irgend einem Kanal unterwegs ist und eine Toilette sucht, wird man zum nächsten schwimmenden Laden gebracht, und steht in einem Bambus-Kabuff, der auf dem Wasser schaukelt, durch den das Wasser reinschwappt, und in dem man einfach durch die Bambusstangen im Boden .....na ja ihr wißt schon was.
Alles in allem habe ich an diese Stadt keine allzu guten Erinnerungen.
Sehenswert ist die InselKaget, die heimat der berühmten Nasenaffen. Auch hier hatten wir ein besonders gutes Erlebnis: Unser junger Speedboat-Fahrer setzt uns am schwer zugänglichen Ufer ab- wir schleichen und leise durch den Morast- die Affen endlich im Blickfeld, als unser Fahrer ein Radio dudueln lässt, dass er abenteuerlich an eine Autobatterie angeschlossen hat....das Ergebnis war klar: alle Affen sind sofort geflüchtet und wir haben uns umsonst auf den Weg hierher gemacht.....der „Guide“ konnte das natürlich nicht verstehen!
In der Gegend von Batu Licin gibt es zwar einige schöne Strände, aber mit anderen Orten in Indonesien lassen auch die sich nicht vergleichen.
Wir haben es nicht lange hier ausgehalten und sind weitergeflogen nach Tarakan in Nordost-Kalimantan.
Der Flug der Bali Air mit einer 9sitzigen Britten Norman Islander war toll und beeindruckend, allerdings hat er mich auch sehr traurig gestimmt, denn man konnte aus der relativ niedrigen Flughöhe viel Rauch und Feuer über dem Land sehen. Die naiven Einwohner denken nicht drüber nach, dass sie ihr Land der Erosion freigeben, und die ausländischen Öl- und Holzgesellschaften nutzen das schamlos aus....
Tarakan lebt vom Öl und demenstprechend sieht die Stadt auch aus. Ein Teil ist auch hier in den Fluss, bzw. aufs Meer gebaut, und auf den Anlegern spielt sich das Leben ab. Wir haben keine Experimente gemacht, und die Nacht im Tarakan Plaza Hotel verbracht. Auch das ist nicht so, wie es sich anhört, aber sauber. Wir wollten ohnehin nur einen freund treffen, der von Surabaya hierhergezogen ist.
Tarakan ist Ausreiseort nach Malaysia, dessen Provinz Sabah sich im Osten Kalimantans befindet.
So sind wir von hier nach Kota Kinabalu in Malaysia weitergeflogen- aber das kommt dann im nächsten Bericht!
Bis dann!
Eure Altkuh!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-20 12:23:57 mit dem Titel Tipps für Indonesien-Reisende
Heute dann noch ein Bericht über unsere diesjährige Indonesien-Reise, die uns im Oktober über Hong Kong und Singapore nach Nord-Sulawesi geführt hat.
Es war die erste Reise seit langem und die allererste Reise in dieses Land zusammen mit unserem nun fünfjährigen Sohn.
Da ich von den meisten früheren Reisen her schon über die einzelnen indonesischen Regionen berichtet habe, möchte ich hier vor allem auf allgemeine Veränderungen und Infos eingehen, die für Reisende von Interesse sein könnten.
Reisen mit Kindern
Dazu auch gleich an alle Eltern vorweg: habt keine Angst davor, mit Euren Kindern dieses Land zu besuchen. Es gibt kaum ein Land, das kinderfreundlicher ist als Indonesien und überall wird versucht, alles nur erdenkliche an eventueller Hilfe für Kinder aufzutreiben. Abfinden muß man sich damit, dass kleine Europäer natürlich überall sofort im Mittelpunkt des Interesses stehen. Auch in größeren Städten kann man nicht durch die Gegend laufen, ohne dass das Kind angesprochen und natürlich auch angefasst wird.
Auf die allgemeine Hygiene und natürlich vor allem den Mückenschutz muß man natürlich gerade mit Kindern achten! Ich habe mir vorher viele Gedanken darüber gemacht, aber wenn man das Kind entsprechend sensibilisiert, jeden auch noch so kleinen Kratzer desinfiziert, das abendliche Duschen vor Sonnenuntergang
zum absoluten Ritual macht (moskitos...) und beim Essen bestimmte Regeln einhält, hat man eigentlich nicht mehr Risiken als in den meisten Touristengebieten der übrigen Welt.
Ach ja: auf jeden Fall für das Kind einen Reisepass ausstellen lassen, der Kinderausweis genügt NICHT!
Politische Lage
Die politische Lage im Land ist nach außen hin relativ ruhig, man sollte sich dennoch beim auswärtigen Amt vor der Abreise informieren . Wir haben uns nun seit unserer letzten Reise vor mehreren Jahren erstmalig wieder entschlossen, Sulawesi zu besuchen, weil es sich hier eigentlich um eine für indonesische Verhältnisse aussergewöhnliche Region handelt: der Bildungsstand ist relativ hoch, die Hauptreligion ist das Christentum. Nord-Sulawesi ist eine der wenigen Gegenden, die nicht von politischen Unruhen heimgesucht wurde, allerdings gab es auch hier Probleme, da viele der vertriebenen Christen sich hierher geflüchtet haben, so sind die Städte in den letzten Jahren doch sehr gewachsen....
In der momentanen Lage ist man eigentlich fast nirgends in der Welt sicher....wir waren selbst in Manado als die erste Bombe im Oktober dort explodierte, die Gott sei Dank jedoch keinerlei Schaden anrichtete.....nur Stunden später fand der Anschlag auf Bali statt. In Manado selbst blieb alles ruhig, es wurde viel diskutiert darüber, dass nun auch die eigene Stadt irgendwo betroffen war. Bedenklich stimmt mich, dass es nun auch eine christliche Legion junger Männer in Indonesien gibt, als Gegenpol zu ähnlichen muslimischen Vereinigungen.....man weiß nie, wohin so etwas noch führen mag.
Währung
Die indonesische Währung, die Rupiah, ist in den letzten Jahren stark verfallen. Waren etwa 1995 ca 1200 Rupiah 1 DM, so bekommt man heute für einen Euro etwa 8000 Rupiah und de Verfall beschleunigt sich.
Gleichzeitig steigen die Preise im Land horrend an. Für den Europäer ist immer noch alles sehr billig, für die Indonesier werden manche Dinge jedoch geradezu unerschwinglich.
Tauscht man in Deutschland Rupiah, so bekommt man die Info, dass man nur 50000 IDR mitführen darf, das stimmt jedoch nicht mehr, es sind mittlerweile 5 Mio IDR....
Im Gegensatz zu früher findet man überall Automaten, wo man mit der EC (Maestro) Karte günstig Geld abheben kann (Gebühr ca. 6 EUR). Bei Bezahlung mit Credit Card unbedingt die Karte im Auge behalten, die Kriminalität in dieser Beziehung steigt ständig an!
Verkehrsanbindungen
Die Verkehrsverbindungen sind besser geworden. Sind wir früher immer erst nach Jakarta geflogen, so bietet heute Silkair, der Regionalcarrier von Singapore Airlines zahlreiche Direktflüge von SIN nach z.B. Manado oder auch Lombok, Ujung Pandang und einigen anderen indonesischen Destinationen an, was vieles erleichtert, da Silkair im Gegensatz zu den indonesischen Airlines doch um einiges zuverlässiger und pünktlicher ist.
Ich hoffe, ich kann dem einen oder anderen damit weiterhelfen- falls jemand spezielle Fragen hat, kann er mich gerne kontaktieren.
Ich selbst finde Indonesien ist eines der faszinierendsten Länder der Welt mit einer unglaublich netten Bevölkerung und ich hoffe, dass man es bald wieder wirklich unbesorgt bereisen kann.
Liebe Grüße von Eurer Altkuh
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