Vor einiger Zeit musste ich ein Referat schreiben, in den auch Infos aus 3 bestimmten Artikeln einfließen sollte. Leider bekam ich die Zeitschriften in denen die Artikel drinstanden in keiner Bibliothek in meiner Reichweite. Für das Referat hatte ich zwar 8 Wochen Zeit, aber Fernausleihe dauert -zumindest habe ich das von allen Seiten gehört - mehrere Wochen.
Ich setzte mich an den Computer und suchte im Internet, in der Hoffnung, dass die Berichte vielleicht online sind. Falsch gedacht.
Dafür stieß ich auf subito-doc.de
Ich schreibe bewußt nur eine grobe Übersicht darüber, was subito-doc ist, da eine ausführliche Beschreibung den RAhmen des Möglichen sprengen würde. Ich denke mal, das es reicht, was ihr hier lesen könnt. Falls ihr meint, das da noch was rein muss, schreibt es biiiiiiittte in den Kommentar, ich trage es nach.
Über subito-doc!
****************
Es handelt sich bei subito um einen Dokumentlieferdienst internationaler Bibliotheken, der versucht, Kopien von Zeitschriftenaufsätzen und Teile aus Büchern und Ausleihe von Büchern schnell und unkompliziert zu versenden und auch Ausleihe von Büchern unterstützt. Die Dokumente sollen innerhalb von 72 Stunden versandt sein.
Möglich ist Online-Recherche, Bestellung und direkte Lieferung von Fachliteratur an Benutzer. Das Motto lautet:
Die Literatur soll zur rechten Zeit am rechten Ort sein!
Zur Verfügung stehen mehrere Millionen Bücher, Zeitschriften nicht nur in deutschen sondern in europäischen Bibliotheken. Subito versucht diese Bücher vielen Leuten zugänglich zu machen.
Entstanden ist subito-doc aus einer von Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Ländern durchgeführten Initiative zur Beschleunigung der Literaturversorgung.
Dort kann man sich als Benutzer regristrieren lassen und hat dann Zugang auf Zeitschriftendatenbänke und Kataloge für Bücher, Sammelbände und Dissertationen.
Für die Regristrierung muss man folgende Angaben machen:
Name, Adresse, Land und Angabe des KFZ-Zeichen vom Land, in das die Lieferung erfolgen soll.
Desweiteren kann noch die Tel.Nr. angegeben werden und Fax und E-Mail.
Es gibt laut Infos auf der Homepage ein zentrales subito-Zugangssystem und auch andere subito-Zugangssystem wo man sich regristrieren kann.
Ich bin da leider noch nicht ganz hintergesteigen. Ich hab mich beim zentralen subito-Zugangssystem regristriert, dort kann man auch Angaben anklicken, zum Lieferweg, Lieferform von Dokumenten und Zahlungsweise.
Nach all diesen Angaben und abschicken der Regristrierung erhält man eine Benutzernurmmer und ein Passwort per Post zugeschickt und auch direkt am Bildschirm angezeigt. Dann kanns losgehen.
Natürlich kann man auch als Gast recherchieren, aber dann selbstverständlich keine Dokumente etc. zugeschickt bekommen.
Die Funktionsweise erklär ich mal anhand einer Zeitschriftenartikelsuche:
Hierzu muss man wissen, welchen Artikel man sucht und in welcher Zeitschrift dieser erschien. Diese Sachen muss man eingeben und erhält dann eine Liste mit Bibliotheken, die diese Zeitschrift im Bestand haben. Dann klickt man einen Lieferanten an, der den gesuchten Jahrgang hat. und klickt auf Bestellung. In das Formular gibt man die genauen Daten an: Aufsatztitel, Jahrgang, Heftnummer, Erscheinungsjahr und Seitenzahlen. Die Angaben müssen sehr genau sein, damit auch das richtige zugesandt wird und die Lieferung ohne Verzögerung erfolgt.
Bei Büchern soll es wohl genau so laufen. Mehr kann ich dazu nicht schreiben, da ich einmal bestellt habe und da auch nur Zeitschriftenartikel.
Wann erhält man das Dokument?
*****************************
Es gibt hier zwei Dienste: Normal- und Eildienst
Normaldienst: Der Lieferant hat
3 WErktage außer Samstag Zeit, die Bestellung auszuführen
Eildienst: ein Werktag außer Samstag
Bearbeitungszeit = Zeit zwischen Eingang der Bestellung und Beginn des Versandes
Ich hatte Normaldienst angegeklickt und hatte die Kopien trotzdem schon am nächsten Tag zur Verfügung.
In welcher Form kann man Dokumente erhalten?
*************************************** *****
Natürlich auf dem Postweg, aber auch per E-Mail, FTP aktiv, FTP passiv, Fax und Selbstabholung.
Es unterstützen aber noch nicht alle Bibliotheken alle Lieferwege.
Nutzergruppen
**************
es gibt 4 Nutzergruppen:
Gruppe 1: u.a. Schüler, Studenten, Azubis, Mitarbeiter/Angehörige von Hochschulen... (zuviel um hier aufzuzählen)
Gruppe 2: Selbständige und Unternehmen (kommerzielle Nutzer)
Gruppe 3: Privatpersonen
Gruppe 4: Bibliotheken bzw. Bibliotheken von Einrichtungen, die hauptsächlich von öffentlichen Mitteln gefördert werden.
Die Zuordnung muss man selbst bei der Regristrierung vornehmen und muss auf Anfrage nachgewiesen werden.
Preise
*******
Ich schreib nur mal Preise für Nutzergruppe 1 auf, da ich dort drunter gefallen bin:
E-Mail/ FTP: Seiten 1-20 = 4,-€, jede weitere Seite 10Cent
Post: 6,-€, jede weitere Seite 10Cent
Fax: 7,-€, jede weitere Seite 25Cent
Bestellservice Bücher:
Post: 8,-€
Für andere Nutzergruppen gibts andere Preise. Das würde hier den Rahmen sprengen.
Wie bezahlt man?
****************
Jeder Lieferung liegt ein Lieferschein bei, bei E-Mails ist eine txt-Datei beigefügt.
Die Rechnung bekommt man von der Lieferbibliothek separat auf dem Postweg.
Es gibt Einzel- und Sammelrechnung. Sammelrechnungen sind günstig für Nutzer, die viel bestellen. Man bekommt dann nur eine Rechnung für alles, was man bestellt hat.
Zahlung erfolgt per Überweisung. Andere Möglichekeiten gibts im Moment nicht.
Erreichbarkeit
**************
Es gibt eine subito-Hotline: 030/417497-10/-17 und E-Mail:
info@subito-doc.de
Bei Problemen mit der Lieferung wendet man sich an die jeweilige Lieferbibliothek.
Weitere Nummern und E-Mails gibts auf der Homepage.
Lieferbibliotheken sind hauptsächlich Uni-Bibliotheken.
Weitere Infos zu Problemen, Bibliotheken, Statusmeldungen etc. etc. gibts auf der Homepage zu lesen.
Meine Erfahrung:
****************
Ich habe subito-doc bisher einmal genutzt. Ich wählte damals Normaldienst per E-Mail und rechnete daher damit, die Sachen in 3 Tagen zu haben. Tatsächlich bekam ich sie schon am nächsten Tag. Einfach superklasse. Einer der 3 Artikel war aber nicht lieferbar, da meine Angaben wohl nicht ganz korrekt waren. Die Homepage ist sehr sehr übersichtlich und einfach gestaltet. Es gibt Infos zu den Lieferbibliotheken, Tel.-Nr., Adresse usw., so dass man bei Fragen usw. dort anrufen kann.
Nur ganz billig find ich das Ganze nicht. Ich werde ihn daher nur nicht so oft gebrauchen. Allerdings bekommt man hier die Literatur schneller als über die übliche Fernleihe. Und dafür muss man noch nicht mal einen Fuß vor die Tür setzen (fördert irgendwo auch Bequemlichkeit).
Alles in allem nur empfehlenswert.
Für weitere Infos nachfragen oder auf der Homepage schauen.
...
ein Testbericht von JustOliver2004-01-28 16:39:02vom 28.01.2004Empfehlung: nein
Vorteile: Bücherleihe per Internt, schnell Lieferung...Nachteile/Kritik: Verfügbarkeit der Bücher, Teuer!!!
Im Rahmen der letzten Züge meiner Diss gilt es also nun, die Fußnoten auf die neuste Auflage zu bringen. Ein nerviges und vor allem aufwändiges Unterfangen. Aus diesem Grunde laß ich mit Interesse bei Ciao den Bericht über einen Online-Dienst namens subito-doc. Dieser soll es dem Literatursuchenden ermöglichen, problemlos über das Netz an die Literatur, die er zu lesen wünscht heranzukommen.
Also versuchte auch ich mein Glück, waren die benötigten Bücher in meiner Stammbibliothek nicht zu erhalten.
DER ERSTE EINDRUCK
=======================
Besucht man die Seite subito-doc.de so trifft man auf eine sehr schlichte Homepage. Im Hintergrund wurde wohl ein Schatten von Büchern eingebaut, oben rechts ist das Logo angezeigt und am linken Bildschirmrand ist das Menü zu finden. Alles ohne großen Schnickschnack, also gut für kurze Ladezeiten.
WER IST DAS?
=============
Nun wollte ich mir zunächst einmal ein Bild davon machen, wer sich hinter diesem Dienst versteckt. Schließlich will ich ja nicht auf irgendeinen unseriösen Mist reinfallen. Also klickte ich den Menüpunkt „Über subito“ an. Hier erfährt man, dass subito ein Verein ist. Hier haben sich verschiedene Bibliotheken, zumeist Uni-Bibliotheken zusammengeschlossen, um unkompliziert den Zugriff auf ihren Bücherbestand zu ermöglichen. Nutzern soll also die Möglichkeit geboten werden, Bücher zu entleihen sowie Artikel aus Zeitschriften zu bestellen.
WIE GEHT DAS?
===============
Nun, im Grunde ist das Prozedere ganz einfach. Zunächst muss man sich natürlich anmelden. Das ist im Grunde fix getan und meines Erachtens schon fast zu leicht. Denn es reicht im Grunde die Angabe persönlicher Daten. Eine Verifizierung dieser wird nicht vorgenommen. Dies ist meines Erachtens schon mal ein gewisser Sicherheitsfaktor, aber ok, das Risiko tragen ja die Bibliotheken.
Zum Abschluss erhält man per Mail seine kryptische Benutzerkennung samt Passwort, mit denen man dann fröhlich recherchieren kann.
Wobei recherchieren eigentlich zu viel gesagt ist. Man kann nach Artikel und Büchern konkret suchen, muss diese aber schon kennen. Eine Recherche nach bestimmten Themen, um zu schauen, welche Bücher und welche Artikel es so im Allgemeinen gibt, gibt es nicht. Hierzu wird lediglich ein Link zu einem entsprechenden Dienst geboten.
WAS KOSTET DAS?
===================
Nun, umsonst ist der Tod und der kostet noch das Leben. Demnach wird also auch die Leihe bei Subito was kosten. Hierzu wird in vier Kategorien unterschieden: Schüler und Studenten, kommerzielle Nutzer, Privatpersonen und Library Service. Bei letzterem handelt es sich um eine fixe Zustellung der gewünschten Dokumente zwischen Bibliotheken. Für Studenten kosten Artikel je nach Zustellungsart (Mail, Post, Fax) 4-6 Euro. Sollte der Artikel mehr als 20 Seiten umfassen müssen je Seite nochmals 0,10-0,25 Euro bezahlt werden. Bücher kosten 8 Euro. Auf die kommerziellen Nutzer gehe ich nun mal nicht ein, da dies nach Bibliothek differenziert wird. Für Privatpersonen ist der preis je Buch der gleiche wie für Studenten, Artikel kosten jedoch zwischen 6,50 und 9,50 Euro (Zusatzkosten gleich bei Studenten). Aufgrund der mangelnden Relevanz für meine Leser, gehe ich auf den Library Service nicht näher ein. Alle Preise gelten für den Normaldienst. Es gibt auch noch einen Eildienst, der dann aber nochmals entsprechend teurer wird.
OLAFs ERFAHRUNGEN
=====================
Nun, zunächst einmal sei darauf verwiesen, dass die Preise ja nicht ohne sind. Für welchen
Studenten sich das lohnen soll, ist mir fraglich, aber ok. Ich habe es eilig, da ich bald mit meiner Arbeit fertig werden will, da spielt Geld keine Rolle. Also machte ich mich an das Recherchieren der Bücher, die ich benötige. Und auch nur hiervon kann ich berichten.
Die Recherche ist sehr einfach. Nach einer kurzen Wartezeit erhält man dann die Ergebnisse der Suche, differenziert nach den Bibliotheken. Will man das Buch ausleihen, so bestätigt man einfach nur 2 Mal seine Auswahl und die Bestellung ist abgeschlossen. Alles recht einfach. Erster negativer Aspekt hierbei ist, dass nur teilweise die Möglichkeit geboten wird, zu prüfen, ob das Buch überhaupt ausleihbar bzw. vorrätig ist. Die ersten zwei Bücher, die ich bestellt habe, waren denn auch bald bei mir zu Hause. 3 Tage Wartezeit bei Normalbestellung ist ok. Alles ist dann auch recht gut organisiert. In einem Schreiben wird man auf Überziehungsgebühren hingewiesen, es wird mitgeteilt, wie lange das Buch ausgeliehen werden darf und teilweise erhält man sogar den Kleber für die Rücksendung, so dass die Abwicklung durchaus positiv ist.
Ferner ist mir negativ aufgefallen, dass bei vielen Büchern mir eine Mail geschickt wurde, dass eine Ausleihe nicht möglich sei. Hierfür gab es unterschiedliche Gründe, so z.B. die Zugehörigkeit des Buchs zum Präsenzbestand. Auch waren Bücher häufig entliehen. Das sind Dinge, die man vermeiden kann, wenn man die Prüfung der Verfügbarkeit ermöglicht. So ist das insgesamt echt unbefriedigend. Insbesondere der Verweis auf den Präsenzbestand ist nervig. Denn dann sollte das Buch meines Erachtens von vornherein als nicht ausleihbar gekennzeichnet sein.
Kommen Ausleihungen nicht zustande, wird man darüber zum einen per Mail informiert. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, den Stand seiner Bestellung innerhalb eines übersichtlich gestalteten Benutzerkontos abfragen.
Happig sind auch die Gebühren, denn man muss zu den 8 Euro ja auch noch die Rücksendung zählen. Da hier sicherheitshalber ein Paket geschickt werden sollte, kommt also noch mal ein ganzer Batzen oben drauf.
FAZIT
=======
Nun, 2 Bücher von 12 hab ich bekommen. Ne geringe Ausbeute, die zudem bei erfolgreicher Leihe recht kostspielig ist. Kostspielig ist auch das Angebot bei den Zeitschriften, das über Bestellungen bei den Bibliotheken direkt deutlich preiswerter ist. Hierzu allein reicht ein Ausweis bei der nächsten Uni-Bibliothek, den man auch als Nicht-Student bekommen kann. Dies scheint mir insgesamt die günstigere Alternative, auch wenn man sich mal vom Rechner weg bewegen muss. Daher stehe ich subito-doc skeptisch gegenüber.
...