Deutsche Bahn Testberichte
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Tests und Erfahrungsberichte
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Endlich mal günstig Bahnfahren
09.05.2002, 22:19 Uhr von
Sedi*
Willkommen in meinem kleinen Profil! Ich bin der Sedi* und bin relativ neu hier. Ich bin üb...4Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Um meine grosse Liebe zu erreichen, muss ich mich am Wochenende in den Zug setzen und 2 Stunden Bahn fahren. Ich habe zwar auch ein Auto, doch nach einem schrecklichen Erlebnis im Stau, der über 3 Stunden anhielt und ich keinen Kilometer mehr vorwärts kam, bin ich auf den Schienenverkehr ungestiegen.
Anfangs fand ich das Bahnfahren super - der ICE war schnell in Köln, ich kam erholt an und konnte unterwegs sogar noch Gameboy spielen und Pokémon trainieren!
Doch mit der Zeit ging das Ganze wirklich ins Geld. So bezahlte ich für eine Strecke Bielefeld-Köln mit einem Twen-Ticket (20 % Rabatt auf jede ICE-Fahrt) 29,60 €. Der reguläre Preis liegt bei 37 €. So kostete mich ein Wochenende also immer um die 60 € Fahrtkosten.
Nun, für die Liebe macht man sowas natürlich - zumal die Wochenenden immer wunderschön waren - aber es ging natürlich auch ordentlich ins Geld.
Also musste ich mir Alternativen überlegen:
Ich stieg also zuerst mal in einen Bummelzug, doch das endete katatrophal! An einem Sonntag Abend empfiehlt es sich nämlich überhaupt nicht in solch einem Zug zu sein, da alle Bundeswehrsoldaten wieder zu ihren Kasernen zurückfuhren. So bekam man also schlecht einen Sitzplatz, verlor ausserdem noch viel Zeit, da diese Bummelzüge an allen erdenklichen Haltestellen halten und musste sich zudem auch noch das komische Gerede der Soldaten über tolle Munitionen oder Übungen anhören - Wahnsinn!!!
Der ICE war da die einzigste Fluchtmöglichkeit. Zwar hatte ich mir überlegt mir eine Bahncard zuzulegen, doch wusste ich nicht genau, wie lange ich noch Bahn fahren werde, da irgendwann dieses Jahr ein gemeinsamer Umzug ansteht und ich mich mit der Karte dann für 1 Jahr festgelegt habe.
Bei einem wöchentlichen Streifzug im Internet bei den An-und Abfahrtszeiten der Bahn auf www.bahn.de entdeckte ich dann den Button "surf & rail". Dieser wurde mit dem Slogan "Nie war Bahnfahren günstiger! surf & rail. Online buchen. Ticket selber ausdrucken." beworben.
Neugierig klickte ich mich hinein und war überrascht zu welchen Preisen dort die Tickets angeboten wurden.
Mit surf & rail kann man nämlich knapp 900 Direktverbindungen zwischen 61 Städten online zu besonders günstigen Preisen buchen. Je nach Entfernung für Hin- und Rückfahrt sollten die Tickets dort zwischen 40 € und 99 € kosten. Das hörte sich auch erst einmal super an. Ich klickte also meinen Abfahrtsbahnhof Bielefeld an und war erst einmal enttäuscht, dass Köln nicht als Ankunftsbahnhof aufblinkte. Doch bei genauerem Hinsehen sah ich, dass die Verbindung Bielefeld-Koblenz auch einen Zwischenstop in Köln macht. Also klickte ich mich tiefer in die ganze Buchungsgeschichte hinein.
Leider musste ich dann feststellen, dass man nicht an allen Tagen dieses günstige Ticket nutzen kann.
Surf & rail gilt nämlich an folgenden Tagen nicht: 28.03. (Gründonnerstag), 30.03. (Karsamstag), 01.04.(Ostermontag); 08.05. (Tag vor Himmelfahrt), 12.05. (Sonntag nach Himmelfahrt); 17.05. (Freitag vor Pfingsten); 20.05. (Pfingstmontag); 02.06. (Sonntag nach Fronleichnam); 06.10. (Sonntag nach Tag der Deutschen Einheit).
Gut, nachdem ich diese Tage berücksichtigt hatte, gab ich meine Reiseroute und meine gewünschten Termine ein. Ein Browserfenster öffnete sich und zeigte mir, dass nur ein gewisses Kontingent zu diesem Preis vorhanden sei.
Die Anzahl der zur Verfügung stehenden "surf & rail"-Tickets ist nämlich begrenzt. Eine grüne Ampel zeigt an, in welchen Zügen noch Plätze zu diesem Sonderpreis frei sind. Wenn für eine Verbindung das Kontingent erschöpft ist, zeigt die Ampel bei dem entsprechenden Zug rot.
Ist die Farbe hinter der angegebene Verbindung allerdings grün, so kann man sofort den gewünschten Zug per Mausklick buchen.
Meine Verbindung war zum Glück noch frei und so wählte ich diese Verbindung aus.
Jetzt allerdings stellte sich schon ein Nachteil ein: Da "surf & rail" ein reines Internet-Angebot ist, kann man dieses nur mit Kreditkarte in Anspruch nehmen.
Ich tippte also meine Kreditkartennummer ein und erhielt sofort nach erfolgreicher Eingabe und grüner Ampel der Reiseverbindung die Reiseunterlagen mit einer Buchungsnummer.
Diese Reiseunterlagen müssen sofort ausgedruckt werden, da sie den Fahrschein ersetzen. Diese Unterlagen mit der entsprechenden Buchungsnummer sind dann beim Zugfahren dem Schaffner vorzulegen.
So wird der Computer also mit "surf & rail" zum virtuellen Bahnschalter und der Drucker zum neuen Ticketautomaten.
Ich war zuerst ein wenig skeptisch als ich dann mit "meinem" Ticket ICE gefahren bin, denn ich wusste nicht, wie der Schaffner reagieren würde, da ich ja nur einen selbstgedruckten Zettel in der Hand hielt.
Bei der Ticketkontrolle stutzte dieser auch zunächst, doch er prüfte nur die Angaben der Reservierungsnummer mit seinen Angaben und meinem Personalausweis. Das war alles! Es hat also auf der Hin- sowie Rückreise alles super mit dem Ticket geklappt und es gab keinerlei Probleme damit.
Zu den Preisen ist noch folgendes zu sagen:
Es gibt bei "surf & rail" vier verschiedene Preisstufen für die Hin- und Rückfahrt in der 2.Klasse. Die Platzreservierung ist bereits inklusive, weitere Aufpreise und Zuschläge für ICE oder InterCity werden nicht erhoben. Als BahnCard-Inhaber spart man noch einmal in allen Preisstufen 5 €.Die Preise staffeln sich je nach Entfernung wie folgt:
mit BahnCard ohne BahnCard
Preisstufe I EUR 35,00 EUR 40,00
Preisstufe II EUR 50,00 EUR 55,00
Preisstufe III EUR 72,00 EUR 77,00
Preisstufe IV EUR 94,00 EUR 99,00
Ich musste also für die Hin- und Rückfahrt nach Köln 40 € (ohne Bahncard) bezahlen. Vergleicht man dies mit einem normalen Ticketverkauf (inklusive Rabatt durchs Twenticket, bei dem ich zusammen 60 € bezahlen musste), so habe ich 20 € gespart, was schon eine Ersparnis von 33 % zum Ursprungspreis ausmacht. Und das macht sich bei häufigem Zugfahren wirklich bemerkbar, zumal ich für diesen Preis wirklich nicht mehr Autofahren kann, da diese Kosten höher wären als mit dem Zug (und das kommt eigentlich sehr selten vor)!
Eine Ermässigung für Kinder gibt es übrigens nicht.
Nicht so gut finde ich leider, dass man dieses Angebot nur per Kreditkarte nutzen kann, da ja nicht jeder über eine solche Karte verfügt.
Ausserdem muss man "surf & rail" mindestens 7 Tage vor der Abreise buchen. Hier geht natürlich jegliche Spontanität flöten, denn bei seiner Buchung muss man sich schon auf die Uhrzeit genau auf eine Zugverbindung festlegen. Sollte man diesen Zug verpassen, so hat man keine Möglichkeit einen anderen Zug mit diesem Ticket zu benutzen, da Rückgabe, Umtausch und Erstattung nicht möglich ist.
Der Fahrschein gilt also nur in den gebuchten Zügen.
Dies ist natürlich blöd, wenn man sich überlegt 2 Stunden länger bei seinem Schatzi zu bleiben und einen späteren Zug zu nehmen, da man sich sonst so wieder ein neues Ticket besorgen muss, da die Gültigkeit des "surf & rail"-Tickets verloren gegangen ist.
Weiterhin muss man sich so festlegen, dass die Anreise zwar an jedem beliebigen Tag erfolgen kann, die Abreise jedoch frühstens am Sonntag nach der Hinfahrt statt findet. Man kann also nicht an einem Freitag hinfahren und am nächsten Tag (also Samstag) wieder zurückfahren. Aber wenn man schon mal so lange Zug fährt, so fährt man ja auch den nächsten Tag nicht gleich wieder zurück.
Der Ausdruck der Daten auf dem Fahrschein gilt ausserdem nur in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis als Fahrschein. Sollte man keinen Ausweis dabei haben, so gilt der Fahrschein als ungültig. Die macht Sinn wenn man bedenkt, dass man ja so einen Ausdruck auch ziemlich leicht fälschen kann. Da aber der Fahrschein nicht übertragbar ist und auf den jeweileigen Reisenden ausgestellt ist, kann es eigentlich zu keinen Fälschungen kommen.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass ich so ein "surf & rail"-Ticket wirklich jedem weiterempfehlen kann, der früh genug seine Zugverbindungen weiss. So kann man noch auf eine grosses Kontingent freier Verbindungen stossen und muss sich nicht mit irgendwelchen Zwangsverbindungen rumplagen.
Die Buchung und die Anwendung des Tickets klappt optimal. Man muss ausserdem keine nervigen Wartezeiten vor den ohnehin überfüllten Ticketständen der Bahn einplanen und kann sofort zu seinem Gleis gehen.
Zwar ist es etwas nervig, dass man sich auf die Uhrzeit genau festlegen muss, wann man denn nun fährt, doch im Hinblick auf die Ersparnis ist das allemal zu verschmerzen.
Bei Buchungsproblemen oder Fragen zur Buchung hilft die Bahn gerne weiter. Die Hotline ist zwischen 7:00 - 23:00 Uhr geschaltet und kostet 0,12 EUR/Minute.
Die Tickets sind unter www.bahn.de (den Button "surf & rail" klicken) zu buchen.
Vie Spass beim Zugfahren und Geldsparen wünscht Euch Euer Sedi* weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Peter16jh, 09.05.2002, 22:34 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Sehr gut und ausfühlrich! Aber nicht ganz ungefährlich!
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MaxTheCB, 09.05.2002, 22:27 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Gefährliche Sache mit den sch***s Kreditkarten...selbst SSL ist nicht unbedingt sicher, und die Plastikkarten erst recht nicht...ich bleib bei meinem Motto : Nur bares ist wahres (leider auch nicht mehr so ganz, dank (T)euro :-(
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Fahrn, fahrn, fahrn mit der Bahn, Bahn, Bahn....
06.05.2002, 14:26 Uhr von
Malwina
Halli hallo, also ab heute heißt es, bei Yopi wieder loszulegen! Für alle, denen es ein wenig kom...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Das war für mich am Wochenende angesagt! Wie vielleicht einige von euch schon aus anderen Beiträgen von mir herauslesen konnten, habe ich eine Fernbeziehung, und dieses Wochenende war ich mal wieder dran, meinen Süßen zu Hause zu besuchen! Ich muß zugeben, das hab ich auch schon wieder einige Monate vor mir hergeschoben und seinen Eltern wußten schon fast nimmer wie ich aussehe ;-).
Also, am Samstag früh um 8:13 Uhr stieg ich bei mir zu Hause in den Zug, um mich auf den Weg zu ihm zu machen! Die Strecke ist so ganz grob von Karlsruhe bis Nürnberg, ich wohn ein Stückchen vor Karlsruhe und er nicht ganz in Nürnberg, aber die Entfernung sollte der geneigte Leser so ja schon einschätzen können - zumindest grob! Jedenfalls braucht mein Freund, um diese Strecke mit dem Auto zurückzulegen knappe 2 Stunden, während ich immerhin 4:17 Stunden mit dem Zug unterwegs war! Nein, ich bin nicht mit dem Schönen-Wochenende-Ticket in verschiedenen Bummelzügen gefahren, von Karlsruhe bis Ansbach war ich mit einem Interregio unterwegs! Denn als Bahnmitarbeiter-Kind ist das die mit Abstand günstigste Alternative! 8 Fahrten innerhalb Deutschlands darf ich pro Jahr kostenfrei antreten, und die Hin- und Rückfahrt am Wochenende waren für 2002 Nummer 1 und 2!
Kurz nach 9 Uhr ging jedenfalls mein Interregio ab Karlsruhe in Richtung Nürnberg über Stuttgart los, und da ich das Glück hatte, daß der Zug ja erst in Karlsruhe eingesetzt wird, konnte ich mir auch ein schönes ruhiges Nichtraucherabteil erobern, das nicht reserviert war! Für alle diejenigen, die nicht so häufig mit dem Zug unterwegs sind, am Interregio gefallen mir besonders gut die Kindersitze, die sich in jedem Abteil befinden, und das gleich aus mehreren Gründen:- Für kleine Fahrgäste (also etwa bis zu einem Alter von 5 Jahren)ist der höherangesiedelte, schmalere Sitzplatz durchaus optimal! Direkt neben dem Fenster angesiedelt, können die lieben Kleinen auch einfach mal ein wenig draußen die Landschaft genießen und rausschauen, ohne daß sich jemand ständig um sie kümmern muß!
- Dank des Kindersitzes befinden sich in jedem Abteil nur noch 5 Erwachsenen-Sitzplätze - das bedeutet also mehr Beinfreiheit und generell mehr Platz!
- Da ich endlich im Zug mal wieder das Glück hatte, nicht mit Kleinkindern ein Abteil teilen zu müssen, konnte ich den Kindersitz als Ablage für meine Handtasche, Getränke und sonstigen Kleinkram nutzen!
Dies war also ein kurzer Abstecher zum Thema "Vorzüge eines Interregios", aber zurückkehrend zum Ausgangsthema "Meine 9 Stunden in der Bahn am Wochenende" bin ich samstags noch voll des Lobes gewesen! Keine Verspätung, selbst der Übergang von nur 5 Minuten in Ansbach hat mir locker gereicht, und das obwohl der Anschlußzug ebenfalls absolut pünktlich war!
Doch ehrlich gesagt, hatte ich mir schon zuvor wegen der Verbindung sonntags mehr Sorgen gemacht, denn da hatte ich sage und schreibe 3 Minuten Zeit, um vom Nahverkehrszug in den Interregio umzusteigen! Und dann blieb der Nahverkehrszug sage und schreibe 10 Minuten an einem Bahnhof stehen! Ich sah meinen Anschlußzug gedanklich schon abfahren ohne mich, und rechnete schon damit, erst 2 Stunden später nach Hause zu kommen, da die Verbindungshäuigkeit doch nicht die allerbeste ist!
Aber meine Ängste waren vollkommen unbegründet! Der Schaffner funkte den Interregio an, daß wir ein wenig Verspätung hatten, und daß der Interregio doch bitte ein wenig warten sollte! Ich kann mir da zwar vorstellen, daß einige andere Reisenden innerlich geflucht haben, aber wenn man einmal ehrlich ist, ist man selbst doch auch erleichtert, wenn der Anschlußzug wartet!
Somit komme ich auch zur Kernaussage meines Berichtes:
Die Bahn wird schlechter gemacht, als sie ist! Der Großteil der Verspätungen entsteht dadurch, daß Anschlußzüge warten! Jeder flucht darüber, aber wenn der eigene Anschlußzug einmal nicht wartet, dann ist die Empörung riesengroß! Eben dieser Tatsache sollte sich jeder das nächste Mal bewußt sein, wenn er genervt stöhnt, weil der Zug 5 Minuten länger an einem Bahnhof verweilt! Als Straßenbahn- und Zug-Pendlerin zwischen Uni und Wohnort habe ich selbst schon oft genug geflucht, weil eben Straßenbahn und Zug nicht optimal aufeinander abgestimmt sind! Also, seid froh, wenn der Zug einmal wartet, denn ihr könntet das nächste Mal derjenige sein, dem der Zug vor der Nase wegfährt! weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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mjk25, 03.04.2004, 18:29 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
netter schöner bericht.grüße aus dresden mario
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cwagner, 06.05.2002, 19:26 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Guter Bericht, ich habe auch schon einige Erfahrungen mit der DB gemacht, meistens waren sie eher schlecht... Zumindestens erinnert man sich an diese Erlebnisse einfacher. Grüße Cwagner
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mystery_delusion, 06.05.2002, 14:56 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
na ja, und es war ja auch umsonst! *g* Gruß Mysty
- Für kleine Fahrgäste (also etwa bis zu einem Alter von 5 Jahren)ist der höherangesiedelte, schmalere Sitzplatz durchaus optimal! Direkt neben dem Fenster angesiedelt, können die lieben Kleinen auch einfach mal ein wenig draußen die Landschaft genießen und rausschauen, ohne daß sich jemand ständig um sie kümmern muß!
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Erkundigen spart!
23.04.2002, 12:53 Uhr von
PuschelHaeschen
Tiere, Freunde und Rollenspiel über alles... Allerdings findet man mich auch bei Ciao.comPro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Zum 18. Geburtstag habe ich mir die BahnCard gewünscht.
Sie hätte 70,- Euro gekostet und abgesehen vom Nahverkehr, gibt es 50% Ermäßigung!
Ich fahre jedes zweite WE von Goslar nach Mainz und die 70,- Euro hätte ich auf jeden Fall wieder raus gehabt, aber da ich ja schon seit einiger Zeit diese Strecke fahre, habe ich die Card auch schon vorher gut gebraucht.
Eigentlich wäre es die normale BahnCard "Junior" gewesen, aber ich habe da mal angerufen.
Die Nummer ist 04421/999 888, ist aber auch auf der HP von der Bahn angegeben!
Wenn ich mir die BahnCard mit 17 hole, bezahle ich nur 35,- Euro, habe aber die gleichen Vorteile!
Die Card heißt "Teen" und ist um die Hälfte günstiger als die "Junior"!
Ich muss auch nicht noch mal bezahlen, wenn ich 18 geworden bin, sondern kann diese Card jetzt ein Jahr lang nutzen!
Kann nur raten, dass man sich da wirklich rechtzeitig informieren soll!
Sonst hätte ich die Card für 35,- Euro noch versäumt!
Ich bekomme aber trotzdem noch 50% Ermäßigung, außer in dem Nahverkehr!
Ich bin also in das Reisezentrum gegangen, habe meinen Personalausweis mitgenommen und ein Passfoto.
Dann wurde ein Formular ausgefüllt und ich habe erst mal eine "Ersatzkarte" bekommen. Sieht so aus wie eine normale Fahrkarte, steht aber BahnCard drauf.
Die musste ich so lange nutzen, bis mir die Card per Post zugeschickt wurde.
Es hat ca. zwei Wochen gedauert, dann hatte ich meine BahnCard für die Hälfte des eigentlichen Preises in der Tasche und ich kann jetzt ein ganzes Jahr die Card nutzen, ohne etwas zuzahlen zu müssen, weil ich eigentlich die "Junior" nutzen könnte.
Also gut informieren und vor allem: Rechtzeitig informieren! Dann kann man eine menge sparen!
Die BahnCard in allen Ausführungen:
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Die BahnCard:
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Zum einen gibt es da die BahnCard "Classic" und ist für Leute von 23-59 Jahre geeignet. Sie kostet in der 2. Klasse 140 Euro und in der 1. Klasse 280 Euro.
Gibt jeweils 50% Ermäßigung, abgesehen vom Nahverkehr.
Dann gibt es die BahnCard "Senior" und zählt für ältere Leute ab 60 Jahre. Diese kostet in der 2. Klasse 70 Euro und in der 1. Klasse 140 Euro.
Die BahnCard "Junior" zählt für 18-22jährige, für Schüler und Studenten allerdings bis 26 Jahre und kostet 70 Euro in der 2. und 140 Euro in der 1. Klasse, wie die "Senior" auch.
Die Zusatzkarte für "Ehe- und Lebenspartner" kostet 70 Euro in der 2. und 140 Euro in der 1. Klasse. Alldings muss auf dem Personalausweis bewiesen werden, dass die Adressen über ein stimmen!
Zu einer Hauptkarte 2. Klasse kann keine Zusatzkarte 1. Klasse ausgestellt werden; zu jeder Hauptkarte kann nur eine Zusatzkarte erworben werden.
Die BahnCard "Teen" ist für Kinder von 12-17jährige und kostet in der 2. Klasse 35 Euro und in der 1. Klasse 70 Euro.
Diese Card hab ich auch!
Die BahnCard "Kind" ist für Kinder von 6-11 Jahren geeignet. Sie kostet in der 1. Klasse 70 Euro und in der 2. Klasse 35 Euro.
Jede BahnCard ist zudem NICHT übertragbar!
Bei weiteren Fragen:
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Die Telefonnummer 04421/999888 steht Mo.-Fr. 7-21 Uhr für Fragen rund um die BahnCard zur Verfügung.
Außderdem kann man sich über das Internet auf www.Bahn.de noch mal genau über alles informieren.
Punktesammeln?
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Habe vor einigen Tagen einen Brief erhalten, dass man mit der BahnCard jetzt Punkte sammeln kann, die dann gut geschrieben werden.
Natürlich bin ich neugierig und habe mich darüber erkundigen wollen, aber die freundliche Frau an der Information meinte, ich möchte doch bitte mal an den Schalter draußen gehen. Die könnten mir bestimmt besser helfen.
Dort etwa 10 Minuten angestanden, kam ich endlich an die Reihe und legte den Brief vor. Die Frau hinter dem Schalter las ihn flüchtig durch und schüttelte mit dem Kopf.
Kann sie auch nichts drüber sagen, da dass erst im April zählen würde und sie noch keine Schulung darüber besuchen konnte.
Aber jetzt ist es endlich so weit! Ich habe in Erfahrung bringen können, was genau das ganze auf sich hat:
Mit 2000 Punkten kann man in der ersten Klasse Louge mit einem Begleiter Platz nehmen.
2000 Punkte? Heißt also, man muss erst mal für 2000 Euro durch die Welt reisen, um diesen Service nutzen zu dürfen? Ich fragte noch mal nach und man bejate es. So ein Schwachsinn in meinen Augen.
Sicher kann man auch die Reservierung noch 10 Minuten vor Abfahrt des Zuges vornehmen, allerdings auch nur mit 2000 Punkten...
*FAZIT*
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Vor den Punkten fand ich die BahnCard an sich schon klasse, aber jetzt wird es einfach nur noch lächerlich!
Finde ich schon schade, dass die Bahn diesen Service nur für Leute bietet, die mindestens für 2000 Euro in 12 Monaten durch die Welt reisen.
Ich selber verfahre im Monat um die 100 Euro und da bezeichne ich mich schon als Vielfahrer. Wieso kann mir nicht auch dieser Service geboten werden?
Vielleicht wird es ja auch in der nächsten Zeit geändert, aber bis dahin muss ich trotzdem noch im kalten stehen und den miesen Service der Bahn nutzen, da ich keine andere Wahl habe, außer mit der Bahn zu reisen.
Ja ja, die Bahn und ihr Service...
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-23 10:53:33 mit dem Titel Service für die Bahn - nicht für die Reisenden
Bin mal wieder am WE die Strecke von Mainz zurück nach Oker gefahren und stieg in Frankfurt in einen InterRegio um. Ich setzte mich in ein leeres Abteil und wartete darauf, dass ich endlich wieder zu Hause bin. In Friedberg stieg eine Blinde junge Frau dazu.
Wir haben uns ein wenig über Gott und die Welt unterhalten und als dann die Fahrkatenkontrolle kam, hat die junge Frau um Hilfe gebeten, weil sie in Kassel Willelmshöhe umsteigen musste und nicht wusste, wie sie von A nach B kommt.
Die Bahnangestellte sagte, dass sie sich drum kümmern würde und ihr jemanden vorbei schickt. Leider war dies nicht der Fall. Sie hatte noch 1 Stunde und 20 Minuten dafür Zeit, aber sie lief immer wieder an unserem Abteil vorbei und die junge Frau wurde immer nervöser. Dann ertönte die Durchsage, dass der nächste Halt Kassel-Willhelmshöhe war und wir ihn in wenigen Minuten erreichen würden.
Sie hatte irgendwie Angst, zumindest klang ihre Stimme zittrig und unruhig. Wir haben dann einfach ein paar vorbei gehende Fahrgäste angesprochen, die den Zug verlassen wollten, ob ihr jemand helfen kann. Zwei Männer mussten auch zu dem anderen Bahnsteig und kümmerten sich um die junge Frau. Da sie selber eine Blinde bei sich hatten, wussten sie, mit der jungen Dame um zu gehen und führten sie hoffentlich sicher über den Bahnhof.
Das Zugpersonal wechselt immer an dieser Stelle und ich habe einen anderen Zugbegleiter gefragt, wieso man es Service nennt, wenn man die Frau dann doch hier so allein sitzen lässt.
Der Mann war sehr nett und meinte, dass es länger dauert, dies zu erklären. Ich sagte, dass ich noch über zwei Stunden Fahrzeit in diesem Zug habe und genug Geduld, mir es anzuhören. Er setzte sich dann zu mir und wir haben eine halbe Stunde geredet. Dabei kamen für mich doch interessante Dinge zum Vorschein:
Wenn jemand Sachen im Zug liegen lässt und der Gegenstand unter 15,- Euro liegt, darf er entsorgt werden. Alle Gegenstände, die hier liegen gelassen werden, werden grob abgeschätzt und dann wird entschieden, kommt er in den Müll oder kann ein Mitarbeiter ihn gebrauchen. Abgegeben werden Taschen oder Jacken, Portmonais.
Er nannte mir ein Beispiel: Wenn ein Buch vergessen wird, dass den Wert von 15 Euro überschreitet wird er nicht abgegeben, wenn er von einem Bahnangestellten von Interesse ist. Aber dies gilt nicht für Geld oder Brieftaschen. Der Besitzer kann nicht nachweisen, wie viel Geld da drin war und ob nicht ein Fahrgast das Geld genommen hat. So lange viele Brieftaschen ohne Geld bei ServicePoint, wo man sich als Reisender nach seinen Verlorenen Dingen erkundigen kann und auch erfährt, wo man sie gegebenenfalls abholen kann. Meist muss man sogar eine Gebühr von 10 Euro bezahlen, um die Sachen wieder zu bekommen, was meines ehrachtens schon eine Frechheit ist.
Wieder erklang die Durchsage mit dem nächsten Bahnhof und der Zugbegleiter verabschiedete sich. Ich habe mir so einige Gedanken darüber gemacht, was er gesagt hat und denke, dass man doch mal die Fahrgäste über diese Methoden informieren sollte.
Schade finde ich auch, dass hilflose Fahrgäste einfach sich selbst überlassen werden und kaum Hilfe erwarten können.
Zum Glück gibt es doch noch hin und wieder Fahrgäste, die sich bereit erklären, mal Hand an zu legen und beim Ein- und Ausstieg helfen.
Die Reisenden haben doch alle das gleiche Ziel: Heile und Sorgenlos ankommen, aber wieso verlässt man sich da immer auf andere? Wenn die Reisenden selber mal Hilfe anbieten würden und nicht immer alles auf andere abschieben, könnte die Reise sehr angenehm werden, aber darauf kommt kaum einer. Zumindest empfinde ich es auf meinen Reisen immer so.
Ich habe es mir jetzt zur Regel gemacht, dass ich den Menschen am Bahnhof helfe, sei es mit einer Auskunft oder mit den Koffern. Wenn es jeder so machen würde, gehe der Ein- und Ausstieg doch viel schneller. Oder einfach mal den Rucksack vom Sitz nehmen und ihn jemanden anbieten.
Einfach mal drüber nachdenken, dass man selber etwas zum Service beitragen kann, auch wenn es nicht gerade für die Bahn spricht, aber das dürfte ja keinen stören...
Noch etwas:
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Ich beziehe mich hier wirklich NICHT auf jeden Angestellten der Bahn. Zum Beispiel der Mann, mit dem ich mich nett unterhalten habe, war wirklich sehr nett und war immer zur Stelle, man es brauchte.
Ich beziehe mich hier nur auf die Angestellten, die ich selber erlebt habe und als sehr unfreundlich und nicht zuvorkommend empfinde.
Dieser Bericht soll keine Kritik sein, eher eine Anregung, dass die Reisenden selber für den Service sorgen können, den sie wünschen. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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mjk25, 30.01.2004, 15:08 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
netter bericht.ich erlebe das auch sehr viel auf meinen reisen.grüße aus dresden mario
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city-flitzer, 23.04.2002, 15:01 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Danke für Deinen netten Kommentar zum "Kartengeheimnis". Kann ich nur zurückgeben. Das Problem, dass Du hier beschreibst ist aber auch in vielen andren Bereichen zu erkennen. Nur sehr wenige identifizieren sich mit ihrer Arbeit. Einer V
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MaxTheCB, 23.04.2002, 13:00 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Jaja, die Bahn kommt...fragt sich nur wann...und zum Service...leider in Deutschland kein Wunder!
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Mit ein paar Klicks zum günstigen Ticket
21.04.2002, 18:27 Uhr von
langevolker
Ich komme aus der Mitte Deutschlands, aus Hessen, genauer gesagt aus Gießen in der Nähe aus Frank...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
1. Einleitung
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Als ich vor wenigen Wochen endlich meine Wehrdienst-Zeit bei der "tollen" Deutschen Bundeswehr hinter mir hatte, wollte ich mal wieder was Schönes mit meiner Freundin unternehmen. Ich hatte sie die vergangenen neun Monate etwas vernachlässigen müssen, da ich seltener zu Hause sein konnte und mich manchmal mehrere Wochen auf einem irgendeinen Truppen-Übungsplatz durch den Dreck wälzen musste. So nahm ich vor, sie diesmal besonders zu verwöhnen. Eine Wochenend-Reise nach Berlin würde da genau das Richtige sein. Also schnell per Internet ein schönes Hotel mit allen Extras (Wellness, Sauna - so wie sie es liebt) herausgesucht und den günstigen Wochenend-Preis gebucht. Teil 1 war schon mal geschafft.
Natürlich würden wir nach Berlin mit der Bahn fahren, also fehlte nur noch die passende Fahrkarte. Da wir beide BahnCard haben, schaute ich zunächst mal nach, was eine normale Hin- und Rückfahrkarte für zwei Personen von Gießen nach Berlin denn kosten würde. ICE musste natürlich dabei sein, denn auf lange Fahrten mit dem Wochenend-Ticket stehen solch anspruchsvolle Frauen wie meine Freundin es ist nunmal nicht. Und der Unterschied zwischen vier Stunden oder fast acht Stunden Reisezeit ist bei einer kurzen Wochenend-Reise nun mal auch nicht zu unterschätzen. Nun gut. 92,80 € würde mich also die Fahrt von Gießen nach Berlin und zurück pro Person kosten. Das musste doch auch billiger gehen.
Also schaute ich als nächstes nach, welche Verbindung für das Surf&Rail-Ticket sich denn anbieten würde. Richtung Berlin müsste man in Kassel umsteigen. Surf&Rail-Ticket Kassel-Berlin würde mich, da wir beide ja BahnCard haben, nur 50 Euro pro Person hin und zurück kosten. Dann würde also nur noch die Fahrt von Gießen nach Kassel, welche hin und zurück 18,20 Euro kostet, hinzukommen. Juchhu, eine Ersparnis von fast 24 Euro pro Person. Das Angebot musste gebucht werden.
2. Konditionen
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Da ich von dem Ticket zwar schon viel gehört hatte, aber noch nicht die genauen Bedingungen kannte, las ich mir zunächst mal die erforderlichen Konditionen durch.
- Surf&Rail ist als erstes ein reines Internet-Angebot. Es kann nur im Internet, also weder telefonisch noch bei einer Verkaufsstelle der Bahn erworben werden.
- Die Buchung muss mindestens sieben und darf höchstens 40 Tage vor dem Abreisetag erfolgen.
- Das Ticket wird nur für Hin- und Rückfahrt und nur für die zweite Klasse ausgegeben. Für einfache Fahrt wird das Surf&Rail-Ticket nicht verkauft. Auch ein Übergang in die erste Klasse ist nicht möglich - auch nicht gegen Zahlung eines Aufpreises.
- Die Rückfahrt darf frühestens am ersten Sonntag nach der Hinfahrt erfolgen. Man muss also mindestens ein Wochenende in seinem Zielort verweilen. Danach ist eine Rückreise jedoch an allen Tagen gestattet.
- Das Surf&Rail-Ticket gilt nur in den auf dem Fahrschein-Ausdruck angegebenen Zügen und nur auf den dort angegebenen Sitzplätzen (allerdings sagt ein Schaffner normal nichts, wenn man sich auf einen anderen einem besser gefallenden freien Platz setzt). Bei selbstverschuldetem Nichterreichen des Zuges verfällt die Fahrkarte, da weder ein Umtausch noch eine Rückgabe oder Erstattung des Tickets möglich ist. (Es sei denn, man überredet einen freundlichen kulanten Bahn-Mitarbeiter).
- Der Fahrschein ist nicht übertragbar und gilt nur für die auf dem Person angegebenen Personen und nur in Verbindung mit dem Personalausweis oder Reisepass(mich und meine Freundin hat der Schaffner allerdings nie danach gefragt).
- Die Bezahlung im Internet kann nur über eine Kreditkarte erfolgen. Hierbei muss der Kreditkarten-Besitzer allerdings nicht identisch mit dem Reisenden sein. Man kann also, wenn man keine eigene Kreditkarte besitzt, auch Bekannte oder Freunde fragen, ob man nicht deren Karte benutzen kann und diesen die Kosten dann bar erstatten.
Nochmal juchhu, die Konditionen würde ich also auch alle erfüllen. Ich wollte sowieso am Sonntag zurückfahren, ich hatte eine Kreditkarte und mehr als sieben Tage war auch noch Zeit bis zu unserer Reise. Also begab mich auf die Buchungsseite.
3. Strecken und Preise
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Das Surf&Rail-Ticket gibt es für über 900 Direktverbindungen zwischen 61 Städten. Für Umsteigeverbindungen ist die Fahrkarte nicht erhältlich. Als einzige ausländische Stadt ist momentan Amsterdam im Angebot. Dorthin kann man von Koblenz, Bonn, Köln, Düsseldorf oder Duisburg mit dem Surf&Rail gelangen.
Das Ticket gibt es je nach Entfernung zwischen Abfahrts- und Zielort in vier verschiedenen Preisstufen. Der Preis ist der Gesamtpreis für Hin- und Rückfahrt. BahnCard-Inhaber erhalten das Ticket in jeder Preisstufe pauschal um 5€ ermäßigt.
Für die Preisstufe I (z.B. Berlin-Hamburg oder Dresden-Erfurt) müssen 40€ (35€ mit BahnCard) pro Person entrichtet werden.
In der Preisstufe II (z.B. Frankfurt(Main)-München oder Karlsruhe-Münster) werden 55€ (mit BahnCard 50€) fällig.
Die Preisstufe III (z.B. Köln-Leipzig oder Nürnberg-Bremen) kostet 77€ bzw. 72€ für BahnCard-Inhaber.
Für die Preisstufe IV (z.B. München-Hamburg oder Berlin-Ulm) bezahlt man 99€ (als BahnCard-Besitzer 94€).
Den Preis für seine Strecke kann man anhand der auf der Buchungsanfrage vorhandenen Deutschlandkarte entnehmen. Dort stehen vier verschiedene farbige Markierungen für die jeweiligen Preisstufen.
4. Buchung
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Auf die Buchungsanfrage für das Surf&Rail-Ticket gelangt man entweder über die Homepage der Deutschen Bahn AG oder direkt über www.surfandrail.de. Bei der ersten Möglichkeit kann man sich nach mehreren Klicks noch mal die genauen Konditionen durchlesen. Bei zweiter Möglichkeit gelangt man direkt auf die Buchungsmaske.
Dort gibt man zunächst einmal die gewünschte Verbindung an (in meinem Fall also Kassel-Berlin). Anschließend muss man den Abreisetag (wie gesagt, man muss mindestens sieben Tage vorher buchen) und den Rückreisetag (frühestens am Sonntag nach der Hinfahrt) angeben. Bei beiden kann man sich auch die gewünschte Abfahrt- oder Ankunftzeit aussuchen. Als letztes gibt man noch die Anzahl der zusammenreisenden Personen an. Hier hat man die Möglichkeit, bis zu 5 Tickets zusammen zu buchen. Will man die BahnCard-Ermäßigung in Anspruch nehmen, muss allerdings jeder der Reisenden eine BahnCard besitzen.
Nach einem Klick auf den Button "Verbindungen suchen" werden einem im nächsten Schritt die möglichen Verbindungen angezeigt. Hierbei muss man beachten, dass einige Verbindungen schon ausgebucht sein können, da für jeden Zug nur ein gewisses Kontigent an Surf&Rail-Tickets zur Verfügung steht. Dieses wird von der Bahn jedoch täglich flexibel an die aktuelle Auslastung des jeweiligen Zuges angepasst, was bedeutet, dass ein Zug, der heute noch als ausgebucht angezeigt wird, morgen schon wieder für Surf&Rail freigegeben ist.
Ob ein Zug noch verfügbar ist, erkennt man der grünen Ampel neben der jeweiligen Verbindung. Ist die Ampel rot, muss man sich eine frühere oder spätere Verbindung aussuchen. Es empfiehlt sich, wenn man vorhat, am Freitag oder Sonntag zu reisen, noch früher als sieben Tage im voraus zu buchen, da an diesen Tagen die Tickets erfahrungsgemäß besonders schnell weg sind, da hier auf Grund der hohen Reisendenzahlen an diesen Tagen auch ein kleineres Kontingent zur Verfügung gestellt wird.
Man sucht sich nun also einen Zug für die Hin- und einen für die Rückfahrt aus und klickt anschließend auf den Button "Buchung beginnen".
Nun wird es spannend. Es werden einem zunächst noch einmal die gewählten Verbindungen angezeigt. Man gibt nun an, ob man BahnCard-Besitzer ist oder nicht. Wenn man für das neue Bonusprogramm der Bahn Punkte sammeln will, muss man zudem noch seine BahnCard-Nummer eingeben. Wie gesagt, wenn man die BahnCard-Ermäßigung bei mehreren Reisenden in Anspruch nehmen will, müssen alle im Besitz einer BahnCard sein.
Als nächstes gibt man seinen Reservierungswunsch an, der soweit noch Plätze frei sind, auch berücksichtigt wird. Bei meiner Buchung haben wir leider nicht die gewünschten Fensterplätze am Tisch bekommen, obwohl der Zug, wie sich nachher herausstellte, fast komplett leer war.
Man kann also wählen, ob man lieber im Nichtraucher- oder Raucherabteil fahren möchte. Desweiteren hat man die Möglichkeit anzugeben, ob man gerne einen Fensterplatz oder einen Tischplatz hätte und man lieber in der Ruhezone oder in der Handyzone der ICE-Züge sitzen möchte. In Verbindungen, auf denen ICE-Züge der ersten Generation verkehren, kann man zudem noch als Wunsch einen ICE-Video-Platz angeben.
Als letztes gibt man noch die Namen aller Mitreisenden an, da das Ticket ja auf diese Namen ausgestellt wird und auch nicht an andere weitergegeben werden darf (wir erinnern uns, ist offiziell nur gültig in Verbindung mit dem Personalausweis oder Reisepass). Auch eine E-Mail-Adresse, an die das Ticket zusätzlich noch geschickt wird, muss angegeben werden.
Abschließend dann noch die Daten der Kreditkarte angegeben und die AGB akzeptieren. Und auf "Buchung fortsetzen" klicken.
Im nächsten Fenster noch einmal die Daten überprüfen und mit "Buchung ausführen" die Fahrkarte kaufen.
Im nun letzten Fenster wird einem die Fahrkarte gezeigt und man kann sie von hier aus ausdrucken. Dieser Ausdruck ist dann in Verbindung mit Personalausweis oder Reisepass ein gültiger Fahrschein. Die Echtheit und Gültigkeit des Surf&Rail-Tickets erkennt der Zugbegleiter im Übrigen an der auf dem Ticket angegebenen Referenznummer, die er anhand seines mobilen Fahrkartenterminals überprüfen kann.
5. Fazit und Ausblick
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In meinem Fall habe ich durch das Ticket fast 25€ pro Person gespart und festgestellt, dass sich das Ticket auch dann lohnen kann, wenn man nicht direkt an einem "Surf&Rail-Bahnhof" wohnt. Wenn man mit einem normalen Ticket allerdings erst zum Umsteigebahnhof anreist, sollte man auf genügend Umsteigezeit achten, da das Surf&Rail-Ticket selbst ja nur im angegebenen Zug gilt und es bei Anschlussverlust durch Verspätung des vorhergehenden Zuges zu Problemen kommen kann, da dieser Fall in keiner Vorschrift der Bahn konkret geregelt ist und man damit auf Kulanz der Bahn-Mitarbeiter hoffen muss. Außerdem macht es richtig Spaß, sich Tickets zu Hause selbst auszudrucken.
In wenigen Tagen soll es für BahnCard-Besitzer auch möglich sein, sich normale Tickets zu Hause via Internet selbst ausdrucken zu können. Ursprünglich war dies schon für den 1.April geplant, aber (Zitat) "auf Grund von technischen Problemen" ist dies erstmal um wenige Wochen verschoben worden. Nun sieht es so aus, als ob der 1.Mai der nächste Stichtag wäre. Angesichts der Tatsache, dass das Internet mittlerweile ein weitverbreitetes Medium ist, kann man dies eigentlich nur begrüßen. Das einzige Manko ist eben immer noch, dass man die Tickets nur per Kreditkarte zahlen kann und bekanntlich nicht jeder eine Kreditkarte besitzt, besitzen will oder besitzen darf.
Interessant wäre es noch, wenn die Deutsche Bahn auch die Möglichkeit einführen würde, Tickets per SMS zu kaufen und zu empfangen. Dies ist europaweit einzigartig momentan schon bei den Österreichischen Bundesbahnen möglich. Der Ticketpreis wird man mit der Handyrechnung abgebucht und anstatt einer Fahrkarte zeigt man dem Zugschaffner sein Handy-Display mit der Fahrkarten-SMS.
Man sieht, die moderne Technik hält jetzt auch bei den Fahrkarten, endlich ihren Einzug.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-19 13:21:46 mit dem Titel Wer es günstig haben will ... (wollte ...)
... darf auf Service nicht allzuviel Wert legen. Dies trifft größtenteils auch auf das Angebot "Schönes Wochenende-Ticket" der Deutschen Bahn an, welches nach mittlerweile bald sechs Jahren seines Bestehens nicht nur Bahnnutzern ein gängiger Begriff ist.
Mit dem Ticket kann man für den Preis von EUR 28,- (bis 31.März noch EUR 21,-) mit fünf Personen oder aber mit allen zur Familie gehörenden Kindern mit allen Nahverkehrszügen (InterRegioExpress, RegionalExpress, RegionalBahn und S-Bahn) der Deutschen Bahn an einem Samstag oder an einem Sonntag zwischen 0.00 Uhr und 3.00 Uhr des Folgetages quer durch die ganze Republik fahren. Angesichts der Tatsache, dass man theoretisch somit bis zu tausend Kilometern (wer es auf die harte Tour mag, schafft auch mehr) für diesen Preis zurücklegen kann, ist der Preis unschlagbar. Auch muss man beachten, dass das Ticket in vielen Verkehrsverbünden auch noch in Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen, etc. (in Hamburg und Berlin sogar in den Fährlinien der städtischen Verkehrsbetriebe) gültig ist und auch bei vielen privaten Eisenbahn-Unternehmen (wie z.B. OME in Mecklenburg-Vorpommern, NOB in Schleswig-Holstein, u.v.a.) anerkannt wird. Teilt man sich den Preis zudem durch mehrere Personen, kann man bis auf einen Preis von EUR 5,60 pro Person kommen.
Das einzige Manko ist eben, dass es nur in Zügen des Nahverkehrs, die eben doch meistens (mit Ausnahme weniger Relationen - es gibt insbesondere im Raum Berlin-Brandenburg und Sachsen auch über weitere Strecken in schnellen Zeiten verkehrende Nahverkehrszüge, z.B. RE Nürnberg-Leipzig/Zwickau oder RE Stendal-Zittau) länger für ihre Fahrt brauchen, gilt. Auch fahren diese Züge meistens kürzere Strecken und man muss somit häufigeres Umsteigen, was wiederum mit Wartezeiten verbunden ist, in Kauf nehmen. Das heißt z.B. für jemanden, der von Hamburg nach München für 28 Euro fahren will, dass er immerhin 14 Stunden unterwegs ist und neun Mal umsteigen muss.
Das Vorurteil, dass es sich bei Nahverkehrszügen zudem meistens um älteres Wagenmaterial mit ratternden und rumpelnden Rädern und dreckigen Toiletten handelt, entspricht nur bedingt der Wahrheit. Auch dabei kommt es nämlich vor allem auf die Strecken an, welche man befährt. Auf vielen Strecken findet man nämlich schon moderne klimatisierte Doppelstockwagen und Triebwagen der neuesten Bauart. Auch die Überfüllung der Züge ist in den letzten Monaten stark zurückgegangen und keinesfalls schlimmer, als dies auch in den Fernverkehrszügen am Wochenende der Fall ist.
Das Ticket selbst ist entweder für die gedacht, die wirklich viel Wert auf ihren Geldbeutel legen müssen und Zeit genug für eine solche lange Reise haben oder Eisenbahn-Fan sind (der Weg ist das Zuel) oder aber am ehesten für Gruppenausflüge an näher gelegene Ziele. Für letztere war es wohl auch von Anfang an von der Bahn vorgesehen gewesen. Ich nenne als Beispiel nur mal die Familie aus Kassel, die an einem sonnigen Samstag mal einen Ausflug in den Frankfurter Zoo machen will oder die Seniorentruppe aus Hamburg, die sich mal am Strand in Cuxhaven entspannen will.
Für mich bleibt das Ticket auch mit dem neuen Preis von EUR 28,- noch unschlagbar preiswert, allerdings ist es schon beachtenswert, wie sich der Preis seit dem Bestehen von 15,- DM für zwei Tage bei Einführung auf heute 28,- Euro für nur einen Tag gesteigert hat.
Unter der Woche gibt es übrigens auch die dem Wochenend-Ticket ähnlichen Ländertickets, welche dann allerdings meistens erst ab 9 Uhr morgens und auch nur für das jeweilige Bundesland gelten. Deren Preis bleibt mit 21 Euro übrigens auch nach dem 1.April konstant.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-19 13:35:26 mit dem Titel Ein Eisenbahn-Fan über sein Hobby
Als Eisenbahn-Fan bin ich eben auch mal über die Berichte über die Deutsche Bahn gestoßen. Und irgendwie überkam mich da das Gefühl, jetzt auch endlich mal was über mein Hobby zu schreiben. Das muss jetzt einfach mal sein.
Die Deutsche Bahn scheint ja wirklich in der Öffentlichkeit allgemein ein großes Streitthema zu sein. Wie hat ein anderer Autor hier so schön formuliert: "Entweder man liebt oder man hasst sie."
Als Eisenbahn-Fanatiker, der sich dieses faszinierende Verkehrsmittel zum Lebensinhalt gemacht hat, kann ich natürlich nur zu denen gehören, die sie lieben. Und das schließt nicht nur das Verkehrssystem allgemein, sondern auch dessen größten Anbieter hierzulande, nämlich unsere allseits bekannte Deutsche Bahn ein.
Wenn man hier so in die einzelnen Berichte hineinliest, fällt einem immer wieder auf, dass meistens nur negative Erlebnisse mit der Bahn geschildert werden. Nur selten beschreibt jemand, dass ein Zugbegleiter freundlich gewesen ist, dass das Reisen am Wochenende konkurrenzlos preiswert ist (oder kommt man mit dem Auto für noch nur 21,- EUR quer durch ganz Deutschland). Auch Berichte über pünktliche Züge oder gemütliches Reisen in schönen modernen Wagen findet man verhältnismäßig selten.
Einen Autofahrer, der sich hier informiert, ob er vielleicht nicht doch mal mit der Bahn fahren sollte, weil er jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit in einem langen Stau auf der Autobahn steht, mag dies nicht verwundern. Nein, denn er findet ja hier die in den Medien und sonstiger Öffentlichkeit weit verbreitete Meinung wieder, dass die Bahn viel zu teuer ist, die Züge immer überfüllt, die Wagen alt und dreckig und die Bahn vor allem immer zu spät kommt.
Meiner Meinung nach ist es sehr schade, dass Bahnfahrer ihre Meinung meistens nur dann kundtun, wenn mal wieder etwas Negatives vorgefallen ist. Geradezu seltsam erscheint mir das in Anblick der Tatsache, dass ja z.B. auch ein Kaufhaus nicht gleich einen schlechten Erfahrungsbericht angedichtet bekommt, nur weil man an der Kasse ein einziges Mal zehn Minuten in der Schlange stehen musste. Auch über das Autofahren wird nicht sofort schlecht geschrieben, weil man mal drei Stunden im Stau stand.
In meinem Eisenbahn-Alltag, ich lege immerhin bald 5000 km im Monat mit der Bahn quer durch Deutschland zurück, stellt sich die Bahn nämlich wesentlich positiver dar als sie hier in den meisten Fällen beschrieben wird. In manchen Fällen mag die schlechte Darstellung der Bahn durch andere vielleicht auch daran liegen, dass sie immer nur ein und dieselbe Strecke mit der Bahn zurücklegen und diese aus welchen Gründen auch immer (sei es durch Baustellen oder einen schlecht geplanten Fahrplan - so was gibt es leider auch) gerade zu den wenigen besonders verspätungsanfälligen oder durch die Bahn schlecht bedienten Strecken gehört. Denn bei meinem doch recht abwechslungsreichen Reisen mit der Bahn gehören Verspätungen über 5 Minuten wirklich zu den Seltenheiten.
Es gibt zwar immer wieder einmal auch höhere Verspätungen (meine höchste liegt immerhin bei 402 Minuten), aber diese liegen in meiner persönlichen Verspätungsstatistik (so was führt man als Eisenbahn-Fan) bei einem Prozentsatz von unter zwei Prozent.
Auch über veraltete Wagen kann man sich ganz und gar nicht beschweren. Vielmehr gibt es in den Augen eines Eisenbahn-Fans fast schon zu viele neue Wagen. Auf fast allen Fernverkehrsstrecken sind fast durchweg moderne, klimatisierte und vor allen Dingen auch gemütliche Wagen unterwegs und auch im Regionalverkehr findet man auf vielen Strecken nur noch hochmoderne Triebwagen. Nur auf wirklich wenigen Strecken findet man z.B. noch die alten, laut ratternden "Silberlinge".
Ein Manko, das oft angesprochen wird, und dem auch ich zustimmen muss, ist die teilweise schlechte Information der Reisenden bei Verspätungen. Ich finde mich zwar trotzdem meistens schnell zurecht und weiß, welchen nächsten Zug ich nehmen kann, wenn mein Anschluss weg ist, verstehe aber auch, dass Gelegenheits-Bahnfahrer da schon mehr Probleme haben, den nächsten bestmöglichen Anschluss zu finden.
Das Tarif-Wirrwarr, was die Bahn durch ihre neuen Tarife im Dezember ja angeblich abschaffen will (ich bin da anderer Meinung), ist tatsächlich auch vorhanden. Ohne entsprechende Grundkenntnisse im Bahn-Tarif bezahlt man schnell mehr, als man bei gewissen angewandten Techniken in der Tarifbildung müsste, da nämlich auch viele Kundenberater in den DB-Reisezentren mit ihrem Computer nicht die gewissen legalen "Tricks" sofort parat haben oder auch nicht bekanntgeben wollen.
Dass die Bahn sich nach und nach immer aus den ländlichen Regionen zurückzieht, ist tatsächlich auch ein weiterer trauriger Negativ-Aspekt. Das bezieht sich nicht nur auf die immer wieder zu beklagenden Strecken-Stillegungen, sondern auch auf die leider immer weniger vorhandenen Fahrkartenausgaben an kleinen ländlichen Bahnhöfen. Diese will die Bahn zwar durch ihre Rund-um-die-Uhr-Hotline und den Automatenverkauf (die Fernverkehrsautomaten sind zwar tatsächlich wirklich gut - darüber werde ich in naher Zukunft noch einmal einen separaten Bericht schreiben) ersetzen, aber viele Kunden benötigen eben noch die persönliche Auskunft, so dass dies auch ein Grund für viele ist, von der Bahn erstmal Abstand zu halten. Auch mehr Präsenz durch Service-Mitarbeiter am Bahnsteig nicht nur auf großen Bahnhöfen wäre deutlich kundenfreundlicher. Immer wieder findet man nämlich Bahn-Kunden, die ratlos am Bahnsteig stehen und den Zug nach XYZ suchen, auf díe Anzeígetafel schauen, wo auch wirklich XYZ daraufsteht, auf der Zielanzeige ebenfalls sehen, dass der Zug nach XYZ fährt, aber dennoch nicht sicher sind, ob dies auch wirklich der Zug nach XYZ ist.
Abschließend möchte ich noch betonen, dass es auch für einen Eisenbahn-Fan nicht nur positive Aspekte an der Bahn gibt (auch ich habe mich schon über Verspätungen und überfüllte Züge ärgern müssen), dass aber im Großen und Ganzen die Bahn gar nicht so schlecht ist, wie sie immer dargestellt ist. Wenn man sich nur einmal ein wenig in das System hineingedacht hat, versteht man schnell so manche Verspätung von fünf Minuten (auch auf Bahnstrecken kann sich der Verkehr nämlich stauen) und hat auch nicht mehr so große Angst vor dem schlimmen Umsteigen, wo man innerhalb von fünf Minuten von Gleis 103 zu Gleis 8 laufen muss, obwohl der Zug doch schon zwei Minuten verspätet ist (schon wieder hat der Zug so viel Verspätung!). Denn im Endeffekt ist Bahnfahren an den meisten Orten in Deutschland (es gibt auch einige Strecken, bei denen ich eventuellen anderslautenden Meinungen voll und ganz zustimmen würde) wirklich bequem, sicher und fast immer auch zuverlässig, auch wenn noch einige Verbesserungen möglich wären.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-21 16:27:09 mit dem Titel Nicht nur Vielfahrer können sparen
1. Einleitung
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Vor Einführung des neuen Preissystems der Deutschen Bahn am 15.Dezember dieses Jahres will ich mich heute nochmal der BahnCard im alten Preissystem widmen.
Die BahnCard ist eines der meistverkauften "Produkte" der Deutschen Bahn AG. Da sie sowohl auf den Normal-Fahrpreis als auch auf den ICE-Fahrpreis 50 Prozent Ermäßigung gewährt, lohnt sie sich nicht nur für Vielfahrer, sondern kann sich teilweise schon bei einer Fahrt (insbesondere, wenn man eine weite Strecke zurücklegt) lohnen. Darüber aber mehr im unteren Teil dieses Berichtes.
2. Welche BahnCards gibt es und was kosten sie?
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Für verschiedene Zielgruppen der Bahn gibt es mehrere verschiedene Sorten von BahnCards.
- BahnCard Classic
Die BahnCard Classic ist wie der Name schon sagt der Klassiker unter den BahnCards. Sie wird für Personen im Alter von 23-59 Jahren angeboten und kostet für die 2.Klasse 140 Euro. Die BahnCard Classic First, welche auch den Fahrpreis in der 1.Klasse ermäßigt, bekommt man für 280 Euro.
- BahnCard Junior
Für Bahnreisende im Alter von 18-22 Jahren (Studenten und Schüler erhalten diese Karte bis zum Alter von 26 Jahren) wird die BahnCard Junior angeboten. Auch sie ist sowohl für die 2.Klasse zum Preis von 70 Euro als auch als BahnCard First für die 1.Klasse zum Preis von 140 Euro erhältlich.
- BahnCard Senior
Bahnfahrer betagteren Alters ab 60 Jahre (bei bestimmten Voraussetzungen wie z.B. Schwerbehinderung auch früher) erhalten die BahnCard Senior zu den gleichen preislichen Konditionen wie die BahnCard Junior, also ebenfalls für 70 Euro in der 2.Klasse und zum Preis von 140 Euro in der 1.Klasse.
- BahnCard Familie
Für Familien mit Kindern bis 17 Jahre wird die BahnCard Familie zum Preis von 35 Euro angeboten. Dieser Preis beinhaltet hier die Karten für drei Personen, jede weitere Karte für die weiteren Kinder kostet 5 Euro zusätzlich.
Für Familien ab drei Kindern ist die BahnCard auch für Kinder ab 18 Jahre erhältlich, wobei aber nachgewiesen werden muss, dass für dieses Kind noch Kindergeld bezogen werden muss.
Um als Elternteil die Ermäßigung in Anspruch nehmen zu können, muss mindestens ein Kind mitreisen. Kinder hingegen dürfen auch alleine reisen. Elternteile, die also öfter auch alleine reisen, müssen sich noch eine gewöhnliche BahnCard Classic für sich hinzukaufen.
Die BahnCard Familie wird nur für die 2.Klasse angeboten.
- BahnCard Kind und BahnCard Teen
Für die ganz jungen Fahrgäste sind diese beiden BahnCards erhältlich. Die BahnCard Kind gilt für Kinder von 6 bis 11 Jahre, die BahnCard Teen für Jugendliche von 12 bis 17 Jahre. Beide BahnCards sind sowohl für die 2.Klasse zum Preis von 35 Euro als auch als BahnCard First für die 1.Klasse zum Preis von 70 Euro erhältlich.
- Zusatz-/Partnerkarte
Für den Lebenspartner (es reicht, wenn man in einer gemeinsamen Wohnung lebt - als Nachweis wird der Personalausweis benötigt) wird die Partnerkarte angeboten. Sie ist für 70 Euro erhältlich, als BahnCard First kostet sie 140 Euro. Sie hat allerdings, auch bei Nachbestellung, immer die gleiche Gültigkeit wie die zugehörige Hauptkarte.
Tip: Ein Tip für alle BahnCards mit einer Altersbegrenzung ist die BahnCard zum Beispiel einen Tag vor seinem 23.Geburtstag zum Preis von noch 70 Euro zu kaufen und damit 70 Euro gegenüber der nächstfolgenden BahnCard (Classic) zu sparen.
3. Welche Ermäßigungen erhalte ich?
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Die BahnCard gilt vom gewünschten Anfangsdatum an genau ein Jahr. Man kann die BahnCard von jedem Datum an ausstellen lassen, jedoch frühestens drei Monate vor dem gewünschten Gültigkeitsbeginn.
Möglich ist es auch, die BahnCard im Abonnement zu beziehen (nur Junior,Classic und Senior). Sie gilt dann dreizehn Monate. Der jeweilige Jahresbeitrag wird in diesem Fall vom Konto abgezogen.
Mit allen BahnCards erhält man 50 Prozent Ermäßigung auf den Normal-Fahrpreis und auf den ICE-Fahrpreis in allen Zügen der Deutschen Bahn AG innerhalb Deutschlands. Innerhalb von Verkehrsverbünden gilt die BahnCard nur in Zügen des Fernverkehrs. Verbundfahrscheine werden (außer im Rhein-Main-Verkehrsverbund und im Nordhessischen Verkehrsverbund, wo man mit der BahnCard Kinderfahrausweise lösen darf) nicht zum ermäßigten Preis ausgegeben. Keine Ermäßigung erhält man auch für Fahrten in Autoreisezügen und Sonderzügen.
Eine pauschale Ermäßigung erhält man hingegen auf die Globalpreis-Angebote in CityNightLine und DB-Nachtzügen. Die Fahrradmitnahme im Fernverkehr innerhalb Deutschlands kostet mit der BahnCard nur 6 Euro statt 8 Euro.
Desweiteren gilt die BahnCard auch auf den Strecken vieler privater Eisenbahngesellschaften, auf denen der Tarif der Deutschen Bahn anerkannt wird, sowie auf den meisten Bahnbusgesellschaften in den alten Bundesländern. Im Raum Oberstdorf gilt die BahnCard auch für Fahrten ins österreichische Kleinwalsertal.
Zudem gelten bei vielen Verkehrsgemeinschaften weitere Sonderregelungen, so ist die BahnCard z.B. auf allen Regionalbuslinien in Schleswig-Holstein möglich. Weitere Ermäßigungen hier aufzulisten wäre zu umfangreich, deshalb sollten diese vor Ort erfragt werden.
Weitere Leistungen werden von diversen Gesellschaften in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG angeboten. So erhält man z.B. vergünstigte Versicherungen bei der DEVK oder günstigere Mietwagen bei AVIS,Europcar,Hertz und Sixt.
Auch ist mit der BahnCard First die Benutzung der gemütlichen DB Lounges, welche derzeit an mehreren großen Bahnhöfen entstehen oder schon vorhanden sind (z.B. Frankfurt(Main)Hbf, Leipzig Hbf, Köln Hbf), möglich.
Für einen Aufpreis von 15 Euro erhält man das Extra "RailPlus", mit dem man alle Fahrten von Deutschland ins europäische Ausland und zurück (nicht für Fahrten innerhalb des jeweiligen Landes) um 25 Prozent ermäßigt erhält. Dieser Zusatz lohnt sich allerdings nicht für Jugendliche, da diese mit dem BIJ (in Deutschland bekannt als TwenTicket) sowieso schon 25-60 Prozent Ermäßigung im europäischen Ausland erhalten.
4. Wo erhalte ich die BahnCard?
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Die BahnCard ist an allen Verkaufsstellen der Deutschen Bahn (also in allen DB-Reisezentren sowie in Reisebüros) erhältlich. Mitbringen muss man den Personalausweis, ein Lichtbild und für die BahnCard Familie evtl. noch Kindergeldnachweise.
Die BahnCard Classic, Senior und Junior können auch direkt im Internet bestellt werden. Das Passfoto kann man unter www.bahncard-service.de direkt uploaden. Man bekommt dann innerhalb von drei Arbeitstagen eine vorläufige BahnCard zugesandt, innerhalb von sieben Arbeitstagen die richtige BahnCard. Die Bezahlung erfolgt in diesem Fall durch Lastschrift vom Konto.
5. Wann rentiert sich meine BahnCard?
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Die BahnCard rentiert sich in vielen Fällen nicht nur für Vielfahrer, sondern kann sich unter Umständen schon bei einer Fahrt lohnen.
Als Beispiel sei die Strecke von Kiel nach Freiburg genannt. Diese Fahrt kostet mit ICE ab Hamburg für Hin- und Rückfahrt 300,80 Euro. Mit der BahnCard ermäßigt sich dieser Preis nun um 50 Prozent, also um 150,40 Euro. Die BahnCard Classic kostet allerdings nur 140 Euro. Man hat dann also bei einer Fahrt schon 10,40 Euro gespart.
Noch schneller rechnet sich logischerweise der Kauf der anderen BahnCards, wenn man die Voraussetzungen hierfür erfüllt.
Es lohnt sich also durchaus, vor dem Kauf einer Bahn-Fahrkarte für eine längere Strecke, sich auszurechnen, ob sich der Kauf einer BahnCard nicht schon für diese eine Fahrt lohnt.
6. Bahn.comfort - Punkte sammeln mit der BahnCard
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Seit dem 15.April 2002 kann man mit der BahnCard Punkte sammeln, um sich für das "Bahn.comfort"-Serviceprogramm zu qualifizieren.
Punkte sammeln kann man für alle Fahrkarten, welche mehr als 5 Euro kosten und für welche die BahnCard-Ermäßigung gewährt wird. Für jeden Euro Umsatz erhält man einen Punkt. Hierbei kann man allerdings auch für den Umsatz für Fahrkarten ins Ausland Punkte sammeln, auch für Tickets für Thalys- oder Metropolitan-Züge ist das Sammeln von Punkten möglich.
Erreicht man nun bis zum 14.Dezember 2002 1000 Punkte, qualifiziert man sich für das Bahn.comfort-Serviceprogramm und kann ein Jahr lang gewisse Serviceleistungen wie eigene Fahrkartenschalter an großen Bahnhöfen, eigene Sitzplätze in Zügen, die eventuell schon ausgebucht sind, eine eigene Service-Hotline sowie vor allem die Benutzung der DB-Lounges in Anspruch nehmen.
Um auch nach einem Jahr diese Serviceleistungen noch genießen zu können, muss man dann allerdings pro Jahr 2000 Punkte erreichen. Das "Bahn.comfort"-Programm ist also wirklich nur etwas für Vielfahrer. Denn 2000 Euro im Jahr für Bahnfahrkarten auszugeben ist selbst für mich als Eisenbahn-Fanatiker ziemlich unmöglich.
7. Was ändert sich ab dem 15.Dezember 2002?
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Am 15.Dezember 2002 führt die Bahn ihr vieldiskutiertes und meiner Meinung nach noch unsinnigeres Preissystem ein.
Die BahnCard Classic ist dann zu einem wesentlich günstigeren Preis, nämlich für nur noch 70 Euro erhältlich. Voraussichtlich werden dann aber alle anderen BahnCards abgeschafft. Leider ist die Bahn hier mit ihren Informationen allerdings nicht sehr auskunftsreich.
Mit der neuen BahnCard erhält man dann allerdings nur noch 25 Prozent Ermäßigung auf den Normalpreis. Dafür können dann allerdings auch die neuen "Plan&Spar"-Tarife ermäßigt werden, für die man sich allerdings schon zwischen einem und sieben Tage vorher für eine bestimmte Zugverbindung (nur diese Züge darf man dann auch benutzen) entscheiden muss. Auch wird es noch günstiger, wenn man zu zweit reist. Entscheidet man sich beispielsweise sieben oder mehr Tage vor seiner Reise, dass man am übernächsten Sonntag um 12.03 Uhr mit dem ICE von München nach Berlin (nur fiktives Beispiel) mit zwei Personen, die beide eine BahnCard besitzen, fahren will, kann man bis zu 66 Prozent Ermäßigung vom Normalpreis erhalten.
Da meiner Meinung nach aber die meisten Leute sich erst kurzfristig zu einer Reise entscheiden, sollte man sich den Kauf einer alten BahnCard, die bis zum 14.Dezember verkauft werden, dann aber dennoch ein Jahr lang 50 Prozent Ermäßigung auf den Normalpreis bieten, überlegen.
8. Fazit
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Da die BahnCard sich häufig schon bei einer weiteren Fahrt rechnet, ist sie eines der besten Angebote, welches die Deutsche Bahn anbietet. Man kann mit ihr nämlich durch die 50 Prozent Ermäßigung wirklich viel viel Geld sparen.
Leider wertet die Bahn dieses Angebot meiner Meinung nach durch die Einführung des neuen Preissystems und der damit verbundenen Beschränkung der Ermäßigung auf 25 Prozent des Normalpreises erheblich ab. Zwar wirbt sie damit, dass man nun ja auch auf die "tollen" neuen "Plan&Spar-Tarife" Ermäßigung erhält, aber mal ganz ehrlich, wer weiß schon eine Woche vorher genau, mit welchem Zug um wieviel Uhr und mit wievielen Leuten er fahren will. Ich zumindest plane meine Reisen meistens erst ziemlich spontan. Gerade deshalb sollte man sich, wie schon oben beschrieben, überlegen, noch vor dem 15.Dezember eine BahnCard zu den alten Konditionen zu kaufen.
(c) Volker Lange, D-35396 Gießen
21.April 2002-16:20 weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Volker111, 18.05.2002, 19:01 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Sehr ausführlich, da freut sich bestimmt die DB, doch die Schilderung deiner eigenen Erfahrungen mit der BahnCard wären schon besser. Nutze sie seit vielen Jahren und habe einige schlechte Erfahrungen gemacht. Doch auf die kommt man nur bei unter
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HomeDJ, 21.04.2002, 18:51 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Super ausführlicher und guter Bericht! BD Dom
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Tracy-McGrady, 21.04.2002, 18:34 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Sehr ausführlicher Bericht! Mach weiter so! MFG Tracy-McGrady
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StefanieOkelmann, 21.04.2002, 18:31 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Interessanter Bericht! Habe ich auch gerade bei Ciao gelesen! Solange es weiterhin gute und ausführliche Berichte gibt, können die ruhig alle Yopi und Ciao Leser lesen... ;-)
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München - Berlin - München
03.03.2002, 12:49 Uhr von
dottigross_juliaa
Halli-hallo! Ich schreibe nicht nur bei yopi, sondern auch bei dooyoo und ciao. Mein Gästebuch be...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Über die deutsche Bahn gibt es - in verschiedenen Kategorien - viel zu berichten. Ich habe selbst schon meine Erfahrungen über die Internetseite *bahn.de* kund getan und möchte heute die User-Welt mit einem Bericht über meine IR/ICE-Fahrt nach Berlin *langweilen*. Der ein oder andere kann vielleicht ein paar interessante Infos herauslesen.
Los geht’s...
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Ein Samstag im Oktober 2001 - 6.58 Uhr - ein Hauptbahnhof im Allgäu/Bayern. Der Interregio der deutschen Bahn setzt sich Richtung München in Bewegung. Die Reisenden werden über Lautsprecher von einem netten Schaffner begrüßt und über Fahrtziel und Fahrtdauer informiert. Trotzdem wir ein Nichtraucherabteil gewählt haben, reißen wir erst einmal die Fenster auf, um den Gestank von Zigarettenrauch hinaus zu lassen. Fünf Minuten später schließen wir die Fenster wieder und warten drauf, dass das Abteil warm wird. Die Heizung leistet gute Arbeit und so lassen wir uns - noch etwas verschlafen - nach München transportieren.
Irgendwann taucht auch schon der Schaffner auf, um unsere Karten - die wir nicht per Internet, sondern direkt am Bahnhof gekauft haben - zu kontrollieren. Er informiert uns über unseren Anschlusszug in München-Pasing und das richtige Abfahrtsgleis und wünscht uns eine schöne Reise.
In München angekommen, bleiben uns noch fast eine halbe Stunde Zeit, in der wir in der *(Bahnhofs)bäckerei Müller*, zwei Mozzarella-Tomaten-Baguettes und zwei Softgetränke (je 0,3 Ltr.) für ca. 7 Euro kaufen.
ICE - soft und seicht
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Dann fährt auch schon unser ICE ein und wir steigen in einen Großraumwagen mit etwa 56 Plätzen. Über jedem Sitzplatz befindet sich eine elektronische Anzeigentafel auf dem die reservierte Fahrstrecke leuchtet. München - Berlin, Platz 31 und 33, jawohl, das passt. Wir verstauen meine große Reisetasche in der Ablage über unseren Köpfen, die aus einem durchsichtigen Plexiglas besteht. Dadurch - und durch die modernen, blauen Sitze - wirkt der Wagen großzügig und bequem. Den extrem großen Koffer stellen wir doch lieber hinter unsere Sitze. Dort treffen zwei gegeneinander ausgerichtete Sitzreihen zusammen, so dass ein Zwischenraum entsteht, in dem ein großer Koffer gerade so Platz hat.
Wir setzen uns und genießen die große Beinfreiheit. Auch ein größerer Mensch stößt nicht an den Vordersitz an und der *Fenstersitzer* kann ohne Probleme auf den Gang treten, ohne das der am Gang sitzende Platz machen muss. Ein großes Lob an die Bahnkonstrukteure!
Ohne dass wir es bemerken, fahren wir auch schon aus dem Bahnhof und ich bin erstaunt, wie leise und sanft der ICE sich vorwärts bewegt. Ein Unterschied wie Tag und Nacht zu dem lauten Interregio, der uns nach München gebracht hat. Das einzige laute Geräusch wird durch ein quengeliges Kind verursacht. Ich habe nichts gegen Kinder und weiß, dass man sie nicht einfach abstellen kann. Der ICE verfügt aber über ein eigenes Kinder-Abteil, wo Spielsachen und eine Krabbelecke untergebracht sind. Dieses Angebot scheinen aber nur wenige zu nützen.
Ist das Kind endlich einmal still, stört uns garantiert irgendein Fahrkartenkontrolleur. Insgesamt vier Mal steht ein Schaffner vor dem Sitz und verlangt nach den Platzkarten. Grund sei wohl der Schichtwechsel des *Begleitpersonals* (wie sich der Kontrolleur nennt). Uns geht das schrecklich auf die Nerven und die Deutsche Bahn sollte sich wirklich etwas einfallen lassen. Vielleicht könnte sich ja eine Lösung mit Hilfe der elektronischen Anzeige über den Sitzen finden lassen.
Nun, es kommt der Zeitpunkt, wo ich mal *für kleine Königstiger* muss. Der Weg zu den Toiletten ist gut ausgeschildert. Schon von weitem leuchtet das elektronische WC-Schild. Es dauert eine Weile, bis ich begreife, dass das Schild nur dann leuchtet, wenn die Toilette frei ist. Ist das *Örtchen* besetzt, erlischt auch die Anzeigentafel. Ich erwarte einen beengten Raum, als ich die Tür öffne und bin erstaunt, das die Toilette angenehm groß ist und man/frau sich bequem um die eigene Achse drehen kann. Nun ja, ein Tänzchen will ich eigentlich nicht aufführen... und deshalb finde ich die Haltegriffe sehr nützlich, an dem man sich während des Zug-Geschaukels festhalten kann. Da der Zug *Neigetechnik* hat, kann man sich während des WC-Aufenthalts auf Komplikationen einstellen (*lach*).
Die Toiletten sind auch nach 4,5 Stunden Fahrt noch sauber, was ich erstaunlich finde. Denn gerade Damentoiletten neigen zu einer abschreckenden Verschmutzung. Hier sind die Damen- und Herrentoiletten auch noch zusammengelegt - nur die Behinderten-Toilette liegt separat.
Klopapier und Papierhandtücher sind zum Zeitpunkt meines Besuches noch vorhanden, ebenso die Flüssigseife im Spender. Der Wasserhahn wird elektronisch bedient, so dass man keine Griffe anfassen muss, was ich sehr hygienisch finde. Jedoch muss man das Papiertuch in den Mülleimer schmeißen, der nur mit der Hand zu öffnen ist. Somit muss man doch wieder etwas berühren.
Sieben Stunden später haben wir es geschafft. Da wir in dieser Zeit *Eigenversorger* waren, kann ich leider keine Informationen über das Bordrestaurant geben. Ich habe nur gehört, dass ein Pärchen mit einem Kleinkind zum Schluss der Fahrt kein heißes Wasser mehr bekommen konnte, um den Brei anzurühren.
Am Bahnhof Zoo in Berlin angekommen verlassen wir den Zug und das Bahnhofsgebäude um zur U-Bahn-Station zu gelangen. Nach einem Gepäckwagen sehen wir uns nicht um. Es ist uns lieber, alles fest im Griff zu haben. Denn unser Weg wird von zahlreichen Junkies und Stadtstreichern begleitet - zugekifft und sturzbesoffen -, die uns ständig ansprechen und um ein paar Groschen betteln. Welcome in Berlin.
Fazit
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Die zwei Fahrkarten vom Allgäu bis Berlin und zurück haben uns (inkl. Sitzplatzreservierung im ICE von ca. 5 Euro pro Person) ca. 201.- EUR gekostet. Die Karten haben wir etwa sieben bis acht Wochen vorher am Bahnhofsschalter gekauft. Für eine Autofahrt nach Berlin hätten wir auch ungefähr 180.- EUR berappen müssen. Daher denke ich, dass sich die Fahrt mit zwei Personen schon gelohnt hat.
Auch über Verspätungen oder Ähnlichem *bekannten* Problemen bei der Bahn können wir uns nicht beschweren. Es verlief alles reibungslos. weiterlesen schließen -
eine echte Alternative zum Auto
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Bisher bin ich längere Strecken immer mit dem Auto gefahren. Argumente dafür gibt es viele: i.d.R. auf den ersten Blick günstiger, man ist flexibler usw...
Das war bisher auch meine Überzeugung. Nun, als Zivildienstleistender hat Mann – weibliche Zivis gibt es ja nicht - die Möglichkeit mit BahnCard Konditionen Tickets bei der Deutschen Bahn zu kaufen, was übrigens nicht nur für Heimfahrten am Wochenende etc. gilt, sondern immer! Also: Zivi-Ausweis = Bahncard 2. Klasse! Durch diesen Vorteil bin ich ernsthaft mit der Bahn in Kontakt gekommen und habe das Angebot ausgiebig genutzt.
Ende November war mein Zivildienst zuende und ich mußte mir also eine Alternative suchen, d.h. eine Bahncard kaufen, die 70 € kosten würde. Viel Geld nur um sparen zu dürfen werden nun viele Denken.
Im Internet bin ich dann auf verschiedene Sparangebote aufmerksam geworden. Das "Surf and Rail"-Ticket hat mich dann überzeugt, in Zukunft bei langen Fahrten in den Zug statt ins eigene Auto zu steigen!
Was ist das "Surf and Rail"-Ticket eigentlich?
Ein Zugticket 2. Klasse für Hin- und Rückfahrt, das sich ausschließlich über das Internet bestellen läßt und nur für ausgewählte Verbindungen gilt (es sind nur in bestimmten Städten verfügbar). Den Fahrschein druckt man sich zuhause einfach selbst am PC aus.
Welche Vorteile bietet es?
+ es läßt sich via Internet bestellen, den Weg zum Schalter/Automaten erspart man sich!
+ inkl. Sitzplatzreservierung für beide Fahrten , kostet „normal“ pro Fahrt 2,50 € extra!
+ gilt auch für den ICE ohne Aufpreis
+ Besitzer einer BahnCard zahlen nochmal 5 € weniger
+ ist wesentlich günstiger als zwei einzelne Tickets (v.a. beim ICE)
+ Sitzplatzwunsch wird berücksichtigt (d.h. Abteil/Grossraum, Raucher/Nichtraucher, Fenster o. Tischplätze)
Hat es auch Nachteile? JA!
Inwiefern das aber wirklich "Nachteile" sind, muss jeder für sich entscheiden. Mich stören Sie zumindest nicht.
- es ist an eine Person gebunden (also ich habe noch nie eine Fahrkarte an jemanden weiterverkauft...?)
- Bezahlung ist leider nur mit Kreditkarte möglich (schlecht wenn man keine hat, allerdings kann auch jemand anderes mit seiner Kreditkarte zahlen, die Bahn stört das nicht – dieser Person das Geld dann in Bar geben?)
- es ist Zuggebunden, d.h. man kann nur den gebuchten Zug nehmen und keinen früheren oder späteren (soll für manche Leute echt ein Problem sein, pünktlich oder sogar ein paar Minuten vor Abfahrt am Bahnhof zu sein ...)
- Umtausch oder Erstattung sind nicht möglich (wenn was "dazwischenkommt" ist das echt problematisch ...)
- zuletzt muss das Ticket auch eine Woche vor Abfahrt gebucht werden (nichts für zu spontane Leute).
Was kostet das Ticket?
Es gibt vier Preisklassen: 40/55/77/99 € (mit BahnCard jeweils 5 € Nachlass) die von der Entfernung der Zielorte abhängig sind.
Ich als Nürnberger komme z.B. für 40 € nach Jena, Karlsruhe oder Frankfurt, für 55 € nach Köln, Leipzig oder Dresden, für 77 € nach Berlin, Hamburg oder Hannover. Die teuerste Preiseklasse – 99 € – gilt z.B. für München - Berlin oder München - Hamburg.
Unterm Strich lohnt sich das "Surf and Rail"-Ticket also vor allem für Leute, die genau wissen wann und wohin sie wollen (z.B. Studenten die Eltern besuchen, Omas die zu Besuch kommen wollen – ob die aber Internet haben ... *zweifel*).
Im Vergleich zum Auto ist es unschlagbar günstig, wenn man nicht nur die Kraftstoffkosten, sondern die wirklichen Kosten pro gefahrenen km vergleicht (also mit Versicherung, Verschleiss, Wertverlust etc.).
Beispiel: Nürnberg – Jena sind hin und zurück genau 400 km mit dem Auto (über A9/A4). In meinem Fall also 400 km x 8,0l/100km x 0,95 €/l = 30,40 € nur Benzinkosten! Mit "Surf and Rail" 40 €. Dazu erspart man sich ca. 3,5 bis 4h Autofahrt und sitzt stattdessen ca. 4,5 Stunden im ICE.
An alle eifrigen Kritiker der Bahn: Ja, der ICE kommt auch mal 5-10 Minuten zu spät an, aber was ist das schon im Vergleich zu einer Fahrtzeit von 4 bis 4,5h Stunden? Wenn sich die Menschen auch so aufregen würden, wenn auf der Autobahn mal Stau ist ... aber daran denkt niemand.
Zuletzt ziehe ich persönlich den ICE jeden RegionalExpress oder anderen Zügen vor. Leider ist es so, das mit sinkenden Fahrpreisen auch das Niveau im Zug immer mehr abnimmt. Im ICE kann man wirklich entspannt reisen. Der Zug ist leise, hält nicht an jeder Milchkanne (wie z.B. die RegionalBahnen beim Schönen-Wochenend-Ticket) und es gibt in jedem Zug ein BordRestaurant, wo das Essen/Tinken auch nicht teurer ist als im Cafe/Restaurant um die Ecke. Zudem hab ich noch nie erlebt das sich Leute im ICE "daneben" benommen haben, oder der Zug verdreckt war.
Fazit: dank "Surf and Rail" steige ich öfter wieder in den Zug und rege mich nicht über andere Autofahrer oder Staus auf, sondern lese ein Buch oder lerne fürs Studium. Das ist entspannender und man kommt auch mit anderen Menschen ins Gespräch. Die o.g. Nachteile sind für mich nicht wirklich welche. Dem Umweltschutz dient es auch, denn der ICE braucht (sofern ich mich erinnere) ca. 3l Diesel / 100km pro Person wenn man der Bahn glauben darf. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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anonym, 11.02.2002, 22:34 Uhr
Bewertung: nicht hilfreich
Autor leidet unter extremem Mitteilungsbedürfnis - Schade das ganze wäre auch mit weitaus weniger Wörtern zu schreiben gewesen - Wenn ich Romane lesen will, kaufe ich mir diese am Kiosk - Hier will ich über Daten und Fakten informiert w
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