Loveparade Testberichte
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Pro & Kontra
Vorteile
- Viele nette Leute und geile Musik!
- Fun
- tolle Leute
- coole Musik und total geniale Stimmung(auch ohne Alkohol)
Nachteile / Kritik
- Viele Drogen im Spiel!
- inzwischen zu kommerzig
- viel Müll
- die Verschmutzung des Tiergartens
Tests und Erfahrungsberichte
-
Love Parade 2003: Love rules
3Pro:
Fun
Kontra:
inzwischen zu kommerzig
Empfehlung:
Ja
Initiiert von DJ Dr. Motte, fand die erste Love Parade bereits ein paar Monate vor dem Fall der Mauer auf dem Berliner Kurfürstendamm unter dem Motto "Friede, Freude, Eierkuchen" statt. Damals waren ein Wagen und etwa 150 Leute dabei; bereits 1993 waren es 30.000 Teilnehmer und über 30 Wagen.
Wegen steigender Besucherzahlen verlegte man die Parade 1996 in die Straße des 17. Juni am Tiergarten, wo sie - trotz vieler Diskussionen und Überlegungen bezüglich eines neuerlichen Umzugs an andere Stelle - noch heute stattfindet.
1996 waren es 750.000, 1999 1,5 Millionen Raver, in diesem Jahr wohl 750.000, wenn man den bisher veröffentlichten Zahlen glauben darf, die sich für Berlin und Technomusik begeisterten.
Motti:
1989: Friede, Freude, Eierkuchen
1990: The future is ours
1991: My house is your house and your house is mine
1992 The spirit makes you move
1993 The worldwide party people weekend
1994 Love 2 Love
1995 Peace on earth
1996 We are one family
1997 Let the sunshine in your heart
1998 One world one future
1999 Music is the key
2000 One world one love parade
2001 Join the love republic
2ßß2 Access peace
2003 Love rules
____
Über die Jahre ist die Love Parade zu einem fast legendären, weit über deutsche Grenzen hinaus bekannten Event geworden, das in aller Welt auf den Bildschirmen mit erlebt werden kann, vom Umzug auf dem 17. Juni bis zur Abschluskundgebung an der Siegessäule.
Dr. Mottes Ursprungsidee - "lasst uns für, nicht gegen etwas demonstrieren! Für Frieden, Liebe, Einheit und gegenseitigen Respekt" - ist nicht wirklich vergessen, auch wenn es sich bei der Love Parade inzwischen mehr um einen Wirtschaftsfaktor als um eine politische Demonstration handelt. Dieser Status wurde ihr folgerichtig aberkannt; heute ist die Love Parade eine GmbH. Zumindest aber ist sie auch heute noch eine friedliche, lustvolle Veranstaltung; die aus allen Teilen der Welt anreisenden Teilnehmer wollen Musik hören, tanzen, sehen und gesehen werden und einfach Spaß haben. Glücklicherweise hat sich auch die Terrorwarnung für dieses Jahr nicht bestätigt.
Ihr möchtet wissen, ob ich selbst da war? Ja, aber nur mal auf 'ne Stunde. Ich lebe ja in Berlin, aber seit der Mutation zu einem von der CDU gehätschelten Kommerzereignis hab ich mit der Love Parade nicht mehr so viel am Hut. Die meisten meiner Freunde gehen auch nicht mehr hin, und insgesamt fiel mir auf, dass es dieses Jahr doch erheblich ruhiger war in der Stadt. Während sonst in meiner Strasse die Bürgersteige zugeparkt waren und nachts laute Musik aus offenen Autotüren dröhnte, konnte ich diesmal ruhig schlafen. Vor dem Haus hatte auch niemand seine Decke ausgebreitet, um ein nächtliches Picknick zu veranstalten ...
Die Berliner, die jahrelang erbittert über die Abfallbeseitigung im Tiergarten diskutierten, dürfen diesmal beruhigt sein, da die Veranstalter das Wegräumen des Mülls inzwischen selbst bezahlen müssen. So ist es kein Zufall, dass in diesem Jahr erstmals eine Absperrung erfolgte. Offensichtlich wollte man die finanzielle Belastung in Grenzen halten, nachdem sie neuerdings nicht mehr auf die Staatskasse abgewälzt werden kann. Die zu entsorgende Müllmenge dürfte - auch wegen des inzwischen eingeführten Dosenpfands - mit geschätzten 100 Tonnen deutlich geringer sein als in den vergangenen Jahren.
Obwohl es zwei schwere Unfälle gegeben hat: Die Polizei zog 2003 eine positive Bilanz. Einige Leute werden an diesem Wochenende gute Einnahmen erzielt haben. In Berlin kehrt wieder Ruhe ein. Und im nächsten Jahr heisst es wieder: friedlich Spaß haben! weiterlesen schließen -
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Loveparade - ihre Geschichte und meine Meinung dazu
19.05.2003, 18:10 Uhr von
NineW
Momentan dank Umzug viel Stress, aber das legt sich sicher auch wiederPro:
coole Musik und total geniale Stimmung(auch ohne Alkohol)
Kontra:
die Verschmutzung des Tiergartens
Empfehlung:
Ja
Loveparade - ihre Geschichte und meine Meinung
Ein Erfahrungsbericht von mirjana23 über Alles mit L... (18.03.2002)
Beginnen möchte ich mit einem Zitat von Dr.Motte
Musik spricht tausende von Sprachen und alle können sie verstehen,sie kennt keine Grenzen und keine Nationalitäten!
Ihre Geschichte:
1989,vier Monate vor dem Mauerfall,versammelten sich DJ Dr.Motte mit Gleichgesinnten auf dem West Berliner Kurfürstendamm zu einer "House-Musik-Demo" für Toleranz,Respekt und Verständigung zwischen den Nationen.Anstelle von grossen Reden gab es Musik. Die Loveparade war geboren.
Sie wuchs von damals 150 Freunden und einem Truck auf über eine Million Raver und etwa 50 Trucks an und wurde zum jährlichen Techno Super-Event.
1996 zog die Loveparade in den Tiergarten um. Seit dem starten jedes Jahr 2 Züge von Trucks zur gleichen Zeit am Ernst-Reuter-Platz und am Brandenburger Tor.Die Strecke geht die Strasse des 17ten Juli entlang zur Siegessäule und dort findet dann die Abschlusskundgebung statt. Ungefähr 250 DJs verkünden jährlich die Botschaft von Frieden,Liebe,Respekt und Tolleranz. Seit dem Jahr 2000 findet die Loveparade auch in anderen Ländern wie z.B. Österreich,England,Israel und Süd Afrika statt.
meine Meinung:
Also ich selber war bisher nur einmal auf der Loveparade und fand sie total klasse.Es ist ein unbeschreibliches Gefühl die Stimmung dort zu erleben,was sich schlecht mit Worten beschreiben lässt. Ich bin der Meinung ,wer es nicht selbst erlebt hat, weiss nicht wie geil das ist.
Ich habe es nun geschafft(endlich, ein langersehnter Wunsch ging in Erfüllung) nach Berlin zu ziehen und werde es mir garantiert dieses Jahr nicht nehmen lassen dieses Event zu erleben.
Techno ist zwar nicht mehr ganz die Richtung die ich musiktechnisch bevorzuge , aber trotzdem höre ich es noch gerne und Loveparade ist dieses Jahr wirklich ein Muss für mich.
Musik verbindet alle Generationen und ich hoffe die Loveparade wird es noch geben wenn ich 50 bin , damit auch meine Kinder dieses gigantische Ereignis noch erleben können.Sicher,es gibt viele,die dagegen sind und teilweise kann ich es auch verstehen,denn es muss nicht sein,dass der Tiergarten derart verschmutzt wird,aber wo soll den ein derartiges Event sonst hin umziehen.Auch wenn Berlin eine grosse Stadt ist,trotzdem gibt es nirgendwo so einen guten geeigneten Platz wie beim Tiergarten.Leider habe ich auch keinen wirklichen Vorschlag ,wie man die Verschmutzung eindämmen kann,denn viele Leute sind halt unvernünftig und schmeissen ihren Müll halt überallhin,noch dazu wenn sie etwas getrunken haben.Auf der anderen Seite,wenn es von vornherein klar ist,dass so ein Event stattfindet,wieso sorgt man dann nicht dafür,dass auch genug Mülltonnen und Mülleimer vorhanden sind,denn bei so vielen Massen ist es klar,dass kleine Mülleimer auch schnell voll sind und wohin dann mit dem Müll???,auch müssten mehr WCs aufgestellt werden,denn wenn soetwas nicht vorhanden ist,klar schlagen sich dann die Leute ins Gebüsch,was wiederum auch dem Tiergarten nicht so wirklich gut tut.In diesem Sinne appeliere ich an die Vernunft all derer die zur Loveparade gehen,benutzt die Toiletten und schmeisst euren Müll nicht irgendwo hin,sondern in den Mülleimer oder die Mülltonnen,in so fern dies möglich ist.Trotz allem hoffe ich , dass dieses Event auch dieses Jahr wieder stattfindet und glaubt mir,ich kann die Loveparade echt nur empfehlen.
eure NINE weiterlesen schließen -
Live auf der Loveparade 2002
Pro:
tolle Leute
Kontra:
viel Müll
Empfehlung:
Ja
Live auf der Loveparade
Jeder geht heutzutage zum Fitness Training. Ich gehe einmal im Jahr zur Love Parade. Heute war ich das vierte mal dort. Seit 1996. Voriges Jahr konnte ich leider nicht.
Nun will ich euch von meinen Erfahrungen berichten.
Ich nehme die Love – Parade als körperliches Fitness Training: Als eine Art Herausforderung.
Der typischen Art von einem Raver entspreche ich zwar nicht. Aber das ist dort auch egal. Auffallen tut da niemand. Nichts braucht einen peinlich zu sein. Ich bin 40 Jahre alt und eher unattraktiv. Aber das ist da egal. Herrlich, niemand macht dich dort wegen deiner Figur an.
Das genieße ich. Auf einer Tanzveranstaltung wäre es für mich stressiger.
Aber fangen wir mit meiner Hinfahrt an. Ich gehe erst abends auf die Big Party. Die ganz verrückten sind da schon fertig und benutzen den Tiergarten als Chillout Zone.
Ich habe den Sonnabend noch gut ausgenutzt. Und die Temperaturen werden langsam angenehmer. Wobei die Temperaturen gestern recht angenehm waren. Da habe ich schon eine schlimmere Hitze erlebt. Auf dem Hundeplatz machten wir uns gegen 20.00 Uhr ausgehfertig. Nach dem wegsägen der Sturmschäden. Dementsprechend sah ich aus. Na ja, so sehen meine Jeans wie richtige Designer Jeans aus. Ein altes Tuch von einem Deutsch – Sowjetischen Freundschaftstreffen in den achtziger Jahren um den Hals gebunden und gutes Parfüm aufgelegt fand ich mich OK.
Meine 17 Jährige Bekannte machte sich da schon etwas feiner. Zum Abschluss malten wir noch ein Herzchen auf meinen Unterarm und ihren Unterschenkel und zogen los. Allerdings ohne Hunde.
Wir stellten mein Auto in Berlin Pankow an der U – Bahn ab. Bestiegen dann die U – Bahn Richtung Alexanderplatz. Dort stiegen wir in die S – Bahn zur Friedrichsstraße um. Die Verkehrmittel waren angenehm leer. Ich kann auch nur jeden empfehlen sein Auto stehen zu lassen. So kann man doch mal einen Sekt trinken und braucht keine Parkplätze zu suchen. An der Friedrichsstraße angekommen stiegen wir aus und liefen vor zur Straße unter den Linden. Diese führt zum Pariser Platz auf dem das Brandenburger Tor steht. Unterwegs trafen wir natürlich schon auf alle Tanzwütenden. Eingereiht in den Menschenstrom, der mir
geringer erschien als vor 2 Jahren, marschierten auf das Tor zu. Das Brandenburger Tor ist zur Zeit verhüllt. Mit Schreck sah ich nur einen schmalen Durchgang durch das Tor. Da musste jeder durch, der in den Himmel Love Parade wollte. Links und rechts in dem Durchgang standen Bodygards. Das beruhigte mich etwas. Dann waren wir da. Auf der „Straße des 17.Juni“.
Hier tobte der Bär. Vor2 Jahren fing es jedenfalls gleich dahinter an. Gestern nicht. Wir mussten ca.100 Meter laufen, bis es etwas enger wurde. Links und rechts des Weges stehen die obligatorischen Stände mit Getränken, Imbissen und Trillerpfeifen, indianischen Traumfängern, Ketten und Allen möglichen Blinkteilchen. Die Technik wird auch immer verrückter. Ich gebe es zu. Ich kaufte gleich 2 kleine Herzchen die blinkten. Befestigt werden die mit einem Magnetplätzchen. Das kann man auch unter die Unterlippe schieben und das Herz dann auf die Unterlippe setzen. Sieht klasse aus. Als ich auf den genialen Gedanken kam mal einen Caipirinha zutrinken, und nach dem Geld griff verlor ich das erste. Das zweite steckte ich dann aus Sicherheitsgründen in die Tasche. Na ja, 5 Euro in 5 min futsch.
Und dann rappten wir ab. Wir tanzten hinter den Wagen her. Klasse geschmückt waren die Lastwagen. Die Stimmung war wie immer. Aber die zu beschreiben ist blöd. Seht es euch kurz im Fernsehen an.
Sicherheitsleute flankierten die LKWs mit großen Seilen, welche sie im Abstand von ca. 2 – 3 Metern vor und an den Seiten der LKWs hielten. Da dürfte niemand unter so einen Lastwagen geraten. Die Wagen fahren auch extrem langsames Schritttempo. Eher ein Schneckentempo.
Wie ich gehört habe, wurden in diesem Jahr das erste mal Karten für die Wagen verkauft. Für 200 Euro. Der Hintergrund liegt darin, das so ein Wagen recht teuer ist. Die Sponsoren haben sich in diesem Teurojahr auch rar gemacht. Wer da also mal mitfahren will, kann jetzt wohl Karten dafür kaufen. Das kann ich mir aber verkneifen. Ist ein ganz schöner Stress. Da oben auf dem Wagen.
Wie verließen dann den Wagen hinter den wir rappten. Und machten uns auf den Weg zur Siegessäule. Um 22.10 kamen wir dort heil an. Vor Euphorie bemerkten wir weder schmerzenden Füße noch die Müdigkeit. Hier erst merkt man was Adrenalin bewirken kann. Und dann sahen wir ihn!!!!!
Der berühmte „Doktor Motte“. In einer Art Rundbühne befand er sich an der Siegessäule. Etwas höher über den Boden. Sehr dicht ran konnte man nicht, denn ab hier, wurde es eng.
Also versuchten wir auf dem engen Raum, wo wir standen zu rappen. Eigentlich würde ich es mehr ein;“ Körper bewegen“ nennen. Derjenige der sagt er kann nicht tanzen, kann hier ruhig mittanzen. Irgendwie sieht alles mehr nach einem Wippen aus. Mehr ist in der Enge auch nicht möglich. Sophie wollte nun unbedingt die Ansprache hören. Wir tanzten bis 23.00 Uhr. Aber es kam keine Ansprache. Ich stellte fest, das daß Telefonnetz E – Plus wieder an seine Grenzen kam und das Netz total überlastet war. Anrufen war also erst mal nicht Möglich.
In diesem Augenblick Zweifel ich immer an meinem Verstand. Wie kann man auf einer Party wo ca. 80 bis 120 Dezibel Lautstärke herrschen, auf den blödsinnigen Gedanken kommen, anzurufen ? Aber eigenartigerweise haben viele Menschen um mir, das Verlangen ihren Bekannten am Handy die Stimmung auf der Loveparade zu beweisen. Irgendwann ließ mich E – Plus ins Netz und ich erreichte meinen Bruder. Welcher natürlich gleich sagte, ;„Ich kann dich nicht verstehen, bei dir ist es so laut. Wo steckst du eigentlich?“ Danach legte er auf, wegen Verständigungsproblemen.
Die Wagen trafen alle langsam an der Siegessäule ein. Ich sah auf die Uhr 23.20 Uhr. Sophie muss heute um 6.00 Uhr aufstehen. Oups. Immer noch keine Ansprache. In der Zwischenzeit flirteten wir mit netten hübschen Männern, welche uns Handschellen anboten. So viele gut aussehende junge Männer sehe ich das ganze Jahr nicht.
Ehrlich gesagt gehe ich ja auch nur deswegen hin. Männer meines Jahrgangs sind dort zwar auch vorhanden, aber wenig. Die meisten sitzen wahrscheinlich mit ihrem Bier im Wohnzimmer zu der Zeit.
Aber das beste auf der Loveparade sind die Kostüme. Wie kreativ unsere Jugend sein kann, merkt man erst daran. Wie viel Potential in ihnen steckt.
Ich sah lila Milka Kühe, Weiße Kühe, lauter Teufel, Müllsackkostüme, T-Shirts auf deren Rücken ein Herz ausgeschnitten war. Poppige Frisuren. Lauter bunte Puschel um die Beine,
Tarzan mit seiner Jane im Lendenschurz. Das muss man selber sehen. Das erst macht die Loveparade aus. Das kann man nicht beschreiben. Das muss man einmal in seinem Leben selber sehen.
Es wurde 23.30 Uhr. Langsam schien Schluss zu sein. Immer noch keine Ansprache. Die schönste erlebt ich vor ca. 3 Jahren. Da sagte Motte, ;„es ist Feierabend, geht schön nach Haus“, oder so ähnlich. Auf einem Schlag schienen sich alle Teilnehmer umzudrehen und in Richtung Verkehrsmittel zu laufen. Ruhig, Anständig und gesittet. Sehr eindrucksvoll.
Die Ravemusik wurde gegen 23.00 Uhr gestern abgestellt und ein Meeresrauschen erklang. Leider kam das Technisch nicht so gut rüber. Es war aber heraus zu hören.
Also drehten auch wir uns um und machten uns auf den Heimweg. Wir gingen ein kurzes Stück seitlich durch den Tiergarten.,da Sophie eine Toilette suchte. An einer Stelle musste ich innerlich schmunzeln. 3 Männer nebeneinander beim Wasserlassen. Sah aus, wie bei meinen Hunden. Da nenne ich das immer „Gruppenpullern“.
Und seit diesem kurzen Spaziergang weiß ich auch, wo ich die öffentlich kopulierenden Pärchen finde. In den letzten Jahren hatte ich sie nie gesehen. Aha. Wieder was dazu gelernt.
Erstaunlicherweise ging aus auch durch das Nadelöhr am Brandenburger Tor recht gut durch.
Und dann klingelte mein Handy. Mittlerweile war es leiser geworden. Also verstand ich meinen Bruder. Der ist vom Beruf Taxifahrer und sagte, das Geschäft läuft heute mal nicht besonders. Da kam ich auf den genialen Einfall sein Geschäft anzukurbeln und mich von ihm nach Hause fahren zu lassen. Das kann ich nur empfehlen. Ich bezahlte bis nach Pankow 13 Euro. Wenn ich mir vorstellen, das 4 Personen mitfahren und ein Fahrschein in Berlin 2,10 kostet. Das macht bei 4 Personen 8,40 Euro. Da kann man den Rest rauflegen und bequemer heimfahren. Echt. Ich leistet mir den Luxus. Einmal im Jahr geht das ja. Mein Bruder bestätigte, das auch er gemerkt hat, das es in diesem Jahr weniger Besucher gab. Er muss es wissen, schließlich fährt auch er schon auf der sechsten Loveparade die Fahrgäste.
So kamen Sophie und ich wieder unbeschadet nach Hause. Mittlerweile bemerkte Sophie ihre schmerzenden Füße und ich bemerkte das mein operiertes Knie mir meine Sportaktion übel.
nahm. Mist, wenn der Adrenalinschub nachlässt, und man wieder sein Alter spürt.
Ich kann jeden nur empfehlen, einmal im Leben dabei zu sein. Wenn ich im nächsten Jahr wieder Zeit habe, werde auch ich da wieder meine Ausdauer schulen. Man läuft da schließlich locker, mindestens 10 km lang.
So zum Abschluss werde ich euch noch ein Paar Regeln und ähnliches ans Herz legen.
Mit rappenden Gruß von der 14. Loveparade.
L O V E °°°°° P A R A D E
Die Loveparade startete vor 14 Jahren mit ca. 100 Teilnehmern. Anlass war der, als Demonstration angemeldete Geburtstag von Dr. Motte.
Damals fand die Loveparade auf dem Kuhdamm statt.
Mittlerweile gibt es deswegen die Diskussion bei den Berlin Verantwortlichen (einem Herrn Hass), das eine Musikveranstaltung keine Demo ist und deswegen nicht erlaubt werden dürfte.
Mittlerweile besuchen ca. 1 Million Raver und Besucher die Parade. Die am besten besuchte Parade fand 1999 statt.
Währende der Loveparade von Freitag bis Montag gibt es in Berlin ca. 100 Partys in den Clubs.
Die Loveparade fängt am Sonnabend um 14.00 Uhr an und endet gegen 23.00 Uhr.
Wirtschaftliches
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Jeder Raver gibt durchschnittlich 130 Euro auf der Parade aus. (Essen, Übernachtung usw. )
Mittlerweile ist die Parade ein Kommerzunternehmen geworden.
Man braucht sich aber daran nicht zu beteiligen. Die Teilnahme ist kostenlos. Und man kann seine Getränke selber mitbringen.
Wichtige Utensilien:
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- Trillerpfeife
- Wasserpistole
- Jedes mögliche Blinklicht
- Kondome
- Getränke
- Fahrgeld oder Taxigeld
- Müsliriegel oder Bifi um Fit zu bleiben
- Ein tolles Kostüm, diese ist aber keine Bedingung, Man kann auch viel selber basteln.
- Selbstgebasteltes sieht meist am besten aus und braucht auch nicht teuer zu sein.
- Deo für den Notfall,
- Tic-Tac ist auch gut und empfehlenswert
Sicherheitshinweise
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- Leider zieht so eine Veranstaltung auch Taschendiebe an. Also verstaut euer Geld gut.
Ich benutze eine Weste und stecke Geld und Handy in die Brusttaschen. Brustbeutel können durchgeschnitten werden.
Lasst Wertgegenstände zu Hause.
- Nehmt nichts von Fremden an.
- Stellt keine Getränke unbeobachtet auf den Boden. Schüttet sie dann lieber weg. Manche lieben Zeitgenossen lassen da gerne Ecstasypillen oder ähnliches reingleiten.
- Ich stecke mir eine Schraubflasche in die Jackentasche. Rucksäcke sind auch toll.
- Benutzt Kondome !!!!!!!
- Zieht festes Schuhwerk an. Die Müllberge sind zwar kleiner geworden als vor 6 Jahren. Aber trotzdem liegen noch überall Scherben rum. Mittlerweile gibt es auch die meisten Flaschen aus Plastik, Sogar die Bierflaschen. Aber leider bringen immer noch Zeitgenossen Glasflaschen mit und werfen die dann auf den Boden.
- An die Asthmatiker: vergesst nicht eure Sprayflasche!!!!!
- Geht nicht gleich mit jedem nach Hause.
- Meidet die dunklen Parkecken, wenn ihr alleine seit. Da läuft einiges rum und macht euch dann an. Uns machte auch so ein netter betrunkener Zeitgenosse an. Als wir ablehnten wurde er sehr unhöflich.
- Geht Streit aus dem Wege. Gestern sah ich das erste mal eine kleine Keilerei.
- Normalerweise sind alle Leute nett und freundlich, wenn ihr es auch seit. Aber leider gibt es Ausnahmen. Das ist sehr schade, denn das trübt das Bild der Stimmung, wenn sich von ca. 500000 Leuten 2 prügeln.
- Meidet Süchtige !!! Ich dachte es sind Gerüchte , das manche Junkies es toll finden ihre dreckige Spritze dort jemanden in den Arm zu stechen. Aber Irrtum. Eine Bekannte berichtete mir vorgestern, das es der Tochter ihrer Arbeitskollegin passiert ist. Sie ist jetzt Aids infiziert. Jemand stach sie kurz auf der Loveparade. Da ich aber auch jeden Tag im Auto mein Leben riskiere, ist das für mich kein Grund nicht auf die Parade zu gehen.
- Versucht nüchtern zu bleiben. Auch ohne massiven Alkoholkonsum macht es Spaß. Saufen könnt ihr auf Mallorca.
- Benutzt zu mindestens in der Mittagszeit Ohrenschützer. Da ist es am lautesten.
- Ich sah auch Ordnungskräfte damit. Das ist nicht uncool, sondern schützt euer Gehör. Wenn ich kleine Kinder ungeschützt auf der Parade sehe, wird mir schlecht. Die armen Ohren der Kleinen. Das muss nicht sein.
- Lasst eure Haustiere zu Hause. Ich versteh ja, wenn die Obdachlosen ihre Hunde dabei haben müssen. Aber ansonsten haben Hunde dort nichts zu suchen. Manche schleppen die wirklich dort mit. Habe ich vor 2 Jahren selbst erlebt.
- Wenn eure Getränke ausgehen, spart nicht am falschen Fleck und durstet. Der Körper braucht Flüssigkeit, wenn er schwitzt. Ansonsten riskiert ihr einen Kreislaufkollaps.
- Trinkt viel!!! Aber keinen Alkohol, sondern Säfte, Mineralwasser oder wenigstens Cola.
- Wenn ihr euch nicht fühlt sucht die 1.Hilfe auf. An den Wegrändern stehen einige Malteser – und Johanniterzelte für den Notfall.
- Wenn ihr euch vor der Big Party nicht fühlt, verzichtet lieber darauf. Auch ich musste ein Jahr pausieren wegen eines drohenden Asthmaanfalls. Lieber bin ich dann zu Hause als eingekeilt an der Siegessäule.
- Schickt keine, leicht zu beeinflussenden Teenager, allein auf die Parade. Auch ich frage im Bekanntenkreis herum, welche Jugendlichen mit mir mitkommen wollen, damit sie dort in Begleitung sind. So brauchen sie nicht auf den Spaß zu verzichten.
- An die Eltern gewandt,; dann überwindet euch und geht mit euren Kindern zusammen hin. Das macht euch sicher allen Spaß. Und wenn es euch dort zu laut ist, gilt mein Tipp, mit den Ohrschützern.
- Wenn ihr müde seit ruht euch kurz im Tiergarten aus. Bevor ihr umfallt. Aber nicht alleine und wenn es dunkel geworden ist.
- Hände weg von Blinklichtern im Mund. Da gibt es wohl so eine Art die auch beim Angeln verwendet wird. Das Kaputtbeißen dieser Röhrchen führt soweit ich es weiß zum Tode. Schuld daran ist der Inhalt dieser Röhrchen. Das sind so längliche Röhrchen. Die haben keine Batterie und werden wohl durch ein Anknicken angemacht und leuchten dann ca. 2 Stunden. Die werden wohl vornehmlich in Clubs verkauft.
So, ich hoffe das reicht erst mal. Ich habe mich jetzt 4 mal an diese Regeln gehalten und habe die Loveparade immer unbeschadet und glücklich verlassen. Ich wünsche euch viel Spaß, falls ihr nun auf den Geschmack gekommen seit und 2003 auch einmal auf die Loveparade möchtet.
Vielen Dank für euer Lesen. weiterlesen schließen -
"One Loveparade one World"
Pro:
Viele nette Leute und geile Musik!
Kontra:
Viele Drogen im Spiel!
Empfehlung:
Ja
„One Loveparade One World“ so hieß das Motto der Loveparade 2000 die am 8.Juli in Berlin stattfand, mal wieder haben es Dr.Motte und Westbam geschafft.
Angefangen hat alles 1989 am Kurfürstendamm in Berlin. DJ Dr. Motte kam auf die Idee und hatte erst mal 150 Anhänger und einen Truck dafür. Inzwischen sind es ca. 1 Million Menschen die die Loveparade besuchen und über 50 Trucks, mit geilem Technosound.
Leider ist es mir bis jetzt nur gelungen 2000 die Loveparade zu besuchen, aber es war einfach nur geil und für mich war es die beste Loveparade.
Die Vorteile:
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Die Vorteile bei der Loveparade sind, dass man unter anderen nette Leute kennen lernt und die tollen Sounds die bei jedem wagen verschieden sind. Meiner Meinung nach ist es besser, wenn man auf einen Truck ist, denn man schont dadurch seine Füße und wird als Frau nicht so oft angegrabscht als wenn man unten abtanzt. So eine Karte für den Truck ist zwar nicht gerade billig, aber man kann da auch so drauf kommen. Ist zwar nicht so gut, wenn man wieder runter will aber es geht.
Für die Männer ist die Loveparade mit Sicherheit ein Vorteil, dass sie dort viel nackte Haut sehr können und es gibt mit Sicherheit viele Frauen die für einen Onenightstand bereit sind.
Die Nachteile:
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Der Tiergarten wird durch die Loveparade sehr verschmutzt nicht nur durch den Müll sonder auch durch die Menschen selber die überall hin pinkeln. Es wurden ca. 250000 Tonnen Müll 2000 produziert Und es werden mal wieder sehr viele Drogen genommen und viel Razzia durchgeführt. Viele Jugendliche werden unmächtig weil sie mit Drogen nicht klarkommen o.ä. Aber auch durch den Lärm fühlen sich bestimmt viele Bewohner belästigt vor allem die älteren Leute. Als Frau ist es schon manchmal lästig wenn man viel angegrapscht wird.
Nun zur der Loveparade selbst:
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Leider ist es schon eine Weile her als ich dort war aber ich werde es versuchen euch am besten zu beschreiben.
Pünktlich um 14 Uhr begannen die ersten der 50 Trucks in der Nähe des Brandenburger Tors, die Straße des 16. Juni entlang zu fahren. Mit ganz vielen Gogo -Tänzerinnen und vielen verschiedenen Technosounds. An den Straßenrändern und auf der Strasse befanden sich ca. 1,3 Millionen Raver. Und natürlich jede Menge Polizisten sowie Rettungseinsetze. Der Umzug verläuft um die Siegessäule wo am späten Abend die Trucks stehen bleiben und berühmte DJs wie Dr. Motte, Westbam und viele mehr oben an der Siegessäule auflegen. Es ist einfach zu geil man sollte schon einmal dort hin fahren, vor allem wenn man Techno mag. Die Loveparade soll als Freieden dienen und der Liebe wo sich viele Leute zusammen treffen, aber es wird auch oft nicht beachtet und es finden auch viele Prügeleien dort statt. Nach der Loveparade gibt es in verschiedenen Clubs Afterhauerpartys.
Zu der Aftehouerparty:
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Nach der Loveparade waren wir auf der Love Stern Galaktika Party. Wie jedes Jahr findet diese Party in Berlin statt.
Doch ich muss sagen ich war sehr enttäuscht. Die lange Schlange an der Kasse hat mich schon zu schaffen gemacht und drinnen die vielen Leute und die stiekiege Luft war echt nicht auszuhalten. Aber ich glaube vielleicht lag es auch daran, dass ich schon übermüdet war von der langen Anfahrt nach Berlin und der Loveparade selbst.
Aber im ganzen war es echt toll!!! weiterlesen schließen -
Loveparade, das wars!!
20.01.2003, 20:47 Uhr von
heinuun
Hallo Meinungsmacher Mein Name ist Ingo, wie Du oben auch sehen kannst. ich komme aus dem sch...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Loveparade. Seit über zehn Jahren findet die Loveparade jetzt schon in Berlin statt.
Es fing alles an, indem nur ein paar hundert Anhänger von DR. Motte, dem Erfinder und Organisator der Parade. Jedes Jahr wurde es mehr bis vor zwei Jahren über eine Millionen Menschen durch Berlin zogen. In den letzten beiden Jahre nahm die Teilnehmerzahl immer mehr ab und ich bin der Meinung es wird auch weiter bergab gehen mit der Loveparade.
Wo
Wie jeden mittlerweile wohl bekannt sein wird, findet die ursprüngliche und wohl bekannteste Loveparade in Berlin statt. Seit ein paar Jahren gibt es auch eine Loveparade in Telaviv, Brasilien, etc.
In den ersten paar Jahren zogen die Raver – und damals waren es noch richtige Raver und Technofreaks – über den Kuhdamm (Kuhrfürstendamm), aber 1996 wurden dann so viele Besucher erwartet, dass diese Straße zu klein und zu eng wurde und somit wichen die Organisatoren auf die Strasse den 17.Juni aus. Die Parade startet seitdem am Ernst-Reuter-Platz und bewegt sich über den Stern (Siegesdenkmal) zum Brandenburger Tor um sich dann am Abend an der Siegessäule zu treffen und die Abschlusskundgebung zu feiern.
==>Wann<==
Immer am zweiten Wochenende im Juli, es sei denn irgendwelche Gegendemos waren schneller (2000), aber das wird jetzt wohl nicht mehr so schnell vorkommen, denn die Stadt Berlin hat die Veranstaltung für die nächsten Jahre auf dieses Wochenende gesichert. (Berlin ist pleite und braucht das Geld aus der Loveparade). Um 14 Uhr beginnt die Party eigentlich, aber ich hab es noch nie erlebt, dass es pünktlich losging. Immer so mit einer Stunde Verspätung, kann auch etwas mehr sein.
Warum
Von Anfang an, war das ganze als Demonstration für den Frieden, die Menschlichkeit und das friedliche Zusammensein der Menschen gedacht. Doch durch den riesigen Kommerz, rundum die Loveparade entstanden ist, läuft die Parade in den letzten Jahren nicht mehr als Demo. Ein Grund hierfür ist bestimmt auch, dass bei einer Demonstration die Stadt die Aufräumungsarbeiten, Polizeischutz, etc. zur Verfügung stellen muss und der Veranstalter nichts oder nur wenig zahlen muss. Da sie Parade aber jetzt nicht mehr als Sinn hat friedlich zusammen zu demonstrieren, sondern einfach nur Party zu machen, wurde der Demonstrationsstatus aberkannt und somit muss die Loveparade für die Aufräumungsarbeiten etc. aufkommen, aber ich glaube die verdienen an dem Wochenende genug, um das zu finanzieren.
Wie komm ich hin
Es gibt aus ganz Deutschland Sonderzüge und Sonderbusse. Dabei sind auch spezielle Loveparadezüge und Busse, in denen schon während der Fahrt kräftig gefeuert wird. Mit dem eigenen Auto sollte man eher nicht hin fahren, da Berlin an dem Wochenende völlig überfüllt ist.
Unterkunft
Ist schwierig. Selbst die teureren Hotels sind meist ausgebucht, da die DJs, PR Leute, Veranstalter auch untergebracht werden müssen. Man sollte schon sehr früh reservieren, wenn man eine Unterkunft haben möchte. Die billigen Hotels sind meistens schon sehr früh ausgebucht. Wenn man Glück hat kommt man bei Familien unter.
Was geht ab
Es fängt schon am Freitag an. Überall in Berlin finden Parties statt. In den bekannten Clubs sind spezielle Loveparade Events mit den angesagtesten DJs aus der ganzen Welt. Doch am Samstag geht es dann erst richtig los. Während die einen direkt aus den Clubs zu Parade strömen kommen hunderttausende mit den Sonderzügen, Bussen und Autos in Berlin an, um dann bei der Loveparade dabei zu sein. Gegen 14 Uhr starten dann die Trucks. Die Tieflader haben enorme Generatoren geladen um die Soundanlagen auf den Trucks mit strom zu versorgen. Auf den Trucks legen dann unzählige DJs auf und viele Tänzer tummeln sich zusätzlich auf den engen Wägen, um zu den Beats zu tanzen oder sich einfach nur zu zeigen, sei es mit oder ohne Klamotten. Am Abend, wenn es dann langsam dunkel wird geht es an der Siegessäule richtig ab. Die Trucks auf denen die DJs auflegen und irgendwelche Tänzer - früher waren es die richtigen Raver, heute sind es zum Grossteil nur Leute die es cool finden und sich besonders toll vorkommen und dafür alles geben würden um auf dem Wagen zu stehen - tanzen, stehen im Kreis um die Siegessäule. Dr. Motte hält dann seine übliche Ansprache und dann geht die Party richtig los. Direkt an der Säule legen dann DJs bis 24 Uhr auf. Und dann strömen die Massen in die Clubs oder zu Speziellen Raves. Der bekannteste ist wohl die Lovestern Galaktika. Dort war ich einmal und ich muss sagen, es war verdammt gut. Bei meiner ersten Loveparade 1996 (We are one family) gab es auf den Straßen dann noch viele Parties, aber seit 1997 (let the sun shin in your heart) gibt es diese freien Parties nicht mehr. In den Clubs kann man dann von House, Hardhouse über Progressive, Trance, Goa bis Hardcore und Gabba alles hören und dazu abgehen. Es gibt viele spezielle Parties für bestimmte Musikrichtungen, aber auf den großen Raves gibt es immer mehrere Floors mit unterschiedlichen Technorichtungen. Die Parties gehen bis weit in den Sonntag rein. Auch am Sonntag sind dann noch viele Parties, für die, die nicht wegfahren müssen.
Man kann also von Freitag bis Sonntag richtig kräftig durchfeiern und wenn man mit einem Sonderbus oder Sonderzug fährt, kann man auch noch auf der Hin und Rückfahrt feiern.
Kommerz
Das erste mal war ich, wie schon gesagt 1996 in Berlin. Und ich muss sagen es war die geilste Party die ich je erlebt habe. Es waren ca. 700000 Raver und Technofreaks dort und da waren es auch noch wirklich viele richtige Technofans. Man hat alle möglichen Typen gesehen, es war einfach spitze. Es gab nur ein paar Verkaufstände für T-Shirts und andere Loveparadeartikel und natürlich viele Getränkestände. Die Preise für Getränke waren sehr human, 1-2 DM für eine Dose Cola. Die T-Shirts haben so viel gekostet, wie solche T-Shirts immer kosten, so 20 bis 40 DM, je nach dem was für eins man haben wollte.
1997 fand ich vom Kommerz her am schlimmsten, überall waren T-Shirtstände, die irgendwelche blödsinnigen T-Shirts verkauft haben. Massenhaft Imbissbuden, es war mehr wie auf dem Jahrmarkt, als auf der Loveparade.
1998 (one world one furure) und 1999 (music ist he key) war das ganze nicht mehr so extrem, wie 1997, aber immer noch recht viel Werbung. Vor allem waren jetzt die DJ Trucks vollgekleistert mit Werbung. Jede Unterhaltungsfirma, egal ob Mediamarkt (hatte aber mit die besten DJs auf den Wagen), Saturn, Privat (Erotikkonzern), Radio Fritz, Radio Energy, etc alle mussten auf der Parade sein, um sich zu zeigen und präsentieren. Da ging es schon längst nicht mehr um den eigentlichen Sinn der Parade – Demo für Frieden… - sondern nur noch um Werbung, Marketing und Profit.
1999 kamen dann auch noch die ganzen Pornoproduktionsfirmen, die die Loveparade zum Anlass nahmen irgendwelche Filme zu drehen. Man konnte also viel nacktes Fleisch sehen, aber wirklich rund ging es nur auf dem KitKat Club Wagen, da haben sie fast alle ganz nackte getanzt und sich wer weiß wie befummelt und geleckt. Kann ja mal ganz lustig sein, sich so etwas anzuschauen, aber wenn dann die ganzen Fußball vereine laut grölend hinterher rennen und alles platt machen nur um sich irgendwelche notgeilen Hausfrauen oder Exhibitionisten anzuschauen, die es sich auf dem Wagen in aller Öffentlichkeit besorgen müssen, nein danke.
Mir wurde das ganze dann zu kommerziell und auch das Publikum gefiel mir nicht mehr und somit war 1999 meine 4. und letzte Loveparade.
Was ich besonders übel fand, war dieses Jahr. Die ganzen Parteiwagen, als ob die irgendetwas mit Techno zutun hätten. Also wenn da irgendein Grünenwagen kommt, da hab ich doch gar keine Lust mehr zu feiern, denn eigentlich wollen die diese Parties doch gar nicht, da ja zu viel Müll entsteht, Strom für nichts und wieder nichts verbraucht wird und der Tiergarten überdüngt wird. Die Parteien sind wirklich nur nicht aus Werbezwecken dort gewesen und da hört es bei mir einfach auf.
Publikum
Man hat genau gemerkt, wie sich die Loveparade verändert hat. 1997 waren noch viele so richtige Technofreaks da, die sich auch dementsprechend verkleidet hatten und mit Gasmasken, Gummistiefeln etc. rumliefen. Als Normalangezogener ist man da fast aufgefallen. In den weiteren Jahren hat sich dann das Publikum verändert und die wahren Technofans und Anhänger haben sich von der Parade zurückgezogen. Dafür kamen dann die, die zur Parade gegangen sind, weil es cool ist dort zu sein. Nicht weil die Musik dort einfach geil ist, sondern nur um sagen zu können: Ich war auf der Loveparade. 1999 kam es mir auch so vor als ob schon einige Kegelclubs, Skatrunden oder Sportvereine ihren Jahresausflug auf die Loveparade machten. Durch diesen Wandel wurde die gesamte Veranstaltung schlechter. Das Niveau sank und das merkte man vor allem daran, dass viel mehr Alkohol getrunken wurde als 1996. Der Alkoholkonsum der Besucher nahm im laufe der zeit immer mehr zu, so dass man sich dann eher auf einem Volksfest wieder fand, als auf einer Technoveranstaltung. Ein weiters Problem kam dann auch auf, denn durch den Alkoholkonsum wurden einige Besucher aggressiv, so dass die Parade nicht mehr so friedlich war, wie am Anfang. Man hat dann doch des Öfteren Schlägereien gesehen, die nur durch die Polizei geschlichtet werden konnten. Ab 1998 kamen dann auch noch die ganzen Bravoleser und Leserinnen, die in der Zeitung Bilder gesehen haben und dann auch unbedingt dahin wollten und sich dann so gekleidet haben, wie es in der Bravo stand. Überall waren dann die ganzen Zahnspangentragenden Teenies, mit Ihren Sonnenblumenkostümen. Das soll ja so cool sein. Ich fand das dann einfach nur noch peinlich. Auch ein Grund warum ich nicht mehr nach Berlin bin. Kindergeburtstag oder Straßenfest kann ich auch zu Hause haben.
Drogen
Bei meiner ersten Loveparade war es schon etwas extrem. Da haben die Tänzer von den Wagen geschrieen, ob man Pillen für sie hätte. Man wurde auch des Öfteren direkt angesprochen, aber wenn man verneint hat, wurde man sofort in Ruhe gelassen. Die direkten Ansprachen ließen dann nach, da ja die Sportvereine und Kegelclubs kamen und die dachten sich, ich bin hier auf der Loveparade und in der Zeitung stand hier werden Drogen konsumiert, dann muss ich das auch machen, denn dann bin ich auch cool, allerdings wurden die Dealer störender, denn sie wollten einem den Schund aufschwätzen.
Auf der Loveparade kann man alle Arten von Drogen bekommen, die man haben möchte, aber in den letzten Jahren wurde die Volksdroge Alkohol immer mehr genutzt und die Stimmung der Loveparade von einer Technoveranstaltung auf das Niveau eines großen Volksfestes gesenkt.
Umwelt
Das Hauptproblem ist wohl der Müll und das Urinieren in den Tierpark. Aber die Unmengen Müll die mit Schneeschiebern und Baggern von den Straßen geräumt werden, kann man wohl nie anders abwenden, denn das meiste sind einfach Getränkedosen. Das Urinieren könnte man ändern indem einfach mehr Toilettenhäuschen aufgebaut werden. Ich find es aber lächerlich nur wegen diesen Umweltprobleme zu versuchen, die Loveparade abzusetzen. Denn die Schäden die z.B. 1997 entstanden sind haben damals 500000 DM gekostet. Die Loveparade hat an dem Wochenende alleine 2 Mio. eingenommen. Es ist also für die Loveparadeorganisation kein Problem diese Schäden zu beseitigen.
1998 hat man versucht durch Zäune die Leute davon abzuhalten in den Tierpark zukommen. Die Folgen waren, dass man auf der Straße fast erdrückt wurde und später dann doch der Tierpark gestürmt wurde und die Leute genauso wie in den vorherigen Jahren in den Park ging um ihr Geschäft zu verrichten, es gibt halt einfach zu wenig Toiletten.
Fazit
Am Anfang war die Loveparade noch richtig gut. Die Party war spitze und ich hab mich dann schon auf das nächste Jahr gefreut, aber durch den Kommerz wurde das ganze richtige Loveparadefeeling, das 1996 noch da war vernichtet. Auch das Publikum hat die richtige Loveparadestimmung zu Nichte gemacht, so dass ich jetzt sagen muss, dass es sich nicht mehr lohnt extra nach Berlin zu fahren um sich irgendwelche Sportclubs, BravonleserInnen, Kegelclubs, Exhibitionisten und Voyeure oder andere möchtegerne Technofreaks bei Rumzucken zu betrachten. Da geh ich doch lieber zu Streetparade nach Zürich und vergnüg mich dort. Aber Loveparade ist halt nicht mehr das was es mal war, der eigentliche Sinn ist eben verloren gegangen und die meisten gehen nur noch hin, um sagen zu können, Mensch ich bin cool ich war auf der Loveparade, aber die richtigen Technofans und Freaks gehen schon lange nicht mehr dorthin und die haben die Stimmung dort wesentlich geprägt.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-20 19:48:15 mit dem Titel Loveparade, das wars
Loveparade. Seit über zehn Jahren findet die Loveparade jetzt schon in Berlin statt.
Es fing alles an, indem nur ein paar hundert Anhänger von DR. Motte, dem Erfinder und Organisator der Parade. Jedes Jahr wurde es mehr bis vor zwei Jahren über eine Millionen Menschen durch Berlin zogen. In den letzten beiden Jahre nahm die Teilnehmerzahl immer mehr ab und ich bin der Meinung es wird auch weiter bergab gehen mit der Loveparade.
Wo
Wie jeden mittlerweile wohl bekannt sein wird, findet die ursprüngliche und wohl bekannteste Loveparade in Berlin statt. Seit ein paar Jahren gibt es auch eine Loveparade in Telaviv, Brasilien, etc.
In den ersten paar Jahren zogen die Raver – und damals waren es noch richtige Raver und Technofreaks – über den Kuhdamm (Kuhrfürstendamm), aber 1996 wurden dann so viele Besucher erwartet, dass diese Straße zu klein und zu eng wurde und somit wichen die Organisatoren auf die Strasse den 17.Juni aus. Die Parade startet seitdem am Ernst-Reuter-Platz und bewegt sich über den Stern (Siegesdenkmal) zum Brandenburger Tor um sich dann am Abend an der Siegessäule zu treffen und die Abschlusskundgebung zu feiern.
==>Wann<==
Immer am zweiten Wochenende im Juli, es sei denn irgendwelche Gegendemos waren schneller (2000), aber das wird jetzt wohl nicht mehr so schnell vorkommen, denn die Stadt Berlin hat die Veranstaltung für die nächsten Jahre auf dieses Wochenende gesichert. (Berlin ist pleite und braucht das Geld aus der Loveparade). Um 14 Uhr beginnt die Party eigentlich, aber ich hab es noch nie erlebt, dass es pünktlich losging. Immer so mit einer Stunde Verspätung, kann auch etwas mehr sein.
Warum
Von Anfang an, war das ganze als Demonstration für den Frieden, die Menschlichkeit und das friedliche Zusammensein der Menschen gedacht. Doch durch den riesigen Kommerz, rundum die Loveparade entstanden ist, läuft die Parade in den letzten Jahren nicht mehr als Demo. Ein Grund hierfür ist bestimmt auch, dass bei einer Demonstration die Stadt die Aufräumungsarbeiten, Polizeischutz, etc. zur Verfügung stellen muss und der Veranstalter nichts oder nur wenig zahlen muss. Da sie Parade aber jetzt nicht mehr als Sinn hat friedlich zusammen zu demonstrieren, sondern einfach nur Party zu machen, wurde der Demonstrationsstatus aberkannt und somit muss die Loveparade für die Aufräumungsarbeiten etc. aufkommen, aber ich glaube die verdienen an dem Wochenende genug, um das zu finanzieren.
Wie komm ich hin
Es gibt aus ganz Deutschland Sonderzüge und Sonderbusse. Dabei sind auch spezielle Loveparadezüge und Busse, in denen schon während der Fahrt kräftig gefeuert wird. Mit dem eigenen Auto sollte man eher nicht hin fahren, da Berlin an dem Wochenende völlig überfüllt ist.
Unterkunft
Ist schwierig. Selbst die teureren Hotels sind meist ausgebucht, da die DJs, PR Leute, Veranstalter auch untergebracht werden müssen. Man sollte schon sehr früh reservieren, wenn man eine Unterkunft haben möchte. Die billigen Hotels sind meistens schon sehr früh ausgebucht. Wenn man Glück hat kommt man bei Familien unter.
Was geht ab
Es fängt schon am Freitag an. Überall in Berlin finden Parties statt. In den bekannten Clubs sind spezielle Loveparade Events mit den angesagtesten DJs aus der ganzen Welt. Doch am Samstag geht es dann erst richtig los. Während die einen direkt aus den Clubs zu Parade strömen kommen hunderttausende mit den Sonderzügen, Bussen und Autos in Berlin an, um dann bei der Loveparade dabei zu sein. Gegen 14 Uhr starten dann die Trucks. Die Tieflader haben enorme Generatoren geladen um die Soundanlagen auf den Trucks mit strom zu versorgen. Auf den Trucks legen dann unzählige DJs auf und viele Tänzer tummeln sich zusätzlich auf den engen Wägen, um zu den Beats zu tanzen oder sich einfach nur zu zeigen, sei es mit oder ohne Klamotten. Am Abend, wenn es dann langsam dunkel wird geht es an der Siegessäule richtig ab. Die Trucks auf denen die DJs auflegen und irgendwelche Tänzer - früher waren es die richtigen Raver, heute sind es zum Grossteil nur Leute die es cool finden und sich besonders toll vorkommen und dafür alles geben würden um auf dem Wagen zu stehen - tanzen, stehen im Kreis um die Siegessäule. Dr. Motte hält dann seine übliche Ansprache und dann geht die Party richtig los. Direkt an der Säule legen dann DJs bis 24 Uhr auf. Und dann strömen die Massen in die Clubs oder zu Speziellen Raves. Der bekannteste ist wohl die Lovestern Galaktika. Dort war ich einmal und ich muss sagen, es war verdammt gut. Bei meiner ersten Loveparade 1996 (We are one family) gab es auf den Straßen dann noch viele Parties, aber seit 1997 (let the sun shin in your heart) gibt es diese freien Parties nicht mehr. In den Clubs kann man dann von House, Hardhouse über Progressive, Trance, Goa bis Hardcore und Gabba alles hören und dazu abgehen. Es gibt viele spezielle Parties für bestimmte Musikrichtungen, aber auf den großen Raves gibt es immer mehrere Floors mit unterschiedlichen Technorichtungen. Die Parties gehen bis weit in den Sonntag rein. Auch am Sonntag sind dann noch viele Parties, für die, die nicht wegfahren müssen.
Man kann also von Freitag bis Sonntag richtig kräftig durchfeiern und wenn man mit einem Sonderbus oder Sonderzug fährt, kann man auch noch auf der Hin und Rückfahrt feiern.
Kommerz
Das erste mal war ich, wie schon gesagt 1996 in Berlin. Und ich muss sagen es war die geilste Party die ich je erlebt habe. Es waren ca. 700000 Raver und Technofreaks dort und da waren es auch noch wirklich viele richtige Technofans. Man hat alle möglichen Typen gesehen, es war einfach spitze. Es gab nur ein paar Verkaufstände für T-Shirts und andere Loveparadeartikel und natürlich viele Getränkestände. Die Preise für Getränke waren sehr human, 1-2 DM für eine Dose Cola. Die T-Shirts haben so viel gekostet, wie solche T-Shirts immer kosten, so 20 bis 40 DM, je nach dem was für eins man haben wollte.
1997 fand ich vom Kommerz her am schlimmsten, überall waren T-Shirtstände, die irgendwelche blödsinnigen T-Shirts verkauft haben. Massenhaft Imbissbuden, es war mehr wie auf dem Jahrmarkt, als auf der Loveparade.
1998 (one world one furure) und 1999 (music ist he key) war das ganze nicht mehr so extrem, wie 1997, aber immer noch recht viel Werbung. Vor allem waren jetzt die DJ Trucks vollgekleistert mit Werbung. Jede Unterhaltungsfirma, egal ob Mediamarkt (hatte aber mit die besten DJs auf den Wagen), Saturn, Privat (Erotikkonzern), Radio Fritz, Radio Energy, etc alle mussten auf der Parade sein, um sich zu zeigen und präsentieren. Da ging es schon längst nicht mehr um den eigentlichen Sinn der Parade – Demo für Frieden… - sondern nur noch um Werbung, Marketing und Profit.
1999 kamen dann auch noch die ganzen Pornoproduktionsfirmen, die die Loveparade zum Anlass nahmen irgendwelche Filme zu drehen. Man konnte also viel nacktes Fleisch sehen, aber wirklich rund ging es nur auf dem KitKat Club Wagen, da haben sie fast alle ganz nackte getanzt und sich wer weiß wie befummelt und geleckt. Kann ja mal ganz lustig sein, sich so etwas anzuschauen, aber wenn dann die ganzen Fußball vereine laut grölend hinterher rennen und alles platt machen nur um sich irgendwelche notgeilen Hausfrauen oder Exhibitionisten anzuschauen, die es sich auf dem Wagen in aller Öffentlichkeit besorgen müssen, nein danke.
Mir wurde das ganze dann zu kommerziell und auch das Publikum gefiel mir nicht mehr und somit war 1999 meine 4. und letzte Loveparade.
Was ich besonders übel fand, war dieses Jahr. Die ganzen Parteiwagen, als ob die irgendetwas mit Techno zutun hätten. Also wenn da irgendein Grünenwagen kommt, da hab ich doch gar keine Lust mehr zu feiern, denn eigentlich wollen die diese Parties doch gar nicht, da ja zu viel Müll entsteht, Strom für nichts und wieder nichts verbraucht wird und der Tiergarten überdüngt wird. Die Parteien sind wirklich nur nicht aus Werbezwecken dort gewesen und da hört es bei mir einfach auf.
Publikum
Man hat genau gemerkt, wie sich die Loveparade verändert hat. 1997 waren noch viele so richtige Technofreaks da, die sich auch dementsprechend verkleidet hatten und mit Gasmasken, Gummistiefeln etc. rumliefen. Als Normalangezogener ist man da fast aufgefallen. In den weiteren Jahren hat sich dann das Publikum verändert und die wahren Technofans und Anhänger haben sich von der Parade zurückgezogen. Dafür kamen dann die, die zur Parade gegangen sind, weil es cool ist dort zu sein. Nicht weil die Musik dort einfach geil ist, sondern nur um sagen zu können: Ich war auf der Loveparade. 1999 kam es mir auch so vor als ob schon einige Kegelclubs, Skatrunden oder Sportvereine ihren Jahresausflug auf die Loveparade machten. Durch diesen Wandel wurde die gesamte Veranstaltung schlechter. Das Niveau sank und das merkte man vor allem daran, dass viel mehr Alkohol getrunken wurde als 1996. Der Alkoholkonsum der Besucher nahm im laufe der zeit immer mehr zu, so dass man sich dann eher auf einem Volksfest wieder fand, als auf einer Technoveranstaltung. Ein weiters Problem kam dann auch auf, denn durch den Alkoholkonsum wurden einige Besucher aggressiv, so dass die Parade nicht mehr so friedlich war, wie am Anfang. Man hat dann doch des Öfteren Schlägereien gesehen, die nur durch die Polizei geschlichtet werden konnten. Ab 1998 kamen dann auch noch die ganzen Bravoleser und Leserinnen, die in der Zeitung Bilder gesehen haben und dann auch unbedingt dahin wollten und sich dann so gekleidet haben, wie es in der Bravo stand. Überall waren dann die ganzen Zahnspangentragenden Teenies, mit Ihren Sonnenblumenkostümen. Das soll ja so cool sein. Ich fand das dann einfach nur noch peinlich. Auch ein Grund warum ich nicht mehr nach Berlin bin. Kindergeburtstag oder Straßenfest kann ich auch zu Hause haben.
Drogen
Bei meiner ersten Loveparade war es schon etwas extrem. Da haben die Tänzer von den Wagen geschrieen, ob man Pillen für sie hätte. Man wurde auch des Öfteren direkt angesprochen, aber wenn man verneint hat, wurde man sofort in Ruhe gelassen. Die direkten Ansprachen ließen dann nach, da ja die Sportvereine und Kegelclubs kamen und die dachten sich, ich bin hier auf der Loveparade und in der Zeitung stand hier werden Drogen konsumiert, dann muss ich das auch machen, denn dann bin ich auch cool, allerdings wurden die Dealer störender, denn sie wollten einem den Schund aufschwätzen.
Auf der Loveparade kann man alle Arten von Drogen bekommen, die man haben möchte, aber in den letzten Jahren wurde die Volksdroge Alkohol immer mehr genutzt und die Stimmung der Loveparade von einer Technoveranstaltung auf das Niveau eines großen Volksfestes gesenkt.
Umwelt
Das Hauptproblem ist wohl der Müll und das Urinieren in den Tierpark. Aber die Unmengen Müll die mit Schneeschiebern und Baggern von den Straßen geräumt werden, kann man wohl nie anders abwenden, denn das meiste sind einfach Getränkedosen. Das Urinieren könnte man ändern indem einfach mehr Toilettenhäuschen aufgebaut werden. Ich find es aber lächerlich nur wegen diesen Umweltprobleme zu versuchen, die Loveparade abzusetzen. Denn die Schäden die z.B. 1997 entstanden sind haben damals 500000 DM gekostet. Die Loveparade hat an dem Wochenende alleine 2 Mio. eingenommen. Es ist also für die Loveparadeorganisation kein Problem diese Schäden zu beseitigen.
1998 hat man versucht durch Zäune die Leute davon abzuhalten in den Tierpark zukommen. Die Folgen waren, dass man auf der Straße fast erdrückt wurde und später dann doch der Tierpark gestürmt wurde und die Leute genauso wie in den vorherigen Jahren in den Park ging um ihr Geschäft zu verrichten, es gibt halt einfach zu wenig Toiletten.
Fazit
Am Anfang war die Loveparade noch richtig gut. Die Party war spitze und ich hab mich dann schon auf das nächste Jahr gefreut, aber durch den Kommerz wurde das ganze richtige Loveparadefeeling, das 1996 noch da war vernichtet. Auch das Publikum hat die richtige Loveparadestimmung zu Nichte gemacht, so dass ich jetzt sagen muss, dass es sich nicht mehr lohnt extra nach Berlin zu fahren um sich irgendwelche Sportclubs, BravonleserInnen, Kegelclubs, Exhibitionisten und Voyeure oder andere möchtegerne Technofreaks bei Rumzucken zu betrachten. Da geh ich doch lieber zu Streetparade nach Zürich und vergnüg mich dort. Aber Loveparade ist halt nicht mehr das was es mal war, der eigentliche Sinn ist eben verloren gegangen und die meisten gehen nur noch hin, um sagen zu können, Mensch ich bin cool ich war auf der Loveparade, aber die richtigen Technofans und Freaks gehen schon lange nicht mehr dorthin und die haben die Stimmung dort wesentlich geprägt.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-20 19:47:13 mit dem Titel Loveparade, war mal gut
Loveparade. Seit über zehn Jahren findet die Loveparade jetzt schon in Berlin statt.
Es fing alles an, indem nur ein paar hundert Anhänger von DR. Motte, dem Erfinder und Organisator der Parade. Jedes Jahr wurde es mehr bis vor zwei Jahren über eine Millionen Menschen durch Berlin zogen. In den letzten beiden Jahre nahm die Teilnehmerzahl immer mehr ab und ich bin der Meinung es wird auch weiter bergab gehen mit der Loveparade.
Wo
Wie jeden mittlerweile wohl bekannt sein wird, findet die ursprüngliche und wohl bekannteste Loveparade in Berlin statt. Seit ein paar Jahren gibt es auch eine Loveparade in Telaviv, Brasilien, etc.
In den ersten paar Jahren zogen die Raver – und damals waren es noch richtige Raver und Technofreaks – über den Kuhdamm (Kuhrfürstendamm), aber 1996 wurden dann so viele Besucher erwartet, dass diese Straße zu klein und zu eng wurde und somit wichen die Organisatoren auf die Strasse den 17.Juni aus. Die Parade startet seitdem am Ernst-Reuter-Platz und bewegt sich über den Stern (Siegesdenkmal) zum Brandenburger Tor um sich dann am Abend an der Siegessäule zu treffen und die Abschlusskundgebung zu feiern.
==>Wann<==
Immer am zweiten Wochenende im Juli, es sei denn irgendwelche Gegendemos waren schneller (2000), aber das wird jetzt wohl nicht mehr so schnell vorkommen, denn die Stadt Berlin hat die Veranstaltung für die nächsten Jahre auf dieses Wochenende gesichert. (Berlin ist pleite und braucht das Geld aus der Loveparade). Um 14 Uhr beginnt die Party eigentlich, aber ich hab es noch nie erlebt, dass es pünktlich losging. Immer so mit einer Stunde Verspätung, kann auch etwas mehr sein.
Warum
Von Anfang an, war das ganze als Demonstration für den Frieden, die Menschlichkeit und das friedliche Zusammensein der Menschen gedacht. Doch durch den riesigen Kommerz, rundum die Loveparade entstanden ist, läuft die Parade in den letzten Jahren nicht mehr als Demo. Ein Grund hierfür ist bestimmt auch, dass bei einer Demonstration die Stadt die Aufräumungsarbeiten, Polizeischutz, etc. zur Verfügung stellen muss und der Veranstalter nichts oder nur wenig zahlen muss. Da sie Parade aber jetzt nicht mehr als Sinn hat friedlich zusammen zu demonstrieren, sondern einfach nur Party zu machen, wurde der Demonstrationsstatus aberkannt und somit muss die Loveparade für die Aufräumungsarbeiten etc. aufkommen, aber ich glaube die verdienen an dem Wochenende genug, um das zu finanzieren.
Wie komm ich hin
Es gibt aus ganz Deutschland Sonderzüge und Sonderbusse. Dabei sind auch spezielle Loveparadezüge und Busse, in denen schon während der Fahrt kräftig gefeuert wird. Mit dem eigenen Auto sollte man eher nicht hin fahren, da Berlin an dem Wochenende völlig überfüllt ist.
Unterkunft
Ist schwierig. Selbst die teureren Hotels sind meist ausgebucht, da die DJs, PR Leute, Veranstalter auch untergebracht werden müssen. Man sollte schon sehr früh reservieren, wenn man eine Unterkunft haben möchte. Die billigen Hotels sind meistens schon sehr früh ausgebucht. Wenn man Glück hat kommt man bei Familien unter.
Was geht ab
Es fängt schon am Freitag an. Überall in Berlin finden Parties statt. In den bekannten Clubs sind spezielle Loveparade Events mit den angesagtesten DJs aus der ganzen Welt. Doch am Samstag geht es dann erst richtig los. Während die einen direkt aus den Clubs zu Parade strömen kommen hunderttausende mit den Sonderzügen, Bussen und Autos in Berlin an, um dann bei der Loveparade dabei zu sein. Gegen 14 Uhr starten dann die Trucks. Die Tieflader haben enorme Generatoren geladen um die Soundanlagen auf den Trucks mit strom zu versorgen. Auf den Trucks legen dann unzählige DJs auf und viele Tänzer tummeln sich zusätzlich auf den engen Wägen, um zu den Beats zu tanzen oder sich einfach nur zu zeigen, sei es mit oder ohne Klamotten. Am Abend, wenn es dann langsam dunkel wird geht es an der Siegessäule richtig ab. Die Trucks auf denen die DJs auflegen und irgendwelche Tänzer - früher waren es die richtigen Raver, heute sind es zum Grossteil nur Leute die es cool finden und sich besonders toll vorkommen und dafür alles geben würden um auf dem Wagen zu stehen - tanzen, stehen im Kreis um die Siegessäule. Dr. Motte hält dann seine übliche Ansprache und dann geht die Party richtig los. Direkt an der Säule legen dann DJs bis 24 Uhr auf. Und dann strömen die Massen in die Clubs oder zu Speziellen Raves. Der bekannteste ist wohl die Lovestern Galaktika. Dort war ich einmal und ich muss sagen, es war verdammt gut. Bei meiner ersten Loveparade 1996 (We are one family) gab es auf den Straßen dann noch viele Parties, aber seit 1997 (let the sun shin in your heart) gibt es diese freien Parties nicht mehr. In den Clubs kann man dann von House, Hardhouse über Progressive, Trance, Goa bis Hardcore und Gabba alles hören und dazu abgehen. Es gibt viele spezielle Parties für bestimmte Musikrichtungen, aber auf den großen Raves gibt es immer mehrere Floors mit unterschiedlichen Technorichtungen. Die Parties gehen bis weit in den Sonntag rein. Auch am Sonntag sind dann noch viele Parties, für die, die nicht wegfahren müssen.
Man kann also von Freitag bis Sonntag richtig kräftig durchfeiern und wenn man mit einem Sonderbus oder Sonderzug fährt, kann man auch noch auf der Hin und Rückfahrt feiern.
Kommerz
Das erste mal war ich, wie schon gesagt 1996 in Berlin. Und ich muss sagen es war die geilste Party die ich je erlebt habe. Es waren ca. 700000 Raver und Technofreaks dort und da waren es auch noch wirklich viele richtige Technofans. Man hat alle möglichen Typen gesehen, es war einfach spitze. Es gab nur ein paar Verkaufstände für T-Shirts und andere Loveparadeartikel und natürlich viele Getränkestände. Die Preise für Getränke waren sehr human, 1-2 DM für eine Dose Cola. Die T-Shirts haben so viel gekostet, wie solche T-Shirts immer kosten, so 20 bis 40 DM, je nach dem was für eins man haben wollte.
1997 fand ich vom Kommerz her am schlimmsten, überall waren T-Shirtstände, die irgendwelche blödsinnigen T-Shirts verkauft haben. Massenhaft Imbissbuden, es war mehr wie auf dem Jahrmarkt, als auf der Loveparade.
1998 (one world one furure) und 1999 (music ist he key) war das ganze nicht mehr so extrem, wie 1997, aber immer noch recht viel Werbung. Vor allem waren jetzt die DJ Trucks vollgekleistert mit Werbung. Jede Unterhaltungsfirma, egal ob Mediamarkt (hatte aber mit die besten DJs auf den Wagen), Saturn, Privat (Erotikkonzern), Radio Fritz, Radio Energy, etc alle mussten auf der Parade sein, um sich zu zeigen und präsentieren. Da ging es schon längst nicht mehr um den eigentlichen Sinn der Parade – Demo für Frieden… - sondern nur noch um Werbung, Marketing und Profit.
1999 kamen dann auch noch die ganzen Pornoproduktionsfirmen, die die Loveparade zum Anlass nahmen irgendwelche Filme zu drehen. Man konnte also viel nacktes Fleisch sehen, aber wirklich rund ging es nur auf dem KitKat Club Wagen, da haben sie fast alle ganz nackte getanzt und sich wer weiß wie befummelt und geleckt. Kann ja mal ganz lustig sein, sich so etwas anzuschauen, aber wenn dann die ganzen Fußball vereine laut grölend hinterher rennen und alles platt machen nur um sich irgendwelche notgeilen Hausfrauen oder Exhibitionisten anzuschauen, die es sich auf dem Wagen in aller Öffentlichkeit besorgen müssen, nein danke.
Mir wurde das ganze dann zu kommerziell und auch das Publikum gefiel mir nicht mehr und somit war 1999 meine 4. und letzte Loveparade.
Was ich besonders übel fand, war dieses Jahr. Die ganzen Parteiwagen, als ob die irgendetwas mit Techno zutun hätten. Also wenn da irgendein Grünenwagen kommt, da hab ich doch gar keine Lust mehr zu feiern, denn eigentlich wollen die diese Parties doch gar nicht, da ja zu viel Müll entsteht, Strom für nichts und wieder nichts verbraucht wird und der Tiergarten überdüngt wird. Die Parteien sind wirklich nur nicht aus Werbezwecken dort gewesen und da hört es bei mir einfach auf.
Publikum
Man hat genau gemerkt, wie sich die Loveparade verändert hat. 1997 waren noch viele so richtige Technofreaks da, die sich auch dementsprechend verkleidet hatten und mit Gasmasken, Gummistiefeln etc. rumliefen. Als Normalangezogener ist man da fast aufgefallen. In den weiteren Jahren hat sich dann das Publikum verändert und die wahren Technofans und Anhänger haben sich von der Parade zurückgezogen. Dafür kamen dann die, die zur Parade gegangen sind, weil es cool ist dort zu sein. Nicht weil die Musik dort einfach geil ist, sondern nur um sagen zu können: Ich war auf der Loveparade. 1999 kam es mir auch so vor als ob schon einige Kegelclubs, Skatrunden oder Sportvereine ihren Jahresausflug auf die Loveparade machten. Durch diesen Wandel wurde die gesamte Veranstaltung schlechter. Das Niveau sank und das merkte man vor allem daran, dass viel mehr Alkohol getrunken wurde als 1996. Der Alkoholkonsum der Besucher nahm im laufe der zeit immer mehr zu, so dass man sich dann eher auf einem Volksfest wieder fand, als auf einer Technoveranstaltung. Ein weiters Problem kam dann auch auf, denn durch den Alkoholkonsum wurden einige Besucher aggressiv, so dass die Parade nicht mehr so friedlich war, wie am Anfang. Man hat dann doch des Öfteren Schlägereien gesehen, die nur durch die Polizei geschlichtet werden konnten. Ab 1998 kamen dann auch noch die ganzen Bravoleser und Leserinnen, die in der Zeitung Bilder gesehen haben und dann auch unbedingt dahin wollten und sich dann so gekleidet haben, wie es in der Bravo stand. Überall waren dann die ganzen Zahnspangentragenden Teenies, mit Ihren Sonnenblumenkostümen. Das soll ja so cool sein. Ich fand das dann einfach nur noch peinlich. Auch ein Grund warum ich nicht mehr nach Berlin bin. Kindergeburtstag oder Straßenfest kann ich auch zu Hause haben.
Drogen
Bei meiner ersten Loveparade war es schon etwas extrem. Da haben die Tänzer von den Wagen geschrieen, ob man Pillen für sie hätte. Man wurde auch des Öfteren direkt angesprochen, aber wenn man verneint hat, wurde man sofort in Ruhe gelassen. Die direkten Ansprachen ließen dann nach, da ja die Sportvereine und Kegelclubs kamen und die dachten sich, ich bin hier auf der Loveparade und in der Zeitung stand hier werden Drogen konsumiert, dann muss ich das auch machen, denn dann bin ich auch cool, allerdings wurden die Dealer störender, denn sie wollten einem den Schund aufschwätzen.
Auf der Loveparade kann man alle Arten von Drogen bekommen, die man haben möchte, aber in den letzten Jahren wurde die Volksdroge Alkohol immer mehr genutzt und die Stimmung der Loveparade von einer Technoveranstaltung auf das Niveau eines großen Volksfestes gesenkt.
Umwelt
Das Hauptproblem ist wohl der Müll und das Urinieren in den Tierpark. Aber die Unmengen Müll die mit Schneeschiebern und Baggern von den Straßen geräumt werden, kann man wohl nie anders abwenden, denn das meiste sind einfach Getränkedosen. Das Urinieren könnte man ändern indem einfach mehr Toilettenhäuschen aufgebaut werden. Ich find es aber lächerlich nur wegen diesen Umweltprobleme zu versuchen, die Loveparade abzusetzen. Denn die Schäden die z.B. 1997 entstanden sind haben damals 500000 DM gekostet. Die Loveparade hat an dem Wochenende alleine 2 Mio. eingenommen. Es ist also für die Loveparadeorganisation kein Problem diese Schäden zu beseitigen.
1998 hat man versucht durch Zäune die Leute davon abzuhalten in den Tierpark zukommen. Die Folgen waren, dass man auf der Straße fast erdrückt wurde und später dann doch der Tierpark gestürmt wurde und die Leute genauso wie in den vorherigen Jahren in den Park ging um ihr Geschäft zu verrichten, es gibt halt einfach zu wenig Toiletten.
Fazit
Am Anfang war die Loveparade noch richtig gut. Die Party war spitze und ich hab mich dann schon auf das nächste Jahr gefreut, aber durch den Kommerz wurde das ganze richtige Loveparadefeeling, das 1996 noch da war vernichtet. Auch das Publikum hat die richtige Loveparadestimmung zu Nichte gemacht, so dass ich jetzt sagen muss, dass es sich nicht mehr lohnt extra nach Berlin zu fahren um sich irgendwelche Sportclubs, BravonleserInnen, Kegelclubs, Exhibitionisten und Voyeure oder andere möchtegerne Technofreaks bei Rumzucken zu betrachten. Da geh ich doch lieber zu Streetparade nach Zürich und vergnüg mich dort. Aber Loveparade ist halt nicht mehr das was es mal war, der eigentliche Sinn ist eben verloren gegangen und die meisten gehen nur noch hin, um sagen zu können, Mensch ich bin cool ich war auf der Loveparade, aber die richtigen Technofans und Freaks gehen schon lange nicht mehr dorthin und die haben die Stimmung dort wesentlich geprägt. weiterlesen schließen -
LOVE PARADE 2002 - BERICHT
30.07.2002, 14:30 Uhr von
timewarp
Bei Ciao.com und dooyoo.de ist mein Mitgliedsname "kraemi". Wenn ich meine Beiträge von dort hier...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Am 13. Juli 2002 sind wieder mehrere hundert tausend Menschen in Berlin zur alljährlichen Loveparade zusammen gekommen. Dieses Jahr war ich dabei - hier möchte ich berichten, was es in Berlin zu sehen gab.
Pünktlich um 14 Uhr begannen die ersten der 50 Trucks in der Nähe des Brandenburger Tors, die Straße des 16. Juni entlang zu fahren. Darauf befanden sich jeweils etwa hundert Gogo-Tänzer/innen und natürlich mehre Boxen, aus denen laute elektronische Musik entklang. Sogar in 3-4 Meter Entfernung ging einem der Bass noch durch Mark und Bein. An den Straßenrändernwaren alle paar Meter diverse Stände, die zu überhöhten Preisen Getränke verkaufen, außerdem konnte man an manchen Ständen offizielle Fanartikel der Loveparade erwerben. Außerdem wurden von Straßenverkäufern mit Einkaufswägen oder Wannen ebenfalls Getränke verkauft, doch ob diese dies mit oder ohne Genehmigung taten kann ich nicht sagen. Also verdurstet ist sicherlich keiner ;-)
Für medizinische Notfälle standen mehrere hundert Sanitäter, Ärzte und mehrere mobile Krankenhäuser bereit. Außerdem sorgten ca. 2000 Polizisten für Sicherheit.
Musikalisch und vom Gesamteindruck - es ist überwältigend von mehreren hundert tausend Leuten umgeben zu sein - war die Parade relativ angenehm. Doch was mich wirklich störte, waren die vielen Leute, die einfach nicht "herpassten". Zwar soll die Parade ein Fest der Toleranz und der Liebe sein, doch war ich beim Anblick von 40-jährigen Männern mit Spritzpistolen und 50-jährigen Frauen in Strapsen ein wenig geschockt. Außerdem empfand ich es als sehr störend, daß überall nervige Trillerpfeifen zu hören waren.
Daß die Love Parade schon lange kein Insidertip mehr ist, ist ja allgemein bekannt, doch daß soviel Toleranz nötig ist, hätte ich nicht gedacht. Daß kaum noch echte Raver auf der Loveparade sind, zeigte auch der hohe Konsum von Bier und sonstigen alkoholischen Getränken - Technofreaks konsumieren bekanntlich (aber nicht ausschließlich) lieber Chemie.
Ebenfalls unangenehm fand ich den vielen Müll, doch der ist verständlich aufgrund mangelnder Mülleimer. Ebenso wie Mülleimer vermisste ich aber Toiletten. Auf der ganzen Loveparade sah ich kein einziges Toilettenhäuschen, obwohl laut Veranstalter ca. 500 aufgestellt waren.
Insgesamt war die Loveparade zwar o.k., aber nächstes Jahr werde ich den weiten Weg nach Berlin wohl nicht machen - Zürich (Street Parade) ist sowieso viel schöner. weiterlesen schließen -
Grün kaputt
29.05.2002, 19:26 Uhr von
new_siveritas
nachdem siveritas in die ewigen Jagdgründe des Datentotalverlustes eingegangen ist, wurde nun new...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
UPDATE:
Super Veranstaltung, die Love-Parade. Was sind das bloß für Spiesser, die dagegen im Tiergarten demonstrieren .....
Leute, die so reden, waren wohl noch nie am Tag danach im Tiergarten. Ich habe mir dieses zweifelhafte Vergnügen mal gegeben. Damals noch
journalistisch tätig, war ich einer Einladung der Grünen gefolgt, von denen einige mit uns zusammen den Flurschaden inspizierten. Der omnispäsente Uringerich war nich das schlimmste, der ist ja nach n paar Tagen wieder weg. Aber die vielen niedergetrampelten Büsche, und in so manchem Teich schwammen statt Fischen (die waren wahrscheinlich vor Schreck verendet) leere Sekt- und Bierflaschen.
ORIGINALMEINUNG (größenteils jedenfalls):
Ja, ja, wieder mal so ein Moralist, der den Leuten ihr Vergnügen nicht gönnt.
Ich muss dieser Meinung vorausschicken, dass ich alles andere als ein Techno-Fan bin.
Ein einziges Mal habe ich mir, da in Berlin (und damals noch in Mitte) lebend, diese Vernastaltung angetan.
Ich muss sagen, die superlauten Beats haben bei mit Herzrythmusstörungen verursacht, richtig körperliche Schmerzen. Ich hatte mit vorher bei einem der vielen Schwarzhändler ein Bier besorgt und habe nur nóch gedacht: Was hat der da reingetan!
War natürlich Schwachsinn, denn es handelte sich um eine geschlossene Bierdose.
Wie auch immer; eine der Hauptsachen, die man auf der Stasse des 17. Juni zu sehen bekommt, sind besoffene 15-jährige.
Nun haben die Grünen just in diesem Jahr, es war 1998, am nächsten Tag einen Ortstermin veranstaltet, bei dem die Flurschäden inspiziert wurden. Ich muss schon sagen: Niedergetrampelte Büsche, umgeknickte Bäume (sofern sie nicht zu groß waren) und der Uringestank war auch am nächsten Tag noch enorm!
Diese Event konnte man wirklich gut auf den Flughafen Tempelhof verlegen, wenn der erst mal dichtgemacht ist.
UPDATE: Nun streiten sich in diesem Jahr die Gelehrten, ob, wann und wie die Love-Parade überhaupt stattfinden soll. An dem Samstag, an dem sie immer stattfindet, kann sie nicht stattfinden - zumindest nicht als politische Demonstration, als solche hat sie bisher immer stattgefunden.
Tolle politische Demonstration ... Der einzige Grund dafür ist, das bei politischen Demonstrationen die Veranstalter nicht für die Beseitigung entstandenen Drecks aufkommen muss. Das bleibt an der arg gebeutelten Haushaltskasse Berlins hängen. Warum??? Es ist überhaupt nicht einzusehen, dass der Steuerzahler dafür blechen soll, denn hier wieder über eine Millionen Raver wilde Sau spielen. Dafür soll gefälligst der Veranstalter aufkommen!
UPDATE 2002: Dieses Jahr müssen die Veranstalter angesichts leerer Landeskassen die Müllbeseitigung selbst zahlen. Wenigstens etwas! weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Archmage, 06.06.2002, 21:45 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Tja Loveparade-Hasser/-Liebhabär... ich finde die Party gut... allerdings ist sie von ihrem ehemaligen "Friede-Freude-Eierkuchen"-Gedanken leider immer mehr entfernt und erinnert eigentlich nur noch an eine Ansammlung von Geldgeilen und wahn
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Das Ende eines super "Feelings" und der letzte Mohikaner !
25.05.2002, 22:31 Uhr von
DijkBerlin
Wenn ich mich ein paar Minuten am Tag aus dem Job loseisen kann, schreibe und lese ich fleißig Me...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Das erste mal war ich 1992 auf der Love Parade. Damals bzw. bis 1997 war es das Event schlechthin für "Tekknoide Anhänger". Man tanzte mit tausenden von lebensfrohen und unbekümmerten netten Menschen und vergaß seine Umwelt. Das Gefühl ist kaum zu beschreiben, welche Emotionen in einem aufstiegen, wenn man am nächsten Tag Berichte im Fernsehen schauen konnte. Damals war es kein Problem, wenn man einem "Mittanzendem" Raver auf den Fuß getreten ist: Man grinste sich an und feierte MITEINANDER weiter. Da ich damals aktiv als DJ auflegte (leider nicht auf der PARADE) habe ich bis heute eine sehr enge Bindung mit dem Musicstyle House, TEKKNO etc.
Was ich hingegen in den letzten Jahren bzw. ganz krass im letzten Jahren feststellen mußte: Der Spirit ist verlorengegangen. Damals nahmen nur Tekkno begeisterte an dieser Parade teil, die der Music wegen zur Parade kamen und friedlich mittanzten. Heute will jeder Depp zur Love Parade - einfach nur um dabei zu sein (obwohl er sonst die Music garnicht celebriert !!!!!) - das geht aber noch ...
Ganz krass und traurig stimmt mich die gewaltbereitschaft: Pöbelnde und besoffene Vögel tummeln sich inmitten der Masse und verbreiten Stunk und Gewalt. Wenn ich heute auf der Parade jemanden auf den Fuß trete, muß ich aufpassen, daß ich keine verpaßt bekomme - kein Scherz - letztes Jahr erlebt. Das verdirbt einen gewaltig den Spaß an der Parade. Dr. Motte und seine verkifften Reden sind auch unter aller Kanone. In diesem Jahr werde ich nicht an der Parade teilnehmen. Ich gehe lieber zu einer "undergroundmäßigen" After Hour Party, um vielleicht ein paar letzte Mohikaner zu finden ...
Schade um die Parade - Es war sooooooooooooooo geil ...
Hinsichtlich meiner Erlebnisse in den früheren Jahren bekommt die Love Parade 5 Sterne !!! weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Archmage, 29.05.2002, 14:35 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
(und erst diese Sache mit den Spritzen, ob stimmt?) Gruß Archmage
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Dieses Jahr auf keinen Fall
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Bei dem ganzen hin und her bei der diesjährigen Love - Parade ist mir regelrecht die Lust vergangen dort wieder hinzufahren, obwohl ich zugeben muß, dass ich letztes Jahr wirklich viel Spaß dort gehabt hab. Wir waren z. B. noch nach der Parade auf einer VIP - Party in einem alten Mietshaus und das war erstmal richtig klasse. Früh um 8 Uhr gings dann wieder in die Heimat zurück und ich hab erstmal 3 Tage gebraucht, um wieder auf den Dampfer zu kommen.
Natürlich wollte ich das dieses Jahr auch in ähnlicher Weise wiederholen, aber wenn man immer wieder den Termin verschieben muß, nervt das auf die Dauer. Immerhin will man sich ja auch mit ein paar Freunden treffen und muß so im Vorfeld noch einige Dinge absprechen.
Angefangen hat ja die Love Parade schon 1989 als auf dem Ku´Damm die ersten Dr. Mottes auf die Idee kamen, mit ihrem Truck ein wenig Musik zu machen und durch die Straßen zu fahren. Dann fing die ganze Sache an sich rumzusprechen und es gab einen Riesen-Hype darum und der Zulauf war riesig.
So waren dann im letzten Jahr über eine Million Menschen aus aller Welt dabei. Ich sage hier bewußt aus aller Welt, denn ich habe vornehmlich im letzten Jahr Engländer und Spanier kennengelernt. Leider ist es schon eine kleine Schande, wenn eine Stadt wie Berlin es nicht schafft, wieder so ein Spektakel auf die Beine zu stellen. Da schaffen die Bonzen lieber mal schnell 5 Milliarden von der Bankgesellschaft aufs Nebenkonto. Kann mir keiner erzählen, dass das dort mit rechten Dingen zuging.
Außerdem finde ich es auch schwachhaft, wenn tausende Bürgerinitiativen sich gegen die Love Parade sträuben. Was soll der Unfug? Klar, es gibt bei jeder Sache immer ein paar Gegner, aber irgendwo muß man auch mal zurückstecken können und nur weil man ein paar Gesetzeslücken ausnutzt, sollen die anderen alle unglücklich sein? Danke, und ein Hoch auf unsere tolerante Gesellschaft.
Genauso fand ich es auch hinwürfig, wenn alle sagen, die Love Parade sei nur Kommerz. Was ist denn dann bitte schön die Bundesliga geworden? Oder was weiß ich... ich hab es jetzt auch nicht so schlimm empfunden, wenn ich meine Büchse Bier am Straßenrand für 3 DM kaufe. Und das man sich keine Getränke an den offiziellen Ständen holen muß, das weiß wohl jeder und immerhin kann man sich ja dort auch was mitbringen. Ich bin auch die ganze Zeit mit einem Rucksack rumgerannt.... na und?
Mein Fazit: Ich finde es ziemlich peinlich für Berlin, dass man es nicht schafft, diese Spektakel von vornherein offiziell zu organisieren. Und die 60000 DM Müllkosten sind doch wohl auch der Witz, wenn man sieht wieviel Kohle bei der Bankgesellschaft flöten gegangen ist. Außerdem denke ich, dass auch eine große Firma mal die 600000 DM locker machen kann. Da muß man nicht unbedingt das HSV - Stadion in eine AOL - Arena für Millionen umbenennen.
PS: Meine Bewertung orientiert sich an der diesjährigen Veranstaltung.
Danke fürs Lesen... Calauer
14.07.01 weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Dini2000, 04.05.2002, 20:18 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Als die Loveparade noch auf dem Ku'Damm war, wars richtig witzig dort..
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