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Tests und Erfahrungsberichte
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Edgar Wallace "Der schwarze Abt" - Gruselschloss mit Geist und Schatz
5Pro:
spannende Geschichte
Kontra:
keine
Empfehlung:
Nein
Vor etwa 5 Jahren bekam ich den „Schwarzen Abt“ von Krimi-Autor Edgar Wallace von meinem Bruder zu irgend einem Anlass geschenkt (weiß nicht mehr genau, wann) und konnte erst nicht Viel damit anfangen. Ich war zwar ein großer Fan der Edgar Wallace-Spielfilme mit Joachim Fuchsberger und Co., doch das war es dann eben auch schon.
Ich weiß nicht, warum ich dann dieses Jahr in den Urlaub gerade dieses Buch in meine Tasche packte, aber ich sollte es ja auch nicht bereuen.
Da wir in unserer Ferienwohnung keinen Fernseher hatten und das Wetter nicht immer traumhaft war, hatte ich genug zeit, mich mit diesem Buch zu beschäftigen – und war schon nach den ersten Seiten gefesselt!
Aber lasst mich von vorn beginnen...
Das Buch:
... hat laut meinem Bruder etwa 10 DM, also 5 Euro gekostet. Das finde ich ziemlich günstig. Es ist eine Taschenbuchausgabe, das Buch ist in mehreren Auflagen und Ausgaben erhältlich. Mein Bericht bezieht sich auf die 1990er Ausgabe des „Gustav Kiepenheuer Verlag“, welche überarbeitet ist (in der Übersetzung). Wen es interessiert, die ISBN-Nr. ist 3-378-00382-0.
Der Einband ist ziemlich unspektakulär, es sind keine Infos zum Inhalt o.ä. gegeben, er ist lediglich in schwarz, grau und dunkelblau gehalten und enthält den Namen des Buches.
Dieses ist übrigens etwa 20cm lang und 14cm breit, also ziemlich handlich und für unterwegs geeignet.
Der Autor:
Edgar Wallace dürfte eigentlich jedem ein Begriff sein. Er war Brite, lebte von 1875 bis 1932 und wurde mit seinen weltberühmten Kriminalromanen zu einem regelrechten „Star“ unter den Autoren seiner Zeit und das ist er auch heute noch.
Die Zutaten seiner Romane sind denkbar einfach: irgendein unheimliches Haus, Schloss etc., eine Liebesgeschichte, schlaue Detektive und Polizisten vorzugsweise von Scotland Yard und oft sind noch verworrene Familienverhältnisse dabei.
Alle Geschichten haben aber eines gemeinsam. Für die damaligen Verhältnisse haben sie was Gruseliges! Knarrende Türen, viele Szenen in der Nacht, im Wald oder in unterirdischen Gängen, Verfolgungsjagden und so weiter und so fort.
Man ist zwar nicht gleich geschockt, aber das Lesen macht Spass!
Die Geschichte:
Fossaway Manor – ein altes Schloss und Stammsitz der Earls of Chelford, das ist zum einen der eigentliche Lord Harry Chelford und zum anderen sein Bruder, der Zweitgeborene, Richard „Dick“ Chelford.
Harry hat zwar das Sagen und das Geld, aber er ist kränklich und naiv, ein dürres Milchbübchen, exzentrisch und abhängig von Medizin und „Wundermittelchen“. Für Frauen ist er folglich nicht besonders ansprechend. Und doch ist er verlobt, nämlich mit Leslie Gwyn. Obwohl Harry eigentlich genug Geld besitzt, heiratet er Leslie vor allem wegen einem Vermögen, dass diese bei einer Heirat erbt – und natürlich um neues Ansehen zu erhalten. Liebe ist es jedenfalls beiderseits nicht, obwohl sich Leslie das immer wieder einzureden versucht, was aber natürlich fehlschlägt...
Den völligen Gegensatz stellt sein Bruder Dick dar. Er ist gesund, intelligent und hat seinem Bruder vor allem eines voraus – er ist attraktiv (Mädels, das ist der perfekte Mann. Beim lesen kommt man ins Schwärmen...).
Dick regelt für seinen Bruder alles Finanzielle und Geschäftliche und macht eigentlich auch sonst immer alles auf dem Anwesen, um seinem zart besaiteten Bruder die Arbeit zu ersparen. Harry nimmt das natürlich dankend an.
So weit, so gut. Aber was gibt es gewöhnlich auf englischen, alten, geheimnisvollen Anwesen? – Richtig, einen Schatz! Dieser ist Harrys Lebensinhalt, doch er ist nicht der einzige, der an die Legende vom Chelford-Schatz glaubt.
Da gibt es noch die junge, hübsche Mary Wenner, ehemalige Sekretärin von Harry, die ihn jahrelang bei seinen Nachforschungen unterstützt hat. Und auch Arthur, Leslies Bruder und ein eigentlich erfolgreicher Anwalt, der sich mit Spielschulden in den Ruin getrieben hat, hat es auf den Schatz abgesehen. Dann wären da noch Mr. Gilder (Angestellter von Arthur), Thomas (Bediensteter im Schloss) und einige mehr und alle wollen nur eines – den Schatz!
Dick Alford und Leslie Gwyn scheinen die einzigen zu sein, die das angebliche Gold und ein im Schatz mit enthaltener „Für immer jung und gesund“-Trunk, nicht interessieren. Denn die haben andere Probleme. Dick liebt Leslie, aber ist viel zu sehr ein ehrenhafter Mann, um das preiszugeben, denn schließlich ist sie die Verlobte seines Bruders. Also sind die beiden einfach nur gute Freunde.
Währenddessen stellen sich die verschiedenen Schatzsucher nicht gerade schlau an, indem sie nachts mit Taschenlampe und Auto durchs Anwesen streunen ;-)
Und so schleust Dick einen Inspektor, Puttler, ins Schloss, der ein Auge auf Arthur und Co. werfen soll.
Da es sich hier aber um einen Edgar Wallace-Roman handelt, ist der erste Mord unvermeidlich und dieser ist dann auch nicht wenig mysteriös. Alles spricht dafür, dass es der Schwarze Abt war. Laut Legende ein ehemals Gefangener im Schloss, der nun als Geist sein Unwesen treibt. Doch natürlich glauben Dick und Puttler nicht daran. Die seltsamen Vorgänge nehmen kein Ende und schließlich scheinen sogar Harry und Leslie entführt worden zu sein...
Mehr möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten, ich will euch ja den Spass am Lesen nicht ganz nehmen... :-)
Meine Meinung:
Nachdem man sich rund das erste Drittel des Buches durch die Beziehungen der verschiedenen Figuren gelesen hat und sich ein gutes Bild jeder einzelnen machen kann, macht das Lesen wirklich Spass. Ich persönlich bin kaum noch davon losgegangen und rätselte sogar im Urlaub ab und zu beim Einkaufen etc., wie es denn wohl weitergehen könnte.
Schreckmomente – wie in den Filmen – gibt es zwar nicht, aber man wird doch oft genug überrascht und am Ende ist dann alles ziemlich verwirrend, was den Lesespass aber keinesfalls mindert.
Der Stil des Autors ist zwar einfach, jedoch sprechen die Figuren sehr vornehm und gehoben. Einige Fremdwörter sowie Wörter aus Fachbereichen werden mittels kleiner Nummern am unteren Seitenrand erklärt, das sind aber nicht viele.
Das finde ich praktisch, da man dann nicht ewig rumblättern muss, um Worterklärungen zu finden.
Das Anwesen Chelford wird nur grob beschrieben, sodass man seiner Fantasie freien lauf lassen kann. Auch die Personen werden nicht zu sehr in Schubladen gesteckt, man kann sich seine eigene Meinung zu ihnen bilden.
Die Schrift ist ziemlich klein (Schriftgröße 9 oder 8), wenn man also Probleme mit den Augen hat, könnte das zum Problem werden. Allerdings gibt es ja auch schon viele Krimis mit extra großer Schrift. Vielleicht ist da auch dieses erhältlich...
Fazit:
Das Buch ist einfach nur gut, spannend und schön zu lesen!
Krimi-Fans, das müsst ihr haben! weiterlesen schließen -
Gehirn einschalten! : Der Neue Prometheus / Wilson, R. A.
28.08.2002, 21:25 Uhr von
leser@tte
Interessen sind vielfältig und sollen es auch bleiben! Mehr von mir auch bei ciao und ecomments. ...Pro:
interessante Denkanstöße
Kontra:
teilweise werden die merkwürdigsten Dinge als Grundwissen vorausgesetzt
Empfehlung:
Nein
Ein menschliches Wesen sollte in der Lage sein, Windeln zu wechseln, eine Invasion zu planen, ein Schwein zu schlachten, ein Haus zu entwerfen, ein Schiff zu steuern, ein Sonett zu schreiben, Buchhaltung zu beherrschen, eine Mauer zu errichten, einen Knochen zu schienen, einen Sterbenden zu trösten, Befehle zu akzeptieren, Befehle zu erteilen, mit anderen zusammenzuarbeiten, selbständig zu handeln, eine Gleichung zu lösen, ein Problem zu analysieren, einen Stall auszumisten, einen Computer zu programmieren, ein gutes Essen zu kochen, effektiv zu kämpfen, und schließlich ritterlich zu sterben. Spezialisierung ist was für Insekten.
Dies ist eines meiner Lieblingszitate aus Robert Anton Wilsons (RAW) Der neue Prometheus.
__Zum Buch:__
Der neue Prometheus ist ein Buch über die Evolution unserer Intelligenz, so auch der Untertitel.
Dies mag sich auf den ersten Blick nach einem trockenen Thema anhören, aber da RAWs hauptsächliches Anliegen meines Erachtens darin besteht, den Leser zum eigenständigen Nachdenken anzuregen liegt hier ein Buch vor, das man auch gerne öfter lesen kann.
Im Gegensatz zu der gemeinsam mit Robert Shea veröffentlichten Illuminatus Reihe zeigt sich RAW hier von einer ernsteren Seite als Sachbuchautor.
Basierend auf Timothy Learys Modell der acht Schaltkreise des Bewusstseins, Gurdjieffs Selbstbeobachtung-Übungen, Korzybskis allgemeiner Semantik, Alleister Crowleys magischen Theoremen, verschiedenen Yoga-Disziplinen, der Relativitätstheorie und der Quantenmechanik (um nur einige zu nennen) versucht er hier in 19 Kapiteln eine Art Anleitung zu präsentieren, wie jeder auf die neue Intelligenz hinarbeiten kann.
Die Kapitel:
1 Der Denker und der Beweisführer
2 Hard und Software: Das Gehirn und seine Programme
3 Der orale Bio-Überlebensschaltkreis
4 Der anal-emotional-territoriale Schaltkreis
5 Dickens und Joyce: Die oral-anale Dialektik
6 Der zeit-bindende semantische Schaltkreis
7 Die zeit-bindende Dialektik: Beschleunigung und Verlangsamung
8 Der moralische sozio-sexuelle Schaltkreis
9 Geisteswäsche und Gehirnprogrammierung
10 Wie man Freunden eine Gehirnwäsche verpasst und Leute zu Robotern macht
11 Der ganzheitlich neurosomatische Schaltkreis
12 Der kollektive neurogenetische Schaltkreis
13 Der Relativitätsfaktor
14 Der metaprogrammierende Schaltkreis
15 Umrisse und Wirrnisse
16 Das Snafu-Prinzip
17 Quanten-Evolution
18 Der nicht-örtliche Quanten-Schaltkreis
19 Der neue Prometheus
(Mit Vorwort, Einleitung, Anhang und Widmung sind das 23! *gg*)
Jedes Kapitel wird durch ein Zitat eingeleitet, wobei die Variation von Buddha über Joyce und Nietzsche bis zum Kindervers reicht.
Teilweise sind Parallelen zu Hofstadters Gödel, Escher, Bach und Einsicht ins Ich zu sehen, wenn die Funtionsweisen des menschlichen Geistes beschrieben werden. (...besorgen sie sich eine Anleitung für einen Heimcomputer und lesen sie danach diese Kapitel nocheinmal...) und auch Parallelen zu neuropolitics (von RAW und T.Leary) sind nicht zu übersehen.
Ich denke jedoch, daß man das Buch auch gut lesen kann, wenn man sich nicht vorher mit dem gesamten Hintergrundwissen des Autors eindeckt. (Was auch schwierig ist!)
Am Ende jedes Kapitels befinden sich einige Übungen, die bei strenger Einhaltung sicher zu Bewusstseinsveränderungen (auf die eine o. andere Art) führen. ;)
Z.B. Versuchen Sie einmal Indizien dafür zu finden, daß Ihr Telefon abgehört wird.
Oder: Analysieren Sie unter der Berücksichtigung der bisher entwickelten Theorie folgende Charaktere: Scarlett O´Hara, King Kong, Odysseus, Hamlet, Bugs Bunny, ... *wasfüreinezusammenstellung*
Labile Personen sollten sich aber vor Augen halten, daß RAW oftmals einen etwas merkwürdigen Humor hat.
Wichtiger Hinweis:
Vor dem Öffnen des Buchdeckels GEHIRN EINSCHALTEN!
Mehr zum Inhalt sei hier nicht verraten...
__Zum Autor:__
RAW ist ein überzeugter Querdenker. Geboren ist er 1932 in New York. Er studierte Mathematik, Elektrotechnik, Englisch, Pädagogik und graduierte in Psychologie.
Ferner ist er stellvertretender Direktor des Institute for the Human Future in Berkeley (Ca. USA).
Sein Buch Der neue Prometheus diente unter anderem der New Prometheus League, einer nie enttarnten Hackergruppe, welche vor einiger Zeit bestens gehütete Apple-Geheimnisse veröffentlichte, als Namenspate.
Seine homepage findet man unter www.rawilson.com !
__Weiter Veröffentlichungen von RAW:__
- neuropolitics (zusammen mit T. Leary), um 1960
- Ist Gott eine Droge oder haben wir sie nur falsch verstaden, Sphinx 1984
- Cosmic Trigger, Rowohlt 1985
- Die Illuminati Papiere, Rowohlt 1990
- Trilogie Schrödingers Katze, Rowohlt, 1990-92
- Die neue Inquisition, zweitausendeins 1992
- Die Illuminaten Chroniken Band I & II, Rowohlt 1992
- Illuminatus Trilogie (zusammen mit Robert Shea), Rowohlt 1994
- Die Masken der Iluminaten, ebenfalls Rowohlt
__Fazit:__
Auch wenn RAW mit seinen Ansätzen sicherlich gut in der Kategorie Grenzwissenschaften aufgehoben ist, da er sich absichtlich jedweder Einordnung widersetzt, halte ich das Buch unter Astrologie & Esoterik bei ciao etwas deplaziert. Ich denke bei yopi liege ich da bei Autoren mit W richtiger!
Wenn auch stellenweise schwer zu verstehen ist der Neue Prometheus doch ein Buch mit guten Ansätzen das mich oft zum Lachen gebracht hat und somit hier wärmsten empfohlen wird.
Diese Meinung bezieht sich auf die 278 Seiten starke Paperbackausgabe aus der Rowohlt transformation Sachbuchreihe von 1993 für 12,90DM.
(erstveröffentlicht bei ciao.de) weiterlesen schließen -
Die Prinzessin und der Horst; Wittler, Tine
28.08.2002, 17:20 Uhr von
Mannu
Hey Leute! Hier gefällt es mir mittlerweile echt gut! Und das Schreiben und Bewerten macht mir ri...Pro:
tolle Story, super geschrieben!
Kontra:
keins
Empfehlung:
Nein
Vorgeschichte:
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Es begann am Anfang der Ferien. In einer Zeitschrift las ich die Buchtipps um mich mit ein bisschen Ferienlektüre zu versorgen. Mir gefielen einige recht gut, sowohl der Inhalt als auch die Covers machten mich auf verschiedene Bücher neugierig. Mit den verschiedenen Tipps ging ich also in einen Buchladen. Nach kurzem Stöbern hielt ich dann verschiedene Exemplare in der Hand. Meine Wahl fiel dann letztendlich auf °*°*„Die Prinzessin und der Horst“*°*° von Tine Wittler, weil mich alles an dem Buch neugierig machte. Das Cover fand ich vielversprechend, der Titel klang auch interessant. In der Inhaltsangabe wurde auch kein Horst erwähnt, obwohl der doch im Titel vorkommt. Man wird total neugierig was es mit dem Horst auf sich hat...!
Buchcover:
~~~~~~~~
Leider hat Ciao hier kein Bild davon mit reingestellt, aber ich kann euch das Cover auch sehr gut beschreiben.
Man sieht darauf eine Frau in weißem, bauchfreien T-Shirt und Jeans. Ok, ihr werdet nun sagen das ist ja nichts besonderes, aber weit gefehlt, denn die Frau hat blaue Haare und blau lackierte Nägel. Des weiteren sieht man auch ihren Kopf und die Beine nicht, nur vom Hals bis zum Hosenbund ist sie zu sehen
Der Titel „Die Prinzessin und der Horst“ ist der Frau regelrecht aufs T-Shirt geschrieben worden und fällt durch rote und pinkfarbene Schrift sofort ins Auge.
Ich persönlich finde das Cover sehr ansprechend, da es einem sofort ins Auge fällt. Es ist einfach mal was total anderes und ausgefalleneres und hat was ausgeflipptes an sich. Wer das Buch in der Buchhandlung sucht wird es sicher auch sehr schnell finden. ;)
Autorin:
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Tine Wittler wurde 1973 geboren, studierte Kultur- und Kommunikationiswissenschaften und arbeitete in dieser Zeit als freie Autorin u.a. für den NDR. Seit 1998 ist sie als Redakteurin für verschiedene TV-Formate tätig. Sie lebt in Hamburg-Ottensen, dem Schauplatz dieses Romans, wo sie die drei großen Ks in ihrem Leben (Kneipen, Krach machen und Kartoffelaufzucht) problemlos unter einen Hut bekommt.
Sie selbst sagt zu dem Buch, dass die Personen zwar frei erfunden sind, doch dass in der Story auch ein Stück Wahrheit steckt. Denn der Horst aus dem Buch ist nur einer von vielen!
Kommentar von Tine Wittler: „Zur Warnung und Belehrung! Sollte irgendwer versuchen aus dem folgenden Material Rückschlüsse auf real existierende Personen zu ziehen, dann muss ich ihm leider sagen: Ich will das nicht. Alles ist natürlich frei erfunden, und zwar so frei, dass es verdammt anstrengend war.“
Kommentar der Co-Autorin, und –trotz allem- immer noch beste Freundin Tine Wittlers, Almuth Krook: „Dieses Buch handelt überwiegend von psychisch und physisch deformierten Menschen, deren emotionales Leid sich in schockierendem sozialen Fehlverhalten manifestiert.“
Inhalt:
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Jedes Kapitel beginnt mit Eskes kurzem Statement. (Eske ist die beste Freundin der Hauptdarstellerin Mona.) Eske motzt immer ein wenig darüber, dass Mona jetzt ein Buch schreiben möchte und schreibt selbst eine „Kurzgeschichte“ darüber. Von ihr erfährt man immer die Hintergründe, was zu der Zeit passiert, als Mona das Buch schreibt.
Danach folgt immer Monas Teil, der um einiges länger ist als die paar wenigen Seiten, die Eske geschrieben hat.
Story:
Mona ist 26 Jahre alt, lebt in Hamburg und arbeitet dort als Talkshowmoderatorin.
Nach der stressigen Arbeit geht sie fast jeden Tag in die Hamburger Kneipen nahe ihrer Wohnung und betrinkt sich, meist zusammen mit ihrer Freundin Eske.
Dann will Mona ihrer besten Freundin bei ihrem Problem helfen. Eske ist nämlich gerade 30 geworden und sucht dringend einen Mann für ihre Kinder. Um den geeigneten Mann zu finden unternimmt Mona alles mögliche einen geeigneten Typen für Eske zu finden. Dabei landet sie schließlich auch im Internet und trifft im Chat den „Rockster“.
Anfangs weiß Mona eigentlich gar nicht mit wem sie es zu tun hat, da der Rockster nur sehr spärlich mit persönlichen Informationen rausrückt, doch trotzdem findet sie ihn total interessant und kann seine E-Mails immer kaum erwarten.
Wird Niels alias Rockster der Vater von Eskes Kindern oder kommt vielleicht doch alles ganz anders? Und wer ist der Horst?
Meine Meinung:
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Ich fand das Buch einfach nur spitze! Tine Wittler überzeugt mit einem eigenen aber völlig anderen Schreibstil, der mit äußerst gut gefällt.
Man merkt schnell, dass es nicht so ein 0-8-15 Buch ist, denn die Story erzählt vom wirklichen Leben und Tine Wittler bringt das einfach toll rüber. Es kommt einem fast so vor, als ob die beste Freundin davon erzählt!
Ich hatte auch ständig was zu lachen oder zu lächeln, denn es sind wirklich viele kleine Jokes mit in die Story eingewoben. Ebenfalls lachen musste ich über die Dialoge oder über das, was Mona denkt.
Durch den direkten Schreibstil fühlt man sich richtig integriert und kann nachvollziehen, wie sich Mona gerade fühlt und man kann einfach nicht aufhören zu lesen.
Was mich auch immer sehr gereizt hat ist die Frage nach Horst. Wer er ist und was das besondere an ihm ist. Die Frage wird erst so ab der Hälfte des Buches geklärt. Doch danach ist das Buch nicht etwa langweilig, man möchte einfach wissen wie es weitergeht, aber mehr möchte ich euch hier nicht mehr verraten!
Ich empfehle es euch aber sehr, es zu lesen!!!
Fazit:
~~~~
Den Preis von 6,90€ ist es allemal wert! Wirklich ein riesen Spaß das Buch zu lesen!
Und wer immer noch nicht genug hat der sollte mal auf www.prinzessinundhorst.de gehen. Da gibt es nicht nur Informationen zum Buch, sondern auch Bilder vom Ort des Geschehens, den ultimativen Horstcheck (den man wirklich mal machen sollte!) und Tipps, was man gegen einen Horst tun kann uvm.
© Mannu weiterlesen schließen -
THE TRUTH IS OUT THERE
27.08.2002, 18:25 Uhr von
rider-of-apocalypse
ich hätet gerne einen Dodge, nen neuen Rechner, ein neues Notebook, eine Eigentumswohnung oder ei...Pro:
s. Text
Kontra:
s. Text
Empfehlung:
Nein
Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein großer Fan der Fernsehserie AKTE X bin und so habe ich neben diversen DVDs und Videos auch entsprechende Begleitliteratur.
Ein Buch, dass ich mir dabei unter anderem kaufte war DIE WISSENSCHAFT DER AKTE X von MICHAEL WHITE.
AUTOR
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Bevor sich der Brite MICHEAL WHITE im Jahre 1991 entschloß, künftig ausschließlich Bücher zu schreiben, war er als wissenschaftlicher Redakteur der Zeitschrift GQ tätig. Bevor er im Jahre 1996 das Buch DIE WISSENSCHAFT DER AKTE X (von dem er im Jahre 1998 einen zweiten Band schrieb) verfaßte er zahlreiche Biographien (unter anderem albert Einstein, John Lennon, ...).
ALLGEMEINES
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DIE WISSENSCHAFT DER AKTE X erschien im Jahre 1996 (bzw. 1998 – Band 2) im Wilhelm Heyne Verlag zu München und ist meines Wissens ausschließlich als Paperback erhältlich. Der Preis für dieses Buch beträgt 19,90 DM (da ich das Buch bereits weit vor der Euroeinführung gekauft habe, ist mir der Preis in der aktuellen Währung nicht bekannt), ich habe es allerdings schon häufig als Mängelexemplar zu einem deutlich reduzierten Preis gesehen (und auch als solches gekauft).
INHALT
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MICHAEL WHITE befaßt sich in DIE WISSENSCHAFT DER AKTE X mit unterschiedlichsten tatsächlich aufgetretenen Phänomenen (zum Beispiel Getreidekreise, Entführungen durch Außerirdische und ähnliches) und verbreiteten Mythen (zum Beispiel den sagenumwobenen Kontinent Atlantis) aber auch Dingen wie dem Sektenkult und ähnlichem, wobei das Buch in Kapitel/Themenkomplexe aufgeteilt ist, die jeweils mit einem passenden Zitat (unter anderem von Jules Verne, Thomas Jefferson, ...) eingeleitet werden.
DIE WISSENSCHAFT DER AKTE X ist als Sachbuch konzipiert und so stellt MICHAEL WHITE die Vorgänge, bzw. Mythen und ähnliches zunächst dar um dann den Versuch einer Erklärung (sofern möglich) oder weitere Erläuterungen zu liefern, wobei er seine Aussagen vielfach durch andere Quellen stützt.
ANMERKUNGEN
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Ohne jeden Zweifel ist DIE WISSENSCHAFT DER AKTE X sehr interessant geschrieben und aufgrund der guten Erläuterungen und des flüssigen Stils MICHAEL WHITES auch für Laien verständlich und nachvollziehbar.
Über den gesamten Umfang von knapp unter 300 Seiten (rechnet man die Anmerkungen und das Vorwort hinzu, so umfaßt das Buch knapp über 300 Seiten) bietet das Buch nicht nur sehr gute Unterhaltung, sondern der Leser erfährt auch viel über Phänomene und Mythen, wie sie die Serie AKTE X häufig zum Thema hat.
Allerdings bleibt die grundsätzliche Thematik auch der einzige Bezug zur Fernsehserie, so dass man durchaus den Eindruck gewinnen könnte, MICHAEL WHITE wolle vom Erfolg der Fernsehserie profitieren.
SCHLUSSWORTE
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Auch wenn der Titel des Buches mehr Zusammenhänge zu meiner Lieblingsserie vermuten lässt, als tatsächlich vorhanden sind, so habe ich DIE WISSENSCHAFT DER AKTE X von MICHAEL WHITE dennoch sehr gerne gelesen und kann das Buch hier guten Gewissens empfehlen.
Da der Titel jedoch meines Erachtens auch etwas verspricht, was der Inhalt nicht im erwarteten Umfang bieten kann lautet mein Urteil hier „nur“ GUT !
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-27 16:25:40 mit dem Titel die ungeschminkte Wahrheit
Ein Phänomen in Deutschland ist es, dass viele Humoristen nur für eine relativ kurze Zeit mit ihrer Art Humor Erfolg haben und dann irgendwo in der Versenkung verschwinden (was macht eigentlich Wigald Boning).
Allerdings gibt es in Deutschland auch zahlreiche Kabarettisten/Humoristen, die zwar nie eine extrem hohe Popularität erreichen, dafür aber ihre Qualität halten oder sogar steigern können.
Um einen solchen Künstler, der wohl eher als Geheimtip (dies allerdings schon seit vielen Jahren) zu bezeichnen ist, handelt es sich bei DIETMAR WISCHMEYER.
DIETMAR WISCHMEYER dürfte am ehesten den Hören des niedersächsischen Radiosenders FFN bekannt sein, denn auf diesem Sender schuf er gemeinsam mit OLIVER KALKOFE und einigen anderen das legendäre FRÜHSTYXRADIO mit Klassikern wie DER KLEINE TIERFREUND, GÜNTHER DER TRECKERFAHRER und andere.
Ebenfalls im Rahmen des FRÜHSYTXRADIOS schuf DIETMAR WISCHMEYER auch sein LOGBUCH – EINE REISE DURCH DAS LAND DER BEKLOPPTEN UND BESCHEUERTEN, dass nicht nur auf CD erhältlich ist, sondern auch einen weg in den Buchhandel gefunden hat.
ALLGEMEINES
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DIETMAR WISCHMEYERS LOGBUCH – EINE REISE DURCH DAS LAND DER BEKLOPPTEN UND BESCHEUERTEN, dessen Titel ein Foto des in der Nase bohrenden Autors zeigt, erschien im Jahre 1997 im Ullstein Verlag (ISBN 3-548-36203-6) und sollte nahezu überall im Buchhandel erhältlich sein, wo der preis für das (großformatige) Taschenbuch 9,95 € beträgt.
INHALT MIT ANMERKUNGEN
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Auf etwa 125 Seiten widmet sich DIETMAR WISCHMEYER in seinem LOGBUCH auf seine bissige Art dem Alltag in Deutschland und beschreibt diesen in über 50 Einzelfällen.
Dabei widmet er sich Themen wie dem Karneval (... Das könnte ja ganz lustig sein, wenn es nicht mit der humorlosen Akribie einer Kfz-Hauptuntersuchung ablaufen würde ...), Anwohnern (... Der Anwohner ist eine saturierte Mittelstandskrampe, die sich vorzugsweise und voller Niedertracht in der Einflugschneise eines internationalen Flughafens ansiedelt ...), Bauarbeitern (... Im Paläolithikum spaltete sich ein letztes mal ein Zweig in der Geschichte der Menschwerdung ab. Während die einen zum Homo Sapiens wurden, gingen die anderen zum Bau ...), Rentnern (... Kann Freund Mumie seinen Kram nicht shoppen, wenn der Beitragszahler seine Rente zusammenmalocht ? ... Irgendwann entdeckte der Mensch, dass nicht nur seine Eltern alt und klapprig wurden, sondern ihm das selbe Schicksal ins Haus stünde. Und fortan wurde der Opa nicht mehr zu den Wölfen in den Wald gejagt. ...), Funsportarten (... Statt dessen verplempern sie die Penunzen des Sorgerechtsinhabers bei debilen Funsportarten. Was werden die nächsten sein ? Schmutzwater-Rafting ? In-die-Fresse-Smashing ? ...), Kellner (... Der kürzeste Weg zwischen Durst und dem schönsten Gefühl der Welt ist der direkte Marsch zur Bierkiste. Um das Leben aber nicht allzu vollkommen und paradiesisch zu gestalten, erschuf der Teufel die Kellner ...) und vielen anderen Themen mehr.
Die jeweils zweiseitigen Beiträge zu jedem Thema sind kurz genug um nie zu langweilen, aber immer präzise und 100%ig treffsicher.
DIETMAR WISCHMEYER bedient sich dabei einer Sprache, die irgendwo zwischen Umgangssprache und mit Fremdwörtern gespicktem Hochdeutsch liegt. Dabei bewegt sich seine Sprache zwar auch gelegentlich am Rande des Ordinären, ohne dabei jedoch jemals diese Grenze zu überschreiten und als wirklich beleidigend kann die Ausführungen auch niemand wirklich bezeichnen.
In jedem seiner (meist nicht ganz kurzen Sätze findet sich ein Seitenhieb auf irgend etwas oder irgend jemanden, so dass es sich immer lohnt, dasein oder andere Kapitel auch mehrfach zu lesen.
Insgesamt ist DIETMAR WISCHMEYERS LOGBUCH – EINE REISE DURCH DAS LAND DER BEKLOPPTEN UND BESCHEUERTEN eine gelungene Abrechnung mit dem Alltag, in der man auch sich selbst und Begebenheiten , die man selbst tagtäglich erlebt das ein oder andere mal wiederfindet.
SCHLUSSWORTE
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Ich kann DIETMAR WISCHMEYERS LOGBUCH – EINE REISE DURCH DAS LAND DER BEKLOPPTEN UND BESCHEUERTEN hier uneingeschränkt empfehlen und urteile (trotz des gemessen am Umfang nicht gerade günstigen Preises) mit SEHR GUT ! weiterlesen schließen -
Anders als ich dachte - aber auch so einmalig gut (Ben Hur von Lewis Wallace)
09.08.2002, 12:34 Uhr von
dreamweb
*Momentan im Home-Office* - Derzeit schreibe ich für Yopi, Ciao, Mymeinung und X-Zine. Liebe Grüß...Pro:
sehr spannend, realistisch
Kontra:
schlimmes Thema, Schockszenen
Empfehlung:
Nein
Anders als ich dachte - aber auch so sehr gut
Ben Hur kennen bestimmt sehr viele meiner Leser. Allerdings vermutlich wie ich eher aus dem Film. Bei mir selbst ist das Jahre her gewesen, ich erinnere mich nur noch an wilde Rennen, an Römer und an Christen. Jetzt aber zu dem Buch Ben Hur, das dem Film als Vorlage diente.
INHALT
In Ben Hur wird die Geschichte des Ben Hurs erzählt, der in der Zeit aufwächst und lebt, als Jesus Christus geboren wurde. Israel steht zu dieser Zeit unter Verwaltung (Herrschaft) der Römer. Als Christus geboren wird, Ben Hur ist der Sohn eines angesehenen Juden, der zu Rom steht. Leider ist der Vater vor einer Weile verstorben und so lebt der junge Ben Hur zusammen mit seiner Schwester, seiner Mutter und einigen treuen Dienern und Sklaven, denn er gehört einer reichen und angesehenen Familie an. Neben der Geschichte Ben Hurs wird hier aber auch die Geschichte von Jesus Christus sehr genau beschrieben. So beginnt beispielsweise das Buch damit, dass sich die drei Weisen in der Wüste treffen und wie sich sich auf die Suche nach Jesus machen und so auch in Ben Hurs Heimatstadt nach Gottes Sohn bzw. dem König der Juden fragen. Das hat natürlich Folgen, denn die viele Juden hoffen darauf, von der römischen Herrschaft befreit zu werden.
Nachdem dann wieder ein römischer Herrscher eingesetzt wird, kommt es in Ben Hurs Heimatstadt zu Unruhen. Man beschimpft den Römer und die Menge steht kurz davor, den Romer und seine Truppen anzugreifen. Ben Hur schaut sich zusammen mit seiner Schwester das Geschehnis von oben an. Beide stehen an einer erhöhten Stelle ihres Hauses. Dabei geschieht dann ein Unglück, dass das Leben aller im Hause Hur verändert. Ein paar brüchige Steine lösen sich und treffen den römischen Herrscher am Kopf. Dieser wird zwar nur verletzt, aber die Römer geben Ben Hur und seiner Familie keine Möglichkeit, das zu erklären. Die gesamte Familie wird verhaftet, der Besitz enteignet. Ben Hur wird zum Sklavendienst auf eine Gallere geschickt. Was mit seiner Schwester und seiner Mutter geschieht, das erfährt der junge Mann nicht. Er wird von den Römern gefoltert und begegnet auf seinem beschwerlichen Fußmarsch einem jungen Mann, der ihm Wasser gibt. Was Ben Hur nicht weiß, der Zimmermannssohn, der sich ihm erbarmt und trotz der Anwesenheit der Römer mit Wasser versorgt, das ist Jesus Christus.
Und während Jesus weiter seinen Weg geht und schließlich in die Wüste wandert, muss Ben Hur in Ketten auf einer Gallere rudern. Bis er eines Tages einem mächtigen Römer auffällt, der auf der Suche nach Gladiatoren ist. Dieser Römer hat den Auftrag, Piraten zu jagen, was er auch macht. Da ihm Ben Hur gefällt, lässt er ihm die Ketten abnehmen und erkundigt sich auch nach seiner Geschichte. Während der Schlacht mit den Piraten gerät der Römer in Lebensgefahr, Ben Hur rettet ihm das Leben. Dafür wird er von dem Römer adoptiert und erhält auch dessen römischen Namen. Ben Hur hat trotz seiner Dankbarkeit für den Römer, der ihn vor seinem Schicksal als Sklaven erlöste nur zwei Gedanken. Seine Familie wiederzufinden und sich an den Römern zu rächen, die für seine Situation verantwortlich sind...
MEINUNG
Anfangs war ich mehr als erstaunt. Da erwarte ich eine abenteuerliche Geschichte mit Sklaven, Gladiatoren und Pferderennen und was lese ich? 30 Seiten lang geht es nur um die drei Weisen, die sich in der Wüste treffen und danach zu Jesus pilgern. Damit hatte ich rein gar nicht gerechnet. Aber ich muss sagen, es war sehr faszinierend, diesen Teil der Bibel so realistisch und doch wundervoll mal in einem Roman zu lesen.
Auch danach wird immer wieder Ben Hurs Geschichte in Zusammenhang mit der Geschichte Jesus Christus gebracht. So begegnet er beispielsweise dem Weisen Balthasar und mehrmals auch Jesus Christus. Und auch für seine Familie wird Jesus zu einem Retter der ganz besonderen Art.
Trotz allem geht es auch um das altverbreite und hier sehr verständliche Prinzip der Rache. Denn was hier die Römer aus Geldgier Ben Hur und seiner Familie antaten, das entpuppt sich erst so richtig im Verlauf der Geschichte. Und Ben Hur interessiert sich zwar für Jesus, aber er denkt eher nach der Devise Auge um Auge und Zahn um Zahn. So wie er in dem Buch geschildert wird, muss er ein äußerst gutaussehender und starker Mann sein, der aber dabei noch hochintelligent ist.
Die Geschichte um Ben Hur ist sehr packend und spannend. Und natürlich kommt auch das berühmte Wagenrennen vor, ich fand es noch packender hier zu lesen als damals im Fernsehen zu sehen. Wer Kämpfe mag, dem werden viele Teile des Buches gefallen. Allerdings muss oder kann er eben auch darauf gefasst sein, vieles von Jesus Christus Werdegang mitzuerleben. Bis einschließlich zur Kreuzigung erlebt man durch Ben Hur und seine Freunde sehr vieles von Gottes Sohn mit. Die Kreuzigungsszene hat es übrigens in sich. Ich will nicht mehr dazu verraten, aber es ist packend und mystisch zugleich, was da passiert.
Natürlich geht es in Ben Hur auch um eine Liebesgeschichte. Diese existiert zwar hauptsächlich am Rande, aber teilweise gibt es doch intensivere Stellen. Wer liebt wen und wer nutzt wen nur aus, auch das kommt vor. So wie in vielen Romanen und auch so oft im richtigen Leben. Denn irgendwie verliebt sich unser Held nicht in diejenige, die ihn liebt, sondern eine andere, die besonders auffällig`ist.
Ich muss zugeben, auch wenn ich erstaunt über die religiösität des Buches war, ich würde es mir direkt wieder kaufen, so faszinierend fand ich diese Mischung und eben auch die Gelegenheit so Jesus Christus mal etwas anders zu sehen, eben aus dem Blickwinkel Ben Hurs, der einen König erwartet, für den er kämpfen kann und der dann über die Welt herrscht. Mit jemanden, der eben die Menschen erlösen will und ein besseres Leben in einem späteren Reich bietet, damit rechnen weder Ben Hur noch viele seiner Vertrauten.
Teilweise ist das Buch auch schlimm. Das Schicksal von Ben Hurs Mutter und Schwester brachte mich fast zur Raserei, so schlimm fand ich das, was durch die Machtgier der Römer hier entstanden ist. Aber auch, was man Simonides, einem treuen Sklaven der Familie Hurs hier antat, ist sehr extrem , liegt aber leider durchaus noch in der Vorstellbarkeit. Denn was ich so gehört habe, konnten die Römer auch sehr grausam sein und das zeigen sie hier in dem Roman sehr deutlich. Übrigens empfand ich Pontius Pilatus in diesem Roman durchaus als positive römische Persönlichkeit. Er ist auf jeden Fall auch eine der Personen, die hier gutes und nicht nur negatives bewirken.
Vielleicht noch etwas zum Buch selbst. Das Buch ist sehr alt und schon vergilbt, so etwas stört mich nicht, denn ansonsten ist es in Ordnung. Es ist gebunden und sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite befinden sich Bilder. Bilder, die daran erinnern, worum es in diesem Buch geht. Um Jesus Christus. Denn auf der Vorderseite befindet sich Jesus auf einem Esel, auf der Rückseite sind zwei der drei Weisen auf Kamelen zu sehen und Lichtstrahlen (durch den Stern von Betlehem) scheinen ihnen einen Weg zu weisen. Schätzungsweise ist das Buch aus den 50er Jahren. Leider stehen keine Angaben, denn interessieren würde mich das genaue Erscheinungsdatum auch selbst.
DATEN
Titel: Ben Hur
Autor: Lewis Wallace
Seiten: 317
Art: Gebundenes Buch, christlicher und abenteuerlicher Roman
Verlag: Ueberreuter
Kauf: Flohmarkt - 2 Euro
erhältlich: Bei Amazon für 15 Euro oder auf vielen Flohmärkten
Eignung: Erwachsene und Jugendliche
FAZIT
Ben Hur ist ein Roman, der dadurch fasziniert, dass er eine packende Geschichte um den Juden Ben Hur zusammen mit der Geschichte um Jesus Christus, sein Leben und Wirken und auch die Kreuzigung, kombiniert. Man verfolgt hier gleichzeitig zwei Dinge weiter, einmal den Überlebenskampf Ben Hurs bzw. seine Suche nach der Familie und seine Rache. Und auf der anderen Seite hat zumindestens Miara immer wieder doch auf den Weitergang von Jesus Christus und seiner Geschichte hier gelauert. Wahrscheinlich ist es ein Buch, das eher für Christen geeignet ist. Aber ich denke offene Gläubige anderer Religionen könnten auch Freude an dem Buch habe.
Liebe Grüße - Miara
* Ich würde mich sehr freuen, wenn ich dieses gute ältere Buch näher bringen konnte *
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-09 10:34:11 mit dem Titel Schaudern mit Finken und kleinen Jungen
Schaudern mit Finken und kleinen Jungen
Das Buch "Der Vogelgarten" von Julia Wallis Martin habe ich mir vor einiger Zeit als Sonderangebot für 5 Euro im Karstadt mitgenommen. Hier meine Meinung zu diesem Roman.
INHALT
Der zwölfjährige Brogan Healey wohnt ganz alleine in der Wohnung seiner Familie in Manchester. Seine Mutter ist vor zwei Jahren gestorben. Brogan ist davon überzeugt, dass sein gewalttätiger Vater schuld daran ist. Dieser ist aus der Wohnung ausgezogen und lebt mit einer neuen Frau zusammen, die er auch regelmässig verprügelt.
Als Brogan einen Job in einer Zoohandlung erhält, lernt er durch den Zoohändler auch Roly Barnes kennen. Roly Barnes lebt zurückgezogen in einem abbruchreifen verkommenen Viertel Manchesters ganz alleine mit einer Vielzahl der unterschiedlichsten exotischen und heimischen Finken.
Brogan fühlt sich zu Roly hingezogen, der zu ihm sehr freundlich ist und ihm sogar einen Finken schenkt. Was Brogan aber nicht ahnt ist, dass die Polizei Roly überwacht. Denn Brogan ist nicht der erste Junge, der in die Nähe des verwahrlosten Einsiedlers mit den Finken gerät. Und für Inspektor Parker ist er einer der Hauptverdächtigen in einem Fall, in dem es um die Entführung und den Missbrauch von Jungen in Brogans Alter geht.
Da Inspektor Parker aber kein Fachmann auf dem Gebiet von Kindesmissbrauch ist, fordert er den Psychologen Hanson an, der sich sehr widerwillig entscheidet, doch hier zu helfen. Während die beiden eine entsetzlich zugerichtete Leiche eines der beiden vermissten Kinder finden und sich die Spur zu Roly Barnes verdichtet, wird Brogans Freundschaft zu Roly immer enger. Denn für den Jungen ist dieser Mann der einzige freundliche und nette Mensch, der gut zu ihm ist.
Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn obwohl Parker den Jungen warnt, weiter Roly zu besuchen, interessiert sich Brogan nicht dafür. Denn er weiß ja, wie Roly ist und dass er sonst niemanden hat.....
MEINUNG
Der Vogelgarten hat mich angelockt durch das makabre aber leider auch sehr aktuelle Thema des Kindesmissbrauchs, der Pädophälie und des irgendwie damit verbundenen Geheimnisses um die vielen Finken des verdächtigen Mannes.
Von Anfang an habe ich gebibbert um den kleinen Brogan. Alles wirkt hier sehr realistisch bzw. möglich, das ist wohl das Schlimme an diesem spannenden Roman. Von der Art erinnerte mich das Buch durchaus an das Schweigen der Lämmer und der Leser weiß durchaus, wer der Böse ist bzw. man ahnt es von Anfang an. Am liebsten würde man in die Geschichte einsteigen, Brogan dem Kopf waschen und ihm viel Liebe geben. Denn es ist leider offensichtlich, dass das eben der Grund ist, weshalb Brogan die Nähe von Roly sucht. Und leider weiß man eben durch die Geschichten der beiden anderen ungefair gleichaltrigen Jungen, dass auch diese nicht aus normalen Verhältnissen kamen und wohl auch Liebe bzw. einen Menschen suchten, der ihnen Liebe gibt.
Dieser Roly war mir von Anfang an sehr unsympatisch. Man versucht hier erst gar keinen Krimi zu machen, in dem der Leser erst herausbekommen soll, wer überhaupt der Mörder ist. Nein, sehr schnell wird klar, dass hier eine Art makabres Wettrennen entsteht, in dem es um eines geht, um das Leben von Brogan. Denn während Roly beispielsweise total nett zu Brogan ist, ihm auch mal über den Kopf streicht, was in mir ein Schaudern auslöste, wird kurz danach beschrieben, wie der abartige Mann einfach so einen Finken schnappt und ihm mal eben so den Kopf umdreht, also ihn einfach aus Lust tötet. Und zufällig stirbt auch Brogans erster Fink, aber der "liebe und gute" Roly schimpft nur über den Zoohändler und schenkt Brogan eben einfach einen anderen Finken. Und so erlebt man mit, wie sich dieser Mensch in das Herz des Jungen einschleimt. Aber leider kann man als Leser nicht einschreiten. Und so steigt dann die Ungeduld, wie das Buch weitergeht.
Sehr interessant war in dem Buch auch der Psychologe Hensen, der hier seine eigenen Probleme bewältigen muss. Denn für ihn ist der Ort Manchester mit einer nicht bewältigten Vergangenheit verbunden. Und es ist auch der Ort, in dem er aufwuchs und zum ersten Mal mit einem Mord konfrontiert wurde. Und dieser führte dann dazu, dass Hensen sich überhaupt für Mörder und deren Motive interessierte. Und somit wird der Fall, den Hensen wegen seiner Vergangenheit nicht anrühren wollte, auch für ihn zu einem klärenden Ereignis, was ihn selbst und seine Vergangenheit angeht.
Insgesamt ist Der Vogelgarten packend schon alleine durch die Geschichte des Jungen, aus dessen Perspektive man hier einiges miterlebt. Man erlebt seinen zur Gewalt neigenden Vater, man erlebt seine Zweifel an dem, was er erlebt und sein Misstrauen gegenüber der Polizei, die ihn von seinem einzigen Freund abbringen will. Aber auf der anderen Seite erlebt man als Leser auch mit, was für ein bösartiger Mensch dieser Roly wirklich ist. Und gleichzeitig erlebt man auch alles aus der Perspektive des sympatischen Inspektor Parkers mit, der selbst zwei kleine Jungen hat und der auch dadurch unbedingt diesen pädophilen Täter dingfest machen will, bevor sich dieser auch an Brogan vergreift.
Aber die Spannung entsteht nicht nur durch diese Grundgeschichte, die an sich schon packend ist. Nein, man erlebt hier als Leser auch sehr schockierende Szenen mit. So beispielsweise die Stelle, in der einer der toten Jungen gefunden wird. Alles wirkt hier gruselig uns schaurig. Und mein Vorstellungsvermögen ist leider gut genug, mir noch diese schlimmen Stellen sehr gut vorzustellen.
Meiner Ansicht nach spielt der Autor hier mit dem Leser, den er der Situation aussetzt, einen fast unvermeidlichen Missbrauch des Kindes mitzuerleben und gleichzeitig werden auch unsere Ängste angesprochen, die oft aus unerklärlichen Gründen entstehen. Viele von uns haben doch schon mal im Dunklen Angst gehabt, wenn wir eine verlassene Strasse oder durch einen Wald gegangen sind. Und eben auch solche Aspekte werden hier sehr gut mit eingebunden. Aber an sich geht es hier eben um das leider immer aktuelle Thema Kindesmissbrauch und Befriedigung durch abartige Tötung jener, die Schwächer sind. Und das alleine ist eben entsetzlich, weil es so oft vor kommt.
Ich selbst habe das 351 seitige Buch verschlungen, war aber bis zum Ende hin auch entsetzt von dem, was ich da gelesen habe. Und wer ein hundertprozentiges Happy End sucht, der ist hier wohl nicht ganz zufrieden. Denn leider ist der Roman hier wie das Leben, und da geht auch nicht immer alles so aus, wie man es gerne hätte. Ich selbst habe momentan nicht nur positive Gedanken, wenn ich an einen mit Vögeln überfüllten Vogelgarten denke....
DATEN
Titel: Der Vogelgarten
Autor: Julia Wallis Martin
Seiten: 361
Art: Thriller
Eignung: Ältere Jugendliche und Erwachsene
ISBN-Nr. 3-8284-0025-6
Buch: Gebundenes Buch
Preis: 5 Euro im Karstadt
FAZIT
Der Vogelgarten ist ein Buch für Leser, die gerne Thriller lesen und sich nicht durch schreckliche Szenen schocken lassen. Es ist aber auch ein Roman, der das Thema Kindesmissbrauch und -tötung anspricht. Das Buch lässt Gänsehaut und Grauen entstehen durch Dinge, die leider reell auch vorkommen. - Nichts für schwache Nerven!
Liebe Grüße - Miara weiterlesen schließen -
Walser "Tod eines Kritikers" - Geschmacklosigkeiten über die Literaturszene
05.08.2002, 00:30 Uhr von
Libraia
Am meisten interessiere ich mich für Bücher, Filme und Politik. Klar, dass ich hierüber auch am m...Pro:
stellenweise kann Walser nicht verleugnen, dass er eigentlich ein guter Schriftsteller ist
Kontra:
geschmacklose Rache eines schlecht Bewerteten
Empfehlung:
Nein
Eigentlich wollte ich den neuen Walser nicht lesen. Den ganzen Streit um den Roman, das Hick-Hack, die Antisemitismusvorwürfe, die Zerwürfnisse des Verlags mit der FAZ - und das alles, bevor das Buch überhaupt den Lesern zugänglich war, fand ich eher abschreckend.
Der Gedanke, dass das ganze Getöse nur ein geschickt inszenierter Werberummel ist, drängt sich auf.
Selten wurde schon so viel "gewusst" über ein Buch, das noch gar nicht erschienen ist. In dem Moment, in dem man es kauft, fällt man ja quasi auf die Werbestrategie herein. Andererseits: es nur deshalb nicht zu lesen, obwohl es einen interessiert, ist auch nicht gerade schlau.
Irgendwie war mir schon klar, dass ich "weich" werden würde, denn die in "Tod eines Kritikers" angesprochene Literaturszene rund um Marcel Reich-Ranitzki, um Siegfried Unseld, ums literarische Quartett, das ist natürlich auch ein bisschen meine Welt. Und - ich gestehe: auch ich wollte wissen, ob die harschen Vorwürfe an den Autor, er betreibe Antisemitismus in irgendeiner Weise gerechtfertigt sind.
Bevor ich mit meiner Buchbesprechung selbst beginne, möchte ich eines vorausschicken:
Ich habe mir Mühe gegeben, dieses Buch möglichst vorurteilsfrei und objektiv zu lesen, ich hoffe sehr, dass mir das gelungen ist.
Seit Walsers öffentlich ausgetragenem Streit mit Ignaz Bubis habe ich einige Vorbehalte gegen diesen Autor. Ehrlicherweise muss ich hinzufügen, dass ich sie auch schon vorher hatte wegen einiger mir zu deutsch-national anmutender Äußerungen.
Andererseits mag ich Walser als Schriftsteller - ich weiß, dass er richtig gut schreiben kann (es aber nicht immer tut). Sein "Die Verteidigung der Kindheit" gehört mit zu meinen Lieblingsbüchern. Also - eine direkte Vorverurteilung meinerseits gab es nicht, einige Bedenken aber schon. Man kann auch sagen: ich war gespannt!
Zum Autor:
Martin Walser gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Schriftstellern. Er prägte die deutsche Nachkriegsliteratur entscheidend mit. Er wurde 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren, viele seiner Bücher spielen auch am Bodensee.
Sein politischer Werdegang ist nicht uninteressant. Beginnend als DKP-Anhänger, von ganz links außen bis zu jemandem, der heute zur Rechten gezählt werden kann ist ein weiter Weg. In Zeiten, in denen kein Linker von der Wiedervereinigung (außer um sich drüber lustig zu machen) gesprochen hat, redete Walser, der damals noch eindeutig zur Linken gehörte, von der deutschen Einheit. Naja, warum auch nicht. Vor einigen Jahren bekam er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, was ich auch richtig fand bis zu seiner berühmt-berüchtigten Rede in der Paulskirche. In dieser Rede prangerte er an, dass Deutschland es nicht schaffe, sich über seine Vergangenheit (gemeint ist die Nazizeit) zu erheben. Er beklagte die Kultur der Scham und der Schande und forderte quasi dazu auf, einen Schlussstrich zu ziehen. Nicht nur Ignaz Bubis, damals Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Deutschlands, war entsetzt, sondern viele mit ihm. Ich selbst glaubte anfangs noch, er hätte sich nur missverständlich ausgedrückt, bis ich ihn dann bei einer Fernsehdiskussion mit Bubis sah, dann war auch ich enttäuscht und verstört. Seit dieser Zeit halte ich von Walser als politischem Menschen nicht mehr viel: wer es gut findet, dass die Deutschen einen Schlussstrich hinter ihre jüngere Vergangenheit ziehen, hat meiner Meinung nach nicht begriffen, dass eine gute Gegenwart und Zukunft nur entstehen kann, wenn man sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt. Dass das hierzulande nicht zur Genüge getan wurde, sieht man an vielen Beispielen, ich nenn nur mal die beschämende Auseinandersetzung um die Zwangsarbeiterentschädigung.
Doch genug jetzt! Walser ist ja in erster Linie kein Politiker, sondern ein Schriftsteller - und als solchen nehme ich ihn durchaus noch ernst!
Zum vorliegenden Buch:
Ein berühmter Literaturkritiker namens Andre Ehrl-König verreißt in seiner Fernsehsendung "Sprechstunde" das neueste Buch des Schriftstellers Hans Lach. Er macht es dermaßen nieder, dass von Hans Lach nicht mehr viel übrig bleibt. Bei der Party, die üblicherweise nach dem seit 17 Jahren erfolgreich laufenden Sprechstundensendungen im Haus des Verlegers Pilgrim stattfindet, taucht diesmal Lach - uneingeladen - auf und bedroht Ehrl-König lauthals mit Worten, die an die Kriegserklärung Deutschlands erinnern sollen: "…wird zurückgeschlagen". Lach wird nach diesem Eklat von der Party herausgeschmissen, doch am nächsten Morgen ist Ehrl-König spurlos verschwunden. Seinen blutgetränkten Pullover findet man jedoch im Schnee.
Auch wenn bislang keine Leiche gefunden wurde, scheint bald festzustehen: Lach hat den bösartigen Kritiker aus Wut und Rache über seine öffentliche "Hinrichtung" getötet. Lach schweigt zu allen Vorwürfen und kommt in U-Haft. Sein Nachbar, Fast-Freund und Ebenfalls-Schriftsteller Michael Landolf ist überzeugt von dessen Unschuld und setzt sich in den Kopf, diese zu beweisen.
Der Roman ist fortan immer aus der Sicht Landolfs geschrieben. Dieser nimmt nun mit allen auf der Literaturparty anwesenden Personen Kontakt auf, besucht Lach in U-Haft, spricht mit dessen Frau, seinem Verleger, mit Freunden Ehrl-Königs und natürlich auch mit der Polizei. Bei diesen Gesprächen lernt er nicht nur vieles über Lach selbst, sondern noch mehr über den Kritiker.
Alle Welt - außer Landolf - scheint es für möglich zu halten, dass Lach Ehrl-König getötet hat, denn dieser ist sehr gefürchtet, dass man ihn hasst, scheint verständlich. Als Landolf endlich Lachs Alibi - natürlich eine Frau, die nicht aussagen möchte, weil es sie kompromittieren könnte - findet, taucht letztendlich Ehrl-König doch wieder auf und zwar quietschlebendig. Lach, der mittlerweile nach einem Geständnis - er blieb allerdings nicht der einzige, der den Mord gestanden hatte - in eine psychiatrische Klinik eingeliefert wurde, kommt wieder frei.
Der vermeintliche Mord war gar keiner. Wie und warum der Kritiker verschwunden war, das herauszufinden, überlasse ich potentiellen Lesern.
Im letzten Kapitel gibt es dann noch eine schöne Konfusion, denn Landolf, das Alter Ego Walsers, wird irgendwie zu Lach, er verliebt sich in die Witwe Pilgrims (also Ulla Berkewicz, wenn ich es recht verstanden habe??) und außerdem versucht sich Walser noch an einem satirischen Science -fiction: Das literarische Quartett im Jahre 2084 heißt dann die "Gläserner Menagerie", keiner liest mehr selbst, die Kritiker übernehmen alles für uns - und es ist eine spannende, sexgeladene Talk-show! Nun ja, so blöd wie das klingt: ich fand diese Stelle noch mit am besten im ganzen Buch, denn da steckt wenigstens einiges an Witz drin.
Meine Meinung:
Ich mag nicht mehr über die abstruse Story schreiben, das könnte ausufern und ist auch die Mühe nicht wert.
Was unbedingt noch gesagt werden muss: Walser meint mit jedem Namen im Buch offensichtlich reale Personen, Ehrl-König ist Reich-Ranitzki, Pilgrim ist Unseld usw.
Das Buch soll eine Satire sein über die Literaturszene, die Kulturschickeria, über Eitelkeiten, Mechanismen und Bösartigkeiten in der Schriftsteller und Verlegerwelt. Walser prangert darin die Vormachtstellung von Kritikern, besonders von "Überkritikern" von Gottes Gnaden an und es gelingt ihm sicher auch einiges an treffender Kritik an den Verhältnissen.
Insgesamt muss ich aber feststellen, dass es eines der Bücher ist, bei denen arg darauf spekuliert wird, dass die Leser, die sich auskennen, möglichst viele Personen wieder erkennen und sich dann über ihr Insiderwissen freuen können.
Hat Walser diese plumpe Anbiederung an die Literaturszenegänger wirklich nötig? In welche Niederungen begibt er sich eigentlich?
Die Darstellung MRRs alias AEKs ist tatsächlich dermaßen bösartig und so maßlos übertrieben, dass es mir schwer fällt, noch irgendjemanden anderen in dem Buch ernst zu nehmen.
Ich kann allerdings keinen Antisemitismus drin finden, allein die Tatsache, dass MRR bzw. Ehrl-König Jude ist, genügt meiner Meinung nach nicht, um einen solchen Vorwurf zu untermauern. Es wird einfach ein böser, arroganter, egoistischer und übler Mensch geschildert. Menschen sind manchmal so, seien sie Juden oder nicht. Das ist nicht der Vorwurf, den ich Walser mache. Aber: er schreibt bösartig, zynisch und selten witzig über real existierende Menschen. Als Angehöriger eben dieser Literaturszene kann er nicht so tun, als stünde er außerhalb, er gehört doch dazu.
Mich erinnert das an das Gehabe eines beleidigten Menschen, der es dem Beleidiger heimzahlen will. Schade drum!
Fazit:
Stellenweise kann Walser nicht verleugnen, dass er ein guter Schriftsteller ist - aber er scheint sich in diesem Buch sehr darum zu bemühen.
Ein langweiliges, geschraubtes und ziemlich überflüssiges Buch - gut dass es wenigstens nicht dick ist!
P.S. Wer etwas über MRR erfahren möchte, möge lieber zu dessen Autobiografie "Mein Leben" greifen, einem interessanten und gut geschriebenem Buch. Wer wiederum etwas Gutes von Walser lesen möchte, wage sich an eines seiner frühen Bücher z.B. an "Das fliehende Pferd" heran oder an "Die Verteidigung der Kindheit" . weiterlesen schließen -
Walser, Martin: Tod eines Kritikers
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
1. Einleitung
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"Dieses Buch ist ein Skandal, aber es muss erscheinen." (Marcel Reich-Ranicki). In Zeitungen, Zeitschriften, im Fernsehen und im Radio war ständig etwas von diesem angeblich so antisemitischen (judenfeindlichen) Buch zu lesen/sehen/hören. Trotz vieler literarischer Rezensionen, die von "Das schlechteste Buch, das Martin Walser je geschrieben hat" bis hin zu "Dieser Roman hat seinen Platz 1 auf der deutschen Bestseller-Liste mehr als verdient! Ein Lesevergnügen ersten Ranges, von der ersten bis zur letzten Seite." reichten, habe ich versucht dieses Buch so objektiv wie möglich zu betrachten und mir selbst ein Bild darüber zu machen, wie judenfeindlich Walsers neuer Roman wirklich ist.
2. Handlung
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Der Literaturkritiker André Ehrl-König zerreißt in seiner Sendung "Sprechstunde" das neue Buch des Autors Hans Lach "Mädchen ohne Zehnägel" dermaßen, dass Autor Lach sein Gesicht in den Literaturkreisen zu verlieren droht. Nach der Sendung ist Kritiker Ehrl-König, wie immer, auf der Party seines Verlegers Ludwig Pilgrim eingeladen, allerdings ist überraschend auch Hans Lach zu Gast in Pilgrims Villa und droht Ehrl-König öffentlich vor allen Gästen "Ab heute nacht Null Uhr wird zurückgeschlagen". Nach diesem Hitler-Spruch, der einen regelrechten Eklat nach sich zieht, denn Ehrl-König ist Jude, wird Lach von zwei Butlern Lach vor die Tür gesetzt. Kurz darauf verlässt auch Ehrl-König die Party und will nach Hause fahren, doch dort kommt er nie an! Das einzige, was man findet ist der blutige Pullover in der Einfahrt der Pilgrim-Villa.
Als erster Verdächtiger kommt natürlich Hans Lach in Frage und da dieser nicht aussagt wird er auch eingebuchtet. Als Lachs Freund Michael Landolf von diesen Vorgängen erfährt will er seinem Lach helfen, doch bei einem Besuch in der Justizvollzugsanstalt sitzen sich Lach und Landolf nur wortlos gegenüber, überhaupt weigert sich Lach noch mit irgendjemandem zu sprechen, doch Landolf glaubt weiterhin felsenfest an Lachs Unschuld. Landolf nimmt sich also die Zeit nacheinander Partygäste zu besuchen, so den Literaturprofessor Silberfuchs (auch der "Silbenfuchs" genannt), Lachs Frau, den Verleger und andere Literaturkenner. Während dieser Gespräche kommt meist mehr über Ehrl-Königs Leben und besonders seine Verfehlungen und charakterlichen Schwächen heraus, als über Lach. Besonders brisant wird es, als Landolf mit Rainer Heiner Henkel, dem "Macher" Ehrl-Königs spricht, dem Mann der hinter ihm steht und ihn Schritt für Schritt aufgebaut hat und es jetzt so aussehen lässt, als würde er ihn Fallen gelassen haben, kurz vor dem Mord an Ehrl-König. Auch hier ist besonders interessant, dass Lach kurz vor dem Mord noch ein zweites Buch veröffentlicht hat, das daraufhin ständigt zitiert wird: "Der Wunsch, Verbrecher zu sein".
Gerade als Landolf denkt, dass er Lach die Unschuld beweisen könnte, gesteht Lach den Mord. Bei einem weiteren Besuch Landolfs bei Lach (inzwischen ist er in eine Art "Irrenanstalt" gekommen, wo er auch den Dichter Mani Mani kennenlernt) sagt Lach aber diesem, dass er für die fragliche Tatzeit ein Alibi hat, dieses aber aus Gründen der Diskretion nicht preisgeben darf. Landolf will nun dieses Alibi dazu überreden - natürlich ist es eine (verheiratete) Frau - Lach zu decken, sie ist auch prinzipiell bereit dazu, doch gerade in diesem Moment gesteht Ehrl-Königs Frau den Mord an ihrem Gatten und der Kritiker slebst taucht wieder auf...
Unter welchen Umständen das ganze Geschieht, warum und wieso, das verrate ich nicht, um die Lesespannung beizubehalten!
3. Fazit
===============
Der neue Walser ist fast ein Krimi, bei dem Landolf eine Art ungekehrten Kommisar spielt und dem Verbrecher die Unschuld zu beweisen. Das Buch sieht sich selbst als kein Stück der Trivialliteratur, sondern als schwere Kost, die zum Nachdenken anregen soll. So werden phasenweise Gespräche auf Englisch, Französisch oder Spanisch geführt und alle Personen haben ein reales Vorbild, so ist Ehrl-König im richtigen Leben Marcel Reich-Ranicki, Ludwig Pilgrim ist der Verleger Sigfired Unseld usw. Walser selbst kann sich mit Hans Lach und Michael Landolf identifizieren, späte werden die beiden Personen sogar eine (aber dazu nicht mehr an dieser Stelle;-)). Die Vorwürfe, dieses Buch sei antisemitisch oder das schlechteste Buch Walsers sind in keinster Weise zu bestätigen, dieses Buch ist nur antisemitisch, wenn man den Begriff so auslegt, dass es reicht eine persönliche Feindschaft zu EINEM Juden zu haben und nicht etwas gegen die Juden allgemein zu haben. Schlecht ist dieses Buch sicherlich auch nicht, aber es übt Kritik an der gesamten deutschen Literaturkritikerszene und wird daher von den Kritikern teilweise regelrecht in der Luft zerrissen. "Tod eines Kritikers" ist definitiv ein Buch, das man gelesen haben sollte, ist allerdings nicht als leichte Sommerlektüre zu verstehen! weiterlesen schließen -
Irvine Welsh "Drecksau" - "Drecks**" - nein, von mir werdet ihr keine versauten
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Irvine Welsh ist wohl einer der, wenn nicht sogar DER bekannteste schottische Autor. Von den einen abgöttisch geliebt, von den anderen abgrundtief gehasst. Bei ihm scheiden sich die Geister, da gibt es kein wenn und aber. ;-)
Der gute Mann hat mittlerweile auch schon satte 44 Lenze auf seinem Geburtstagskonto, aber trotz des „hohen“ Alters, hat er seinen derben Humor, und seine Vorliebe für, nun ja, nennen wir es mal „interessante Fäkalwortneuschöpfungen“ immer noch nicht verloren. ;-) Gott sei Dank! Und ich hoffe auch, dass er das Schreiben in den nächsten 20 Jahren nicht verlernen wird...
~ZUR STORY~
Die Geschichte spielt im Edinburgh der Gegenwart, es ist Winter, und Weihnachten steht vor der Tür. Sergeant Bruce Robertson, ein Mann mit Berufserfahrung und geballter Ausdruckskraft (four-letter-words en masse, sag’ ich nur *g*), verbringt die meiste Zeit damit seine Kolleg(Inn)en zu mobben, um an die langersehnte Beförderung zu kommen. Ab und zu wird ein nettes „Nümmerchen“ mit irgendwelchen dahergelaufen Schnepfen/flüchtigen Bekannten geschoben, ein paar Lines gezogen und richtig gutes Indisches Curry verdrückt. >Ich sollte wohl an dieser Stelle anmerken, dass der Gute verheiratet ist und eine kleine Tochter hat, doch die beiden verschwanden nach Australien zu Bruce’ Schwiegermutter, da sie die Eskapaden zu Hause nicht mehr ertragen konnten.<
Die „sturmfreie“ Bude wird dazu genutzt, mit einem Kumpel im Weihnachtsurlaub nach Amsterdam zu fahren, um dort heftigst das Rotlichtviertel unsicher zu machen...
Hinzu kommt noch ein brisanter Mordfall: in einer Nebenstraße wird ein junger Farbiger brutal mit einem Hammer erschlagen und nun gilt es den Mörder zu finden. Und Bruce ist da natürlich mit von der Partie.
Einblicke in Bruce’ Psyche erhält der Leser durch seinen Bandwurm!!! Das ist wirklich kein Scherz. Der Parasit glänzt durch unglaubliches philosophisches und psychologisches Wissen. Seine Kommentare kommen immer in den (un-)passendsten Momenten: sei es beim Liebesspiel, beim Gespräch mit dem Polizeichef etc.
Besonders überraschend ist dabei das Ende der Geschichte, das ich hier jetzt natürlich nicht verraten werde. ;-) Selbst ist der Mann/die Frau - also, lesen und rausfinden! Es sei nur Eines gesagt: Da geht ne Menge und zwar Einiges! *haha*
~MEINE MEINUNG~
Wer Irvines vorherige Bücher („Trainspotting“, „Ecstasy“...) mochte, wird dieses Buch lieben. Der Autor übertrifft sich dieses Mal wirklich selbst.
Welsh stellt in diesem Buch mal wieder großartig sein Können unter Beweis: Derber, teilweise wirklich krankhafter Humor; Geschmacklosigkeiten; eine Sprache, für die wir von unseren Müttern wahrscheinlich lebenslänglich Hausarrest bekommen würden; Obszönitäten jeglicher Art, und eine Geschichte, die vor Phantasie und Ausdruckskraft nur so strotzt. Dazu eine gute Portion Drogen, Sex und Crime vermischt mit einem wundervollen schottischen Akzent.
Trotzdem sollte nicht vergessen werden, dass alles nur FIKTION ist! Bitte nehmt seine teils gewaltverherrlichen Äußerungen, wie auch rassistischen Bemerkungen nicht ernst, es ist alles nur Show. Man sollte seine Geschichten immer mit einem gewissen Abstand betrachten. Jemand, der einen Welsh noch nie gelesen hat, wird sicherlich ziemlich geschockt oder peinlich berührt sein, rote Ohren nicht ausgeschlossen ;-) -> wenn ich euch einen Tipp geben darf, fangt behutsam an z.B. mit „Trainspotting“, das ist wohl eher der Einsteigerroman. ;-)
Er führt uns in all seinen Büchern die menschlichen Abscheulichkeiten vor Augen. Es werden Bilder von Charakteren gezeichnet, die in dieser Form wahrscheinlich sehr überzogen wirken, aber in jeder Figur finden sich doch Teile von uns selbst oder anderen, uns vertrauten, Personen wieder. Dies ist ihm in dieser Geschichte wieder ganz besonders gut gelungen.
~MEIN FAZIT~
Für jeden Irvine Welsh-Fan ein absolutes Muss, für Welsh-Einsteiger wohl eher etwas zu hart und daher vielleicht nicht unbedingt geeignet. Trotzdem ist das Buch absolut lesenswert und wer britischen Humor mag, wird diese Geschichte toll finden!
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Preis: 28.00 DM
ISBN: 3-462-02866-9
P.S.: Das Buch hab’ ich übrigens von der Mutter meines Freundes zu Weihnachten geschenkt bekommen - vielen Dank noch mal dafür!!! ;-) weiterlesen schließen -
Rotes Männchen steht, grünes Männchen geht :o)
27.06.2002, 00:05 Uhr von
bigmanu
Ein herzlicher Hallo an alle meine Leser!Ich heiße eigentlich Manuela, bin 39 Jahre alt und seit ...Pro:
informativ, gute Rezepte, nette Ideen, schöne Illustrationen,
Kontra:
nix
Empfehlung:
Nein
Ein Nachteil, so abgelegen auf dem Lande zu leben, ist, das es in unserem Ortsteil keine Geschwindigkeitsbegrenzung zu geben scheint. Autofahrer knallen jeden Tag mit einem Affenzahn durch unseren Ort, egal das es hier von Waldtieren nur so wimmelt, die unvermutet aus dem Wald oder aus den Feldern herausspringen. Der schlimmste Fall, den wir einmal hatten, war ein altes sehr großes Wildschwein, das aus dem Maisfeld stürmte. Da kann einem schon mal die Pumpe stehen bleiben *ggg*.
Als Kind habe ich selber trotzdem oft auf der Straße gespielt, obwohl unser Grundstück wirklich groß genug ist. Aber die Straße und der gegenüberliegende Wald sind eben interessanter gewesen. Jetzt, wo ich selber Kinder habe, sehe ich die Sache auch anders, und kann die Besorgnis meiner Mutter verstehen. Deshalb ist es für uns ganz wichtig, unseren Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr beizubringen.
Ich habe ja schon einige Bücher aus der Wieso?Weshalb?Warum?-Reihe. Doch als ich das Buch, „Pass auf im Straßenverkehr“ vor einigen Wochen im Laden entdeckt habe, entschloss ich mich sofort, dieses zu kaufen. Genau wie alle anderen Bücher dieser Reihe kostet es 12,95 Euro und ist aus Pappe mit vielen informativen Klappen auf den Seiten. Für jeden, der es vielleicht bestellen möchte, es hat die ISBN-Nr. 3-473-33275-5 und ist für Kinder ab einem Alter von 3 Jahren geeignet. Mein Sohn Kenneth ist fast 4 Jahre alt, und er findet dieses Buch prima.
Das Buch fängt an mit den Figuren von Max, der in die Kindertagesstätte geht, und seiner Oma, die ihn abholt. Schon auf den ersten beiden Seiten gibt es wieder einige Klappen zum öffnen, so das man zum Beispiel erfährt, was ein LKW transportiert, der auf der Straße fährt, oder was sich hinter der Tür des Zoo Geschäftes verbirgt.
Auf den nächsten beiden Seiten erfahren die kleinen Leser, warum es wichtig ist, auf der Kinderseite, also auf der Seite der Häuser und Gärten zu gehen, und immer an der Hand des Erwachsenen zu bleiben. Und sie erfahren, was auf dem Gehweg so alles los ist, und wer alles darauf gehen bzw. fahren darf. Meiner Tochter hat hier vor allem das Baby im Buggy gefallen, das seinen Schnuller auf die Straße wirft. Ist mir selber gar nicht aufgefallen, aber sie mit ihrem Adlerblick hat es gemerkt :o)
Richtig interessant wird es auf den Seiten 5 und 6, den hier wird den Kindern gezeigt, wie Max mit seiner Oma die Fahrbahn überquert. Gerade für uns war das gut dargestellt, weil die beiden die Fahrbahn ohne einen Fußgängerüberweg in der Nähe überqueren müssen. Auch hier gibt es wieder interessante Klappen zum öffnen.
Eigene Lektionen konnte mein Mann auf den nächsten beiden Seiten einbringen. Hier sehen wir Max uns seine Oma, wie sie die Straße mit Hilfe einer Ampel überqueren. Und genau bei diesen Seiten bringt mein Männe dann immer seinen Spruch „Rotes Männchen steht, grünes Männchen geht“, genau wie er es früher gelernt hat. Mein Sohn hört immer sehr aufmerksam zu, und ist begeistert von den Klappen, die zeigen, wie Max und seine Oma die Straße überqueren.
Auf den nächsten Seiten wird den Kindern erklärt, warum sie nicht zwischen parkenden Autos auf die Straße laufen dürfen, und es werden auch die ersten Verkehrsschilder vorgestellt. Einige Verkehrsschilder lassen sich als Klappe öffnen, und dahinter verbirgt sich dann eine Erklärung des Schildes, mit einem Bildchen, das eine Situation darstellt.
Auch wie man sich im Bus und in der Bahn richtig verhält, wird in diesem Buch kurz dargestellt. Und warum man als Kind in einem Kindersitz im Auto sitzen muss, und auch auf dem Fahrrad einen Helm tragen muss. Ist doch komisch, vorher meckerte mein Sohn immer über das Anschnallen im Kindersitz. Seit dem er es in dem Buch gelesen hat, wird es akzeptiert, weil so ein Buch ja recht hat (und die Eltern nicht *ggg*).
Richtig toll finde ich die nächsten beiden Seiten. Dort findet so eine Art Quiz statt, auf dem die Kinder erkennen sollen, wer sich von den dargestellten Personen falsch im Straßenverkehr verhält. Hinter den Personen verbergen sich dann wieder Klappen, wo dann erklärt wird, warum sich diese Personen falsch oder auch richtig verhalten.
Auf den letzen beiden Seiten erfahren wir dann, warum Kinder Leuchtstreifen auf der Kleidung tragen sollten, und nicht zu dunkle Kleidung tragen sollten. Und zuletzt wird noch eine Spielstraße gezeigt, auf der gerade ein Straßenfest stattfindet. Und dann ist das Buch auch leider schon zu Ende.
Die richtige Verhaltensweise im Straßenverkehr können Kinder, meiner Meinung nach, nicht früh genug lernen. Das Buch „Pass auf im Straßenverkehr“ von Angela Weinhold bietet eine gute Möglichkeit, den Kindern schon früh das wichtigste beizubringen. Die Bilder sind sehr schön und einleuchtet gezeichnet, der Text ist kindgerecht geschrieben und sehr verständlich. Es macht Spaß dieses Buch vorzulesen und sich zusammen mit seinen Kindern die Bilder anzusehen und die Klappen zu öffnen. Im Moment ist dieses Bilderbuch der Hit bei uns, und wird jeden Tag mehrmals durchgeblättert und vorgelesen. Die Ausgabe von 12,95 Euro hat sich also auf jeden Fall gelohnt, da mein Sohn jetzt auch Interesse an den Vorgängen auf der Straße zeigt, und nicht mehr wie ein Wilder unbedacht auf die Straße läuft.
Mein Fazit:
Genau wie alle anderen Bücher, die wir aus dieser Reihe schon haben, kann ich auch dieses Buch nur zu hundert Prozent weiterempfehlen. Es ist informativ, für Kinder gut zu verstehen und sehr schön gezeichnet. Die Klappen zum Öffnen geben dem Buch den ganz besonderen Reiz und gefallen meinen Kindern sehr gut. Und vor allem, die Kindern lernen etwas wichtiges aus diesem Buch, ohne das sie sich von ihren Eltern belehrt fühlen. Deshalb bekommt auch dieses Buch alle fünf Sterne von mir, und ich empfehle es uneinbeschränkt weiter.
Gruss von Eurer BigManu
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-26 22:05:08 mit dem Titel Jetzt backen wir Piraten-Kuchen ;o)))
In diesem Jahr ist mein Sohn 4 Jahre alt geworden und hat seinen Geburtstag das erste mal so richtig in vollen Zügen genossen. Die Jahre davor war ihm der ganze Trubel immer etwas zu viel, und so richtig amüsiert hat er sich nicht. Doch in diesem Jahr hat er sich so richtig darauf gefreut und auch endlich einmal seine Geschenke selber ausgepackt und sich unheimlich gefreut. Natürlich haben wir auch ordentlich mit ihm gefeiert. An einem Tag einen großen Kindergeburtstag und am Wochenende dann mit allen Verwandten.
Extra für solche Feierlichkeiten habe ich mir vor einiger Zeit ein Buch gekauft, damit mir die Ideen für die Feiern nicht ausgehen. Es handelt sich hier um das Buch „Kinderfeste mit der Maus“, und zwar um die Geburtstagssonderausgabe, die zum 30. Geburtstag der Maus erschienen ist. Das Buch ist aber auch jetzt noch zu haben und kostet bei www.amazon.de 12,50 Euro. Es kann aber auch in jedem anderen Buchladen unter der ISBN-Nr. 3932023897 bestellt werden. Es hat 88 Seiten und ist als gebundene Ausgabe erschienen. Die enthaltenen Texte sind von Linda Walz, die Rezepte von Julei M. Habisreutinger.
Das Buch ist sehr schön gestaltet und fängt erst einmal mit einem Vorwort und einer Inhaltsangabe an. Im Vorwort wird kurz auf den Kindergeburtstag an für sich eingegangen und was von diesem Buch alles zu erwarten ist. Außerdem gibt es noch ein paar Tipps für die Gestaltung eines Kindergeburtstages. Dann geht es auch schon los mit den 8 verschiedenen Themen, die für ein gelungenes Kinderfest vorgeschlagen werden.
Beim ersten Thema geht es gleich um den Fasching. Es gibt eine kurze Einleitung mit einigem Wissenswertem über den Fasching und über Faschingsfeste. Dann folgen Tipps, wie man Dekoration, Tischschmuck und mehr zu diesem Thema herstellen kann. Auch ein Party-Timer ist vorhanden, der genau beschreibt, welche Tätigkeit man in welcher Reihenfolge machen sollte, um alles zeitlich auf die Reihe zu bekommen. Als nächstes folgen 6 leckere Rezepte, die jede Kinderparty zu einem Erfolg werden lassen. Dabei dürfen natürlich Krapfen nicht fehlen, und es gibt sogar ein Rezept für Kindercappuccino. Ich selber habe das Rezept für Würstchen im Schlafrock ausprobiert, und es kam bei den Kindern sehr gut an.
Die nächste vorgeschlagene Party steht dann unter dem Motto „Ei, Ei, Ei“ und eignet sich gut für den Frühling und die Osterzeit. Auch hier wieder eine Einleitung zum Thema, Vorschläge für die Dekoration und ein Party-Timer. Auch gibt es eine Erklärung, wie man Eier ausblasen kann. Von den nachfolgenden Rezepten haben ich den Rüblikuchen schon ausprobiert. Den kann ich wirklich nur empfehlen, er schmeckt sehr gut und wird auch von den Kindern gerne gegessen. Aber es gibt auch Rezepte für so leckere Sachen wie Schoko-Eier, Hefehäschen oder Fleischbällchen.
„Alles neu macht der Mai“ ist dann das nächste Thema, das auch wieder kurz erklärt wird. Bei den Dekorationsvorschlägen gibt es viele Blumen und Käfer, und auch hier fehlt der Party-Timer nicht. Von den angegebenen Rezepten habe ich bisher nur die Erdbeer-Biskuitrolle ausprobiert, der Rest war nicht so spektakulär. Vielleicht noch die Grüne Bowle, die könnte man mal auf einem Kindergeburtstag zubereiten.
Eine sehr gute Idee wenn das Wetter mitspielt ist das nächste Thema, „Essen unter freiem Himmel“. In der Einleitung gibt es wieder Wissenswertes, diesmal zum Thema Picknick und u. a. der Herkunft des Wortes. Die Dekorationshinweise sind etwas mager, aber in der freien Natur muss man auch nichts mehr dekorieren. Der Party-Timer bietet dann noch einen Schlechtwettertipp, nämlich Möbel beiseite rücken und Picknick drinnen veranstalten. Bei den Rezepten kann ich die Schoko-Joghurt-Waffeln nur wärmstens empfehlen, die schmecken echt super lecker und sind schnell zu machen. Und das nicht nur zu einem Kindergeburtstag.
Das beste Thema ist meiner Meinung nach die „Piratenparty“. Die werde ich im nächsten Jahr für unseren Sohn in die Tat umsetzen. Es gibt einiges Wissenswertes über Piraten in der Einleitung zu lesen, und auch gute Dekorationshinweise. Und beim Party-Timer gibt es dann noch einen netten Tipp, wie man das ganze als Wasserfest aufziehen kann. Der Hit bei den Rezepten ist der Piraten-Nusskuchen. Den habe ich schon zwei mal ausprobiert, und er kam echt prima bei den Kids an. Man dekoriert dafür einen Nusstopfkuchen wie ein Piratenschiff, mit Pappsegeln und Gummibärchen als Mannschaft. Das dauert nicht lange und sieht sehr gut aus. Außerdem kann man mit den Kindern draußen auch eine prima Schatzsuche veranstalten. Es gibt auch noch ein Rezept für Fisch-Pommes und leckere Gemüse-Fleisch-Spieße.
Für den Herbst gibt es dann ein Drachenfest. Das wäre etwas für meinen Geburtstag früher gewesen. Die Dekorationsvorschläge handeln von Blättern, Drachen und Kastanien, alles leicht zu besorgen. Auch hier natürlich ein Party-Timer mit einem kleinen Tipp zum gelingen der Party. Von den Rezepten habe ich selber noch keines ausprobiert, obwohl es ein leckeres für Drachenpizza gibt. Auch die Traubenlimo hört sich recht lecker an, die könnte man auch mal für die Kinder machen.
Schade, das Halloween hier nicht gefeiert wird, den es gibt auch noch viele tolle Tipps zu solch einer Party. Aber wenn ein Kind vielleicht gerade dann Geburtstag hat oder feiert, warum nicht. Neben einer Erklärung des Wortes Halloween gibt es auch tolle Dekorationshinweise und wie gehabt den Party-Timer. Auch eine nette Idee gibt es wieder, nämlich sogenannte Kürbisbotschaften. Kleine Zettelchen mit netten Sprüchen in den Kürbisbrötchen. Und die Kürbisbrötchen lohnen sich auch wirklich zum ausprobieren. Sie schmecken echt lecker, auch wenn man kein Halloween feiert. Und auch sehr schmackhaft ist der Schoko-Kucken mit weißen Mäusen. Dieser leckere Bleckkuchen wird nach dem Backen mit Schokolade überzogen und dann mit weißen Schaumzuckermäusen dekoriert. Das kommt nicht nur zu Halloween gut an. Und wer einmal etwas besonderes machen will, der sollte unbedingt di Ingwer-Teufel ausprobieren. Da ich sehr gerne Ingwer esse, kam ich an denen natürlich nicht vorbei.
Ganz zum Schluss gibt es dann noch die Schneeflockenparty, für alle die im Winter Geburtstag feiern. Neben einer Einleitung zu Eis und Schnee gibt es auch hier sehr nette Vorschläge zur Dekoration. Und beim Party-Timer findet sich ein Vorschlag zu den Geschenken und der Hektik beim Auspacken. Bei den Rezepten dürfen natürlich Bratäpfel mit Vanilleeis nicht fehlen. Und das Rezept für die Bärentatzen habe ich im letzen Advent auch einmal ausprobiert. Sie schmecken sehr lecker und sehen lustig aus.
Das ganze Buch ist sehr schön aufgemacht und immer wieder ist die Maus mit ihren Freunden dort zu finden. Die Texte sind informativ und können auch zusammen mit den Kindern gelesen werden. Überhaupt kann man größere Kinder mit Hilfe dieses Buches sicherlich gut in die Planung mit einbeziehen. Die Rezepte sind sehr gut erklärt und überwiegend auch recht einfach. Kleinere Sachen können auch von Kindern schon selbständig gemacht werden.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, und ich werde mir die eine oder andere Anregung merken und selber ausprobieren. Im nächsten Jahr ist dann bei uns erst mal die Piratenparty angesagt, darauf freue ich mich jetzt schon :o)
Mein Fazit:
Ein Buch, für die sich die Ausgabe von 12,50 Euro auf jeden Fall gelohnt hat. Es ist sehr gut geschrieben und bietet leckere Rezepte und gute Dekorationshinweise und Ideen für ein Kinderfest. Hier ist bestimmt für jeden etwas dabei, und man muss ja nicht alles so machen, wie vorgeschlagen. Ich kann das Buch „Kinderfeste mit der Maus“ nur zu hundert Prozent weiterempfehlen und vergebe deshalb auch alle fünf Sterne.
Gruss von Eurer BigManu weiterlesen schließen -
Richard von Weizsäcker - Vier Zeiten (mein Bundespräsident und ich)
Pro:
Bogen über ein ganzes Jahrhundert gespannt
Kontra:
rosa Brille (?)
Empfehlung:
Nein
Richard von Weizsäcker war der erste Bundespräsident, an den ich mich erinnern kann. Er gehört zu diesem Amt wie Harrison Ford zu Indiana Jones, Sean Connery zu James Bond und Don Johnson zu Nash Bridges. Damit will ich nicht sagen, dass er ein Action-Held-Spion-Polizist ist. Ganz im Gegenteil. Würdiger kanns keiner, sämtliche Monarchen sehen alt dagegen aus.
Vorbelastet durch einen Geschichte LK hab ich mir dann seine Biographie zugelegt. Nicht wirklich, um beim Geschichte LK noch ein paar Punkte rauszuschinden, sondern weil ich die ganze Familie bzw. "das Großbürgertum" sehr faszinierend fand. Weshalb sind die Weizsäckers überall vertreten? Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, überall stößt man auf seine Geschwister oder nahe Verwandten. Unabhängig voneinander, aber doch ein Clan, irgendwie wie Dallas oder Denver. Wie wird man zu so nem Clan? Woher kommt das "von" und sind sie wirklich aus Stuttgart?
Diese Fragen wurden in der Biographie alle beantwortet, ich war wirklich begeistert von dem Buch, innerhalb einiger weniger Tage hatte ich es durchgelesen. Keine Ahnung, ob es Richard von Weizsäcker selber geschrieben hat oder einen Schreiberling hatte, aber es ist sehr gut lesbar geschrieben. Die Sprache ist ungekünstelt, aber geschliffen, nicht wie ein Geschichtsbuch oder eine sterile Aufzählung von Fakten, sondern eher wie ein Märchen, eine gute Geschichte. Niemand wird durch verschachtelte, hochkomplizierte Grammatik ausgeschlossen oder durch Triviales gelangweilt. Eher nebenbei und fast unbemerkt bekommt man noch einige Fakten und Zusammenhänge mit, dann doch eine Goldgrube für Geschichte LKler.
Im Mittelpunkt stehen seltsamerweise die anderen, also nicht Richard von Weizsäcker. Es ist eine Laudatio auf sämtliche Wegbegleiter, unabhängig von politischem Lager, Land, Position und Alter. Kaum eines der zahlreichen, gut ausgewählten Fotos zeigt nur ihn, immer sind Gäste dabei, von Erich Honecker über Heinz Rühmann bis zum Papst. Meinungsverschiedenheiten oder gar Streit gab es dabei anscheinend nie. Hm, ich will ihm jetzt nicht unterstellen, dass er in seiner Biographie Mist erzählt, aber das ist doch etwas unglaubwürdig. Gerade bei so einem ereignisreichen, langen Leben kann doch nicht alles reibungslos verlaufen, oder?
Das Buch hätte dadurch an Tiefe gewonnen. Ok, es ist in meiner Version schon ca. 500 Seiten dick, keine Lektüre fürs Wartezimmer beim Arzt. Und vielleicht hätte noch mehr Tiefe geschadet, denn schon so ist es bemerkenswert. Ein Konzentrat eines Jahrhunderts, Richard von Weizsäcker stellt alle möglichen Entwicklungen in einem Licht dar, durch dass die Ereignisse von der Weimarer Republik bis zur Wiedervereinigung und darüber hinaus logisch erscheinen.
*****
Fazit
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Ich kann dieses Buch fast uneingeschränkt jedem empfehlen, der geschichtlich interssiert ist und ca. 10 Euro für die Taschenbuchversion übrig hat. Um 1920 - 1999 etwas objektiver zu betrachten ist es nicht geeignet, aber das soll es nicht. Eine schöne Biographie. weiterlesen schließen
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