Mehr zum Thema Kinder- & Jugendliteratur Testberichte
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Tests und Erfahrungsberichte
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MACHT!!
4Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Gelegentlich stößt man auf Bücher die aus der Schulzeit ein Begriff sind , so war es bei mir mit dem Buch
DIE WELLE von MORTON RHUE
Jeder der Geschichtsunterricht in der Schule hatte und sich somit auch mit dem 2. Weltkrieg befasst dürfte schon einmal von diesem Jugendbüchlein gehört haben welches auch irgendwann verfilmt wurde.
Das Buch hat 142 Seiten , ist ein Ravensburger Taschenbuch und als Jugendbuch deklariert.
Meine Taschebuchausgabe von 1985 kostete 6,80 DM, heutzutage muss man bereits bei Amazon.de 4,95 Euro berappen (die Teuerungsrate bei Büchern ist oftmals ziemlich interessant !!) , aber keine Panik bei Ebay.de lässt sich das Büchlein auch locker für 1 Euro ersteigern.
ISBN:3-473-51501-9
FASCHISMUS
Die Schüler einer High-School-Klasse sitzen im Geschichtskurs für Fortgeschrittene. Das umstrittenste Thema überhaupt wird behandelt, die Judenvergasung und die Naziz. Der Lehrer Ben Ross zeigt einen Film über die Judenverbrennungen und trifft damit genau den nerv seiner Schüler. Eine heftige Diskussion bricht los, da die Schüler sich nicht vorstellen können selbst auch so blind zuzusehen wie damals die Deutschen. Sie verstehen nicht das eine Minderheit eine solche Macht ausüben kann und behaupten sogar das sie sich egal was assieren würde sich dagegen wehren würden.
( DAS WORT FASCHISMUS Leitet sich aus dem faccio ab was Bund oder Bündel bedeutet. Zu dem heutigen Verständnis verhalf wohl zum größten Teil Mussolini, der die faschistischen Grundprinzipien wie Führertum, Gewaltbereitschaft und die Überzeugung von der Minderwertigkeit bestimmter Menschengruppen prägte.)
MACHT DURCH DISZIPLIN
Der erste Grundsatz den Lehrer Ross einführt. Er beginnt seine Schüler zu „führen“, sie müssen gerade sitzen und jede Antwort mit „ Mister Ross,....“ beginnen. Die Schüler beginnen gefallen daran zu finden und unter einer gewissen Strenge scheint ihnen das Lernen mehr Spaß zu bereiten. Zunächst glauben noch alle daran das der Erfolg daher rührt das es etwas neues und derzeit noch aufregendes ist, mehr aber eben nicht.
MACHT DURCH GEMEINSCHAFT
Recht schnell merkt Mr. Ross das die Schüler nach neuem „Futter“ verlagen und so weitet er sein Experiment aus. Von nun an sind sie alle eine Gemeinschaft und keiner mehr nur für sich selbst Verantwortlich . Dies hat zur Folge das selbst der bislang größte Außenseiter und als „komisch“ verschrieene Robert sich der Klasse als Teil der Gemeinschaft anschließen kann.
Das lernen wird scheinbar einfacher , und die Schüler spüren den Zusammenhalt. So beginnen einige Schüler die Regeln der neuen Organisation auch in ihrem Foodball-
Team zu verbreiten.
MACHT DURCH HANDELN
Das bislang Namenlose wird „Die Welle“ getauft bekommt ein eigenes Zeichen und es werden Mitgliederkarten verteilt. An diesem Zeitpunkt beginnt das ganze aus den Fugen zu geraten. Vereinzelte Schüler beginnen das ganze ein wenig g zu ernst zu nehmen und stellen ihre eigenen Befehle auf. Es eskaliert soweit das Schüler die nicht an der Welle teilnehmen wollen zum Beitritt gezwungen werden oder aber zum Beispiel von einem Foodball- Spiel ferngehalten werden
Das Ende ist sehr lehrreich und nachdenklich und das lass ich hier natürlich mal offen...
PROTAGONISTEN
Ist sicherlich zum einem der Lehrer, aber auch eine Schülerin die recht schnell merkt dass das alles mist ist und beginnt sich dagegen zu wehren. Aber im großen und ganzen sind einzelne Personen in diesem Buch nicht wichtig, sie sind austauschbar, einfach nur da um gewisse unterschiedliche Standpunkte klar zu machen.
MEINE MEINUNG
Insgesamt ist das Buch sehr flüssig, zumal es ja auch für jugendliche geschrieben wurde. Die Geschichte geht meiner Meinung nach ein bisschen sehr schnell voran , so wie beschrieben hat sich innerhalb von 2 Tagen bereits eine immense Überzeugung und Macht entwickelt. Man hätte dies insgesamt noch detaillierter beschreiben können und einige Gedankengänge weiter ausführen können . Ebenso kritisiere ich die zwar sehr charakterstarken Hauptfiguren aber auch hier hätte man gerade zu diesem Thema noch etwas mehr in die Tiefe gehen können.
FAZIT
Insgesamt ein sehr lesenwertes Buch , was sehr zum nachdenken anregt. Eine sehr einfach gestrickte Geschichte die aber sehr wirkungsvoll die Auswirkungen von faschistischen Einstellungen beschreibt. Nicht nur für den Geschichtsunterricht ein muss sondern für jeden , insbesondere für die die sich fragen wie damals dazu kommen konnte .
Ein Sternchen ziehe ich aus den obengenannten Gründen ab und vergebe natürlich ein sehr empfehlenswert.
Viele Grüße Nikolina
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-12-23 08:44:27 mit dem Titel Ich will auch einen kleinen König;o)
Weihnachten ist die Zeit der Besinnlichkeit , der Ruhe und des Träumens. Ein kleines Büchlein , welches wie ich finde hervorragend in diese Zeit passt ist
DER KLEINE KÖNIG DEZEMBER von AXEL HACKE
Das kleine Buch mit 62 Seiten ist ausschließlich im Hardcover zu erhalten und kostet derzeit bei Amazon.de 6,90 Euro. Bei Ebay.de sucht man zum größten Teil umsonst, diejenigen die dieses Buch besitzen rücken es wohlweislich nicht mehr so schnell heraus ;o).
AXEL HACKE
Der 1956 geborene Braunschweiger studierte politische Wissenschaften und besuchte die deutsche Journalistenschule in München. 1993 erschien „Der kleine König Dezember“. Mehrere andere Kinderbücher sind ebenfalls sehr bekannt von ihm, zum Bespiel „Hackes kleine Tierwelt“ oder „ auf mich hört ja keiner“.
DAS BUCH
Selbst wenn es ein Taschenbuch gäbe sollte man dennoch auf diese Hardcovervcersion zurückgreifen weil es einfach schöner ist. Die Illustrationen sind von Michael Sowa und ebenfalls wunderschön.
GESCHICHTE
Natürlich ist die Geschichte um den kleinen König Dezember ein Märchen. Er lebt bei dem Ich –Erzähler in einer kleinen Spalte in der Wand. Dort hat er ein kleines Zimmerchen mit nur einem Bett und ganz vielen Regalen. In diesen Regalen stehen zig Schachteln, große und kleine, in denen er alle Träume aufbewahrt. Natürlich hat er diese noch nicht alle selber geträumt, die meisten hat er von seinem Großvater geerbt. Dieser war irgendwann so klein das er von seinem Dienstmädchen morgens im Bett einfach nicht mehr gefunden wurde. Denn bei „denen“ wird man nicht geboren sondern wacht morgens einfach auf und ist „da“. Mit der Zeit schrumpft man und auch das Wissen wird weniger, bis man irgendwann einfach nicht mehr da ist. So passiert es auch beim kleinen König Dezember der mittlerweile auch nur noch so groß ist wie ein Daumen, aber dafür mindestens genauso dick. Trotzdem haben die kleineren in seiner Welt das sagen ,auch wenn sie bereits vieles Vergessen haben , sie haben einfach mehr Lebenserfahrung. Essen tut er am liebsten Gummibärchen und ist neugierig wie kein zweiter.
In einer sternenklaren Nacht liegen die zwei auf der Terrasse und geben den Sternen Namen und befassen sich mit den Wirklich wichtigen Fragen im Leben. „Träum ich wirklich nach dem einschlafen und vor dem aufwachen oder ist es vielleicht umgekehrt?“, „Warum fühle ich mich so klein wenn ich etwas ganz großes sehe?“ oder „ Bist du eigentlich so groß wie du aussiehst oder so klein wie du dich fühlst?“..Fragen über Fragen und schlussendlich kommen sie zu einem Ergebnis: Jeder Mensch bräuchte einen kleinen König bei sich und wird irgendwann zu genau so einem ;o)
DIE BILDER
Wunderschön illustriert wie gesagt von Micheal Sowa. Die Bilder gehen oftmals über eine ganze Seite und ist gerade für Kinder interessant die sich diese Geschichte dann vielleicht umso besser vorstellen können.
ZUR SCHREIBWEISE UND STORY
Die Geschichte ist eigentlich Zusammenhangslos. Mal nimmt der Ich –Erzähler den kleinen König mit ins Büro, mal schlüpft er selber durch die Wand in dessen Zimmerchen. Das bewirkt das die Geschichte drumherum eigentlich belanglos wird und man sich mehr auf die Person „Kleiner König“ konzentriert. Dieser hinterfragt neugierig alle für uns zur Normalität gewordenen Dinge. Zum Beispiel ist der Weg zur Arbeit den der Ich –Erzähler mittlerweile Trist und zur Routine geworden ist, ist für den kleinen König ein wahres Abenteuer.
Es ist ein Märchen , und märchenhaft Naiv und einfach geschrieben. Allerdings hat man nicht den Eindruck als sein es unbedingt für Kinder geschrieben worden.
MEINE MEINUNG INSGESAMT
Ein wunderschönes Buch das mit viel Gefühl viel Gefühl ausdrückt. Vielleicht ein Zeichen dafür das man aus einer kindlichen Naivität noch sehr viel lernen kann und aufzeigt das man ebensoviel bereits verlernt hat. Ein Buch welches man nicht unbedingt in einem Schubs durchlesen muss sondern mittendrin beginnen kann, da wie gesagt oft keinerlei Zusammenhänge bestehen. Für mich ein absolut empfehlenswertes Büchlein welches verzaubert und ein wenig Besinnlichkeit und Wohlempfinden aus jedem herauslockt.
Daher vergebe ich auch die komplette Sternchenreihe und empfehle es ganz besonders auch zum weiterverschenken an liebe Freunde oder Verwandte.
Besinnliche Grüße Nikolina weiterlesen schließen -
Thomas ist gehbehindert - na und?
02.12.2002, 23:41 Uhr von
FrauNeedle
Hallo :-)Da ich schon immer gerne geschrieben habe, sind Meinungsplattformen ja ideal für mich :-...Pro:
leichtes Lesen. Wie aus dem Leben gegriffen
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Nein
Zunächst einmal möchte ich euch die Vorgeschichte erzählen, wie ich überhaupt zu diesem Buch kam. Es fing damit an, daß meine Tochter kurz vor ihrem 9. Geburtstag Diabetes bekam. Als ihre Pubertät auch noch anfing, fühlte sie sich als "Behinderte" minderwertig und kam mit diesem Problem nicht klar. Auch ich hatte so meine Schwierigkeiten mit ihrem Verhalten, also bekamen wir eine Einzelfallhilfe - und sie schenkte meiner Tochter das Buch "Stolperschritte", um ihr zu zeigen, daß es Menschen gibt, die schlimmer dran sind...
Zur Story:
Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben und handelt von dem 15 jährigen Jungen namens Thomas. Er ist gehbehindert und vergräbt sich in seinem Selbstmitleid. Thomas hat noch vier Geschwister. Da der Vater selten zu Hause ist, scheint seine Mutter mit der Aufgabe der Erziehung der Kinder überfordert zu sein.
Die Mutter wollte immer Vorzeigekinder haben - lauter kleine Rubine, die sie, den Diamanten heller strahlen lassen - so hatte Thomas seine Mutter beschrieben. Immer wenn Besuch kam, hielten sich die Kinder in ihren Zimmern auf. Hatte Thomas sein Zimmer mal verlassen und kam mit seinen Krücken angelaufen, erklärte die Mutter dem Besuch, daß er ein As in der Schule war. Dies tat sie nur, um seine Behinderung zu überspielen.
Der Bruder von Thomas hieß Frieder und war ein schwarzes Schaf in der Familie. Er war ein sehr schlechter Schüler und handelte sich stetig fünfen und sechsen in Aufsätzen und Diktaten ein. Für jede schlechte Note ohrfeigte die Mutter ihn und Frieder zog sich immer mehr zurück. Eines Tages bemerkte Frieder, daß sein Vater eine Freundin hat und dies der Grund ist, warum er nur noch selten zu Hause war. Er vertraute sich Thomas an.
Thomas, der ja überwiegend nur sein schlechtes Leben im Kopf hat, weil er ja behindert ist, nimmt die Verzweiflung von Frieder erst gar nicht richtig wahr. Als Frieder eines Tages nach der Schule nicht nach Hause kommt, macht Thomas sich zum ersten mal Gedanken darüber, daß andere auch Probleme haben, manchmal sogar viel größere Probleme als er.
Als Frieder am nächsten Tag tot aufgefunden wurde - er hat sich im Wald erhängt - macht Thomas die schmerzliche Entdeckung, daß seine Gehbehinderung nur ein Klacks war, im Gegensatz zu den Problemen seines Bruders....
Dieses Buch ist sehr herzergreifend und mir sind so einige Tränen über´s Gesicht gelaufen. Auch meine Tochter hatte nur ihre "Behinderung" im Kopf und für andere Probleme kein Auge und kein Ohr offen. Doch dieses Buch öffnete ihr die Augen und so langsam begriff sie, daß es Menschen gibt, die wirklich schlimmer dran sind als sie.
Es ist also nicht nur so eine Geschichte, die da im Buch geschrieben steht, sondern es hat einen sehr lehrreichen Inhalt.
Das Buch ist recht klein und mit den 95 Seiten auch schnell gelesen. Eine Geschichte mitten aus dem Leben.
"Stolperschritte" wurde mit dem Zürcher Kinderbuchpreis "La vache qui lit" ausgezeichnet und mit einer Medaille im Rahmen des Janusz-Korczak-Preise 1983 prämiert.
Gedruckt wurde es auf 100% Recyclingpapier.
Erschienen erstmals in der Originalausgabe im Spectrum Verlag 1981.
1984 erschien dann die Lizensausgabe als Taschenbuch im Ravensburger Buchverlag.
Titel: Stolperschritte
Autorin: Mirjam Pressler
ISBN: 3-473-54030-7
Preis: 4,95 €
Danke für´s Lesen - FrauNeedle
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-12-02 22:41:43 mit dem Titel Weglaufen gilt nicht
Als meine Tochter damals Diabetes bekam, hatten wir anfangs eine ziemlich schwere Zeit. Sie kam mit ihrer Krankheit einfach nicht so richtig klar und die Situation spannte sich dermaßen, dass wir vom Bezirksamt eine Einzelfallhilfe bekamen - eine liebe, nette junge Frau, die sich rührend um Tamaras Problem kümmerte. Eines Tages brachte sie uns ein Buch mit und um dieses Buch soll es in diesem Bericht gehen.
Weglaufen gilt nicht
Billa ist ein aufgewecktes 14 jähriges Mädchen. In der Schule war sie sehr beliebt und im Tischtennis-Verein war sie die Beste. Am letzten Schultag vor den Ferien hatten sie und ihr Zwillingsbruder Patrick Geburtstag. Es gab eine große Party und Billa trank Sekt und verdrückte viele Würstchen. Am nächsten Morgen war ihr sehr schlecht und man dachte zuerst, es lag an dem vielen Essen. Doch als sie ohnmächtig wurde und der Arzt kommen musste, stellte sich heraus, dass Billa Diabetes hat. Sofort musste sie ins Krankenhaus und dort lernte sie mit ihrer Krankheit umzugehen.
Im Krankenhaus war alles so einfach, denn dort war sie eher ein "harmloser" Fall unter den Patienten. Sie lernte dort Phillip kennen, ein 15 jähriger Junge, der Bluter war. Er nahm seine Krankheit ganz locker, weshalb ihn Billa bewunderte, und auch heimlich verliebte sie sich in ihn.
Dann sollte der Tag der Entlassung kommen und sie war schon ganz aufgeregt. Doch zu Hause musste Billa feststellen, das nichts und niemand mehr so war wie vorher. Alle nahmen Rücksicht auf sie und hatten viel Mitleid mit ihr, doch genau das war es, was Billa nun gar nicht wollte. Im Tischtennis-Verein war sie nur noch zweite Wahl, weil sie an Auswärtsturnieren nicht mehr teilnehmen durfte. Noch schlimmer war es, als sie nicht mit auf Klassenreise durfte. Die Krönung kam dann, als ihre Eltern auch noch den Winterurlaub, den sie bisher jedes Jahr unternahmen, absagen wollten. Billa lief voller Verzweiflung von zu Hause weg und landete bei Phillip. Er zeigte ihr, dass das Weglaufen nichts bringt...
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Spannend geschrieben, leicht zu lesen, und für jemanden, der etwas ähnliches erlebt hat, eine sehr herzergreifende Geschichte.
Als uns Silke, die Einzelfallhilfe meiner Tochter, das Buch damals ausborgte, habe ich es abends meiner Tochter vorgelesen. Oft versagte mir die Stimme oder Tränen ließen mich die Schrift nicht mehr erkennen. Es gab viele Parallelen im Verhalten von Billa und meiner Tochter und so kann ich bestätigen, dass diese Geschichte das wahre Leben beschreibt.
Der glückliche Zufall wollte es, dass ich das Taschenbuch auf einem Trödelmarkt für 50 Cent erstehen konnte. Dieses günstige Angebot konnte ich mir nicht entgehen lassen. Das kleine, dünne Buch war an drei Abenden ausgelesen und noch immer ergreift mich Billas Geschichte, da ich in die Zeit zurück versetzt werde, als meine Tochter das gleiche Verhalten zeigte.
Es ist schwer zu beurteilen, ob es ein Jugendbuch ist, oder nicht sogar unter der Kategorie Fachbuch laufen könnte. Hier wird zwar nicht auf genaue Einzelheiten der Krankheit eingegangen, doch der Umgang mit erkrankten Personen ist ebenso wichtig.
Wer also einfach mal wissen möchte, wie es in einer Familie abläuft, wenn plötzlich ein Kind an Diabetes erkrankt, oder jemand in der Familie ein Diabesteskind mit gleichen Problemen hat, dem kann ich das Buch sehr empfehlen.
Die Autorin:
Solfried Rück wurde 1949 in Königslutter geboren. Sie besuchte das Gymnasium und begann eine kaufmännische Lehre, die sie aber abbrach. In der Universitätsklinik ließ sie sich zur Kinderkrankenschwester ausbilden und blieb dort auch bis 1976 tätig. 1979 erschien ihr erster Jugendroman, nämlich dieses Buch hier und das wurde auch mit dem Zürcher Kinderbuchpreis ausgezeichnet. Solfried Rück ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Die Daten:
Titel: Weglaufen gilt nicht
Autor: Solfried Rück
Verlag: dtv (Deutscher Taschenbuch Verlag)
Seitenzahl: 134
Preis: 4 bis 5 Euro
Danke fürs Lesen - FrauNeedle weiterlesen schließen -
Kleine Hexengeschichten
28.11.2002, 21:30 Uhr von
suwesmile
Ich liebe Gummibärchen, gelungene Kurzgeschichten, Humor, Ironie. Ich mag neues, interessantes un...Pro:
gut zu lesen, witzig, Spaß für Kinder und Erwachsene
Kontra:
nix
Empfehlung:
Nein
Ein ganz tolles Buch zum Vorlesen und auch selber lesen üben für Kinder:
Kleine Hexengeschichten
Ich habe dieses Buch heute schon zum weiß-ich-wievielten-Male vorgelesen. Es ist total witzig und niedlich geschrieben. Meine Tochter liebt es. Sie ist jetzt 7 Jahre alt und auch wenn sie dieses Buch schon ein Jahr hat, es wird und wird nicht langweilig.
Nun muss ich sagen, dass es mir sowieso Spaß macht, abends, wenn ich meine Kleine ins Bett bringe, ihr etwas vorzulesen. Das hat für mich mehrere Gründe: Außer dem Spaßfaktor auf beiden Seiten, finde ich, dass es ein wunderbarer Übergang vom aufregenden Tag zum allabendlichen Einschlafen ist.
Und! Was ich sehr wichtig finde, ist das Hören und Aussprechen von ganzen Sätzen und Wörtern zu üben. Viel zu viele Kinder schreiben schlecht, weil sie auch schlecht sprechen. Das habe ich nun schon all zu oft mitbekommen.
Nun, da Sophie in der 1. Klasse ist, kennt sie ja auch schon einige Buchstaben und es macht ihr einen Heidenspaß, wenn sie bereits Wörter selber lesen kann. Ich stoppe dann an den entsprechenden Stellen.
Das Buch
Kleine Hexengeschichten
ist in großer Schrift geschrieben. Es ist zum Selberlesen gedacht. Das machen wir ja nun inzwischen auch (teilweise) schon.
~~~Doch nun endlich zum Buch an sich~~~
In vier Geschichten erlebt die Hexe Flora ihre Abenteuer. In der ersten
Wo ist der Hexenhut?
sucht sie ihren Hut. Ständig befragt sie den Raben Max (ihr ständiger Begleiter) wo er denn geblieben sein könnte. Doch Max stellt sich dumm. Auf jeder Seite des Buches ist ein Bild in Farbe zwischen dem Text. So, dass die Kinder die Geschichte mit verfolgen können. Max schlägt Flora vor, doch ein Kopftuch zu nehmen "Vielleicht das mit dem Schneckenmuster... oder das giftgrüne mit den Regenwürmern." Doch Flora (herrlich mit ihren roten langen wuscheligen Haaren gezeichnet und einem grummeligen Gesicht) besteht auf ihren Hut, da sie ohne ihn nicht hexen kann.
Als sie schließlich nach draußen rennt, um den Hut zu suchen, entdeckt sie ihn im Ast eines Baumes. Susi Rabe brauchte ein Ersatz-Nest für ihre Jungen, da das ursprüngliche den Abend zuvor vom Unwetter zerfetzt wurde. Und Max hat da ausgeholfen und den Hexenhut ausgeliehen. Natürlich erklärt sich Flora daraufhin bereit, ein Kopftuch zu tragen.... "vielleicht das mit dem frechen Rabenmuster".
Bei der zweiten Geschichte
Die Hexenprüfung (finde ich am besten ;))
muss Flora zur Prüfung, damit sie endlich anstatt des Zauberstabs einen Hexenbesen erhält. Auf dem Weg dahin findet sie ein Paar "Schuhe mit Rädern dran". Die muss sie natürlich anprobieren. Und auch wenn es ihr Riesenspaß macht, mit den Dingern zu rollen, so merkt sie doch recht schnell, dass sie nicht weiß, wie man die Dingern stoppt und somit bremst.
Die rasante Fahrt führt sie quer durch die Stadt. Sie hext schnell einen Torbogen in ein Haus, um hindurch zu sausen; den Bus, der ihr in die Quere kommt, lässt sie mit einem Zeppelin in der Luft entlang schweben und den Wochenmarkt mit den vielen Leuten zaubert sie einfach auf das Dach des Rathauses.
Als sie stolpert und im hohen Bogen im Fluss landet und somit ihre rasante Fahrt beendet wird, fällt ihr ein, dass sie ja viel zu spät zur Hexenprüfung kommt. Doch die Oberhexe und ihre Kolleginnen haben natürlich alles beobachtet. Sie sind begeistert von Floras spontaner Hexerei und somit ist die Prüfung bestanden. Ein wildes Hexenfest wird gefeiert.
Zur dritten Geschichte:
Das Hexenbad
Das ist der absolute Favorit von Sophie. Ich glaube, nicht nur ich, sondern auch sie kann sie schon fast wortwörtlich auswendig:
Flora soll mal wieder baden. Das letzte mal ist über 20 Jahre her. Max der Rabe drängelt die Hexe. Dabei findet sie ihre
"Zehen sind schön schwarz. Die Fingernägel haben einen tollen, grünen Hexenrand. die Knie sind so grau wie sie sein sollen. Und der Schmutz in den Ohren knistert so schön, besonders beim Einschlafen."
Es nutzen keine Ausreden wie: dass Familie Goldfisch in der Badewanne wohnt, und dass sie das Rezept für den Hexenschaum nicht findet.
Das Rezept bereitet Sophie immer besonderes Vergnügen. Ein alter Zettel, vergilbt und teilweise bekritzelt ist auf der Seite des Buches abgebildet. Auf diesem stehen die Zutaten:
"1 Löffel Scheuersand
gemahlene Entengrütze
1 Glas Krötenspucke (an dieser Stelle schüttelt sich Sophie immer und lacht sich kringelig)
etwas Waldmeistersirup
und
1 Becher Pustefix"
Als Flora schließlich in der Wanne liegt, stellt sie fest, dass es herrlich ist und sie "am liebsten bis Ostern da drin bleiben möchte". Rabe Max ist total erschöpft.
Schließlich die vierte und letzte Geschichte:
Der Geburtstag
Auch Hexen haben Geburtstag. Doch haben sie es leichter? Nur weil sie Hexen sind? Zumindest glaubt Flora das. Sie versucht den Abend vor ihrem Ehrentag aus alten Hexenhüten Hexentorte zu zaubern. Es werden harte Semmeln, dann Spinat mit Spiegelei, welke Salatköpfe oder sogar Kürbisse. Aber keine Torten. Während sie völlig genervt ist, krächzt Rabe Max aus vollem Hals. Flora schreit ihn an, dass er nervt. Max brüllt zurück, dass Flora nichts von Musik versteht. Schließlich flattert er beleidigt davon.
Nun sitzt Flora da und vermisst den Raben. Sie beschließt, den nächsten Tag, ihren Geburtstag, im Bett zu verbringen. Doch am nächsten Morgen sind alle Hexen da. Mit einer Riesentorte und auch Max ist wieder da. Er sitzt im Baum und hat ein ganzes Raben-Orchester organisiert. Sie bringen Flora ein Ständchen und diese ist überglücklich. Sie entschuldigt sich bei Max, dass sie ihn als Schreihals bezeichnet hat und ist glücklich, ihren Freund wieder zu haben.
Fazit:
Ein schönes Buch! Die große Schrift lässt sich gut lesen. Es ist interessant geschrieben. Durch die vielen herrlichen Zeichnungen lebt man in den einzelnen Geschichten richtig mit. Ich habe mich gefreut, dass ich dieses Buch gekauft habe. Ich kann es uneingeschränkt weiter empfehlen. Für Kinder, die sich gerne vorlesen lassen, die gerne selber lesen und für Erwachsene, die ihren Kindern gerne etwas vorlesen.
Noch die Daten:
Kleine Hexengeschichten von
Dagmar Geisler
48 Seiten
ISBN 3-7607-3797-8
Ich weiß nicht mehr, was es gekostet hat. Ich meine, es lag so zwischen 10,- und 14,- DM, also so 5 bis 7 Euro. Lohnt sich aber!!!!! weiterlesen schließen -
Die feuerrote Friederike
28.11.2002, 18:58 Uhr von
Schlumpfinchen
Ich bin meistens ein sehr gut gelaunter und fröhlicher Mensch, der grundsätzlich sagt was er denk...Pro:
unterhaltsam, spannend, fantasiereich
Kontra:
keine
Empfehlung:
Nein
Als Kind war ich ein richtiger Lesmuffel, auch in der Schule bereitete mir das Lesen erhebliche Schwierigkeiten wodurch ich die 1. Klasse beinahe hätte wiederholen müssen. Dieses Zustand konnte man jedoch nicht lassen und so bekam ich damals von meiner Urgroßmutter mein erstes Kinderbuch geschenkt. Über das Geschenk war ich Anfangs nicht gerade begeistert, schließlich wurde mir damit ja wieder mal deutlich gemacht das ich dringend mehr lesen muss um mich zu verbessern.
Es ist schon seltsam an wie viele Kleinigkeiten man sich aus seiner Kindheit noch erinnert, wo andere Begebenheiten doch total in Vergessenheit geraten sind. Doch ich kann mich noch sehr gut an den Tag erinnern, an dem ich das Buch "Die feuerrote Friederike" von Christine Nöstlinger zum ersten mal in den Händen hielt. Einerseits verärgert über die Wahl des Geschenks und andererseits neugierig durch die Zeichnung von einem Mädchen mit feuerroten Haaren, das auf dem Buchcover abgebildet war. Da ich schon als kleines Mädchen mit einem gehörigem Dickkopf ausgestattet war, wurde das Buch aus Trotz erst mal zur Seite gestellt und nicht weiter beachtet. Ich weiss nicht mehr genau wie viel Zeit verstrich bis ich es doch wieder hervorzog und zu lesen begann, doch war ich von der Geschichte total begeistert. Und so wurde aus dem Lesemuffel eine Leseratte. Auch heute kann ich mich noch gut an den Inhalt erinnern, obwohl ich es sicherheitshalber doch noch einmal gelesen habe, denn manchmal spielen einem auch die Erinnerungen Streiche - wenn auch nicht in diesem Fall.
DIE FEUERROTE FRIEDERIKE
Die Geschichte beginnt mit der Beschreibung des kleinen Mädchens Friederike und ihren außergewöhnlichen roten Haaren, ebenso ihrer Familie. Friederike wächst nicht bei ihren Eltern auf sondern bei ihrer sehr dicken Tante die liebevoll Annetante genannt wird. Als Haustier haben die beiden eine alte Katze mit dem Namen Kater die sprechen kann, dies jedoch nur sehr selten tut.
Für die Annetante und den Kater ist Frederike ein ganz normales kleines Mädchen, doch von ihren Mitschülern und Nachbarn wird sie wegen ihrer Haare das mehrere Rottöne enthält, nur gehänselt und schikaniert. Sobald das kleine Mädchen auf der Straße zu sehen ist, ist sie von einer Schar Kinder umgeben die rufen: "Da kommt die feuerrote Friederike! Feuer, Feuer! Auf ihrem Kopf brennt`s! Achtung die rote kommt!" Manche Kinder zupfen sogar an ihren Haaren, was ihnen besonders viel Freude bereitet.
Friederike hat keine Freunde was ihr großen Kummer bereitet. Eines Tages fragt sie ihre Tante ob sie als Kind denn auch so beschimpft worden sei, schließlich hatte die Annetante doch früher auch mal das gleiche rote Haar. Da erzählte ihr die Tante das sich das bei ihr keiner gewagt hatte, da die roten Haare ganz besondere Haare sind. Wenn sie einen kleinen Spruch flüsterte fangen die Haare zu glühen an, und somit verbrannten sich die Leute wenn sie an ihren Haaren zogen.
Lange Zeit will Friedericke trotz dem Gespotte ihre Haare nicht zum glühen bringen, doch als ihr die Nachbarskinder eines Tages besonders zusetzen murmelte sie den Zauberspruch. Ihre Haare beginnen zu knistern und glühen, die Nachbarskinder erschrecken so sehr das sie sofort die Flucht ergreifen. Nun hatte Friedericke kurze Zeit ihre Ruhe, doch die anderen Kinder wollten sich das natürlich nicht gefallen lassen, schließlich waren sie nun der Auffassung Friederike sei gefährlich und sie müssten sich schützen. So bewaffneten sie sich mit Steinen und Steinschleuder. Nun kam Friederike mit vielen blauen Flecken nach Hause, was die Annetante und Kater wieder beunruhigte. Der Briefträger der als einziger Friederikes Freund ist, begleitete das Mädchen nun täglich zur Schule und wieder zurück um das Mädchen zu schützen.
Als die Ferien begannen blieb das kleine Mädchen zu Hause bei der Annetante und las alles was ihr unter die Augen kam. Sie hätte auch nur zu gerne in dem roten Buch ihrer Tante gelesen, doch dies war leider in einer fremden Sprache geschrieben und selbst die Tante versuchte verzweifelt das Geschriebene zu übersetzen. Jedoch fand Friederike einen Brief am Ende des Buches der an sie gerichtet war. Der Brief stammte von ihrem Vater in dem er ihr schrieb das er leider weg musste und sie nicht mitnehmen konnte da sie einfach noch zu klein gewesen wäre. Ebenso schrieb er das wenn sie nicht glücklich sei, solle sie sich die Annetante und den Kater nehmen und zu ihm kommen, in dem roten Buch steht wie sie zu ihm gelangen könnte.
Leider hat die Tante aber die Sprache verlernt und kann dem kleinen Mädchen somit nicht sagen wie sie zu ihren Eltern kommen kann. Doch sie verrät Friedericke soviel - nämlich das sie durch ihr rotes Haar fliegen könne....
AUTORIN
Christine Nöstlinger wurde am 13. Oktober 1936 in Wien geboren. Sie machte ihr Abitur und wollte eigentlich Malerin werden, studierte jedoch dann Gebrauchsgrafik und übte dies dann auch einige Jahre beruflich aus. Zu einem späteren Zeitpunkt heiratete sie den Journalisten Ernst Nöstlinger und bekam zwei Kinder. Zu Schreiben begann Christine Nöstlinger aus Langeweile heraus, da sie durch ihre Kinder ans Haus gebunden war. 1970 erschien ihr erstes Kinderbuch ?Die feuerrote Friederike? Es sollte nicht bei einem Buch bleiben, Christine Nöstlinger schrieb noch zahlreiche Kinderbücher, die sie teilweise selbst mit kleinen Zeichnungen ausschmückte.
MEINE MEINUNG
Das Kinderbuch wurde von Christine Nöstlinger sehr liebevoll und für Kinder spannend und ereignisreich geschrieben. Jedoch wirkt die Geschichte dadurch keinesfalls überfüllt von plötzlich auftretenden Ereignissen. Die Sätze sind kurz und verständlich geschrieben, so dass ein Kind sich leicht einprägen kann was es denn soeben gelesen hat. Auf jeder Seite sind kleine comicähnliche Zeichnungen abgebildet, die das Gelesene noch unterstreichen und es einem genau vor Augen führen.
Wenn ich mir das Buch heute als Erwachsene betrachte, kann ich wieder mal feststellen das Kinder Dinge ganz anders sehen. Als Kind haben mir die Zeichnungen im Buch sehr gut gefallen, heute bin ich eher der Meinung das es ein liebloses Gekrakel ist. Deswegen hab ich auch meine Töchter danach gefragt, auch sie sind der Meinung das die abgebildeten Bilder nett aussehen, so als wären sie von Kinderhand gezeichnet.
Das dies mein erstes Buch war das ich gelesen hatte, habe ich ja bereits zu Anfang schon erwähnt. Doch warum war ich von dieser Geschichte so angetan? Als ich noch klein war, war ich sehr verschlossen. Mit anderen Kindern zurechtzukommen bereitete mir starke Probleme und manchmal auch ziemlich häufig Kummer. Das Buch änderte da nichts daran, auch wenn einige jetzt sicher dachten das dies jetzt käme. Aber ich glaube mir wurde damals zum ersten mal vor Augen geführt das jeder Mensch für sich etwas besonderes ist, das jeder Mensch nicht in allem gut sein kann. Jedoch auch jeder bestimmte Fähigkeiten und Talente hat.
Kein Buch hatte meine Fantasie damals mehr angeregt. Ich kann mich noch daran erinnern wie ich davon geträumt hatte ebenso fliegen zu können. Oder das sonst irgendetwas ungewöhnliches in meinem Leben passiert. Damals hatte ich mich sogar geweigert zum Friseur zu gehen, schließlich braucht man ja auch langes Haar um fliegen zu können. Meiner Oma war das recht, als ich allerdings meinte ich müsste sie mir auch rot färben lassen, streikte sie. Na ja, das konnte ja noch warten, schließlich würde ich eines Tages groß sein und somit dann mit meinen Haaren tun was ich wollte. Jetzt bin ich Erwachsen und meine Haare sind lang und rot, allerdings aus anderen Gründen *g
Ich finde diese Geschichte auch heute noch nett, und besonders gut geeignet für Kinder. Sie ist sehr fantasiereich geschrieben und mit einem Stückchen Wahrheit ausgestattet. Ein Buch das Kinder begeistert und auch ebenso Hoffnung und Mut macht. Auch Kinder haben Sorgen und Probleme mit denen sie tagtäglich umgehen müssen, und dies zu schildern gelingt Christine Nöstlinger ausgezeichnet. Besonders empfehlen kann ich es für Kinder mit Kontaktschwierigkeiten oder die anderweitig in Schulen und Kindergärten gehänselt werden.
Das Buch hat 84 Seiten und ist bei www.amazon.de für 5.50 Euro erhältlich. Gebraucht sogar schon ab 2.20 Euro weiterlesen schließen -
Geschichten ab 3 - sehr spannende Geschichte über Katzenkinder, die "ganz normale" Er
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Dieses Buch von Hanne Schüler ist ganz große Klasse!! Weißnäschen und Schwarzpfötchen, zwei Katzenkinder erleben die ganz normalen Dinge des Alltags. Dieses Buch ist spannendes Vorlesebuch und Lehrbuch in einem. Wenn z.B. Weißnäschen unbedingt ein Eis im Wald haben möchte und ihre Mutter, Schuschu, ihr erklärt, warum das nicht geht, wir das Verständnis der Kinder gefördert und sie begreifen, dass die meisten Dinge, die sie selbst erleben nichts außergewöhnliches sind. Meine Mutter hat mir das Buch früher selber vorgelesen und ich habe es geliebt. Es gibt noch einige fortsetzungen, in denen Weißnäschen und ihre Freunde in den Kindergarten, in die Schule kommen, eine Klassenreise veranstalten, im Garten zelten und vieles mehr!
FAZIT:
Ein lehrreiches Buch für Eltern und Kinder, das viel Spaß macht und eine Menge Raum für eigene Ideen und Gespräche läßt! Einfach empfehlenswert für alle, die sich gerne Zeit für ihre Kinder nehmen und denen die Erziehung wicgtig ist! Viel spaß beim Lesen! weiterlesen schließen -
Plötzlich ist alles anders
Pro:
jugendlicher Schreibstil
Kontra:
wirklich nur was für die Zielgruppe
Empfehlung:
Nein
Titel
"Plötzlich ist alles anders" / Blobel, Brigitte
Vorwort
Im zarten Alter von max. 10 oder 11 Jahren (Bin mir da leider nicht mehr so sicher.), erhielt ich zum Geburtstag von einem Freund das 1987 erschienene Buch "Plötzlich ist alles anders" geschenkt.
In meinem Beitrag werde ich Euch kurz etwas zur Story erzählen, die Charaktere der Hauptpersonen aus meiner Sicht darstellen, meine Meinung einbringen und Euch erzählen, inwieweit mich das Buch beeinflusst (hatte).
Kommen wir zunächst zu den Charakteren.
Da haben wir zum einen Ada. Sie ist 14 Jahre alt und fühlt sich neben Nadine wie ein hässliches Entlein. Ada ist sicherlich ein durchaus angenehmer Zeitgenosse, doch glaubt sie, das alle Welt nur an Nadine interessiert ist. Manchmal habe ich das Gefühl das Ada nur mit Nadine befreundet ist, weil Nadine scheinbar recht beliebt ist in der Schule.
Und dann wäre da also noch Nadine, ein 15jähriges Mädchen. "Dank" einer Ehrenrunde besucht sie zusammen mit ihren besten Freundin Ada die 8. Klasse. Nadine ist genau das Gegenteil von Ada. Laut dem Buch ist sie wohl hübsch und hat wohl eher ihren eigenen Kopf. Die Beschreibung wie Ada Nadine findet ist wirklich schön, doch habe ich das Gefühl, das es Ada hauptsächlich nur um das Äußere von Nadine geht.
Worum es geht erfahrt Ihr an dieser Stelle. Gleichzeitig habe ich meine eigene Meinung mit eingebaut.
Beide Mädchen sind seit ca. 2 Jahren beste Freundinnen. Wobei Adas Eltern von Nadine nicht wirklich begeistert (überzeugt) sind. Dafür sind aber Nadines Eltern der Ansicht, das sich ihre Tochter bei Ada in bester Gesellschaft befindet.
Was mir wirklich gut gefällt an diesem Buch ist die Erzählweise aus der Sicht einer 3. Person- und dennoch erfährt man oft, wie Ada sich gerade fühlt oder was Nadine gerade denkt.
Was mich ein wenig stört ist, das beide Mädchen öfters etwas "unheimlich" finden, sei es "unheimlich toll" oder "unheimlich wichtig". Sicherlich, jeder Mensch hat so seine (Lieblings)Wörter und/oder (Lieblings)Redewendungen die er gerne und oft benutzt- aber noch nie vorher und noch nie danach ist mir das so extrem aufgefallen wie bei "Plötzlich ist alles anders".
Nadine und Ada sind also seit wenigen Jahren sehr gut befreundet. Sie haben keine Geheimnisse voreinander und sie lügen auch schon mal um den anderen aus der Patsche zu helfen. Eben eine Mädchenfreundschaft um die ich die beiden früher beneidet habe. Als Ada jedoch krank wird, lernt Nadine einen Jungen kennen- und von da an wird alles anders. Wird die Freundschaft der "eineiigen Zwillinge" (So werden die beiden in der Schule genannt.) Nadines Liebe zu Michi überstehen?
Die Freundschaft wird immerhin auf eine harte Probe gestellt, als Nadine sich in Michi verliebt. Nadine erzählt Ada nichts- aus Angst, diese zu verletzen. Doch manchmal ist es besser, wenn man nicht schweigt...
Diese "Zerreißprobe" wird in meinen Augen recht gut dargestellt. Ich habe mit beiden Mädchen mitgefühlt- und auch versucht, das Verhalten beider zu verstehen. Gelungen ist mir letzteres jedoch nicht immer.
Eine Frage die mir nach lesen dieses Buches besonders in den Sinn kam: Wieviel ist eine Freundschaft heutzutage noch wert?
An dem Verlauf der Freundschaft (Das was wir in diesem Buch miterleben dürfen.) sind übrigens beide Mädchen Schuld:
Nadine,
weil sie Ada anfangs verschweigt das sie einen Jungen kennen gelernt hat und sogar vor Ada Lügen erfindet, um die Zeit mit Michi statt mit ihrer Freundin zu verbringen.
Und Ada,
weil diese keine Person an Nadines Seite duldet- außer sich selbst, versteht sich. Ada ist nicht nur stark eifersüchtig, sondern auch extrem nachtragend. Denn seit sie von Nadine und MIchi weiß, kann sie ihrer Freundin so gut wie nichts mehr verzeihen. Übrigens, für Ada gibt es klar nur eines: Freundschaft ODER Liebe. Beides gleichzeitig kann in ihren Augen niemals gut gehen.
"Plötzlich ist alles anders" ist ein Buch, was ich später meinen Kindern (So denn ich welche haben werden- und diese dann im entsprechenden Alter sind) zum Lesen geben- in der Hoffnung, mit ihnen dann darüber diskutieren zu können- und das sie etwas daraus lernen.
Früher hatte ich das Buch gelesen und fand es einfach nur toll. Mittlerweile lese ich es und überlege zeitgleich was mir der Inhalt fürs Leben mitgibt, was passiert ist und ob es zu verhindern gewesen wäre. Und eine Frage stellte ich mir während des Lesens ziemlich oft: Wie würde ich reagieren?
Wie sehr hatte "Plötzlich ist alles anders" mich in meiner Kinderheit geprägt?
Eigentlich recht stark, wenn ich heute so darüber nachdenke. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, habe ich meiner damals besten Freundin von der Story erzählt (in einem Brief- wir schrieben uns oft und vor allem lange Briefe). Und dann kam (Wie es bei Kinder so ist.) auch bei uns der Gedanke auf: Ab heute sind wir "Zwillingsschwestern". Es war nicht der Begriff der uns prägte, sondern eher der Umgang miteinander. Wir waren wirklich sehr gute Freunde, teilten alle Gedanken und Geheimnisse miteinander. Sie war für mich eine sehr bedeutende Person (Wenn auch diese Art von Freundschaft nur ca. 3 Jahre hielt, danach war zwischendrin Kontaktabbruch, dann mal wieder ca. 1,5 Jahre Freundschaft- und seit dem gar nicht mehr.). Ich sah sie immer als "Schwester". Und letztendlich verbindet uns sogar das gleiche Schicksa wie in dem Buch, nur leicht verändert. Es war keine Liebe zu einem Jungen die unsere Freundschaft splittete, sondern eine Freundschaft zu einem anderen Mädchen. Plötzlich war ihr jemand anderes wichtiger.
Was man aus diesem Buch lernen kann?
1. Lügen und Schweigen bringt einen nicht weit.
2. Gibt es einen Menschen in Deinem Leben dem Du bedingungslos vertraust, dann lass die Freundschaft nicht auf Grund irgendeiner Kleinigkeit sterben. Du wirst es sicherlich bereuen.
3. Versuche auch aus für Dich weniger positiven Situationen das beste zu machen.
Sonstiges
Das Buch (Der Untertitel lautet übrigens "Geschichte einer Mädchenfreundschaft".) mit seinen 124 Seiten gehört mit Sicherheit nicht zu den dicksten. Jedoch lässt es sich recht zügig lesen- und somit ist man in 1-2 Tagen durch - je nachdem wieviel Zeit man beim Lesen investiert und wie schnell man liest.
Übrigens, ich besitze die Buchversion aus dem Jahre 1987 aus dem Schneider-Verlag. Damals unter der ISBN 3-505-09645-8 zu einem Preis von 10,80 DM im Handel zu erhalten gewesen.
Mittlerweile gibt es aus dem Schneider-Verlag eine neuere Auflage, aus dem Jahre 1999.
Gegenüber der alten Auflage hat sich laut amazon.de einiges verändert: das Cover, Seitenzahl (mittlerweile 139 Seiten), die ISBN ( 3-505-11014-0 ) und sogar der Preis (16,96 DM bzw. 8,67 €).
Übrigens, bei mediantis.de werden zu diesem Buch leicht veränderte Angaben (im Gegensatz zu amazon.de) gemacht: Cover, ISBN und Verlag sind dieselben, Angabe der Seitenzahl bei mediantis: 123 (Wobei ich der Meinung bin, das dies der Wahrheit eher näher kommt. Aber wer weiß schon, wie amazon die Seitenzahlen berechnet *g*.) und das Buch ist hier um genau einen Pfennig billiger zu bekommen, nämlich für 16,95 DM.
Übrigens...
... um den Schluß des Buches mit einem Zitat zu beschreiben: "Es ist nicht alles Gold was glänzt", denn das muß Nadine leider feststellen.
veröffentlicht
erstmalig am 05.12.01 auf ciao.de
erstmalig am 08.11.02 auf yopi.de
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-20 22:38:54 mit dem Titel Einfach nur Liebe
Titel
"Einfach nur Liebe" / Arold, Marliese
Worum geht es in diesem Buch?
(kurze Zusammenfassung von mir)
Isabell ist mit Jan zusammen- und superglücklich. Thomas ist in Sandra verliebt- und irgendwie scheint der Rest der Welt nur darauf zu warten, dass beide ein Paar werden. Doch Sandra ist sich nicht sicher. Sicherlich, sie mag ihn und sie kann viel mit ihm lachen. Doch wenn sie ihre Empfindungen zu Thomas mit dem vergleicht was Isabell für Jan empfindet, dann kann das doch nicht schon die Liebe sein.
Und erst als Sandra Meike kennen lernt, werden in ihr Gefühle hervorgerufen, die sie zum Nachdenken zwingen. Denn genau das was sie nun empfindet ist das, wo viele behaupten, es handele sich um Liebe.
Meine Sicht der Dinge / Meinung
"Einfach nur Liebe" (Untertitel: "Sandra liebt Meike") ist das bisher einzige Buch welches ich von der Autorin Marliese Arold kenne. Mit Sicherheit wird es auch dabei bleiben.
Das Buch ist vom Schreibstil her recht einfach gehalten, nichts außergewöhnliches- eben leicht verständlich für die Zielgruppe: alle ab 12 Jahren. Durch die einfache Ausdrucksweise kann es also auch schon mal vorkommen, dass jemand etwas „tierisch laut“ findet. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich solche Worte vor wenigen Jahren selber noch verwendet.
Ich finde es zumindest klasse, dass man bereits Mitte der 90er ein Buch für Kinder und Jugendliche geschrieben hat, welches sich mit (zumindest zu diesem Zeitpunkt) einem doch noch gewagten Thema (nämlich Homosexualität) beschäftigt.
Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, hatte ich mir das Buch damals über den Bertelsmann Club bestellt- weil die kurze Buchbeschreibung im Katalog für mich interessant klang.
Gelesen habe ich es schnell, doch mich nicht weiter damit beschäftigt. Jahrelang befand es sich bei meinen anderen Büchern, bis ich es also in diesem Jahr zum Lesen mal wieder hervorkramte.
Noch heute empfinde ich das Buch als nichts besonderes. Stories in dieser Art geschehen täglich auf der Welt sicher mehrere. Außerdem hat mittlerweile ein größerer Teil der Menschheit begriffen, dass Homosexualität nicht ansteckend ist. Und manch einer begreift auch, dass es niemandem weh tut, wenn sich ein Mann in einen Mann oder eine Frau in eine Frau verliebt.
Das gute an dem Buch ist, das es einen ersten kleinen Einblick für Kinder und Jugendliche zum Thema Homosexualität gibt. Doch viel lernen wird hieraus nicht jeder etwas.
Fazit
Der jugendliche Schreibstil vereinfacht das Lesen (gerade für die Zielgruppe). Die Story ist zwar so gesehen „mal“ interessant, dürfte aber öfter im wahren Leben passieren als man im Buch den Eindruck davon erhält. Und das sich jemand seiner Gefühle zu einem Menschen nicht sicher ist, plötzlich einem anderen Menschen begegnet und sich mit der Zeit eingestehen muss „Genau das ist es.“, das ist auch nichts außergewöhnliches.
Hilfreich ist es aber dennoch sicherlich für Jugendliche die Vorurteile (warum auch immer) gegenüber Homosexuellen haben. Man merkt das Sandra sich allein gelassen fühlt, anfangs weder getraut sich einzustehen, das sie für Meike etwas empfindet, noch später den Mut findet, ihren Freunden von ihrer neuen Liebe zu erzählen. Vielleicht wird manchen nach diesem Buch dann doch bewusst, das auch Gefühle zu einer Person gleichen Geschlechtes etwas "tierisch" normales ist. Und das Homosexuelle ja auch "nur" Menschen sind, sollte selbst dem letzten Zweifler hier bewusst werden.
Das Buch dient weder mit Humor noch mit Spannung, es ist auch nicht anspruchsvoll und von Romantik kann man in diesen etwas über 150 Seiten auch nichts finden. Womit es aber dienen kann ist eine Geschichte in der ein junges Mädchen zu sich selber findet.
aktueller Preis bei amazon.de: 6,90 €
veröffentlicht
erstmalig am 02.10.02 auf ciao.de
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Madison und die Freiheit der Jugend
Pro:
Alles!
Kontra:
Gibt es nicht.
Empfehlung:
Nein
Hi,
ich möchte gerne ein Buch vorstellen, dass mir sehr gut gefallen hat.
Handlung:
Ein Junge namens Tim geht mit der Cheryl.
Beide gehen in einer Klasse und sind 18 Jahre alt.
Das Mädchen wird schwanger von ihm.
Und mitten in der Schwangerschaft trennen sie sich.
Cheryl will das ungeborene Baby nicht haben aber Tim möchte das Kind Haben.
Sie hat das Kind schon einem Elternpaar versprochen. Also kommt es zu einem Gerichtsstreit. wo dann raus kommt das die Eltern Cheryl das baby so zusagen abgekauft haben. Tim gewint den Prozes.
Er und sein vater kommen gar nicht miteinander klar und seine mutter ist Gestorben als er noch 6 war. Natürlich ist der vater voll und ganz dagegen. Zu allem überfluss muss Tim nach New York ziehen. Als das Baby da war bestand der Vater von tim aufeinmal das ert ihn mitnehmen soll. Denn er sei ja schließlich der Großvater.
er liebte sein Enkelkind auf anhieb. Tim ist nach ner Zeit nach New York geflogen. Er hat die erste Zeit in einem Hotel gewohnt. Er fand bald eine Tagesmutter die er vertrauen konnte.
Die zeit wo der kleine Madison (Baby) bei der Tagesmutter war, hat er sich auf die suche nach einer wohnung gemacht. Doch er hatte nur eine wohnung gefunden wo drei Mädchen wohnten. Und er musste sich noch vorstllen. Zwei der Mädchen waren ganz in ordnung doch die dritte Vivian hat nur an ihm rumgemeckert. Doch zum schluss haben sich die drei entschlossen das er da wohnen darf.
Der Vater von Tim kam ihn auch mal besuchen und sie haben sich nach all den jahren wieder vertragen.
Was mit Tim und seiner Großen liebe ist das wird hir nicht verraten am besten ihr lest das buch selber.
Autorin:
Die Autorin ist Norma Klein.
Sie hat noch die Bücher >>Leda und die Anfänge der Liebe>Trennung>Fallen lernen>Man(n) hat`s nicht leicht>Familienbande>Im Schneckenhaus weiterlesen schließen -
AAAAAAAAAAndorra
28.08.2002, 01:05 Uhr von
positivesElektron
Hi, bin auch unter gleichem Namen bei ciao. Wer sich bei ciao anmelden will: http://www.ciao.com...Pro:
lesen
Kontra:
lesen
Empfehlung:
Nein
Hallo liebe Ciaoianer!!!
Wir nehmen gerade im Deutschunterricht dieses Buch durch: ANDORRA von Max Frisch
Wenn man es zum ersten Mal liest, oder es auch nur anfängt, erscheint es einem - ich schliess mich da gerne mit ein - sehr langeweilig und unsinnig. Doch wenn man dann - spätestens durch den Deutschlehrer *@klaus* - insperiert wird etwas genauer nachzu lesen, wird man erstaunt sein, was sich alles hinter der recht harten Fassade zum Vorschein bringen lässt.
Zum Autor:
Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 von Karolina Bettina Frisch (geb. Wildermuth) in Zürich geboren. Sein Vater Franz Bruno Frisch war Architekt und vestarb im Jahre 1932. Frisch schrieb unter anderem bekannte Stücke wie: Nun singen sie wieder, Bin, Die Reise nach Peking oder auch Die Chinesische Mauer.
Zu den Handlungspersonen:
Vorkommen tun in diesem Drama 16 Personen, wobei nicht alle interessant sind: Hauptrollen haben:
- Andri: Sohn vom Lehrer (was er aber nicht weiß)
- Barblin: offiziell Halbschwester von Andri, doch das weiß keiner, außer der
- Lehrer: Er bringt durch eine unnötige Lüge das Leben seines Sohnes in Gefahr
- Soldat: Er symbolisiert das Böse in dem Stück
Nebenrollen, aber trotzdem noch wichtig sind:
- Pater: Er scheint aussen ran zu stehen, aber der Eindruck täuscht.
- Wirt: auch bei ihm scheint es so, wie beim Pater, doch er macht den entscheidenen Fehler
- Andoranisches Volk: sie stehen nur rum und nicken zu allem was die anderen toll finden, genau so wie der
- Idiot: Scheint keine Rolle zu spielen, aber warum baut Frisch ihn ein???
Inhalt:
Alles fängt mit einer Vorgeschichte an, die nicht geschildert wird, aber die man im Laufe des Lesens heraus findet, und welche auch dringend notwendig ist, um das Buch zu verstehen. Wer sich das Lesen etwas erleichtern will: Also, der Lehrer (gleichzeitig Andris Vater) lügt um eine Katastrophe zu verhindern, das er ein Judenkind vor den Schwarzen (Nachbarstaat) gerettet hat, obwohl er dieses Kind unehelich mit einer von drüben (ebenfalls Nachbarstaat) gezeugt hatte. Alle loben ihn, für diese Glanztat, denn wer ein Kind rettet, hat die Herzen verdient. Doch im Laufe der Jahre ändern sich die Meinungen in Andorra, plötzlich hacken alle auf dem „Juden“ rum, sehen in ihm regelrecht den Teufel, der nur ans Geld denkt. Andri, der davon nichts mitkriegen will, hat den großen Wunsch Tischler zu werden, doch als der Lehrer die hohen „Gebühren“ bezahlt, muss er in den Verkauf, und kann seine Tischlerausbildung vergessen. Alles sumiert sich, und nachher glaubt Andri selber nicht mehr, dass er nicht anders ist, als die Juden, obwohl der Vater ihm erzählt, das er kein Jud (so heist es immer) ist.
Es entwickelt sich ein Teufelskreis. Alles was Andri tut oder lässt wird gegen ihn ausgelegt, zu allem Überfluss wird Barblin dann von dem Soldaten, der Andorra verkörpert, vergewaltigt. Nun ist die Lage aussichtslos. Andri wird solange irgendwelcher Schandtaten – u.a. soll er seine eigene Mutter ermordet haben – beschuldigt, bis er völlig vberzweifelt, und hingerichtet wird, trauriges Ende.
Meine Eindrücke:
Alles wendet sich gegen Andri, alle, wirklich alle, selbst sein Vater, der sich am Ende sogar selbst erhängt.
Fazit:
Das Buch Andorra von Max Frisch, ist wirklich allen zu empfehlen, die Dramen lieben, wo man grübeln muss um den Sinn zu verstehen.
Gruss
hendrik weiterlesen schließen -
Krabat - einfach geil!!
Pro:
Geiles Buch, geile Story, gut gemacht, relistisch, nicht langweilig, einfach GEIL!!!
Kontra:
Absolut gar nix!
Empfehlung:
Nein
KRABAT
Autor:
--------
Der Autor dieses Buches heißt Otfried Preußler. Viele kennen ihr. Für
die, die ihn nicht kennen: Otfried Preußler ist der Autor vieler
Jugend- und Kinderbücher. Wie zum Beispiel "Hörbe mit dem großen Hut"
oder "Das kleine Gespenst". Außerdem ist er offizieller Träger des
Jugendliteraturpreises.
Biographie:
Otfried Preußler stammt aus dem Isergebirge(Sudeten).
Vater und Mutter wirkten im pädagogischen Bereich mit.
1944 geriet er als Soldat in russische Kriegefangenschaft, aus der er
5 Jahre später freigelassen wurde.
Otfried Preußler war nach seinem Studium im Jahre 1953 als Lehrer tätig.
1970 widmete er sich nun der Schriftstellerei.
Reisen führten Otfried Preußler in die CSSR,UDSSR, nach Polen und Italien.
Otfried Preußler hat drei Töchter und ist verheiratet.
Er ist auch in anderen Ländern sehr erfolgreich und wurde mehrmals
ausgezeichnet. Im Jahre 1972 war Otfried Preußler auf der Ehrenliste
des Internationalen HANS-CHRISTIAN-ANDERSEN-PREISES,1973 den Europäischen
Jugendbuchpreis, 1957 und 1961 je einen Sonderpreis im Rahmen des
Deutschen Jugendbuchpreises sowie 1979 den Sudetendeutschen Kulturpreis.
1971 schrieb Otfried Preußler das Buch"KRABAT". Zehn Jahre dauerte der
Entstehungsprozess ,bis Otfried Preußler aus dem sorbischen Sagenkreis
um Meister Krabat das Jugendbuch Krabat erarbeitet hatte.
Für die Hörspielfassungen des" Räuber Hotzenplotz" und der "Kleinen Hexe"
erhielt der Autor 1973 bzw. 1975 eine goldene Schallplatte.
Mit Hörspielen für Kinder und dem Buch "Der kleine Wassermann"(1956)
begann Otfried Preußler zu schreiben.Otfried Preußler hat auch zu
Bilderbüchern den Text verfasst. "Die dumme Augustine" wurde illustriert
von H.Lentz und es wurden acht Auflagen (76 000 Exemplare) verkauft.
Verlag:
-------
Der Verlag, für den Otfried Preußler seine Bücher schreib heißt
Thienemann. Allerdings schreiben für Thielemann auch andere Autoren wie
Michael Ende (starb 1995) mit "Der satanarcheolügenialkohöllische
Wurschpunsch" oder Henning Pawel mit "Das Geheimnis der Satanseiche".
Kommentare:
-----------
Hessischer Rundfunk:
"Otfried Preußler ist der Autor dieses Außergewöhnlichen Buches, man
braucht ihr nicht vorzustellen. Sein großer Erfolg spricht für ihn - er
hat ihn verdient, weil er so viel kann. Und mehr noch: Er schafft es,
sein Können zu steigern."Krabat" ist wohl sein bisher bestes Buch: so
spannend,dass Kinder es verschlingen und mehr als einmal lesen werden,
und literarisch von solchen Rang, dass auch Erwachsene es mit Gewinn
lesen können. Alles ist hinreißend erzählt: ein meisterhaftes Buch."
Abendzeitung München:
"Otfried Preußlers Meisterstück ist der packende Roman "Krabat". Ein
Buch, das als Lied von der Freiheit, die manchen Menschen kostbarer ist
als Macht und Reichtum, sehr nachdenklich stimmt."
Jugendzeitschriften-Warte:
"Wie Otfried Preußler den Stoff sprachlich gepackt hat, daran kann man
nur seine Freude haben.Die Jungeren wird er regelrecht in seinen Bann
schlagen."
Deutscher Jugendbuchpreis; Europäischer Jugendbuchpreis;
Polnischer Jugendbuchpreis; Holländischer Jugendbuchpreis
"Silberner Griffel"; Ehrenliste der amerikanischen Büchereien
Vier bedeutende Auszeichnungen hat "Krabat" erhalten; die Kritik
hob den Roman als Otfried Preußlers bedeutendstes Werk hervor, der
hier Motive der Volkssage zu einer Geschichte von unheimlicher Spannung
verwoben hat, die Jugendliche wie Erwachsene gleichermaßen zu fesseln
versteht. Die klare, einfache Sprache und die überlegene Komposition
dieser Geschichte vom magischen Spiel um die Freiheit eines Menschen
verleihen ihr Eindringlichkeit und hohen literarischen Rang.
Die wichtigsten Charakrere
---------------------------------
Krabat
Krabat ist arm und, wie es aussieht, obdachlos. Er ist am Anfang
des Romans 14 Jahre alt , gerade im Stimmbruch und zieht gegen das Gesetz
als Dreikönig durch die Städte (s.11+12). Er will mutig sein, hört nicht
auf seine Angst und tritt so manchmal ganz schön ins Fettnäpfchen. Dies
jedoch auch, weil er sehr neu- und wissbegierig ist. Er riskiert viel und
zieht deshalb oft den Zorn des Meisters auf sich (z.B. S. 135 -138), der
am Schluss jedoch so überzeugt von Krabat ist, dass er ihm seine Stelle
überlassen will. Fast alle anderen Müllerburschen (bis auf Lyschko)
fassen schnell Vertrauen zu ihm und finden ihn sympatisch.
Der Weg zur Mühle
Krabat war im Alter von 14 Jahren. Er zog mit noch zwei Betteljungen
als Dreikönige um die Stadt. Als sie eines Abends mal wieder auf einem
Heuboden übernachteten, hatte Krabat zum ersten Mal den seltsamen
Traum: 11 Raben saßen auf einer Stange. Neben dem elften Raben war noch
ein Platz frei. Eine heisere Stimme sagte: "Krabat, komm' in die Mühle
nach Schwarzkollm!" Diesen Traum hatte er immer wieder. Im Morgengrauen
eines schönen Tages folgte er dann der Stimme und ging nach Schwarzkollm.
Er erreichte Schwarzkollm gegen Abend. Es war ein ganz normales
Heidendorf. Krabat fragte nach der Mühle. Ein alter Mann wusste, wo sie
war, stand Krabat jedoch misstrauisch gegenüber.
Krabat dankte für die Auskunft und folgte der Beschreibung durch den Wald.
Doch je mehr er sich der Mühle näherte, desto kälter und dunkler wurde es.
Plötzlich gab es ein helles Licht und die Mühle lag wie ein Raubtier,
das auf Beute lauert, direkt vor ihm.
Juro
Juro ist ein stämmiger Bursche mit kurzen Beinen und einem flachen,
von Sommersprossen gesprenkelten Mondgesicht (Seite 24 mitte).
Er macht die ungeliebte Arbeit (Haushalt), um am Leben zu bleiben. In
der Mühle stellt er sich für dumm, damit ihm der Meister nicht auf
die Schliche kommt, denn Juro weiß mehr als der Meister, weil er oft
in der Schwarzen Kammer putzen muss. Wenn er dort putzt, liest er im
Koraktor (ein geheimes Zauberbuch, das viele gefährliche Zaubersprüche
enthält die den Meister besiegen könnten). Wenn der Meister erfährt, dass
Juro im Koraktor gelesen hat, muss Juro sterben. Juro rettet Krabats
Leben des öfteren (Seite 121) z.B. : als er das Taschenmesser
( von Tonda ) öffnete und sah, dass die Klinge schwarz ist.
Juro kann viel mehr als er zugibt. Er weiß ein paar Geheimnisse vom
Meister, die er sammelt um ihn besiegen zu können. Juro hat eine magische
Salbe die Schnittwunden, Entzündungen... wie aus Geisterhand
verschwinden lässt, doch er sagt, die Salbe sei von seiner
Großmutter (Seite139f), damit Krabat nicht merkt, dass er gut zaubern
kann. Er kennt auch den Drudenfuß (ein sternförmiges, in einem Zug
gezeichnetes mystisches Zeichen), die er benutzt, wenn er mit Krabat über
Dinge reden will, die der Meister nicht wissen soll, z.B. : dass Juro
heimlich im Koraktor liest. Wenn Juro den Drudenfuß um Krabat und sich
zeichnet, denken der Meister oder Andere nicht an die Beiden. Dort redet
er mit Krabat über den Meister und wie man ihn besiegen könnte. Juro
weiß, dass er das nicht allein schaffen kann und bittet Krabat, ihm zu
helfen, denn er ist sich sicher, dass Krabat die Kraft und den Mut dazu
hat, den Meister zu besiegen. Er bringt ihm bei, wie er sich gegen den
Meister wehren kann.
Juro liest als einziger der Müllerburschen im Koraktor, weil er in der
Schwarzen Kammer putzen muss und sich dabei die besten Zaubersprüche
durchliest und einprägt.
Tonda
Was für ein Mensch ist Tonda?
Ein großer Ernst geht von seinen Augen aus. Er behandelt Leute gelassen
und freundlich (S. 18). Im Roman behandelt er Krabat sehr rücksichtsvoll.
Er hilft Krabat (z. B., S. 21) und deswegen stirbt er am Jahresende.
Juro wird von Tonda nicht verspottet (S. 25). Wenn es Krabat schlecht
geht, bemerkt es Tonda (S. 38). Den ganzen Roman über ist Tonda ein
ruhiger Mensch. Sagen tut er nicht mehr, als nötig ist. Er fühlt sich
verantwortlich für den Tod seines Mädchens. Er ist ein hilfsbereiter
Mensch. Es kommt selten vor, dass Tonda einmal fröhlich ist, denn in
seiner Vergangenheit hat sich seine Freundin selbst getötet. Tonda
übergibt Krabat sein Messer. Damit liefert er den anderen den Beweis,
dass sie Krabat vertrauen können, doch dieser weiß es nicht einmal
(S. 82-84). Krabat weiß schon, dass Tonda Gefahr droht, denn er hat
gesehen, dass sich das Messer schwarz verfärbt hat, als Tonda es
aufklappte. Tonda blieb als einziger gelassen, als alle anderen vor der
Silvesternacht aggressiv wurden. Angeblich hat sich Tonda das Genick
gebrochen, aber sein Tod wurde durch den Meister verursacht.
Was für eine Funktion hat Tonda im Roman?
Er ist der Altgesell der Mühle. Dass Krabat seinen Tod rächen will,
ist einer der Hauptgründe dafür, dass er gegen den Meister antritt. Mit
Tondas Hilfe übersteht Krabat die schwere Anfangszeit.
Michal
Michal ist im Buch ungefähr 20 Jahre alt. Er ist sehr stark und gutmütig,
genauso wie
sein Vetter Merten (vgl. S.24). Trotz ihrer Stärke hätten sie keine
Chance den Meister zu besiegen.
Denn der Meister hat das Böse auf seiner Seite. Michal hat dunkle Haare
und dunkle
Haut. Er hat immer das gleiche an: Eine Hose, ein Hemd, ein Kittel,
der Leibgurt,
das Schurztuch und eine Mütze. Michal spielt im Buch eine wichtige Rolle,
doch wichtiger ist z.B. Krabat, Juro oder Tonda. Denn Krabat ist die
Hauptperson in dem Buch.
Tonda oder Juro stehen ihm näher als Michal. Michal ist in der Beziehung
wichtig, dass er Krabats Freund ist. Er hilft ihm nach dem Tod von Tonda,
ihn zu vergessen und beantwortet Krabat viele Fragen, was er auf der
Mühle nicht versteht. Als Krabat einmal bei Michal über Tonda, der ihm im
Traum begegnet ist spricht und Krabat traurig ist,
sagt Michal zu Krabat:
,,Die Toten sind tot, sie werden nicht wieder lebendig, wenn man von
ihnen spricht. Also versuch ihn zu vergessen." (S.105)
Als Michal ermordet wird und man ihn begraben hat, im Wüsten Plan,
will keiner außer
Merten länger als nötig da bleiben. (S.165) Er schluchzt ein bisschen,
denn Michal ist ja mit ihm verwandt.
Krabat sieht Merten nach Michal trauern und Krabat erinnert sich als
Tonda Starb und Krabat dort stand. Als dann alle auf der Mühle sind, hat
man Michal schnell vergessen. Man hat sogar glauben können, dass es einen
Burschen namens Michal nie gegeben hat. Nur Merten dachte noch an ihn.
Er trauert leise vor sich hin. Weil Michal im
3. Jahr ermordet wurde kann man nicht mehr viel über ihn sagen.
Lyschko
Lyschko ist ein zaundürrer und langer Bursche mit spitzer Nase und
scheelem Blick.
Er ist ein Schnüffler und ist egoistisch, spitzt immer die Ohren,
schleicht immer und macht sich oft über viele lustig (Seite 23). Er
ist verschwätzt und hinterlistig, er schmeichelt sich bei dem Meister
ein, denn er will dem Meister gefallen und will, dass der Meister ihm
vertraut. Vielleicht macht er das auch, weil er nicht sterben will.
Lyschko will dem Meister gefallen, indem er den anderen nachspioniert
und er versucht, Geheimnisse herauszubekommen, um sie dann dem Meister
zu melden (Seite 206).
Lyschko verrät z.B.: Als Michal Witko zur Hand gegangen ist hat er das
dem Meister verpätzt und Michal bekam Schläge (S. 106/107).
Er versucht die Geheimnisse herauszufinden, indem er sich bei den anderen
einschmeichelt und sagt: ,,Ich kann dir helfen, ich habe nämlich ein paar
gute und geheime Mittel, doch ich muss natürlich erst einmal dein
Geheimnis wissen! " (Seite 206/207).
Ein Andermal, als Witko im zweiten Jahr neu dazugekommen ist, da zwingt
Lyschko Witko, seine Stiefel zu putzen. Doch Michal schimpft, er solle
seine Schuhe gefälligst selber sauber machen. Lyschko antwortete ihm
mit wenigem Eindruck: ,,Was ist schon dabei? Die Stiefel sind nass
gewesen - und Lehrjungen sind schließlich dazu da, dass sie arbeiten. "
Michal widerspricht ihm, aber Lyschko sagt nur: ,,Steck deine Nase nicht
in Dinge, die dich nichts angehen, oder bist du hier etwa der Altgesell? "
Michal antwortet ihm: ,,Nein, aber ich glaube, dass Hanzo es mir nicht
übel nimmt, wenn ich dir trotzdem sage, dass du dir in Zukunft deine
Stiefel selber putzt, Lyschko. Sonst könnte es sein, dass du Ärger
bekommst und kein Mensch sollte mir nachsagen, ich hätte dich nicht
gewarnt. " (S.106)
Doch Lyschko rächt sich! (siehe oberes Beispiel).
Außerdem wollen viele nichts mit ihm zu tun haben, weil sie dann Angst
haben, dass er sie verpetzt.
Lyschko lässt gerne andere für sich arbeiten (Seite 106).
Der Meister
Der Müller und zugleich Krabats Meister ist ein massiger, dunkel
gekleideter Mann. Er ist sehr bleich im Gesicht und ein schwarzes
Pflaster bedeckt sein linkes Auge. Er hat eine heißere Stimme und
spricht wendisch (Dialekt in Sachsen ). Schon gleich als Krabat in der
Mühle ist, kommt ihm der Meister anders und geheimnisvoll vor (er begrüßt
ihn zum Beispiel mit der linken Hand ). Als er ihn fragt, ob er sein
Lehrjunge werden will, ist Krabat sozusagen in seinen Bann gezogen und
kann nur noch mit "ja" antworten. (Seite 15-16)
Auch nachts, wenn Krabat träumt, fühlt er sich von ihm beobachtet, denn
er träumt Dinge, die nach einiger Zeit wirklich passieren, doch er wird
ständig von einäugigen Tieren beobachtet. In seinen Träumen versucht er
zwei mal wegzulaufen, doch jedesmal kommt er wieder an der Mühle an, vor
der der Meister schon auf ihn wartet. (Seite 28-31)
Krabat kann vor dem Meister nicht weglaufen, denn er besitzt sehr viel
Macht. (Seite 58) Aber doch gibt es jemanden, den er fürchtet : Der Mann
mit der Hahnenfeder - der Herr Gevatter. Denn immer, wenn er kommt und
die Müllerburschen sind nicht vollzählig, schuftet der Meister mit ihnen
um die Wette (Seite 32-38). Doch er lernte auch noch jemanden zu
fürchten: Pumphutt. Er maß sich mit ihm in einem Hahnenkampf bei dem der
Meister dann verlor. Pumphutt wird von allen Meistern gefürchtet, doch
man erkennt ihn nie gleich. Drei Tage und Nächte schloss sich der Meister
in der schwarzen Kammer ein, also musste seine Niederlage sehr kräftig
gewesen sein ( Seite 151-158). Er ist auch ein geheimer Berater des
sächsischen Kurfürsten und rät ihm, den Krieg um die polnische Krone
gegen den Schwedenkönig weiterzuführen. Um dort (nach Dresden )
hinzukommen, fliegt er sogar mit der Pferdekutsche ( Seite 110-116). Der
Meister ist sehr streng und unerbittlich. Deswegen darf er auch nichts
von der Kantorka ( das Mädchen, in das sich Krabat verliebt hat )
erfahren. Er würde sie umbringen. Er hat es schon einmal getan
( bei Tondas Freundin ) und es gibt keine Zweifel, dass er es nocheinmal
tun würde. Auch als Krabat sich in das Pferd verwandelte, das Juro
eigentlich hätte tun sollen, zeigte er überhaupt keine Gnade. Er
peitschte und schlug ihn, dass Krabat blutete, er hetzte ihn über Stock
und Stein, jagte ihn quer durch die Heiden, über Hecken und Wassergräben,
durch Dornengestrüpp und Moorast. Wenn Krabat nachließ, peitschte er ihn,
dass er meinte, es würden sich glühende Nägel in seine Haut bohren.
( Seite 62-68 )
Auch zu Juro ist er sehr gemein. Aber der Meister lernt den Burschen auch
sehr viel der schwarzen Magie aus dem Koraktor (ein in Leder
eingebundenes Buch ). Sie müssen aber nicht lernen, denn eigentlich ist
es dem Meister egal wann und wieviel sie lernen. Er hat aber auch
irgendwie vertrauen zu den Burschen und erzählt ihnen zum Beispiel, dass
er seinen besten Freund aus versehen getötet hat. Doch als der Meister
bemerkt, dass Krabat sehr viel - zu viel - lernt, droht Krabat Gefahr!
Wieder hat er auch einen Traum ( Vision ) : Er versucht seinen Sarg zu
zerhacken doch jedes mal setzt er sich wieder zusammen. Krabat weiß, dass
er bald sterben muss doch Juro hilft ihm, sich gegen den Meister zu
wiedersetzen, denn dies ist seine einzige Chance am Leben zu
bleiben - mit Hilfe der Kantorka. Sie muss jedoch den Meister bitten,
Krabat frei zulassen und eine Probe zu bestehen. Krabat und sie wagen
es ... die Probe wird bestanden weil die Kantorka ihn liebt und weil
Krabat Angst um sie hat. Der Meister sucht jemanden der sein Nachfolger
wird. Jemanden, der ihm abnimmt was er selbst nicht will (er hat sich
dem Teufel unterworfen und muss jedes Jahr ein Opfer bringen - wenn
nicht ist er selber dran ). Er will in die Politik und ein freier Mann
sein. Weil die Probe bestanden wurde, geht die Mühle in Flammen auf und
der Meister stirbt.
Kantorka
Der Name der Kantorka kommt in dem Buch "Krabat" nicht vor. Das ist gut
von Preußler überlegt, denn wenn der Meister herausfinden würde, dass
Krabat eine Freundin namens x hat, würde er sie umbringen. Deshalb
steht auch im Buch, dass Krabat in seinen Träumen der Kantorka nie in
das Gesicht sehen kann.
Über die Kantorka erfährt man folgendes:
" Krabat weiß nun, dass Kantorka helles Haar hat.
" Schmal ist sie und von hohem Wuchs und sie hat eine stolze Art,
" Die Augen sind groß und sanft,
" Sie ist ungefähr in Krabats Alter,
" Sie hat die reinste Stimme von allen Mädchen aus dem Dorf und darf
deshalb in der Osternacht vorsingen
Im Buch hat sie eine wichtige Rolle, weil sie am Schluss Krabat und die
anderen Müllerburschen rettet und zusammen mit Krabat den Meister
besiegt. Es gibt auch eine Stelle im Buch, in der man erfährt, dass es
nicht nur die eine Zauberkraft gibt, die Krabat lernt, sondern dass es
eine noch viel wichtigere gibt, und zwar den ,,Zauber der Liebe ", der
unbesiegbar ist.
Der Pumphutt
Er ist ein wendischer Mühlknappe wie Krabat und die anderen und kommt
aus der Gegend von Spohla das in der Lausitz liegt. Er ist dürr, lang
und so alt, dass niemand es bestimmen kann. Im linken Ohrläppchen hat
er einen kleinen goldenen Ring. Sein Hut ist dafür umso größer, mit
breiter Krempe und spitzem Kegel. Von seinem Hut hat er seinen Namen,
der Pumphutt, daran erkennt man ihn. Er ist ein Zauberer der größte
vielleicht, den es je in der Lausitz gegeben hat. Im Lebtag ist er ein
einfacher Müllerbursche.
Meister zu werden, hat er keine Lust gehabt. Er will ein Freier Bursche
werden und deshalb ist er auch kein Amtmann oder Ritter geworden. Er will
Sommers von Mühle zu Mühle ziehen, wie es ihm passt. Krabat, Lyschko und
die anderen wären gerne so ein großer Zauberer wie er. Im Roman kämpft
er gegen den Meister vom Koselbruch und gewinnt den Kampf. (S.125-132).
Seine Funktion im Roman
Die Geschichte von Pumphutt
Eigene Geschichten:
Das kalte Feuer
Der betrügerische Bäcker
Seine Funktion im Roman:
Er läuft von Mühle zu Mühle um nach dem rechten zu schauen, ob die
Mühlknappen genügend zu Essen und Trinken bekommen. Und ob die Meister
gerecht mit ihnen umgehen. Wenn dass nicht der Fall ist sorgt er dafür
indem er den Müllern die Mühle zum Stillstand bringt und ihnen eine
Liste gibt auf der steht was die Mühlknappen von nun an zu Essen
bekommen. Oder er fordert sie zum Kampf hinaus. Pumphutt ist ein freier
Bursche und zieht von Mühle zu Mühle. Er wünscht sich kein Leben bei
Hofe, den er liebt das Leben unter Müllerburschen. Er hat keine Lust,
etwas Höheres zu werden und sorgt für die Einhaltung zünftischer Regeln.
Er ist beliebt bei den Burschen weil er den Armen und Bedürftigen hilft.
Der Meister dagegen ist ein Untergebener des Gevatter und muß in der
Mühle bleiben. Er hat Spaß an der Ausübung seiner Macht und genießt
seinen Einfluß bei Hofe. Er ist gefürchtet bei jedermann, denn er straft
jeden Ungehorsamen unbarmherzig. Er scheut die Öffentlichkeit und sorgt
für absoluten Gehorsam.
Die Geschichte vom Pumphutt
In der Zwischengeschichte geht es um die Geschichte vom Pumphutt, die
von Andrusch erzählt wird. Krabat denkt während der Arbeit andauernd an
die Kantorka. Er hat Angst dass der Meister von ihr erfährt. Als sie mit
der Arbeit fertig sind, fordern sie Andrusch auf, die Geschichte vom
Pumphutt zu erzählen. Sie setzen sich um den Tisch und Andrusch fängt
an. Er erzählt, dass Pumphutt ein mächtiger Zauberer, mächtiger als der
Meister ist. Er ist dünn und man erkennt ihn erst, wenn er sein Werk
vollbracht hat. Eines Tages ist er an einer Mühle vorbeigekommen, deren
Meister sehr geizig war. Seine Müllerburschen mussten sehr hart arbeiten
und bekamen dafür kaum etwas zu essen. Als Pumphutt sich dort als
Müllerbursche meldet, merkt der Meister nicht, dass er es ist. Pumphutt
hilft den anderen Müllerburschen, indem er den Meister erpresst, indem er
die Mühle zum stehen bringt. er fordert, dass die Müllerburschen ihr
Leben lang genug zu essen haben, sonst wird die Mühle für immer still
stehen.
Weitere Geschichten von Pumphutt:
Das kalte Feuer
Es war einmal ein großer und kräftiger Bäcker, der der einzige Bäcker
von ganz Sollschwitz. Er war ein reicher, aber gieriger Mensch. Er
verkaufte das Brot und die Wecken für den dopelten Preis, obwohl die
Wecken zur Hälfte ausgehöhlt waren. Er verdiente sehr gut, aber nur, weil
der nächste Bäcker einen Tag zu Fuß im Norden lag. Eines Tages kam ein
Mann mit einem riesigen Hut und einem kleinem Ohrring aus reinem Gold,
der in der Sonne aufblinkte, Pumphutt in die Stadt Sollschwitz und er
ging zum Bäcker um Brot zu kaufen. Er sah es und mahnte ihn: "Morgen
sind die Brote voll, wenn nicht, wirst du bestraft." Der Bäcker
lachte: "Du willst mich bestrafen, du?" Pumphutt ging aus der Bäckerei
und verschwand. Der Bäcker ein schlechtes Gefühl an diesem Tag, und
manchmal hörte er Stimmen, die ihm immerwieder sagten: "Du wirst
bestraft." Doch ermachte sich nichts draus. Am Abend ging er im Dunkeln
nach Hause. Unterwegs begegneten ihm Leute, die einen todschwarzen Mantel
mit einer Kaputze, die einen Schatten auf ihr Gesicht warfen umhatten,
und er hörte sie flüstern: "Du wist bestraft." Er versuchte sich
einzureden dass das nur Einbildungen waren, die durch seine lange Arbeit
zustande kamen. Langsam bekam er Angst bis er es nicht mehr aushielt und
er bis zu seinem Haus gelaufen ist. Als die Stimmen aufhörten war er
beruhigt. Er ging schlafen und Träumte:
An einem schönem Morgen ging er zur Bäckerei um seinen Teig zu backen.
Zwei Stunden später öffnete er sie und wartete auf Kunden, und da kamen
auch schon die ersten, doch sie hatten diese Mäntel um. Sie hatten
kohlenschwarze Gesichter und gingen auf ihn zu, er fragte öfters, was sie
wollen, doch sie trieben ihn in die Ecke und sagten: "Du wirst bestraft."
Schweißgebadet wachte er auf und ging in die Bäckerei um das Brot zu
fertigen. Der ganze Tag hin verlief gut er hatte viele Kunden und er
hörte die Stimmen auch nicht mehr. Doch am Abend kam Pumphutt. Der Bäcker
fragte was er wolle. Pumphutt aber sagte nichts, er hob die Hände,
gleich darauf fingen zwei Brote an zu scheben. Erspreitzte seine Finger
da rissen die Brote entzwei. Die eine Hälfte der Brote war ausgehöhlt,
da sagte Pumphutt wieder: "Du wirst bestraft." Er schnipste in den
Fingern und ging weg. Dem Bäcker wurde es für den Bruchteil einer Sekunde
eiskalt. Am nächsten Tag machte er ein Feuer im Backofen, doch es war
durchsichtig blau. Er legte den Teig in den Ofen. Nach einer Zeit sah er
nach dem Brot, doch es war hart und kalt, einfach eingefroren. Er hielt
seine Hände über das Feuer. Es wurde ihm sofort kalt. Den Rest seines
Lebens spürte er keine Wärme mehr und so führte er ein eiskaltes Leben.
Der Mann mit der Hahnenfeder
Der Mann mit der Hahnenfeder kommt jede Neumondnacht mit schwerbeladenem
Fuhrwerk an die Mühle. Das Fuhrwerk hat eine schwarze Plane.
An diesem hat er sechs schwarze Rösser gespannt. Er trägt einen
hochgeschlagenen Mantelkragen und ein in die Stirn gezogenen Hut. An
seinem Hut hat er eine hellrote Hahnenfeder.
Das ist sein einziges Kennzeichen. Man erfährt im Roman nicht, wie er
heißt oder wo er herkommt. Er wird im Buch als böse dargesellt. Der Mann
mit der Hahnenfeder muss sehr viel Macht haben, denn er regiert über den
Müller.
Er kommt jede Neumondnacht mit einem beladenem Fuhrwerk. Die Mühlknappen
müssen dann die Säcke vom Fuhrwerk in den Toten Gang schleppen um sie zu
mahlen. Die gemahlenen Säcke müssen sie dann wieder auf sein Fuhrwerk
laden. Vielleicht ist es der Teufel.
Bestellnummer:
---------
Krabat/Otfried Preußler.-Stuttgart; Wien; Bern: Thienemann
ISBN3-522-13350-1
Eigene Meinung:
---------------
Das Buch ist nicht sonderlich schwer geschrieben. eigentlich müsste es
jeder über 10 Jahren verstehen. Ich würde es allerdings keinem Kind unter
acht Jahren vorsetzen weil es in diesem Buch doch manchmal ziemlich
hart zugeht.
Viel Spaß beim lesen
Euer Basti
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-20 18:22:58 mit dem Titel Krabat - ein geiles Buch
KRABAT
Autor:
--------
Der Autor dieses Buches heißt Otfried Preußler. Viele kennen ihr. Für
die, die ihn nicht kennen: Otfried Preußler ist der Autor vieler
Jugend- und Kinderbücher. Wie zum Beispiel "Hörbe mit dem großen Hut"
oder "Das kleine Gespenst". Außerdem ist er offizieller Träger des
Jugendliteraturpreises.
Biographie:
Otfried Preußler stammt aus dem Isergebirge(Sudeten).
Vater und Mutter wirkten im pädagogischen Bereich mit.
1944 geriet er als Soldat in russische Kriegefangenschaft, aus der er
5 Jahre später freigelassen wurde.
Otfried Preußler war nach seinem Studium im Jahre 1953 als Lehrer tätig.
1970 widmete er sich nun der Schriftstellerei.
Reisen führten Otfried Preußler in die CSSR,UDSSR, nach Polen und Italien.
Otfried Preußler hat drei Töchter und ist verheiratet.
Er ist auch in anderen Ländern sehr erfolgreich und wurde mehrmals
ausgezeichnet. Im Jahre 1972 war Otfried Preußler auf der Ehrenliste
des Internationalen HANS-CHRISTIAN-ANDERSEN-PREISES,1973 den Europäischen
Jugendbuchpreis, 1957 und 1961 je einen Sonderpreis im Rahmen des
Deutschen Jugendbuchpreises sowie 1979 den Sudetendeutschen Kulturpreis.
1971 schrieb Otfried Preußler das Buch"KRABAT". Zehn Jahre dauerte der
Entstehungsprozess ,bis Otfried Preußler aus dem sorbischen Sagenkreis
um Meister Krabat das Jugendbuch Krabat erarbeitet hatte.
Für die Hörspielfassungen des" Räuber Hotzenplotz" und der "Kleinen Hexe"
erhielt der Autor 1973 bzw. 1975 eine goldene Schallplatte.
Mit Hörspielen für Kinder und dem Buch "Der kleine Wassermann"(1956)
begann Otfried Preußler zu schreiben.Otfried Preußler hat auch zu
Bilderbüchern den Text verfasst. "Die dumme Augustine" wurde illustriert
von H.Lentz und es wurden acht Auflagen (76 000 Exemplare) verkauft.
Verlag:
-------
Der Verlag, für den Otfried Preußler seine Bücher schreib heißt
Thienemann. Allerdings schreiben für Thielemann auch andere Autoren wie
Michael Ende (starb 1995) mit "Der satanarcheolügenialkohöllische
Wurschpunsch" oder Henning Pawel mit "Das Geheimnis der Satanseiche".
Kommentare:
-----------
Hessischer Rundfunk:
"Otfried Preußler ist der Autor dieses Außergewöhnlichen Buches, man
braucht ihr nicht vorzustellen. Sein großer Erfolg spricht für ihn - er
hat ihn verdient, weil er so viel kann. Und mehr noch: Er schafft es,
sein Können zu steigern."Krabat" ist wohl sein bisher bestes Buch: so
spannend,dass Kinder es verschlingen und mehr als einmal lesen werden,
und literarisch von solchen Rang, dass auch Erwachsene es mit Gewinn
lesen können. Alles ist hinreißend erzählt: ein meisterhaftes Buch."
Abendzeitung München:
"Otfried Preußlers Meisterstück ist der packende Roman "Krabat". Ein
Buch, das als Lied von der Freiheit, die manchen Menschen kostbarer ist
als Macht und Reichtum, sehr nachdenklich stimmt."
Jugendzeitschriften-Warte:
"Wie Otfried Preußler den Stoff sprachlich gepackt hat, daran kann man
nur seine Freude haben.Die Jungeren wird er regelrecht in seinen Bann
schlagen."
Deutscher Jugendbuchpreis; Europäischer Jugendbuchpreis;
Polnischer Jugendbuchpreis; Holländischer Jugendbuchpreis
"Silberner Griffel"; Ehrenliste der amerikanischen Büchereien
Vier bedeutende Auszeichnungen hat "Krabat" erhalten; die Kritik
hob den Roman als Otfried Preußlers bedeutendstes Werk hervor, der
hier Motive der Volkssage zu einer Geschichte von unheimlicher Spannung
verwoben hat, die Jugendliche wie Erwachsene gleichermaßen zu fesseln
versteht. Die klare, einfache Sprache und die überlegene Komposition
dieser Geschichte vom magischen Spiel um die Freiheit eines Menschen
verleihen ihr Eindringlichkeit und hohen literarischen Rang.
Die wichtigsten Charakrere
---------------------------------
Krabat
Krabat ist arm und, wie es aussieht, obdachlos. Er ist am Anfang
des Romans 14 Jahre alt , gerade im Stimmbruch und zieht gegen das Gesetz
als Dreikönig durch die Städte (s.11+12). Er will mutig sein, hört nicht
auf seine Angst und tritt so manchmal ganz schön ins Fettnäpfchen. Dies
jedoch auch, weil er sehr neu- und wissbegierig ist. Er riskiert viel und
zieht deshalb oft den Zorn des Meisters auf sich (z.B. S. 135 -138), der
am Schluss jedoch so überzeugt von Krabat ist, dass er ihm seine Stelle
überlassen will. Fast alle anderen Müllerburschen (bis auf Lyschko)
fassen schnell Vertrauen zu ihm und finden ihn sympatisch.
Der Weg zur Mühle
Krabat war im Alter von 14 Jahren. Er zog mit noch zwei Betteljungen
als Dreikönige um die Stadt. Als sie eines Abends mal wieder auf einem
Heuboden übernachteten, hatte Krabat zum ersten Mal den seltsamen
Traum: 11 Raben saßen auf einer Stange. Neben dem elften Raben war noch
ein Platz frei. Eine heisere Stimme sagte: "Krabat, komm' in die Mühle
nach Schwarzkollm!" Diesen Traum hatte er immer wieder. Im Morgengrauen
eines schönen Tages folgte er dann der Stimme und ging nach Schwarzkollm.
Er erreichte Schwarzkollm gegen Abend. Es war ein ganz normales
Heidendorf. Krabat fragte nach der Mühle. Ein alter Mann wusste, wo sie
war, stand Krabat jedoch misstrauisch gegenüber.
Krabat dankte für die Auskunft und folgte der Beschreibung durch den Wald.
Doch je mehr er sich der Mühle näherte, desto kälter und dunkler wurde es.
Plötzlich gab es ein helles Licht und die Mühle lag wie ein Raubtier,
das auf Beute lauert, direkt vor ihm.
Juro
Juro ist ein stämmiger Bursche mit kurzen Beinen und einem flachen,
von Sommersprossen gesprenkelten Mondgesicht (Seite 24 mitte).
Er macht die ungeliebte Arbeit (Haushalt), um am Leben zu bleiben. In
der Mühle stellt er sich für dumm, damit ihm der Meister nicht auf
die Schliche kommt, denn Juro weiß mehr als der Meister, weil er oft
in der Schwarzen Kammer putzen muss. Wenn er dort putzt, liest er im
Koraktor (ein geheimes Zauberbuch, das viele gefährliche Zaubersprüche
enthält die den Meister besiegen könnten). Wenn der Meister erfährt, dass
Juro im Koraktor gelesen hat, muss Juro sterben. Juro rettet Krabats
Leben des öfteren (Seite 121) z.B. : als er das Taschenmesser
( von Tonda ) öffnete und sah, dass die Klinge schwarz ist.
Juro kann viel mehr als er zugibt. Er weiß ein paar Geheimnisse vom
Meister, die er sammelt um ihn besiegen zu können. Juro hat eine magische
Salbe die Schnittwunden, Entzündungen... wie aus Geisterhand
verschwinden lässt, doch er sagt, die Salbe sei von seiner
Großmutter (Seite139f), damit Krabat nicht merkt, dass er gut zaubern
kann. Er kennt auch den Drudenfuß (ein sternförmiges, in einem Zug
gezeichnetes mystisches Zeichen), die er benutzt, wenn er mit Krabat über
Dinge reden will, die der Meister nicht wissen soll, z.B. : dass Juro
heimlich im Koraktor liest. Wenn Juro den Drudenfuß um Krabat und sich
zeichnet, denken der Meister oder Andere nicht an die Beiden. Dort redet
er mit Krabat über den Meister und wie man ihn besiegen könnte. Juro
weiß, dass er das nicht allein schaffen kann und bittet Krabat, ihm zu
helfen, denn er ist sich sicher, dass Krabat die Kraft und den Mut dazu
hat, den Meister zu besiegen. Er bringt ihm bei, wie er sich gegen den
Meister wehren kann.
Juro liest als einziger der Müllerburschen im Koraktor, weil er in der
Schwarzen Kammer putzen muss und sich dabei die besten Zaubersprüche
durchliest und einprägt.
Tonda
Was für ein Mensch ist Tonda?
Ein großer Ernst geht von seinen Augen aus. Er behandelt Leute gelassen
und freundlich (S. 18). Im Roman behandelt er Krabat sehr rücksichtsvoll.
Er hilft Krabat (z. B., S. 21) und deswegen stirbt er am Jahresende.
Juro wird von Tonda nicht verspottet (S. 25). Wenn es Krabat schlecht
geht, bemerkt es Tonda (S. 38). Den ganzen Roman über ist Tonda ein
ruhiger Mensch. Sagen tut er nicht mehr, als nötig ist. Er fühlt sich
verantwortlich für den Tod seines Mädchens. Er ist ein hilfsbereiter
Mensch. Es kommt selten vor, dass Tonda einmal fröhlich ist, denn in
seiner Vergangenheit hat sich seine Freundin selbst getötet. Tonda
übergibt Krabat sein Messer. Damit liefert er den anderen den Beweis,
dass sie Krabat vertrauen können, doch dieser weiß es nicht einmal
(S. 82-84). Krabat weiß schon, dass Tonda Gefahr droht, denn er hat
gesehen, dass sich das Messer schwarz verfärbt hat, als Tonda es
aufklappte. Tonda blieb als einziger gelassen, als alle anderen vor der
Silvesternacht aggressiv wurden. Angeblich hat sich Tonda das Genick
gebrochen, aber sein Tod wurde durch den Meister verursacht.
Was für eine Funktion hat Tonda im Roman?
Er ist der Altgesell der Mühle. Dass Krabat seinen Tod rächen will,
ist einer der Hauptgründe dafür, dass er gegen den Meister antritt. Mit
Tondas Hilfe übersteht Krabat die schwere Anfangszeit.
Michal
Michal ist im Buch ungefähr 20 Jahre alt. Er ist sehr stark und gutmütig,
genauso wie
sein Vetter Merten (vgl. S.24). Trotz ihrer Stärke hätten sie keine
Chance den Meister zu besiegen.
Denn der Meister hat das Böse auf seiner Seite. Michal hat dunkle Haare
und dunkle
Haut. Er hat immer das gleiche an: Eine Hose, ein Hemd, ein Kittel,
der Leibgurt,
das Schurztuch und eine Mütze. Michal spielt im Buch eine wichtige Rolle,
doch wichtiger ist z.B. Krabat, Juro oder Tonda. Denn Krabat ist die
Hauptperson in dem Buch.
Tonda oder Juro stehen ihm näher als Michal. Michal ist in der Beziehung
wichtig, dass er Krabats Freund ist. Er hilft ihm nach dem Tod von Tonda,
ihn zu vergessen und beantwortet Krabat viele Fragen, was er auf der
Mühle nicht versteht. Als Krabat einmal bei Michal über Tonda, der ihm im
Traum begegnet ist spricht und Krabat traurig ist,
sagt Michal zu Krabat:
,,Die Toten sind tot, sie werden nicht wieder lebendig, wenn man von
ihnen spricht. Also versuch ihn zu vergessen." (S.105)
Als Michal ermordet wird und man ihn begraben hat, im Wüsten Plan,
will keiner außer
Merten länger als nötig da bleiben. (S.165) Er schluchzt ein bisschen,
denn Michal ist ja mit ihm verwandt.
Krabat sieht Merten nach Michal trauern und Krabat erinnert sich als
Tonda Starb und Krabat dort stand. Als dann alle auf der Mühle sind, hat
man Michal schnell vergessen. Man hat sogar glauben können, dass es einen
Burschen namens Michal nie gegeben hat. Nur Merten dachte noch an ihn.
Er trauert leise vor sich hin. Weil Michal im
3. Jahr ermordet wurde kann man nicht mehr viel über ihn sagen.
Lyschko
Lyschko ist ein zaundürrer und langer Bursche mit spitzer Nase und
scheelem Blick.
Er ist ein Schnüffler und ist egoistisch, spitzt immer die Ohren,
schleicht immer und macht sich oft über viele lustig (Seite 23). Er
ist verschwätzt und hinterlistig, er schmeichelt sich bei dem Meister
ein, denn er will dem Meister gefallen und will, dass der Meister ihm
vertraut. Vielleicht macht er das auch, weil er nicht sterben will.
Lyschko will dem Meister gefallen, indem er den anderen nachspioniert
und er versucht, Geheimnisse herauszubekommen, um sie dann dem Meister
zu melden (Seite 206).
Lyschko verrät z.B.: Als Michal Witko zur Hand gegangen ist hat er das
dem Meister verpätzt und Michal bekam Schläge (S. 106/107).
Er versucht die Geheimnisse herauszufinden, indem er sich bei den anderen
einschmeichelt und sagt: ,,Ich kann dir helfen, ich habe nämlich ein paar
gute und geheime Mittel, doch ich muss natürlich erst einmal dein
Geheimnis wissen! " (Seite 206/207).
Ein Andermal, als Witko im zweiten Jahr neu dazugekommen ist, da zwingt
Lyschko Witko, seine Stiefel zu putzen. Doch Michal schimpft, er solle
seine Schuhe gefälligst selber sauber machen. Lyschko antwortete ihm
mit wenigem Eindruck: ,,Was ist schon dabei? Die Stiefel sind nass
gewesen - und Lehrjungen sind schließlich dazu da, dass sie arbeiten. "
Michal widerspricht ihm, aber Lyschko sagt nur: ,,Steck deine Nase nicht
in Dinge, die dich nichts angehen, oder bist du hier etwa der Altgesell? "
Michal antwortet ihm: ,,Nein, aber ich glaube, dass Hanzo es mir nicht
übel nimmt, wenn ich dir trotzdem sage, dass du dir in Zukunft deine
Stiefel selber putzt, Lyschko. Sonst könnte es sein, dass du Ärger
bekommst und kein Mensch sollte mir nachsagen, ich hätte dich nicht
gewarnt. " (S.106)
Doch Lyschko rächt sich! (siehe oberes Beispiel).
Außerdem wollen viele nichts mit ihm zu tun haben, weil sie dann Angst
haben, dass er sie verpetzt.
Lyschko lässt gerne andere für sich arbeiten (Seite 106).
Der Meister
Der Müller und zugleich Krabats Meister ist ein massiger, dunkel
gekleideter Mann. Er ist sehr bleich im Gesicht und ein schwarzes
Pflaster bedeckt sein linkes Auge. Er hat eine heißere Stimme und
spricht wendisch (Dialekt in Sachsen ). Schon gleich als Krabat in der
Mühle ist, kommt ihm der Meister anders und geheimnisvoll vor (er begrüßt
ihn zum Beispiel mit der linken Hand ). Als er ihn fragt, ob er sein
Lehrjunge werden will, ist Krabat sozusagen in seinen Bann gezogen und
kann nur noch mit "ja" antworten. (Seite 15-16)
Auch nachts, wenn Krabat träumt, fühlt er sich von ihm beobachtet, denn
er träumt Dinge, die nach einiger Zeit wirklich passieren, doch er wird
ständig von einäugigen Tieren beobachtet. In seinen Träumen versucht er
zwei mal wegzulaufen, doch jedesmal kommt er wieder an der Mühle an, vor
der der Meister schon auf ihn wartet. (Seite 28-31)
Krabat kann vor dem Meister nicht weglaufen, denn er besitzt sehr viel
Macht. (Seite 58) Aber doch gibt es jemanden, den er fürchtet : Der Mann
mit der Hahnenfeder - der Herr Gevatter. Denn immer, wenn er kommt und
die Müllerburschen sind nicht vollzählig, schuftet der Meister mit ihnen
um die Wette (Seite 32-38). Doch er lernte auch noch jemanden zu
fürchten: Pumphutt. Er maß sich mit ihm in einem Hahnenkampf bei dem der
Meister dann verlor. Pumphutt wird von allen Meistern gefürchtet, doch
man erkennt ihn nie gleich. Drei Tage und Nächte schloss sich der Meister
in der schwarzen Kammer ein, also musste seine Niederlage sehr kräftig
gewesen sein ( Seite 151-158). Er ist auch ein geheimer Berater des
sächsischen Kurfürsten und rät ihm, den Krieg um die polnische Krone
gegen den Schwedenkönig weiterzuführen. Um dort (nach Dresden )
hinzukommen, fliegt er sogar mit der Pferdekutsche ( Seite 110-116). Der
Meister ist sehr streng und unerbittlich. Deswegen darf er auch nichts
von der Kantorka ( das Mädchen, in das sich Krabat verliebt hat )
erfahren. Er würde sie umbringen. Er hat es schon einmal getan
( bei Tondas Freundin ) und es gibt keine Zweifel, dass er es nocheinmal
tun würde. Auch als Krabat sich in das Pferd verwandelte, das Juro
eigentlich hätte tun sollen, zeigte er überhaupt keine Gnade. Er
peitschte und schlug ihn, dass Krabat blutete, er hetzte ihn über Stock
und Stein, jagte ihn quer durch die Heiden, über Hecken und Wassergräben,
durch Dornengestrüpp und Moorast. Wenn Krabat nachließ, peitschte er ihn,
dass er meinte, es würden sich glühende Nägel in seine Haut bohren.
( Seite 62-68 )
Auch zu Juro ist er sehr gemein. Aber der Meister lernt den Burschen auch
sehr viel der schwarzen Magie aus dem Koraktor (ein in Leder
eingebundenes Buch ). Sie müssen aber nicht lernen, denn eigentlich ist
es dem Meister egal wann und wieviel sie lernen. Er hat aber auch
irgendwie vertrauen zu den Burschen und erzählt ihnen zum Beispiel, dass
er seinen besten Freund aus versehen getötet hat. Doch als der Meister
bemerkt, dass Krabat sehr viel - zu viel - lernt, droht Krabat Gefahr!
Wieder hat er auch einen Traum ( Vision ) : Er versucht seinen Sarg zu
zerhacken doch jedes mal setzt er sich wieder zusammen. Krabat weiß, dass
er bald sterben muss doch Juro hilft ihm, sich gegen den Meister zu
wiedersetzen, denn dies ist seine einzige Chance am Leben zu
bleiben - mit Hilfe der Kantorka. Sie muss jedoch den Meister bitten,
Krabat frei zulassen und eine Probe zu bestehen. Krabat und sie wagen
es ... die Probe wird bestanden weil die Kantorka ihn liebt und weil
Krabat Angst um sie hat. Der Meister sucht jemanden der sein Nachfolger
wird. Jemanden, der ihm abnimmt was er selbst nicht will (er hat sich
dem Teufel unterworfen und muss jedes Jahr ein Opfer bringen - wenn
nicht ist er selber dran ). Er will in die Politik und ein freier Mann
sein. Weil die Probe bestanden wurde, geht die Mühle in Flammen auf und
der Meister stirbt.
Kantorka
Der Name der Kantorka kommt in dem Buch "Krabat" nicht vor. Das ist gut
von Preußler überlegt, denn wenn der Meister herausfinden würde, dass
Krabat eine Freundin namens x hat, würde er sie umbringen. Deshalb
steht auch im Buch, dass Krabat in seinen Träumen der Kantorka nie in
das Gesicht sehen kann.
Über die Kantorka erfährt man folgendes:
" Krabat weiß nun, dass Kantorka helles Haar hat.
" Schmal ist sie und von hohem Wuchs und sie hat eine stolze Art,
" Die Augen sind groß und sanft,
" Sie ist ungefähr in Krabats Alter,
" Sie hat die reinste Stimme von allen Mädchen aus dem Dorf und darf
deshalb in der Osternacht vorsingen
Im Buch hat sie eine wichtige Rolle, weil sie am Schluss Krabat und die
anderen Müllerburschen rettet und zusammen mit Krabat den Meister
besiegt. Es gibt auch eine Stelle im Buch, in der man erfährt, dass es
nicht nur die eine Zauberkraft gibt, die Krabat lernt, sondern dass es
eine noch viel wichtigere gibt, und zwar den ,,Zauber der Liebe ", der
unbesiegbar ist.
Der Pumphutt
Er ist ein wendischer Mühlknappe wie Krabat und die anderen und kommt
aus der Gegend von Spohla das in der Lausitz liegt. Er ist dürr, lang
und so alt, dass niemand es bestimmen kann. Im linken Ohrläppchen hat
er einen kleinen goldenen Ring. Sein Hut ist dafür umso größer, mit
breiter Krempe und spitzem Kegel. Von seinem Hut hat er seinen Namen,
der Pumphutt, daran erkennt man ihn. Er ist ein Zauberer der größte
vielleicht, den es je in der Lausitz gegeben hat. Im Lebtag ist er ein
einfacher Müllerbursche.
Meister zu werden, hat er keine Lust gehabt. Er will ein Freier Bursche
werden und deshalb ist er auch kein Amtmann oder Ritter geworden. Er will
Sommers von Mühle zu Mühle ziehen, wie es ihm passt. Krabat, Lyschko und
die anderen wären gerne so ein großer Zauberer wie er. Im Roman kämpft
er gegen den Meister vom Koselbruch und gewinnt den Kampf. (S.125-132).
Seine Funktion im Roman
Die Geschichte von Pumphutt
Eigene Geschichten:
Das kalte Feuer
Der betrügerische Bäcker
Seine Funktion im Roman:
Er läuft von Mühle zu Mühle um nach dem rechten zu schauen, ob die
Mühlknappen genügend zu Essen und Trinken bekommen. Und ob die Meister
gerecht mit ihnen umgehen. Wenn dass nicht der Fall ist sorgt er dafür
indem er den Müllern die Mühle zum Stillstand bringt und ihnen eine
Liste gibt auf der steht was die Mühlknappen von nun an zu Essen
bekommen. Oder er fordert sie zum Kampf hinaus. Pumphutt ist ein freier
Bursche und zieht von Mühle zu Mühle. Er wünscht sich kein Leben bei
Hofe, den er liebt das Leben unter Müllerburschen. Er hat keine Lust,
etwas Höheres zu werden und sorgt für die Einhaltung zünftischer Regeln.
Er ist beliebt bei den Burschen weil er den Armen und Bedürftigen hilft.
Der Meister dagegen ist ein Untergebener des Gevatter und muß in der
Mühle bleiben. Er hat Spaß an der Ausübung seiner Macht und genießt
seinen Einfluß bei Hofe. Er ist gefürchtet bei jedermann, denn er straft
jeden Ungehorsamen unbarmherzig. Er scheut die Öffentlichkeit und sorgt
für absoluten Gehorsam.
Die Geschichte vom Pumphutt
In der Zwischengeschichte geht es um die Geschichte vom Pumphutt, die
von Andrusch erzählt wird. Krabat denkt während der Arbeit andauernd an
die Kantorka. Er hat Angst dass der Meister von ihr erfährt. Als sie mit
der Arbeit fertig sind, fordern sie Andrusch auf, die Geschichte vom
Pumphutt zu erzählen. Sie setzen sich um den Tisch und Andrusch fängt
an. Er erzählt, dass Pumphutt ein mächtiger Zauberer, mächtiger als der
Meister ist. Er ist dünn und man erkennt ihn erst, wenn er sein Werk
vollbracht hat. Eines Tages ist er an einer Mühle vorbeigekommen, deren
Meister sehr geizig war. Seine Müllerburschen mussten sehr hart arbeiten
und bekamen dafür kaum etwas zu essen. Als Pumphutt sich dort als
Müllerbursche meldet, merkt der Meister nicht, dass er es ist. Pumphutt
hilft den anderen Müllerburschen, indem er den Meister erpresst, indem er
die Mühle zum stehen bringt. er fordert, dass die Müllerburschen ihr
Leben lang genug zu essen haben, sonst wird die Mühle für immer still
stehen.
Weitere Geschichten von Pumphutt:
Das kalte Feuer
Es war einmal ein großer und kräftiger Bäcker, der der einzige Bäcker
von ganz Sollschwitz. Er war ein reicher, aber gieriger Mensch. Er
verkaufte das Brot und die Wecken für den dopelten Preis, obwohl die
Wecken zur Hälfte ausgehöhlt waren. Er verdiente sehr gut, aber nur, weil
der nächste Bäcker einen Tag zu Fuß im Norden lag. Eines Tages kam ein
Mann mit einem riesigen Hut und einem kleinem Ohrring aus reinem Gold,
der in der Sonne aufblinkte, Pumphutt in die Stadt Sollschwitz und er
ging zum Bäcker um Brot zu kaufen. Er sah es und mahnte ihn: "Morgen
sind die Brote voll, wenn nicht, wirst du bestraft." Der Bäcker
lachte: "Du willst mich bestrafen, du?" Pumphutt ging aus der Bäckerei
und verschwand. Der Bäcker ein schlechtes Gefühl an diesem Tag, und
manchmal hörte er Stimmen, die ihm immerwieder sagten: "Du wirst
bestraft." Doch ermachte sich nichts draus. Am Abend ging er im Dunkeln
nach Hause. Unterwegs begegneten ihm Leute, die einen todschwarzen Mantel
mit einer Kaputze, die einen Schatten auf ihr Gesicht warfen umhatten,
und er hörte sie flüstern: "Du wist bestraft." Er versuchte sich
einzureden dass das nur Einbildungen waren, die durch seine lange Arbeit
zustande kamen. Langsam bekam er Angst bis er es nicht mehr aushielt und
er bis zu seinem Haus gelaufen ist. Als die Stimmen aufhörten war er
beruhigt. Er ging schlafen und Träumte:
An einem schönem Morgen ging er zur Bäckerei um seinen Teig zu backen.
Zwei Stunden später öffnete er sie und wartete auf Kunden, und da kamen
auch schon die ersten, doch sie hatten diese Mäntel um. Sie hatten
kohlenschwarze Gesichter und gingen auf ihn zu, er fragte öfters, was sie
wollen, doch sie trieben ihn in die Ecke und sagten: "Du wirst bestraft."
Schweißgebadet wachte er auf und ging in die Bäckerei um das Brot zu
fertigen. Der ganze Tag hin verlief gut er hatte viele Kunden und er
hörte die Stimmen auch nicht mehr. Doch am Abend kam Pumphutt. Der Bäcker
fragte was er wolle. Pumphutt aber sagte nichts, er hob die Hände,
gleich darauf fingen zwei Brote an zu scheben. Erspreitzte seine Finger
da rissen die Brote entzwei. Die eine Hälfte der Brote war ausgehöhlt,
da sagte Pumphutt wieder: "Du wirst bestraft." Er schnipste in den
Fingern und ging weg. Dem Bäcker wurde es für den Bruchteil einer Sekunde
eiskalt. Am nächsten Tag machte er ein Feuer im Backofen, doch es war
durchsichtig blau. Er legte den Teig in den Ofen. Nach einer Zeit sah er
nach dem Brot, doch es war hart und kalt, einfach eingefroren. Er hielt
seine Hände über das Feuer. Es wurde ihm sofort kalt. Den Rest seines
Lebens spürte er keine Wärme mehr und so führte er ein eiskaltes Leben.
Der Mann mit der Hahnenfeder
Der Mann mit der Hahnenfeder kommt jede Neumondnacht mit schwerbeladenem
Fuhrwerk an die Mühle. Das Fuhrwerk hat eine schwarze Plane.
An diesem hat er sechs schwarze Rösser gespannt. Er trägt einen
hochgeschlagenen Mantelkragen und ein in die Stirn gezogenen Hut. An
seinem Hut hat er eine hellrote Hahnenfeder.
Das ist sein einziges Kennzeichen. Man erfährt im Roman nicht, wie er
heißt oder wo er herkommt. Er wird im Buch als böse dargesellt. Der Mann
mit der Hahnenfeder muss sehr viel Macht haben, denn er regiert über den
Müller.
Er kommt jede Neumondnacht mit einem beladenem Fuhrwerk. Die Mühlknappen
müssen dann die Säcke vom Fuhrwerk in den Toten Gang schleppen um sie zu
mahlen. Die gemahlenen Säcke müssen sie dann wieder auf sein Fuhrwerk
laden. Vielleicht ist es der Teufel.
Bestellnummer:
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Krabat/Otfried Preußler.-Stuttgart; Wien; Bern: Thienemann
ISBN3-522-13350-1
Preis: 24,99
Eigene Meinung:
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Das Buch ist nicht sonderlich schwer geschrieben. eigentlich müsste es
jeder über 10 Jahren verstehen. Ich würde es allerdings keinem Kind unter
acht Jahren vorsetzen weil es in diesem Buch doch manchmal ziemlich
hart zugeht.
Viel Spaß beim lesen
Euer Basti weiterlesen schließen -
Falsch! Wird gelöscht!
Pro:
Geschichte zum Anfassen
Kontra:
zwangsweise zeitlich stark beschränkt
Empfehlung:
Nein
Berlin vor 155 Jahren. Wohnsitz des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV., mit ungefähr 400.000 Einwohnern für damalige Verhältnisse fast eine Metropole.
Wer wissen will, wie es weiter geht, sollte die Meinung in der richtigen Kategorie lesen, hier habe ich die Auslöschung beantragt...
Was mache ich denn jetzt, um die Wortzahl vollzukriegen???
Kennt ihr schon die letzten Worte...
... des Bergsteigers (1): "War'n gar nicht mal teuer, diese
Karabinerhaken..."
... des Bergsteigers (2): "Das Seil hält."
... des Bettnässers: "Mach mal die Heizdecke an..."
... des Biologen: "Die Schlange kenne ich - die ist nicht giftig!"
... des Blinden: "Ist der Bus schon durch?"
... des Börsenmaklers: "Sofort alles kaufen!"
... des Briefträgers: "Guuuuuutes Hundchen, braaaaves Hundchen..."
... des Bombenentschärfers: "Ich nehme den roten Draht."
... des Bungee-Jumpers (1): "Nein, das hält."
... des Bungee-Jumpers (2): "Hurrrrrraaaaaaaaaa!!!"
... des Busfahrers: "CCCCCCHHHHHHHHHRRRRRRRRRR"
... des Bürgermeisters von Hiroshima: "Was zur Hölle ist denn das?"
... des Capitains der Columbia: "Lass mal die Frau ans Steuer!"
... der Challenger Crew : "Lasst die Frau mal ans Steuer"
... des Chefs: "Tolles Geschenk! - So ein Feuerzeug in Revolverform!"
... des Chemikers (1): "So, und nun noch etwas von diesem Zeug..."
... des Chemikers (2): "Und nun der Geschmackstest"
... des Chemikers (3): "Diese Verbindung nur ganz leicht schütteln."
... des Co-Piloten: "Was meinst Du mit 'Ich hab vergessen zu tanken'?" weiterlesen schließen
Informationen
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