Mercedes-Benz E-Klasse Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 11/2004
- Fahreigenschaften: sehr gut
- Fahrkomfort: sehr gut
- Platzangebot: sehr großzügig
- Zuverlässigkeit: gut
Tests und Erfahrungsberichte
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W211? Ich bleibe meinem W210 treu!
18.07.2002, 19:23 Uhr von
Seneca_X1
Zu Yopi bin ich über ciao.de gekommen, wo ich unter demselben Nickname seit über zwei Jahren schr...2Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Voller Erwartung und durch diverse Testberichte in den einschlägigen Autozeitschriften positiv gestimmt, habe ich mir den Spass gegönnt, einen halben Tag lang den neuen E270CDI (W211) auszuprobieren. Von der Idee, meinen W210 für eine neue E-Klasse in Zahlung zu geben, bin ich nicht zuletzt durch den nachhaltig schlechten Qualitätseindruck des W211 abgekommen.
Der Reihe nach: der E270CDI ist motorseitig gegenüber dem Vorgänger leicht modifiziert worden, was sich in der höheren Leistungsabgabe von jetzt 130 statt vorher 125kW bemerkbar macht. Was sich leider nicht verändert hat, ist die im Vergleich zu meinem E240 ausserordentlich nervtötende Lautstärke des 5-Zylinders. Ich hatte aufgrund der Papierwerte diesen Motor als Alternative zum E240 in Betracht gezogen, doch angesichts der Akustik einer Landmaschine kommt das nicht in Frage! Während beim Sechszylinder-Benziner die Wind- und Abrollgeräusche bei Autobahntempo die einzigen Schallquellen sind, ist der Dieselmotor bei jeder Geschwindigkeit präsent und beim Beschleunigen sogar regelrecht laut.
Die Elastizitätswerte der Maschine sind hingegen durchaus beeindruckend, doch verliert er im Bereich über 200 km/h deutlich an Vehemenz. Die Nenngeschwindigkeit von 225 km/h erreichte er nicht. Der Durchschnittsverbrauch laut Bordrechner lag um 9 Liter Diesel/100km, was nicht berauschend ist.
Ich fahre meinen E240 seit über zwei Jahren und finde zu jeder Zeit eine bequeme Sitzposition dank breiter Türablagen und einigermassen weich gepolsteter Mittelarmlehne. Nicht so im W211: die Türfüllung ist an der Fensterkante schmal und so stark abgerundet, dass der Ellenbogen keinen Halt mehr findet. Die Mittelarmlehne ist der Länge nach geteilt, öffnet völlig unpraktisch in zwei "Flügeln" und sorgt für Schmerzen am anderen Ellenbogen, da dieser genau auf der harten Leiste aufliegt, an der sich die beiden Flügel im geschlossenen Zustand treffen. Das Lenkrad ist kleiner geworden und lässt sich nicht weit genug verstellen, so dass ich schlichtweg während der gesamten Testfahrt keine bequeme Sitzposition gefunden habe. Daran können auch Multikontursitz und Belüftung nichts ändern - ich fühle mich auf dem Fahrerplatz nicht wohl.
Ganz überzeugend gelungen ist das Armaturenbrett, das wesentlich eleganter und progressiver daherkommt als das des Vorgängers. Die klassische Analoguhr ist wieder da und die Bedienelemente des Radios sehen obendrein schön aus. Ganz anders dagegen die Bedienelemente der Klimaanlage: zu hoch und daher zu weit weg vom Fahrer/Beifahrer. Das Lüftungsgitter auf dem Armaturenbrett spiegelt sich in der Frontscheibe.
Die elektrisch zu öffnende Blende in der Mittelkonsole macht keinen sehr vertrauenerweckenden Eindruck in bezug auf Langzeitqualität. Der Öffnungsschalter ist ungünstig platziert und liegt direkt unter dem Warnblinkschalter. Dieser hätte höher und griffiger positioniert werden müssen.
Das Handschuhfach klemmte beim Testwagen. Nur durch Schläge war es zum Öffnen zu bewegen. Apropos Schläge: man klopfe mal etwas heftiger seitlich gegen die Mittelkonsole auf Höhe des Schalthebels! Solches Geschepper und Geklapper ist eines €50.000-Autos absolut unwürdig! Ebenso unwürdig ist es, wenn bei einem fast neuen Auto die linke Innenbeleuchtungseinheit beim grossen Glasdach flackert oder ganz ausfällt. Endkontrolle wegrationalisiert? Das Glasdach ist an sich eine feine Sache, wenn die Bedienung anders gelöst wäre. Die Rollos lassen sich elektrisch öffnen und schliessen, allerdings nur gemeinsam. Vorne hell und hinten dunkel oder umgekehrt geht somit nicht. Es fehlt beim Dach auch die Tippfunktion, die ein vollständiges Schliessen mit einem Tastendruck ermöglicht. Wenigstens ist es zugfreier als das Schiebedach meines E240.
Gut gefallen hat mir die Möglichkeit, die Rücksitze umzuklappen, doch der Aufpreis von knapp €500,-- ist schlichtweg eine Frechheit wie auch die gesamte Preisgestaltung des W211. Ein E240 mit gleicher Ausstattung wie mein aktueller ohne Memory für Fahrersitz, dafür mit Telefonhalterung ab Werk kostet über €50.000,--. Grosszügigerweise werden für eine Inzahlungnahme lächerliche Summen geboten und ein enormer Rabatt von 1,9% auf einen Neuwagen eingeräumt. Offensichtlich hat Mercedes es nicht nötig, Kundenbindung aktiv vorantreiben zu wollen, denn eine Differenz von €9.000,-- auf den gängigen Marktpreis bei einer Inzahlungnahme lässt sich auch mit diversen Kosten des Autohauses nicht rechtfertigen.
Für mich kommt der W211 derzeit nicht in Frage. Auf die Qualitätsprobleme angesprochen meinte der Verkäufer nur lapidar "Das wissen wir. Wir arbeiten ja daran." Würde ich meinen Kunden gegenüber eine solche Aussage tätigen, flöge ich achtkantig raus! Interessant sind einige Berichte neuer W211-Besitzer, die ihrem Unmut auf www.db-forum.de Luft machen.
Schönes Design und ein komfortables Fahrwerk reichen ebensowenig wie technische Neuerungen in Form von SBC-Bremse und Airmatic DC (letztere scheint in Einzelfällen sehr problematisch zu sein - siehe Forum "S- Klasse").
Ich bin enttäuscht und Mercedes um gut €50.000,-- Umsatz ärmer. weiterlesen schließen -
70.000 km: Zylinderkopf-Dichtung auch noch hin...
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Vielleicht haben wir ja ein Montagsauto erwischt, aber das ist auch keine wirkliche Entschuldigung!
Seit Oktober 1999 fahren wir einen Mercedes E290TD Kombi mit Erstzulassung Juni 1998 und hatten mehr Ärger, aber der Reihe nach:
Die Optik:
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Rein äußerlich kommt der E-Klasse Kombi mit einer sehr anmutig geschwungenen Form daher. Die zwei runden Scheinwerfer waren sicher im Anfangsstadium der Baureihe gewöhnungsbedürftig, aber mir gefällt das Gesicht dadurch sehr gut. Manche bezeichnen ihn als Schiff, denn mit einer Länge von 4,82 Metern ist er schon ziemlich lang. Dennoch ist er so übersichtlich, daß das Einparken keinerlei Probleme bereitet. Ich will hier nicht allzuviel auf das Äußere eingehen, denn sicher kennt jeder inzwischen dieses Auto von der Straße und außerdem ist oben ein Bild zu sehen.
Der Innenraum gestaltet sich modern und traditionell zugleich. Wurzelholz ziert die Armaturen und Türen, dezent und edel, in keinster Form überladen. Die Bedienungselemente sind alle sehr übersichtlich und gut erreichbar angeordnet. Sicherheit wird in Form von 4-6 Airbags groß geschrieben und die Sitze dürften für Passagiere jeder Größe durch viele Verstellmöglichkeiten überaus bequem sein. Das Platzangebot für die Insassen ist ebenso großzügig gestaltet wie der Kofferraum. Mit diesem Kombi kann man ohne Probleme mit vier Erwachsenen und dem entsprechenden Gepäck in den Urlaub fahren, oder ihn bei umgeklappter Rücksitzbank mit zwei Erwachsenen mal als Übernachtungsmöglichkeit. Ich denke der E-Klasse Kombi ist einer der größten Kombis am Markt.
Kleiner nützlicher Zusatz ist die an das Lüftungssystem angeschlossene Mittelkonsole. So kann man im Sommer einige Dosen zum hinein legen und sie werden durch die Klimaanlage direkt angenehm gekühlt. Doch Vorsicht: keine Heizung anschalten, wenn Schokolade drin liegt!
Die Leistungen:
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Für uns war das Auto zwar hauptsächlich wegen des Platzangebotes interessant, doch es hat noch einiges mehr zu bieten. Der 2,9 Liter Turbo Diesel ist mit etwa 8 Litern recht sparsam, aber dennoch schön leistungsstark. Okay, man kann ihn nicht mit unserem vorherigen Benziner vergleichen, aber für einen Diesel ist er echt spritzig.
Und er hat Kraft: so bewegt er einen Anhänger mit zwei Pferden problemlos Berge hoch und auch mal über matschige Wiesen, die zulässige Anhängelast bei gebremsten Anhängern liegt bei 2.100 kg, für einen Nicht-Offroader schon eine ganze Menge.
Bei längeren Fahrten ist dann der Tempomat eine sehr schöne Errungenschaft, und wenn’s mal rutschig wird unterstützt den Fahrer neben dem ABS ein Anti-Schlupf-System.
Zusätzliche angenehme Kleinigkeiten wie diverse Ösen um Ladungen anzugurten, Schiebedach, elektrische Fensterheber und die Zentralverriegelung mit Fernbedienung runden das Bild ab. Natürlich hat auch dieser Mercedes neben einer Wegfahrsperre, eine Alarmanlage und eine Klimaanlage (es gibt ihn aber auch mit Klimaautomatik, doch das finde ich übertrieben).
Erfahrungen:
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Tja, zuerst einmal die Positiven: wir haben immer alles mitnehmen können, was wir wollten, das Platzangebot ist enorm. Der verarbeitete Teppichboden und die Sitzpolster lassen sich sehr gut reinigen, selbst widerspenstige Hundehaare kann man einfach absaugen. Der Verbrauch ist immer konstant und das Automatikgetriebe schaltet sehr angenehm weich. Mal von den gleich folgenden schlechten Erfahrungen mit diesem Auto abgesehen, erfühlt es alle Erwartungen, die man normalerweise an ein Auto stellt.
Doch nun die Negativen: gibt es diese Montagsautos wirklich? Ich habe früher immer darüber gelacht, doch inzwischen glaube ich daran. Oder ist die Qualität von Mercedes wirklich so schlecht? Mal abgesehen davon, daß uns dieses Auto anscheinend auch noch Pech bringt, denn wir hatten bereits diverse kleinere und mittlere Unfälle mit ihm, treten immer wieder Mängel auf. So ließ sich das Schiebedach plötzlich nicht mehr schließen, ein neuer Schalter wurde eingebaut. Dann versagte der Fensterheber und ich durfte im Regen mit offenem Fahrerfenster nach Hause fahren. Als nächstes hatten wir auf einmal eine absolut verrückt spielende Elektrik, die zum Einen dazu führte, daß der Wagen nicht mehr ansprang und zum Anderen diverse Lampen zum flackern brachte, obwohl kein Zündschlüssel im Schloß steckte. Dann das Problem mit den Reifen: fährt man den erlaubten 205/65R15, den wir in Form eines Winterreifens verwenden, ist die Straßenlage genial, aber wenn man dann den ebenfalls erlaubten 235/45R17 als Sommerreifen aufzieht, sieht es schon gar nicht mehr so gut aus. Der Wagen sucht sich die Spurrillen und auch die sonstige Straßenlage wird unruhig. Also wieder die dünneren Reifen drauf und die Frage warum die anderen auch zugelassen sind. Und dann kam der Hammer: immer wieder erschien die Anzeige: Kühlwasser nachfüllen. Das konnte doch nicht sein! Wir ließen den Wagen in der Werkstatt prüfen und es wurde ein neuer Kühler eingebaut. Keine zwei Wochen später schon wieder die Warnmeldung. Also wieder in die Werkstatt und endlich wurde das Kühlsystem abgedrückt. Diagnose: Zylinderkopf-Dichtung defekt! Ein vorsichtiger Blick auf den Tachostand, der bei gerade mal 70.000km angekommen war. Freundlicherweise übernahm Mercedes dann 50% der Reparaturkosten und so mußten wir NUR noch 1.000 Euro bezahlen.
Fazit:
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Das Auto ist als solches ein Traum, sparsam, leistungsstark und geräumig. Doch die vielen angefallenen Mängel lassen mich, vor allem bei einem Preis von etwa 40.000,-- Euro an der Qualität der Marke Mercedes stark zweifeln. Wenn ich bedenke, daß der 5er BMW (Benziner) den wir vorher gefahren haben, bei 250.000km keinerlei Probleme machte, wird der nächste Autokauf wohl wieder bei den Bayern stattfinden.
Oder haben wir wirklich nur Pech? Ich bin auf eure Erfahrungen und Kommentare gespannt!
Ich empfehle das Auto aufgrund der Optik und des Platzangebotes dennoch, denn vielleicht haben wir ja wirklich nur Pech gehabt und ich muß ja leider eine Empfehlung aussprechen.
Liebe Grüße
Nina weiterlesen schließen -
Die neue E Klasse, besser als der Vorgänger ??
10.06.2002, 17:32 Uhr von
MichaelW97614
Hi. Mein Name ist Michael, ich bin ein 25jähriger Student ind wohne in Marburg.Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Da mein Vater ein wahrer E Klasse Fan ist, waren wir eine der ersten Familien, die einen neuen Mercedes E 240 bekamen.
Ich werde versuchen in folgendem nicht nur die Fahreigenschaften des neuen Mercedes zu erläutern, sondern auch auf die Neuerungen und deren Vor und Nachteile hingegen dem alten Modell eingehen.
Allgemeines
Die E Klasse schlug ein wie eine Bombe. Schon kurz nach ihrer Veröffentlichung 1995 war klar, dass dieses Modell zum absoluten Spitzenmodell in der Mercedesflotte wird und so geschah es auch. Ursprünglich war die Premiere des neuen E’s erst für Juli geplant, nach der Premiere des Films MIB 2, doch da bei den Dreharbeiten ein Paparazzo den neuen E entdeckt hat, musste alles etwas schneller gehen, denn die Bestellungen für den E gingen drastisch zurück, denn keiner will ein Auto, das in wenigen Monaten schon alt ist.
Aussehen
Front
Die Front ist deutlich sportlicher geworden. Sie hat zwar nicht ihr typisches 4 Augengesicht verloren, doch sind die Scheinwerfer und die ganze Motorhaube stark nach hinten gezogen geworden, wie bei einem zu starken Facelifting. Dadurch wirkt die Front flacher und sportlicher als zuvor. In die Stoßstange wurde eine kleine Chromleiste eingesetzt, die nicht nur ziert, sondern mit dem ebenfalls verchromten Kühlergrill dem Auto eine sportliche Eleganz und verleiht.
Die Seiten
Hier sind die Veränderungen weniger drastisch. Auffällig ist nur eine Wölbung, die sich entlang der Türen zieht und die Chromleiste der Stoßstangen weiterführt. Weiter verfügen nun auch die seitlichen Rückspiegel über die zusätzlichen Blinker.
Das Heck
Hier merkt man die amerikanischen Einflüsse. Während die Front eher abgespeckt wurde, wurde hier mächtig zugelegt. Es entstand ein wuchtiger Hintern, bei dem selbst Jennifer Lopez neidisch wird. Keine Vertiefungen, keine Verschmälerungen, nichts. Ein riesen Heck, dessen Breite und Wucht noch durch die an den Seiten aufgesetzten Rücklichter verstärkt wird. Die Rücklichter haben die Dreiecksform wie auch schon bei dem SL.
Anders als beim Vorgänger sind keinerlei Rücklichter auf dem Kofferraumdeckel angebracht, da diese nicht mehr so weit in die Heckmitte ragen.
Der Innenraum
Wenn man in dem neuen E sitzt fühlt man sich leicht wie in einem Flugzeug. Die Mittelkonsole ähnelt dem Cockpit eines Flugzeugs. Unter einer riesigen, ebenfalls verchromten Belüftung sind die Geräte wie Radio und zusätzliche Staufächer untergebracht, die zum Teil versteckt sind. Drückt man auf einen Knopf, wird automatisch ein Teil der Holzverkleidung angehoben und nach oben gefahren und darunter eröffnet sich ein weiteres Staufach in dem je nach Ausstattung auch der CD Wechsler befinden kann.
Hinter dem Lenkrad beginnt eine weitere technische Neuerung. In dem Tachokreis befindet sich nun eine Art Bordcomputer.
Hier bekommt man angezeigt, wie der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch aussieht und wie weit die Tankfüllung noch ausreicht usw. Dieser Computer wird , wie das Radio auch, über beleuchtbare Tasten am Lenkrad bedient.
Insgesamt ist das Interieur sehr übersichtlich und auch beim Fahren leicht zu bedienen.
Die Sitze
Die Sitze bieten wie auch schon zuvor einen hohen Sitzkomfort. Die Vordersitze können jetzt sogar automatisch verstellt werden und sowohl unter dem Beifahrersitz als auch unter der Rückbank befinden sich kleine Staufächer. Die Armlehne, die man in der Mitte der Rückbank herunterlassen kann bietet nicht nur Platz für die Arme, sondern nach einfachem Aufklappen verwandelt sie sich in eine praktische abwaschbare Ablage für Stifte und Notizblöcke.
Von der Rückbank aus sieht man auch, dass die beiden Vordersitze stark abgenommen haben und sich auf der Rückseite zusätzliche Vertiefungen befinden, damit der Hintermann seine Knie nicht in den Sitz bohrt.
Wie wenn das bei diesem enormen Platzangebot überhaupt möglich wäre. Ich bin 1,90 m groß und habe nicht nur keinerlei Probleme sondern noch massig Platz, selbst auf der Rückbank.
Kofferraum
Der Kofferraum ist gewachsen! Betrug das Kofferraumvolumen vorher noch 500 Liter, beträgt es jetzt stolze 540 Liter. Wobei man nicht vergessen darf, dass die Rückbank geteilt ist und die Möglichkeit einer kompletten Umlegung und einer somit weiteren Vergrößerung bietet.
Automatik
Da wir ein Automatikgetriebe haben, möchte ich auch hierzu etwas schreiben. Auf dem Computerdisplay sieht man jederzeit in welchem Gang man sich gerade befindet und man kann, indem man den Schalthebel leicht nach links drückt auch manuell einen Gang höher schalten( nach rechts einen Gang runter).
Allgemein kann man das Schalten sehr leicht beeinflussen. Gibt man z.B. permanent viel Gas bleibt er im niedrigen Gang und treibt den Motor richtig an, was bei Gefahrensituationen sehr wichtig sein kann. Geht man kurz vom Gas, schaltet er dann sofort.
Motor
Der Mercedes E 240 ist der kleinste seiner Familie, doch er Motor hat durchaus genügend Power. Es handelt sich um einen 6 Zylinder mit 177 PS. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 236 km/h, von 0 auf 100 ist er in 9,1 Sekunden und sein durchschnittlicher Verbrauch liegt bei 10,7 l Super Benzin.
Preis
Der Grundpreis der neunen Mercedes E 240 liegt bei 36.880 Euro. Das sind etwa 3,4 % mehr als der Vorgänger, doch die Serienausstattung hat dafür mächtig zugelegt.
Natürlich kann man durch eine unendliche Liste von Extras den Preis noch mächtig in die Höhe treiben. Als Extras winken nicht nur ein Panoramaglasdach, Klimaautomatik, Ledersitze sondern auch Sprachbedienung, Keyless Go und DVD Player.
Fahreigenschaften
Tja, an den Fahreigenschaften hat sich kaum etwas geändert. Beim Fahren des Mercedes E fühlt man sich wie der Kapitän eines Schiffes. Von Innen wirkt das Auto riesig auf der Straße und die Laufruhe ist enorm. Den Motor hört man selbst bei extremem Beschleunigen kaum und die Stoßdämpfer lassen das Auto gleiten wie auf Schienen, kaum eine Unebenheit kommt an. Man sitzt wie daheim auf dem Sofa. Aufgrund dieser bequemen Umgebung fühlt man sich auf der Straße sehr wohl und man kann sich sehr gut auf den Verkehr konzentrieren.
Für seine Größe von immerhin 4,81 m Länge und 1,82 m Breite ist der E doch recht übersichtlich und macht auch beim Einparken kaum Schwierigkeiten.
Durch seine Größe und sein Gewicht benötigt der E einen kurzen Moment bis er losfährt, was man wissen sollte, denn gerade bei knappen Abbiegemanövern kann es schon mal eng werden. Die Bremsen hingegen fassen sofort und bringen unser Boot sofort zum Stillstand.
Fazit
Ich finde die neue E Klasse wirklich sehr gut gelungen. Das neue Design strahlt eine sportliche Eleganz aus, die Ihresgleichen sucht. Gleichzeitig wirkt der E sehr hochwertig und nobel. Auch die Ausstattung und das Design im Innenraum haben mich überzeugt. Der Preis ist eben Mercedes und Qualität und beste Verarbeitung haben eben ihren Preis. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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dietotenhosen2, 06.07.2002, 13:43 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Guter Bericht! Weiter so! Ciao - Markus
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Mustoman, 10.06.2002, 17:47 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Also mir gefällt der neue gerade von hinten sehr gut, wirkt schon sehr elegant. Und endlich ist auf der Mittelkonsole zusammengeräumt worden. Beim alten "E" war das ja vollkommen unübersichtlich.
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Stoewi, 10.06.2002, 17:38 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Kompakt die Infos zusammengefasst. Man liest sich, Stoewi
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Die neue E-Klasse
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Nach 48 Monaten Entwicklungszeit und Investitionen von insgesamt über zwei Milliarden Euro feiert die neue Mercedes-Benz E-Klasse auf der Motor-Show in Brüssel ihre Weltpremiere. Die Limousine setzt mit einer Vielzahl technischer Innovationen neue Standards auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit, des Komforts und der Fahrdynamik.Ebenso wie beim erfolgreichen Vorgängermodell demonstriert die Stuttgarter Automarke auch mit der neuen E-Klasse ihre weltweite Technologieführerschaft. Die Limousine definiert abermals die Standards in der automobilen Oberklasse und übernimmt in allen wichtigen Entwicklungsdisziplinen eine Vorbildfunktion. Zukunftsweisende Innovationen, die weltweit keine andere Automobilmarke bietet, gehen mit der neuen E-Klasse in Serie oder sind erstmals in dieser Fahrzeugklasse lieferbar. Ein Beispiel für diese technologische Exklusivität auf höchstem Niveau ist das von Mercedes-Benz entwickelte elektrohydraulische Bremssystem Sensotronic Brake Control (SBC™), das zur Serienausstattung der neuen E-Klasse gehört. Weltpremiere im Automobilbau feiern auch ein neuartiger fahrdynamischer Multikontursitz, der sich automatisch der jeweiligen Fahrsituation anpasst, und die weiterentwickelte Luftfederung AIRMATIC DC (Dual Control) für vorbildlichen Fahrkomfort. Drei eigenständige Design- und Ausstattungslines, ein großes Motorenprogramm, drei Getriebevarianten, vier Interieur- und bis zu 15 Exterieurfarben sowie zahlreiche innovative Wunsch-Extras machen die automobile Individualisierung perfekt, sodass aus jeder Limousine dieser Mercedes-Modellreihe ein wertvolles Einzelstück wird. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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dani___, 31.05.2002, 02:02 Uhr
Bewertung: nicht hilfreich
Tja, ich kann mich denen dan unten nur anschließen.... war ja dann wohl ein sehr kurzer Besuch hier auf Yopi... ciao
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haesevol, 29.05.2002, 11:24 Uhr
Bewertung: nicht hilfreich
da hat wohl jemand keine Lust gehabt etwas eigenes zu schreiben und hat einfach den Pressebericht von DC kopiert! So nicht!!!
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Mesalina, 28.05.2002, 17:27 Uhr
Bewertung: nicht hilfreich
Ich glaube, du weißt wirklich nicht, was ein FAKE ist: ALLES IST ABGESCHRIEBEN. Das bedeutet Raub! Oder auch Diebstahl! Pech für dich!!!
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traxdata, 26.05.2002, 20:31 Uhr
Bewertung: nicht hilfreich
naja wenn schon kopieren dann nützlich berichte ...
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Boaaaah geiiiilll, guck dir den mal an!!
02.05.2002, 20:16 Uhr von
brian_lion
na ok werden ma mal unsere beschreibung ein bisschen ändern.. ich war ja wenigstens so klever und...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Nun dies ist dann mein erster Bericht in Sachen Auto.
Dies wird ein Bericht über das neue Betriebsauto von meinen Dad.
Während das Autogeschäft in den Volumenklassen den Schwankungen des Marktes unterliegt, verläuft es im Premiumsegment sogar in der Flaute anhaltend erfolgreich. Deshalb drängen immer mehr Hersteller an die lukrative Spitze, beschleunigen so den technischen Fortschritt und steigern die Ansprüche.
Diese Herausforderung hat Mercedes Benz angenommen, in Sachen Design und Qualitätsanmutung noch einmal kräftitg zugelegt und mit dem Image des Technologieführers neueste Entwicklungen zur Reife gebracht, wie etwa die elktrohydraulisch betätigte, aber elektronisch geregelte Bremse in Großserie.
Das hat den Stuttgartern im Ringen um die Krone aber nicht gereicht. So galt es wettzumachen, was vor allem die Münchner Konkurrenz in Sachen Agilität voraus hatte.
Neue Sportlichkeit:
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Deshalb tritt die neue E-Klasse nicht mit dem schon guten Fahrwerk des Vorgängers, sondern mit einer verfeinerten, teilweise aus Aluminium bestehenden Konstruktion an, die in Geradeauslauf und Kurven-Agilität nichts zu wünschen übrig lässt.
Der neue Zug zur Sportlichkeit findet sich denn auch im Aussehen. Noch flachere Konturen in der Seitenpartie, eine coupéhafte Dachlinie und die flach angestellte Frontpartie atmen Dynamik, wobie die 16 un 17 Zoll großen Räder harmonisch ins Gesamtbild passen.
Einziger Nachteil der flachen Kontur:
Der Einstieg hinten ist nicht mehr so bequem, auch weil die Schweller ziemlich hoch liegen. Für das Vieraugen- Gesicht haben die Designer eine noch dynamischere Variante mit schrägen Scheinwerfern gefunden.
Innen geht es modern und dennoch elegant zu. Ob zweifarbig hell oder dunkel abgesetzt- das verwendete Material wirkt wertvoll. Mercedes und den Zulieferern ist es gelungen, eine wirklich lederähnliche Narbung an der INstrumententafel zu verwirklichen. Sehr gut und unter allen Lichtverhältnissen lassen die drei neuen Rundinstrumente ablesen, wobei im Tachozentrum zusätzliche Klartext- Informationen erscheinen.
Auf Wunsch kann die E-Klasse nun erstmalig mit klappbaren Fondsitzen geliefert werden. Und der Kofferraum ist dank der Tank- Verlegung unter die Vodersitze um 20 auf 540 Liter gröér geworden.
In Sachen Sicherheit erweitert Mercedes die Ausstattung unter anderem durch zweistufige Gurtkraftbegrenzer mit Gewichtsklassifizierung des Beifahrers.
Am Lenkrad unterschiedlicher E-Klasse Modelle spürt man die feinen Unterschiede, mit denen das schraubengefederte Fahrwerk zur Verfügung steht. Ob etwas straffer oder komfortabler, es wirkt per- fekt.
Doch alle unterschiedlichen Auslegungen werden von der elektronisch gesteuerten Airmatic DC getoppt, die alle Varianten einschliesst. Mit der Elektronik verliert auch das Bremsen in der Kurve seine Schrecken. Selbst bei glatter Fahrbahn bleibt die E-Klasse leicht und sicher beherrschbar.
Interessanter Diesel:
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Aus der umfangreichen Antriebspalette sei zunächst der kleinste V6 Benziner erwähnt, der sowohl mit Sechsgang- Schaltgetriebe als auch mit seidenweich schaltender Fünfgang- Automatik zu haben ist.
Der 2,6- er Motor des E 240, der sieben PS gewonnen hat und 0,6 Liter weniger verbraucht, ist ein sehr angenehmes, wenn auch durchaus sportlich klingendes Triebwerk, das kaum Wünsche offen lässt.
Noch einen Trick interessanter ist der Motor des E 220 CDI. Der mit zwei Ausgleichswellen und neuer Common- Rail- Einspritzung arbeitende Diesel ist als solcher kaum noch auszumachen und immerhin gut für Tempo 206 in der Spitze.
Die Vierzylinder- Benziner mit Kompressor, die Mercedes gerade bei der C-Klasse einführt, sollen erst zu einem späteren Zeitpunkt die Einstiegsmotorisierung für die E-Klasse bilden.
Fazit:
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Die neue E-Klasse von Mercedes ist eine sehr dynamische Reiselimousine mit hohem Fahrkomfort und asugerpägter Sicherheitstechnik. Allerdings ist die Niedrige Einstiegshöhe im Fond, wegen der ziemlich hoch liegenden Schwelle negativ an zumerken.
Die Daten des Mercedes- Benz E 240 Elegance:
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Länge / Breite / Höhe: 4818 / 1822 / 1452 mm
Koffer- /Stauraum: 540 Liter
Gewicht (leer / beladen): 1570 / 2105 kg
Hubraum: 2597 cm ³
Leistung: 130 kW (177 PS) bei 5700 U / min
Höchstgeschwindigkeit: 236 km / h
Beschleunigung 0- 100 km /h: 8,9 Sekunden
Verbrauch: 10,7 Liter auf 100 km
Preis: 37.062 Euro
ciao
bRaZ weiterlesen schließen -
Ein traum von Auto, fast perfekt
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Ich habe am Samstag bei der Präsentation der neuen E-Klasse von Mercedes auch gleich die Gelegenheit genutzt und eine Probefahrt mit dieser unternommen, zwar konnte ich den Wagen nur 20 Minuten testen aber ich bin sehr überzeugt von dem Wagen. Ich habe mich für den 3,2 Liter V6 Motor mit 224 PS entschieden in der Elegance Ausführung. Der Wagen besitzt serienmäßig eine 5-Gangautomatik, was bei dieser Leistungsklasse kein Nachteil ist sondern eher zu einem gesteigerten Komfort führt. Der Wagen braucht bei normaler Fahrweise in der Stadt um die 13 bis 14 Liter, bei flotter Fahrweise lässt sich dieser Wert allerdings problemlos in die Höhe treiben. Die Höchstgeschwindigkeit ist von Mercedes mit 243 km/h angegeben und die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h mit 7,7 sek. . Der Wagen besaß auch die neue Luftfederung als Sonderausstattung, sowie Radio mit CD und Navi-System, welches auch gut die aktuelle Position angezeigt hat. Die Klangqualität des Radios war perfekt. Weiterhin war sowohl die Sitze wie auch das Lenkrad elektrisch zu verstellen. Der Innenraum war sehr schön mit einem hellen Leder und einem hellen Holz gestaltet, was eine wundervolle Harmonie ergab. Auch war der Bedienkomfort und die Ergonomie sehr gut. Das einzige was mich bei Mercedes stört ist, das es an der rechten Lenkradseite keinen Hebel für die Scheibenwischer gibt sondern dieser auch mit am linken Hebel sitzt. Weiterhin war es noch gewöhnungsbedürftig, wo der Hebel für den Tempomaat saß, da kommt man zu beginn schnell mal dran wenn man den Blinker betätigen muss. Aber das währen auch schon alle negativen Dinge die mir aufgefallen sind. Der Motor ist im Fahrbetriebe, besonders auch in der Stadt kaum zu hören, geht aber trotzdem kräftig zur Sache, auch wenn man mal höhere Drehzahlen fährt. Beim Überholen, wenn die Automatik in die unteren Gänge geschaltet hat zieht der Wagen perfekt durch, auch der Gangwechsel beim Beschleunigen ist schnell und kaum zu bemerken. Das Fahrwerk ist auch sehr gut abgestimmt, sehr komfortabel aber auch bei sportlicher Fahrweise, die mir eher liegt kann man sich auf das Fahrwerk verlassen. Ansonsten kann ich sagen der Wagen ist sein Geld wert, auch wenn mir persönlich die Preise bei Mercedes sehr hoch sind und ich dafür noch ne Weile sparen werden muss, aber so ein Wagen währe schon mal was. Ich persönlich habe mich aber in den Wagen verliebt, da er alle kriterien erfüllt, die mir an einem Auto wichtig sind, erffährt exzellent, bietet viel Spass und ermöglicht ein erholsames fahren auch im stressigen Stadtverkehr, für mich ist der Wagen auf alle fälle eine Nummer 1! weiterlesen schließen -
Ein solides Auto !
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Ich fahre den E200 seit nunmehr 5 Jahren.
Die Motorisierung mit 136PS ist vollkommen ausreichend. Man kann gut bei 80 im 5. Gang überholen. Der Verbrauch beträgt im Durchschnitt 8 Liter auf 100km.
Der Innenraum ist natürlich die Krönung. Ich persönlich mag das Holzimitat sehr gerne, aber das ist Geschmackssache. Die Verarbeitung ist 1a, nie ist ein klappern zuhören. Den Motor hört man faßt gar nicht. Das ist halt ein Auto der Oberklasse.
Die Grundausstattung ist natürlich nicht üppig, beim Classic Modell. Ich habe nur die Klimaanlage.
Ich habe bis auf die regelmässigen Inspektionen noch keine Werkstattbesuche hinter mir.
Ein kleiner Wermutstropfen ist leider das sich in den Radläufen schon lechte Rostblasen vom Steinschlag bildet, aber sichtbar wird das wohl erst in 30 Jahren.
Mein Auto hat jetzt 130tkm gelaufen und hat ungefähr noch ein drittel des Neuwertes. 75000DM Neupreis.
Ich würde mir dieses Auto auf jeden Fall wiederkaufen. weiterlesen schließen -
Wird die neue E-Klasse wieder top, oder ein Flop?
06.03.2002, 16:26 Uhr von
OpelAstraX-Treme
Ich bin jetzt schon seit einigen Monaten bei Yopi dabei. Meine Erstberichte waren wirklich schlec...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Jetzt ist es so weit. Die neue E-Klasse Limosine ist bald da! Sie wird am 16. März bei ihrem Mercedes Händler stehen.
An der neuen E-Klasse werden die Motorhauben und die Kotflügel aus Aluminium sein. Da Mercedes eine große Stückzahl verkaufen will, träumen sie davon, der größte Alu Verarbeiter zu werden. Noch vor Audi!
Das Cockpit ist funktionel und übersichtlich. Die Klassische Uhr (links neben dem Tachometer)ist genauso wie der Tacho (mitte) und die Umdrehungsanzeige (rechts) in Chrom gefast.
Das Platzangebot in der E-Klasse ist gut. Hinten hat man genug Bein-und Kopffreiheit. Trotzdem ist es unbequem, wenn man sich zu dritt hinten auf die Bank setz. Denn die Sitze hinten sind zu stark geformt.
Tolle Idee ist die hintere Klimaanlage. Die Klimaanlage ist zwischen den beiden vordersitzen plaziert. So können die Fondpasagiere eigene Temperatur in der Klimaautomatik steuern und in die richtige Richtung lenken. Leider gehört diese Thermotronic zu den Sonderausstattungen und kostet so mit Aufpreis.
Auch toll: Die Rücksitze lassen sich hochklappen und die Rückbanklehne flach umlegen. Die Kopfstützen brauch man dazu nicht ausbauen. Sie bleiben im Auto.
In der E-Klasse gibt es drei Ausstattungsvarianten:
Classic: Classic ist die Basisausstattung.
Elegance: Elegance kostet im gegen zum Classic Modell 1798€ Aufpreis. Dafür bekommt man natürlich auch mehr Luxus und eine bessere Ausstattung.
Avantgarde: Avantgarde ist die Topversion und kostet im gegensatz zum Classic Modell 3190€ Aufpreis. Zu der Ausstattung gehören z.B. Bi-Xeonlicht.
Ein ganzes Jahr nach der Limosine, im März 2003, kommt das T-Modell (e-Klasse Kombi). Obwohl die Kombis in Deutschland eine ganz große Rolle spielen, lässt sich Mercedes mit dem T-Modell sehr viel Zeit.
Zur Serienausstattung gehören 6 Airbags. Die beiden Frontbags zünden sogat zweistufig. Die neue E-Klasse hat eine Luftfederung, genant Airmatic.
Eine ganz super idee: Fährt man mit der E-Klasse schnell durch die Kurven, so fahren die beiden Seitenhaltkissen blitzartig nach außen. So wird der Seitenhalt extreme verbessert. Allerdings kostet dieses System 636€. Pro Sitz natürlich. Also ist das ganze keine billige Sache.
Motoren und Preise
E240, 130kw/177PS, 36888€
E320, 165kw/224PS, 43500€
E500, 225kw/306PS, 56492€
E220 CDI, 110kw/150PS, 35264€
E270 CDI, 130kw/177PS, 37584€
Der E240 ist ein 6-Zylinder Motor. Er hat einen Humraum von ca. 2600cm3. Ein 6 Gang Getriebe und Heckantrieb gibt es natürlich auch. Mit seinen 177PS braucht er 9,1 sek von 0-100kmh und rennt bis zu 236kmh schnell. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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anonym, 24.03.2002, 18:09 Uhr
Bewertung: weniger hilfreich
Eine Bewertung vor der Markteinführung kann nicht nützlich sein. Das sind nur Daten, die von Mercedes selbst veröffentlich wurden...
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Qualitativ nicht immer Top
12.02.2002, 16:12 Uhr von
wolfmichaelblank
Hi, hier ist Womibla! Es macht mir Spaß, die verschiedensten Fahrzeuge zu fahren und zu testen. B...3- Fahreigenschaften: gut
- Fahrkomfort: durchschnittlich
- Platzangebot: sehr großzügig
- Zuverlässigkeit: sehr schlecht
- Besitzen Sie das Produkt?: nein
- Dauer des Besitzes & der Nutzung: länger als 1 Jahr
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Meine Erfahrungen mit dem Mercedes E280
Als der Daimler-Benz-Konzern im Jahre 1995 die neue E-Klasse mit dem revolutionärem 4-Augen-Gesicht vorstellte, war die Aufregung groß: die einen kriegten sich vor Lob kaum noch ein, und bezeichneten den fortschrittlichen Luxus-Cruiser als „den besten BMW, den Mercedes je baute“, die anderen hingegen fanden die neue „Machart“ schlicht potthässlich.
Über Geschmack lässt sich bekanntlich schlecht streiten.
Ich fand das E-Klasse Design damals klasse, und empfahl meinem Vater den Wechsel zum neuen Modell.
Nach zwei Jahren, im Mai 1997, stand der langersehnte E280 vor der Tür: viel größer als der alte W124, designerisch uptodate, und um einiges besser ausgestattet. Das Navigationssystem war ein Novum in der Familie. An das langweilige Uni-Dunkelblau würden wir uns schon gewöhnen, dachten wir, man kann ja nicht alles haben.
Wie sich das Auto innerhalb der letzten 4 Jahre und 100.000km Fahrleistung bewährt hat, schildere ich Euch in meinem Erfahrungsbericht:
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Innenraum:
Endlich mal bietet das Mercedes Bestseller-Modell einen standesgemäßen Innenraum – bei der Karosserielänge aber eigentlich auch kein Wunder.
Luxuriöse Platzverhältnisse auf allen Sitzen, mehr kann man zu dem Thema nicht sagen. Auch der Umfang der Sitze ist großzügig, die straffe Polsterung und der gute Seitenhalt sind in Ordnung, das relativ schnelle Durchsitzen jedoch nicht. Ärgerlich für ein Auto der Oberklasse: 1997 zahlte man selbst im E280 „Elegance“ noch 3500 Mark für elektrische Sitzverstellung, und 900 Mark für Lordosenstützen auf beiden Vordersitzen. So nicht, Mercedes!
Immerhin, im neuen Facelift-Modell gibt es teilweise elektrisch verstellbare Sitze.
Insgesamt wirkt das Innenraumdesign weniger fortschrittlich als das äußere Erscheinungsbild. Konservativ-unfreundliche Aufmachung, rutschige und meist billige Plastikoberflächen und die schlechten Armauflagemöglichkeiten (vor allem im Fond) machen keine Freude. Die Edelholzeinlagen wirken an manchen Stellen wie Plastik und stimmen alles in allem wenig versöhnlich. Einzig und allein das formschöne Armaturenbrett kann überzeugen, da es für gutes Raumgefühl sorgt und mit tadelloser Schalterplatzierung glänzt.
Mercedes bietet aber auch Auswege aus der greuslichen Plastiklandschaft an. Wie kommt man also auch bei Mercedes an einen Innenraum, der sich hinter einem BMW 5er nicht zu verstecken verbraucht?
Mit folgenden Ausattungspaketen:
- Avantgarde-Paket. plus 5.800DM
- Ledersitze „Nappa“: plus 4.900DM
- Armaturenbrett „Designo“: plus 4.000 Mark
Da staunt ihr nicht schlecht, was?
Insgesamt hat BMW das Thema der optischen und haptischen Verarbeitung viel besser im Griff – da zahlt man für ein rundum ansprechendes Ambiente auch nur 3.700 Mark extra. Damit meine ich die in dieser Fahrzeugklasse obligatorische Ledersitzaustattung in angenehmer Qualität, die Mercedes mit dem „Basis-Leder“ einfach nicht bietet.
Besonders ärgerlich ist jedoch, dass das Niveau bei Mercedes von Modell zu Modell sinkt, und BMW, Audi und selbst VW viel mehr Ahnung von Innenraumdesign haben.
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Sicherheit:
Dieses Thema ist Tradition bei Mercedes-Benz. Zumindest in unserem Fahrzeug ist die Sicherheitsaustattung vorbildlich: Doppelairbags plus Sidebags, ABS, ASR, 4 sehr gute Kopfstützen, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorne, spitzenmäßige Bremsen.
Nicht so gut: Das Crashverhalten wird im Euro-NCAP-Crahstest mit 3,5 Sternen bewertet.
Grundsätzlich muß man beim Punkt „aktive Sicherheit“ Abstriche machen, da sich vor allem Fahranfänger mit dem unhandlichen und unpräzisen Lenkungsverhalten überfordert fühlen.
Ein ESP gab es bei unserem Modell noch nicht, ich halte es aber bei solch einem Hecktrieblerfahrzeug für sehr sinnvoll.
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Fahrdynamik:
Ich hatte nie erwartet, dass das Thema „Fahrspaß“ bei diesem Auto kaum existiert. Die schwergängige und gefühllose Servolenkung macht das Auto in der Stadt so unhandlich wie einen Bungalow, und auf der Landstraße schwimmt der dicke Dampfer unentschlossen von einer Straßenseite zur anderen.
Interessant: treibt man die Kiste in den Grenzbereich, wird das Auto plötzlich relativ handlich und präzise. Es meistert jede Autobahnkurve und jeden Kreisverkehr mit enormen Geschwindigkeiten, die Reifen beißen sich im Asphalt fest, und das Auto schaukelt sich kaum auf.
In einem Mercedes CL 500 habe ich jedoch sehr positive Erfahrungen mit der Parameterlenkung gemacht, die ihre Hilfestellung je nach Geschwindigkeitsbereich von butterweich bis fest anpasst. Sie gilt wohl unter Mercedes-Insidern immer noch als Geheimtipp – ich werde nie wieder einen ohne kaufen.
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Komfort:
Beim Thema Komfort müßte die E-Klasse anfangen, ihre Trümpfe auszuspielen. Sehr viel Platz, die serienmäßige Klimaanlage, und das seidige Abrollverhalten der Federung spielen hierbei die größte Rolle. Die serienmäßige Komfortaustattung ist zwar schon wesentlich besser als früher, aber jedes weitere standesgemäße Komfortdetail will deftig extra bezahlt werden. Beispielsweise die Parameterlenkung, eine automatische Klimaanlage, Automatikgetriebe, Ledersitze usw., was japanische und amerikanische Luxuswagen generell an Bord haben, ohne dass jemand danach fragt.
Das aus heutiger Sicht etwas urwüchsige Navigationssystem funktioniert tadellos, wir kaufen bestimmt wieder eins. Klanglich ist die Lautsprecheranlage nur Durchschnitt.
Die Abkoppelung von der Außenwelt gelingt beim Thema Fahrspaß hervorragend – man hat, wie schon erwähnt, relativ wenig Kontrolle über diesen Dampfer. Die Geräuschdämmung ist keineswegs schlecht, lässt aber deutliche Abstriche im Vergleich zur Konkurrenz erkennen
Das ganze Thema „Komfort“ lässt sich – freilich ziemlich überspitzt - so ausdrücken: viel Lärm um nichts (...an Fahrspaß).
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Antrieb:
Könnte es vielleicht sein, dass das schönste am E280 in seinem Herzen, also dem Motor, verborgen liegt?
Wollen wir mal gucken: Man drehe den Infrarotschlüssel sachte in seinem High-Tech-Zündschloß um, und schon – Hey Hey! – springt der Sechszylinder wie selbstverständlich an, und gibt dazu einen satten Auspuffton von sich. Gar nicht mal übel!
Um das Auto in Bewegung zu setzen, führt man schnell noch den leichtgängigen Automatikhebel in die Stellung „D“, und schon kann’s losgehen. Beim sanften Ablegen des Fußes vom Bremspedal setzt sich der schwere Wagen wahnsinnig sanft und wie von selbst in Bewegung. Ein kurzer Druck auf das Gaspedal, und mit einem ebenso sanften Drehzahlanstieg und leichtem Säuseln wird das Auto von dannen gezogen. Hier entsteht ein Oberklassefahrgefühl par excellence.
Und wie geht es weiter? Im Stadtgebiet lässt es sich sehr souverän vorankommen, und die schnell und sanft reagierende 5-Gang-Automatik hält den Motor bei fast jedem Leistungsanspruch unterhalb von 3000 Touren. Den Eindruck von einem Drehmomentstemmer hat man jedoch schon hier nicht.
Der Motor entwickelt zwar einen anständigen Drehmomentwert von 270Nm, bei ebenso ansehnlichen 3000 Umdrehungen, aber bis die erreicht sind, vergeht eine längere Zeit.
Wer dem E280 die Sporen gibt, kann jedoch auch ganz fix innerhalb von 9 Sekunden auf 100km/h beschleunigt werden
Sobald man mit dem 1600-Kilo-Gefährt auf die Landstraße kommt, verwischt der souveräne Eindruck, der sich bisher aufgebaut hat. Jedes kleine bisschen an geforderter Leistungsabgabe zwingt die Automatik zum nervösen herunterschalten und lässt den Motor genervt vor sich hinnudeln.
Das dabei entstehende Geräuschbild wirkt aber ab 4000 Touren wimmerig und angestrengt. Drehmomentorientiertes, sportives Landstraßen-Cruising mit dezent-souveränem Geräuschniveau bietet selbst der mittlere von den 3 angebotenen Sechszylinder-Benzinern nicht.
Aus der vergleichsweise hohen PS-Ausbeute des E280 ergibt sich eine Höchstgeschwindigkeit von 245km/h, aber die braucht kein Mensch. Der wahre Luxus, den ein Auto in dieser Klasse braucht, liegt in einer stemmigen Leistungsentfaltung, die bei einem so hohen Fahrzeuggewicht nur von einem modernen Dieselmotor oder V8-Benziner erreicht werden kann.
Auch der „Welt beste Fahrzeughersteller“ kann die Gesetze der Physik nun mal nicht außer Kraft setzen.
Versöhnlich stimmt hingegen der Benzinverbrauch, der bei sportlicher Fahrweise gerade mal bei um die 10 Litern liegt – in Anbetracht von Fahrzeuggewicht und Antriebskonzept ein toller Wert.
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Qualität / Zuverlässigkeit /Service:
Nach 45TKM mit dem Passat und 100TKM mit dem Mercedes wird aber eins deutlich: Die Karosserie scheint steif wie ein Atombunker, Klappergeräusche gibt es kaum. Hier zeigen sich die Vorteile eines ausgereiften Technik-Dinosauriers.
Die zunehmende Technisierung und Elektronisierung der Autos bringt jedoch eine Menge Probleme mit sich. Der neue E280 hat – in abgeschwächter Form – die selben Zuverlässigkeitsprobleme wie unser ´93er 280E: Hin und wieder fallen Birnen im Cockpit aus, das Schiebedach ist ständig defekt, und die Batterie war nach einem Wochenende Stillstand auch mal leer.
Der Motor wird noch ewig laufen, die Automatik zeigt im heißgefahrenen Zustand zuletzt ein paar Rucke, die da nicht sein sollten.
Die Lackqualität des Uni-Lacks ist eine Schande. Eine intensive Politur vor ein paar Wochen hat einiges an Wirkung gebracht, nach ein paar Fahrten in die Waschanlage ist die Freude fast schon wieder dahin.
Mein Tipp: man sollte wegen der extrem Empfindlichkeit nur Silber-Metallic nehmen, und das Auto nach Möglichkeit nur in Textilwaschanlagen waschen.
Bei unserem Mercedes-Händler haben wir uns in der Regel sehr wohlgefühlt, und er ging vertrauensvoll auf unsere Wünsche und Anliegen ein.
Leider war die Werkstatt nicht immer in der Lage, die ewigen Elektrikprobleme mit unseren Autos aus dem Weg zu schaffen.
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Fazit:
Die E-Klasse ist im Jahr 2001 eine gemütliche und solide Limousine mit barockem Design – fast schon so legendär wie die Titanic.
Mit dem Unterschied, dass es der teutonische Dampfer doch immer wieder schafft, um die „Eisberge“ im Alltagsverkehr herumzumanövrieren.
Obwohl das Auto einen Neupreis von etwa 90.000 Mark hat, hat man nicht das Gefühl, in einem Traumauto zu sitzen.
Das nächste mal kommt ein E320CDI mit Parameterlenkung und Sportfahrwerk. Das Prädikat „Trödelmonster“ gilt dann wohl nicht mehr!
================= Bei Verschmelzung identischer Produkte angehängt: ==========================
Die 11 Eigentore des Jürgen Hubbert
Erster Fahrbericht zur neuen Mercedes E-Klasse (W211). Diesmal im Test: der frisch überarbeitete 2,7l Dieselmotor mit Common-Rail-Technik der 2. Generation und verbessertem Turbolader.
Gliederung:
I. Einführung
II. Eigenschaftswertung
Nr. Kriterium und Einzelnote (von 1.0 bis 6.0)
1. Außenhülle 2,5
2. Innenraum 2,5
3. Komfort 2,5
4. Sicherheit 1,5
5. Fahrdynamik 2,5
6. Antrieb 2,0
7. Qualität 5,0 *)
8. Prognose 5,0 *)
9. Service 3,0
*) Führt zur Abwertung in der Gesamtnote
III. Zusatzinformationen:
1. Konfigurationsbeispiel
2. Technische Daten
IV. Fazit: Gesamtnote: 3 von 5 Sternen / Empfehlung: eher Nein
I. Mein Vater möchte demnächst seinen ´97er Mercedes E280 durch einen neuen Wagen ersetzen, da liegt es natürlich Nahe, sich die vor wenigen Monaten neu erschienene Mercedes E-Klasse einmal genauer anzusehen.
Tragischerweise leidet das Image des traditionsreichen schwäbischen Autobauers zunehmend unter einer Qualitätsdiskussion, die von Seiten der internationalen Fachpresse, Verbraucherschutzorganisationen und des ADAC immer intensiver geführt wird.
Was VW seit Jahren mit seinen unzuverlässigen und klapperverseuchten Produkten vormacht, scheint mittlerweile auch bei der Marke mit Stern Einzug zu halten. Laut Informationen der amerikanischen Stiftung Warentest („Consumer’s Union“, nachfolgend CU genannt) gelten vor allem die Modelle CLK, S-Klasse und ML als klapperintensiv und hochgradig problembehaftet. Laut den Untersuchungen der „CU“ sollen die ein- bis vierjährigen Mercedes-Modelle zu den unzuverlässigsten Fahrzeugen auf dem gesamten US-Markt gehören.
Ganz anders sieht es beim japanischen Erzkonkurrenten Lexus aus: seit der Entstehung von Toyotas Edelmarke im Jahr 1989 hat es laut den Aufzeichnungen der CU nicht ein Produkt gegeben, das nicht hervorragende Werte in Bezug auf Langzeitqualität und Zuverlässigkeit bewies.
Nachdem zwischen der Qualität der deutschen Produkte und denen der fernöstlichen Edelschmiede eine derart große Diskrepanz entstanden ist, gibt es genug Gründe für meine Familie, auch mal einen genaueren Blick in den Lexus-Schauraum zu werfen, was wir vor einigen Wochen auch getan haben. Die Erfahrungen mit dem asiatischen Mercedes-ML-Konkurrenten „RX300“ waren sehr positiv, und so fällt es der Familie heute schwer, sich zwischen dem bekannt zuverlässigen Exoten ( Lexus ) oder dem neu entwickelten bürgerlichen Vertreter aus Schwaben (E-Klasse) zu entscheiden.
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II. Ich möchte in diesem Erfahrungs-Bericht meine Erfahrungen mit der neuen E-Klasse beschreiben und einen Eindruck davon vermitteln, was für ein Fahrgefühl und welches Qualitätsniveau Sie bei einem aktuellen Mercedes erwarten dürfen:
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1. Außenhülle
Als die neue E-Klasse in Automagazinen vor etwa einem Jahr erstmals gezeigt wurde, war ich richtig begeistert. Mercedes hatte es geschafft, eine gelungene Interpretation der klassischen E-Klasse-Form zu zeichnen, wobei zugleich die locker-leichte, an französische Blätterteig-Patisserie erinnernde Formensprache der aktuellen S-Klasse (seit 1998) beibehalten wurde, welche sich auch im 1999 nachfolgenden Mittelklasse-Brüderchen C-Klasse wiederfindet und im grandiosen CL-Coupé zu ihrer Vollendung reifte.
Soweit zur Haben-Seite. Kritiker meinen nämlich, die neue E-Klasse wirke nicht innovativ genug, um auch in einigen Jahren gegen ihre Konkurrenten bestehen zu können (die neuen Audi A6 und 5er-BMW stecken bereits in den Startlöchern). Und in der Tat, Auto-Kenner merken, dass die weichgespülte Grundform der neuen E-Klasse bereits 1996 als US-Massenmarkt-PKW „Ford Taurus“ das Licht der Welt erblickte. Im Jahr 2000 rückte Citroen nach und platzierte ein weiteres Auto mit dieser bulligen Seitenlinie und den glupschigen Augen im (europäischen) Mittelklassesegment – der C5 war geboren.
Unter dem Aspekt wirkt das Design natürlich etwas mutlos, Mercedes hätte der E-Klasse ruhig ein paar reizvolle Ecken und Kanten spendieren dürfen.
Etwas schade ist, dass die Karosserieform von riesigen Radhäusern geprägt wird, Mercedes in den meisten Modellen aber nur mickrige 16-Zoll-Räder spendiert. So entstehen große, dunkle Höhlen in der Karosserie und unsportlich wirkende, dicke Reifenwülste. Wer zeitgemäße Optik im 17- bzw. 18-Zoll-Format wünscht, muß saftige Aufpreise ab 770 Euro einkalkulieren.
Macht nichts, dem deutschen automobilen Massengeschmack wird der Look zunächst gefallen, und daher kann sich die E-Klasse mit einer Note 2,5 zufrieden geben.
Karosserie-Note: 2,5
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Innenraum:
Wenn man den chromverzierten Bügelgriff unseres Testwagens in der Elegance-Austattung betätigt, öffnet sich die Fahrertür mit einem dezenten „plopp“ und gibt den Blick auf den neugestalteten Innenraum der E-Klasse frei.
Direkt ins Auge fällt das skurril geschwungene Design des Armaturenbretts, auch insgesamt setzt sich der Eindruck fort, man befände sich in einer kompakteren S-Klasse, die sich mit ihrem stilistisch fragwürdigen Innenraum nicht nur Freunde schuf.
Das feudale Platzangebot des Vorgängers wird meiner Ansicht nach nur durch die vielen Wölbungen der Innenausstattung und die niedrige Dachhöhe im Fond relativiert. Die neuen Sitze im spacigen Design bieten erheblich besseren Komfort als die des Vorgängers, und die hochwertigere Materialauswahl mit angenehm rauen gepolsterten Oberflächen versprüht eine angenehme, wohlige Atmosphäre. Die Fahrerposition lässt sich dank der vielen Einstellmöglichkeiten von Sitzen (Lehne elektrisch verstellbar) und Lenkrad (horizontal und axial verstellbar) perfekt einstellen.
Das Armaturenbrett mit dem umstrittenen Design bietet immerhin exzellente ergonomische Qualitäten: beispielsweise sind alle Schalter hervorragend erreichbar, und die Knie stoßen nirgendwo an harte Kanten. Viele sinnvolle Fächer rund um die Passagiere machen das Leben angenehm. Komfortabel abgepolstert und hübsch vernäht sind neuerdings auch die Armauflagen in den Türen und auf der Mittelkonsole (ab Austattungslinie Elegance). Leider öffnet man beim herumrutschen mit dem rechten Ellenbogen schnell das Fach in der Armauflage – sehr unpraktisch!
Mit der erheblich verbesserten Materialauswahl hat Mercedes den längst herbeigesehnten Schritt getan, die Qualitätsanmutung des Innenraums näher an die Vorgaben der Konkurrenz (Audi, VW, BMW) zu bringen.
Es finden sich jedoch viele Details, an denen sich erkennen lässt, dass Mercedes weiterhin versucht, an der Verarbeitung zu sparen. Dazu zähle ich manche extrem billigen Verkleidungsteile an den Vordertüren, die primitive Innenbeleuchtung, der herabsinkende Dachhimmel, die wenig akkuraten Spaltmasse der Holzverkleidungen (ärgerlich: 3mm Höhenunterschied zwischen den Streifen an Armaturenbrett und denen in den Türen) samt den unangenehm scharf abgeschnittenen Holz-Teilen in der Mittelkonsole.
Nervig sind die Fensterheberschalter in freudlosem Ovaldesign, hergestellt aus billigem Plastik und je nach Ausstattungslinie „verfeinert“ mit dämlichen Chromringen, die sich bei hellem Wetter überall im Innenraum spiegeln. Das geht besser, Mercedes!
Grundsätzlich ist die E-Klasse schon als Grundmodell „Classic“ recht reichhaltig ausgestattet. Ich biete hier eine kurze Beschreibung zu den stilistischen Unterschieden der drei Ausstattungslinien:
E-Klasse „Classic“: Serienmäßig mit Armauflage, Außentemperaturanzeige, 4 E-Fenster, Holzausstattung, Klimaautomatik, Regensensor, Cassettenradio mit 10 Lautsprechern, nahezu die komplette Sicherheitsausrüstung. Auf den ersten Blick enthält die Ausstattung alles Wünschenswerte, aus stilistischen Gründen würde ich sie jedoch weniger empfehlen: mit den fehlenden Chromverzierungen im Innenraum und an der Außenhaut kann man vielleicht leben. Insgesamt wird die Classic-Austattung den Taxi-Charme nicht los: das liegt an den unästhetischen Leichtmetallrädern, den im Fisher-Price-Spielzeug-Stil gummierten Armauflagen und an den biederen Stoffpolstern.
E-Klasse „Elegance“, Aufpreis 1800 Euro: Diese Austattung bietet zusätzlich eine andere Holzausführung, Chromverzierungen an Holzteilen, im Tachoinstrument und an der Außenhaut, aufwändigere Innenbeleuchtung, Armauflagen in Kunstleder genäht, andere Leichtmetallfelgen und anderes Stoffdesign.
Es handelt sich hierbei um die Austattungslinie für die Generation ab 65 Jahre, was vor allem an den biederen Stoffen im Landhausstil und den Rädern im Kronleuchter-Design liegt. Ärgerlich, dass man selbst in der Elegance-Version die vollelektrische Sitzverstellung extra bezahlen muß.
E-Klasse „Avantgarde“, Aufpreis 3.200 Euro: in der sportlichsten Variante erhält die E-Klasse schwarze statt braune Holzapplikationen, Chromeinlagen wie in Austattung „Elegance“, Tachoinstrument mit weißem Zifferblatt, Chromverzierung rund um den Wählhebel, blaues Dämmglas, Bi-Xenon-Scheinwerfer sowie Leichtmetallräder im 5-Speichendesign, eine sportlichere Fahrwerksabstimmung, Sitze in Stoff-Leder-Kombination und andere Stoßfänger. Leider gar nicht avantgardistisch ist die mickrige Größe der Leichtmetallräder: die gegen Aufpreis erhältliche 17-Zoll-Ausführung wäre hier angebracht gewesen. Auf die Sitze mit Seitenteilen in primitivem Leder kann ich gut und gerne verzichten. Nicht sinnvoll ist außerdem die noch sportlichere Fahrwerksabstimmung, die man bei dieser Ausstattungsvariante jedoch abwählen kann.
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Mein Tipp: Mit der Ausstattungslinie Elegance umgeht man die stilistischen Nachteile des Basismodells und die Komforteinbußen der Avantgarde-Variante (Sportfahrwerk abwählbar). Die optionale Billig-Volllederaustattung „Twin“ (470 Euro) kann man aufgrund mangelhafter optischer und haptischer Qualität getrost vergessen. Mit einer der hochwertigeren Ledersorten ( Leder 1.850 Euro, Nappa-Leder 2.500 Euro) kann die Elegance-Ausführung ihr Wohlfühlaroma am besten entfalten.
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Innenraum-Note: 2,5
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Sicherheit:
Vorbildlich: serienmäßig Doppelairbags plus Sidebags und Windowbag, ABS, Bremsassistent, Sensotronic Brake-Control, Bremsbelagverschleißanzeige, elektronisches Stabilitätsprogramm, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorn, drei vollwertige Gurtsysteme im Fond plus Isofix-Vorbereitung, Fensterheber mit Einklemmschutz, sehr gut abgepolstertes Armaturenbrett, Verbandskissen und Warndreieck. Es ist mit hervorragende Crashtestwerten im noch ausstehenden Euro-NCAP-Crashtest zu rechnen. Sehr hohe aktive Sicherheit durch unproblematisches Fahrverhalten. Kräftige, sehr fein dosierbare Bremsanlage mit Bestnoten im Auto Motor und Sport-Vergleichstest. Sehr gute Scheinwerfer auch ohne die vielversprechende Bi-Xenon-Technik (1.120 Euro). Die Sicherheitsausstattung ist mit vielen Details noch erweiterbar, dazu gehören Sidebags im Fond (390 Euro) Alarmanlage (300 Euro), Heckdeckelzusatzsicherung (110 Euro) und das sinnvolle Parktronic-System (760 Euro).
Sicherheits-Note: 1,5
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Fahrdynamik:
Erfreulich, dass die Mercedes-Ingenieure erkannt haben, dass die Handling-Schwächen des Vorgängermodells beseitigt werden mussten. Der E270CDI fährt sich nun weitgehend handlich und präzise. Das indifferente Lenkgefühl in der Mittellage wurde fast vollständig beseitigt, die fahrdynamischen Fähigkeiten im Grenzbereich sind hervorragend wie eh und je. Die Karosseriebewegungen sind angenehm gering, und die schaukeligen Lastwechselreaktionen des Vorgängers gehören der Vergangenheit an. Das spritzige, rasiermesserscharfe Handling des aktuellen BMW 5er erreicht das neue Modell jedoch nicht.
Wie man ein Luxusfahrzeug mit 2 Tonnen Leergewicht zu einem sensationell handlichen Auto macht, konnte ich auf einer Vergleichsfahrt mit dem Mercedes CL500 erleben: die seidige, geschwindigkeitsabhängige Parameterlenkung und die aktive Luftfederung haben das Unmögliche möglich gemacht.
Selbst die gerade mal 11.000 Euro teuren Basismodelle des Fiat Punto bzw. VW Polo verfügen heute serienmäßig über eine geschwindigkeitsabhängige Servolenkung.
Weil Mercedes die Parameterlenkung in der E-Klasse nicht serienmäßig anbietet, kann die schwere Limousine ihre angeborene Unhandlichkeit nicht so gut verleugnen wie gleichwertige Fahrzeuge von Audi oder Lexus. Mein Tipp: Kalkulieren Sie den Aufpreis von 210 Euro beim Kauf jeglicher Mercedes mit ein.
Größere Räder im 17- bzw. 18-Zoll-Format (ab 780 Euro), sowie die optionale sportlichere Fahrwerksabstimmung (je nach Ausstattung 490 Euro), alternativ das AMG Sportfahrwerk (incl. 18-Zoll Felgen 3.200 Euro) oder die semiaktive Luftfederung „Airmatic DC“ (1.850 Euro) könnten helfen, die insgesamt für ein Premium-Fahrzeug nicht überdurchschnittlichen Handlingeigenschaften zu verbessern.
Fahrdynamik-Note: 2,5
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Komfort:
Das Wohlbefinden der E-Klasse-Passagiere wird geprägt durch das großzügige Platzangebot und die toll ausgeformten, eher weich gepolsterten Sitze. Fahrerposition und Handhabung der Bedienelemente sind perfekt, die Entkoppelung des Innenraums von der Straße ist gut: es sind kaum Windgeräusche und ebenfalls nur wenige Abrollgeräusche hörbar. Hilfreiche Komfort-Extras wie eine kräftige Klimaautomatik, ein Regensensor und immerhin teilweise elektrisch verstellbare Vordersitze bietet der Mercedes serienmäßig. Insgesamt wird der eher komfort- und weniger sportiv ausgelegte Handlingcharakter des Autos durch die Kuschelcharakteristik der Sitze manifestiert: die E-Klasse will ein nobler und dezenter Cruiser sein. Wenn man aber erst mal unterwegs ist, wird deutlich, dass das im Vergleich zum (bereits recht straff gefederten) Vorgänger deutlich verbesserte Fahrverhalten mit einer nochmals strafferen, irgendwie sogar unruhigen Federabstimmung erkauft wurde. Man hat den Eindruck, dass die Fahrdynamik kurz vor Veröffentlichung der neuen E-Klasse noch eilig auf „notdürftig sportiv“ getrimmt wurde, um dem geneigten Kunden eine BMW-ähnliche Fahrwerksqualität vorzugaukeln.
Das wäre eigentlich nur halb so tragisch, wenn unser „Elegance“-Testfahrzeug nicht schon explizit über das Komfortfahrwerk verfügt hätte und nicht bereits auf den komfort-unterstützenden 16-Zoll Rädern gefahren wäre.
So ist es kein Wunder, dass ich dringend von der Wahl irgendwelcher Sportfahrwerke bzw. von unnötig großen, von Natur aus härter abrollenden Rädern abrate – und das, obwohl eigentlich jede nur mögliche Handlingverbesserung dem dicken Mercedes gut getan hätte!
Laut Mercedes-Werbeslogans zur Airmatic-Luftfederung „werden die Straßen nicht besser, aber sie werden sich besser anfühlen“. Die Redakteure der Auto Motor und Sport sahen das teure Airmatic-System jedoch ebenso wenig als empfehlenswerte Alternative an: im je nach Fahrweise automatisch zuschaltenden Sportmodus sei die Federung nämlich erheblich zu hart.
Den für ein Auto der 100.000 Mark-Klasse insgesamt wenig begeisternden Komforteindruck rettet auch der kräftige 5-Zylinder-Dieselmotor nicht, der sich zwar um ordentliche Laufruhe bemüht, aber mit seinem pochendem Sound einen gewissen Taxi-Charme letztlich nicht verleugnen kann.
Komfort-Note: 2,5
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Antrieb:
Unser bisheriger, nominell 204PS starker E280 konnte im schweren Vorgängermodell nicht in allen Punkten voll überzeugen, was hauptsächlich an der mageren Drehmomentausbeute (280Nm/3000 UPM) des 6-Zylinder-Saugbenziners lag. Wir haben uns entschieden, im ähnlich schweren Nachfolgemodell einen der modernen Turbo-Dieselmotoren zu wählen, die von Natur aus eine erheblich bessere Drehmomentkurve bieten (270CDI: 400Nm/1.800-2.600 UPM), obendrein wesentlich weniger Kraftstoff verbrauchen und dazu mittlerweile noch recht ordentlichen Geräuschkomfort bieten.
Obwohl der 270er-Diesel nominell 34PS schwächer ist als unser alter 280er-Benziner, sorgt er für wirklich temperamentvollen Anzug. Abgesehen vom kurzen Turboloch knapp über Leerlaufdrehzahl schüttelt der Motor stets reichlich Leistung in die Antriebswellen, dank des geringen Drehzahlniveaus von höchstens knapp über 4.200 Touren bleibt das Laufgeräusch stets unaufdringlich, auf der Autobahn geht es schnell in den anderen Fahrgeräuschen unter.
Im Gegensatz zum von uns favorisierten 3,2-Liter 6-Zylinder-Diesel (470Nm, 200PS, im neuen Modell erhältlich ab Herbst) stellt der 270CDI mit seinen 5-Zylindern und der nicht wirklich perfekten Laufruhe eine Vernunftalternative da: unser Testverbrauch lag bei nur 7,5 Litern Diesel bei zügiger Fahrweise, das begeistert wirklich! Im Zusammenspiel mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe gibt Mercedes die Beschleunigung auf exakt 9 Sekunden auf 100km/h an. Ebenso entspricht die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 230km/h exakt unserem Vorgängermodell und ist höchst zufriedenstellend.
Die angepriesenen Vorzüge der 2. Generation der Common-Rail-Einspritztechnik sind für uns nicht unbedingt nachvollziehbar gewesen. Auch nicht der Umstand, warum Mercedes’ überarbeiteter Motor nicht über einen umweltfreundlichen Rußpartikelfilter verfügt.
Antriebs-Note: 2,5
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Qualität / Zuverlässigkeitsprognose
Im Jahr 2001 registrierte das Kraftfahrtbundesamt ein Rekordniveau bei Rückrufen: 113 respektive 35 noch im Jahr 1993.
AutoBild vom 29.6.2001: „In global operierenden Konzernen gilt der Rotstift des Controllers im Zweifel mehr als der Zeichenstift des Ingenieurs. Wenn dann die Kontrollen nicht greifen, kann Kostenreduzierung schnell an der Kernkompetenz einer Marke kratzen. So geschehen im Fall Mercedes. Ausgerechnet die Ikone deutscher Wertarbeit leistet sich zuletzt unerklärliche Schwächen.“
Auto Motor und Sport vom 3.4.2002: „Reichlich genervt reagiert auf die Diskussion inzwischen Mercedes-Chef Jürgen Hubbert: Natürlich nehme man die Qualitätsdiskussion ernst, besonders wenn bei der jüngsten Image-Erhebung von auto motor und sport die Mercedes-Pfeile in den Kategorien wie Zuverlässigkeit und gute Verarbeitung sanft, aber stetig nach unten weisen. Ein grundsätzliches Problem sieht Hubbert nicht, und er lasse es auch nicht zu, dass ein Problem herbeigeschrieben werde, „wo es keines gibt“. Entschieden verwahrt sich Hubbert gegen Darstellungen, wonach Mercedes die Qualitätsfrage zur Chefsache gemacht habe, impliziere das doch das Eingeständnis, dass es ein solches gibt: „Qualität war bei uns schon immer Chefsache.““
So ist das also? Dann wollen wir einmal rekapitulieren, worum es in der Qualitätsdiskussion bei Mercedes eigentlich geht:
Eigentor 1: 1995 wird auf der IAA das Sicherheitskonzept der kommenden A-Klasse als „genial“ angepriesen. 1997 kommt es kurz nach der Veröffentlichung zum Elchtest-Debakel
Eigentor 2: 1998 muß Konzernchef Hubbert mit eigenen Augen ansehen, wie der innovative Smart von konzerneigenen Testfahrern beim Elchtest auf’s Dach gelegt wird
Eigentor 3: 1999 baute Mercedes in jeden Smart das abgespeckte Stabilitätssystem „Trust“ ein. Bei eisigen Bedingungen kamen die aktualisieren Modelle später ins Schleudern, kippten erneut um und blieben auf dem Heckfenster liegen. Seit der weiteren Rückrufaktion fahren alle Smart mit dem verbesserten „Trust plus“.
Eigentor 4: 1999: Im ersten Produktionsjahr der neuen Mercedes C-Klasse kommt es zu Kundenbeschwerden wegen etlicher Kinderkrankheiten und mangelhafter Materialqualität.
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Ab hier überschreitet Mercedes die Toleranzgrenze. Jeder weitere Fehler würde unverzeiliche Imageeinbußen mit sich bringen.
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Eigentor 5: 2000 werden alle M-Klasse wegen rostender Rahmen in die Werkstätten gerufen. Zitat Autobild 26/2001: „Nach inoffiziellen Angaben musste DaimlerChrysler im letzten Jahr 3,4 Milliarden Mark für Garantie- und Kulanzleistungen aufwenden – dreimal soviel wie 1998. Bei der M-Klasse kostete die Nachbesserung im Schnitt 4750 Mark pro Fahrzeug. Ein Spitzenwert.“
Eigentor 6: 2000 wird bekannt, dass alle ab 1995 gebauten E-Klasse-Fahrzeuge bereits nach wenigen Monaten zur Rostbildung an Türrahmen und Karosserie neigen.
Eigentor 7: 2001 spricht die unabhängige amerikanische Consumer’s Union der Mercedes S-Klasse jegliche Empfehlung ab und nimmt das Modelljahr 2000 wegen katastrophaler Zuverlässigkeitsmängel in die Liste der „used cars to avoid“ auf. Die Zuverlässigkeit des Modells 2002 wird auf 40% schlechter als der Durchschnittswert aller Fahrzeuge auf dem US-Markt prognostiziert.
Eigentor 8: 2001 ernennt die Consumer’s Union die Mercedes M-Klasse wegen seit 1998 anhaltenden gravierenden Zuverlässigkeitsproblemen (-70%) zum „schlechtesten Offroader des Jahres“.
Eigentor 9: 2001 prognostiziert die CU die Zuverlässigkeit des Modells „CLK“ auf den drittschlechtesten Wert aller auf dem US-Markt angebotenen Fahrzeuge (98% schlechter als der Durchschnittswert).
Eigentor 10: 2001: Noch nie hat die CU nur so wenige Mercedes-Modelle empfohlen: die alte E-Klasse behält mit 10% besser als der amerikanische Durchschnitt trockene Füsse, die aktuelle C-Klasse wird auf –5% prognostiziert und erkämpft sich nur knapp das Qualitätslabel „Recommended bei Consumer’s Union“.
Eigentor 11: Der Qualitätseindruck im neuen E-Klasse-Modell
Mercedes hat versprochen, den optischen Qualitätseindruck erheblich zu verbessern, was aber nur zum Teil geklappt hat. Die offensichtlich billige Machart mancher Bauteile im Innenraum habe ich bereits angesprochen, ebenso wie den labilen Dachhimmel und die zum Teil schlechten Spaltmasse der Innenraumverkleidungen.
Bereits im Schauraum bewiesen Details erste Zersetzungserscheinungen: die Holzknöpfe des Staufaches in der Mittelkonsole waren in mehreren Fahrzeugen bereits abgebrochen, die Rückenpolsterung mancher Vordersitze neigte zu knatschenden Geräuschen und meinem Vater fiel eine losgelöste Plastikummantelung an einem Vordersitz auf.
Bei der Testfahrt wirkte die Karosserie des E270CDI weniger still und solide als unser 120.000km alter E280. So brachte der nicht ganz ruhig laufende Dieselmotor zum Beispiel Teile in der Deckenbeleuchtung zum vibrieren.
Mit Verlaub: auch die alte E-Klasse war kein Ausbund an Solidität. Nach fünf Jahren hat unser E280 diverse Elektrikdefekte hinter sich, der schändliche Lack ist stark verstumpft und weißt am Heckdeckelschloß schon Rostblasen auf.
Zum Vergleich: das E-Klasse-Konkurrenz-Modell Lexus GS300 schneidet bei der Kundenbefragung der CU erheblich besser hab und erreicht eine prognostizierte Zuverlässigkeit von +70%. Der von uns testweise gefahrene Offroader Lexus RX300 erreicht sogar +80% und mausert sich so zu einem der problemlosesten Fahrzeuge überhaupt.
Bei einem Auto der 100.000 Mark-Klasse sollte man auch Besseres erwarten dürfen als die gegenwärtige Mercedes-Qualität!
Qualitätseindruck: „mangelhaft“, Note 5,0
Zuverlässigkeitsprognose: „risikoreich“, Note 5,0
___________________________________________
Service:
Angesichts der verheerenden Kritik sollten sich die Mercedes-Leute (allen voran natürlich Jürgen Hubbert) jegliche unnötige Arroganz sparen.
Doch genau das ist es, was man schon immer von Mercedes-Händlern zu berichten wusste: das Verkaufspersonal ist eingebildet und arrogant, Inspektionen kosten in der Regel über 1000 Mark und einen popeligen Ersatzwagen á la A140 bekommt man nur unter viel gutem Zureden spendiert.
Würden wir heute bei Lexus oder BMW kaufen, wäre uns ein Rabatt von 10% oder mehr (je nach Modell) gewiss. Obwohl Mercedes von allen die gepfeffertsten Preise verlangt, würde man uns für eine 55.000 Euro teure E-Klasse höchstens 7% Rabatt gewähren.
Einen überzeugenden Service-Eindruck gewinnt man so nicht. Immerhin sind die versprochenen Garantieleistungen in Ordnung.
Fahrzeuggarantie: 2 Jahre, unbegrenzte Kilometer
Garantie gegen Durchrostung: 30 Jahre
24h-Mobilitätsgarantie: 30 Jahre ohne Kilometerbegrenzung
Service: 3,0
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III. Zusatzinformationen
1. Konfigurationsbeispiel:
Preise in Euro inklusive 16% MwSt.
Mercedes E270CDI: 37.584.-
Paket „Elegance“: 1.798.-
Lackierung Metallic: 882,-
Bi-Xenon-Licht: 1119,-
Cupholder: 35.-
Durchlademöglichkeit: 499,-
Alarmanlage: 301,-
Automatikgetriebe 5-Gang: 2.006,-
Parameterlenkung: 209,-
Parktronic: 754,-
Lederaustattung: 1.850.-
Navigationssystem einfach: 1.740.-
Sidebag im Fond: 389.-
Memory-Paket: 916,-
Sitzheizung vorne: 342,-
Gesamtpreis: >> 50.424 Euro
================= Bei Verschmelzung identischer Produkte angehängt: ==========================
Erster Fahrbericht zur neuen Mercedes E-Klasse (W211). Über 59TKM Langzeiterfahrung im eigenen E320CDI entkräften die geäußerten Kritikpunkte nicht.
Umfragen der amerikanischen Consumer's Union brachten eine weit unterdurchschnittliche Zuverlässigkeit der neuen E-Klasse hervor.
Dadurch kommt meine auf zwei Sterne reduzierte Bewertung zustande.
Test: der überarbeitete 2,7l Dieselmotor mit Common-Rail-Technik der 2. Generation und verbessertem Turbolader.
Gliederung:
I. Einführung
II. Eigenschaftswertung
Nr. Kriterium und Einzelnote (von 1.0 bis 6.0)
1. Außenhülle 2,5
2. Innenraum 2,5
3. Komfort 2,5
4. Sicherheit 1,5
5. Fahrdynamik 2,5
6. Antrieb 2,0
7. Qualität 5,0 *)
8. Prognose 6,0 *)
9. Service 3,0
*) Führt zur Abwertung in der Gesamtnote
III. Zusatzinformationen:
1. Konfigurationsbeispiel
2. Technische Daten
IV. Fazit: Gesamtnote: 2 von 5 Sternen / Empfehlung: Nein
I. Mein Vater möchte demnächst seinen ´97er Mercedes E280 durch einen neuen Wagen ersetzen, da liegt es natürlich Nahe, sich die vor wenigen Monaten neu erschienene Mercedes E-Klasse einmal genauer anzusehen.
Tragischerweise leidet das Image des traditionsreichen schwäbischen Autobauers zunehmend unter einer Qualitätsdiskussion, die von Seiten der internationalen Fachpresse, Verbraucherschutzorganisationen und des ADAC immer intensiver geführt wird.
Was VW seit Jahren mit seinen unzuverlässigen und klapperverseuchten Produkten vormacht, scheint mittlerweile auch bei der Marke mit Stern Einzug zu halten. Laut Informationen der amerikanischen Stiftung Warentest („Consumer’s Union“, nachfolgend CU genannt) gelten vor allem die Modelle CLK, S-Klasse und ML als klapperintensiv und hochgradig problembehaftet. Laut den Untersuchungen der „CU“ sollen die ein- bis vierjährigen Mercedes-Modelle zu den unzuverlässigsten Fahrzeugen auf dem gesamten US-Markt gehören.
Ganz anders sieht es beim japanischen Erzkonkurrenten Lexus aus: seit der Entstehung von Toyotas Edelmarke im Jahr 1989 hat es laut den Aufzeichnungen der CU nicht ein Produkt gegeben, das nicht hervorragende Werte in Bezug auf Langzeitqualität und Zuverlässigkeit bewies.
Nachdem zwischen der Qualität der deutschen Produkte und denen der fernöstlichen Edelschmiede eine derart große Diskrepanz entstanden ist, gibt es genug Gründe für meine Familie, auch mal einen genaueren Blick in den Lexus-Schauraum zu werfen, was wir vor einigen Wochen auch getan haben. Die Erfahrungen mit dem asiatischen Mercedes-ML-Konkurrenten „RX300“ waren sehr positiv, und so fällt es der Familie heute schwer, sich zwischen dem bekannt zuverlässigen Exoten ( Lexus ) oder dem neu entwickelten bürgerlichen Vertreter aus Schwaben (E-Klasse) zu entscheiden.
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II. Ich möchte in diesem Erfahrungs-Bericht meine Erfahrungen mit der neuen E-Klasse beschreiben und einen Eindruck davon vermitteln, was für ein Fahrgefühl und welches Qualitätsniveau Sie bei einem aktuellen Mercedes erwarten dürfen:
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1. Außenhülle
Als die neue E-Klasse in Automagazinen vor etwa einem Jahr erstmals gezeigt wurde, war ich richtig begeistert. Mercedes hatte es geschafft, eine gelungene Interpretation der klassischen E-Klasse-Form zu zeichnen, wobei zugleich die locker-leichte, an französische Blätterteig-Patisserie erinnernde Formensprache der aktuellen S-Klasse (seit 1998) beibehalten wurde, welche sich auch im 1999 nachfolgenden Mittelklasse-Brüderchen C-Klasse wiederfindet und im grandiosen CL-Coupé zu ihrer Vollendung reifte.
Soweit zur Haben-Seite. Kritiker meinen nämlich, die neue E-Klasse wirke nicht innovativ genug, um auch in einigen Jahren gegen ihre Konkurrenten bestehen zu können (die neuen Audi A6 und 5er-BMW stecken bereits in den Startlöchern). Und in der Tat, Auto-Kenner merken, dass die weichgespülte Grundform der neuen E-Klasse bereits 1996 als US-Massenmarkt-PKW „Ford Taurus“ das Licht der Welt erblickte. Im Jahr 2000 rückte Citroen nach und platzierte ein weiteres Auto mit dieser bulligen Seitenlinie und den glupschigen Augen im (europäischen) Mittelklassesegment – der C5 war geboren.
Unter dem Aspekt wirkt das Design natürlich etwas mutlos, Mercedes hätte der E-Klasse ruhig ein paar reizvolle Ecken und Kanten spendieren dürfen.
Etwas schade ist, dass die Karosserieform von riesigen Radhäusern geprägt wird, Mercedes in den meisten Modellen aber nur mickrige 16-Zoll-Räder spendiert. So entstehen große, dunkle Höhlen in der Karosserie und unsportlich wirkende, dicke Reifenwülste. Wer zeitgemäße Optik im 17- bzw. 18-Zoll-Format wünscht, muß saftige Aufpreise ab 770 Euro einkalkulieren.
Macht nichts, dem deutschen automobilen Massengeschmack wird der Look zunächst gefallen, und daher kann sich die E-Klasse mit einer Note 2,5 zufrieden geben.
Karosserie-Note: 2,5
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Innenraum:
Wenn man den chromverzierten Bügelgriff unseres Testwagens in der Elegance-Austattung betätigt, öffnet sich die Fahrertür mit einem dezenten „plopp“ und gibt den Blick auf den neugestalteten Innenraum der E-Klasse frei.
Direkt ins Auge fällt das skurril geschwungene Design des Armaturenbretts, auch insgesamt setzt sich der Eindruck fort, man befände sich in einer kompakteren S-Klasse, die sich mit ihrem stilistisch fragwürdigen Innenraum nicht nur Freunde schuf.
Das feudale Platzangebot des Vorgängers wird meiner Ansicht nach nur durch die vielen Wölbungen der Innenausstattung und die niedrige Dachhöhe im Fond relativiert. Die neuen Sitze im spacigen Design bieten erheblich besseren Komfort als die des Vorgängers, und die hochwertigere Materialauswahl mit angenehm rauen gepolsterten Oberflächen versprüht eine angenehme, wohlige Atmosphäre. Die Fahrerposition lässt sich dank der vielen Einstellmöglichkeiten von Sitzen (Lehne elektrisch verstellbar) und Lenkrad (horizontal und axial verstellbar) perfekt einstellen.
Das Armaturenbrett mit dem umstrittenen Design bietet immerhin exzellente ergonomische Qualitäten: beispielsweise sind alle Schalter hervorragend erreichbar, und die Knie stoßen nirgendwo an harte Kanten. Viele sinnvolle Fächer rund um die Passagiere machen das Leben angenehm. Komfortabel abgepolstert und hübsch vernäht sind neuerdings auch die Armauflagen in den Türen und auf der Mittelkonsole (ab Austattungslinie Elegance). Leider öffnet man beim herumrutschen mit dem rechten Ellenbogen schnell das Fach in der Armauflage – sehr unpraktisch!
Mit der erheblich verbesserten Materialauswahl hat Mercedes den längst herbeigesehnten Schritt getan, die Qualitätsanmutung des Innenraums näher an die Vorgaben der Konkurrenz (Audi, VW, BMW) zu bringen.
Es finden sich jedoch viele Details, an denen sich erkennen lässt, dass Mercedes weiterhin versucht, an der Verarbeitung zu sparen. Dazu zähle ich manche extrem billigen Verkleidungsteile an den Vordertüren, die primitive Innenbeleuchtung, der herabsinkende Dachhimmel, die wenig akkuraten Spaltmasse der Holzverkleidungen (ärgerlich: 3mm Höhenunterschied zwischen den Streifen an Armaturenbrett und denen in den Türen) samt den unangenehm scharf abgeschnittenen Holz-Teilen in der Mittelkonsole.
Nervig sind die Fensterheberschalter in freudlosem Ovaldesign, hergestellt aus billigem Plastik und je nach Ausstattungslinie „verfeinert“ mit dämlichen Chromringen, die sich bei hellem Wetter überall im Innenraum spiegeln. Das geht besser, Mercedes!
Grundsätzlich ist die E-Klasse schon als Grundmodell „Classic“ recht reichhaltig ausgestattet. Ich biete hier eine kurze Beschreibung zu den stilistischen Unterschieden der drei Ausstattungslinien:
E-Klasse „Classic“: Serienmäßig mit Armauflage, Außentemperaturanzeige, 4 E-Fenster, Holzausstattung, Klimaautomatik, Regensensor, Cassettenradio mit 10 Lautsprechern, nahezu die komplette Sicherheitsausrüstung. Auf den ersten Blick enthält die Ausstattung alles Wünschenswerte, aus stilistischen Gründen würde ich sie jedoch weniger empfehlen: mit den fehlenden Chromverzierungen im Innenraum und an der Außenhaut kann man vielleicht leben. Insgesamt wird die Classic-Austattung den Taxi-Charme nicht los: das liegt an den unästhetischen Leichtmetallrädern, den im Fisher-Price-Spielzeug-Stil gummierten Armauflagen und an den biederen Stoffpolstern.
E-Klasse „Elegance“, Aufpreis 1800 Euro: Diese Austattung bietet zusätzlich eine andere Holzausführung, Chromverzierungen an Holzteilen, im Tachoinstrument und an der Außenhaut, aufwändigere Innenbeleuchtung, Armauflagen in Kunstleder genäht, andere Leichtmetallfelgen und anderes Stoffdesign.
Es handelt sich hierbei um die Austattungslinie für die Generation ab 65 Jahre, was vor allem an den biederen Stoffen im Landhausstil und den Rädern im Kronleuchter-Design liegt. Ärgerlich, dass man selbst in der Elegance-Version die vollelektrische Sitzverstellung extra bezahlen muß.
E-Klasse „Avantgarde“, Aufpreis 3.200 Euro: in der sportlichsten Variante erhält die E-Klasse schwarze statt braune Holzapplikationen, Chromeinlagen wie in Austattung „Elegance“, Tachoinstrument mit weißem Zifferblatt, Chromverzierung rund um den Wählhebel, blaues Dämmglas, Bi-Xenon-Scheinwerfer sowie Leichtmetallräder im 5-Speichendesign, eine sportlichere Fahrwerksabstimmung, Sitze in Stoff-Leder-Kombination und andere Stoßfänger. Leider gar nicht avantgardistisch ist die mickrige Größe der Leichtmetallräder: die gegen Aufpreis erhältliche 17-Zoll-Ausführung wäre hier angebracht gewesen. Auf die Sitze mit Seitenteilen in primitivem Leder kann ich gut und gerne verzichten. Nicht sinnvoll ist außerdem die noch sportlichere Fahrwerksabstimmung, die man bei dieser Ausstattungsvariante jedoch abwählen kann.
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Mein Tipp: Mit der Ausstattungslinie Elegance umgeht man die stilistischen Nachteile des Basismodells und die Komforteinbußen der Avantgarde-Variante (Sportfahrwerk abwählbar). Die optionale Billig-Volllederaustattung „Twin“ (470 Euro) kann man aufgrund mangelhafter optischer und haptischer Qualität getrost vergessen. Mit einer der hochwertigeren Ledersorten ( Leder 1.850 Euro, Nappa-Leder 2.500 Euro) kann die Elegance-Ausführung ihr Wohlfühlaroma am besten entfalten.
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Innenraum-Note: 2,5
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Sicherheit:
Vorbildlich: serienmäßig Doppelairbags plus Sidebags und Windowbag, ABS, Bremsassistent, Sensotronic Brake-Control, Bremsbelagverschleißanzeige, elektronisches Stabilitätsprogramm, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorn, drei vollwertige Gurtsysteme im Fond plus Isofix-Vorbereitung, Fensterheber mit Einklemmschutz, sehr gut abgepolstertes Armaturenbrett, Verbandskissen und Warndreieck. Es ist mit hervorragende Crashtestwerten im noch ausstehenden Euro-NCAP-Crashtest zu rechnen. Sehr hohe aktive Sicherheit durch unproblematisches Fahrverhalten. Kräftige, sehr fein dosierbare Bremsanlage mit Bestnoten im Auto Motor und Sport-Vergleichstest. Sehr gute Scheinwerfer auch ohne die vielversprechende Bi-Xenon-Technik (1.120 Euro). Die Sicherheitsausstattung ist mit vielen Details noch erweiterbar, dazu gehören Sidebags im Fond (390 Euro) Alarmanlage (300 Euro), Heckdeckelzusatzsicherung (110 Euro) und das sinnvolle Parktronic-System (760 Euro).
Sicherheits-Note: 1,5
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Fahrdynamik:
Erfreulich, dass die Mercedes-Ingenieure erkannt haben, dass die Handling-Schwächen des Vorgängermodells beseitigt werden mussten. Der E270CDI fährt sich nun weitgehend handlich und präzise. Das indifferente Lenkgefühl in der Mittellage wurde fast vollständig beseitigt, die fahrdynamischen Fähigkeiten im Grenzbereich sind hervorragend wie eh und je. Die Karosseriebewegungen sind angenehm gering, und die schaukeligen Lastwechselreaktionen des Vorgängers gehören der Vergangenheit an. Das spritzige, rasiermesserscharfe Handling des aktuellen BMW 5er erreicht das neue Modell jedoch nicht.
Wie man ein Luxusfahrzeug mit 2 Tonnen Leergewicht zu einem sensationell handlichen Auto macht, konnte ich auf einer Vergleichsfahrt mit dem Mercedes CL500 erleben: die seidige, geschwindigkeitsabhängige Parameterlenkung und die aktive Luftfederung haben das Unmögliche möglich gemacht.
Selbst die gerade mal 11.000 Euro teuren Basismodelle des Fiat Punto bzw. VW Polo verfügen heute serienmäßig über eine geschwindigkeitsabhängige Servolenkung.
Weil Mercedes die Parameterlenkung in der E-Klasse nicht serienmäßig anbietet, kann die schwere Limousine ihre angeborene Unhandlichkeit nicht so gut verleugnen wie gleichwertige Fahrzeuge von Audi oder Lexus. Mein Tipp: Kalkulieren Sie den Aufpreis von 210 Euro beim Kauf jeglicher Mercedes mit ein.
Größere Räder im 17- bzw. 18-Zoll-Format (ab 780 Euro), sowie die optionale sportlichere Fahrwerksabstimmung (je nach Ausstattung 490 Euro), alternativ das AMG Sportfahrwerk (incl. 18-Zoll Felgen 3.200 Euro) oder die semiaktive Luftfederung „Airmatic DC“ (1.850 Euro) könnten helfen, die insgesamt für ein Premium-Fahrzeug nicht überdurchschnittlichen Handlingeigenschaften zu verbessern.
Fahrdynamik-Note: 2,5
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Komfort:
Das Wohlbefinden der E-Klasse-Passagiere wird geprägt durch das großzügige Platzangebot und die toll ausgeformten, eher weich gepolsterten Sitze. Fahrerposition und Handhabung der Bedienelemente sind perfekt, die Entkoppelung des Innenraums von der Straße ist gut: es sind kaum Windgeräusche und ebenfalls nur wenige Abrollgeräusche hörbar. Hilfreiche Komfort-Extras wie eine kräftige Klimaautomatik, ein Regensensor und immerhin teilweise elektrisch verstellbare Vordersitze bietet der Mercedes serienmäßig. Insgesamt wird der eher komfort- und weniger sportiv ausgelegte Handlingcharakter des Autos durch die Kuschelcharakteristik der Sitze manifestiert: die E-Klasse will ein nobler und dezenter Cruiser sein. Wenn man aber erst mal unterwegs ist, wird deutlich, dass das im Vergleich zum (bereits recht straff gefederten) Vorgänger deutlich verbesserte Fahrverhalten mit einer nochmals strafferen, irgendwie sogar unruhigen Federabstimmung erkauft wurde. Man hat den Eindruck, dass die Fahrdynamik kurz vor Veröffentlichung der neuen E-Klasse noch eilig auf „notdürftig sportiv“ getrimmt wurde, um dem geneigten Kunden eine BMW-ähnliche Fahrwerksqualität vorzugaukeln.
Das wäre eigentlich nur halb so tragisch, wenn unser „Elegance“-Testfahrzeug nicht schon explizit über das Komfortfahrwerk verfügt hätte und nicht bereits auf den komfort-unterstützenden 16-Zoll Rädern gefahren wäre.
So ist es kein Wunder, dass ich dringend von der Wahl irgendwelcher Sportfahrwerke bzw. von unnötig großen, von Natur aus härter abrollenden Rädern abrate – und das, obwohl eigentlich jede nur mögliche Handlingverbesserung dem dicken Mercedes gut getan hätte!
Laut Mercedes-Werbeslogans zur Airmatic-Luftfederung „werden die Straßen nicht besser, aber sie werden sich besser anfühlen“. Die Redakteure der Auto Motor und Sport sahen das teure Airmatic-System jedoch ebenso wenig als empfehlenswerte Alternative an: im je nach Fahrweise automatisch zuschaltenden Sportmodus sei die Federung nämlich erheblich zu hart.
Den für ein Auto der 100.000 Mark-Klasse insgesamt wenig begeisternden Komforteindruck rettet auch der kräftige 5-Zylinder-Dieselmotor nicht, der sich zwar um ordentliche Laufruhe bemüht, aber mit seinem pochendem Sound einen gewissen Taxi-Charme letztlich nicht verleugnen kann.
Komfort-Note: 2,5
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Antrieb:
Unser bisheriger, nominell 204PS starker E280 konnte im schweren Vorgängermodell nicht in allen Punkten voll überzeugen, was hauptsächlich an der mageren Drehmomentausbeute (280Nm/3000 UPM) des 6-Zylinder-Saugbenziners lag. Wir haben uns entschieden, im ähnlich schweren Nachfolgemodell einen der modernen Turbo-Dieselmotoren zu wählen, die von Natur aus eine erheblich bessere Drehmomentkurve bieten (270CDI: 400Nm/1.800-2.600 UPM), obendrein wesentlich weniger Kraftstoff verbrauchen und dazu mittlerweile noch recht ordentlichen Geräuschkomfort bieten.
Obwohl der 270er-Diesel nominell 34PS schwächer ist als unser alter 280er-Benziner, sorgt er für wirklich temperamentvollen Anzug. Abgesehen vom kurzen Turboloch knapp über Leerlaufdrehzahl schüttelt der Motor stets reichlich Leistung in die Antriebswellen, dank des geringen Drehzahlniveaus von höchstens knapp über 4.200 Touren bleibt das Laufgeräusch stets unaufdringlich, auf der Autobahn geht es schnell in den anderen Fahrgeräuschen unter.
Im Gegensatz zum von uns favorisierten 3,2-Liter 6-Zylinder-Diesel (470Nm, 200PS, im neuen Modell erhältlich ab Herbst) stellt der 270CDI mit seinen 5-Zylindern und der nicht wirklich perfekten Laufruhe eine Vernunftalternative da: unser Testverbrauch lag bei nur 7,5 Litern Diesel bei zügiger Fahrweise, das begeistert wirklich! Im Zusammenspiel mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe gibt Mercedes die Beschleunigung auf exakt 9 Sekunden auf 100km/h an. Ebenso entspricht die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 230km/h exakt unserem Vorgängermodell und ist höchst zufriedenstellend.
Die angepriesenen Vorzüge der 2. Generation der Common-Rail-Einspritztechnik sind für uns nicht unbedingt nachvollziehbar gewesen. Auch nicht der Umstand, warum Mercedes’ überarbeiteter Motor nicht über einen umweltfreundlichen Rußpartikelfilter verfügt.
Antriebs-Note: 2,5
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Qualität / Zuverlässigkeitsprognose
Im Jahr 2001 registrierte das Kraftfahrtbundesamt ein Rekordniveau bei Rückrufen: 113 respektive 35 noch im Jahr 1993.
AutoBild vom 29.6.2001: „In global operierenden Konzernen gilt der Rotstift des Controllers im Zweifel mehr als der Zeichenstift des Ingenieurs. Wenn dann die Kontrollen nicht greifen, kann Kostenreduzierung schnell an der Kernkompetenz einer Marke kratzen. So geschehen im Fall Mercedes. Ausgerechnet die Ikone deutscher Wertarbeit leistet sich zuletzt unerklärliche Schwächen.“
Auto Motor und Sport vom 3.4.2002: „Reichlich genervt reagiert auf die Diskussion inzwischen Mercedes-Chef Jürgen Hubbert: Natürlich nehme man die Qualitätsdiskussion ernst, besonders wenn bei der jüngsten Image-Erhebung von auto motor und sport die Mercedes-Pfeile in den Kategorien wie Zuverlässigkeit und gute Verarbeitung sanft, aber stetig nach unten weisen. Ein grundsätzliches Problem sieht Hubbert nicht, und er lasse es auch nicht zu, dass ein Problem herbeigeschrieben werde, „wo es keines gibt“. Entschieden verwahrt sich Hubbert gegen Darstellungen, wonach Mercedes die Qualitätsfrage zur Chefsache gemacht habe, impliziere das doch das Eingeständnis, dass es ein solches gibt: „Qualität war bei uns schon immer Chefsache.““
So ist das also? Dann wollen wir einmal rekapitulieren, worum es in der Qualitätsdiskussion bei Mercedes eigentlich geht:
Eigentor 1: 1995 wird auf der IAA das Sicherheitskonzept der kommenden A-Klasse als „genial“ angepriesen. 1997 kommt es kurz nach der Veröffentlichung zum Elchtest-Debakel
Eigentor 2: 1998 muß Konzernchef Hubbert mit eigenen Augen ansehen, wie der innovative Smart von konzerneigenen Testfahrern beim Elchtest auf’s Dach gelegt wird
Eigentor 3: 1999 baute Mercedes in jeden Smart das abgespeckte Stabilitätssystem „Trust“ ein. Bei eisigen Bedingungen kamen die aktualisieren Modelle später ins Schleudern, kippten erneut um und blieben auf dem Heckfenster liegen. Seit der weiteren Rückrufaktion fahren alle Smart mit dem verbesserten „Trust plus“.
Eigentor 4: 1999: Im ersten Produktionsjahr der neuen Mercedes C-Klasse kommt es zu Kundenbeschwerden wegen etlicher Kinderkrankheiten und mangelhafter Materialqualität.
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Ab hier überschreitet Mercedes die Toleranzgrenze. Jeder weitere Fehler würde unverzeiliche Imageeinbußen mit sich bringen.
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Eigentor 5: 2000 werden alle M-Klasse wegen rostender Rahmen in die Werkstätten gerufen. Zitat Autobild 26/2001: „Nach inoffiziellen Angaben musste DaimlerChrysler im letzten Jahr 3,4 Milliarden Mark für Garantie- und Kulanzleistungen aufwenden – dreimal soviel wie 1998. Bei der M-Klasse kostete die Nachbesserung im Schnitt 4750 Mark pro Fahrzeug. Ein Spitzenwert.“
Eigentor 6: 2000 wird bekannt, dass alle ab 1995 gebauten E-Klasse-Fahrzeuge bereits nach wenigen Monaten zur Rostbildung an Türrahmen und Karosserie neigen.
Eigentor 7: 2001 spricht die unabhängige amerikanische Consumer’s Union der Mercedes S-Klasse jegliche Empfehlung ab und nimmt das Modelljahr 2000 wegen katastrophaler Zuverlässigkeitsmängel in die Liste der „used cars to avoid“ auf. Die Zuverlässigkeit des Modells 2002 wird auf 40% schlechter als der Durchschnittswert aller Fahrzeuge auf dem US-Markt prognostiziert.
Eigentor 8: 2001 ernennt die Consumer’s Union die Mercedes M-Klasse wegen seit 1998 anhaltenden gravierenden Zuverlässigkeitsproblemen (-70%) zum „schlechtesten Offroader des Jahres“.
Eigentor 9: 2001 prognostiziert die CU die Zuverlässigkeit des Modells „CLK“ auf den drittschlechtesten Wert aller auf dem US-Markt angebotenen Fahrzeuge (98% schlechter als der Durchschnittswert).
Eigentor 10: 2001: Noch nie hat die CU nur so wenige Mercedes-Modelle empfohlen: die alte E-Klasse behält mit 10% besser als der amerikanische Durchschnitt trockene Füsse, die aktuelle C-Klasse wird auf –5% prognostiziert und erkämpft sich nur knapp das Qualitätslabel „Recommended bei Consumer’s Union“.
Eigentor 11: Der Qualitätseindruck im neuen E-Klasse-Modell
Mercedes hat versprochen, den optischen Qualitätseindruck erheblich zu verbessern, was aber nur zum Teil geklappt hat. Die offensichtlich billige Machart mancher Bauteile im Innenraum habe ich bereits angesprochen, ebenso wie den labilen Dachhimmel und die zum Teil schlechten Spaltmasse der Innenraumverkleidungen.
Bereits im Schauraum bewiesen Details erste Zersetzungserscheinungen: die Holzknöpfe des Staufaches in der Mittelkonsole waren in mehreren Fahrzeugen bereits abgebrochen, die Rückenpolsterung mancher Vordersitze neigte zu knatschenden Geräuschen und meinem Vater fiel eine losgelöste Plastikummantelung an einem Vordersitz auf.
Bei der Testfahrt wirkte die Karosserie des E270CDI weniger still und solide als unser 120.000km alter E280. So brachte der nicht ganz ruhig laufende Dieselmotor zum Beispiel Teile in der Deckenbeleuchtung zum vibrieren.
Mit Verlaub: auch die alte E-Klasse war kein Ausbund an Solidität. Nach fünf Jahren hat unser E280 diverse Elektrikdefekte hinter sich, der schändliche Lack ist stark verstumpft und weißt am Heckdeckelschloß schon Rostblasen auf.
Eigentor 12: Die Consumer's Union spricht der neuen E-Klasse keine Empfehlung aus, weil die Zuverlässigkeit nachweislich weit unterdurchschnittlich ist.
Zum Vergleich: das E-Klasse-Konkurrenz-Modell Lexus GS300 schneidet bei der Kundenbefragung der CU erheblich besser hab und erreicht eine prognostizierte Zuverlässigkeit von +70%. Der von uns testweise gefahrene Offroader Lexus RX300 erreicht sogar +80% und mausert sich so zu einem der problemlosesten Fahrzeuge überhaupt.
Bei einem Auto der 100.000 Mark-Klasse sollte man auch Besseres erwarten dürfen als die gegenwärtige Mercedes-Qualität!
Qualitätseindruck: „mangelhaft“, Note 5,0
Zuverlässigkeit: "weit unterdurchschnittlich", Note 6.0
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Service:
Angesichts der verheerenden Kritik sollten sich die Mercedes-Leute (allen voran natürlich Jürgen Hubbert) jegliche unnötige Arroganz sparen.
Doch genau das ist es, was man schon immer von Mercedes-Händlern zu berichten wusste: das Verkaufspersonal ist eingebildet und arrogant, Inspektionen kosten in der Regel über 1000 Mark und einen popeligen Ersatzwagen á la A140 bekommt man nur unter viel gutem Zureden spendiert.
Würden wir heute bei Lexus oder BMW kaufen, wäre uns ein Rabatt von 10% oder mehr (je nach Modell) gewiss. Obwohl Mercedes von allen die gepfeffertsten Preise verlangt, würde man uns für eine 55.000 Euro teure E-Klasse höchstens 7% Rabatt gewähren.
Einen überzeugenden Service-Eindruck gewinnt man so nicht. Immerhin sind die versprochenen Garantieleistungen in Ordnung.
Fahrzeuggarantie: 2 Jahre, unbegrenzte Kilometer
Garantie gegen Durchrostung: 30 Jahre
24h-Mobilitätsgarantie: 30 Jahre ohne Kilometerbegrenzung
Service: 3,0
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III. Zusatzinformationen
1. Konfigurationsbeispiel:
Preise in Euro inklusive 16% MwSt.
Mercedes E270CDI: 37.584.-
Paket „Elegance“: 1.798.-
Lackierung Metallic: 882,-
Bi-Xenon-Licht: 1119,-
Cupholder: 35.-
Durchlademöglichkeit: 499,-
Alarmanlage: 301,-
Automatikgetriebe 5-Gang: 2.006,-
Parameterlenkung: 209,-
Parktronic: 754,-
Lederaustattung: 1.850.-
Navigationssystem einfach: 1.740.-
Sidebag im Fond: 389.-
Memory-Paket: 916,-
Sitzheizung vorne: 342,-
Gesamtpreis: >> 50.424 Euro <<
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2. Technische Daten:
2,7-Liter Reihenfünfzylinder Turbodieselmotor, Common-Rail-Technik und Turbolader mit variabler Turbinengeometrie
Leistung: 177PS/ 4.200/min
Drehmoment: 400Nm/ 1.800-2.600/min
Cw-Wert: 0,25 (niedrigster i. Vgl. zur Konkurrenz)
Höchstgeschwindigkeit: 230km/h
0-100km/h: 9,0sek.
Verbrauch: 6,5 bis 8 Liter Superbenzin
Leergewicht: ca. 1,65t
Länge: 4.818mm (vgl. VW Passat: 4.710mm)
Breite: 1.822mm
Höhe: 1.452mm
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Mein Fazit:
Wer als geneigter Käufer des E270CDI keine wesentlichen Kompromisse bei der Ausstattung machen will, übertrifft mit diesem Auto schnell die 50.000-Euro-Marke (ein annähernd vergleichbarer BMW 525d würde 5.000 Euro weniger kosten).
Der Kunde empfindet das gepfefferte Preisniveau und das zumindest ehemals solide Image des Mercedes-Sterns als untrügliches Zeichen für Spitzentechnologie, höchste Qualität und beste Zuverlässigkeit. Mit anderen Worten: die Erwartungen sind hoch.
Der große neue Mercedes fasst unter seiner schicken Außenhaut eine Menge aufwändiger Technologie zusammen und leistet sich dabei kaum nennenswerte Schwächen. Mal abgesehen vom vorbildlichen Resümee im Sicherheitskapitel bietet der Mercedes aber auch keine herausragenden Stärken: der Kompromiss zwischen angenehmen Komfort und handlichem Fahrverhalten gelingt der E-Klasse nicht besonders gut, der Motor arbeitet kompetent aber angesichts des Preisniveaus nicht diskret genug und manche Details in der Verarbeitung sind schlichtweg eine Farce.
Das wiegt besonders schwer, weil alle anderen zeitgenössischen Mercedes Modelle ähnlich für ihre optischen Qualitätsmängel kritisiert werden. Schmerzhaft ist der Eindruck, dass die Qualitätsmängel nicht an der Oberfläche halt machen, sondern wie ein Krebsgeschwür die ursprüngliche Solidität der Fahrzeuge im Innersten zerstören. Nicht anders kann ich mir die grauenvolle Zuverlässigkeitsbilanz der letzten Jahre erklären.
Eine Empfehlung für so einen Mercedes mit dieser Qualitätshistorie würde ich sicher nicht aussprechen.
Viele Grüße,
Euer Wolf-Michael Blank
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Für Rückfragen stehe ich gerne bereit per Kommentar-Funktion oder Email: [email protected]
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Erster Fahrbericht zum brandneuen Mercedes E 320 CDI.
Erfüllt das teure 6-Zylinder-Modell die hohen Erwartungen?
Gleiderung:
I. Einführung
II. Eigenschaftswertung
III. Konfigurationsbeispiel und Unterhaltskosten
IV. Technische Daten
V. Fazit: 2 Sterne, keine Empfehlung
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I. Einführung
Basis diesen Erfahrungsbericht ist das Fahrzeug meines Vaters:
Mercedes E320 CDI Automatik Avantgarde
Baudatum: November 2002
Farbe: smaragdschwarz metallic
Polster: Stoff-Leder-Kombination, schwarz
Extraausstattungen: Navi-System Comand, Parktronic, Sitzheizung vorne, Freisprecheinrichtung mit Handy
Merkmale: sportliche Fahrwerksabstimmung, serienmäßige Parameterlenkung
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II. Eigenschaftswertung
Kriterium: Einzelnote (1: sehr gut / 6: ungenügend)
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Außenhülle: 2.0
Innenraum: 2.5
Komfort: 3.0
Sicherheit: 1.5
Fahrdynamik: 3.0
Antrieb: 3.0 -> 2.5
Qualität: 6.0 *)
Zuverlässigkeit: 6.0 *)
Service: 1.5
*) Führt zur Abwertung in der Gesamtnote
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Gesamtwertung: 2 von 5 Sternen, Empfehlung: Nein
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Außenhülle:
Bei der neuen E-Klasse setzten die Designer eher auf Evolution als auf Revolution, auch wenn das Auto zweifelsfrei wunderschöne Seiten hat. Es ist unverkennbar eine Mercedes E-Klasse, und zwar die schönste, die es je gab.
Jedoch: nicht erst seit der Vorstellung des avantgardistischen 5er-BMW muß sich der E-Klasse Besitzer frage weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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kasmodiah, 05.06.2002, 15:34 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
noch keine bewertung? wie kommt denn das?
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