Pro:
live und ausgestöpselt fast noch besser, kleine Späßchen, Orchesterbegleitung, wirkliche Dauerbrenner auf das Album gepackt
Kontra:
einige unbekannte Lieder, wenn man das als Nachteil sehen will
Empfehlung:
Ja
Deutsche Acts bei MTV’s Unplugged. Eher eine Ausnahme und nur einigen wenigen vorbehalten. Herbert Grönemeyer hat hier gespielt. Und die Fantastischen 4 in einer fantastischen Acoustic Session in einer Tropfsteinhöhle. Durch letztere Band wurden für die Ärzte Massstäbe gesetzt. Eine Tropfsteinhöhle toppen? Das ist ein schwieriges Unterfangen, doch die Ärzte haben ihre perfekte Lösung gefunden- Unplugged im Albert-Schweitzer Gymnasium. Warum die CD dann Rock’n’ Roll REALSCHULE nennen? Das wird wohl das Geheimnis der „besten Band der Welt“ bleiben.
Und was ist wenn ich Ärzte nur aus dem Krankenhaus kenne?
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Die Ärzte sind eine schon fast legendäre Spaßpunk Band aus Berlin. Die beiden Chefärzte Bela und Farin lernten sich eines Tages beim pogen kennen- angeblich stießen sie derart heftig zusammen, dass daraus der Name „Die Ärzte“ entstand. Nach dem Ende von Soilent Grün, einer Vorgängerband der Ärzte, gründen sich diese aus den Mitglieder Bela B. Felsenheimer, Farin Urlaub und Sahnie. Durch einige Reportagen über die Ärzte in der Bravo (sie hatten wohl in der Redaktion einen kleinen Fan sitzen), werden sie zu Teeniegöttern und wandern in den Mainstream ab, was ihnen zwar Glaubwürdigkeitsverlust in der Punkbranche beschert, sie aber kein bisschen kümmert, denn auch sie mussten mit ihrer Musik Geld verdienen. 1986 steigt Sahnie dann aus und Hagen Liebing kommt stattdessen. Nach einigen indizierten Platten (wie „Claudia hat nen Schäferhund“ oder „Geschwisterliebe“) und ihrer Auflösung (1989) und Wiedergründung (1993 mit „Die Bestie in Menschengestalt“ und dem Anti Fascho Song „Schrei nach Liebe“), landen sie 1998 ihren bisher größten Hit: „Männer sind Schweine“ (auch „Ein Schwein namens Männer“ genannt) in dem die Computerikone Lara Croft eine Hauptrolle spielte.
2003- Geräusch
2002- MTV Unplugged Rock’n’ Roll Realschule
2000- Runter mit den Spendierhosen, Unsichtbarer!
1999- Wir wollen nur deine Seele
1998- 13
1996- Le Frisur
1995- Planet Punk
1994- Das Beste von Kurz nach Früher bis Jetze
1993- Die Bestie in Menschengestalt
1989- Die Ärzte früher/ Der Ausverkauf geht weiter
1988- Das ist nicht die ganze Wahrheit
1988- Nach uns die Sintflut
1987- Ist das alles?
1987- Die Ärzte- Ab 18
1986- Die Ärzte
1985- Im Schatten der Ärzte
1984- Uns geht’s prima
1984- Debil
Und was ist Unplugged?
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Bei MTV Unplugged werden namhafte Künstler darum gebeten einmal ohne Strom zu spielen, also fast Acoustic Session. Kein Keyboards, keine Synthies, nix. Und so kommen eben so geniale Locations wie Höhlen oder Schulen zustande ;)!
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What you see is what you get
#1 Schrei nach Liebe
#2 Ich ess Blumen
#3 Langweilig
#4 Meine Ex(plodierte Freundin)
#5 Monsterparty
#6 Hurra
#7 Kopfhaut
#8 Zu Spät
#9 Westerland
#10 ½ Lovesong
#11 Komm Zurück
#12 Der Graf
#13 Ignorama
#14 Is’ ja irre
#15 Bitte bitte
#16 Mit dem Schwert nach Polen, warum René?
#17 Die Banane
#18 Manchmal haben Frauen...
#19 Medley
Wer die Tracklist aufmerksam gelesen hat und sich auch ein bisschen mit der Band auskennt, wird durchaus bekannte Sachen, richtige Hits der Ärzte finden (Schrei nach Liebe, Westerland, Zu Spät,...). Doch was dieses Album auszeichnet ist die große Anzahl an unbekannteren Sachen (Monsterparty, Die Banane, Ich ess Blumen,....), einem gradezu Skits (Is’ ja irre), usw. . Und so ist das Album nicht als neuerliches Best Of gedacht (davon haben sie genug), nein, viel eher stellt dieses Album die Virtuosität der Ärzte heraus, die auch mit Stecker raus ihr Können unter Beweis stellen.
Soviel zur Definierung dieser CD, jetzt willst du wissen wie sie sich anhört...
~~ Schrei nach Liebe ~~
Die Comebacksingle der Ärzte, mit der neuen Besetzung Rod Gonzales. 1993 geht ein Rechtsruck durch Deutschland, überall brennen Asylantenheime, diese Single ist die angepasst Antwort der Ärzte. Unter Applaus der versammelten Schülerschaft und dem folgenden rhythmischen Klatschen beginnt Farin mit seinem eben Farin typischen Gesang. Der Text macht sich lustig über den heutigen Neonazi, ist bis zum Abwinken ironisch- und deswegen auch textlich ein absoluter Hammer. Im Refrain wird dann noch das A**** Wort überdurchschnittlich oft benutzt, aber hey- das zeichnet diesen Song aus! An Instrumentierung ist alles vorhanden, besonders hört man aber die Bongotrommeln im Hintergrund, eben kein Ärzte typisches Instrument.
(5/5)
~~ Ich ess Blumen ~~
Einer der eher unbekannten Songs dieses Albums. Fröhliche Melodie, wirklich verkorkster Inhalt. Bela erzählt von seiner Fleischesser Vergangenheit, eine Ode an die Vegetarier. „ Ich werde niemals dick und rund, weil ich mich gut ernähr“ Jaja, genau. „Ich ess Blumen“ und „Schrei nach Liebe“ sind genaue Gegensätze und spontan fragt sich, was die beiden hintereinander auf einer CD machen, oder auch warum es „Ich ess Blumen“ überhaupt auf die CD geschafft hat. Doch auch hier besticht vorallem die Instrumentierung, Kuhglocken, Banjo,... Was wünscht man sich mehr?
(5/5)
~~ Langweilig ~~
Das ultimative Lied, wenn einem wirklich mal langweilig ist (auch perfekt zum Merken und mitsingen). Farin singt betont harmonisch unter demselben schnellen Klatschrhythmus, den wir schon von Schrei nach Liebe kennen. Einzige Begleitung in den Strophen ist Farins Gitarre. Dazu fast gleichgültiger Gesang. Farin wartet- imaginär- aber irgendwie scheint die Betreffende nicht anzukommen. Schlecht für ihn, gut für uns, denn wir können uns dieses wunderbare Lied anhören. Vereinzelte Trommler lockern den Song noch ein bisschen auf, aber der ist auch so eine kleine Perle. Witzig, wie immer. Und man meint sogar Farin durch das Mikrofon grinsen zu hören.
(5/5)
~~ Meine Ex(plodierte Freundin) ~~
Wieder so ein unwichtiger Song wie „Ich ess Blumen“. Ein schnelles Tempo wird vorgelegt, von Percussion bestimmt. Die Strophen sind ja schon wieder etwas ruhiger. Doch wenn es um den Text geht... Nicht unbedingt lustig, nicht unbedingt wortwitzig, nicht unbedingt originell. Insgesamt eher lasch. Die Musik- natürlich gut wie immer. Aber das Drumherum stimmt für mich einfach nicht. Mit seinen 1 ½ Minuten eher ein kurzes Vergnügen, dann folgt eine kleine Ansprache von Bela- mit Zwischenruf von Farin-, denn jetzt kommt ein bisher unveröffentlichtes Lied aus dem „obskuren Früher“, wo die Ärzte angeblich noch punkiger waren. Denn jetzt kommt...
(4/5)
~~ Monsterparty ~~
Warum das noch nicht Erschienen ist? Ich kann es nicht nachvollziehen, weil der Song wirklich besticht durch Originalität, Bela und Farin wechseln sich schon im Intro ab mit dem Gesang, das kann ja nur gut werden. Auch wenn Bela mit seiner Grabesstimme doch etwas mehr Stimmung verbreitet als Farin, hört sich ihr Zusammenspiel auf jeden Fall gut an. Graf Dracula hat zum Fest geladen- na klar, da müssen auch die Ärzte hin. Über einem schnellen Rhythmus wird die Geschichte erzählt, wie sich jemand auf eine Monsterparty in Transsylvanien schleicht. „Monsterparty aiaiaiai...“ Wie ein Kampfruf, nur besser..! Im Song wird so gut wie jede Gruselgestalt der letzten Jahre verwurstet, kunstvoll eingebunden und ein Tribut gezollt. Wie es sich für einen Horrorfan wie Bela gehört.
(5/5)
~~ Hurra ~~
Langsames, sanftes Gitarrenspiel, ganz anders als sein Vorgänger. Pseudo eindringlicher Gesang von Farin. Eine Persiflage auf alle „Früher war alles besser“ Sager. Ja, alles ist super, alles ist wunderbar. So isses. Naja, bei der dezenten Instrumentierung darf man wenigstens mal den stillen Hintermann Rod hören. Auch nicht schlecht. Der Text- natürlich unschlagbar Ärzte. Hipp Hipp Hurra, ein wunderbares Lied. Farin mutiert wieder zum Entertainer. Ja, da muss mitgeklatscht werden. Ihr werdet euch auch dabei erwischen!
(5/5)
~~ Kopfhaut ~~
Wieder so ein mittel unbekanntes Lied. Sehr, sehr schnelles Banjospiel, bei dem man gar nicht wissen möchte, wie viel dafür geübt wurde. Ich bin mir auf jeden Fall sicher es nie so zu können wie Farin, aber das ist ja eine andere Geschichte. Zwischendurch ein Hupen, passt nicht zum Indianer mäßigen Soundoutfit des Songs, aber egal. Dieses Lied ist sowieso nicht wie andere. Der Text ist nicht unbedingt schwachsinnig (naja, eigentlich doch...). Farin wird von Indianern verfolgt, die nur auf seine Kopfhaut geil sind. Nach einem Tempiwechsel singt Farin erstmal etwas langsamer. Doch natürlich hält das nicht lange an und so hört man bald wieder das typische schnelle Banjo!
(5/5)
~~ Zu Spät ~~
Zu Spät ist einer dieser Selbstgänger. Eigentlich hätten sie gar nicht mehr singen müssen, den Text kennen sowieso fast alle auswendig. Wieder Ironie bis hin zum Sarkasmus. Leicht veränderter Text gegenüber dem Original- scheißegal. Castagnetten hört man auch raus. Etwas exotisch, keinesfalls schlecht. Schlechte Sachen können die Ärzte schon gar nicht mehr machen. „Eines Tages werde ich mich rächen, ich werde die Herzen aller Mädchen brechen“ Ja, genauso isses Farin. Kleine Ansprache, „Jetzt kommen die B- Seiten“ Ja nee, ist klar.
(5/5)
~~ Westerland ~~
Jaja, die Kracher packen sie wieder hintereinander, die Jungchen. Wieder ein Selbstgänger, diesen Song kennt nun wirklich jeder, ob er Ärzte liebt oder hasst. In dieser Fassung sind die Flöten des Schulorchesters zu hören. Melodie scheint irgendwo her geklaut zu sein. Egal. „Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehen“ In der zweiten Strophe werden die Flöten dann intensiver gebraucht, ich meine eine Melodie von Werner zu erkennen (ist der eigentlich über die Grenzen Norddeutschlands bekannt?).
(5/5)
~~ ½ Lovesong ~~
Rods Song. Allein Rods Eigentum. Endlich hört man den genialen Instrumentalisten („Wenn stille Wasser tief wären, Rod wäre.......... ganz ganz flach“) , der neben den beiden Entertainern Bela und Farin eigentlich nicht so viel zu sagen hat. Jetzt aber. Kitsch pur. Schleimige Stimme, ohne Ende übertrieben. Who cares? Das ist eines der schönsten Trennungslieder, das ich kenne. Ob es so gemeint war oder nicht, ist ja eigentlich egal. Eine gesungene Liebeserklärung („denn ich liebe nur dich allein“). Eine Ballade, wie man es nicht von den Ärzten gewohnt ist. Natürlich, sie sind auf Spaß ausgerichtet. Ironische Texte. Genialen Wortwitz. Aber das hier ist einfach... MEHR! Ich weiß nicht was manche dafür tun würden, dass ihnen so ein Lied gewidmet wird.. Zum Ende hin wird es vielleicht etwas theatralisch, die Teenies kreischen. Ja wo sinds wir denn hier? Ach ja und... am schönsten ist der Song natürlich, wenn er vom eigenen Freund auf der Gitarre vorgetragen wird ;)
(6/5) ja, ist Absicht
~~ Komm zurück ~~
Und schon wieder.. endlich ein Album, bei dem der Mittelteil der beste ist. Die Ankündigung mit den B- Seiten.. Eine leere Drohung, glaube nie einem Farin. Wieder ein von Farin gesungener Song, voller Inbrunst, Klatschbegleitung, Gitarre. Der Refrain wird von Farins verzweifelter Stimme dominiert. Gut, er hätte sich noch mehr Mühe geben können sich verzweifelt anzuhören, aber das lassen wir ihm mal so durchgehen. Die Musik wird mit ihren Streichern immer melancholischer- die Betroffene soll doch BITTE zurück kommen, das hält man ja nicht aus, den traurigen Farin.
(5/5)
~~ Der Graf ~~
Kennt man den Song? Ich nicht, aber das ist ja auch nicht so wichtig, das Publikum johlt, ich bin wohl einfach nur nicht auf dem neuesten Stand. Wieder dezent, nur mit Gitarre instrumentiert, Belas Stimme (warum ist Bela eigentlich immer für solche Lieder mit Vampiren u.ä. zuständig) und Streicher. Schön ist das. Worum geht’s? Natürlich um DEN Grafen, dem einzigen, der Bela etwas bedeutet. Graf Dracula, wie solls anders sein.
(5/5)
~~ Ignorama ~~
Wieder kommt das Orchester zum Einsatz. Glockenhelle Töne, die ersten Takte des Songs, wieder Johlen. Und wieder darf Bela singen. Er singt über Tierschutz- es könnte ihm nicht egaler sein. Bro’Sis haben sich aufgelöst- es könnte ihm nichts egaler sein. Während sich dieser Teil schon wirklich gut anhört: Es wird noch viel besser, wenn sich der Song in den Refrain aufbaut. Farin steigt mit ein, Bela geht bis an höchste seiner Stimme. Ein bedrohlicher Trommelrhythmus, die Strophen gehen weiter. Alles ist Bela egal, angeblich. Im Hintergrund ein „Ist mir egal“ Zischen. „Du sitzt auf mir, die Welt ist schön“. Ja, so lassen sich alle Männersorgen kurieren.
(5/5)
~~ Is’ ja irre ~~
Etwas, was selbst für Ärzte Standards an einen Skit erinnert. Eine eindringliche Melodie, wie aus alten Western, wenn zwei kurz davor sind sich zu duellieren. Aus dem Dunkel taucht auf- ein schreiender Farin, ein lauter Bela. Schreck lass nach, das kam plötzlich. Scheinbar auf einem Xylophon begleitet wird der Song dann etwas sanfter. Bleibt aber immer noch verquer. Egal, allein der Text ist Kult.
(5/5)
~~ Bitte Bitte ~~
Die Antwort der Ärzte auf die Indizierung einiger ihrer Lieder. Der Clip war damals schon kontrovers, zeigte den Pornostar Teresa Orlowski in sehr knappen Outfit bei Misshandlungen einiger.. naja, nennen wir sie Beamte. Das Original war nie wirklich mein Ding, nur den Satz „Bitte bitte, lass mich dein Sklave sein“, lässt sich in vielen Situationen wunderbar adaptieren... Farin hört sich ernst und steif an (ja, des geht). Singt über Sado Maso und findet es geil. Der Rhythmus ist hart und punktuiert, wie Schläge. In dieser Fassung ist der Song zwar um einiges besser (und kürzer), aber immer noch nicht mein Lieblingssong. Einzig der am Schluss einsetzende Mädchenchor rettet den Song.
(4/5)
~~ Mit dem Schwert nach Polen, warum René ~~
Hinter diesem Titel vermutet man eigentlich das schlechteste Lied der Welt... Falsch! Einige Gitarrentakte, eine kleine Erzählung von Farin über René. Dann fängt Bela an zu „erzählen“. Jaja, nach dieser Erzählung ist René ein armes Würstchen. „Schon mit 13 warst du asthmakrank, einsames Röcheln auf einem Baum“ Keine lustige Geschichte, auch nicht lustig vorgetragen, eher nachdenklich. Nach Jahren des Spießrutenlaufes holt sich René zwei Gaspistolen, lernt Kampfsport. Was jetzt passiert? Das geht wohl im immer widerhallenden Chor unter.
(5/5)
~~ Die Banane ~~
Dramatische Gitarre. Wieder Bela. Wieder ein einmalig dummer Text. Gleichzusetzen mit „Ich ess Blumen“, nur ernster verpackt. In der Bridge wird’s dann dramatisch- „doch dann schälte sie- Die Banane!“ So etwas wie ein Paukenschlag. Das war jetzt die hochergreifende Botschaft? Are you kidding me? Die Musik ist schon wieder exzellent, da kann man nichts anderes sagen. Aber dann doch bitte nicht mit so einem Schrotttext verbinden. Bitte bitte! Einziger Lichtblick- die fast-schon Modern Talking Verarsche am Schluss. Stimmen wie zwischen den Beinen geklemmt. 1a!
(4/5)
~~ Manchmal haben Frauen... ~~
Hier, das erste Gastspiel dieser CD, mit Diane von den Lemonbabies. Wer den Clip gesehen hat, wird sie auch als Bodybuilderin bewundert haben. Schade eigentlich, dass man sie nicht zum Unplugged mitnehmen konnte. Der Song ist in sanfte Streicher gebettet und in die Melodie eines Klaviers. Bela singt mit seiner tiefen Stimme, der Kontrast zu der hellen Instrumentierung. Hört sich gut an, kann man kaufen. Der Text hat es auch nicht Fans angetan (eines der Lieblingslieder meiner Mutter „Manchmal haben Frauen ein kleines bisschen Haue gern“). Im Mittelteil wird mal eben die Melodie vom Süderhof geklaut. Merkt ja keiner, ne? In der dritten Strophe mit Bela möchte man dann doch ein wenig Abwechslung- und bekommt ihn, indem der Chor den Part von Diane übernimmt. Zwei- stimmig, wieder mal gar nicht schlecht.
(5/5)
~~ Medley ~~
So, jetzt wollt ihr bestimmt wissen, was ihr in diesem Medley erwarten dürft? Ich sags euch: Ohne dich, Paul, Quark, Schunder-Song, Meine Freunde, Nie wieder Krieg, nie mehr Las Vegas!, Rettet die Wale, Der lustige Astronaut, Las Vegas.
Über einem treibenden Rhythmus werden alle Songs runtergerappelt (natürlich kann man alle noch einwandfrei erkennen). „Meine Freunde sind homosexuell, meine Freunde sind alle kriminell“, ein wirklicher Hit auf deutschen Schulhöfen und wahrscheinlich auch darüber hinaus. 100% ironisch, toll. Das Medley besteht wohl größtenteils aus B-Seiten und heimlichen Hits („Rettet die Wale“, die beste Zugabe auf „Manchmal haben Frauen...“ Single) . Während Farin den größten Teil übernommen hat, darf Bela nun den letzten Teil, „Las Vegas“ singen.
Danach folgt noch eine Off Topic Rede von Bela. Großer Scheiß („Las Vegas und Bela B sollten eine Homoehe eingehen, dann hießt du Las B.!“). Und dann ist Schluss, leider.
(6/5) für Belas kleine Einlage am Schluss ;)
Jaja, diese CD sollte in keiner CD Sammlung fehlen (und natürlich auch in keiner Ärzte Sammlung). Sie ist wirklich ein herausragendes Teil der Unplugged Serie und überhaupt waren die Ärzte schon immer live am besten. Und ohne Kabel scheinen sie das Ganze noch verdoppeln zu können! Viele verschiedene Percussion Instrumente werden eingesetzt, Gitarren, Banjos und ein ganzes Schulorchester mit Streichern drum und dran.
Wenn in ihren sonstigen Songs vor allem auf den Text gesetzt wird- hier ist es die Musik, die zählt! Die Auswahl der Stücke kann ich vielleicht nicht ganz nachvollziehen, aber es ging wahrscheinlich auch um persönliche Favoriten der Band und richtig schlecht war sowieso kein Song.
Die CD geht (zum Glück) nicht nach einmal hören auf die Nerven und auch echte Klassiker wurden hier mit eingebracht. Meine persönlichen Favoriten sind „Mit dem Schwert nach Polen, warum René“, „1/2 Lovesong“, „Schrei nach Liebe“,... Eigentlich könnte ich fast die ganze CD aufzählen und das spricht wirklich für ihre Qualität.
Was vielleicht etwas komisch rüberkam, war dass kaum mit dem Publikum gesprochen wurde, d.h., so gut wie alles Überflüssige wurde rausgeschnitten, nur ein paar Ansprachen drinnen gelassen. Schade, denn man weiß ja, was für Witzkanonen die Bandmitglieder sind und man hätte mit Sicherheit noch einiges mehr zu lachen gehabt. Aber es sollte ja auch keine Comedy CD sein, sondern sich um Musik drehen und das haben die Chefärzte großartig gemeistert.
5 Sterne für ein Highlight der Bandgeschichte! weiterlesen schließen
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