Pro:
sehr beruhigend und interessant
Kontra:
keine wirkliche artegerechte Haltung möglich, man muss eben sein bestes tun, wenn man ein Aquarium hat
Empfehlung:
Ja
Die Haltung von Fischen und wirbellosen in Aquarien ist nie wirklich artgerecht. gerade deshalb sollte man, wenn man eine Aquarium hat, den Fischen die Natur so nah wie möglich bieten. Diese Lebewesen werden meist von Menschen zur Zierde gehalten. Umso mehr sollte man den Tieren bieten und geben was sie brauchen. Nicht selten werden viel zu viele Fische in einem Becken gehalten oder aber Fische, die überhaupt nicht zusammen zu halten sind, sind in einem Becken zusammen. Das geht gar nicht!
Es gibt genügend Literatur in der man sich informieren kann. Auch bietet das Internet zahlreiche Foren, wo man Antworten und Hilfe findet.
ich selber habe auch drei Aquarien. warum 3? Weil ich Fische habe, die man nicht zusammen halten kann. Außerdem habe ich verschiedene Naturaquarien (nach AMANO), die man nicht verbinden kann. ich habe bei mir einigen Fischen ein zu Hause gegeben, in dem sie FAST wie in der natur leben können. So muss ich den Fischen nicht den Stress von Chemiekeulen antun oder sie mit zu vielem Wasserwechsel die wasserwerte durcheinander bringen.
Wenn man, wie in der natur auch, die verschiedenen Arten hält, die ganz allein für das Gleichgewicht sorgen, erspart man den Tieren den Stress und sich selber eine menge Arbeit. Viele Pflanzen, Wurzeln und Steine, bieten den Tieren ausreichend Sauerstoff und Versteckmöglichkeiten, die sie brauchen. Viele Aquarianer wollen dies nicht, da sie die Fische dadurch teilweise nicht sehen. Aber die Fische sind Lebewesen und keine Püppchen zum anschauen. natürlich sollte auf den Raum zum Schwimmen (so genannter Tanzsaal) gedacht werden, wobei die Fische sehr gern zwischen den Pflanzen schwimmen. Zu viele Fische sind genauso schlecht für das Gleichgewicht in den Becken.
Zum Beispiel habe ich in meinem größten Amano-Natur-Becken 120 Liter: Garnelen allerdings keine so genannten Amano-Garnelen. Die sind gar nicht notwenig und meiner Meinung nach nur Geldmacherei. Es gibt noch andere etwas kleinere Arten z.B. die Roten, denen man viel besser den notwendigen Lebensraum geben kann. Die Garnelen werden ca. 2 cm groß und vermehren sich sehr einfach. Sie fressen sehr gern Algen und somit hat man damit gar keine Probleme. Man sollte für diese Wirbellosen Javamoos und Javafarn sowie andere feinfiedrige Pflanzen zur Verfügung stellen. Mooskugeln filtern zum Beispiel das Wasser und bieten so Nahrung für die Kleinen. Hier ist die Anzahl der Tiere nicht ausschlaggebend, da sie einen anderen Lebensraum bewohnen als die Fische. Sie sind auf den Pflanzen, Wurzeln und Boden unterwegs und halten alles sauber bzw. im Gleichgewicht. ich habe ca. 80 Tiere, wobei ich das so genau nicht mehr nachvollziehen kann, da sie sich stark vermehren aber leider auch nicht so lange leben. Garnelen sind sehr interessant und man kann sie stundenlang beobachten. Wichtig wäre noch zu erwähnen, dass niemals kupferhaltige Medikamente in einem Becken mit Garnelen eingesetzt werden darf Welse sind auch wichtig in einem Aquarium. Da sollte aber unbedingt auf die Größen geachtet werden, die die Tiere erreichen können. Ein Schilderwels zum Beispiel sieht aus wie ein ganz normaler Ancistrus (Antennenwels) aber wird ca. 25 cm groß. Der einfache Ancistrus hingegen nur ca. 9 cm. Somit ist ein Schilderwels nicht für kleine Becken bis 120 Liter geeignet. Da sollte man sich eher für den einfachen Ancistrus entscheiden. Hier sollte man beachten, dass ein Ancistrus eine Vermehrungsrate hat, wie der bekannte Guppy. Leider kann man die Geschlechter noch nicht unterscheiden, bei der Größe und Alter, mit dem man sie im Handel kaufen kann. So kann es schon mal nette Überraschungen geben. ich hatte Glück und habe drei Mädels. Weiterhin habe ich 4 Korallen-Platys. Sie sind wie der Name schon sagt rot. Es handelt sich um lebend gebärende Tiere und somit ist die Vermehrung auch sehr hoch. Die ausgewachsen Tiere fressen oft die neugeborenen Fische, was aber absolut natürlich ist. es kommen genügend durch, so dass man sich Gedanken machen sollte, ob das Becken groß genug ist.4 Black Mollies sind auch in diesem Becken zu Hause. Auch das sind lebend gebärende Fische, jedoch kann ich eine zu starke Vermehrung nicht feststellen. Auch hier fressen teilweise die ausgewachsen Tiere ihre Kleinen. Leider ziehen die Züchter diese Fische in Brackwasser, damit sie auch schön tief schwarz und glänzend sind. Dies ist aber absolut nicht notwendig. Wenn die Tiere dann ins Süßwasser kommen sterben die meisten. Und das meist schon im Laden. Somit sind sie sehr empfindlich. Auch Guppys werden so gezüchtet und sind inzwischen stark überzüchtet, so dass sie kein leichtes leben haben, wenn sie ins Süßwasser umgesiedelt werden. Nicht selten hat man geschädigten Nachwuchs, z. B. mit krummen Rücken. Ich habe keine und ich denke ich werde auch nie welche haben.
10 Neons habe ich auch im Becken. Das sind Schwarmfische und sind nur mit mindestens 10 zu halten um ihnen gerecht zu werden. Leider sind auch diese Tier überzüchtet worden und bei den meisten im Handel angebotenen Tieren handelt es sich um Wildfänge! Diese Fische können nur sehr schwer nachgezüchtet werden und so erleichtern sich die "lieben" Züchter bzw. Verkäufer, die Arbeit durch Wildfang, ähnlich wie beim Clownfisch, aus dem Kinofilm "Nemo" bekannt der "Dank" dieses Kommerzes vorm Aussterben bedroht ist. Lasst die Finger davon! Außerdem ist der Clownfisch ein Meerwasser Fisch. ich habe Berichte gehört, indem erzählt wurde, dass "Züchter" diesen Fisch als Süßwasser Fisch umzüchten wollen. Katastrophal!!!
Zum Schluss habe ich noch 10 Keilfleckbarben. Auch das ist ein Schwarmfisch und nicht lebend gebärend. Diese Tiere sollte man auch mit mindestens 10 Tieren halten.
Für den Boden habe ich noch Ohrgitterharnischwelse. Diese sind sehr klein (ca. 2 cm) und ebenfalls ein Schwarmfisch. Ohrgitterharnischwelse sind laichende Fische. Weiterhin habe ich für diesen Bereich Zwergpanzerwelse und Metallpanzerwelse. Auch Schwarmfische.
Metallpanzerwelse vermehren sich auch sehr leicht allerdings durch Laich. Sie sind Nesträuber. das heißt, will man Nachwuchs sollte man es entweder dem Zufall überlassen oder aber den Laich aus dem Becken entfernen und in ein gesondertes Becken tun. Allerdings muss man auch da Einiges beachten. Der laich verpilzt schnell. Das beste Mittel dagegen ist, das Becken mit dem laich absolut zu verdunkeln. Die Larven schlüpfen nach ca. 5 tagen. Die ersten 2 Lebenstage ernähren sie sich von ihrem Dottersack. danach muss artgerecht gefüttert werden. Nach ca. 6 Wochen sind sie groß genug um in ein Gesellschaftsbecken zu können. Natürlich soll das Aufzuchtbecken ab dem Schlüpfen nicht mehr verdunkelt sein! Es muss ausgestattet sein, wie jedes andere Becken auch.
Kein Fake, der Bericht ist auch auf meiner Natur- und Tierschutzseite zu lesen. Falls also jemand im Netz diesen Bericht entdeckt, der Autor bin ich. Sowie auf Ciao!
Danke für die Lesungen
diewicca weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben