1&1 Testbericht

Erfahrungsbericht von blokk

Surfen wie es uns gefällt

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

So schön kann Internet also sein! Und das mit einem analogen Telefonanschluß. Als ich Ende letzten Jahres vor der Entscheidung stand, für welches Zugang zum Netz mich entscheide, lag der ISDN-Zugang eigentlich nahe. Was mich daran störte, waren die recht hohen Kosten.

Ich bin täglich 2 bis 3 Stunden online und rechnete mir aus, das mich dieses Vergnügen, rechne ich mit 2 Pf./Min Internet und 25 DM/Monat für den 2. ISDN-Kanal, zwischen 120 und 150 DM im Monat kosten würde. Das war mir der Spaß nicht wert.

In einer PC-Zeitschrift fand ich einen Prospekt von 1&1, in dem der DSL-Anschluß angepriesen wurde. Wieder mal viel heiße Luft um nichts, war mein erster Gedanke. DSL muss teuer sein, war der zweite Gedanke.

Dann las ich mir eigentlich mehr aus Langeweile den Prospekt genauer durch. Hardware kommt umsonst, hieß es da, wenn ich mich bis zum 31.12. anmelde. Monatliche Flatrate, entweder Flat-Daten oder Flat-Zeit, und das für schlappe 30 DM stand dort in großen Lettern. Keine teure Fritz-Card notwendig, sondern nur eine günstige Netzwerkkarte für knapp 40 DM. Auch die Telekom half sparen: Statt 25 DM/Monat extra für den ISDN-Anschluß nur 20 DM/Monat für die DSL-Verbindung. Da war klar, dass ich meinen neuen Internetzugang gefunden hatte.

Pfiffig sind die Jungs, das muss man ihnen lassen. Entweder lassen sie einen Surfen, bis der Monitor qualmt, aber mit begrenzter Datenmenge oder sie lassen einen Downladen, bis die Festplatte überläuft, aber nur mit begrenzter Zeit.

Beim Festpreis mit auf 5 GB/Monat begrenzter Datenmenge lässt sich das www in voller Breite stundenlang absurfen, beim Festpreis auf 100 Std./Monat lassen sich solch gewaltige Dateimengen runterladen, das innerhalb kurzer Zeit eine größere Festplatte oder zumindest ein CD-Brenner notwendig wird.

Meine Sucht nach Musik half mir bei der Entscheidung, die Stundenvariante zu wählen. Endlich kann ich ganze Ordner voll mit mp3-Dateien durch Netz ziehen, ohne tage- oder gar wochenlang darauf warten zu müssen. Der Download geht sogar schneller, als ich sie mir anhören kann. Und das, obwohl ich nebenbei durchs web surfe! Paradiesische Zeiten taten sich vor mir auf.

Kurz vor Weihnachten meldete ich mich also an und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Freunde warnten mich: Das dauert ewig, bist du freigeschaltet wirst! Und weiter: Das kann doch gar nicht sein, DSL muss viel teurer sein, weil es ja auch viel schneller ist!

Knapp 3 Wochen hat es gedauert, bis ich von der Telekom die Zugangshardware, also den Splitter, das Modem und die mit insgesamt 15m großzügig bemessenen Verbindungskabel, per Post erhalten habe. Außerdem wurde ich benachrichtigt, dass der Anschluss am 25.1. freigeschaltet wird.

Der Splitter wird mit einem Kabel an den Telefonanschluß gesteckt und das vorhandene Telefon mit dem Splitter verbunden. Simpel ausgedrückt: Der Splitter wird zwischen Telefondose und Telefon geschoben. Ein zweiter Stecker, der mit dem Telefonstecker nicht verwechselt werden kann, ist für das Kabel vom Splitter zum Modem vorgesehen. Am Modem jedoch darf man den Dateneingang nicht mit dem Datenausgang verwechseln. Die Steckverbindungen sind nämlich identisch, aber eindeutig mit „Splitter“ als Eingang, bzw. „10BT“ als Datenausgang gekennzeichnet. Außerdem benötigt das Modem eine seperate Stromversorgung.

Die mitgelieferte Installationsanleitung ist sehr ausführlich. Ich halte es für unmöglich, dass ein halbwegs technisch begabter Mensch damit nicht zurecht kommt.

Ein paar Tage später traf auch die Netzwerkkarte von 1&1 ein. Der Einbau ist, so manch sich ein bisschen im Aufbau eines Computers auskennt, sehr einfach. Einstecken, wenn der Computer ausgeschaltet ist, den Computer hochgefahren und die mitgelieferte Software installiert. Fertig!

Wer sich das nicht zutraut, sollte sich nicht scheuen, einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Selbst wenn er euch ein paar Euros dafür abknöpfen sollte, wird das immer noch billiger sein als das Auswechseln eines beschädigtes Mainboards.

Um sich Netz einwählen zu können, ist ein weiteres Programm notwendig, das sich auf der mitgelieferten CD befindet. Es heißt „cFos“ und regelt unter anderem den reibungslosen Datenaustausch zwischen Computer und Server.

Von anderen Nutzern habe ich gehört, dass das Programm nicht reibungslos funktionieren soll. Ich kann das nicht bestätigen. Auf meinem Computer macht das Programm keine Zicken.

Aber ein Problem habe ich jetzt doch: Mein Arbeitsspeicher von 32 MB hat die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit mehr als erreicht. Da werde ich wohl die eingesparten Taler bald in einem Computerladen wieder ausgeben müssen.

14 Bewertungen, 3 Kommentare

  • giselamaria

    03.09.2008, 03:27 Uhr von giselamaria
    Bewertung: sehr hilfreich

    tja, hat sich sehr verändert alles mittlerweile gell :-))) schöner Bericht :-) LG Gisela

  • zzoosshh

    13.02.2002, 01:28 Uhr von zzoosshh
    Bewertung: sehr hilfreich

    DITO, Hilli

  • Hilli

    13.02.2002, 01:19 Uhr von Hilli
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich hab DSl von T-online, und bin zufrieden.... MfG andreas