Condor Testbericht
Erfahrungsbericht von saida
mein allererstes Mal - es war die Condor......
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Hi!
Heute zu einem meiner Lieblingstehmen – Reisen!
Speziell möchte ich mich zu diversen Fluggesellschaften äußern, als da wären:
Tunis Air, LTU, Condor, Germania, Hapag LLoyd, Northwest Airlines bzw. KLM.
Mit allen diesen Gesellschaften war ich seit Herbst 1994 ein- oder auch mehrmals unterwegs.
Genaueres finden die interessierten Leser unter der jeweiligen Rubrik (Name der Fluggesellschaft), allerdings erst nach und nach, da ich nicht so viel Zeit zum Schreiben habe und meine Erfahrungsberichte aber dennoch gleich nach Fertigstellung der geneigten Leserschaft zur Verfügung stellen möchte. Die Reihenfolge der Berichterstellung wird der o.g. Aufzählung entsprechen, also zuerst Tunis Air, dann LTU usw. (Diese Einführung ist also immer dieselbe!)
3.) CONDOR
Mein erster Flug!
Im Herbst 1994 brauchte ich, nach überstandenem Klausurenstreß, DRINGEND eine Woche Urlaub. Länger war nicht drin, wg. Arbeit und so (Teilzeitjob+Fernstudium)...
Was tun also?
Ab ins Reisebüro!
Eine enttäuschende Auswahl ergab sich alleine schon durch die Unflexibilität des Reisetermins, sowie meinen mageren Studentengeldbeutel. Und so richtig schön warm sollte es dort Ende September/Anfang Oktober auch noch sein!
Die einzige Möglichkeit war dann 1 Woche Teneriffa (dazu berichte ich sicherlich bei Gelegenheit irgendwann auch noch), Hin- und Rückflug mit der Condor, Hotel mit Halbpension im Süden der Insel, gebucht über air marin (das ist eine andere Geschichte, die ich Euch sicherlich irgendwann auch einmal zum Besten geben werde....)
Vielen Dank an dieser Stelle übrigens noch an alle, die mich die letzte Woche vor dem ersten Flug meines Lebens so liebevoll mit ihren Fluggeschichten versorgt haben - keines der vielen den geschilderten Horrorszenarien ist eingetreten!
Aber, erst einmal der Reihe nach.
Anlieferung durch Muttern auf dem Flughafen Stuttgart. Weiche Knie, kaum geschlafen, doch etwas mulmiges Gefühl in der Magengegend..
Check-in für mich hochinteressant (damals übrigens noch im alten Terminal). Hatte vielleicht mein Handgepäck mehr als 5 kg? Schließlich war ja meine Canon-Spiegelreflex im Rucksack, die alleine wiegt schon über ein Kilo! Aber, nein, es war alles in Ordnung, es stand in der Nähe des Schalters eine Waage, mit der konnte ich mich vom rechtmäßigen Gewicht meines Handgepäcks überzeugen. Ich wollte immer und überall Tickets und Pässe vorlegen, aber zum Glück waren die Menschen vom Bodenpersonal echt freundlich und geduldig! Und dann haben die das Gewicht meines Handgepäcks nicht einmal nachgeprüft...
Fensterplatz für mich, meine Begleitung daneben. Raucher, versteht sich. Die gab es nämlich damals noch! Damals saßen wir irgendwo an der Grenze zwischen Raucher und Nichtraucher – dieser Lapsus ist mir danach nie wieder passiert...
Weiter zur Paßkontrolle, im unteren Terminalbereich. Natürlich waren wir Erst-Flieger viel zu früh dran und mußten noch ewig warten.
So konnte ich zum ersten Mal auch gleich Bekanntschaft mit den Duty-Free-Shops machen, was natürlich damals soooo spannend für mich war, daß die Zeit sprichwörtlich wie im Fluge vergangen ist.
Und schon war es Zeit fürs Boarding. Ich hatte fürchterliche Angst, daß wir zurückgelassen werden könnten, und dementsprechend eilig hatte ich es denn auch, mich in der Schlange zum Flughafenbus einzureihen. Was für ein Gedränge. Meine Güte, das dauerte aber! Ob alles in Ordnung war?
Es wurden zwei Busse eingesetzt, einer für die hintere Hälfte, einer für die vordere des Fliegers. Das sollte wohl Zeit sparen, was es aber nicht tat, denn es gibt ja immer wieder einige Mitmenschen, die solche Regelungen für sinnlos halten und dennoch am falschen Ende der Maschine einsteigen. Womit dann erst wieder alle warten müssen...
Aber schließlich waren alle Gepäckstücke und Passagiere ordnungsgemäß untergebracht, und es konnte los gehen.
An den Start kann ich mich gar nicht mehr so recht erinnern, also wird wohl alles ganz normal verlaufen sein. Danach wurden wir per Lautsprecher vom Flugkapitän persönlich begrüßt. Die übliche Zeremonie mit den Sicherheitsvorschriften nahm ihren Lauf: Schwimmwesten unterm Sitz, Notausgänge, bla, bla, bla.
Irgendwann gab es dann endlich Essen und Trinken. Vor lauter Aufregung hatte ich nichts frühstücken können, und dementsprechend war mein Appetit! So leid es mir tut, aber auch an die Verpflegung kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich gehe deshalb davon aus, daß es nicht gerade hammermäßig gewesen sein kann, denn das wüßte ich noch!
Und dann kam die Härte! Nachdem uns allen anfangs erklärt wurde, man bräuchte nur auf den einen Knopf über unseren Köpfen zu drücken, wenn man einen Wunsch habe, hat sich doch mein Begleiter tatsächlich erdreistet, diesen besagten Knopf zu betätigen.
Einige Zeit später kam eine äußerst mürrisch blickende Stewardeß, um sich zu erkundigen, weshalb er denn geklingelt hätte. Er äußerte den Wunsch nach einer Cola. Oje! Entweder war die Tante mit dem falschen Fuß aufgestanden, oder aber sie haßte ihren Beruf, insbesondere die lästigen Passagiere. Das können Sie sich doch da hinten selber holen, da brauchen Sie doch nicht zu klingeln! - Danke fürs Gespräch!
Der Rest des Fluges verlief ähnlich. Das Bordpersonal überschlug sich bestimmt nicht vor Freundlichkeit... Ich begann mich zu fragen, ob das wohl so sein müsse?
Von Luftlöchern, Unwettern und dergleichen blieben wir, Gott sei Dank, verschont. Von wegen wer nicht angeschnallt sei, den hebe es aus dem Sitz, und die Gläser (wohl eher Becher) flögen durch die Luft. – Schönen Gruß noch mal an alle, die so erfolglos versucht haben, mir das Fliegen zu vermiesen!
Ich meine, der Flug dauerte etwas um die 4,5 Stunden – kann mich aber auch irren. Jedenfalls kam mir das verdammt lange vor, die Musikprogramme, die einigermaßen interessant waren, kannte ich nun schon in- und auswendig, Und der gezeigte Film war schon lange davor im Kino gelaufen. Nur gut, daß ich ein Buch im Handgepäck hatte...
Von der Landung weiß ich nur soviel, daß mir das Geklatsche schon damals auf die Nerven gegangen ist. Wieso nur klatschen die Leute bei der Landung mit Charterflugzeugen? Ich könnte es ja noch verstehen, wenn es Probleme gegeben hätte, Nebel, oder was weiß ich, aber es ruckelte ein bißchen beim Aufsetzen, dann schien die Maschine - ganz leicht nur, wirklich – zu schlingern, bis die Riesen-Speed heruntergebremst war, und das war es dann aber auch schon.
Der Rückflug hat sich eigentlich in nichts vom Hinflug unterschieden. Nur, daß keiner von uns mehr geklingelt hat, und daß wir uns in der hinteren Raucherzone eingecheckt haben. Die indignierten Blicke der Nichtraucher vor einem, wenn man in der vordersten Raucher-Reihe sitzt, können einem schon den Spaß am Zigarettchen nach dem Essen vermiesen...
Es war halt ein langweiliges Unterhaltungsprogramm (Musik gleich wie beim Hinflug, der Film kein Kassenschlager), und das Bordpersonal nicht besonders freundlich. Nur so auswendig gelernte Floskeln, zu jedem Fluggast dasselbe aufgesetzte Lächeln mit demselben Satz: Daaf ich Ih'n was zu Trink'n anbiet'n(a)?
Welcher Maschinentyp das damals gewesen war, weiß ich beim besten Willen nicht mehr. Nur soviel, daß mein Begleiter (1,82 m groß, also nicht gerade ein Riese) über Platzprobleme mit seinen Beinen geklagt hat. Und da mußte ich ihm mit meinen 1,62 recht geben, denn selbst ich konnte die Beine kaum ausstrecken!
Nach diesem Flugerlebnis hoffte ich inständig, daß es nicht immer so wäre....
Condor, Klappe, die Zweite!
Oktober 1997. Dieses Mal sollte es nach Kuba gehen. Eine Pauschalreise, über Öger Tours, Hotel mit Halbpension in Varedero, Flüge Frankfurt-Havanna/Havanna-Frankfurt mit – ja, der Condor...
Bisher hatte ich es erfolgreich vermieden, diese Airline noch einmal zu nutzen, denn nach meinem ersten Flug wurde mir nicht nur allseits versichert, daß es eben nicht so sein müsse, wie ich es erlebt hatte, sondern ich konnte mich auch – vor allem mit Gesellschaften wie der LTU oder Northwest Airlines – auch schon zur Genüge davon überzeugen, wie angenehm Flugreisen sein können. Aber bei einem Preis von um die 2.000,- DM für zwei Wochen, was wollte ich da erwarten?
Nur, daß es dieses Mal über 8 Stunden dauerte!
Wir kamen mit leichter Verspätung am Frankfurter Flughafen an. Fast wollte man uns schon gar nicht mehr mitnehmen, weil das offizielle Check-in seit wirklich nur wenigen Minuten beendet war. Meine beiden Begleiter konnten die Dame vom Bodenpersonal dann unter Zuhilfenahme ihres männlichen Charmes dann aber doch davon überzeugen, unsere Tickets auszustellen.
Endlich an dem Ende des Flughafens angekommen, wo wir hinmußten, Paßkontrolle, und sofort über einen Flugsteig ab in die Maschine. Zum Glück hatten wir auch noch Raucherplätze ergattern können.
Es war ein großer Flieger, rechts und links entlang der Seite zwei Sitzreihen mit jew. 3 Plätzen nebeneinander, in der Mitte noch eine Reihe mit vier Plätzen (oder fünf? kann das sein?). Was mich sehr verwunderte ist, daß es in der Langstreckenmaschine auch nicht mehr Beinfreiheit als auf der Mittelstrecke nach Teneriffa gegeben hat. Selbst mir sind regelmäßig die Beine eingeschlafen.
Die First Class war durch einen schweren Vorhang von unserer niederen Klasse abgetrennt.
Die hatten es sicherlich genügend Platz...
Dorthin wurde dann immer zuerst das Essen usw. geschafft, na ja. Das war auch so ein Drama, weil bis ganz hinten von den zwei Menüs zur Auswahl halt nur noch Fisch übrig war, und das ist ja nun nicht jedermanns Sache. Zum Glück esse ich gerne Fisch, und ich weiß zwar nicht mehr, was es dazu gegeben hat, aber daß es ganz okay war. Diejenigen, die aber keinen Fisch mochten, wurden nicht gerade sehr freundlich behandelt. Man hätte halt sein Essen vorher bestellen/aussuchen müssen, jetzt sei das Fleisch eben weg, sie könnten da auch nix machen. Wenn einem das vorher einer gesagt hätte - ?
Von da vorne kam dann auch immer in regelmäßigen Abständen ein Steward hervor, um ganz hinten eine rauchen zu können.... Den habe ich dann irgendwann dort hinten angesprochen, von wegen Cockpitbesichtigung und so. Er meinte, er würde die Piloten fragen und uns dann Bescheid geben - unsere Sitzplätze waren ihm sogar bekannt, im Vorbeigehen mußten wir ihm schon aufgefallen sein! Eine Zeitlang später kam er uns abholen, es könnten aber nur zwei gehen. Das war in Ordnung, denn einer meiner Begleiter hatte sich das Ganze schon früher einmal angesehen.
Heute, nach dem 11. September 2001, wäre so etwas wahrscheinlich undenkbar...
Wir durften in die Kabine zu den Piloten. Diese saßen da so mit ihren Sonnenbrillen und ließen den Autopiloten fliegen, also, das machte richtig den Eindruck von einem schönen Leben! Nichts als Meer, Sonne und der Ozean... Wir hatten uns sogar auf die beiden Notsitze im Cockpit setzen dürfen, und die Piloten schickten sich gerade an, uns die Funktion der vielen Instrumentenanzeigen zu erklären (sie meinten, so toll sei das da vorne gar nicht, eher würden sie sich jetzt über die Abwechslung freuen), als ein Funkspruch durchkam und sie wieder selbst fliegen mußten. Irgendwie mußte ein Unwetter umflogen werden, glaube ich. Das wars dann mit unserem Ausflug, konnte man nichts machen. Schade eigentlich!
So freundlich die Flugkapitäne und der Steward waren, so mürrisch war wieder einmal die weibliche Besatzung, so erschien es mir.
Beim Abräumen nach dem Essen hat eine der Damen den Tomatensaftbecher meines Nebensitzers versehentlich umgeworfen. Der Becher war zwar leergetrunken, trotzdem machten sich einige Tropfen Tomatensaft auf der Jeans des Passagiers breit. Als wir die Flugbegleiterin darauf aufmerksam machten, ernteten wir nur ein mürrisches: Soll ich Ihnen etwa (!) einen Lappen zum Abwischen bringen?
Zur Unterhaltung gab es den Film –ein Schweinchen namens Babe-. Also, ich kann mir bestimmt eine bessere Unterhaltung vorstellen, das ist ja eher etwas fürs Kinderprogramm!
Und so viele Kinder waren nun auch wieder nicht an Bord, schließlich waren keine Schulferien. Da hätte ich mir von einer deutschen Fluggesellschaft schon etwas mehr Mitdenken gewünscht...
Endlich die Landung. Einziger Lichtblick: Die Outboard-Camera (?), über welche die Geschehnisse auf der Landebahn live mitverfolgt werden konnten (War mir beim Start gar nicht aufgefallen – vielleicht waren da die Sicherheitsinstruktionen wichtiger?). Allerdings, so eine Landebahn in Asphaltgrau ist nun auch nicht gerade berauschend, finde ich... Ansonsten:
Das Übliche, und dazu eben Klatschen von bestimmt 80% meiner Mitpassagiere. Nun.
Auf dem Rückflug waren bereits etliche Passagiere an Bord. Die wollten weiter auf die Bahamas, wir hatten daher in Nassau eine Zwischenlandung. Man bat uns höflich, nicht zu rauchen, da die nach Nassau Fliegenden nun nicht mehr auf ihren ursprünglichen Plätzen saßen. Okay. War vielleicht eine dreiviertel Stunde Flugzeit.
Aber dann kam es ganz dicke: In Nassau stiegen die Bahama-Touristen aus, und wir mußten während der Zeit des Tankens auf unseren Plätzen bleiben! Selbstverständlich herrschte nun Rauchverbot, aber man gebot uns, den Sicherheitsgurt abzunehmen, aus Sicherheitsgründen!!! Das Ganze dauerte bestimmt eine halbe Stunde, und wir waren mehr als nervös. So etwas hatte ich davor noch nicht erlebt – wenn es eine Zwischenlandung gegeben hatte, mußten wir immer aus Sicherheitsgründen die Maschine verlassen und in einem Transitraum warten...
Natürlich wurde, nachdem es endlich weitergehen konnte, im hinteren Bereich heftig gequalmt... Schließlich hatten unsere Nerven schon so einiges überstehen müssen.
Dafür war nun auf dem Rückflug das Bordpersonal durchweg ausnehmend freundlich, und zwar wirklich, nicht aufgesetzt.
Trotzdem wurde mir der Rest des Fluges wieder ewig lang. Der Film war diese Mal zwar ganz gut (Fräulein Smillas Gespür für Schnee), aber der dauerte halt keine 6 Stunden...
Das einzig wirklich Gute am Langstreckenflug: Man konnte sich kostenlos mit Alkohol soweit besäuseln, daß alles gar nicht mehr so schlimm war. Nach der Zwischenlandung hatten denn auch die Stewards und Stewardessen alle Hände voll mit dem Ausschank zu tun!
Naja. Der Rest ist wie üblich abgelaufen. Landung mit Klatschen, Sitzenbleiben bis zum endgültigen Erreichen der Parkposition, Gedrängel beim Aussteigen, Warten aufs Gepäck usw.
Nach diesen Erlebnissen bleibe ich dabei: Wenn es nicht gerade sein muß und ich wählen kann, werde ich nicht unbedingt die Condor als Transportmittel wählen. Ich meine, sooo schlecht ist sie nun auch wieder nicht, aber es gibt eben Besseres!
Heute zu einem meiner Lieblingstehmen – Reisen!
Speziell möchte ich mich zu diversen Fluggesellschaften äußern, als da wären:
Tunis Air, LTU, Condor, Germania, Hapag LLoyd, Northwest Airlines bzw. KLM.
Mit allen diesen Gesellschaften war ich seit Herbst 1994 ein- oder auch mehrmals unterwegs.
Genaueres finden die interessierten Leser unter der jeweiligen Rubrik (Name der Fluggesellschaft), allerdings erst nach und nach, da ich nicht so viel Zeit zum Schreiben habe und meine Erfahrungsberichte aber dennoch gleich nach Fertigstellung der geneigten Leserschaft zur Verfügung stellen möchte. Die Reihenfolge der Berichterstellung wird der o.g. Aufzählung entsprechen, also zuerst Tunis Air, dann LTU usw. (Diese Einführung ist also immer dieselbe!)
3.) CONDOR
Mein erster Flug!
Im Herbst 1994 brauchte ich, nach überstandenem Klausurenstreß, DRINGEND eine Woche Urlaub. Länger war nicht drin, wg. Arbeit und so (Teilzeitjob+Fernstudium)...
Was tun also?
Ab ins Reisebüro!
Eine enttäuschende Auswahl ergab sich alleine schon durch die Unflexibilität des Reisetermins, sowie meinen mageren Studentengeldbeutel. Und so richtig schön warm sollte es dort Ende September/Anfang Oktober auch noch sein!
Die einzige Möglichkeit war dann 1 Woche Teneriffa (dazu berichte ich sicherlich bei Gelegenheit irgendwann auch noch), Hin- und Rückflug mit der Condor, Hotel mit Halbpension im Süden der Insel, gebucht über air marin (das ist eine andere Geschichte, die ich Euch sicherlich irgendwann auch einmal zum Besten geben werde....)
Vielen Dank an dieser Stelle übrigens noch an alle, die mich die letzte Woche vor dem ersten Flug meines Lebens so liebevoll mit ihren Fluggeschichten versorgt haben - keines der vielen den geschilderten Horrorszenarien ist eingetreten!
Aber, erst einmal der Reihe nach.
Anlieferung durch Muttern auf dem Flughafen Stuttgart. Weiche Knie, kaum geschlafen, doch etwas mulmiges Gefühl in der Magengegend..
Check-in für mich hochinteressant (damals übrigens noch im alten Terminal). Hatte vielleicht mein Handgepäck mehr als 5 kg? Schließlich war ja meine Canon-Spiegelreflex im Rucksack, die alleine wiegt schon über ein Kilo! Aber, nein, es war alles in Ordnung, es stand in der Nähe des Schalters eine Waage, mit der konnte ich mich vom rechtmäßigen Gewicht meines Handgepäcks überzeugen. Ich wollte immer und überall Tickets und Pässe vorlegen, aber zum Glück waren die Menschen vom Bodenpersonal echt freundlich und geduldig! Und dann haben die das Gewicht meines Handgepäcks nicht einmal nachgeprüft...
Fensterplatz für mich, meine Begleitung daneben. Raucher, versteht sich. Die gab es nämlich damals noch! Damals saßen wir irgendwo an der Grenze zwischen Raucher und Nichtraucher – dieser Lapsus ist mir danach nie wieder passiert...
Weiter zur Paßkontrolle, im unteren Terminalbereich. Natürlich waren wir Erst-Flieger viel zu früh dran und mußten noch ewig warten.
So konnte ich zum ersten Mal auch gleich Bekanntschaft mit den Duty-Free-Shops machen, was natürlich damals soooo spannend für mich war, daß die Zeit sprichwörtlich wie im Fluge vergangen ist.
Und schon war es Zeit fürs Boarding. Ich hatte fürchterliche Angst, daß wir zurückgelassen werden könnten, und dementsprechend eilig hatte ich es denn auch, mich in der Schlange zum Flughafenbus einzureihen. Was für ein Gedränge. Meine Güte, das dauerte aber! Ob alles in Ordnung war?
Es wurden zwei Busse eingesetzt, einer für die hintere Hälfte, einer für die vordere des Fliegers. Das sollte wohl Zeit sparen, was es aber nicht tat, denn es gibt ja immer wieder einige Mitmenschen, die solche Regelungen für sinnlos halten und dennoch am falschen Ende der Maschine einsteigen. Womit dann erst wieder alle warten müssen...
Aber schließlich waren alle Gepäckstücke und Passagiere ordnungsgemäß untergebracht, und es konnte los gehen.
An den Start kann ich mich gar nicht mehr so recht erinnern, also wird wohl alles ganz normal verlaufen sein. Danach wurden wir per Lautsprecher vom Flugkapitän persönlich begrüßt. Die übliche Zeremonie mit den Sicherheitsvorschriften nahm ihren Lauf: Schwimmwesten unterm Sitz, Notausgänge, bla, bla, bla.
Irgendwann gab es dann endlich Essen und Trinken. Vor lauter Aufregung hatte ich nichts frühstücken können, und dementsprechend war mein Appetit! So leid es mir tut, aber auch an die Verpflegung kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich gehe deshalb davon aus, daß es nicht gerade hammermäßig gewesen sein kann, denn das wüßte ich noch!
Und dann kam die Härte! Nachdem uns allen anfangs erklärt wurde, man bräuchte nur auf den einen Knopf über unseren Köpfen zu drücken, wenn man einen Wunsch habe, hat sich doch mein Begleiter tatsächlich erdreistet, diesen besagten Knopf zu betätigen.
Einige Zeit später kam eine äußerst mürrisch blickende Stewardeß, um sich zu erkundigen, weshalb er denn geklingelt hätte. Er äußerte den Wunsch nach einer Cola. Oje! Entweder war die Tante mit dem falschen Fuß aufgestanden, oder aber sie haßte ihren Beruf, insbesondere die lästigen Passagiere. Das können Sie sich doch da hinten selber holen, da brauchen Sie doch nicht zu klingeln! - Danke fürs Gespräch!
Der Rest des Fluges verlief ähnlich. Das Bordpersonal überschlug sich bestimmt nicht vor Freundlichkeit... Ich begann mich zu fragen, ob das wohl so sein müsse?
Von Luftlöchern, Unwettern und dergleichen blieben wir, Gott sei Dank, verschont. Von wegen wer nicht angeschnallt sei, den hebe es aus dem Sitz, und die Gläser (wohl eher Becher) flögen durch die Luft. – Schönen Gruß noch mal an alle, die so erfolglos versucht haben, mir das Fliegen zu vermiesen!
Ich meine, der Flug dauerte etwas um die 4,5 Stunden – kann mich aber auch irren. Jedenfalls kam mir das verdammt lange vor, die Musikprogramme, die einigermaßen interessant waren, kannte ich nun schon in- und auswendig, Und der gezeigte Film war schon lange davor im Kino gelaufen. Nur gut, daß ich ein Buch im Handgepäck hatte...
Von der Landung weiß ich nur soviel, daß mir das Geklatsche schon damals auf die Nerven gegangen ist. Wieso nur klatschen die Leute bei der Landung mit Charterflugzeugen? Ich könnte es ja noch verstehen, wenn es Probleme gegeben hätte, Nebel, oder was weiß ich, aber es ruckelte ein bißchen beim Aufsetzen, dann schien die Maschine - ganz leicht nur, wirklich – zu schlingern, bis die Riesen-Speed heruntergebremst war, und das war es dann aber auch schon.
Der Rückflug hat sich eigentlich in nichts vom Hinflug unterschieden. Nur, daß keiner von uns mehr geklingelt hat, und daß wir uns in der hinteren Raucherzone eingecheckt haben. Die indignierten Blicke der Nichtraucher vor einem, wenn man in der vordersten Raucher-Reihe sitzt, können einem schon den Spaß am Zigarettchen nach dem Essen vermiesen...
Es war halt ein langweiliges Unterhaltungsprogramm (Musik gleich wie beim Hinflug, der Film kein Kassenschlager), und das Bordpersonal nicht besonders freundlich. Nur so auswendig gelernte Floskeln, zu jedem Fluggast dasselbe aufgesetzte Lächeln mit demselben Satz: Daaf ich Ih'n was zu Trink'n anbiet'n(a)?
Welcher Maschinentyp das damals gewesen war, weiß ich beim besten Willen nicht mehr. Nur soviel, daß mein Begleiter (1,82 m groß, also nicht gerade ein Riese) über Platzprobleme mit seinen Beinen geklagt hat. Und da mußte ich ihm mit meinen 1,62 recht geben, denn selbst ich konnte die Beine kaum ausstrecken!
Nach diesem Flugerlebnis hoffte ich inständig, daß es nicht immer so wäre....
Condor, Klappe, die Zweite!
Oktober 1997. Dieses Mal sollte es nach Kuba gehen. Eine Pauschalreise, über Öger Tours, Hotel mit Halbpension in Varedero, Flüge Frankfurt-Havanna/Havanna-Frankfurt mit – ja, der Condor...
Bisher hatte ich es erfolgreich vermieden, diese Airline noch einmal zu nutzen, denn nach meinem ersten Flug wurde mir nicht nur allseits versichert, daß es eben nicht so sein müsse, wie ich es erlebt hatte, sondern ich konnte mich auch – vor allem mit Gesellschaften wie der LTU oder Northwest Airlines – auch schon zur Genüge davon überzeugen, wie angenehm Flugreisen sein können. Aber bei einem Preis von um die 2.000,- DM für zwei Wochen, was wollte ich da erwarten?
Nur, daß es dieses Mal über 8 Stunden dauerte!
Wir kamen mit leichter Verspätung am Frankfurter Flughafen an. Fast wollte man uns schon gar nicht mehr mitnehmen, weil das offizielle Check-in seit wirklich nur wenigen Minuten beendet war. Meine beiden Begleiter konnten die Dame vom Bodenpersonal dann unter Zuhilfenahme ihres männlichen Charmes dann aber doch davon überzeugen, unsere Tickets auszustellen.
Endlich an dem Ende des Flughafens angekommen, wo wir hinmußten, Paßkontrolle, und sofort über einen Flugsteig ab in die Maschine. Zum Glück hatten wir auch noch Raucherplätze ergattern können.
Es war ein großer Flieger, rechts und links entlang der Seite zwei Sitzreihen mit jew. 3 Plätzen nebeneinander, in der Mitte noch eine Reihe mit vier Plätzen (oder fünf? kann das sein?). Was mich sehr verwunderte ist, daß es in der Langstreckenmaschine auch nicht mehr Beinfreiheit als auf der Mittelstrecke nach Teneriffa gegeben hat. Selbst mir sind regelmäßig die Beine eingeschlafen.
Die First Class war durch einen schweren Vorhang von unserer niederen Klasse abgetrennt.
Die hatten es sicherlich genügend Platz...
Dorthin wurde dann immer zuerst das Essen usw. geschafft, na ja. Das war auch so ein Drama, weil bis ganz hinten von den zwei Menüs zur Auswahl halt nur noch Fisch übrig war, und das ist ja nun nicht jedermanns Sache. Zum Glück esse ich gerne Fisch, und ich weiß zwar nicht mehr, was es dazu gegeben hat, aber daß es ganz okay war. Diejenigen, die aber keinen Fisch mochten, wurden nicht gerade sehr freundlich behandelt. Man hätte halt sein Essen vorher bestellen/aussuchen müssen, jetzt sei das Fleisch eben weg, sie könnten da auch nix machen. Wenn einem das vorher einer gesagt hätte - ?
Von da vorne kam dann auch immer in regelmäßigen Abständen ein Steward hervor, um ganz hinten eine rauchen zu können.... Den habe ich dann irgendwann dort hinten angesprochen, von wegen Cockpitbesichtigung und so. Er meinte, er würde die Piloten fragen und uns dann Bescheid geben - unsere Sitzplätze waren ihm sogar bekannt, im Vorbeigehen mußten wir ihm schon aufgefallen sein! Eine Zeitlang später kam er uns abholen, es könnten aber nur zwei gehen. Das war in Ordnung, denn einer meiner Begleiter hatte sich das Ganze schon früher einmal angesehen.
Heute, nach dem 11. September 2001, wäre so etwas wahrscheinlich undenkbar...
Wir durften in die Kabine zu den Piloten. Diese saßen da so mit ihren Sonnenbrillen und ließen den Autopiloten fliegen, also, das machte richtig den Eindruck von einem schönen Leben! Nichts als Meer, Sonne und der Ozean... Wir hatten uns sogar auf die beiden Notsitze im Cockpit setzen dürfen, und die Piloten schickten sich gerade an, uns die Funktion der vielen Instrumentenanzeigen zu erklären (sie meinten, so toll sei das da vorne gar nicht, eher würden sie sich jetzt über die Abwechslung freuen), als ein Funkspruch durchkam und sie wieder selbst fliegen mußten. Irgendwie mußte ein Unwetter umflogen werden, glaube ich. Das wars dann mit unserem Ausflug, konnte man nichts machen. Schade eigentlich!
So freundlich die Flugkapitäne und der Steward waren, so mürrisch war wieder einmal die weibliche Besatzung, so erschien es mir.
Beim Abräumen nach dem Essen hat eine der Damen den Tomatensaftbecher meines Nebensitzers versehentlich umgeworfen. Der Becher war zwar leergetrunken, trotzdem machten sich einige Tropfen Tomatensaft auf der Jeans des Passagiers breit. Als wir die Flugbegleiterin darauf aufmerksam machten, ernteten wir nur ein mürrisches: Soll ich Ihnen etwa (!) einen Lappen zum Abwischen bringen?
Zur Unterhaltung gab es den Film –ein Schweinchen namens Babe-. Also, ich kann mir bestimmt eine bessere Unterhaltung vorstellen, das ist ja eher etwas fürs Kinderprogramm!
Und so viele Kinder waren nun auch wieder nicht an Bord, schließlich waren keine Schulferien. Da hätte ich mir von einer deutschen Fluggesellschaft schon etwas mehr Mitdenken gewünscht...
Endlich die Landung. Einziger Lichtblick: Die Outboard-Camera (?), über welche die Geschehnisse auf der Landebahn live mitverfolgt werden konnten (War mir beim Start gar nicht aufgefallen – vielleicht waren da die Sicherheitsinstruktionen wichtiger?). Allerdings, so eine Landebahn in Asphaltgrau ist nun auch nicht gerade berauschend, finde ich... Ansonsten:
Das Übliche, und dazu eben Klatschen von bestimmt 80% meiner Mitpassagiere. Nun.
Auf dem Rückflug waren bereits etliche Passagiere an Bord. Die wollten weiter auf die Bahamas, wir hatten daher in Nassau eine Zwischenlandung. Man bat uns höflich, nicht zu rauchen, da die nach Nassau Fliegenden nun nicht mehr auf ihren ursprünglichen Plätzen saßen. Okay. War vielleicht eine dreiviertel Stunde Flugzeit.
Aber dann kam es ganz dicke: In Nassau stiegen die Bahama-Touristen aus, und wir mußten während der Zeit des Tankens auf unseren Plätzen bleiben! Selbstverständlich herrschte nun Rauchverbot, aber man gebot uns, den Sicherheitsgurt abzunehmen, aus Sicherheitsgründen!!! Das Ganze dauerte bestimmt eine halbe Stunde, und wir waren mehr als nervös. So etwas hatte ich davor noch nicht erlebt – wenn es eine Zwischenlandung gegeben hatte, mußten wir immer aus Sicherheitsgründen die Maschine verlassen und in einem Transitraum warten...
Natürlich wurde, nachdem es endlich weitergehen konnte, im hinteren Bereich heftig gequalmt... Schließlich hatten unsere Nerven schon so einiges überstehen müssen.
Dafür war nun auf dem Rückflug das Bordpersonal durchweg ausnehmend freundlich, und zwar wirklich, nicht aufgesetzt.
Trotzdem wurde mir der Rest des Fluges wieder ewig lang. Der Film war diese Mal zwar ganz gut (Fräulein Smillas Gespür für Schnee), aber der dauerte halt keine 6 Stunden...
Das einzig wirklich Gute am Langstreckenflug: Man konnte sich kostenlos mit Alkohol soweit besäuseln, daß alles gar nicht mehr so schlimm war. Nach der Zwischenlandung hatten denn auch die Stewards und Stewardessen alle Hände voll mit dem Ausschank zu tun!
Naja. Der Rest ist wie üblich abgelaufen. Landung mit Klatschen, Sitzenbleiben bis zum endgültigen Erreichen der Parkposition, Gedrängel beim Aussteigen, Warten aufs Gepäck usw.
Nach diesen Erlebnissen bleibe ich dabei: Wenn es nicht gerade sein muß und ich wählen kann, werde ich nicht unbedingt die Condor als Transportmittel wählen. Ich meine, sooo schlecht ist sie nun auch wieder nicht, aber es gibt eben Besseres!
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