A Rush of Blood to the Head - Coldplay Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2003
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von Gwendoline
Kuschelrock für den anspruchsvolleren Hörer
Pro:
starke Balladen, schön gesungen, einige wirkliche Höhepunkte
Kontra:
\"Durchhänger\", Konzepte können nicht über einen Song hinweg gerettet werden
Empfehlung:
Ja
Immer wenn wieder der Geburtstag, Weihnachten oder Ostern ansteht, wünsche ich mir meistens entnervt eine Cd, das aber meistens nur weil mir auf die Schnelle nichts besseres einfällt. Doch diese Cd hab ich als mehr als nur ein liebloses Geschenk von meinen Verwandten bekommen, sie war das erste Geschenk, das ich je von meinem Freund bekommen habe und ich finde er hätte seine Wahl nicht besser treffen können!
// Die Bio von Coldplay //
//////////////////////////////////////////
Mitglieder sind
Chris Martin- Gesang, Gitarre und Piano,
Guy Berryman- Bass
Jonny Buckland- Gitarre
Will Champion- Schlagzeug
Aufgewachsen sind die Mannen von Coldplay alle an unterschiedlichen Orten Englands, wie Devon, Southhampton, Schottland oder Wales, zusammengefunden haben sie sich allerdings erst im Jahre 1996, als sie gleichzeitig das London College besuchten.
Nach ihrer ersten EP „Safety“ aus dem Jahr 1998 und der zweiten EP „Brothers & Sisters“, wurden sie schließlich vom Majorlabel EMI unter Vertrag genommen. 2000 erschien schließlich das Debüt „Parachutes“, das Coldplay selbst in den USA einen (kleinen) Durchbruch verschafften, etwas was der Euro- Superstar Robbie Williams bis heute nicht geschafft hat. Im Moment halte ich das zweite Album „A Rush of blood to the head“ in der Hand.
Waren die Jungs auch schonmal in der Presse? Also erstmal- Nein. Größtenteils sind sie ziemlich unauffällig und unglamourös, passend zu ihrer Musik, doch Leadsinger Chris Martin schaffte es auch so in die Klatschspalten- mit seiner Beziehung zu der Schauspielerin Gwyneth Paltrow und ihrem gemeinsamen Kind!
// Discographie //
/////////////////////////////
2000- Parachutes
2002- A Rush Of Blood To The Head
// Das Booklet- Was ist drin, wie siehts aus? //
//////////////////////////////////////////////////////////////////////////////
Das Cover der Cd ist wunderbar schlicht, aber auch hier bei Yopi zu sehen- das einzige was dieses Bild von dem unterscheidet was hier vor mir liegt, ist der kleine weiße Sticker in der links oberen Ecke, er sagt mir, dass Coldplay das „Best British Album“ hatte und die „Best British Group“ bei den Britawards war, darunter heißt es dann, dass sie auch das „Best Alternative Album“ und die „Best Rock Performance“ hatten, laut den Grammyawards. Auf diesem Album sind die bereits ausgekoppelten Singles „In my place“, „The Scientist“ und „Clocks“.
So, ich öffne nun die Cd- und werde von weiß begrüßt. Ja, weiß wohin ich sehe... Wenn das nicht langweilig ist, aber nun gut, dafür ist es stilvoll.
Das Booklet selbst ist nun, als Kontrast zum restlichen Teil des Albums, im kompletten schwarz gehalten, mit beiger Schrift und einer schwarz weiß Fotografie auf den ersten zwei Seiten. Die nächste Seite ist bereits die Mitte, hier sieht man die gesammelte Band beim jammen im Proberaum. Hiernach gibt es nur noch ein paar Credits und Hinweise auf die Aktion von Coldplay „Make Trade Fair“, bei der es um die Benachteiligung von Entwicklungsländern geht. Es gibt also weder Längenangaben, noch Texte, noch allzu viele Bilder. Gesamtbild also eher enttäuschend...!
Let the show begin
************************
Tracklist
////////////////
#1 Politik
#2 In my place
#3 God put a smile upon your face
#4 The Scientist
#5 Clocks
#6 Daylight
#7 Green Eyes
#8 Warning Sign
#9 A Whisper
#10 A rush of blood to the head
#11 Amsterdam
// Politik //
“Look at earth from outer space
Everyone must find the place
Give me time and give me space
Give me real, don\'t give me fake”
Den Einstieg macht das Schlagzeug, man hört das Hihead im schnellen Takt schlagen und der Song hat von Anfang an etwas melancholisches. Wenn Chris dann zu singen anfängt verstummt das Schlagzeug erstmal und man hört nur sanfte Pianoklänge. Chris singt langsam und gefühlvoll, erhebt seine Stimme nicht, das erledigt dann das Hihead am Anfang des Refrains wieder für ihn. Das monotone Stampfen nervt einen spätestens jetzt und da kann auch Chris mit seiner warmen Stimme kaum etwas gut machen. Der Song verläuft bis zum Ende ohne weitere erwähnenswerte Überraschungen, netter Inhalt, aber leider nicht so schön verpackt wie man es hätte machen können. Aber wenigstens das Piano war gut..! Trotzdem, (4/5), weil das Hihead sich am Ende nicht mehr so außen vor und unpassend anhört und alles zu einem wirklich guten Song verschmilzt. Nur leider zu spät um noch 5 von 5 Punkten zu geben.
// In my place //
“In my place, in my place
Were lines that I couldn\'t change
I was lost oh yeah
And I was lost, I was lost
Crossed lines I shouldn\'t have crossed”
Die erste Singleauskopplung und einer meiner persönlichen Favoriten! Wieder ein Schlagzeugbetonter Anfang, aber wenigstens nicht so penetrant wie beim vorherigen Lied. Für Chris verstummen sie wieder, werden auf jeden Fall leiser und man hört ihn mit etwas gequälter Stimme seine Zeilen singen. In den Strophen ist er der arme, angreifbare, schwache Chris, doch im Refrain hört er sich ein wenig anklagend an, kraftvoll und wirklich atemberaubend. Im Zusammenspiel mit Gitarre und Bass wird das Ganze noch veredelt- ein wahres Juwel, wenn man mal wieder eine Ballade braucht, sich aber nicht zu sanften und kitschigen Klängen hingeben will. (5/5)
// God put a smile upon your face //
Sanfte Gitarrenklänge, die sich endlich mal wieder wie die anhören, die man auch am Lagerfeuer bestaunen kann, wenn jemand mit dabei ist, der des Gitarre spielens mächtig ist. Chris hört sich fast etwas ernüchternd an, nicht besonders interessiert, aber auf keinen Fall so rotzig hingeworfen wie das grade andere beliebte Gitarrenbands machen. Nein, Coldplay ist anders. Coldplay ist intelligent und gefühlvoll und das hört man, auch wenn auch dieses Lied nicht direkt einer musikalischen Kategorie zugehörig ist. Ballade? Nein, dazu fehlt die überzeugende Melodie. Rock? Nee, nicht wirklich. Pop? So möchte ich ein Band, die mir gefällt nicht bezeichnen... Was ist es denn nun? Ich einige mich mit mir selbst auf soetwas wie einen Rocksong und wundere mich warum Coldplay auf einmal auf die schmeichlerischen Ohrwürmer à la „In my place“ verzichten. Vielleicht um bei den Kritikern Radiohead näher zu kommen, aber so eine Dreistigkeit traue ich den lieben Leutchens nicht zu. Langsam geht mir das Gequäke auf die Nerven, also- Skip. (3/5)
// The Scientist //
“And tell me you love me, come back and haunt me
Oh and I rush to the start
Running in circles, chasing in tails
Coming back as we are”
Das berühmte Lied, mit dem berühmten Rückwärtsvideo. Ja, Chris spult einen Autounfall zurück und leider- ich muss es zugeben- rührt mich das Video in Verbindung mit dem Song so manches Mal zu Tränen. Der ganze Song ist ein einziger sanfter Traum, untermalt von einem Piano und der markanten Stimme von Chris- er bemüht sich nicht unbedingt harmonisch zu klingen, aber die sanfte Melodie und seine Stimme treffen sich auf der perfekten Basis und kreieren einen Song, den Mal wohl in jeder Lebenslage hören kann, wenn man traurig, verliebt, glücklich, enttäuscht,... ist. Zeitlos, wunderbar, eines der besten Lieder des Albums. (5/5)
// Clocks //
“Lights go out and I can\'t be saved
Tides that I tried to swim against
Have put me down upon my knees
Oh I beg, I beg and plead”
Und die nächste Singleauskopplung, die letzte aus dem Album, die aber ihren Vorgängern in so gut wie nichts nachsteht! Begrüßt vom Piano, das sich energisch in Fahrt spielt, wird man in den Song geleitet, später steigt auch das Schlagzeug mit ein. Wieder Chris Stimme, wieder ein schnelleres Lied, eines der Lieder, das mal keine Ballade ist, auch wenn es stark daran erinnert, wenn Chris sich durch die Mitte des Songs „ahat“. Die Strophen verlaufen alle nach dem selben Muster, wieder keine Überraschungen, aber bei der Qualität der Songs macht es mir gar keine Sorge, dass die Herren Coldplay nicht auf raffiniertere Arrangements gekommen sind. Es reicht so und eines haben sie anderen Bands vorraus- sie wissen wie ein Piano aussieht und können es auch benutzen. Ha! Macht das erst mal nach =) (5/5)
// Daylight //
“To my sunk eyes
On my daylight
I saw sunrise
I saw sunlight”
Kreativer Anfang, als ob sie meine Worte zum vorherigen Titel gehört hätten. Schade, dass es keinen Pianoeinstieg gibt, aber ich werde ja noch entschädigt! Dieser Song möchte alles andere als Einheitsbrei sein, er wehrt sich gradezu dagegen, ist uns doch egal wie sich das alles anhört. Im Refrain wird das Schlagzeug wie beim ersten Song wieder staccatomäßig eingesetzt, Chris geht in die höheren Gesangslagen und insgeheim fragt man sich „Warum eigentlich?“ (aber warum eigentlich nicht..?) Deswegen: (5/5)
// Green Eyes //
“I came here with a load
And it feels so much lighter now I met you
And honey you should know
That I could never go on without you”
Is this a campfire song? Endlich ein Lied, das sich nicht total überproduziert anhört, keine Instrumente die ineinander greifen oder aufeinander aufprallen, einfach nur eine Gitarre und Chris Stimme, was dem ganzen ein anheimelndes Feelings gibt, eine Purheit, die man heutzutage in der Musik viel zu wenig bekommt. Coldplay sind nicht wie andere Bands. Sie sind vielleicht nicht innovativer oder zu mehr Experimenten bereit, aber sie können sich auf das reduzieren, was eigentlich Mal zu dem Begriff der Musik gehörte. Etwas das sich nicht anhört wie mit dem DJ Starter Kit in einem Keller in London gemacht- sondern straight aus Schottland oder wo sie auch immer her kommen mögen. „Honey you are a rock upon which I stand“- (5/5)
// Warning Sign //
“A warning sign
I missed the good part then I realized
I started looking and the bubble burst
I started looking for excuses”
Hmm.. das hört sich nicht wie Coldplay an.. Ich wüsste gar nicht in welche Musikrichtung ich das hier ansiedeln sollte, vorallem weil in dem kleinen Introteil auch eine Carracaskugel zu tragen kommt. Ich frage mich zwar wieder: warum? Aber wenigstens wird sie so schön dezent eingesetzt, dass man sich um alles mitzubekommen schon wirklich reinhören muss in den Song- wieder ein Plus, denn wer will schon alles offensichtlich auf einem Teller präsentiert bekommen? Nein, Musik ist etwas zum entdecken, deswegen- Viel Spaß beim Suchen =)! (5/5)
// A Whisper //
“I hear the sound
Of the ticking of clocks
Remember your face
Who remembers you when you are gone”
Ein Flüstern? Da hätte ich mir aber einen sanfteren Anfang gewünscht.. Man wird leider nicht mit einem Piano begrüßt, schade aber auch. Ich frage mich in den ersten paar Sekunden ob meine Platte jetzt schon einen Sprung hat, aber nein, das ist wohl so gewollt. Danke Coldplay, ihr habt mir einen Schrecken eingejagt... Die Instrumentierung übertönt fast Chris Stimme, sie ist offensiv und Chris.. naja, bezeichnen wir ihn mal als defensiv oder einfach unterlegen mit seiner Stimme. Auch wenn es so gewollt war, es hört sich schräg an und lädt auch nicht unbedingt zum Hören ein. Skip. (4/5)
// A Rush of blood to the head //
“said I\'m gonna buy a gun and start a war if you can tell me something worth fighting for
oh I\'m gonna buy this place is what I said
blame it upon a rush of blood to the head”
Schon wieder nur Chris Stimme und eine Gitarre, ich glaube solche Songs werden zu meinen Geheimfavoriten dieses Albums. Trotz allem, die Stimme ist nicht so ergreifend, dass sie mich spontan an den Song fesseln kann. Doch was ist das? Nach der ersten Aufwärmminute wird es herzlicher, musikalischer, melodischer, kurz gesagt: besser. Und der Refrain? Gut, ich dachte zuerst sie haben Chris spontan gegen Ozzy getauscht, aber das war wohl nur Illusion, aber eigentlich auch eine nette Vorstellung.. Dreamer vs. A rush of blood to the head.. Doch genug der Wunschträume, der Song geht weiter, aber er schafft es einfach nicht zu “binden” , der Refrain war überraschend und gut, aber der Rest? Ja Chris, geh mal ne Waffe kaufen, wie du es im Song sagst. Währenddessen schalt ich mal weiter, okay? Skip. (4/5)
// Amsterdam //
“Come on, oh my star is fading
And I swerve out of control
And if I, oh if I\'d only waited
I\'d not be stuck here in this hole”
Woran ich jetzt wohl bei Amsterdam denke.. Aber wenigstens werde ich nicht von relaxten Reggaebeats begrüßt und auch die Jungs von Coldplay scheinen keinen Zwischenstopp in einem Coffee Shop gehabt zu haben. Schön, aber wärs dann vielleicht etwas lustiger geworden? Das Piano erinnert mich ein bisschen an John Lennon/ Elton John (ich bin mir noch uneinig), fragt mich nicht wie das kommt... Dann wird wieder ausprobiert wie hoch ein Mann singen kann ohne den Verlust wichtiger Dinge- Chris bekommt von mir auf einer Skala von 1 bis 10 eine 9,5! Zum ersten Mal im ganzen Song wird mit einem Background gearbeitet, den ganzen Rest hat der arme Chris alleine eingesungen... Irgendwie gemein, vorallem weil sich hier alles so passend und so schön anhört. Ich schwebe mal wieder gedanklich davon, auf eine Wie...aua, das war fies. Mitten in meinem Flug werde ich unsanft wieder auf die Erde geholt, warum müssen auch grade jetzt die Gitarren einsetzen und Chris wieder so verdammt aussagekräftig singen. Gut, dann verschieb ich das Träumen auf später, weil jetzt muss ja erstmal dieser Bericht fertig werden. Und- End . (5/5)
//Und? Wie Wars? //
//////////////////////////////////
Obwohl ich eigentlich ausnahmslos alle Balladen von Coldplay liebe und auch alle ausgekoppelten Singles, haben es manche der Albumtracks mir nicht besonders angetan. Manchmal zu monoton, zu langweilig, zu abgehackt, oder Chris Stimme allein reicht nicht, da er ja der einzige Sänger ist: es gibt einige Probleme. Doch wenn Coldplay etwas können, dann machen sie es auch perfekt und so wird das Album durch einige sehr gute Tracks trotzdem absolut empfehlenswert. Was vielleicht das Dilemma des einsamen Chris überbrücken könnte, wären Co- Künstler, die auf dieser Cd leider überhaupt nicht vertreten waren.
Für welche Menschen und Gemütsstimmungen ich die Cd empfehle? Am besten für Mädels, weil wohl Jungen nicht so viel mit sanfter „Rock“ Musik anfangen können, aber auch sonst für alle, die Mal die Seele baumeln lassen wollen, die traurig sind und etwas melancholisches haben wollen und für Leute die einfach nur ausspannen wollen, als Entspannung nach einem harten Tag. Das Album ist trotz einiger etwas schnellerer Tracks absolut kein Partyalbum und ich würde es als solches auch nicht empfehlen. Sowas gehört in den Kopfhörer wenn man allein (oder bestenfalls zu zweit ist), es ist intim und man sollte seine eigenen Empfindungen dazu haben. Aber bitte nicht tanzen =)
// Die Bio von Coldplay //
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Mitglieder sind
Chris Martin- Gesang, Gitarre und Piano,
Guy Berryman- Bass
Jonny Buckland- Gitarre
Will Champion- Schlagzeug
Aufgewachsen sind die Mannen von Coldplay alle an unterschiedlichen Orten Englands, wie Devon, Southhampton, Schottland oder Wales, zusammengefunden haben sie sich allerdings erst im Jahre 1996, als sie gleichzeitig das London College besuchten.
Nach ihrer ersten EP „Safety“ aus dem Jahr 1998 und der zweiten EP „Brothers & Sisters“, wurden sie schließlich vom Majorlabel EMI unter Vertrag genommen. 2000 erschien schließlich das Debüt „Parachutes“, das Coldplay selbst in den USA einen (kleinen) Durchbruch verschafften, etwas was der Euro- Superstar Robbie Williams bis heute nicht geschafft hat. Im Moment halte ich das zweite Album „A Rush of blood to the head“ in der Hand.
Waren die Jungs auch schonmal in der Presse? Also erstmal- Nein. Größtenteils sind sie ziemlich unauffällig und unglamourös, passend zu ihrer Musik, doch Leadsinger Chris Martin schaffte es auch so in die Klatschspalten- mit seiner Beziehung zu der Schauspielerin Gwyneth Paltrow und ihrem gemeinsamen Kind!
// Discographie //
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2000- Parachutes
2002- A Rush Of Blood To The Head
// Das Booklet- Was ist drin, wie siehts aus? //
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Das Cover der Cd ist wunderbar schlicht, aber auch hier bei Yopi zu sehen- das einzige was dieses Bild von dem unterscheidet was hier vor mir liegt, ist der kleine weiße Sticker in der links oberen Ecke, er sagt mir, dass Coldplay das „Best British Album“ hatte und die „Best British Group“ bei den Britawards war, darunter heißt es dann, dass sie auch das „Best Alternative Album“ und die „Best Rock Performance“ hatten, laut den Grammyawards. Auf diesem Album sind die bereits ausgekoppelten Singles „In my place“, „The Scientist“ und „Clocks“.
So, ich öffne nun die Cd- und werde von weiß begrüßt. Ja, weiß wohin ich sehe... Wenn das nicht langweilig ist, aber nun gut, dafür ist es stilvoll.
Das Booklet selbst ist nun, als Kontrast zum restlichen Teil des Albums, im kompletten schwarz gehalten, mit beiger Schrift und einer schwarz weiß Fotografie auf den ersten zwei Seiten. Die nächste Seite ist bereits die Mitte, hier sieht man die gesammelte Band beim jammen im Proberaum. Hiernach gibt es nur noch ein paar Credits und Hinweise auf die Aktion von Coldplay „Make Trade Fair“, bei der es um die Benachteiligung von Entwicklungsländern geht. Es gibt also weder Längenangaben, noch Texte, noch allzu viele Bilder. Gesamtbild also eher enttäuschend...!
Let the show begin
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Tracklist
////////////////
#1 Politik
#2 In my place
#3 God put a smile upon your face
#4 The Scientist
#5 Clocks
#6 Daylight
#7 Green Eyes
#8 Warning Sign
#9 A Whisper
#10 A rush of blood to the head
#11 Amsterdam
// Politik //
“Look at earth from outer space
Everyone must find the place
Give me time and give me space
Give me real, don\'t give me fake”
Den Einstieg macht das Schlagzeug, man hört das Hihead im schnellen Takt schlagen und der Song hat von Anfang an etwas melancholisches. Wenn Chris dann zu singen anfängt verstummt das Schlagzeug erstmal und man hört nur sanfte Pianoklänge. Chris singt langsam und gefühlvoll, erhebt seine Stimme nicht, das erledigt dann das Hihead am Anfang des Refrains wieder für ihn. Das monotone Stampfen nervt einen spätestens jetzt und da kann auch Chris mit seiner warmen Stimme kaum etwas gut machen. Der Song verläuft bis zum Ende ohne weitere erwähnenswerte Überraschungen, netter Inhalt, aber leider nicht so schön verpackt wie man es hätte machen können. Aber wenigstens das Piano war gut..! Trotzdem, (4/5), weil das Hihead sich am Ende nicht mehr so außen vor und unpassend anhört und alles zu einem wirklich guten Song verschmilzt. Nur leider zu spät um noch 5 von 5 Punkten zu geben.
// In my place //
“In my place, in my place
Were lines that I couldn\'t change
I was lost oh yeah
And I was lost, I was lost
Crossed lines I shouldn\'t have crossed”
Die erste Singleauskopplung und einer meiner persönlichen Favoriten! Wieder ein Schlagzeugbetonter Anfang, aber wenigstens nicht so penetrant wie beim vorherigen Lied. Für Chris verstummen sie wieder, werden auf jeden Fall leiser und man hört ihn mit etwas gequälter Stimme seine Zeilen singen. In den Strophen ist er der arme, angreifbare, schwache Chris, doch im Refrain hört er sich ein wenig anklagend an, kraftvoll und wirklich atemberaubend. Im Zusammenspiel mit Gitarre und Bass wird das Ganze noch veredelt- ein wahres Juwel, wenn man mal wieder eine Ballade braucht, sich aber nicht zu sanften und kitschigen Klängen hingeben will. (5/5)
// God put a smile upon your face //
Sanfte Gitarrenklänge, die sich endlich mal wieder wie die anhören, die man auch am Lagerfeuer bestaunen kann, wenn jemand mit dabei ist, der des Gitarre spielens mächtig ist. Chris hört sich fast etwas ernüchternd an, nicht besonders interessiert, aber auf keinen Fall so rotzig hingeworfen wie das grade andere beliebte Gitarrenbands machen. Nein, Coldplay ist anders. Coldplay ist intelligent und gefühlvoll und das hört man, auch wenn auch dieses Lied nicht direkt einer musikalischen Kategorie zugehörig ist. Ballade? Nein, dazu fehlt die überzeugende Melodie. Rock? Nee, nicht wirklich. Pop? So möchte ich ein Band, die mir gefällt nicht bezeichnen... Was ist es denn nun? Ich einige mich mit mir selbst auf soetwas wie einen Rocksong und wundere mich warum Coldplay auf einmal auf die schmeichlerischen Ohrwürmer à la „In my place“ verzichten. Vielleicht um bei den Kritikern Radiohead näher zu kommen, aber so eine Dreistigkeit traue ich den lieben Leutchens nicht zu. Langsam geht mir das Gequäke auf die Nerven, also- Skip. (3/5)
// The Scientist //
“And tell me you love me, come back and haunt me
Oh and I rush to the start
Running in circles, chasing in tails
Coming back as we are”
Das berühmte Lied, mit dem berühmten Rückwärtsvideo. Ja, Chris spult einen Autounfall zurück und leider- ich muss es zugeben- rührt mich das Video in Verbindung mit dem Song so manches Mal zu Tränen. Der ganze Song ist ein einziger sanfter Traum, untermalt von einem Piano und der markanten Stimme von Chris- er bemüht sich nicht unbedingt harmonisch zu klingen, aber die sanfte Melodie und seine Stimme treffen sich auf der perfekten Basis und kreieren einen Song, den Mal wohl in jeder Lebenslage hören kann, wenn man traurig, verliebt, glücklich, enttäuscht,... ist. Zeitlos, wunderbar, eines der besten Lieder des Albums. (5/5)
// Clocks //
“Lights go out and I can\'t be saved
Tides that I tried to swim against
Have put me down upon my knees
Oh I beg, I beg and plead”
Und die nächste Singleauskopplung, die letzte aus dem Album, die aber ihren Vorgängern in so gut wie nichts nachsteht! Begrüßt vom Piano, das sich energisch in Fahrt spielt, wird man in den Song geleitet, später steigt auch das Schlagzeug mit ein. Wieder Chris Stimme, wieder ein schnelleres Lied, eines der Lieder, das mal keine Ballade ist, auch wenn es stark daran erinnert, wenn Chris sich durch die Mitte des Songs „ahat“. Die Strophen verlaufen alle nach dem selben Muster, wieder keine Überraschungen, aber bei der Qualität der Songs macht es mir gar keine Sorge, dass die Herren Coldplay nicht auf raffiniertere Arrangements gekommen sind. Es reicht so und eines haben sie anderen Bands vorraus- sie wissen wie ein Piano aussieht und können es auch benutzen. Ha! Macht das erst mal nach =) (5/5)
// Daylight //
“To my sunk eyes
On my daylight
I saw sunrise
I saw sunlight”
Kreativer Anfang, als ob sie meine Worte zum vorherigen Titel gehört hätten. Schade, dass es keinen Pianoeinstieg gibt, aber ich werde ja noch entschädigt! Dieser Song möchte alles andere als Einheitsbrei sein, er wehrt sich gradezu dagegen, ist uns doch egal wie sich das alles anhört. Im Refrain wird das Schlagzeug wie beim ersten Song wieder staccatomäßig eingesetzt, Chris geht in die höheren Gesangslagen und insgeheim fragt man sich „Warum eigentlich?“ (aber warum eigentlich nicht..?) Deswegen: (5/5)
// Green Eyes //
“I came here with a load
And it feels so much lighter now I met you
And honey you should know
That I could never go on without you”
Is this a campfire song? Endlich ein Lied, das sich nicht total überproduziert anhört, keine Instrumente die ineinander greifen oder aufeinander aufprallen, einfach nur eine Gitarre und Chris Stimme, was dem ganzen ein anheimelndes Feelings gibt, eine Purheit, die man heutzutage in der Musik viel zu wenig bekommt. Coldplay sind nicht wie andere Bands. Sie sind vielleicht nicht innovativer oder zu mehr Experimenten bereit, aber sie können sich auf das reduzieren, was eigentlich Mal zu dem Begriff der Musik gehörte. Etwas das sich nicht anhört wie mit dem DJ Starter Kit in einem Keller in London gemacht- sondern straight aus Schottland oder wo sie auch immer her kommen mögen. „Honey you are a rock upon which I stand“- (5/5)
// Warning Sign //
“A warning sign
I missed the good part then I realized
I started looking and the bubble burst
I started looking for excuses”
Hmm.. das hört sich nicht wie Coldplay an.. Ich wüsste gar nicht in welche Musikrichtung ich das hier ansiedeln sollte, vorallem weil in dem kleinen Introteil auch eine Carracaskugel zu tragen kommt. Ich frage mich zwar wieder: warum? Aber wenigstens wird sie so schön dezent eingesetzt, dass man sich um alles mitzubekommen schon wirklich reinhören muss in den Song- wieder ein Plus, denn wer will schon alles offensichtlich auf einem Teller präsentiert bekommen? Nein, Musik ist etwas zum entdecken, deswegen- Viel Spaß beim Suchen =)! (5/5)
// A Whisper //
“I hear the sound
Of the ticking of clocks
Remember your face
Who remembers you when you are gone”
Ein Flüstern? Da hätte ich mir aber einen sanfteren Anfang gewünscht.. Man wird leider nicht mit einem Piano begrüßt, schade aber auch. Ich frage mich in den ersten paar Sekunden ob meine Platte jetzt schon einen Sprung hat, aber nein, das ist wohl so gewollt. Danke Coldplay, ihr habt mir einen Schrecken eingejagt... Die Instrumentierung übertönt fast Chris Stimme, sie ist offensiv und Chris.. naja, bezeichnen wir ihn mal als defensiv oder einfach unterlegen mit seiner Stimme. Auch wenn es so gewollt war, es hört sich schräg an und lädt auch nicht unbedingt zum Hören ein. Skip. (4/5)
// A Rush of blood to the head //
“said I\'m gonna buy a gun and start a war if you can tell me something worth fighting for
oh I\'m gonna buy this place is what I said
blame it upon a rush of blood to the head”
Schon wieder nur Chris Stimme und eine Gitarre, ich glaube solche Songs werden zu meinen Geheimfavoriten dieses Albums. Trotz allem, die Stimme ist nicht so ergreifend, dass sie mich spontan an den Song fesseln kann. Doch was ist das? Nach der ersten Aufwärmminute wird es herzlicher, musikalischer, melodischer, kurz gesagt: besser. Und der Refrain? Gut, ich dachte zuerst sie haben Chris spontan gegen Ozzy getauscht, aber das war wohl nur Illusion, aber eigentlich auch eine nette Vorstellung.. Dreamer vs. A rush of blood to the head.. Doch genug der Wunschträume, der Song geht weiter, aber er schafft es einfach nicht zu “binden” , der Refrain war überraschend und gut, aber der Rest? Ja Chris, geh mal ne Waffe kaufen, wie du es im Song sagst. Währenddessen schalt ich mal weiter, okay? Skip. (4/5)
// Amsterdam //
“Come on, oh my star is fading
And I swerve out of control
And if I, oh if I\'d only waited
I\'d not be stuck here in this hole”
Woran ich jetzt wohl bei Amsterdam denke.. Aber wenigstens werde ich nicht von relaxten Reggaebeats begrüßt und auch die Jungs von Coldplay scheinen keinen Zwischenstopp in einem Coffee Shop gehabt zu haben. Schön, aber wärs dann vielleicht etwas lustiger geworden? Das Piano erinnert mich ein bisschen an John Lennon/ Elton John (ich bin mir noch uneinig), fragt mich nicht wie das kommt... Dann wird wieder ausprobiert wie hoch ein Mann singen kann ohne den Verlust wichtiger Dinge- Chris bekommt von mir auf einer Skala von 1 bis 10 eine 9,5! Zum ersten Mal im ganzen Song wird mit einem Background gearbeitet, den ganzen Rest hat der arme Chris alleine eingesungen... Irgendwie gemein, vorallem weil sich hier alles so passend und so schön anhört. Ich schwebe mal wieder gedanklich davon, auf eine Wie...aua, das war fies. Mitten in meinem Flug werde ich unsanft wieder auf die Erde geholt, warum müssen auch grade jetzt die Gitarren einsetzen und Chris wieder so verdammt aussagekräftig singen. Gut, dann verschieb ich das Träumen auf später, weil jetzt muss ja erstmal dieser Bericht fertig werden. Und- End . (5/5)
//Und? Wie Wars? //
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Obwohl ich eigentlich ausnahmslos alle Balladen von Coldplay liebe und auch alle ausgekoppelten Singles, haben es manche der Albumtracks mir nicht besonders angetan. Manchmal zu monoton, zu langweilig, zu abgehackt, oder Chris Stimme allein reicht nicht, da er ja der einzige Sänger ist: es gibt einige Probleme. Doch wenn Coldplay etwas können, dann machen sie es auch perfekt und so wird das Album durch einige sehr gute Tracks trotzdem absolut empfehlenswert. Was vielleicht das Dilemma des einsamen Chris überbrücken könnte, wären Co- Künstler, die auf dieser Cd leider überhaupt nicht vertreten waren.
Für welche Menschen und Gemütsstimmungen ich die Cd empfehle? Am besten für Mädels, weil wohl Jungen nicht so viel mit sanfter „Rock“ Musik anfangen können, aber auch sonst für alle, die Mal die Seele baumeln lassen wollen, die traurig sind und etwas melancholisches haben wollen und für Leute die einfach nur ausspannen wollen, als Entspannung nach einem harten Tag. Das Album ist trotz einiger etwas schnellerer Tracks absolut kein Partyalbum und ich würde es als solches auch nicht empfehlen. Sowas gehört in den Kopfhörer wenn man allein (oder bestenfalls zu zweit ist), es ist intim und man sollte seine eigenen Empfindungen dazu haben. Aber bitte nicht tanzen =)
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