ALFA ROMEO 147 Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von dottigross_juliaa
Cooool - Alfa 147 - im Großen und Ganzen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Der Alfa ist jetzt knapp ein Jahr alt und ich möchte diesen Bericht, den ich vor dem großen "GAU" schon eingestellt hatte, ein wenig "up-daten". Interessiert? Dann scroll doch einfach an das Ende des Berichts...
+++++++++++++++++++++++++++++++++++
Er ist gerade zum "Auto des Jahres 2001" gewählt worden, der Alfa Romeo 147. Die Lobeshymnen überschlagen sich und deshalb möchte ich ein paar Einzelheiten über den fetzigen Italiener berichten.
Äußerlich gleicht er einem Peugot oder einem Renault oder doch lieber einem Mazda??? Tja, eigentlich sieht er keinem ähnlich und das macht ihn so außergewöhnlich. Er ist einfach ein formschönes, dynamisches Auto und im typischen Alfa-Rot finde ich ihn am Eindrucksvollsten. Weil er eine makante "Schnauze" hat, erkennt man ihn schon von weitem, den sportlichen Kompaktwagen.
Der Alfa Romeo 147 ist mit einem 1,6-Liter-Motor und 105 PS (auch leistungsverstärkt mit 120 PS) und einem 2-Liter-Motor mit 155 PS zu haben. Je nach Geschmack kann man ihn mit einem ganz normalen Schaltgetriebe als auch mit einem Selespeed-Getriebe mit automatisierter Gang- und Kupplungsschaltung bestellen. Faszinierend fand ich dabei, dass auch beim normalen Schaltgetriebe ein Tempomat verwendet werden kann. Das wusste ich bis dahin nicht. Aus meinem Amerika-Urlaub kenne ich den Tempomat nur in Verbindung mit einer Automatikschaltung.
Der Tempomat wird übrigens von einem Schalter aus bedient, der links neben dem Lenkrad liegt. Dies finde ich etwas unpraktisch, da es dabei leicht zu einer Verwechslung mit dem Abblendlicht oder dem Blinker kommen kann. Einfacher wäre ein Druckknopf AUF dem Lenkrad gewesen.
Den Alfa müsste es übrigens auch als Turbo-Diesel (1.9) mit 110 PS geben, aber darüber bin ich leider nicht informiert.
Neben dem üblichen ABS verfügt der 147er auch über eine serienmäßige Antriebsschlupfregelung (ASR), die zwar für sportliche Fahrer gewöhnungsbedürftig sein wird, aber im Winter eine willkommene Dreingabe ist.
Für die Sicherheit gibt es außerdem zwei Front-, zwei Seiten- und zwei Windowairbags.
An das hell-erleuchtete Cockpit musste ich mich erst gewöhnen, weil die vielen Lichter und das Multifunktionsdisyplay anfangs irritieren. Doch wenn man sich auf die nötigsten Informationen beschränkt und die Beleuchtung manuell etwas reduziert, genießt man den Komfort.
Apropos Komfort! Serienmäßig gibt es übrigens auch eine Klimaautomatik. Und diesen Luxus kann man schließlich nicht nur im Sommer (auch bei deutschen Wetterverhältnissen!!) genießen, sondern auch im Winter in umgekehrter Funktion.
Elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, die in Wagenfarbe lackiert sind, erstklassige Innenraumbeleuchtung (mit Dimmer) inkl. Leseleuchte, Kofferraum, Handschufach, Make-Up-Spiegel-Leuchte (hört, hört ihr BeifahrerINNEN), elektrische Fensterheber vorne und bei der 5-türigen Version auch hinten; Funkfernbedienung, Heckscheibenheizung mit Abschaltautomatik, stufenlosen Intervallschaltung für Heckscheibenwischer, Pollen- und Aktivkohlefilter, Servolenkung, Zentralverriegelung und so weiter, und so weiter.
Begeistert war ich von der sogenannten Komfortschließung der Fenster. Verriegelt man das Auto und vergisst, die Fenster zu schließen, macht der Bordcomputer dies automatisch. Man kann sie aber auch selbst über die Funkfernbedienung betätigen.
Wie weit man sich über eine Sonderausstattung mit dem Händler einigt, bleibt jedem selbst überlassen. Ein ausgefallenes Stereoradio (ein normales ist enthalten), eine Diebstahlwarnanlage, Glasschiebedach (bei Klimaautomatik unnötig), Freisprechanlage, Navigationssystem, Lederinnenausstattung sind auch erhältlich.
Etwas dürftig finde ich - und das darf ich als Frau wohl anmerken - den unpraktischen Kofferraum. Er liegt etwas hoch und ist mit einem Kofferraumvolumen von 280/1030 dm3 nicht sehr groß. Zwei Sprudelkisten und ein Einkaufskorb - das war es dann.
So, und was kostet das Traumauto? Wie gesagt, man kann heutzutage ja viel verhandeln und je nach Ausstattung variiert der Preis natürlich extrem. Beispiel: Im Propekt steht der 1.6 Eco mit 31880,- DM drin. Der großmotorige 2-Liter-Alfa kostet immerhin schon 41698,- DM. Der 1.9-Turbo-Diesel befindet sich mit 36574,- DM im Mittelfeld. Alle drei Preise beziehen sich auf den 3-türer.
So, das war mein kurzer Überblick über einen "süßen Italiener". Wenn's euch interessiert, gibt es noch mehr Informationen unter www.alfa.de
Ich wurde von ein paar Ciaoanern nach dem Spritverbrauch gefragt. Klar, dass der sehr unterschiedlich sein kann - je nach Fahrverhalten. Ich habe ein recht gemäßigtes Fahrverhalten und brauche 8 Liter (bei überwiegend Kurzstrecken).
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Nachtrag:
Kinderkrankenheiten hat wohl jedes neue Automodell. Nach einem knappen Jahr "Fahrvergnügen" konnten wir nun ein paar kleine Mängel erkennen.
Besonders hervorzuheben seien hierbei die unausgeglichenen Spritzdüsen für die Frontscheiben-Wisch-Wasch-Anlage. Sie sind fest fixiert und können zwar in der Höhe, aber nicht in ihrer seitlichen Position verstellt werden. Zudem ist die Pumpe zu schwach, der Wasserstrahl wird bei höherer Geschwindigkeit nach unten gedrückt. Natürlich könnte man diesem Problem entgegenwirken, indem man die Höhe korrigiert, doch dann stellt sich das entgegen gesetzte Problem bei langsamer Fahrt.
Ein weiteres Problem hatten wir im Winter mit dem seitlichen Blinkerglas. Durch den Frost brach die Kunststoffhalterung und hing nur noch am Kabel. Natürlich wurde der Schaden umgehend auf Garantie behoben, ein Ärgernis war es allemal, weil wir ein paar Tage mit Klebeband am Kotflügel fahren mussten.
Im Fahrercockpit gab es auch ein kleines Manko. Die Oberseite des Schalthebels - eine eingelassene Kunststoffabdeckung - wackelte unangenehm. Doch durch etwas Spezialkleber konnte man dies beheben.
Die hinteren Radhausabdeckungen rutschten immer wieder aus ihrer Position heraus, da sie im Werk zu groß zugeschnitten worden waren. Dieser Produktionsfehler wurde durch nachschneiden in der Alfa-Werkstatt behoben. Auch diese Reparatur lief auf Garantie.
Weil der Getriebedeckel des fünften Ganges undicht war und dadurch Getriebeöl tropfte, musste die Dichtungsmasse nachgebessert werden. Ärgerlich, da dadurch Flecken in der Garage entstanden waren.
Doch das größte und zudem gefährlichste Problem hatten wir mit dem ABS. Bei einer Vollbremsung blockierte das linke hintere Rad. Nach Untersuchungen in der Autowerkstatt stellte man fest, dass der Bordcomputer im Fehlerspeicher einen alten - nicht vorhandenen - ABS-Fehler lokalisierte. Die Mechaniker löschten daraufhin diese Fehlermeldung und überprüften das ABS komplett.
Inzwischen sind ungefähr 14000 km mit dem Auto gefahren worden und wir sind durch hoffentlich sämtliche Kinderkrankheiten gegangen.
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Er ist gerade zum "Auto des Jahres 2001" gewählt worden, der Alfa Romeo 147. Die Lobeshymnen überschlagen sich und deshalb möchte ich ein paar Einzelheiten über den fetzigen Italiener berichten.
Äußerlich gleicht er einem Peugot oder einem Renault oder doch lieber einem Mazda??? Tja, eigentlich sieht er keinem ähnlich und das macht ihn so außergewöhnlich. Er ist einfach ein formschönes, dynamisches Auto und im typischen Alfa-Rot finde ich ihn am Eindrucksvollsten. Weil er eine makante "Schnauze" hat, erkennt man ihn schon von weitem, den sportlichen Kompaktwagen.
Der Alfa Romeo 147 ist mit einem 1,6-Liter-Motor und 105 PS (auch leistungsverstärkt mit 120 PS) und einem 2-Liter-Motor mit 155 PS zu haben. Je nach Geschmack kann man ihn mit einem ganz normalen Schaltgetriebe als auch mit einem Selespeed-Getriebe mit automatisierter Gang- und Kupplungsschaltung bestellen. Faszinierend fand ich dabei, dass auch beim normalen Schaltgetriebe ein Tempomat verwendet werden kann. Das wusste ich bis dahin nicht. Aus meinem Amerika-Urlaub kenne ich den Tempomat nur in Verbindung mit einer Automatikschaltung.
Der Tempomat wird übrigens von einem Schalter aus bedient, der links neben dem Lenkrad liegt. Dies finde ich etwas unpraktisch, da es dabei leicht zu einer Verwechslung mit dem Abblendlicht oder dem Blinker kommen kann. Einfacher wäre ein Druckknopf AUF dem Lenkrad gewesen.
Den Alfa müsste es übrigens auch als Turbo-Diesel (1.9) mit 110 PS geben, aber darüber bin ich leider nicht informiert.
Neben dem üblichen ABS verfügt der 147er auch über eine serienmäßige Antriebsschlupfregelung (ASR), die zwar für sportliche Fahrer gewöhnungsbedürftig sein wird, aber im Winter eine willkommene Dreingabe ist.
Für die Sicherheit gibt es außerdem zwei Front-, zwei Seiten- und zwei Windowairbags.
An das hell-erleuchtete Cockpit musste ich mich erst gewöhnen, weil die vielen Lichter und das Multifunktionsdisyplay anfangs irritieren. Doch wenn man sich auf die nötigsten Informationen beschränkt und die Beleuchtung manuell etwas reduziert, genießt man den Komfort.
Apropos Komfort! Serienmäßig gibt es übrigens auch eine Klimaautomatik. Und diesen Luxus kann man schließlich nicht nur im Sommer (auch bei deutschen Wetterverhältnissen!!) genießen, sondern auch im Winter in umgekehrter Funktion.
Elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, die in Wagenfarbe lackiert sind, erstklassige Innenraumbeleuchtung (mit Dimmer) inkl. Leseleuchte, Kofferraum, Handschufach, Make-Up-Spiegel-Leuchte (hört, hört ihr BeifahrerINNEN), elektrische Fensterheber vorne und bei der 5-türigen Version auch hinten; Funkfernbedienung, Heckscheibenheizung mit Abschaltautomatik, stufenlosen Intervallschaltung für Heckscheibenwischer, Pollen- und Aktivkohlefilter, Servolenkung, Zentralverriegelung und so weiter, und so weiter.
Begeistert war ich von der sogenannten Komfortschließung der Fenster. Verriegelt man das Auto und vergisst, die Fenster zu schließen, macht der Bordcomputer dies automatisch. Man kann sie aber auch selbst über die Funkfernbedienung betätigen.
Wie weit man sich über eine Sonderausstattung mit dem Händler einigt, bleibt jedem selbst überlassen. Ein ausgefallenes Stereoradio (ein normales ist enthalten), eine Diebstahlwarnanlage, Glasschiebedach (bei Klimaautomatik unnötig), Freisprechanlage, Navigationssystem, Lederinnenausstattung sind auch erhältlich.
Etwas dürftig finde ich - und das darf ich als Frau wohl anmerken - den unpraktischen Kofferraum. Er liegt etwas hoch und ist mit einem Kofferraumvolumen von 280/1030 dm3 nicht sehr groß. Zwei Sprudelkisten und ein Einkaufskorb - das war es dann.
So, und was kostet das Traumauto? Wie gesagt, man kann heutzutage ja viel verhandeln und je nach Ausstattung variiert der Preis natürlich extrem. Beispiel: Im Propekt steht der 1.6 Eco mit 31880,- DM drin. Der großmotorige 2-Liter-Alfa kostet immerhin schon 41698,- DM. Der 1.9-Turbo-Diesel befindet sich mit 36574,- DM im Mittelfeld. Alle drei Preise beziehen sich auf den 3-türer.
So, das war mein kurzer Überblick über einen "süßen Italiener". Wenn's euch interessiert, gibt es noch mehr Informationen unter www.alfa.de
Ich wurde von ein paar Ciaoanern nach dem Spritverbrauch gefragt. Klar, dass der sehr unterschiedlich sein kann - je nach Fahrverhalten. Ich habe ein recht gemäßigtes Fahrverhalten und brauche 8 Liter (bei überwiegend Kurzstrecken).
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Nachtrag:
Kinderkrankenheiten hat wohl jedes neue Automodell. Nach einem knappen Jahr "Fahrvergnügen" konnten wir nun ein paar kleine Mängel erkennen.
Besonders hervorzuheben seien hierbei die unausgeglichenen Spritzdüsen für die Frontscheiben-Wisch-Wasch-Anlage. Sie sind fest fixiert und können zwar in der Höhe, aber nicht in ihrer seitlichen Position verstellt werden. Zudem ist die Pumpe zu schwach, der Wasserstrahl wird bei höherer Geschwindigkeit nach unten gedrückt. Natürlich könnte man diesem Problem entgegenwirken, indem man die Höhe korrigiert, doch dann stellt sich das entgegen gesetzte Problem bei langsamer Fahrt.
Ein weiteres Problem hatten wir im Winter mit dem seitlichen Blinkerglas. Durch den Frost brach die Kunststoffhalterung und hing nur noch am Kabel. Natürlich wurde der Schaden umgehend auf Garantie behoben, ein Ärgernis war es allemal, weil wir ein paar Tage mit Klebeband am Kotflügel fahren mussten.
Im Fahrercockpit gab es auch ein kleines Manko. Die Oberseite des Schalthebels - eine eingelassene Kunststoffabdeckung - wackelte unangenehm. Doch durch etwas Spezialkleber konnte man dies beheben.
Die hinteren Radhausabdeckungen rutschten immer wieder aus ihrer Position heraus, da sie im Werk zu groß zugeschnitten worden waren. Dieser Produktionsfehler wurde durch nachschneiden in der Alfa-Werkstatt behoben. Auch diese Reparatur lief auf Garantie.
Weil der Getriebedeckel des fünften Ganges undicht war und dadurch Getriebeöl tropfte, musste die Dichtungsmasse nachgebessert werden. Ärgerlich, da dadurch Flecken in der Garage entstanden waren.
Doch das größte und zudem gefährlichste Problem hatten wir mit dem ABS. Bei einer Vollbremsung blockierte das linke hintere Rad. Nach Untersuchungen in der Autowerkstatt stellte man fest, dass der Bordcomputer im Fehlerspeicher einen alten - nicht vorhandenen - ABS-Fehler lokalisierte. Die Mechaniker löschten daraufhin diese Fehlermeldung und überprüften das ABS komplett.
Inzwischen sind ungefähr 14000 km mit dem Auto gefahren worden und wir sind durch hoffentlich sämtliche Kinderkrankheiten gegangen.
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