American Football Testbericht

American-football
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Erfahrungsbericht von hc_bor

American Football in Deutschland

Pro:

Football ist für Spieler und Zuschauer, Spannung und Party pur auch in Deutschland

Kontra:

----

Empfehlung:

Ja

Über die Regeln und das Spiel selbst kann man hier ja schon einiges Nachlesen. Daher möchte ich nachstehend versuchen etwas über den Sport American Football und sein Dasein in Deutschland zu schreiben.

Viele wissen nicht einmal, dass in Deutschland überhaupt American Football gespielt wird. Daher mein Bericht über diesen tollen Sport und seine Wege in Deutschland.(soweit mir bekannt)


American Football kommt, so wie dieser Sport heute betrieben wird aus den USA, wo in der NFL der National Football League jedes Jahr die beiden besten Mannschaften Ende Januar/ Anfang Februar sich im Superbowl gegenüberstehen. Die Saison läuft in den Staaten von Aug/Sep bis Ende Dezember, wo "an jedem verdammten Sonntag" (siehe Kinofilm) tatsächlich gespielt wird. Im Januar kommt es dann zu den Play off Spielen und am Ende zum Show down im Superbowl.


Was hat das nun mit dem American Footbal in Deutschland zu tun ? Sehr viel, da sich die verantwortlichen in Deutschland bei der Planung und Gestaltung der Spiele und Wettkämpfe auch von amerikanischen Spielern und Trainern unterstützen lassen, die in der NFL-Kernspielzeit eher nicht nach Europa schauen.


In Deutschland spielen viele Mannschaften in Amateurligen, die im AfVD organisiert sind.


Der AFVD besteht aus zehn Landesverbänden. Erst im Jahr 1982 gegründet, hat der AFVD zum Stichtag 31.12.1996 mittlerweile 228 Vereine mit 20.934 Mitgliedern unter seinem Dach organisiert. Das sind fast die Hälfte aller organisierten Footballspieler in Europa. Die grössten Landesverbände sind Bayern (50 Vereine) und Nordrhein-Westfalen (43 Vereine), die kleinsten der AFV Nord und Hamburg (je 5 Vereine). Als eigenständige Sportart ist der AFVD seit 1993 Mitglied des Deutschen Sportbund.


190 Herren-, 50 A-Jugend- und 25 Flagfootballmannschaften sowie 10 Damenmannschaften nehmen am Punktspielbetrieb des AFVD teil (Stand 2000). Die Ligastruktur in Deutschland ist sehr vielseitig: GFL German Football League, zweite Bundesliga, Regional-, Ober-, Landes, Aufbau-, Jugend- , Jugendaufbau-, Jugendflag- und Flagfootball Liga sowie Damenbundesliga. Die Bundesligen werden direkt durch den AFVD betreut und organisiert, die regionalen Ligen von den zuständigen Landesverbänden.

Das könnt Ihr alles noch ausführlicher auf der Homepage des Verbandes www.afvd.de nachlesen.

Die hierbei höchste Spielklasse ist die GFL, die German Football League , die in zwei Gruppen spielt Nord und Süd, mit jeweils 6 Mannschaften. In der Saison 2003 waren das z.B. im Norden : Braunschweig Lions, Hamburg Blue Devils, Berlin Adler, Dresden Monarchs, Cologne Crocodiles, Essen Assindia Cardinals und im Süden: Rhein Main Raizorbacks(Rüsselsheim), Franken Nights(Rothenburg), Schwäbisch Hall Unicorns, Stuttgart Scorpions, Saarland Hurricanes(Saarbrücken), Marburg Merceneries.

Die jeweils ersten vier Spielen in den Play offs gegeneinander und ermitteln per ko-System die Endspielteilnehmer, die in diesem Jahr wieder einmal
Hamburg und Braunschweig heißen. Hamburg hat wieder einmal gewonnen.
Die jeweils letzten, in diesem Jahr Essen und Marburg, müssen in die Relegation gegen den jeweils ersten der 2. Liga Nord und Süd, in diesem Jahr Düsseldorf und Simbach. In zwei Spielen Hin und Rückspiel steigt entweder der Sieger auf oder, wenn der GFL-letzte gewinnt verbeleibt er in der 1. Bundesliga. Dusseldorf ist aufgestiegen, Essen somit abgestiegen. Marburg verbleibt in der GFL und Simbach steigt nicht auf.


Genau genommen ist alles recht gut organisiert und man kann in ganz Deutschland, so man das möchte, wirklich guten Football, auch life bewundern. Leider ist das nur wenigen Leuten bekannt und durch das Schattendasein dieser Randsportart gegenüber den Sportarten Fußball, Tennis, Formel 1 usw. auch im Fernsehen nicht sehr oft oder gar nicht präsent. Selbst die NFL-spiele in America werden ausser bei Premiere in keinem Kanal gewürdigt.

Die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes ist hier gefragt. Da könnte wirklich mehr aktiv unternommen werden.


Neben den Amateueren gibt es in Deutschland auch noch 3 Mannschaften, die in der NFL-Europe, dem europäischen Ableger der amerikanischen NFL spielen. Hier ist die Öffentlichkeitsarbeit etwas ausgeprägter, da diese Mannschaften auch für viele Spieler als Bewährungs- und Erprobungsfeld dienen, um sich den Verantwortlichen der NFL-Mannschaften Amerikas zu empfehlen. Hier ist das Spielerpotential international gemischt und die Anzahl der deutschen Spieler eher geringer. Es handlet sich hierbei auch um eine Profiliga, in die man nicht einfach auf oder in der man absteigen kann. So weit das mir bekannt ist, kann man sich hier nur einkaufen.

Die deutschen Teams hierbei sind die Frankfurt Galaxys, Düsseldorf RheinFire und Berlin Thunder.

Neben den deutschen Teams spielen noch die Barcelona Dragons, die Scotland Glaymores und die Amsterdam Admirals.

Die NFL-Europe spielt nachdem der Superbowl und der World Bowl in Amerika ausgespielt sind, sodaß hier des öfteren auch Spieler aus der NFL agieren. Ist die NFL-Europe fast beendet, beginnt, meist im Juli/August die GFL ihre Spiele, die dann auch Unterstützung von Spielern aus der NFL-Europe erfährt. Zudem findet man in allen GFL-Teams Spieler aus den Vereinigten Staaten, die dort in College Mannschaften erfolgreich waren, aber meistens noch nicht den Srung in die NFL geschafft haben.


Fazit! American Football ist ein toller, auch für den Zuschauer interessanter Sport, der, wie der Name auch schon sagt, von vielen amerikanischen Einflüssen geprägt ist, auch in Deutschland.


In diesem Sinne - lets play football and sack the quaterback !

6 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Baby1

    15.01.2006, 16:00 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Anita